Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1771 (20.1.1924)
- Date
- 1924-01-20
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite Itz ' Men, Som-nrag Äbevstanden haben und das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft bilden, daß die österreichische Industrie ihre Reserven halten konnte und daß lange nicht so diel Kapital in das Ausland gewandert ist. als es sonst der Fall gewesen wäre, wenn man all die Quacksalberwerordnungen, deren Lächerlichkeit sich bald lxrausstellie, bis auf das I-Tüpfelchen ernst genommen hätte. Jetzt lacht jeder über die geradezu dilletantischen Maßnahmen, welche seinerzeit als „Stützung der Währung" angesehen und zu nichts anderem als zur Atomisierung der österreichischen Krone führten. Dieser Devisenhandel, den diese Leute allzu oft im Aufträge der Devi'senzentrale selbst machten, während es nach außen hwß, daß die Dev isen-zentrale den Devisenhandel der Privaten verbiete, hat aber auch dazu geführt, daß der Tevisenhandel Mitteleuropas seinen Weg nach Oesterreich genommen hat. Den ungeschickten fiskalischen Maßnahmen in Fern: der Devisenunisatzsteuer ist es zu danken, daß der internationale Tevisenhan'del jetzt wieder seinen Sitz von Wien verlegt hat. Der neue Ste.uerentwurf versucht es, den internationalen Deviseirhandel hevbeizulocken, dadurch, daß er für diesen gewisse Erleichterungen schafft. Ob e-g ihm aber gelängen wird, ist eine andere Frage. Die Privatwirtschaft hat die Jnflationsgefa.hr relativ gut überstanden. Der Handel ist verhältnismäßig wenig lädiert. Die Industrie hat die Nachkriegswirtschast günstig überwunden und der Verkehr dehnt .sich . aus. Jüdischer Geist, jüdische Energie und jüdische Tatkraft, haben nicht wenig dazu beigetragen, daß es. zu .dieser Gesundung gekommen ist. Wenn jetzt die Gesundung der Staaiswirtschafr Oesterreichs als ein Muster für die Sanierung der Finanzen nicht nur Mitteleuropas, sondern der ganzen-Welt gilt, so kann ruhig hier betont werden, daß dies nicht zum geringsten das Verdienst der Juden ist. Man möge Herrn Seipel noch so oft als Retter Oesterreichs in den Himmel heben, Tatsache bleibt es doch, daß diejenigen, welche als die ersten die grundlegende wichtigste Arbeit hierfür geleistet haben, die Inden Dr. Rosen b erg und Dr. Schwarzwald waren. Dr. Rosenbevg, dessen Name, weil er verstorben, nie mehr erwähnt wird, der die englische, Finanz anläßlich der Verhandlungen über die Anglo-bänk aus die Sanierung Oesterreichs aufmerksam gemacht hatte, hat das erste Samerungsprogramm gemacht. Er hat d-ie Londoner Finanzgrößen, unter denen nicht wenige Juden waren, dazu bewogen, daß sie energisch die Finanztransaktion zugunsten Oesterreichs in die Hand nahmen. Dr. Schwarz Wald hat das ganze Sanierungswerk organisiert, hat alle Bestimmungen bis ins Detail festgelegt und hat die Völkerbund anlei he bis ins minutiöseste durchgearbeitet. Die amerikanischen Bankiers, welche die österreichische Finanz auleche placiert haben, wie Kuhn und Loch und viele andere, waren Juden. Die Cityleute Londons haben dem Juden Rosenberg geglaubt. Diese Juden waren es, welche allerdings nicht immer hevvortreten wollten, die aber tatsächlich das ftnanzielle Samerungswerk Oesterreichs durch- «g-fführt haben. Wer dies leugnet, Möge die Verdienste Schwarzwalds und Rosenbergs negieren. Die Zukunft Oesterreichs ruht, das ist ganz klar, auf Handel und Verkehr. Auch hier ist den Juden eine wichtige Rolle noch zugedacht. Es ist zweifellos, daß sie weiterhin -m Sinne der österreichischen Wirtschaft wirken werden, weil sie sich dessen bewußt sind, daß der Krakeel der sich antisemitisch Gebärdenden nur