Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1771 (20.1.1924)
- Date
- 1924-01-20
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Moraenzeituria. 20. Jänner 1924 ©eit« 15 Alle Arten von Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredittma Bankgeschäften Wien, I. Seitzergatte 4 “Sä^SSST Waren^eschifte Telephon«: 60*4*82, 60*4*93, 63*4*85, 64-4*42, 68*4 78, 69-4-82 iviss Telegrammadresse: Frapobank Volkswirt. Nr. 177t Wien, Souniag ~ ihrer Meisterin zur plastischen Tanzkunst. In oinem program-- malischen Aufsatz hat sie diese Tanztveise in Gegensatz zürn Ballett gestellt und die lleberwiudung der Erdenschwere als Hauptgrundsatz für ihre Kunst in Anspruch genommen. Es ist ein logischer Irrtum, eine rein formelle Angelegenheit, den Ballet ranz mit dem auf intensiveiT Ausdruck gestellten Seelen-- tanz in Zusammenhang zu bringen. Der plastische Tanz, der von der ruhenden Stellung ausgeht und teils literarischen, teils philosophischen Einwirkungen folgt, kann nur mit dem absoluten Tanz in Vergleich gesetzt werden, der zentral aus der Betoegung heraus schafft. Das dekorative Element kann beim plastischen Tanz nicht ausgefchaltet werden, da «§ sormbestimmend die auseinandersallenden Bewegungsmomenk bindet, es pflastert den Weg, der von außen nach innen geht. Der reine Tanz, der Tanz an und für sich, durchdringt aus einer einheitlichen Bewegungszelle den Raum und gliedert ihn gsbeichzeitig. ES ist selbstverständlich, daß der plastische Tanz nur flächenhaft wirkt und mit dem Raum sich nicht auSeinandersetzen kann. Diese Grenze ist dem Ballett und dem plastischen Tanz in gleichem Maße gefetzt und beide Tanzarten müssen daher, um ihrer Wirkung sich zu versichern, zu Ersatzmitteln Zuflucht mhmen. Mura Ziperowitsch verfügt über einen schönen, ebenmäßig gegliederten Körper, der, in der alten Ballettechnik durchtrainiert, in der Ausbildung der Arm« ein« besondere Sorgfalt austveist. Ihre mimische Ausdrucksskala bevorzugt die seelisch zarten Nuancen der Mittellage, der Explosion wie der Drastik geht sie aus dem Wege. Ihre Stärke im Tanzen sind di« Ausgangsstellungen der plastischen Bewegungen und ihr Ablauf, noch nicht vollends durchgearbeitet die Uebergänge, das Gleiten in neue Stimmungen in einer einheitlichen Tanzkomposition. Di>e rhythmische Präzision dürfte bei besserer Klavierbegleitung an Sicherheit gewinnen. Di« Kostüme der Tänzerin zeugen von jenem ernsten Kunstwillen, der selbst das Detail durch harmonisches Schönheitsempsinden adelt, sie unterstreichen das Bildhafte der Bewegung, ohnei sich in das Gesichtsfeld des Zusehers vorzudrängen. Man wird die Entwicklung der Künstlerin im Auge behalten und sie bitten, das Programnr ihres nächsten Abends allein, ohn« di« unzureichenden Bemühungen eines Cellisten, zu bestreiten. Der Raun: in der Sezession eignet sich sehr schlecht für Tanzdarbietungen. Nicht nur, daß der Fassungsraum der Bühne sehr gering ist, von der dritten Parkettreihe an bleiben die Füße der Tänzerin unsichtbar. Alfred San dt. Nicodemis „Me innere Stimme". (Lustspieltheater.) Ein fröhlicher Kitsch, der einen schon nach den ersten Dialogen entwaffnet. Man schreit lautlos „Au!" und läßt das wertere — es wird immer