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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-19 · Heft 1770 (19.1.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1770 (19.1.1924)
Date
1924-01-19
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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'i . i k f; Sette % Wien, Samstag Nlienei? Mnv^ensrevtnnch. 19. Jänner 1924 Nr. 1771 durchschnittlich Asoziale Parier. . . entfallen auf jedes' christlichsoziale Mandat 8270 Stimmen, also unr zirka 1000 Stimmen mehr als auf ein sozialdemokratisches Mandat, too«' raus sich ergibt, daß die Clmstlicksozialen etwa 40.000 Stimmen oder 6 Sitze durch das Wahlgesetz verloren haben. Aehnliche Berechnungen haben die gropdeutschen Bezirksräte in den meisten Bezirksvertretunaen zu einem Resolutionsantrage verarbeitet. welchem sich die Cbristlichsozialen und die übrigen Minderheitsvertreter angeschlossen haben. Der Ruf nach einer den Grundsätzen der Demokratie entsprechenden Wahlordnung wird nicht mehr verstummen und die Devise lautet: Wien ei« Wahlkreis! Wenn sich diese Stadt bei künftigen Neuwahlen eine Vertretung geben kann, die ohne Terror, ohne WahMigen, auf Grund eines wahrhaft demokratischen Wahlgesetzes ■ gewählt wurde, dann werden die Wahlen die ausgewendeten Kosten wert sein. Ein Antrag, welchen d'ese Wahlen gezeitigt haben, kann auf meine Stimme schon aus Gründen des Protestes nicht rechnen dürfen. (Beifall.) Sa*? Wahlrecht mm Gem-inLerat. Aus der Bezirksvertretung Alsergrund. In der Sitzung der Bezirksvertretung Alsergrund vom 15. d. wurde der Antrag gestellt, das Wahlrecht zum G emeiudcrat abzuändern, da es die kleinen Parteien, deren Stimmen verloren gehen, aufs äußerste schädige. Namens der Jüdischen Wahl Gemeinschaft schloß sich Bezirksrat Tr. Georg Weiner diesem Anträge an, welcher mit den Stimmen der 15 nichisozialdemokratischen Bezirksräte angenommen wurde. Bezirksrat Simon Weiner stellte ferner den Antrag, den Antobnsverkchr vom FranzJosefs-Bahnhof durch die Roßau zum Stephansplatz wieder einzuführen. Bezirksrat Tr. Georg Weiner beantragte, den Autodusvcrkehr vom Stephansplatz abwechselnd durch die W o l I z e i l e und die N o t e n t u r m st r a ß e zur S ch w e d e n b r ü ck e zu leiten, wodurch eine direkte Verbindung zwischen dem Schottentor und damit den Bezirken 8 rnrd 3 einerseits und dem Bezirksteile der Inneren Stadt beim Ztubenring (Postsparkassa, Handelsministerium, Gerichtsgebäude Riemergasse) andereseits, hergestellt würde. Beide Anträge wurden einstimmig angenommen. Knbrrttfmu de» Rotisnalrnte». Ter Nationalrat ist für Mittwoch den 23. d. zu einer Sitzung einbernsen. In dieser Sitzung wird Fmanzminister Dr. Kienböck neue Steuergesetze, nämlich die Einfomrnensteuernovelle, ferner Versonaleinkommensteuer und §rwerbfteuer und die Umsatzsteuernovelle, ferner Banken-, Valuten- und Effektenumsatzsteuer, deren Vorentwürfe , den Mitgliedern des Finanzausschusses bereits zugegangen lud, im Haufe embringen und die Vorlagen begründen. Sie Abgabenteilunorkr lse. Selß gegen Kienböck. Der gestern erfolgte Abschluß der Generaldebatte kn fct gemeinsamen Konferenz der Landesfinanzrefereuten mit >en Mitgliedern des Budgetausschusses brachte die Streitteile einander nicht näher und es ist nicht attzusehen, wie d..'