wirtschaftlicher Unkenntnis entspr'...gt, dem keine innere Berechtigung zuzusprechen ist. Die Juden haben in der Nachkriegswirtschast ihre Aufgabe voll und ganz gelöst. Sie können mit Beruhigung erklären, daß sie viel mehr an der Sanierung Oesterreichs mitaewirkt haben als alle diejenigen, welche mit antisemltischem Geschrei die Bauern von den Steuern befreien wollten, die städtische Bevölkerung sabotierten und durch unermeßliche Steuern ihre Entwicklung zu behindern versuchten. Ae netten Personalnnd Berkehrrsteuern. Von Dr. Heinrich Schreiber. Aus dem Füllhorn der Steuernovellp, welches der Referentenentwurf des Finanzministers über die aufhorchende OefferMchbeit geschüttet hat, sind diesmal nicht bloß neue Einzelheiten bestehender Steuern gefallen, sondern buchstäblich neue Steuvrkategorien geschlüpft. Es sind dies Steuern, die bis nun nicht bekannt waren und nunmehr ihren Platz cm der reichgedeckten fiskalb chen Tafel einnehmen sollen. Dies M von der Bezugs rechtsten er, die dermalen nur eine gelegentliche Unterkunft in der Auslegungskunst innehat, vor allem von der ihr verwandten und ihr gfleichwohl, wie es schon unterVerwandtschaften geschieht, spinnestindlichenShndikatssteuer und von der laufenden Vermögenssteuer. Es ist daher begreiflich, aßd man sich zu alloverst nrii di-.sen Neulingen bekannt machen und sich sie vorstellen lasten will, wobei nur dahin gestellt sei, ob die gewöhnliche, zum Gemeinplätze erstarrte Begrüßungsformel „es hat mich sehr geftfaut" hier als angebracht betrachtet werden kann. Indessen wann ist einer Steuer überhaupt ein freudiges Willkommen bereitet worden? Man nähert sich ihr doch nur mit scheuen Blicken und furchtsamen Schritten. Die Bezugsrvchtsteuer bricht mit der bisherigen Praxis, welche den Wert des Bezugsrechtes als Nutzen und steuerbare Einnahme erfaßt und d:r Einkommensteuer unterworfen hat. Diese Uebung wird gestrichen und fallen gelassen; der Mionär, welchem ein Dezugsrecht auf neue (jungch Aktien emgeräumt wird und der den Wert dieses Rechtes versteuern mußte, g:ht fortan frei aus. Der Kampf gegen die Einkommensteuerpflicht deL Bezugsrechtes hat diesen Erfolg gebracht, indessen hat er nur in der Form, nicht in der Sache gesiegt. Die Lücke, die der Ausfall der Einkommensteuer vom Bezugsrechte aufreißt, wird sofort geschlossen durch die Plombe der Bezugs- Miener? Morgen zeitung. Wövksölslubö SIEGFRIED LUTTINGER Bank- und Kommissionsgeschäft sos4 Wien, I., Schottenrlng 9, t*i. lass®, 3621-4 rechtste wer, die wohl nicht der Aktionär für dm Genuß des Bczugsrechbs, dafür aber die Aktiengesellschaft für die Gewährung des Bozugsvechies leisten muß. Sie wird mit der Taxe von vier Prozent des Bczugsrechtwt'rtes belegt, der bekanntlich in der Tisferenz zum Ausdruck kommt, um welche der bezugsberech. tigte Aktionär die Aktie billig.'r als ein dritter Abnehmer ersteht. Mail kann angesichts dieser Lösung zwar Nicht ohne weiteres sagen „gehupft wie gesprungem", weil nicht von vornhereinein Urteil abgegeben werden kann, wie der neue feste Steuersatz gegen die alte, nach dem Gesamteinkommen gestufte und darum schwaulkende Einkommensteuer abzüwägen und einzuschätzen ist. Aber das st e h t f e st, daß der Aktionär selbst bei diesem Wechsel nicht einmal sagen kann, daß er die Bezugs« rechtsteuvr los und ledig ist, weil es erstens nicht ausgeschlossen ist, daß di>: Aktiengesellschaft auf den Aktionär den Ersatz der Steuer wälzt und zweitens, weil durch die Steuerleistung der Aktiengesellschaft letzten Endes doch der Aktionär in Mitleidenschaft gezogen ist. Nicht anders verhält es sich mit der Syndikats« steuer, die gleichfalls von der