Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1767 (16.1.1924)
- Date
- 1924-01-16
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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We. rm ' Sjwt, Mlikwvcff ' auf Erhöhung öcv ..Ujüiuje aus der Effektenumsatzsteuer abzielt, erreicht. Es erscheint verwunderlich, daß die Finanzverwaltung, welche einige besondere Härten der Valutenumsatzsteuer nur darum mildert, um den Stenerertrag zu erhöhen, nunmehr auf dem Gebiete der Effektenumsatzsteuer den gleichen Fehler der Ueberstenerung begehen will. Der Verband gibt daher der Erwartung Ansdruck, daß die maßgebenden Kreise von der geplanten Verdoppelung der Effektenumsatzsteuer Abstand nehmen werden. Cle^rlngkurse der Österreichischen Nationalbank vom 15. Jänner 1924. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Kure vom 14. 4»rm. Geld Ware Geld Ware ftnisterdam «. 1 h«,1. Gulden <U'ram 1!»". Krönen . . . . Belgrad 1 Dfnnr .. Berlin* 1 deutsche Pelchsmnrk Brl’cse' I he'efsrhe Francs . t Budanest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 I.et. Chrlstlanfa I nnrwe«. Kmnen fonrnhaprn I dünfsrhe Kronor . London 1 Pfund Sterling ... Madrid I Peseta« ...... Mailand t Lfre. Uew York 1 Dollar ...... Paris 1 Francs ....... Prä» 1 fsehecho-slow. Kronen , Sotta 1 i.evt'a . , 5tockt'o!fn 1 KcliwedlscheKronor . Warschau** 1 polnische Mark . . Zürich I schweizerische Francs . Noten Atnerikan. Noten v. 5 Dollar aufw, „ . kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . * ino „ . . « kleinere» . , Hnlsche Noten 100 Kroner . . eutschc Noten*. . „ 100 . •.; ■ „ « kleinere* . . . Engl, Noten von 5 Mvrest. aufw. „ „ kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . italienische Noten v. 100 Lire aufw. „ „ kleinere . . . lugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar * . „ „ 100 » ... kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten **.. , „ kleinere** . . . Rumänische Noten zulOOOu.BOOLel » . kleinere . , .?UB8. Noten (Rotnan.) zu .100 Rubei . . . » wo „ » „ . kleinere . . schwedische Noten 100 Kronor . schweizerische Noten ICO Francs, spanische Noten 100 Pesetas . , Tschecho-slow. Not. v.lflOOaufw, „ „ kleinere Jngar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr, » .zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere .... 26VO.— 264r0.- 26^70... 26670. ~ 8=a.— 810.- 801.- R04.- 8pß. — 8'\_ 8^0. - 80».- 15.90 16.57 ,-1.9i) 15.5C Alt. - 385«.- 28"4. 29 6. - 2.41 °.51 2.41 2.51 352.— '54— 364.- 356.- 992o— irnRn.- 1012.0. 12W.- 12170.- ,2487— 12520— 30ir>n'i,„ 302=.nr,— 3C1 "io— 302300— 8460.- 8127,— P8Rfl— 8930— 3t *4.- 3M6— 3179— 3,51 — 7(W>,- 71,85.— 7HQ35— 7,145— ZN62.- 3098— 3172— 3118— 2070.- 2r.R0— 2071— 7081.- 552.- 510— 495— 500— 18270.— 18330— 18420— 18430— 12275! —!232s!— 12285*.— 12335*.- 7.7860.- 71260— vm\~. 71260— 70760— 71160— 70760— 71 Km— 2805— 2835.- 2850— 2880— 480— 480— 474— 482— 44o!— 468— 4"4— 462*.- 12230. - 12310— 12340— 12400. - 15.30 15.90 14.60 15.20 14,70 t.