ärger — im Demut über sich ergehen. Ern« hochbegabte Berliner Schauspielerin lettflt übrigens dir Aufmerksamkeit von dem „Drama" auf sich ab. Charlotte Ander, blut-jung, anmutig und herzhaft, adelt di« unernüglichsten Bravour-Arien. Man ist begierig, der' Künstlerin besseren Stücken zu bogemen. Josef Jarno gibt chr :rurd?voll das Stichwort (nachdem er es in der Nähe des Soufflßrkastens aufgelesen), und auch di« anderen Mitwirkeninsbesondere Grete Löhr und Attila Hörbiger sind roll Verdienst. Das Publikum war hingerissen. Auch von dem Scück! A. Me StSffmmg Des Moderne« Aeaterr. Das Moderne Theater (Direktion Robert Blum) a>ird mit drei aufeinanderfolgenden Premieren am 29., 80. und 31. d. eröffnet. Am ersten Abend erfolgt die Uraufführung des Zyklus „Das Weib ist bitter" von Marco Broeiner, der aus „Aspasia" oder „Das Lächeln des Sokrates" (ein Akt), „Schopenhauers Erlebnis" (drei Bilder) und „T i t i" (ein Akt) besteht. Am zweiten Abend ist die Premiere des Lustspiels mit Musik „L'A m o u r m a 3 q u e" nach Sacha G u i t r y, frei bearbeitet von Robert Blum, Musik von Andre Messager. In diesem Pariser Werk gastieren Lea Seidl, Lucie Kieselhausen'und Otto Storm. Das Orchester des Modernen Theaters steht unter der Leitung von Edoardo Granelli, die Kostüme wurden in Paris nach Entwürfen Vladimir de BarjanÄys angefertigt, der heute zu den letzten Proben in Wien eintrifft. . Der dritte Abend bringt die Erstaufführung des Lustspiels „Dev Verkrüg von Nizza" von Louis Berneuil (deutsch von Rudolf Lothar) mit Evelyn Landing und Oskar Beregi irr den Hauptrollen. Die Generalprobe zu den Stücken „Das Weib ist bitter" und ,L'AmoHr masque" findet am 26. d. abends vor geladenen Gästen statt. Wolssohar Paraphrase» wer MSdlsche BoÜrÜeder. Zum nächsten Wolffohn-Konzert. Prvfeffor Julius Wolfsohn hat seinen bekannten und SÄiebten Paraphrasen über aMdisch« Volksweisen rroch einige neue angegliedert, dir er am 28. d. in seinem Konzert hum ersten Male spielen wird. Moritz Rosental schrieb über dies« Werk« u. a. folgendes: „Diese Paraphrasen sind Wiedererweckung halb verschollener Klänge, die wie aus Dämmerschlaf zu neuem Leben erwacht sind, um mit Macht ans Herz zu klopft», cs sind Kulturbilder aus dem Leben eines Volkes, das so viel gelitten hat wie kaum ein zweites, und das dennoch eines stolzen Erheben fähig ist." In ähnlichem Sinn« äußerten sich Alfred Grünfeld, der 'berühmte Leipziger Mufiffchriftstellcr Dr. Walter N i c m « n « und viel« -artbet« hervvragrnde Musiker. Aus dem Burgtheater. Molnars „Rothe Mühle" wird nach mehrfachen Verschiebungen des Termmes nunmehr am 29. d. in Szene gehen. Jda R c l ö u b wirkt als Gast mit. — Im A k a d e m i e t h e a t e r wird am 1. Febnrar Slobodas Lustspiel „Am Teetisch" in den Spielplan ausgenommen. Mitte Februar findet die Premiere von Strindbergs „Gespenst e r s o n a t e" statt. Die Mumie spielt Maria Mayer. Die Inszenierung wurde Herrn Heine übertragen. Das Klubheim der jüdischen Schauspieler in New-Bork. Wie uns aus New-Aork berichtet wird, fand dort dieser Tage di« Eröffnung des neuen Klubheims der jüdischen Schauspieler von New-Aark statt. Um die Mitternacht sstunde kamen die jüdischen Schauspieler aus