Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1775 (24.1.1924)
- Date
- 1924-01-24
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Sk. 1778 Wiener Morgenzeitukü Serk 9 Men, Donnerstag 24. Jänner 1924 ZionUtiKtK gerirkLselttis» Lespslürraäl HBIJTB Donnmtaft den 24. Jänner, präzise 8 Uhr. abends, im wiener SSrger-enfL. 2. Bezirk, Pratersnaße 11 VOLIL^K OemeinäerLl vr.?1a8eKKes: „LlssMeKv UN«» städtische Steuererhöhungen(i Voranzeige! Am 31. d. M. Vortrag Dr. Waldmann: „Jüdische Politik“ des FiimnKMmEstevi'UUis nach W i e n, mn mit dev Oesterreichivschsn Natwnallbanl einige fin<vMeNe Fragen Zll besprechen. Fruchtlose Parlamentsdebatten. Dr. Ellenbogen als Antifaszist. Das ParlMnent ist seit der M>aldE'o!kM'ilschen Drohung „mit den gegen die Regi-ernnig auWoschrenen Kanonen" faktiisch lahm gelegt. In den Aiusschüssen — sotveit diese überhaupt tagen — gibt cs mir fruchtlose Debatten ohne Böjchlnßsa.s'1'uug. Bon einer EÄeidiguug von RggierungsvovlagLn ist keine Rede, weshalb auch das Plenum dos M>t>ioualrates zu erAvungener Muße verurteilt ist. Weder die Mchrheitsipartei noch die sliogiernNg' halben bisher einen ernsten Versuch unternormnen, um die sozialdsmokratiische^n Obstruktionisten zur AuWabe ihrer Taktik zu veranlassen, wissen sie doch zu gut, daß die Opposition außer gewissen sachlichen Zugestä,Müssen auch eine Aendernug in der Zusammensetzung des Kabinetts anstrebt. Jnsvlauge Mohcheit nnd Regiernng noch nicht in ein zeitliches Gedränge kommen, werden sie sich kaum herbeilassen, der LinHrn ihre Obstruktion «bzukaiussn. Schlimmstenfalls wird die Regierung abermals ein Budgetprovisovium ansprechen, da die letzte dreimonatlich: Indemnität mit Ende März Mäust. Die gestrige Nationalraissitzung war schr kurz. Die Sostäldemoknaien haben in Verfolg ihrer BeihindernngAaktik wiederum die Dnrchfülhru ng von ersten Lesungen Äer die gestern vom FinauHnimister eingsbrachten neuen Ste.uervorlayeu WersouaGeuer-- und Umisatzsteuernovelle) verhindert. Die ganze Sitzung wurde mit «der ersten Lesung eines ziemlich bel-mcg'losen Gegenstandes, des A u s l i e s c-- ru-ngs Vertrages mit Italien ansyesüM. Dr^-Ell entzogen HM " eine lange Rede gegen de« Faszismus in Italien, der eine vollständige Vernichtung dev 'italienischen Demokratie zustande gebracht habe. Cs sei dort eine absolute Gewalt van einer Schvankenlasigjkeit ausgevichtet worden, von der man nichts anderes sagen könne, als daß sie sich zu jedem ' Verbrechen für berechtigt hält und vmr dieser Berechiigmrg auch einen ausgiebigen Gebrauch macht. Der Fastzismus erfreue sich in JtM-en der Even und passiven IMersMung der Behörden, jedes von FasFisten begangene Verbrechen Weiht stmsios. Dr. Ellenbogen MAevtic dann eine Roche vM faszistischen Mffotiaten, n. a. stlgende: In Mirandole, einen: Orte in der Proving Mbdena, HÄte der Miährilge Faszist Carlo Ab o r c l ii t mit einem 15jährigen Mädchen em BerhäÄnis, dem ein Kind entsproß. Das Kind derischwmdvt wnid als sein Adörder wird Abroretti eingezagen. 