^30 M— 14!60 290770— 31,700— 2nqnoo— 30,100— 299500— 301,00— 299370— 301*100— 3045— 3075— 3095— 3115— 26100— 26310— 26370— 26570— 3100.— 3120— 3135— 3156- 308.'— 3100— 3105— 3125— 797— 803— 795— 801 — 787*.- 793— 785*— 791 — 8700— 9840— 9950— 10030— 55— 65— 65— 75— 57— 60— 60— 70— 34,7— 350— 348— 352— 326— 330— 328— 332— 18060*— 18160— 18210— 18310*— 12260— 12340— 12170— 12250— 8760— 8840— 8760— 8840— 2052— 2078— 2048— 2074— 2057— 2o73— 2053— 2069— 2.07 2.27 2.07 2.27?!o2 *2!22 2*02 T.22 * Für 1000 Ll.-Mark. ** für 10.000 polii. Mark. Wlenev Movaenzeitung. ' 16. Jauner 1924 Seite 7 Weiteres Linken. — Gemeinsame Finanzaktio« der Banken. mmm mi* Auf dvn internationalen Plätzen sinkt der Franken immer, weiter. Er notierte gestern an der Züricher Börse 25 80, also um einen halben Schweizer Franken niedriger als am Vortage. Weit krasser ist das Verhältnis in New- §M, wo er vorübergehend bis auf 430 sank. Die Situation tv'.rd noch dadurch äuherst bedrohlich, daß er nicht nur das Niveau der italienischen Lira fast erreicht hat. sondern auf einzelnen Plätzen unter dasselbe zu sinken begännt. Ursprünglich, als die letzte Kurssenkung einsetzte, hieß es allgeme'n, daß der Franken nur bis zum Niveau der Lira sinken würde. Jetzt scheint er sich aber nicht mehr an diese Grenze zu halten. Die französischen Bankiers erwägen eine gemeinsame Flnanzaktion zur Verhinderung des weiteren Franksturzes. Vorläufig aber scheint die Aktion noch nicht eingegriffen zu haben. Es wird auch von einzelnen Seiten die. weitere Erhöhung des offiziellen Zinsfußes der Banque de France in Erwägung gezogen, trotzdem erst vor einer Woche derselbe schon um ein halbes Prozent erhöht wurde. Die Leitung der französischen Nationalbank Hofft, durch weitere Diskonterhöhungen eventuell ausländisches Kapital heranzuziehen und dadurch der Devisennot zu steuern. Es ist aber fraglich, ob sie mit dieser Maßnahme irgend etwas erreichen. wird. Bekanntlich hat auch die Deutsche, Reichsbank im Herbst des Vorjahres zu einer starken Erhöhung des Diskontsatzes gegriffen, um dadurch weitere Schäden auszuhalten. Der Erfolg ist aber ausge- . blieben. Dies dürfte auch jetzt in Frankreich der Fall sein. An der Pariser Börse hält die Ratlosigkeit an. Die Kurse machen gewaltige Sprünge nach aufwärts. Einzelne Werte haben eine scharfe Hausse zu verzeichnen. Bemerkenswert ist, daß selbst ruffische Werte stark steigen. Auf der Warenbörse ist man sich noch ittkmer nicht über die Art der Notierung klar und ist vorläufig dieselbe weiter u nke Mi eden. In der Pariser Handelskammer finden Beratungen statt, wie. sich die französischen Kaufleute jetzt zur Preisfeststellung verhalten sollen. Vorläufig vft kein entscheidender Beschluß gefaßt worden. Cs herrscht Ratlosigkeit auf allen Linien. Die parlamentarische Besprechung vertagt. Paris, 15. Jänner. (Havas.) Auf Antrag des Finanzministers de Lasteyvie, der die Vertrauensfrage stellte, hat die Kammer mit 388 gegen 189 Stimmen die Debatte über die Interpellationen betreffend die Krise des französischer, Franken auf Donnerstag vertagt. Die französische