.z engere Komitee, dem die Bereinigung der disparaten Anschauungen über das Abgabenteilungsgesetz nun zugeschoben wurde, sich dieser seiner Ausgabe entledigen soll. Während die christlichfozialen Lände.rvertreter schlankweg die steuerliche Entmannung Wiens vollziehen wollen, erklären die Sozialdemokraten sowohl die AbgabenteilungsNovelle wie die von dem Vorarlberger Landeshauptmann En der vorgoschlagenen Abändernngsanträge für unannehm da r. Um wenigstens einen formellen Abschluß der' Generaldebatte ‘ zu ermöglichen, wurde gestern ein zehngliedriges Komitee ringesetzt, dem vier Sozialdemokraten, vier Christlichsoziale und je ein Großdeutscher und ein LandbünÄer angehören. In der gemeinsamen Konferenz betonte Finanzminister Dr. Kienböck gegenüber dem Stadtrvt B r e i t n e r, eS wäre u n m ö g 11 ch, wieder Zuschläge auf die allgemeine und auf die besondere Erwerbsteuer ei-nzusühren. Das Wiederausbaugesetz schließe dies logisch geradezu aus. Der Rest der Sitzung war mit einer Polemik des Bürgermeisters Seitz gegen die Anträge Dr. Enders aus-gefüllt. Er führt« unter anderem aus: Die Vorschläge, die Landeshauptmann Dr. En der gestern erstattet habe, seien' vor allem gegen Wien gerichtet. Er hat auch von der großen Bevorzugung Wiens gesprochen, die einen schweren Nachteil für die Länder bedeute. Die Zeiten.haben sich aber sehr rasch geändert. Me Zeiten von 1918 und 1919, wo. die Herren a la Ender noch von einem Wasserkopf Wien gesprochen, wo sie unter dem unmittelbaren Eindruck vorübergehender Nahrungsschwierigkeiten besorgt waren, die. Länder müßten Wien erhalten, sind längst vorüber.- Die Stadt Wien hat sehr rasch den Beweis erbracht, daß sie selbstänttg leben, ja noch an die anderen Länder abgeben kann. Wir haben unsere Industrie rasch ht die Höhe gebracht. Unser Wiener Gewerbe hat heute schon einen starken Absatz im Auslamtde. Der Kaufmann «ms dem Balkan geht heute nach Wien, wenn er tschecho-slowakische Jndustrieprodukte kaufen will, und der Dschecho-Slowvke sucht Wien auf, wenn er von irgendwo Waren beziehen will. Der ganze Fina nzverkehr konzentriert sich in Wien. Kurz, Wien hat sich als eine Stadt erwiesen, die nicht nur bestehen kann, sondern eine reiche Zukunft hat. Wenn Dr. Ender meint, nicht einmal die Nationalbank müßte hier ihren Sitz haben, so konnte diese vielleicht auch anderswohin verlegt werden, aber sicher ist: W. r..! sie in Wien iw« eine Filiale hatte, so wäre dieje natürlich Mit Zionistische BczirKssthtion LeopolSMÄ Sektor 3 HJBcjirra 5rmr1m den 19. Jänner, präzise 8 Uhr abends. Im mt Stadt Ulfett, 2. Bezirk, 'Taborllraße 11 YORTRAG Dr.N. M. Gelber: „Ausder Vorgeschichte des Zionismus“ Voranzeig«! Am 26 d. M. Vortrag Dr. Löwerfherz mehr be'chMgt als alle Filialen unddie Zentralstelle zusammen, es würde plfo best Filiale durch die Natur' der Sache sofort zum Haupisch dex Bank werden.. . Auch die Tatsache, daß die diplomatischen Bertretüngen in Wien ihren Sitz haben, wird von Dr. Ender erwähnt. Selbst in dem Falle, als diese nach Dornbirn verlegt würden, würde, sich für Wien nicht sehr viel ändern; die rein kommerziellen Interessen der fremden Staaten würden dann wieder in Wien vertreten