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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-23 · Heft 1774 (23.1.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1774 (23.1.1924)
Date
1924-01-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sette 4___Wien, Mittwoch zuMren, daß bezüglich der Deckung der Völkerbundanleihe vpn irgendeiner Seite eine Besorgnis geäußert worden wäre. Man weiß vielmehr, daß der Zinsendienst reichlich gedeckt ist. Die ganze Aktion des Abbaues muß auch von dem Gesichtspunkt« aus beurteilt werden, daß es notwendig ist, einen bestehenden hypertrophen Apparat zu verringern. Unser Bestreben ist daraufhin konzentriert daß sich die Reorganisation der Betriebe des Bundes, insbesondere der Bundesbahnen, auf kaufmännischwirtschaftlicher Grundlage im Rahmen von öffentlichen Betrieben vollziehen könne. Natürlich muß darauf.Bedacht genommen werden, daß nicht erwa durch ein einseitiges Verhalten den Betrieben, solange sie öffentlich sind, eine schlechte Wirtschaft leicht gebracht wird. Darumhabe ich auf die Anfrage des Abg. Dr. Bauer, ob wir beabsichtigen, Staatsbetriebe zu veräußern — er hat daei insbesondere die Tiroler Bergwerke im Auge — zu antworten: Es ist richtig, daß darüber Verhandlungen gepflogen werden. Diese DerhaMimgen, sind noch nicht so weit, daß wir eine Vorlagunterbreiten könnten. Mein ich muß darauf Hinweisen, worin die Gefahren 'bei diesen Verrieben ihre Hauptwurzel haben. Die Gefahr besteht nicht etwa darin, daß die Arbeiterschaft in diesen Betrieben gewerkschaftlich organisiert ist. Tatsächlich sinh aber diese Betriebe in hohem Maße passiv, und es besteht dr? -Beqsorgnis. daß es, so lange sie im Staatsbetriebe sich befinden, nicht geangen mag, sie aktiv zu gestalten. Die wirkliche Gefahr ist das System Zelenka, n-icht das System der gewerkschaftlichen Organisation, sondern das System, die Arbeiterschaft in den verschiedensten SraatS- Ibetrieben ohne Rücksicht auf die Verhältnisse der Branche zu •Hner Einheit zu vereinigen und zu einer geschlosserrsn Kampffront gegen den Staat zu sammeln, ganz ohne Rücksicht darauf, fern welche Betriebe und B:rw-aliungszweige es sich handelt. Dr. Bauer erklärte sich natürlich von dieser Antwort Dr. Kienböcks nicht befriedigt. Er meinte, auf das siL-ssentliche sei der Minister nicht eingegangen. Die SozialldernoLraten würden sich gegen jede Veräußerung her Bundes betriebe an das Privatkapital aui das entschiedenste zur Wehr sehen. Es sprach.noch Abg. Dr. Ellonbogen, worauf die GerhaMung abgebrochen und die nächste Sitzung für morgen 'Mberaumt wurde. Außenminister gamotzrki ln Wie». Der neuernanute polnische A u ß enmini st e r G r a f ZamoySki trifft, wie wir erfahren, auf seiner Durch reise vonParisnachWar schau SonntagfrÄh i n D i e n e i lt, wo er sich einen Tag kang aufhalten wird. Graf Z a m o y 8 k i wird bei dieser Gekegenbeit dem B u n d e s k a n z l e r D r. S e i p e l und dem Außenmirrster Dr. Grünberger einen Besuch a b st a t t e n. Am Abend setzt er seine Reise nach Po- '.eit fort, um sein Amt zu übernehmen. Warschau—Wien-Rom. Ueber die Beratungen der Warschauer internationalen ikrsenbahnkonferenz wird dem „Prager Tagblatt" berichtet: jBur Debatte standen die Schaffung von