Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1767 (16.1.1924)
- Date
- 1924-01-16
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1767 Mm, Mittwoch Wiener Morgen zell ung. dämlich nicht auf die richtige Verdeutschung englischer oder französischer Autoren, sie lehrte^ vielmehr ihr Auditorium >te Sprache des Unterbewußtseins fehlerfrei in die!>es konkreten Alltags übertragen. Ihr Wörterbuch war die Lehre der Psychoanalytiker, die, wenn sie „M o n d" sagen, alt den Körperteil denken, der den menschlichen Rücken ab- Hließt. Die ausgezeichneten Unterrichtserfolge der Frau verden chr den Kragen brechen. Denn die öffentliche Moral hat kein Interesse daran, daß sich der Zeitgeist plötzlich verständlich auszudrücken beginnt. Es ist ihr lieber^ wenn 'ich der begriffstützige Mond auch weiterhin in e'tler Selbst- Gefälligkeit als das Obiekt der poetischen Huldigungen fühlt, deren Symbol er höchstens ist. Daß man „Spor t" sagt, ivenn der Mob sein Vergnügen an den Fußballmatches licht nach den gezeigten Leistungen, sondern nach den — versteckten Derbheiten mit ihren mehr oder weniger gefährlichen Folgen für die Gesundheit der Spieler bemißt. Daß von .,Poli tik". „P a tr io ti s m u s" u nd „Religion" gesprochen wird, wenn Bomben unter harmlose Tänzer geworfen werden und die Berüber solcher Tat voll Lust das Stöhnen ihrer Opfer anhören. Daß „Heil!" gerufen wird, so oft der nationale Fanatismus ein U nheil angerichtet hat. . . Die öffentliche Moral ist sehr dagegen, daß jeder die Sprache des Unterbewußtseins beherrscht, leider versagt sie gegen die viel bedeutsamere Tatsache, daß die heutige Generation von dieser brutalen Sprache — beherrscht wird... . S—r. Sie Witte Hochenegg. Die Stellungnahme der Aerztekammer. In der gestrigen Vorstandssitzung beschäftigte sich Sie Wiener Aerztekammer mit den von Professor hochenegg in einer der letzten Vorlesungen gegen Aerzte »orgebrachten Anschuldigungen. Der Vorstand beschloß m dieser Angelegenheit sofort eine umfassende und strenge Untersuchung behufs Klarstellung des Sachverhaltes rinzuleiten und zu diesem Zwecke Professor Hochenegg a u fjufordern, das gesamte Material, welches ihn in den schwerwiegenden Behauptungen bestimmt hat, binnen 14 Ta gen der Wiener Aerztekammer zur Verfügung zu stellen. Kundgebung der wirtschaftlichen Organisation der Aerzte gegen Hochenegg. Die Sektion Innere Stadt der wirtschaftlichen Organisation der Aerzte hat in ihrer Sitzung vom 14. d. »eschlossen, folgende Resolution der Aerztekammer und der Leitung der wirtschaftlichen Organisation zu überreichen: Die Sektion Innere Stadt weist die unqualifizierbaren kleußerungen des Prof. Hochenegg als eine Pauschalier d ä ch t i gung mit Entrüstung zurück. Prof. Hochenrgg hat seine bevorzugte Stellung als akademischer Lehrer mißbraucht, um der ganzen Aerzteschaft Verfehlungen vor- «uwerfen, für die er den Zeitungsnachrichten zufolge, die Beweise zu erbringen selbst der hier zuständigen Aerztelammer verweigert. Er erklärt, die Sache sei für ihn erledigt. Für die llerzte ist sie aber nicht erledigt. Die Sektion verlangt wher von der Aerztekammer und der Leitung der wirtschaftlichen Organisation unverzüglich die nötigen Schritte zu lnternehmen, um der ohne jeden Beweis so schwer anzegriffenen Aerzteschaft entsprechende..Genugtuung zu