Gesetzgebungsmaschine greift ein. Paris, 15. Jänner. (Havas.) In einem unter dev Vorsitz M-illerands abgehaltenen Minifterrat wurde beschlossen, am Donerstag der Kammer eine Reihe von Gesetzentwürfen vorzulegen, die dem Zwecke dienen, die finanzielle Situation wieder aufzurichten, das budgetäre Gleichgewicht herzustellen und die Krise des französischen Wechselkurses zu überwinden. Dies soll durch Abstellung der Steuerhinterziehungen, Ersparungen im öffentlichen Dienste, Ausschi e b u n g a l l e r neuen Ausgaben und eine mit 1. Mai beginnende Erhöhung aller Steuern erreicht werden. Die Regierung werde unter Stellung der Vertrauensfrage eine rasche Genehmigung dieser Maßnahmen verlangen und sofortige Maßregeln treffen, um die Spekulation in französischen Franken und französischen Staatspapieren energisch zu unterdrücken. Sanierungsversneke dev französischen Staatsfinanzen. Paris, 15. Jänner. (Havas.) „Echo de Paris" will wissen, daß Ministerpräsident Poincare beschlossen habe, zur Stützung des Franken eine Reihe von Maßnahmen zur Anwendung zu bringen, deren praktische Durchführung seinen Willen, die französische Devise zu verteidigen, bekräftigen sollen. Es soll keine Ausgabe gemacht werden, ohne daß in den Einnahmen ihr Gegenwert gesichert ist. Das Budget soll gedrosselt und, wenn nötig, zeitweilig und bis zu einem gewissen Maße das Budget der von Deutschland! rückzuerstattenden Ausgaben in das ordentliche Budget hmeingenommen werden. Unter keinem Vorwände darf eine Inflation Platz greifen, weiters sollen bei gewissen Kategorien von Steuern Zuschläge cingeführt lverden, die ebenso wie nicht gezahlte Steuern mit größter Strenge eingetvieben werden sollen. Schließlich spreche mau auch von einer Erhöhung des Diskontsatzes, doch sei in dieser Hinsicht noch nichts beschlossen worden. Die neue polnische Notenbank. Aus Warschau meldet ititerm 15. d. die Polnische Telearavhen-Agentur: Der Rinisterpräsident hat die sechs Mitglieder des Organiiitionskomitees der Emissionsbank, die den Namen Polnische bank' führen wird, ernannt. Zum Direktor der Ban! ist der «wesene Finanzminister Karpinski bestellt worden. Das komitee hat mit der Ausarbeitung der Statuten für die neue stank begonnen. Die Insolvenzen Ungarns. Aus B u d a p e st wird tnterm 15. d. gemeldet: „Pesti Naplo" veröfsentllcht eine Statistik, der?,«folge im vergangenen Jahr in Budapest und Ingarn insgesamt 2000 Geschäfte, Fabriksbetriebe und gewerbliche Unternahmnng ni infolge der Handels- und Jndustoie-- rise eingestellt wurden. Die jugoslawischen Hvlzaüsfuhrzolle. Aus Belgrad vird uns gemeldet: Auf Vorschlag der Zolldirektion wurde beschlossen, die Ausfuhrzölle von Eisenbahnschwellen aus eichen- und Buchenholz in natura einzuheben, und zwar «5 Prozent der ansgeführten Menge müssen den Sbaatsbahnen lls Zoll zur Verfügung gestellt werden. Bankkommanditgesellschaft Franz Pollak. Die Bureaus?er Bankkominanditgesellschaft Franz Pollak, Kommandite der kroatischen Eskomptebank Zagreb, befinden sich ab 14. d. m eigenen Hause, 1. Bez., Seitzergaffe 