werden. Die einzige fremde- Vertretung, die wirklich, wenn Wien Sitz der Regierung ist, hier bliebe, ist der Generalkommissär Dr. Zimmerern an, und aus dessen Anwesenheit m Wien können wir feierlich und in aller Form Verzicht lebten. Wir gönnen ihn jedem anderen Lande. Landeshauptmann Ender ist auch so weit gegangen, die Tatsache, 'zu erwähnen, daß die Staatstheater in Wien sind. Ich gestehe ganz offen, auch ich als Wiener halte es für eilt Unrecht, daß die anderen Länder zu dom Milllardendesüzit der Staatstheater hevargezogcn werden. Ich muß aber mit allem Nachdruck hcworheben, daß die Regierung noch niemals an die Stadt W i e. n. to<ren Uebernahme d.eser Theater herangetreten ist und daß daber die Stadt Wien gar keine Ursache gehabt hat, diesem Gedanken irgendwie näher zu treten, obwohl es ganz sicher ist. daß eine Verwaltung der Staatstheater durch die Stadt Wien wahrscheinlich bas-Defizit, beseitigen würde. Zusammenfassend erkläre ich, daß der Weg. den di« Regierung zur Aenderung des Abgabenteilungsgesetzes vorschlägt, besonders die Anträge des Landeshauptmannes Dr. Ender, die gewiß nicht von ihm allein stammen, sondern im Einvernehmen mit der Regierung oder mit den Regierungsparteien gemacht worden sind, absolut unannehmb a r erscheinen „und daß ätzf dieser . Basis eine Verhandlung ganz unm^lich istlWft Soziawemokraten haben vor Jahresfrist einen Vertrag geschlossen, auf Grud dessen das derzeit geltende AbgaberiteiluÄgs^efetz! zustande gekommen ist. Jede Aenderung dieses Gesetzes ist ein« Aendevung des Vertrages und kann daher nur im beiderseitigen Einvernehmen erfolgen. Der einseitige Vertragsbruch würde zu den bedauerlichsten Kaufen uew'en führen und auf den ge^ schlossen«« Widerstand Opposition stoßen. Tagesbericht. Lmü der msarWen Studentwfchaft au ÄaUen. AuS Rom wird uns gemeldet: Der Unterrichtst minister hat Herrn und Frau Jaffe empfangen, die der italiemi'ckey Reaieruna den Dank kur die Unterltütruna der unaarncken iü dis wett Studentenschaft :aussprachen, die m ihrer Heimat vom Numerus clausus betroffen worden sind und denen die italienische Regierung Begünstigungen eingeräumt hat. Limamitexplofion in einem deutschen Bergwerk Vier Arbeiter getötet. Aus Breslau wird gemeldet: In dem Bei Hu ltschi n gelegenen Anselm^chacht explodierte gestern das gesamte Pulvermagazin. Mehr als fünf Zentner Dynamit gingen in die Luft. Das ganze Lagergebäude wurde zerstört und auch sonst große Ber- Wüstungen angerichtet. Vier Arbeiter wurden getötet. 8m Indenviertel von Kairo. Bon Dr. I. H. Körner, Der Leiter der Palästina-Reise der Hakoah sendet uns d«n folgenden, in seiner Einfächh it packenden Bericht über die tiefe soziale Not, die das Iudenviertel von Kairo beherrscht. Es wird klar, daß die Aufbauarbeit des jungen Judentums auch im Orient ein leider jhr reiches Arbeitsfeld findet und daß sie den inmitten einer te.il-> " nahmstosen Umgebung schmachtenden Juden des Orients brüderliche Hilfe bringen muß, um. auch sie zu -erMn Am Samstag den 6. d. besuchten wir die weltberühmten Museen und Basare. Ich sck'bst ^begab Uch mn einigen Begleitern ms Judenviertel. DaS dort G-.sehene will ich auSf-ührlich berichten. Bor allem sei sestgestellt, daß hier Aschkenasim und Sephgrdim