Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1768 (17.1.1924)
- Date
- 1924-01-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1768 Wien, Bonnersiag DaS Stvcufiücßegcn fämfXidje 43 Firmen, die in die Angelegenheit verwickelt erscheinen, wurde MMlcite-t. Der Vertreter der DevisenMtraile trat für M a s s e n v e r h a f <t it \\* gen ein, wogegen die Vertreter des Finanzmimsterinnis geltend machten, das; in diesem Falle an der Budapester Börse eine Panik auZbrechen tvürde, da die verdächtigten Kommissionäre am heutigen Kassatag. mehr als 30 Milliarden Kronen zu regulieren hauen Wenn sie alle verhafte? würden, könnte das zu chaotischen Zustäniden führen. Von weiter e-n Verhaftungen wurde danach abgesehen. Die wirtschaftliche Zahrerbilanz ftuaaflawielw. Im Laufe des Jahres 1923 sank der Dollar von 100 auf 88 Dinar: für ein Pfund Sterling wurden im Dezember nur noch 388 Dinar bezahlt, gegen 490 im Februar. Die langsame aber andauernde Besserung des jugoslawischen Wechselkurses ist weniger eine Folge von devisenpolitischen Regierungsmaßnahmen als eine günstige Auswirkung der allgemeinen Gesurrdüng der Volkswirtschaft und der Staatsfinanzen des serbokroato-slowenischen Königreiches. Zum ersten Male seit 1918 weist dieses an Naturschätzen reiche Land eine aktive Handelsbilanz ans. Der jugoslawische Export während der Monate Jänner-September 1923 betrug 2,155.327 Tonnen im Werte von 5.501^857.052 Dinar, gegen 1,688.894 Tonnen im Werte von 2-918,735.470 Dinar während der entsprechenden Zeitspanne des Jahres 1922. Die Steigerung der Ausfuhr beträgt demnach 466.433 Tonnen (128 Prozent), beziehungsweise 2.587,122.182 Dinar (188 Prozent). Der Gesamtwert der Exportkampagne 1923 erreicht die ansehnliche Ziffer von sieben Milliarden Dinar.. Das Staatsbudget Iugoflawiens ist stabilisiert. Die Einnahmen des Staates sind sogar zeitweise höher als die Ausgaben. Der umsichtige und energische Finanzminister Stojadinowitsch, ein unerbittlicher Gegner der Inslationswirtschast, wirb treffend „der jugoslawische Raschin" genannt. Wie dieser weitblickende tschecho-stowakische Finanzpolitiker, geht Stojadinowitsch von den gesunden Grundsätzen der Deflation und der Sparsamkeit aus. Er widersetzt sich rücksichtslos jedem Versuch, die Papiergeldemission der jugoslawischen Nationalbank zu vergrößern, obgleich im Königreich nicht einmal sechs Milliarden Dinar im Umlauf sind (eine recht mäßige Zahl für eine Bevölkerung von 12 Millionen). Die Vorschüsse der Nationalbank an den Staat werden langsam zurückbezahlt. Die Einnahmen aus den Staatsmonopolen, die als Bürgschaft für den Anslandsanleihedienst herhalten, sind in Wirklichkeit viermal so hoch, wie die betreffenden Annuitäten. So bietet Jngostawien an der Schwelle des Jahres 1924 ein erfreuliches Bild wirtschaftlicher und finanzieller Konsolidierung. Mlenev Mnrttenrellunft. Der Konkurs der Betrgader Vereinigten Bank. Wie uns aus Belgrad gcmeilidet wird, begann gestern vor dem Beige ad er Handelsgericht die Verhaiildlung über die in Konkurs geratene Belgrader Bereinigte Bank. Den Aktiven von 44,8 Millionen Dinar stehen Passiva in der Höhe, von 84 Millionen Dinar gegenüber. Außer dem gesamten Aktienkapital scheinen auch die Einlagen verloren zu süi-n. Gegen, die verantwortlichen Direktoren der Bank wurde der Haiftibefchl ausqvspvochen. Verlust-, träger beim Konkurs