4 (Ecke Bognerlasse beim Graben). Tel. 60-4-82, 604=93, 63=4=85, 64-4-42, 184U78 und 694=82. (EwtgiMich.) Salzburger Holzindustrie-Aktiengesellschaft. Am 14. d. and in den Räumen der Firma A. u. S. Knopf. Holzgroß- , . . £L 1 mt der vorgenannten Firma errichteten Salzburger bolz Industrie-Aktiengesellschaft statt. Zum Präsidenten der Gesellschaft wurde Herr Abraham Knopf, n Vizepräsidenten die Herren Siegmnnd Troyer, Direktor der steiermärkischen Eskomptebank. Graz, und Hein- ' i ch A ns d e m B r u ch, u. a. Leiter der „Rhein-Oder"-Jn- Mstric-Gesellschaft m. b. H. in Berlin-Essen-Halle, zu Vervaltuu.gsräten die Herren S. Deuts ch, Direktor der Jnterwtionalen Handelsbank in Wien, S. Knopf, Gesellschafter ier Firma A. u. S. .Knopf m Wien, Georg Kollmann, Direktor der steiermärkischen Eskomptebank in Graz, Dr. Karl Null er, Rechtsanwalt in Wien, sowie die aus dem Hugo Lünnes-Konzern hervorgegangenen Industriellen Dr. Willy 5tuninflcr unb Generaldirektor Friedrich Minoux. sewählt. Zu Rechnungsreviforen winden die Herren Karl ß i l l e r, Prokurist der steiermärkischen Eskomptebank in Graz, md Jakob Henisch, Prokurist der Firma A u. S. Knopf n Wien, zu deren Ersatzmännern die Herren Alois P o liü ck, Prokurist der steiermärkischen Eskomptebank in Graz, und Hans Schröder, Prokurist der „Rhein-Oder"-JndustriekZcsellschaft m. b. H. in Berlin, bestellt. Mt der unmittelbaren öeituulg der Geschäfte wurde der Präsident der Mliien>gvsell.sch.aft, Herr A. Knopf, betraut und wurde den Herren S B elr e r und H e i n z T o m s ch e die Prokura erteilt. (Entgeltlich.) Britisches Kapital und deutsche Banken. Unter dieser opitznlarke schriebt die „Financial News" in ihrer Ausgabe vom ». d.: Wie wir erfahren, beabsichtigt eine der bekanntesten Londoner Handelsbanken,, die bisher schon einen wesentlichen Teil »es sich zwischen England und Deutschland vollziehenden Bankserkehrs ausgeführt hat, Interesse an einer bedeutenden deüt-!cheu Bank zu nehmen. Es wird gemeldet, daß, wenn die Ver- -andluttgen, die gegenwärtig geführt werden, sich zu einem Ab- 'ommen verdichten sollten, ähnliche Transaktionen von verchiedenen anderen britischen Bankhäusern mit deutschen Banken getätigt werden würden. Wenn wir auch nicht in der Lage sind, nese Gerüchte zu bestätigen, so haben sie nach unserer Ansicht »och den Anschein der Wahrscheinlichkeit. Unsere Leser tnerden 'ich daran erinnern, daß im Falle Oesterreichs britische, fränkische, amerikanische und italienische Kapitalisten Interesse an^den Hauptbanken jenes Landes nahmen, nachdem die Krone stabilisiert worden war. Gin ähnlicher Prozeß der wirtschaftlichen Durchdringung könnte auch in Deutschland eintreten, wenn sich die Stabilität der Mark als von Dauer erweisen sollte. Zunahme der Getreidevorrate Rußlands. Nach Mitteilungen des Moskauer staatlichen Statistischen Amtes betrugen die Getreidevorrate des Sowsetbundes am 1. Oktober * 154,716.000 Pud, von denen sich nur 9,833.000 Pud im Besitz! des Privathandels befanden. Auf den Kopf der Bevölkerung in den konsumierenden