8lim Tage des Prozesses erscheint eine große Anzahl von Faszisten beim Vater des Mädchens, lädt ihn vor das faIzistische Kommando und verlangt von ihm eine Erklärung, daß er der Mörder des Kindes fei. Er weigert sich, wind aber s o la nge mit Stockschlägen bcarbeiltet, bis er ketn Lebenszeichen mehr gibt. Die Leiche wurde unter Zustiamnung des Prätors und des Dezirksarytes heimlich begraben. Trotzdem lani das Verbrechen aus. Die Täter werden eingszogen, nach einiger Zeit aber freigelassen mit der Begründung daß der einzige Schuldige ein Geisteskranker sei, der auch schon in das GeisteskranFenW,fä.nigm8 transportiert wurde. Sie werden eine gewisse Aehnlichkeit mit einem Falle, der sich in dvn letzten Tagen in Oesterreich ereignet hat, finden, den ich nur darum anziche, damit die Reoieruugslpavteien wahvnehmc.il, wohin die von Ihnen beliMe Großzücht er-r-i dos Hakenkreuzlertums mit feiner GleichAüIbtigMt gegen die Gesetze führt. (Lachen rechts.) Für den .ganz Äende-n Z y n i s m n s des Aba. S P alowsky Ut das natürlich nur eine Sache der Heiterkeit! Abg. Spalowsky: Sie sind ein frecher Mensch! (Ls'bhostc Jwlscheuruse bei den Sozia!lde!mokr!ci!t>ou.) Präsident M i k 1 a s erteilte dom Mg. Dp ai owskh den Ordn'UiwAvuif. . . Sever: Der Albge-ordnetie Sipalowskv ist der ^n-ziM Abgeordnete, der den Mnt hat, Mnssolini zu derteldrgen! •™8-y 0f Das ist eine Luge und B-erdvahw ^r. Ellenbogen: Nun frage ick: Kann man es \ Mr entfern! im Verdachte eines pol fchen DÄiNs ftchen, einer Regierung auHMchern, die sW Zustande duldet, unter der eine solche Art von Rechtsvmpfin! Wir.auch die österreichische Regierung als e eccheitige MasssnrMlerunq betrachten Müssen, die alles, d unter, le^er auch die Justiz, gegen die Arbe'iti schvn Nlcht in BÄveigU'Ug setzt, so doch m fei seliger Richtung duildct, werden wir nicht für das Ge stimmen, und unsere Politische 'Kraft soweit irgeMoie angcht, ln Bewegung setzen, um'das Z standekommen des Gesetzes zu verhindern. Vizekanzler Dr. Frank ließ sich auf eine Besprcchi der von Dr. Menbogen vorgetragenen Fälle Nicht ein l c.npfahl den Ausliefernngsverirag, der einen Fortschritt geg über dem bisherigen Zustand bedeute, zur Annahme. Nächste Sitzung: Morgen, 12 Uhr mittags. Set amerikanische Stahlköni» Schwab ia Wie«. Der amerikanische Stahlkönig Schwab st, wie uns aus Berlin gemeldet wird, n a ch W i e » abaerctft. Vor seiner Abreise hatte er eine kurze Unter- »nHiU<!U “• '■ «->» Die Brigade Horthys. 6tne Lifte von Mördern und ihre» Svfern. Wjv bevichtetert bereits kurz über die Enthüllu-gen des Wg. Viktor D r o z d y in der ungarischerr Nationalversmnmlung. D r v z d y brachte zum ersten Male die Liste der von den verschiedenen, unter den: Schutze und der materiellen und moralischen Förderung Horrhys arbeitenden Ossiziersdetachements mit unmenschlicher Grausamkeit Hingerichteten Opfer des weißen Terrors vor die ungarische Oeffentlichkeit. Der Liste der Opfer ließ D.rozdy die Liste der Mörder folgen. Beide Listen sind unvollkomuten. Es sind bloß Teillisten. Der mutige Publizist Joses Halm i, von dessen Verhaftung in Paris aus Betreiben der HorthiMogierung wir erst vor einigen Tagen berichteten, hat in seiner Broschüre über die Granen von O r g o v a n y sämtliche Namen der Hingemordeten angeM)rt und auch