sind die Nationalbank Jugoslawiens, die Laibacher KveditibanE. die Zadmga. d'e Postsparkasse und die Italienische Bank. Der ImmoMienbesitz der Bank ist mit Hypotheken überlastet. Stinncs kauft Mühlen in Polen. Wie uns aus Krakau gedrahtet wird, erwirbt Stinnes zurzeit in Galizien mehrere Mühlen, welckie Obersckilesien mit Mehl versorgen. Es handelt sich um modern eingerichtete Betriebe. Obwohl die Produktionskosten relativ niedrig sind, übersteigen die Preise doch nicht unerheblich die von Kongreßpolen und Posen. Die neuen Stinnesschen Erw-erbunaen verbleiben im Zusammenhang mit seinen oberschlesischen Interessen. Der Niedergang der bulgarischen Währung. Die letzte Krise an der Börse in Sofia hat einen solchen Umfang angenommen. daß die Börse von Amts weaen für den Devisen- und Valutenhandel geschlossen und das Geschäft in ausländischen Zahlungsmitteln an die Bulgarische NationMank übertragen Wunde. Im Sommer hatte Bullgarien eine Reparationszahlung von zirka 800 Millionen Lwa an Serbien zu leisten. Außerdem haben die wiederholten politischen Aufstände der Regierung ebenfalls namhafte außerordentliche Ausgaben verursacht. Die Steuern tragen weniger als vor dem Kriege, während auf der anderen 'Seite die BeamtengehAter erhöht werden mußten. Die außerordentlichen Ausgaben der Regierung dürften im Laufe von sieben Monaten zirka eine Milliarde betragen haben. Nun wurde ein großer Teil der,Ausgaben ohne parlamentarische Sanktion gemacht, und dies mußte natürlich das Vertrauen in die Finanzpolitik der bulgarischen Regierung erschüttern und so zur Entwertung des L'wa beitragen. Auch der Niedergang der Ausfuhr, die Ahjchlließung der Nachbarländer. gegen bulgarische Waren, die Einfuhr von Luxusartikeln. die erst in letzter Zeit 'beschränkt wurde, haben natürlich die Währung ungünstig bevinflnßt. Endlich hat dre Regierung Stambuliiskis eine direkte kaprtalsfeindliche Politik betrieben, mit der auch die jetzige Regierung gegen alle Erwartungen nicht vollständig aufgeräumt hat. Es hat den Anschein, als ob die neue Regierung fürchte, durch Angriffe gegen die Linke als reaktionär zu aelten. Die Folge ist, daß die inländischen Kavrtalisten. so weit sie können, % Kapital in ausländischen Werten nchevstellen und der Mangel an Vertrauen in einkalpitalserhaltende Politik den UnternehmungsgList nickt recht aufl-eben läßt. In letzter Zeit besteht allerdings Aussicht, daß die von der früheren Regierung durchgebrachten Enteirmungs- und anderen kavitalsfeiM-ichen Gesetze wieder aufgehoben werden: wenigstens sollen diesbezügliche Gesetzentwürfe vor die nächste Session des Parlaments aekmpen. Sicherlich -war an dem Niedergang des Lewa in den letzter: Krisentagen auch die Spekulation stark ,'bttciligt. was sich auch darin zeigte, -aß der Nationalbank nach Schließung der Börse innerhalb dreier Tage loO Millionen Lewa in ausländischen Zahlungsmitteln ang holen wurden/ so daß sogar eine Senkung des Wundknrses von 700 auf 625 eintreten konnte. GleEiihgknrse der Österreichischen Nationalhank vom 16. Jänner 1924. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. i holt. Gulden Aeram 1 jup. Kronen . , , ' Belgrad 1 Dinar .* Berlin* I deutsche Reichsmark \ Br(i«sel 1 helclsche Franca , Budapest 1 ungarische Kronen [ Bukarest 1 f.ef. Chrfstlanla 1 nnrwec. Kronen * Konenhapen 1 cNlulsche Kronor , London 1 Pfund Sterling . . * Madrid 1 Pesetas Mailand t Lire ...... 