in bester Eintracht leben.. Da die Regierung nur am Rabbinat anerkennen will, gibt es für bside zusammen nur eine gemeinsame höchste jüdische Behörde. Der sephardische' Tempel, mitten im europäischen Vierteil, ist ein herrliches Göbäude von her Größe deS Wiener fephardischen Tentp^ls, der askenäsische ist viel kleiner und ' ärmlicher. Durch die Muskistraße (d. h. Mosesstraße, hi.'r soll Moses die Juden aus Aegypten Wcmsgoführt haben) gelangt man in d a s I u d e n v i e r t e l. Es ist wohl das ärmste, das ich je gesehen. Durchwegs gang enge Straßen, Geschäft aus Geschäft (weil Samstag alles gesperrt). 18.000 Inden wohnen hier in unmöglichen Harte* fünften ohne Fenster, die Lich-töffm-u.gen Mit Holzgitiern versehen. Das -ganze Leben spickt sich auf der Gasse ab. Bon zehn Menschen, Kind oder Erwachsenen, Mann oder Weib, halben neun Trachom: mindestens einer davon ist blind. Ich will die Hakoah unbedingt veranlassen, in Europa eine große Agitation speziell unter den jüdischen Augenärzten zu entfalten, um hier zu Helsen! Dabei sieht man unter den Männ> rn herrliche Gestalten, besonders gofielen mir einige achte tisch gebaute je-m-enitische Männer. Da die Polizei hier nur üb r Anruf des Rabbinats intervenieren darf, sind Streit und Schlägerei' nicht selten. Entsetzlich groß ist die Spielwut die'ser Menschen, die das Wenige, was sie verdienen, nn Spiele opf.'rn. Jni sephardischen Teile des Judenviertels befindet sich di-e historische R a m b a m s ch u l e. Das interessanteste, was man sich nur denken kann. In hockender St'.llnng sitzen hier die Männer und beten. Da-bei herrscht ein- Lärm, der.nicht zu schildern ist. Vom Höfe gelangt man in einen Keller. Hier fand ich, am Böden liegend, W-ib und Mann, Kind und Greis eng nebeneinander. Sie alle sind krank und kommen auf einen Dag und eine Nacht hierher, fasten und beten zu Rambaut nur Gesundung. Hier soll der Sage nach der Leichnam des' großen Philosophen und Arztes gelogen sein, bevor man ihn nach Palästina beförderte. Im Hofe sammeln sich stets neue Kranke — zumeist Blind? —, mn ins Innere zu gelangen. Die Sage und der Brauch ist jedoch nur bei den- Scphardim zu finden. Außer dieseur historischen Tempo! gibt es noch zahlv'iche Klausen und Tempel. Durch zahlreiche W-inkelgassen gelange ich in das a s k e n a s i s ch e Viertel. Es ist genau so eng und schmutzig wie das sephardische, doch wütet das Trachom hier weniger. Di« meisten Bewohner stammen ans Galizien und Rumänien, sie tragen fast durchwegs europäische Kleidung. Sie sprechen arabisch und sind streng orthodox. Hier ist die Frau wie bei uns dem Manne gleichgestellt, während sie bei den Sepharden — analog der Araberin — mehr die Dienerin des Mannes ist. Ich sah gerad? einen Mann, sein Weib mit der Hundspeitsche prügvln, weil das Essen noch nicht bereit war, wobei die .Kinder dieses Ehepaares ruhig werter spickten. Daß jed? Hygiene und Straßenpfloge fehlt, ist daraus zuvückzusWhren, daß die S t a d t v e r w äl t u n g gar kein Interesse wedtz« für dieses Iudenvievtck, noch für das weitaus schmievigere und ärmere Arabtwiertck zeigt. Bemerkenswert fft, daß daß sephardische Mädchen äußerst selten der Prostitution anhoimfällt, wogegen neben den Araberinnen, Sudanesinnen, Deduininnrn uffv. äußerst zahlreiche askenasssche Mädchen oder Frauen diesen traurigen Berus üben. Wenn eine andere Nation —> also Franzosen, Engländer, Araber usw. -- iMyd..esn Plakat im, Jüdenpiertel.. Mbringen will,- so geschicht pie's.