ihre Mörder genannt. Auch die „Wiener Morgenzeittmg" hat wiederholt ausfi'chrlich über die Schrecken des Orgovanyer Waldes berichtet und wurde daraufhin in Ungarn verboten. Ihre Berichte wurden von den verschiedentlichen Horthh-Regierungen als unwahr bezeichnet. Fünf Ja>hre mußten vergehen, bis die Berhältmsse in Ungarn so Iveit reis wurden, daß ein Abgeordneter es wagen darf, in der ungarischen Naüonalversarmnlung durch die Veröffentlichung dieser Blutliste die Wahrheit der Berichte der „Wiener Morgenzeitung" z u b e st ä t i g e n. Damals standen wir, abgesehen von den in Wien erscheinenden ungarischen Blättern, fast allein im Kampfe gegen das Mordregime Horthys. Die sogenannte liberale Presse, mit der „Neuen Freien Presse" an der Spitze, becpinsttgte durch ihr Schweigen das Mordregime. Wir geben im folgenden den wesentlichen Teil der Rede DroKys wieder: Hejjas ordnete, nachdem er Stadtkommandant von Kecskemet geworden war, an, daß niemand seine Wohnung verlassen dürfe. Gleichzeitig gab er eine zweite Weisung; nach dieser sollte man das Werk in der Stille vollbringen, die man gegenüber den auf der schwarzen Liste Befindlichen zu beobachten sich vorgenonunen hatte. Um 10 Uhr abends wurde mit dem Werk begonnen. Die Beteiligten versammelten sich auf dem St ad th aus platze; sie waren zum Teil mit Fuhrwerken, zum Teil zu Fuß gekommen. Von hier begaben sie sich in das Gebäude des Gerichtshofes. Sie stopften den Gefangenen Knebel in den Mund, holten sie aus ihren Zellen vor das Gebäude, stießen sie auf die bereitstehenden Wagen und fuhren mit ihnen in die Gemarkung von Kecskemet hinaus. Hier wurden die Bedauernswerten zum Teil erwürgt, zum Teil gehängt. Die Liste der Umgebrachten ist folgende: Emerich Neumann, Dr. Siegmund Stern» Johann Czigany, Ladislaus Lajos, Ludwig Vineze, Stefan Simon, Ladislaus Posa, Georg .Szakovics, Josef H a j m a, Gabriel V e r e s e, Dr. Desider B u d a i, Josef Bende, Moses Egyeki, Stefan P. Kovaes, Demeter Horvath, Josef Kurucz, Michael Kubinyi, Ladislaus Turel, Stefan Lugosy, Julius Polonyi, Artur Kanfer, Stefan Pataky, KarlLazarovits, Stefan Farkas, Ludwig Szegedi, Georg Takacs, Dr. Ludwig Halmos, Johann H r o b a l, Anton B a k o n y i, Paul F a r a g o, Stefan Bill am und Frau Ludwig Szücs. Bon den hier Angeführten sind 18 im Walde Szikra, 200 Schritte von der Wohnung des Flurhüters und Hegers Martin Dömötör, am Waldrand, begraben; fünfzehn wurden am Bugac-Monostarer Waldsaum, zwei Kilometer von Orgovany, eingescharrt. Diese wurden später exhumiert und im Orgovanyer Friedhof bestattet. Ebenfalls aus denr Gefängnis des Gerichtshofes wurden Paul Berenyi, Franz Berkes und Bela Reismann verschleppt, und zwar in das militärische Pferdespital. Die drei wurden hier in die leere Mannschaftsküche eingesperrt. Es sind Zeugen vorhanden, die behaupten, sie hätten die drei auch nach zwei Tagen noch, völlig entkleidet, gesehen. Am dritten Tage wurden sie auf dem Dachboden des Gebäudes gehängt; und als sie schon an 8m Stricken hingen, quälte man sie noch. Halbtot nahm man sie wieder herab und beförderte sie nach dem Maria-Kapelle genannten Gehöft, wo man sie wieder