1 New York 1 Dollar ...... Paris I Francs. Pra<* 1 tsrheeho-slow. Kronen \ Sofia t F.ewa . Stockholm I schwedlscheKrnnor . Warschau** I polnische Mark, Zürich J schweizerische Francs , Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar aulw, .. ~ n kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . Bulgarische Noten zu lnno Leva . . . IM . . „ >• « kleinere» , . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten*. . . , - -' » * wo „ .! » » kleinere* . . . Lngl. Nolen von 5 Llvrest. aulw, „ » kleinere. Französische Noten IM Francs . Holländische Noten IM Gulden . Italienische Nolen v. im Lire aufw. „ kleinere . . . Jngost. Noten ringest, zu WnO Dinar » . B 100 , v » kleinere . . Norwegische Noten IM Kroner . Polnische Noten **. » „ kleinere** . . * Rumänische Noten zulW0n.500LeI „ » kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zn 5M Rubel „ „ . . m . » „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten ICO Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOautw. „ „ kleinere Ungar. Noten (neue.Eni.) zu lOOOKr. „ . zu 10.000 Kr. . . . , . kleinere. Kurs vom 15. .T9nn. Geld Ware Geld Ware 26W)._ 266O0.— 263M— 2Ü4M.- 8H._ 817.- 806.— 810.— 8H.— 817.- 806. - 81 \- M.2» 1«.80 15.90 16.59 2864. . 2876.- 2841.- 385°.- 2.41 2.51 2.41 2.51 8H._ 353.— 352.- 354.- 98^0. _ 9920.- 9830. - 9920.- 125 12010.— 12730.- 12420.- 3(27M.- 3015m. - 302'wv\- 8880,— 80^0.- 8880.— 8’)21.— 3054.- 3^76.- 3P4.- 3'46.- 7M05.- 71185,- 70935.- 71185.— 3202.- 3298.- 3032.- 3098.- 2F70.- 2080.— 2070.- 2rR0.- 5r3._ 507.— 5r'7.— 506.— 18270.- 18330.- 18270.- 18330.— 12275*— 12325!- 1227S! — 12325!— 7^860.— 71260.- 70861;- 7126-1.- 7I-7M.— 71160.- 707R0.- 71160.- 2825.- 2855.- 2805.- 2835.- 481.— 489.- 480.- 486.- 461.— 469!- 46o!- 468*.- 12350. - 12430. - I2230.- 12310.- 15.50 16.10 15.30 15.90 '4.70 15.30 14.70 15.30 300000.- 302500.- 2907 m.- .301300.- 300700. _ 302300.— 299500.- 301100.- 3215.- 3265.- 3045.— 3075.- 26300,— 26500.- 26100.- 263'0.- 3030.— 30>-0.- 3100.— 3120.- 3010.— 3030.— 3081.- 3100.- 812.- 811.- 797.- 803.- 8n2.— 803*— 787!- 793*.- 9760.- 98'0.- 97M.— 9840.- 55.- 65,— 55.- 65.— 50.— 60.- 51.- 60.- 340.— 344.- 346.- 350.- 320.- 324.- 326.- 330.— 18060*.- 18160*.- 18060*,- 18160*.- 12200,— 12230.- 12260,- 12340.- 8760.- 8810.- 8760.- 8840.— 2057.- 2073.- 2052.- 2676.- 2052.- 2063.- 2057. - 2073.- 2.- 2.20 2.07 2.27 L95 a!is 2!o2 ~2.22 * Für 1000 N.-Mark, •* für 10.000 poln. Mark. 2hc englische Indexziffer. Die Indexziffer für Großhandelspreise des „Economist" verzeichnet eine weitere kleine Steigerung. Das Jahr 1928 schloß mit der hohen Ziffer 4680, der höchsten des Jahves, gegen 4541 Ende November und 4264 vor einem Jahre. Von dieser Zunahme von 316 Punkten in den vergangenen zwölf Monaten entfallen auf die Textilgruppe 198 Punkte, auf Nahrungsmitteln 109.5 Punkte und auf Mineralien 69 Punkte. Primäre Nahrungsmittel verzeichnen für das Jahr einen Rückgang von 8 Punkten und gemischte Waren sind 52,5 Punkte niedriger. Die Indexziffer für gemischte Waren weist eine Erhöhung von 78,6 Prozent gegenüber dem Stande beim Ausbruch des Krieges auf.. gegen 77 Prozent Ende November 1923 und 63.1 Punkte Ende Juli, wo der niedrigste Punkt seit dem Waffenstillstände erzielt wurde. — Die fünf Hauptgrnppen verzeichnen gegenüber oem Vorkriegsstände