- in hebräischer Sprache. Die Nationen zeigen.gegenseitig in jeder Beziehuing größte Hochachtung und Duldsamkeit. Es gibt daher auch gar keinen Antisemitismus. Dieses Viertel beherbergt die armen Juden. Die reichen — und deren gibt es sehr vicke — wohnen in größtem Luxus im europäischen' Viertel und in He'liopolis, haben ihre Villen am Nil und in Memphis, giben wi-ck Almosen, sind gute. Juden, aber selten Zionisten. . Herr B o n d i, em Jude aus Kreta, der Führer der Zionisten, ist -der herrlichste Mensch, den ich je gesehen; ein Philanthrop und Jugendfreund, der sein ganzes Wirken der zionistischen Sache und der Besserung der Lage der Armen widmet. Hnr Cicure l, Inhaber eines riesigen Kaufhauses, ist sein Helfer. Beide haben unsere Sachwerktätig gefordert. Diese zwei Herren und Herr Ing. Bogdadly unterrichteten mich über die Lage der hiesigen Juden. Sie erzählten, daß die hiesige, enorm reiche Judenschaft Mn Größt,?kl assimiliert ist. Tausen kourwen Men vor. Das Charakteristische für Kairo sind die vorherrschenden Extreme. Fährt man zu den Pyramiden hinaus,-so führt der Weg zu den schönsten Gartenanlagen, zwischen saftigen Feldern, unter herrlichen Palmen, und plötzlich befindet man sich in der Wüste. Das Ange erblickt nichts als Sand und trostlose Leere. In der Stadt die herrlichsten Paläste, ungeheure, moderne Warenhäuser, und knapp daneben verfallene Lehmhütten, ohu? Türen und Fenster. Bambusrohre mit Blättern überdeckt, bilden das Dach. Man gcht an peinlichst elegant ge» kloideten Menschen vorüber, -dann machen einen zerlumpte, fast nackte Gestalten erschaudern. Ueberall Extrem« der krasseste» Art! / E__ Aus der Budapefter khronik. Budapest, 18. Jänner. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Die Polizei, die das Verschwinden des Direktors Szanto immer noch nicht enträtselt hat, beschäftigt sich neuerdings mit dem geheimnisvollen Verschwinden zweier Personen aus Budapest. Seit dem 26. Dezember ist Dr. Michael Fechtel, ein Beamter des 'Volkswohlfahrtsamtes, abgängig. Er war ursprünglich Geistlicher, verließ aber i,m Jahre 1920 die Priesterlaufbahn und widinete sich dem Studium der Rechtswissenschaften. Ein Selbstmord ist hier ausgeschlossen. Der zweite Verschollene ist der 38jährige Beamte der ungarischen Staatsbahnen Koloman Szeivert. Don diesem fehlt seit dem 4. Jänner jede Spur. Szeivert hat jedoch vor seinem Verschwinden seiner Frau gegenüber Selbstmordabsichten geäußert, weil er bei einem Avance ment übergangen wurde. Aufhebung der zwangrsonntagsruhe in WNua. Wilna, 17. Jauner. (Tel. d. „»net MorgenMung".) DerSbaidtratvonW-iilma>hat beschlossen, den jüdifchen W erkst ä t te u die Arbeit am S o n n t a g zu gestatt e n. Bekannitlich ist vor kurzem das in Polen geltende olbligatorische Sonn>:a>gsruhegesetz durch Verordnung des Arbeitsmmisterauch für Wünc in Kraft aeta-eten. Gegen diese Verordnung nimmt nu-n der Wvlnaer Stadtvat dmch seinen Beschbri ' Stellung.

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