Aktiengesellschaft, mithin nrittr-lbar für Rechnung der Aktionäre, Zu bcr'.chtiggn ist, wenn die AktiengeMschaft ihre jungen Aktien nicht, dem alten Aktionär, sondern einer zufälligen Gruppe von dritten Erwerbern überläßt, die sich zu diejsem Behufe zivr Gemeinschaft eines Syndikats oder Konsortiums zusammeng.ffchlossen haben? Die Syndikatssteuer beträgt das Dreifache der Bezugsrechtstvuer, also 12 Prozent vom Werte des Bezugsrechtes, bildet demnach eine Verschärfung, welche die Entziehung des Bezugsrechtes erschweren oder doch wenigstens vergelten soll und diesen Zweck greifbar natürlich nur dann erfüllt, wenn diese Abgabe aus das Syndikat abgeschoben wird. So verschmeften B -e z u g s r e ch t st e u e r und S y ndikatssteuer sich zu einer Abgabe auf die Kapitals- Vermehrung, mithin zu einer Spezialsteuer auf das bewegliche Kapital, die sich von einer nackten Vermögenssteuer nur dadurch unterscheidet, daß sie scheinbar llch auf einen Nutzwert bezieht und beschränkt. In Wahrheit aber trifft sie, dom Standpunkte der Aktiengesellschaft besehen, das Emissionsagio, also einen Teil der Kapitalseinlage, und vom Standpunkts des alten bezu-gsberechtigten Aktionärs sowohl wie vom Standpunkte des neuen syndizierten Aktionärs betrachtet seinen Substanzantvil am Kapital. Man muß demnach, will man die beiden Sondersteuern ans Bezugs recht und Syndikatsmcht richtig einreihen, sie zu den Kapitalsnnd Vermögenssteuern rechnen, die mit den ihnen beig.'legtep Namen einer Berkehrsstener, die dem Begriffe. der Umsatzsteuer ähnelt, wenig gemeinsam haben. Sind wir aber schon in der Kapital- und Vermögenssteuer drin, so führt ein kurzer Schritt zur laufenden Vermögenssteuer, welche als Ergänzung der vormaligen einmaligen Vermögensabgabe in Gestalt einer jährlich wicderkehrenden Auflage gedacht ist. Allein mit einem kühnen Ruck wird sie in das Fahrwasser der E i n k o m m e n st e u e r gerudert und damit in die gleiche Schablone wie die neue Erwerbssteuer gestellt. Die laufende Vermöge nssteuer läuft nämlich nicht auf eigenen Steuerfüßen, sie stützt sich vielmehr ans das Einkommen, ist daher in Wirklichkeit eine komplementäre Einkommensteuer, indem das' Vermögen mit einem Mehr- und Vielfachen des Einkommens eingeschätzt und dieses Multiplum mit einem Koesfizenten der Einkommensteuer belegt wird. Der einstmals hochgehaltene Gedanke, die Personaleinkommensteuer sei womöglich vor jedem Zuschläge zu bewahren und in ihrer Reinheit aufrecht zu erhalten, geht damit flöten, ist damit verlassen; denn die laufende Vermögenssteuer erweist sich solcherart, wie auch die Motive freimütig zugeben, als eine Zusatzsteuer zum Einkommen. Das nämliche Merkmal wird auch der neugeordneten Erwerbsteuer aufgedrückt, die ihren selbständigen Lebenswandel völlig aufgibt, um sich unter die Fittiche der Einkommensteuer zu begeben und von ihr ins Schlepptau genommen zu werden. Auch die Erwerbsteuer wird ein Teil der Ein kommen st euer, der Ertrag und nicht mehr die Ertragsfähigkeit bildet das Kriterium dieser Steuer, die sohin gleichfalls «mit einer Tangente der Einkommensteuer abzugelten ist. Laufende Vermögenssteuer ui cd mitgehen.de Erwerbsteuer, werden kurzerhand zur Einkommensteuer in einen Tops geworfen und damit wird wohl eine Einfachheit erzielt, die nicht mehr zu überbieten ist, wohl aber auch eine Fülle der Abgaben, die aus ein und derselben Steuerquelle herausgeschöpft wird und an Buntheit nichts zu wünschen übrigläßt. Was sonst noch aus dem Flor des Steuerbuketts sein stacheliges Knöspchen heraussteckt, ist, wie könnte es auch anders sein, wieder aus Aktien- und Börsenwesen gemünzt. Man braucht nur