folgende Erhöhungen: Getreide und Fleisch 48 Prozent, andere Nahrungsmittel'131 Prozent, Textilien 125 Prozent, Mineralien 67 Prozent und gemischte Waren 86 Prozent. — Der Dezember brachte keine bemerkenswerten Veränderungen. Die Preise für Baumwolle gingen eine Kleinigkeit zurück, dagegen stiegen die Preise für Wolle, Neisch und Zucker etwas. Nach schwache»» Beginn teilweise behauptet. Die' gestrige Börse evöffuete in lustloser Haltung mit teilweise schwächeren Kursen. Die- Spekulation verhielt sich äußerst reserviert, so daß das Geschäft eng begrenzt war. Ungünstigen Einfluß übte nach wie vor die geplante Erhöhung' der Effekt emmrs atz,sten er. Wenn die Einbußen in der Kuli sie kernen größeren Umfang angenommen hatten so war dies dem Umstand zuHulschrei'bm, daß die ans den Mavkt gelangte Ware schlanke Aufnahme fand. Die führenden Bankenwerte setzten um 30l)0 bis 6000 Kronen tiefer ein. ferner wurden Alpine um 7000 K. und Krupp mn 9000 K. niedriger bewertet. Nach Erledigung der ersten Orders trat eine löichte Besserung, in die Erscheinung, da die Tiefturse zu Deckungen benützt wurden, dock) konnte der Verkehr an Ausdehnung nicht gewinnen, so daß der Schluß in ruhiger Haltung vor sich ging. Es verloren Mdbahnprivritäwn 7000 5k. und Zivnostenska 5000 K., wogegen Anglobank um 4g00 K. und Länderhank nur 5000 K. höher bewertet wurden. Salgo-Kohlen gewannen 9000 K. EloktrizitätAverte haben sich gut behauptet. Hingegen büßten die Aktien der ungarischen Hofherr 12.000 K. rm Kurse ein. Im Schranken war das Geschäft ebenso wie in der Knlisie eng begrenzt und zumeist niedrigere Kurse in Geltung. Von den fließenden Schrankeuwertm verloren Dampfschiff 70.000 K., El-o-hilde 11.000 K., Berg- und Hütten 20.000 K., Prager Eisen 59.000 K., Guttmann Holz 15.000 K., Ung. allg. Kohle 80.000 5t, Urikany 20.000 K., Sigl Lokomotiv 30.000 K., Lehkam 14.000 5t, Fanto 60.000 K., Schoeller-Zucker 120.000 Kronen, Ung. Zucker 50.000. K. und Oesterr. Eisenbahnverkehr 25.00g K. Hingegen besseren sich einzelne Baivwevte. Von den übrigen Schrankenpapieven gewannen.NorÄbcchn 300.000 K. und Veitscher Diagnesit 1,400.(M K. Die übrigen in den Verkehr gezogenen Effektengaitungen verkehrten Mneist in vetwgrader. Richtung. B e z n g s r e ch t e: Nicdervsterr. Wasserkraft 250 und Semperit 28.1g0 bis 30.000. Auf dem A nlage markt wurde die ungarische Kronenrente billiger abgegeben. . Die tschechö-slowakischen Eisenbahnprioritäten lagen gut behauptet. Von den Exoterr notierten: Effeff 86.500 bis 38,000, Erdöl 40.000 bis 41.000, Mrazniea 197.000 bis M.000. Tepege 115.000 bis 116.000, Universale 69.000 bis 65.000, Wiener Waffen 20.000. lllll l| I9J u lli; V ^^vIPUIIV# (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die Tendenz des Wiener Marktes gewann durchwegs an Festigkeit. Größere Preissteigerungen traten indes vomchmlich in Braugerste.in. Erscheimmg, die ihren Preisstand um mehr als 200 K. pro Kilogramm neuerlich erhöhte. Dabei ist das Normalgeschäft auf dem bisherigen Platze von sehr mäßigem Umsaug. Die hier eingetretenen Pre-iserhöhungen sind ausschließlich eine Folge der in der Slowake'! in Erscheinung getretenen Hochprcise. Weizen und Roggen fanden günstigere Aufnahme, Mnal das MchlqesMft sich etwas sreuuMcher ge- 17. Jänner 1924 Seite 7 statiete. Sowohl in jugoslawischer, wie in rumänischen Pro venienzen