Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1774 (23.1.1924)
- Date
- 1924-01-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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oo. tgxnnccc xasra ,— 1771 Me!« Radloavparat. < Jahrelang bebte ich in der Einfalt meines Herzens und <n dem festen Glauben, daß ja ja, nein min und zweimal zwei vier sei. Me Menschen waren freundlich zu mir. „Wie geht's, gut ja, na also, habe die Ehre, mein Kompliment, ServuS, lieber Freund. . Diese Worte taten mir wohl, wie ein linder warmer Sommerregen. Ich wuchs heran, in dem Bewußtsein einer hohen Kultur des Jahrhunderts und war stolz darauf, Zeitgenosse zu fein. Meine ersten Schritte ins Leben waren nicht leicht, aber freundliche Worte und herzliche Höflichkeit halfen mir über vieles hinweg. Wenn es hieß: „Bcdaure, die Stelle ist schon besetzt", glaubte ich deutlich den Schmerz des Sprechers über die Tatsche wahrznnehmen. Später, Äs eS mir gelungen war. von früh bis abends lange Zahlenreihen zu addieren, verdoppelte es meinen Eifer, wenn mir ein Borgesetzter sagte: „Haben Sie die Güte, mein Lieber ..." und ich war glücklich über daS Taktgefühl, welches eS mir ermöglichte, noch sehr lange für meine Tätigkeit bescheidene Nachtmahlpakete beim GreiSler zu erstehen, während meine Altersgenossen von den SHlagworten Import-Export, Börse usw. angekränkelt, sich auf des Lebens Rutschbahn bewegten und mich im Vorbeifahren von ihren Autos wohlwollend grüßten. Was mir wohl tat. Am Ende des Jahres konnte urir die Aeußerung des Vorgesetzten: „Ich wünsche Ihnen viel Glück", einen entsprechenden materiellen Ausfall geradezu ersetzen. Als ich vollends einzog in das Leben, das heißt Stammgast in einem Kaffeehaus und Mitglied eines Vereines zur Hebung der UmgangSformen und zur Ausspeisung verwahrloster Hunde wurde, fühlte ich mich wohlig besonnt von der Wärme der Höflichkeilswellen. Vollends, wenn ich mich einem Frauenkreife vorstellen durste, machte mich das „freut mich sehr" überaus glücklich und ich hielt mich für ein zwar bescheidenes, aber immerhin doch nicht ganz wertloses Mitglied der Gesellschaft. Nur beim Militär llang es anders. Dort wurde mein Glaube an die Menschheit auf die schwerste Probe gestellt. Ebenso irritierte mich der Ton im Parlament. Aber da darf man anscheinend an alten Traditionen nicht rütteln. So verging die Zeit. Wenn ich Bekannte' begegnete, lächelten sie. Ich schien wohlgelitten. Freunde liehen sich kleine Betrage von mir aus mit den liebenswürdigsten Worten, denen ich nicht widerstehen konnte. Aber ich blieb im Leben zurück. Meine ehemaligen Schullollogen sind schon längst Villenbesitzer oder haben Krida angesagt. Ich schmierte noch immer große Bogen mit langen Zahlenreihen voll und allmählich mußte ich die Erfahrung machen, daß andere, die sich mehr der erwähnten militärischen oder parlamentarischen Umgangsformen befleißigten, doch Karriere machten. Ich wurde stutzig, bis ich eines Tages aus meiner Knabeneinfalt jäh und grausam erwachte. Das kam so: Ich traf einen Jugendfreund, dem ich mein Herz ausschüttete. Er war Ingenieur und hatte die letzten Jahre abseits vom großen Weltgetriebe in wissenschaftlicher Forschung verbracht. Die Radiotelegraphie hatte ihn beschäftigt und er vertraute mir an. er habe auf diesem Gebiete eine geradezu sensationelle Erfindung gemacht: den Radioapparat in der Westentasche. Ich möge ihn ausprobieren. Bald trug ich ein winziges Kästchen in der Tasche, mit einer kleinen Nadel nach außen und einem kleinen Hörrohr. Nun denn: zweimal zwei ist nicht vier und ja ist nicht ja. Ich verließ frühmorgens das >aus. Schon aus der Treppe begann mein Apparat lustig zu plappern und ich hörte aus den Wohnungen Szenen zwilchen Eheleuten, die man im glücklichsten Einvernehmen wähnte. Der Hausmeister grüßte wie gewöhnlich, jüdisches Schlieferl", flüsterte mein Apparat als Nachruf des Hausmeisters zu- Ms der Straße summte und