die Bezeichnungen der Steuergattungen aneinander zu reihen, um sich darüber Rechenschaft zu -geben, daß die Garben der Steuerreform vorwiegend dem Finanzkapital gewunden werden. Freilich wird man sagen: Wer soll und kann denn steuern, wenn nicht das Finanzkapital? Richtig! Daß aber die Steuerriemen nur aus der Haut des Finanzkapitals geschnitten, die Haut des anderen Besitztums geschont und zart gestreichelt wird, das ist die bedrückende und verstimmende Tatsache, die es erklärlich macht, daß sich gegen die neue Steuerovdnung . die Widerstände der „betroffenen" Beteiligten rühren. Zur Bezugsrechtssteuer und Syndikatssteuer die reine Aktien- und, wie nachgewiesen ist, Kapitalssteucrn sind, gesellt sich die Besteuerung der Taggelder der Banken durch die Umsatzsteuer, die Spekulationssteuer, die Effektenumsatzsteuer, die Baukennmsatzsteuer, die Valutenumsahsteuer, die Kotegebühren für Auslandsaktien, mit einem Wort, auch 26. Jänner 1904 Nr. 1771 die neue Steuervorlage dreht sich am Spieß, der den Aktien und Banken schmerzhaft in8 Fleisch dringt, wie sich denn offenbar heutzutage alles um Aktien und Banken dreht. Warum sollte just der FiskuS eine Ausnahme machen? Man darf auch nicht die Augen davor verschließen, daß verschiedentlich eine Mäßigung und Milderung des ursprünglichen Steuerexzesses (man nennt dies jetzt verschämt und durch die Blume „Uobersteuerung") sich hervorwagt, wie sie bei der Auslegung der Taggelder durchgegriffen hat, mit dem Abbau der Devisenvorschriften einhergeht und durch die Ausdehnung der Sparkassentätigkeit auf das Bankwesen angemessen erscheint; allein dafür wird der Handel in Effekten gleich mit einer Verdoppelung der Umsatzsteuer heimgesucht, und dem Börsenverkehr eine noch empfindlichere Belastung aufgebürdet, als er ohnedies schon zu schleppen hat. Da auch BezugSrecht- und Syndikatssteuer für Aktien als Verkehrssteuern gewertet werden, kann man füglich behaupten, daß die Steuerreform, mag sie ihr Gerippe und Gerüste auch auf die direkten Personalsteuern stellen und stützen, den Fuß auf den Nacken von Börse und Banken seht, gewiß nicht deshalb, um diesen Nacken völlig zu beugen, aber doch in der wohlverstandenen und wohleinbekannten Absicht, das, was d^e Steuernovelle bei anderen Positionen an gewissen Erleichterungen zusetzt, in wohlgerütteltem Maße, wenn nicht scheffelweise, aus dem Mtien- und Börsenverkehr herauszuholen. Lesterreichr Wirtschaftsleben. Das Postsparkasseuamt. Erst jüngst ist von autoritativer Seite bei Besprechung des San'ierungswerkes für Oesterreich die wirtschaftliche und finanzielle Organisation unserer Republik als mustergültig anerkannt und als vielvevheißend für den Wiederaufbau des Staates hingestellt worden. Eine Spezialität innerhalb dieser Organisation, die in solcher Art kein anderes Land aufzuweisen hat, ist das Postsparkasseuamt, das gegenwärtig als Geld- und Finanzinstitut eine wichtige und hervorragende Stellung im Bunde einnimmt. Die Wirksamkeit dieser Anstalt erstreckt sich überallhin, sozusagen auf reich und arm, hoch und nieder. Dank ihrer Tätigkeit und Initiative ist sie zum Regulator des Geldverkehres sowohl des kleinen GewerbsmanneS wie der größten Kreditinstitute des Staates geworden; sie hat infolgedessen auch stets eine führende Stellung bei den größten Finanztransaktionen in Oesterreich eingenommen. Die Postsparkasse, welche ein vom Staate unabhängiges Rcchtssubjekt bildet, verwaltet das durch die Einlagen gebildete Verniögen völlig selbständig und deckt die Verwaltungskosten und Einlagezinsen aus den eigenen Erträgnissen. Die Gebarungsüberschüsse fließen so lange in den Reservefonds, bis