erfolgten bessere Abschlüsse. Die Maispreise Habei angezogen, der Bedarf ist andauernd rage sowohl für Bahn Ware, Wie für Schlegpladungen Per Schiffahrtserösfnuna Hafer ist der einzige Artikel, der ruhige Tendenz zeigt, da sio das Offert in bahnstehender Ware als vollkommen genügen) erweist. Sowohl das Weizenwie insbesondere das Noggen. mehlgeschäft ist wesentlich l'bhaster. Böhmen interessiert sich wieder für doppelgriffige Mehle, die auch hier zu höheren Preisen Unterkunft fanden. Noggen mehle. FutternrMe nnk .Meie haben sich gleichfalls befestigt. E8 notieren pro Kiloaramm ab Wien exklusive der Paulchalwarenumlatzsteuer r Weiren inkäudischer 3250 "bis 3300 K. jugoslawischer 3500 bis 3660 K., Roggen inländischer 2875 Li? 2925 K.. Noggen ungarischer 2875 bis 2900 K. Mais 2960 LiS 3060 K., Einauantin 3200 bis 0300 K. Hafer 2400 bis 2500 K.. Reis Burma 5400 bis 5600 K. Hirse 2^00 LiS 2300 K.. Mohn 98"0 bis 10.500 K., Weißbohner ungarische 6800 bis 6200 K., Kartoffeln inländische 750 bi? 1200 K.. Nüffe inländische 8000 bis 9000 K., Pflaumen bosnischf serbische etuviert in Kisten k 25 Kilogramm 80/85 11.000 5t Preßheu süßes 1600 bis 1660 K., Bundstroh lo^e 1000 hiz 1100 K. ab Station. Malinländisches 6700 bis 6009 K., Malzkeime 2000 bis 2100 K., Repskuchen 3950 bis 3100 St, KürbiSkernkuchen 3400 bis 3600 K., Hanflaat 12.000 bis 15.000 K., Leinsaat 6200 bis 6400 K . Weizengrieß inländischer 6230 bis 6350 K.. Weizenmehl inländisches 5760 bis 6860 K.. ungarisches 6160 bis 5450 K., amerikanisches Vollpatent hochklassig 6200 bis 6600 K., Brotmebl I» 4100 bis 4200 5t, Futtermehl Ia 2500 SiS 2600 K., Roggenmehl la 4500 bis 4600 K Weizen- und Roggenkleie 1450 bis 1550 5t Wiener HMSrse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Der gestrige Verkehr an der Holzbörse wie? besseren Besuch auf, die Geschäftstätigkeit selbst ließ jedoch viel zu wünschen übrig. Abgeschlosien wurde von Nadelholz-Schnittmaterial 13 Millimeter Kürznngsware von 1 bis 2*/< Meter zu 400.000 K. ab Wien. Für Erle von 25 Zentimeter aufwärts astrein (von Laubbolz-Rundbolz) von 520.000 K. ab niederösterreichische Station. Geld am Markte. Außerdem waren noch gesucht Lärchenpfosten, Eiche, Nußplosten, Buche, Hartholzklötze, Buchenrundholz und Buchenschnitten. Au Sgeboten wurden: Bundholzu 360 st, weiche Holzkohle zu 900 St, harte zu 1000 St, Spreiselholz ungebündelt 51t 225 K. vro Kilogramm, alles ab mederösterreichischer Station. Von Laub Holz-Schnittmaterial: Slhorn 20/52 Millimeter zu 750.000 K. ab Wien, Birn gedämpft zu 1,300.000 K. ab niederösterreichischer Station, unged. Buche von 20 bis 40 Millimeter zu 550.000 St ab niederösterreichischer Station. Eschenpfosten zähe von 53 Millimeter aufwärts 8 bis 6 Meter zu 1.300.000 K. ab Wien. Nuß 13 bis 33 Millimeter unbes. zi tp60.000 K., von Laubholz-Rundholz Buche 25 Zentimeter aufn. '' zu 370.000 K. ab nieberösterreichischer Station „ Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener MorgenMuiug".) Zum öffentlichen Verkaufe gelmigen heute den 17. bH 12 Uhr, Pavier. am 19. d., 11 Uhr, Preßluftbobrmaschinen und am 26. d., 11 Uhr, landwirtschaftliche Gerate sowie zwei Jagdwagen. Baumwollmartt. New-Yvrk, 16. Jänner. Baumwollzufuhren in den atlant. und Golfhäfen 41.000, im Innern 10.000 AuSfnhr nach Großbritannien 2.000. nach dem Kontinent 14.000. Lokalmarkt middling: 34.30 liebt. Kurs 34.05). Tendenz: Willig. — Termine: Jänner 33.85. Februar —.