surrte es in meiner Westentasche. Sieh da! einer von meinen ehemaligen Schulkollegen, der noch im Besitze seines Autos war, fuhr lässig zurückgelehnt an mir vorüber. Er nickte mir wohlwollend zu. „Nebochant" verriet mir mein Apparat als seinen letzten Gruß. Ich wurde unruhig. Im Bureau winkte mir der Chef zu: „Servus" und ging in sein Zimmer. Ta hörte ich deutlich seine Stimme aus der Westentasche: „Mir scheint den alten Trottel werden wir auch bald rausschmeißen!" Ich war entsetzt. „Grüß Gott" sagte ein Kollege beim Nochhause gehen. „Blöder Kerl" raunte mir mein Apparat zärtlich zu. Ich betrat das Stammkasfee. „Ta kommt der Schnorrer", hieß es bei mir. Ich erkannte die Stimme des Kellners, der mich gleich darauf mit „Habe die Ehre, schamster Diener" begrüßte. Dort saß die gewohnte Gesellscho't. Mein Apparat meldete vergnügt: „Ter ekelhafte Kerl ist da!" „Ein zudringlicher Mensch" sagte die Stimme eines Herrn, der mir Geld schuldig war. „Also morgen um vier", flüsterte eine mir nahestehende Dame einem Herrn zu. Ms ich verwirrt $u der Gruppe trat, begrüßte mich alles herzlich. Da vergaß ich meine gute Erziehung und die Zwecke meines Vereines und brüllte ein klassisches Zitat in den Raum. Dann stürzte ich davon Bei der Tür registrierte meine Westentasche noch ein Durcheinander von Stimmen: „Der Kerl ist verrückt geworden!" Dem Ingenieur schleuderte ich den Apparat hin. Er wollte mich beruhigen und versprach mir seine allerneueste Erfindung, einen Apparat, der die Gedanken der Menschen auffängt und wiedergibt, zur Verfügung zu stellen. „Ich danke," schrie ich, „ich habe schon von diesem do genug" Dann lief ich davon mit der zerstörten Illusion meines Daseins. Jetzt führe ich ein glückliches Einsiedlerleben und pflanze meinen Kohl in Ruhe. A. S. Der Nordwestbahn'^s geschloffen. Ab 1. Februar. Ab. 1. Februar 1924 wird der Bah.nbof W i e n- Nordwestbahuhoffür den Personen-, Gepäck-, Expreßgut- und de» allgemeine» Güterverkehrgesperrt. Vondiesem Tage angefangen werden alleNordwestbahnzügevonund nach dem Wiener Nordbahnhofe verkehren. Mitteilungen aus dem Publikum. Adolf Luft und Frau II. Leopoldsgasse 51 laden alle Verwandten, Freunde und Bekannten zu der am Samstag den 26. Jänner 1. J. im Tempel, II. Leopoldsgasse, stattfindenden ™ZEFEIER ihres Sohnes Heinrich höflichst ein Gratulation am selben Tage um 5 Uhr nachmittags Jede mondäne Dame bezieht Ihre Seide vom eidenspaslalhaui Richard Leittier Wien, IV. Margaretenstr. 10 Unerreicht billige Preiset 5008 Die Talmud Thora.Zchule in Men. Die Anfänge der Wiener Talmud-Thora-Schule reichen bis zum Jahre 1840 zurück. Vor 80 Jahren genügten einige Zimmer, die sich in einem alten Hause der Stadt befanden, zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebes. Heute steht in der Leopoldstadt in der Malzgasse ein modernes Schulhaus, ausgestattet mit allen Erfordernissen moderner Schulhygiene und mit Berücksichtigung der sozialen Aufgaben einer modernen Schule. (Ausspeisung der armen Schüler, Bad, Arzt und Medikamente.) Das geräumige Schulhaus beherbergt zurzeit eine acht Jahrgänge umfassende Knaben-Volks- und -Bürgerschule und die unteren drei Klasien einer Mädchen-Volksschule. Es hat ungefähr acht Jahrzehnte gedauert, ehe die Talmud Thora-Schule diesen Grad der Entwicklung erreichen konnte. In den ersten Jahren ihrer Existenz war sie ausschließlich eine Religionsschule. Anfangs der Fünszigerjahre wurde in den maßgebendsten jüdischen Kreisen Wiens die Frage der Gründung einer Volksschule eifrig diskutiert. Merkwürdigerweise tauchte das Projekt der Gründung einer jüdischen Volksschule auch seitens der nichtjüdischen Schulbehörden auf. Ein Erlaß der Statthalterei vom 2, Mai 1854 forderte vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde geradezu die Errichtung einer jüdischen Volksschule. Diese Forderung löste zuerst eine gerade entgegengesetzte Wirkung aus. Die Freunde einer jüdischen Volksschule