er 5 Prozent der Scheckeinlagen erreicht. Erst darüber hinausgehcnde Ueberschüsse werden dem Postgesälle zugewiesen. Ueberaus niedrig sind die Gebühren, die die Postsparkasse für ihre Leistungen einhebt, so daß sie derzeit als das billigste Geldinstitut in Oesterreich bezeichnet werden kann. Zahlungen im Clearing sind zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sogar überhaupt gebührenfrei. Dem Sparverkehre gehören derzeit mehr als 2,5 Millionen Einleger, dem Scheckverkehr ungefähr 260.000 Teilnehmer au. Im Sparvcrkohr weist das Postsparkasseuamt rund 6 Milliarden, im Scheckverkehr rund 1300 Milliarden Kronen aus. Der Geldumsatz bewegt sich im Monat zwischen 9 bis 10 Billionen, wovon zirka 43 Prozent ohne Bargeldbewegung, mittels Uebevweisung, zur Durchführung gelangen. Die Posffparkasse verwaltet außerdem 381.000 Wertpapierdepots mit einem Stande von mehr al8 11 Milliarden Kronen Nennwert festverzinslicher Papiere und von 800.000 Stück Aktien. Sie besorgt für die Kunden den An- und Verkauf von Wertpapieren aller Art, den Eskont und das kommissionsweise Inkasso von Wertpapieren und Zinssche-inen, betreibt das Lombardgeschäft und vermietet außerdem seine vorzüglich eingerichteten Schrankfächer. Wir besitzen in dieser Anstalt also ein für daS Geschäftsleben in Oesterreich ebenso wichtiges als unentbehrliches Instrument, dessen Ausdehnung und autonome Entwicklung nur zu wünschen ist. Die Stimmung in Finanzkreisen war gestern von Burecm zu Bureau etwas freundlicher, da sich nach den letzten schärferen Rückgängen im Hinblick auf die enorme GeldflüssiMt Nach, frage nach einzelnen B-ankenwerten, Staat sbcchn und Alpmeaktren zeiat-e. Bon den Schrankenwerten wurden tschechische Papiere höher taxiert. Die gestrige Versorgung gestaltete sich überaus leicht, da Geld zu Revortzwecken in größer-m Minnen vorhanden war. Der Wochenf-atz bewegte sich Mischen 0/37 bis 0,60 Prozent. Größere Posten blieben unplaciort. Kapitalistische Handelspolitik Sowjetrußlands. , Wie dir Russische TeLeigreiphenayenitiur müßtet,Ha,nid im MliittÄpu-M der Konercniz der Bevollmächtigt-m der" SowjettMuM-km für Außenhandel ein Bericht Krassims über den Ausivnhcrntd-ckl des Sowijci Bundes im Wi.rMäftsiehr 1062-63 mit Programmefischen DarüsWNigen über die woit-ore Außenhandelspolitik der Sowisetr-emerunig. Wie Krassin ntitidillte, wurden im Jahre 1026-23 Sowseiw-aren vm Werte von Ä0M8.000 Goldru!bel ausgei'ii'chrt. somit mÄ)r als das -Doppelte der AiuZfuhr im Vorfahre. Alle Anzeichen fprächim dafür, daß im komimendeu Wir», schaiftsfahre die Auski-chr nicht unter einer hallbtzn MWaiCe GoÄdrübvl betraym werde. Der Getreiideausfuhnp'lan von 220 Millionen Pud werde lücker^os nusa-eiMrit werden. Der Ausbau der Kreidid!«. für de vusfischen Getreideopera-Nonm schreite erfo'l'greich fovt. Mit der neu-getbilde'>m engsliisch-rnissi'lschen Ge->- 1r-öi>dchiand'e>ss-''eiseMHalft seien drei Der>>rä>ge Mgeschlvssen worden. ferner Devträ-ge mit einer großen französischen Firma, -mit öjst-erre>ich!>sch-en und holländischen Gclselllfch-aften. Danach würden Kredite aus das in den Sowieihäftn la-ge-rnde Getve'ide gewährt. J-n der Ausfuhr von Holz. Flachs, RohA und Rauchwaren sÄ ein betaenteuder Fov!«schr!t«t zu verzeichnen. Die Ginftchr se>i gU'äl-i^,i!v zuisammenychbriumplft, wodurch die nkdivc HondMb'.banz dauernd ^sichert werde, und halbe sich gnalitat-iv dvihiu Mindert, daß die Ginftihr vru GeibranchsMgensiänden so gut wie eingxstellt s-e>i. Die näch't-en Auifgalben seien weitere Heran-iehuny des Au§!i-'ind§l'>e>plit,c>!ls, Förderung der gemischten Geis-ellsch-cvften größere MaunÄMiBsitan und Jntenisität dsr