allen Theatern in das neue Heim und gegen 1 Uhr nach Mitternacht begann die eigentliche Zeremonie der Einweihung. Dieselben Mimen, die noch vor einer Stunde auf den Brettern, die für sie das Leben bedeuten, ihr« Rollen mit Sicherheit unter mehr oder weniger Beifall spielten, hatten bei der Einweihungsfeier förmliches Lampensieber, wie der jüngste Theatereleve, der zum erstenmal aus die Szene tritt und vom Souffleur verlasftn wird. Alles war so aufgeregt vor Freude über das Gelingen dieses schönen Markes. Das Klub- Heim befindet sich auf 31 East 7. Sraße. umfaßt drei Stockwerke und ist reich auSgestattet. Außer den eigentlichen Amtsräumen des Verbandes der jüdischen Schauspieler hat das Klubtieim einen großen Speisesaol, einen kleinen Theatersaal für Vorlesungen und Beranstaltungen. eine Anzahl Konversations- und Spielzimmer und eine große Bibliothek. Die Redner sprachen von der Opserwilligkeit der Schauspieler und der För-- derurrg der Direktoren, denen die Schaffung des Klubheims zu danken ist. Erst beim Morgenanbruch fand die gemütliche Feier der jüdischen Boheme von Nöw-Vork ihren Abschluß. Freie Jüdische Volksbühne. Heut« Sonntag, halb 3 Uhr nachnnttags, findet in der Jüdischen Bühne, 2. B«z., Taborstraße 12. «ine Mitgliedervorstellurig statt. Zur Aufführung gelangt Dt. Goldbe^s dreiaktiges Lustspiel „Der Moralprediger oder 21 Tage Arrest". Julius Wolffohn gibt am 26. d. (Montag) «inen Klavierabend im mittleren Konzerthaussaal mit überaus interessantem Programm. Der Künstler spielt Werke von Beethoven (die selten gespielt« PastorÄesonate). sämtliche Liebeslieder von Brahms, ferner Kompositionen von Tschaikowsky. Liszt. Wolfsohn (neue Paraphrasen) und als große Novität ein« fünfteilige Phantasie für Klavier mit obligater, sogenannter „Stummen Geige" (Fräulein Elsy S*ein) und einer Smgstinnne (Gerson Dtaraulies) von Rudolf F. Prochazka. Wenige restliche Karten bei Gutmann, Kärntnerring 3. (Entgeltlich.) Aar den Aratera. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr (kein Kartenverkauf), Grillparzers Trauerspiel ,Zibussa". Diese Vorstellung erfolgt zur ErinnerMg an die vor 50 Jahren stattgefundene erste Aufführung des Trauerspieles. Dienstag den 22. d., halb 7 Uhr, „Die fünf Frankfurter". Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr, ,Aer Bibliothekar". Bolksoper. Heute, 3 Uhr nachmittags, „Der Barbier von Sevilla", 7 Uhr „Die schöne Helena". (Paris Herr Richard Kubla a. G.) Morgen „Madame Butterfly". Im Deutschen Bolkstheater gelangt Samstag den 26. d. Hermann Sndermanns vieraktiges Schauspiel „D i e Denkmalsweihe" zur ersten Aufführung. — Als Nachfeier von Grillparzers Geburts- und Todestag findet Mittwoch den 23 d. eine Aufführung der „Jüdin v o n T o l e d o" urit Maria Orska in der Titelrolle und Alexander Moissi als König Alfonso statt. In den Kammerspie len können die Vorstellungen von Sacha Guitrys Komödie „Mein Vater hat recht gehabt" nur bis einschließlich Donnerstag den 31. d. statifinden, da Hugo und Hermann Thimig am 1. Februar ihr Engagement an Reinhardts Josefstädter Theater antreten. Carltheater. Morgen findet die fünfzigste Aufführung der Operette „Glück bei Frauen" mit Gisela Werbezirk, Ernst Tautenhayn