wurden durch den gleichartigen Wunsch der reaktionären Statthalterei stutzig gemacht. Man befürchtete, daß eine jüdische Volksschule die jüdische Jugend zu einer konfessionellen Isolierung führen würde. Auf Grund ähnlicher Erwägungen rekurierte der Vorstand der israelitischen Kultusgememde den Auftrag, jedoch ohne Erfolg. Graf Thun, der damalige Minister für Kultus und Unterricht, befahl, daß die Kultusgemeinde nun nicht eine, sondern sogar zwei Volksschulen zu errichten habe. Gegen diesen Ausspruch des Kultusministers wandte sich der Vorstand an den Kaiser selbst. Unglücklicherweise ging der Vorstand aus diesem Kampfe siegreich hervor. Wäre er abgewiesen worden, so wären die Anfänge eines jüdischen Schulsystems schon in den Fünfzigeriahren aus Gemeindemitteln geschaffen worden. Da nun aber der Vorstand von dieser Pflicht enthoben wurde, machten einige Schulsteunde aus der Talmud Thora-Religionsschule eine vierllasiige Volksschule. In den Achtzigerjahren wurde diese vierklassige Privatvolksschule zu einer fünfklassigen ausgebaut. So blieb es einige Jahrzehnte. Diese einzige jüdische Volksschule Wiens erfüllte eine eminente Kulturmisiion im Kreise jener Juden, die ihren Kindern in einem jüdischen Milieu ein größeres Maß jüdischen Wissens beibringen wollten, als es in den öffentlichen Schulen möglich war. In den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts wurde dank der Munisizenz einzelner großer Spender das neue Schulhaus in der Malzgasse errichtet. Die Erhaltung der Schule war nach dieser großen Kraftleistunq hauptsächlich das Verdienst deS verstorbenen großen Künstlers und Philanthropen Prof. David K o h n. Sein Plan, die Volksschule weiter auszubauen, und durch eine Bürgerschule zu ergänzen sowie eine Mädchenschule zu errichten, ist durch den Krieg vereitelt worden. Hingegen hatte er noch die Genugtuung, durch ein zwischen dem Vorstande der Talmud- Thora und der AgudaS Jisroel zustande gebrachtes Abkommen die Existenz der Schule zu sichern. Während der letzten drei Jahre wurde der Knaben- Volksschule eine Knaben-Dürgerschule und eine dreiklassige Mädchen-Volksschule angegliedert. Der Errichtung einer jüdischen Schule in Wien stellen sich große Schwierigkeiten entgegen. Der fast vollkommene Mangel an staatlich geprüften jüdischen Lehrkräften sowie die Schwierigkeiten der Raum- und Geldbeschaffung, haben die Arbeitskraft der wenigen Männer, von denen das Gedeihen des Werkes abhängig ist, auf die härteste Probe gestellt. Noch immer hängt die Existenz dieser jüdischen Schule in Wien von einigen Wenigen ab, obwohl die jüdische Schule seit je im Mittelpunkt des jüdischen Volkslebens stand; noch immer interessiert sich die breite Masse der Wiener jüdischen Bevölkerung viel zu wenig für die Zukunft des teuersten Volksgutes, ihrer Jugend. Mögen die Leistungen der einzelnen noch so gttj sein, vollkonrmen kann ihr Werk nur dann werden, wenn et unter der tätigen Mitwirkung und Kontrolle der breiten M schen Oeffentlichkeit steht. Vom Standpunkte der Wichtiger* einer jüdisch-religiösen Erziehung der Jugend verdient bk Talmud 'Thora^chule die weitestgehende Förderung. Keine veMrdnug der Kohlenznsuhr «ach Wien. Wien, 22. Jänner. Die Generaldirektion der Oester» reichischen Bundesbahnen teilt mit: Im Gegensatz zu Mitteilungen der Tagesblätter, daß die glatte Kohlenzufuhr nach Wien und dvher die Versorgung der Stadt und ihrer Betriebe durch fehlende Vorsorgen der Bundesbahnen gefährdet sei, muß festgestellt worden. daß im Augenblick, alz die verstärkten Kohlen-ufuhren von Lundenburg einsetzten, auch die Generaldirebtion der Oesterreichisch^n Bundesbahnen alle Vorkehrunge »getroffen hat. um die glatte Hereinbringung der Kohlenzüge sicherzu st eilen. So sind m Lundenburg seit dem Einsetzen der erhöhten Kohlentvansporte täglich 23 Kohlenzüge mit einem Gesamtgewicht von durchschnittlich 18.206 Tonnen Kohle in 1332 Wagen übernommen worden, was im Vergleich