EisenbcchftveMnittmgen Riga—Paris über das nördliche Deutschland, Riga—Warschau — Wien — Basel — Baris und Warschau—Wien-Rom. Der erste Punkt wurde wicht verj^andelt. In der Besprechung der zweiten Strecke erklärten >'e lettländischen Vertreter, keinen neuen Zva 'ünlegen zu können, da sie gegenüber Rußland und Deukschsand gebunden seien und keine Frequenz zu erhoffen wäre, während die Franzosen betonten, daß in Paris die Sommerzeit aelte, daber in Basel kein Anschluß heraestelU werden' könne. Infolgedessen wurde bloß die Verbindung von Warschau nach der Schweiz über Wien besprochen und die tschecho-siowakischen Delegierten erklärten sich bereit, die Evsenbahnzüge über die Tschechoslowakei zu 'leiten, wenn Oesterteich Prag eine Verbindung mit derSchweiz ü b e r L i n g ermögliche. Das @Ie:(V -galt für die geplante Strecke Warschau-Wien—Nom, für 'die die Tschecho-Slowakei eine direkte Verbindung von Prag nach Rom über Linz forderte. Die österveschi- ^chen Delegierten erklärten, daß es fra g l i ch s e i, ob die'e Beilbindung hergestellt werden Rime. Bon der Stellungnahme Oesterreichs ist nunmehr die Einführung der anderen projektierten Strecken abhängig. Tagesbericht. Zie Ankunft der Hakoab in Wien. Der Empfang ans dem Südbahnhos. Gestern vormittags ist die Fußballmannschaft der Hakoah von ihrer großen Palästina-Reife mit der übrigen Reisegesellschaft wieder in Wien eingetroffen. Alle Reiseteilnchmelr kamen wohlbehalten an. Auf d«m Südbahnhofe hatte sich eine überaus große Zahl von Anhängern eingefunden. Namens der Klubleitung und der Fußballsektion der Hakoah begrüßte der Vizepräsident Ing. Fedor Ackermann und der langjährige Leiter der Fußballsektion Artur Baar die Rückkehrenden. Im Namen der ganzen Reisegesellschaft dankte bewegt der Führer der Expedition Dr. I. H. Körner. Dann ging es zum Klubheim ins Cafe Atlashof, wo die Hakoah ner ein gedeckter Tisch erwartete. Hier begrüßte Oberbaurat Stricker die Ankömmlinge im Namen des Zionistischen Landeskomitees und betonte, die Hakoah sei mit ihrer wertvollen Halästina-Fahrt Mene? Moraenzeltung. r in die erste- Reihe der Mitarbeiter am Neuaufbau der alten Heimat eingetreten. Es war keine Touristenfahrt, sondern volkSbewntzte Juden seien zu ihren, Brüdern gezogen, um zu sehen, was geleistet wurde und. waS. nottue. Vom Geiste des. palästinensischen Idealismus erfüllt, sei die Hakoah nunmehr vollständig ein wertvolles Element der jüd ischen Re ge ne rat ionigeworden. Der zweite Se'tionsle'ter. Herr Baltaxe, begrüßte, die Fußballer, welche von den Zurückgebliebenen schon mit großer Sehnsucht erwartet wurden. Für den jüdischen Turn- Nnd Sportverband sprach dessen Vizepräsident Läufer. Im Namen der Klubleitung sprach Dr. Felix herzliche Worte und feierte insbesondere Dr. Körner, der über London und Palästina der. Hakoah den Geist des großen jüdischen Zweckes eingepflanzt habe. Nun ergriff. .. . Dr.. Körner das Wort. Er dankte für den Empfang und führte aus: Wehe denen, die sich erlauben, über Palästina zu sprechen, ohne dort gewesen, zu sein und wohl-denen, die dort waren: Sagen Sie ihren Gesinnungsgenossen in Wien, sprach der Gouverneur Sir Herbert Samuel, der richtige Weg ist: hie her kom men, sehen und arbeiten. Ich schwöre, rief-Dr. Käcner aus, daß