und Elly Kreith in den Hauptrollen statt. Neues Wiener Stadttheater. Heute, 3 Uhr nachmittags „Bruder Martin" von Karl Costa, mit Karl Knerdinger in der Titelrolle, der auch die Auffüh-' ruttfl leitet, bei ermäßigten NachmittaASpreisen. Gerichtrsaal. Anftchtungoschrist des Bundeskanzleramtes in der Krematorinmfrage. Das Bundeskanzleramt hat zu der vor dem Verfassungsgerichtshofe stattfindenden Verhandlung in der Krematoriumangelegenhert eine Anfechtungsschrift eingebracht, in der der Antrag auf Aushebung des ß 35 der Gemeindeverfassung, durch den der Auftrag des Ministers Schmitz auf Einstellung des Krematoriumbetriebes zu Fall gebracht wurde, näher begründet wird. Diese Bestimmung besagt nämlich, daß der Bürgermeister, wenn er glaubt, daß cm Beschluß des Gemeinderates den bestehenden Gesetzen zuwiderläuft, berechtigt oder verpflichtet ist, mit der Vollziehung einzuhalten und die neuerliche Verhandlung im Gemeinderatc anzuordnen. Verbleibt der Gemeinderat bei seinem Beschluß, so ist er zu vollziehen. Das Bundeskanzlevamt sicht in seiner Eingabe die Gesetzlichkeit dieses Paragraphen cur und verlangt dessen Aufhebung, um dadurch die Einstellung des Krematoriumbetriebes durchzusetzen. Zeh» Tage Arrest für 18.000 Kronen. Landesgerichtsrat Dr. Ari« hat den stellenlosen Han-dellsanpicistellten Jvfef B. wogen D iebstahlls von Gegenständen im Werte von 180 00 Kronen zu zehn Tagen Arrest verurteÄt. Der Verteidiger verwies auf die GevinchuAkvit des Betrages und verlangt« die Behandlung, des Deliktes als 'das der Entltvendung. Dar Richter meint« jedoch, daß 18.000 Kronen (ungefähr c i ueinviert «>l Friede ns krönen!) kein geringfügiger Betrag seien, wesihaüib nicht auf Entwaldung, sondern auf Diebstoik4 erkennen war. Da der Harvdelsangcistellle bereits ein3 »nai wegen. Diebstahl bestraft wurde, wurde di« Straf« nicht a!8 Led'inÄt enffört. Gestempelte Krone --- 0.0081*4 Centimes. AarzMuag Men — 0.0081% Centimes. In Zürich notierte 19./1. 18./1. die österr. gestempelte Krone . # . . 0.0081*& 0.0081*/* die österreichische Krone 0.0081'/« 0.0081'/, die tschechische Krone. 16.80 16.82V, die Mark ...... pro Milliarde ^ülfnttb *>*«»*••••••• 214.85 215.75 New°Aor! .. 578.50 578.50 London ............. 24.60 24.50 Paris .. 26.35 26.40 Mailand ......... 25.15 25.17 Belgrad»«».»,,»»...« 6.66 6.62»/, Bukarest ...... T".... . 2.90 2.90 Söfici «•»■*•••••••* 4.15 4.15 Budapest .......... 0.0206 0.0207 Warschau.. — Ae Juden in der österreichischen Rachlriegr« Wirtschaft. Di« Inden Oesterreichs bilden Wohl unter den sechseinhalb Millionen Einwohnern dieses Staates einen relativ geringen Prozentsatz. Trotzdem ist ihre Bedeutung entgegen allen antisemitischen Aufmachungen im öffentlichen Leben lange keine so bedeutende, wie ihnen von den Gegnern zugemutet wird. Im Gegenteil, kein Volk kann sich übe.r mehr Verfolgung gerade in Oesterreich während der letzten fünf Jahr^ beklagen als die Juden. Es sei nur an ific Severschen Erläffe, an die jede.r Kultur hohnsprechenden Ausweisungen, an das den Friedensverträgen direkt widersprechende Verhalten der Verwaltungs'behörden in der Opiionsfrage, an die Anrenrpelungen jüdischer Studenten a« den höheren Lehranstalten Oesterreichs