hängte und so lange quätte, bis sie verschieden. Sie liegen am Tatorte begraben, kaum einen halben Meter tief. Alexander Sutus nnd Ignaz H a r t st e i n wurden aus denr Polizeigefängnis in den Nyirer Wald gebracht und dort unter ausgesuchten Torturen lebendig begraben. # In der Nacht auf den 16. November 1919 wurden ans ihrer Wohnung verschleppt: Ladislaus Enekes, Emmerich Deutsch, Dr. Rudolf Fritz, Alexander Hegedüs, Bela Cfillag, Emma Hajos nnd Bela Farago. Diese brachte man nach dem Gehöft des Landwirtes Josef I e n e y. Die betrunkene Gesellschaft quälte sie zu Tode. Die Leichname wurden in eine R ü b e n g r u b e geworfen und mit Erde bedeckt. Ebenfalls aus ihrer Wohnung verschleppt wurden: der Sohn deö Gerichtsvollziehers Elek, Paul Szabo, Karl Jlimski, Josef Kovaes, Ernst Sos,' Johann Vaczi und Adolf Fekete. Diese schleppte man nach den Gehöften des Josef Z a l a nnd Josef K i s s. Am 22. November wurden vom Lajosmizseer Zuge herabgeholt: Ernst Fodor, Eugen Wertheim er, Isidor Neum a n n und Isidor Neubauer. Sie wurden nach denk Gehöfte des Alexander K i s § gebracht, wo man sie tötete und am I Waldrande neben der Straße eingrub. Auch der Bescheid der Staotsanwnltschaft vermerkt dies; doch erwähnt er nicht, daß von den zur Nachforschung ausgesandten Polizist e n vier Mann durch die Hand der Mörder umgekommen sind. Zwei von ihnen weiß ich mit Namen zu nennen: Schwerteczky und Dura. Die Freude am Morden war so groß, daß z. B. Michael Franeia-Kiss in betrunkenem Zustande aus bloßer Passion einen K n a b e n namens Ladislaus L u st i g e r s ch o ß. Neber die meisten Fälle wurden Protokolle ausgenommen, doch verlangte diese das Pronay-Kommando der Staatsanwaltschaft ab, seither sind sie verschwunden. Statt der Originaldokumente wurden dann gefälschte in das Dossier gesteckt. Die Agnvszierung nahmen die Aerzte Dr. Zoltan T a h o und Dr. Viktor T a h o vor, die den intellektuellen Urhebern zuzählten. Nun verlas Abg. Drozdh unter absoluter Stille die Namensliste der Mörder. Die Liste tautet: Aurel Hejjas, Andreas Hejjas, Tibor Hejjas. Franz Muraközi (der Schwager Hejjas'), Iwan H e j j a s (der bei dem Orgovanyer Mord ebenfalls persönlich zugegen war), Josef I e n e y, Husarenoberleutnant i. R., Ingenieur Ferdinand P a t a k y (der gegenwärtig in Budapest Gastwirt ist), Michael Dantes (verbüßt gegenwärtig eine Zuchthausstrafe), Kutscher Josef D a n i c s, Josef F e r e u r z y, Ladislaus, Ferenczy (Pferdemakler), Josef Kricsek (ehemaliger Stadtschreiber), Matthias Zubornyak (der ehemalige Ofsiziersdiener Iwan Hejjas', der den Dritannia-Leuten angehörte), Kleinlandwirt Matthias Z o m b o r y (mit Wagen), Michael P u l a i (Stadtschreiber), Asexius S i k r a y - K ov a c s (mit Wagen), Alexius F e l s ö l d y, Desider F e l f ö l d y, Julius Felföldy, Alexander Felföldy (die Brüder Felföldh nahmen nicht nur am Orgovanyer Mord, sondern auch an der Ermordung und Beraubung des Oekonomen Johann O e rdögh wie auch an der Beraubung und Ermordmig Moritz Gross teil), Michael Lepeny, Leutnant Arpad Staad, Leutnant Rudolf Schmidt, Ferdinand Schmidt, Leutnant Bartholomäus Nag y, Leutnant