ich nicht eher ruhen werde, bis ich mit allen andern die in Erez Israel übernommenen Verpflichtungen durchführe» werde. Dr. Körner zeigte dann den Anwesenden ' die auf der Reise erhaltenen Ehrengeschenke-, von denen die von der zionistischen Exekutive in Palästina überreichte und unterschriebene Megillah mit Motiven aus der Bibel sowie die alte Makkabäerfahne, die im Jahre 1902 von Herzl und Wol.fsoh n gespendet worden war, besonders sehenswert sind. Für die erfolgreich zurückgekehrte Mannschaft dankte der Spielführer Neufeld. Die Hakoahner haben in Palästina einen „Hakoahwäld" eigenhändig gepflanzt. Zu Ehren der Mannschaft veranstaltet die Hakoah eine Festwoche, deren Höhepunkt der sonntägige .Vortrag Dr. Körners sein wird. Mischer Sammeltag. In Ergänzung unserer gestrigen Mitteilungen über die Sammeltätigkeit in den einzelnen Bezirken wird uns vom Komitee des jüdischen Sammeltages mitgeteilt. daß. sich aus allen Kreisen der jüdischest Bevölkerung Wiens, ohne Unterschieds der Richtung Hilfskräfte in bereitw i l l i g st e r Weife zur..Verfügung gestellt Wen. Das E rge Hnis des jüdischen Sammeltages wird/Mt gegen Ende der Woche' festgestellt werden können, da Etgänzungen aus den einzelnen Bezirken noch auSstehen. Diejenigen Personen, die von Sammlern nicht ausgesucht Wochen sind, können ihre Spenden für den „jüdischen Sammeltag" auch nachträglich an der Kaffa der israelitischen Kultusgemeinde oder bei der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, erlogen. * Jüdischer Sammeltag im 3. Bezirk. Diejenigen Damen, die ihre Sammelbögen von der jüdischen TrMesellschaft" erhalten haben, werden aufmerksam gemacht, daß die Abrechnung heute abends im Caft Ilion stattfindet. _ Meine PaMina-Reise. Von Anitta Müller-Cohen. I. Es gibt so viele sachliche und ausfichMche Berich!« über Palästina, daß es Wohl meimand von mir vevlanyen wird, auch ich solle die Impressionen. das auf meiner Pa>lästina-Reife Gesehene und GeDhlte «in ein sachliches Referat verdichten. Ich darf nicht den Anspruich erheben aus Dolll'tändigkeit und Objöktiivität, denn was ich in vier Wochen in Erez JswÄ sah, ist aigerrtilich nur in dom Satze auszudvucken: ein Leiben kann für einen Juden nicht lang genug sein, Palästina zu sehen. Alle, die dort unten an der Arbeit sind, empfinden es als LeibensinhÄit und Lrlbensgiweck und die, wie ich. wieder zunück müssen, tragen eine nnstiilldare Sehnsucht nach diesem herrlichsten Lande der Welt, nachm Ns erem Lande, im Kerzen mit sich. Denn das ist die Zauibevkraift, die mit do,n Bvodem der frisch angeibrochenen Erdscholle sich in die Soeie der Juden stiehl-t, die Zaulberkras.t des Mingchörens. des Verdundensoins, wie es in dem Volkerbundmandat, das das historische Vorbu.ndensem der Juden mit Palästina anerkennt, am plastischesten zum Ausdruck kommt. Es ist michoinnial notwendig, nach Palästiina zu gehen, um mit dem Geshht dieses.Vevöundensnns die SeÄe zu erfüllen, um zu evkenu'N, daß Palästina das HM Ae tst, was wir besitzen. Wir sprachen über dieses wundersame Phänomen, wir sprachen darüiber.wie eS immer mehr „geiborene Zionisten" gibt, Mrrvschen, die fest übevzengt sind, sie hätten nie-, mals andens denken und fühlen können als im Geiste der Zionslisbe; und so kamen wir in einenr Fvanenkreis in Jevusvilem zu ganz:gro.