Gebieten Sowjetrußlands entfallen mithin 2, in den prodtizierenden Gebieten 3,75 Pud Getreide. Gegenüber dem 1. Juli 1923 ist eine Erhöhung der Getreidevorrate um 25 Millionen Pud zu verzeichnen, so daß die Bevölkerung auf vier Monate mit Getreide versorgt ist. MenerHörse. Lustlos und schwächer. Die am vorgestrigen Tage in die Erscheinung getretene lustlose Stimmung übertrug sich im verstärkten Maße auf die gestrige Börse, da sich die Spekulation wegen der bevorstehenden Steuermaßnahmen zu entlasten suchte. Das Geschäft gewann auf keinem Gebiete einen größeren Umfang, vielmehr herrschte Geschäftslosigkeit vor, zumal von den auswärtigen Platzen keine wie immer geartete Anregung vorlag nnd das Privatpublikum sich vom Geschäfte fernhält. Demzufolge eröffneten die meisten Gebiete mit niedrigeren Kursen. Im weiteren. Verlaufe hielt die Geschäftsstille unvermindert an; bloß Elektrizitätswerte standen in Nachfrage und konnten einen Teil der anfänglichen Einbußen wieder wettmachen. Ferner waren Timber, Nima und Coburg vorübergehend höher gehalten. Die freundlichere Tendenz war aber nicht von langer Dauer. Der Schluß erfolgte in ausgesprochen schwächerer Haltung, hervorgerufen durch Abgaben der Kontermine. Gegenüber dem letztgemeldeten Stand ermäßigten sich Südbahn-, Prioritäten um 5000 K., Bankverein um 3000 K., Britischungarische Pank um 5900 K., österreichische Kredit um 4000 K., ungarische Kredit um 34.000 K., Angloabnk um 12.000 K. Es . verloren ferner Staatsbahn 22.100 K., Alpine 16.000 K., Felten 23.000 K., Krupp 9000 K., Rima 13.000 K., A. E. G. Union 10.900 K., Siemens 13.000 K., Salgo Kohlen 30.000 K., Zkarpathen Petroleum 16.000 K. und Seniperit 12.000 K. Lediglich Timber und Zivnostenska wiesen Besserungen um je 8000 K. auf. Im Schranken, wo sich die Umsätze gegenüber den letzten Tagen wesentlich verminderten, war ebenfalls Abgabelust vorherrschend. Von den fließenden Schrankeupapieren verloren Dampfschiff und Aussig chemische je 20.000 K., Vereinigte Elektrische 11.000 K., Obernngarische Hütten 30.000 K., Urikany 25.000 K-, Sigl Lokomotiv und Leykam je 14.000 K-, Fanto 50.000 K., Schoellcr Zucker 46.000 K., ungarische Zucker 340.000 K- und österreichische Eisenbahnverkehr 45.000 K. Hingegen gewannen Berg und Hütten 80.000 K., Prager Eisen 19-000 K. Von den übrigen Schrankenwerten waren auf dem Petroleummarkte Galizia um 600.000 K. und Schodnica um 70.000 K. tiefer. Auch Bauwerte lagen schwächer. Es verloren Königshofer 40.000 K., Perlmooser 60.000 K., Portland Zement 45.000 K. und Wienerberger Ziegel 80.000 K. Die Eisenwerte und Kohlenpapiere verkehrten ebenfalls in retograder Richtung. Bezugsrechte: Niederosterreichische Wasserkraft 250 K., Statzendorfer 3000 K., Neünkirchner 20.000 K-, Semperit 28.000 bis 81.000 K. Auf dem Anlagemarkte ergaben sich nur geringe Verschiebungen, Von den Exoten notierten: Esseff 88.000 bis 39.000 K., Erdöl 41.500 bis 44.000 K., Änobloch 28.500 K.. Mraznica 194.000 bis 214.000 K., Tepege 111.000 bis 119X100 K- Die Wareumärtte. (Eigenbericht der „Wiener Morgen^eibung".) Oele und Fette. Bei einigen Geschäftsabschlüssen sprach sich die Tendenz etwas fester aus. Zu Markte kamen: KokoSöl l weiß zu 18.000 Kronen, Kokosöl-Fettsäure 98,99 zu 15.800 K. Wien, dänisches Leinöl gebleicht zu 17.800 K. ttanfit Wien, Nüböl doppelt raffiniert zu 14.000 K., Elain iap. 97/98 zu 17.200 K., Rindertalg zu 14.800 K., Knochenfett raffiniert 97/98 % zu 13.700 K., französisches Rizinusöl I. Pressung zu 22.000 K., Sesamöl l. Pressung zu 21.300 K., Speisetafelöl (Aami) zu 18.000 K., Schweinefett pure Isrck Faßpackung zu 26.800 K., in Kleinfässern?u 27.000 Kronen. Das Geschäft im Auslande hat einen lebhaften Eharakler angenoimnrn, es werden gute Umsätze gemeldet bei stark anziehenden Preisen. In Rindertalg fanden fast täglich Preiserhöhungen statt. Die Londoner Auktion verlief stürmisch. Die Preise stellen sich wie folgt: Matadero-Rindertalg cif Hamburg loko 45 bis 45 Pfund '10 Schilling pro Jänner-Februar Abladung 43 Pfuud 10 Schilling bis 44 Pfund. In Palmkernöl haben sich die Preise gehalten und die Notierungen lauten zwischen 48 und 48 Pfund. Kokosöl lag Mhig bei unveränderten Preisen. Ceylon-Ware hörte ttimt mit 50 Pfund. Leinöl war fest gestimmt mit steigenden Preisen. Angeboten wurde Leinöl lokö nlt 55.75 holl. Gulden Jänner-Abladung, 54.50 holl. Gulden Februar-Abladung, 54.- holl. Gulden März-Abladung cif Hamburg. Wachs Der ausländische Wachsmarkt lag bei anhaltend reg«^ Le» gehr weiterhin fest. Besonders Bienenwachs war gefragt und im Preise anziehend. Die Preise stellen sich wie folgt: Ausländisches gelbes Bienenwachs je nach Provenienz 110 bis 115 Schilling, la Original-Japanwachs erste drei Marken 92 bis 95 Schilling pro Ewt., alles unverzollt ab Lager München, reines gebleichtes Bienenwachs 275 Goldmark, Zeresin naturgelb 54/56 80 Goldmark, 1s weiß 54/56 86 Goldmark, verzollt ab Lager München. Rohseide. Der Mailänder Rohseidenmarkt hat eine bedeutende Besserung erfahren. Die Ursache ist namentlich in der absoluten Stockannut der Fabrik zu suchen. Obgleich statistisch der Monat Jänner ruhig sKn sollte, sind gegenwärtig zahlreiche Abschlüffe zu hohen Preisen zu melden. Die Kokonsvekulanten helfen an der Preistreiberei mit allen Mitteln mit. Auch geringe Kokons werden auf 100 Lire per Äilogrannn gehalten, so daß gregen für den Spinner mindestens 440 Lire pro Kilogramm kosten, doch verhält sich der Konsum diesem unbegründeten Aufschlag gegenüber voftichtig. Von Amerika sind in den letzten Wochen einige Orders eingetroffen. Man zahlte bis 425 Lire. Lyon ist des schwachen FrankenkurseS wegen untätig. Auch Krefeld hat einige große Käufe in Organiin gemacht. Die asiatischen Gregen sind auf den europäischen Aiarkten vernachlässigt. Russische Tabalernte. In den drei Hauptgebieten Rußlands betrug in Jahre 1923 die Tabalanbausiäche 1500 Deßjaüueu (Eine Deßfatine gleich 1,09 Hektar; davon entfielen auf Kuüan-Schwarzmeer 8000, auf Snchum 5000 unb auf die Krim 2000 Deßjatinen. Der Ertrag in Pud (1 Pud gleich 16,38 Kilogramm) betrug 450.000, beziehungs-