Ludwig N a g y, Leutnant Ladislaus I l l y, Franz B a l o g h, Eugen B a l o g h, Polizeikonzipist Josef Grassay, Johann Gabai jun., Blasius Ny ul (Selcher), Stefan Ny ul, Artur Lank (Buchdrucker), Ladislaus Tury (Mediziner), Elemer Tökes, Mexander Szende-Bargha, Ladislaus Paksy, Geza Korb, Emmerich Füvessy, Geza Füvessh, Josef Horvath (Bugacer Oekonom), Paul Horvath, Alexander Szabo (Kiskunfeleghhazaer Oekonom), Oberleutnant Daniel Szemeredy (Szank),EliasSzemeredy (Landwirt,Szank), Desider R a c z (Landwirt, Szank), Alexander T a p a y, Josef T a p a h, Nikolaus Tapay (Jaßßentlaßlo), Josef Korom (chemaliger Gendarm, Kiskunfelegyhaza), Julius R a p o l l o, Josef R a p olovics, Dr. Josef Magyar (Advokat), Dr. Franz Zana (Advokat), Josef Zana, Rudolf Vadnay, Johann Csabay, Gregor C s a b a y, die beiden Söhne des StadthouptmannS Füzesfy, wie auch Mexander Franeia-Kiss und Mchael F r a n c i a - Kl s s. , Horthh, der Mörder. Abg. Drozdy brachte ferner Einzelheiten über das Wüten des weißen Terrors in Ungarn im Herbst 1919, die die Bestialitäten von Keezkemet noch in den Schatten stellten. Besonders furchtbar war das Wüten der weißen Terrortruppen am Plattensee, die damals unter dem Befehl des Overkommandanten der transdanubischen Armee, des späteren Reichsverwesers Horthh, standen. Die meisten Grausamkeiten verübten damals in S i ofof und Umgebung Hauptmann Fraisberger und Oberleutnant L i s z a i. Die Greueltaten dieser beiden -Offiziere wurden einem ihrer Untergebenen, dem Wachtmeister Haidin, zu arg nnd er sprach seinen Abscheu vor den Mordtaten der Offiziere aus. Dieser Wachtmeister wurde dem Oberkommandanten Horthy vorgeführt, der ihm zur Antwort gab: „Du Unglücklicher, du hast deine Seele den Sozialisten und Juden verkauft!" Dieser Wachtmeister sagte aus, da^ ein Hauptmamc namens Rezai 30 Menschen in Csipetelep hinrichten ließ. Die Offiziere P r o n a y, R ä d a y und F r a i §- b.erger ließen jedermann hinrichten, der ihnen in die Hände fiel. Abg. Saly besprach die Exekutionen im Wald von Devecser am 26. September 1919, dieser Massenexeklüion» der 19 Menschen zum Opfer sielen. Er berichtete sodann, daß das Hejjas-Detachement m Szolnok im April 1919 wahllos Einwohner der Stad» zusamnsenfangen, wegtransportieren und hinrichten ließ. Abg. Saly schloß: „Solche nnd ähnliche Fälle sind in der Weltgeschichte noch nicht vorgekommen, sie bleiben ein Privileg Ungarns." Die Polizeidirektion veröffentlicht einen Bericht, in dem es unter anderem heißt, daß gegen die im Zusammenhang mit der Beschlagnahme nicht emgelieferter Waffen von Sicherheitsformationen verhafteten Personen das Verfahren wegen urüicsugter Aufbewahrung von Waffen, bezw. Explosivstoffen fortgeführt wird. Die beschlagnahmten Waffen und sonstiges Atatcrial werden den zuständigen Militärbehörden überwiesen. Da der Verdacht aufgetaucht ist, daß bei der Liquidierung der obgenannlen Formationen Versäumnisse vorgekommen sind, wird gegen die Verantwortlichen seitens der zustätldigen Behörden das Verfahren ein ge leitet. Die Suche nach eventuell noch verborgenen Waffen ist noch weiter im Gange. Seiden-, Futter-'Damemtoffe WSSä!?Jsam