ße)t Einsicht, es müsse die Zsit komm-m, wo jeder Jude als Zlonist güboren wird. Aus der Fülle der Eckobnisse und Bilder, die kaloidchkopartig durcheinander fallen, möchte ich eines herausnehmen. Es war im gastfreundlichen Hause Ussischkins. Ein wundervoller, stimmungsvoller palästinensischer Tag. - Die Vertreterinnen aller Frouen-organisationen waren erschien.-;« und erzähl'ten von ihrer Arbeit und wir kamen darauf zu sprechen, wie jeder von ums Mm erstenmal zum Zion-ismus kam. Ich erzählte/ wie ich es als bleines Mäidchm in der Schule eines \ schönen Tages erl-übte, daß nach der Religionsstunde unsere 83. Minner, 1924 " ' Nr. 1774 'christlichen Gonosfinn«: zu uns Judentkindern kamen und kate-?gorisch erklärten, sie tvollen von uns nichts mehr wissen, weiik!wir doch den Jesus gekrouzigt halben. So härten es die Mädeln vom Katechoten. und von der Stunde an gab es zsvei Gruippen in der Klaffe, die ftuton und die Nichtsudeu. flnsere christlichen M-ilschülerinnen waren die Arlsto-kra^u unider uns. Sie hatten alle Tage estoas Neues und Wunderbares. Di« oine ein farbiges Pastellbild der heiligen Maria, die andere . oines vom heiligen/Johann usw.. dann wieder vevgoDeito Kränzchen und ähnliche kc/tbare Dinige, die sie uns zsigten ustd aus die wir arm« Judeukinder. die wir nichts dergloichrm besaßen, mit Ne-id blickten. Was wußten wir, daß wir einen siMchen Monotheismus haben! Wie hätten wir so etwas Kompliziertes verstehen können! Wir fühlten nur, daß wir arm, bettelarm sind und gar nichts auf dieser Welt besitzen. Und dann kam wieder oin Dlg» wo eine von uns, eine Jüdin, mit einem Karton gepreßter Blumen in die Schule kam: eines der bekannten Schnorrmittel des palästinensischen Chalukka-WesenS. Wir staunten über daS seltsame Ding und kurz darauf waren auch unsere christlichen Klaffengenossinneu um die gepreßten Blumen versammelt und frugsn ueuzterig, was denn das sei. Da antworteten wir rnstinktivmäßig stolz: dag sind die Blumen aus unserem Land! Von nun an sind die armseligen, gepreßten Blümlein unser gemeinsamer Besitz geworden: der jüdische Besitz schlechthin. Und nun waren wir nicht mehr arm. Unsere Mitschülerinnen haben uns als vollwertig anerkannt, denn stehe da, die Juden haben ein Land und Beweis dafür sind eben die Blumen! So erwuchs in meiner Seele das Gefühl, auch ich habe etwas, das mir gehöpt in der großen, wetten Welt, das ein Teil meines eigenen Ich ist: Palästina.' Kaum sind meine Worte verklungen, unterbricht die nachdenkliche Stille eine weißköpfige Dame, Miß Henriette Szold, die das wundervolle Werk der Hadassah für Palästina geschaffen. Sa tief, unendlich tief war, was sie sagte, daß die schlichten. Wotte der.Sprache kaum genügen, diese Macht der Gefühle zu verkörpern. ,^Jch kannte keinen Antisemitismus in meiner Jugend", so sprach sie, „ich stamme aus Alnerika und kam zum Zionismus durch die unbeschreibliche Schönheit der jüdischen Lehre und Ueberlieferung. Ich bin eine RabbinerStochter und lernte, das Werk jüdischen Geistes kennen, dem «ine gewaltige Liebe zu Zion entsteigt und sie setzte sich mir inL Herz, so innerlich und so fest, als ob es gar nicht anders sein könnte. Die Schönheit im Judentum sühnte mich nach Palästina, für das zu beben, für das zu arbeiten ein köstlicher Genuß für mich ist." So ging die Rede weiter. Die Frauen dort unten sprachen wenig und sagten umsomehr. Sie sagten, man dürfenichts auf Palästina bedauernd wie auf das arme Kind hevabblicken.