und damit an die Beschränkung der Lernfreiheit der jüdischen Studentenschaft, an die Verweigerung der Patzpisa an jüdische Giwreisende und an den oft antisemitischen Ton der Regierungspresse gedacht. Dennoch haben die Juden zu einer Zeit, wo die Stützen der jetzigen Regierungspartei, die Vorarlberger und die Tiroler Bauern, an den Abfall von Oesterreich dachten, Ungeheures für die Entwicklung dev Wirtschaft Oesterreichs geleistet. Der jüdische Kaufmann ist es, der ''n erster Reche die Bedeutung Wiens als Handelszentrum Mitteleuropas gefördert undgehoben hat. Jüdische Kaufleute, jüdische Agenten, jüdische Handelsvertreter waren es. die zu einer Zeit, wo das gesamte Ausland mit Oesterreich, als dem früheren Bundesgenossen Deutschlands, nichts zu tun haben wollten, die österreichischen Produkte nach Süd- und Osteuropa brachten und so gegen eine Welle von Mißton wieder die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen all diesen Staaten und Oesterreich hevgestellt haben. Sie waren es, welche die Risken der ersten Exporte getragen, Ivel che den 'Matz in diesen Ländern mit unzählige Schwierigkeiten gesucht und der österreichischen Produktion.den Weg geebnet haben. Während die Tiroler Bauern das Fleisch und den Weizen der österreichischen Bevölkerung entzogen und es nach Deutschland und der Schweiz geschmuggelt haben, haben die Juden durch den Verkauf der Produkte der österreichischen Industrie dieser die Mittel zur Lebenshaltung der Arbeiter verschafft. Sie sind als Emissäre des Wiener Platzes überall hingezogen und haben so für den österreichischen Handel die Wurzeln geschlagen, die es ermöglichten, daß jetzt der Außenminister mit Genugtuung in seinem letzten Außenexpose betonen konnte, daß das Ansehen des österreichischen Kaufmannes im Auslande wieder vollkommen hergestellt ist. . Im österreichischen Vcrkehrsleben haben die Juden sehr viel dazu beigetragen, daß sich Wien zum Berkchrs-- zentrum Mitteleuropas entwickeln konnte. Sie ivaren es aber auch, lvelche der österreichischen Wirtschaft den Weg gewiesen, -den Gefahren der Inflation durch eine vernünftige Wirtschaftsflihrung zu begegnen. Was zuerst von antisemitischen Kreisen hämisch als jüdische,Preistreiberei angesehen wurde, ist nachher von allen arischen Händlern und Jndilstriefirmen unter dem Wort« „Angleichung an die Parität" in der Praxis in viel krasserer Form äugewendet worden. Zu einer Zeit, wo die Regierung m mißverständlicher Auffassung der österreichischen Wirtschastsverhältmsse den Devisenhandel als etwas Verpöntes archch. und den Reichtum der öfterveichischen Bevölkerung durch Devisen zu vermehren, direkt verbot, waren gerade Banken und andere Wirtsä-aftskorporationen, in welchen Juden saßen, bestrebt, sich Devisen aus dem Auslande zu verschaffen und den Devisenhandej dadurch nach Oesterreich zu lenken. Sie haben dadurch der österreichischen Wirtschaft einen viel größeren Dienst erwiesen als diejenigen, welche von der hohen Warte der Wirtschaflsignoranten alles verpönten, ivas der österreichischen Wirtschaft nützte. Jetzt erst sehen sie es ein, daß alle diese so gelästeri-cn Machiuäliöuen es bewirkt haben, daß die österreichischen Banken alle Krisen ^^$.$/.-89D