—, Marz 34.25. Avril Mai 34.45, Juni Juli 33.38, August 31.26. Sevtember 29.47, Oktober 28'78, November 28.45, Dezember 28.30. Berliner Börse. Berlin, 16. Jänner. Schon an der gestrigen Nachbörse zeigten sich Ansätze zu einer Besserung der Borsenlage und heute machte sich diese noch stärker bemerkbar. Die politischen Verhä'-n f> n>e'-Vrt” für die Zukunft günstiger beurteilt und man ist an der Börse geneigt, anzunehmen, daß die schwierigsten Zeiten überwunden sind, wenngleich wohl eine Belebung des Geschäftes im größeren Umfange nicht eingetreten ist. Der Grund lag in der Verknappung der Geldmittel, wodurch weite Kreise, die sich früher am Börsengeschäfte beteiligt hatten, zu leiden haben. Immerhin war eine feste Grundtimmung nicht vorherrschend, da die Abschwächungen ube^ wogen. Am Montanmarkte wurden^ Rückkäufe vorgenonimen, unter deren Einfluß Klocknerwerke über 6 Billionen und eine Anzahl anderer Montanpapiere um fast 4 Billionen Prozent stiegen. Im übrigen blieb der Kursstand gut gehalten. Oesterreichische und ungarische. Werte lagen heute fest. Deutsche Anleihen besserten sich. (Alles in Billionen von Mark.) Schlußkurse: Türkische Lose 33.75, Oesterr. Staatsbahn —, Nordd. Lloyd 8.9, Der. Elbeschiffahrt 5.1, Berliner Hmdeltzgesellschaft 59.5, Kommerz. Privatbank 6.9, Darmstädter Bank 15.87, Deutsche Bank 15.9, Diskonto- Kommandit 18.87, Dresdner Bank 9.8, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.8, Oesterr. Länderbank —Reichsbank 39. Wiener Bmrkverein 0.5. Wr. Unionbank 0.7, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 12.12, Bochumer Gußstahl 60.5, Daimler Motoren 3.5, Deutsch-Luxemburger 53.5, Deutsche Maschinen 9.25, Dynamit Nobel 8.75, Felten u Guilleaume 34.—, Gelsenkirchener Berg. 59.75, Tb. Goldschmidt 18.25, Harpener Bergbau 80.—, Hirsch Kupfer 43.—, Höchster Farben 16.76, Hohenlohe-Werke 32.76, Laurahütte 20.75, Mannesmannröhren 40.—, Phönix Bergbau 38.—, Schuckert u. Eo.45.—, Siemens n. Halske 45.5. Telephon Berliner 6.87, Dollarschatzanweisungen 4.2. Prager Börse. Prag, 16. Jänner. Die schwachen Wiener Notierungen haben den heutigen Verkehr ungünstig beeinflußt. Namentlich Arbitragepapiere litten im weiteren Verlaufe unter Realisationen und hier wiederum vor allem Zuckerwerte. Von Bankwerten lagen insbesondere die Wiener schwach. In Transpn^- werten waren die Umsätze bei niedrigeren Kursen MLrdenteM. Auf dem Industriemarkte war die Stimmung sehr ungleichmäßig. Nach anfänglichen Realisationen kam es gegen Borsenschluß zu Erholungen. Auf dem.Anlagemarkt erzielten Staatsanleihen bei nur teilweiser Zuteilung eine weitere Befestigung. Von Exoten schwächten sich nach der gestrigen nachbörslichen Hausse Balkanpapieve ab. Größeres Angebot war nur m Solo-Aktien vorhanden. Der Schluß war nach schwacher Eröffnung gebessert. S ch l « ß k u r s er Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, Böhm. Unionbank 482.—, Böhm. Eskomptebank 462.—, Döbm. Jndustrialbank 492.—, Zivnostenska Banka —, Anglobank 176.—, Oesterr. Kredit 155—, Wiener Uuionbank 158.—, Wiener Bankverein 107.—, Buscktieyrader Eisenbahn Sit. A 601, Sit. B 230.—, Ferdinands-Nordbahn 9250, Praa-Dnxer 204.-, Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1270.- N estomitzer Zuckerindustrie 1945.—, Bereinigte Elekttizität Wie»