- Pa-> lastinä ist der Schenker, es habe dem Judentum' unendlich Großes zu geben. Palästina hat die Juden zu lehren, für eine gewaltige Leistung alles zu opfem, die Vorbedingungen Kr eine Entwicklung zu . schaffen, die weltgeschichtlich ist. Wenn die Juden des Galuth den Kolonisten verstehen werden, der in heißer Sommernacht abwechselnd mit seiner Frau wacht, um seiner Kuh von Zeit zu Zeit durch eine Kaltwafferdouche Abkühlung zu verschaffen, damit die edle holländische Raffe in der ungewohnten Hitze nicht zugrunde gehe: wenn die Juden des Galuth den Unterschied begreifen werden zwischen der Kuh. die vor Hitze stirbt und dem Menschen, dem eS um nichts weniger heiß ist, der aber trotzdem nach der schweren Tagesarbeit feine Nacht opfert, um das Bich, welches für das Land unentbkhr-- lich ist, zu schalten und langsam dem Klima anzupassen: dann werden sie begreifen lernen, waS Palästina dem Juden gibt: Es gibt ihm Lebensinhalt und Lebonsziel auf einem festen Boden. Als ich in Erez Israel diesem ungilaublichen Opfer auf Schritt und Tritt begeguvte, kamen mir die Szenen in Erinnerung, die ich in Wien in den ersten Kriegsmonaten durchmachte, als die ersten Flüchtlingscharen aus - dem Osten ankamen, Menschen, die alles verloren haben und nicht wußten, was die kommende Stunde für sie bringt, nicht wovon sie leben werden, häufig-nicht einmal, wo ihre eigenen Famiitenwitglieder in dem Wirrwar hinkamen und die sich über all das Ungenrach und all das unermeßliche Unglück mit denr lakonischen Satze hinwegsetzten: wir sind hat im Golus! Ob in diefcnr oder jenem Lande, ob ein bißchen mehr oder weniger unglücklich, ob ein bißchen mehr oder wmiger bettelarm, bleibt sich das nicht gleich? . Man muß nach Palästina kommen^ um die ganze Wucht der Befreiung zu verstehen. Dies« Befreiung ist es, was Palästina den Juden schenkt, und auch die „geborenen Zionisten" verstehen darum Palästina nicht ganz, bis sie dies nicht selbst erleben. Ich bin heute mehr Zionistin als vor zwei Monaten. Jüdische Svfer des Krieges. Die Folgen des Krieges lasten besonders schwer ach jenen Juden und jüdischen Familien, die durch körperliche Beschädigung oder Verlust ihres Ernährers, im Kriege auf die öffentliche Versorgung und private Mildtätigkeit angewiesen sind. Als der Kriegsrnf erscholl, folgten ihm die Juden ohne Zögern. Sie gingen tapfer durch Nacht und Grauen der Schlachten und viele kehrten nicht mehr zurück. Ein großer Teil kam beschädigt wieder mrd viele, die ansgezogen waren für das Schlagwort des Vaterlandes, fanbetr durch den Umsturz keine Heimat mehr. Die Ironie <der Gebucts- und Zuständigkeitsbestilnimnngen trifft ja hauptsächlich die jüdische Bevölkerung, so daß viele Invalide und deren Familien hilslo-s der ärgsten Not preisgegeben wurden. Diese hat der Verein der jüdischen K riegsbeschädigten, Invaliden, W i t w e n n n d W a i s e-n in Wien, 2. Bez., Obere Donaustraffe 65, organisiert. Er hat sehr viele Kostgänger, über

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