zu den Leistungen im Vorjahr eine Erhöhung um 60 Prc^ent bedeutet. Die Genevaldirektion der Bundesbahnen hat auch für die Bewältigung einer noch stärkeren Zufuhr aus den Kohlengsbieten alle Maßnahmen getroffen. Alle gegenteiligen Behauptungen entsprechen in keinem Punkte den Taffachen. Beschwerden der KrlegsbeschMgten über die RWbeteMgun« aus dem gnvalidenfond«. Gestern überreichten dem Bürgermeister Seitz Vertreter der Kriegsbeschädigten eine Entschließung, in der darüber geklagt wird, daß das Bundesmimsterrum für soziale Verwaltung die von den Devgnügungslokalen und Kaffeehäusern für die Erteilung von außerordentlichen Sperrstundenverlä»gerungen eingehobene Abgabe für den Jnvaliderffonds ohne jedwede Rechnungslegung oder gesetzmäßige Verantwortung verwaltet. Der Landesverband Wien der Kriegs! nvaliden hat aus diesem Fonds bis jetzt überhaupt nichts erhalten. Der Polizeipräsident von Wien wird ausgesordert, öffentlich bekannt zu geben, wie groß di« bereits geleisteten Abgabenbeträge sind, während das Bundesministerium für soziale Verwaltung die öffentliche Rechnungslegung über die Gebarung dieser Beträge leisten soll. Bürgermeister Seitz erklärte, er werde vom Polizeipräsidium Aufklärung über diesen Jnvalidenfonds verlangen. Beginn der Berhandlunaen mit de« Der« ficherungrangeftellten. Gestern trat derV.orstanddeSVereineSder Versicherungsangestellten zusammen, um z u m derzeitigen Stande deS Lohnkampfer Stellung zunehme n. Nach einem eingehenden Berichte wurde beschlossen, das BerhandlongSkomitee zu beauftragen, nocheinenletztenVersuch zu machen, mit den Vertretern der VersichernngSanstaltenhlnsichtlich der Fragen der AnstaltSzulagen und derprozentuellenBezÜge der Angestellten eine AuSfvrache herbeiznführen. Die gestern nachmittags stattgefundene BetriebSrätekonferenz stimmte diesem Beschlüsse zu. worauf die A rbeitgeberorganisation, der diese Beschlüffe mitgeteilt wurden. daS VerhandlungSkomitee für Mittwochmittagszuder »e'iin'schten Aussprache e i nberufen hat._ Schnem r«s Fräst. Grstern morgens hatte es in den T a l l a g o n nördlich des AlvenkammrS noch e i n i ge Grade Über Null. In Steiermark und Kärnten mäßigen Morgenfr o ft. Die Brw'jlkunq war veränderlich und mäßig. Im Laufe des Tages begann die Temperatur zu fallen, abends hatte Wien schon unter Null Grad. Voraussage: Veränderliche Bewölkung, vielleicht geringerSchneefall, weiterer Temperaturrückgang, Frostauch tagsüber andauernd. Krakau durch UeberschwemmuugSgefahr bedroht. Die in den letzten Tagen eingetretene Schneeschmelze hat der Weichsel und ihren Zuflüssen so große Wassermenqen zugeführt, daß Krakauvon einer UeberschwemmunqSkataströvhe bedroht ist. Die Zivil- und Militärbehörden haben alle notwendigen Vorkehrungen für diesen Fall getroffen. _ Sie LebensmitlelmSrtte. Die wärmere Witterung der letzten Tage evmöglichtie emt bester« Beschickung dvr Gvünwarenmärkte mit Gävlnevgonmsc. Die Preise siuid Msoloedessen für di« meisten GärtnerartiM zuriückgegaugen. So koste!« aus dem GärtnermaM Spinat, der Montag noch bis 30.000 K. kostete, gestern bis 12.000 K. Billiger würben noch Kohl, KollM rossein und Zwicibsl. Auch die KartoffÄzufuhren wovon infolge der besseren Witterung günstig. In brr Großmavklhalle sind Widder starke Bahnzuifuhren emgellanigt, es kamen 26 Waggons an. Di« PreiÄape blieb trotzdem bis auf Rindfleisch, das tat Großhandel um 1000 K. pro Kilogramm billiger wurde, vollkommen unverändert. * Professor Paltauf erkrankt. Der Professor der Pathologie Dr. Richard Pal tauf ist an einer Plenzitis erkrankt. Sein Befinden hat sich gestern etwas gebessert. * Ein verschwundener Student. Der Student Ferdinand Jergitsch ist seit Freitag den 18. d., svülh, aus der Äderkchen Wohnung unter besorgniserregenden Umständen verschwunden. Jevgitsch, der 23 Jahre zählt, hatte bis zum Sommevsemester medizimffche Stiudion betrieben und im Mai das erst« Rigoros um mit gutem Gufolg absolviert