verichafsen. Der Verband der Wiener Fachärzte gegen Hochenegg. Gestern abends ist der Verband der Wiener Fachärzte »u einer Ausschußsitzung zusammengetreten und hat folgende Entschließung angenommen: ‘ „Der erste Anwurf des Hofrates Dr. Hocheneggs jetrifft das angeblich übliche Provisionsun wesen. Diese Pauschalanschuldigung (etwas anderes kann üarin füglich nicht erblickt werden), muß Herr Hofrat hochenegg vor dem einzig zuständigen Forum der Aerztekammer verantworten. Hingegen muß )er Ausschuß des Wiener Fachärzteverbandes aufs allerchärfste Stellung nehmen, gegen die ungeheuerliche Auslage, daß in .Wien die Indikativ ns stellung zw Operationen eine la xe geworden ist. DieseBeschuldisung bedeutet nichts anderes, als das nach Herm Hofrat hochenegg wissentlich verübte strafbare Handlungen in rer Aerzteschaft sich häufen. Herr Hofrat Hochenegg hat damit in geradezu unfaßbar verantwortungsloser Weise den internationalen medizinijchen Ruf Wiens bloßgestellt und außerdem sind jolche Worte geeignet, die Grundlage des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient durch vage Beschuldigungen zu erschüttern. Solch ein Vorgehen eines klinischen Hess urch Lehrers richtet sich selbst." Sie Mte anhaltend. Der amtliche Wetterbericht besagt: Der Witterungs- Harakter hat sich in Oesterreich nicht geändert. Die Niedemngen liegen noch immer unter einer tiefen Wolkendecke. Die höhen sind klar. Die Wiederkehr der Kälte hat «eitere Fortschritte gemacht, so daß gestern nur mehr venige Stationen kurze Zeit Temperaturen über Null hatten. Voraussage: Herrschender W i t t e r u n g scharakter anhaltend. Sie Lebenrmittelmüktte. Die unerschwinglichen Preise für Butter hatten trotz der M geringeren Produktion einen derartigen Rückgang des Butterkonfums zur Folge, daß sich die Erzeuger und Händler zu Preisnachlässen entschließen mußten, die auch bereits im Tetailbandel fühlbar werden. Bei oberösterreichischer Teebutter sind die Preise um durchschnittlich 8000 bis 10.000 K. pro Kilogramm herunter- Mitteilungen aus dem Publikum. Jede mondäne Dame bezieht ihre Seide vom r eidensoezialhaus Richard Lettner Wien, IV. Margaretenstr. 10 Unerreicht billige Preise! 6008 Organisation „HECHALUZ“, Wien Morgen Donnerstag den 17. Jänner um 7-8 Uhr abends im Festsaale des Hotel Continental, 2. Bez., Taborstrasse 8 Chaluz-Feier FESTREDE: Oberrabbiner Preff. Dr. H. P. Chafes AH KLAVIER - Prof. Wolfsohn Jüdischer Gesangsverein, OberJcantor Margulies, Frau Mirjam Schnabel-Eoeflich, Dr. B. Ben-Schem, Aschkenasy u. andere Karten: Aida, Landeskomitee. Hochschulausschuss, B’nai- B’rith und an der Abendkassa Sonntag den 20. Jänner 1924 Olympiasäle, I. Rotgasse 5 KOSTÜM-BALL MIT MASKE upsten nolleldendsr Jüdischer Studenten Dentsch'ands Beginn 8 Uhr abends Einladungen u. restl. Karten am Schalter der „Wr. Morgen* zeitung“,II Taborstr.l, Buchhandl. LöwH,I.Rotenturmstr.22, und in den grösseren Theaterkartenbureaus erhältlich gesetzt worden, immerbin kostet sie noch immer 63.000 K. pro Kilogramm, während sich bolländische gar auf 76.000 K. stellt. Kochbutter notierte auf den Märkten 39.000 bis 40.000 K. daS Kilogramm. Die Preise für Eier, die vorübergehend etwas zurückgegangen waren.. haben wieder etwas angezogen. Auf den Märkten kosteten gestern frische Eier pro Stück 2850 K. Die Preise für Gemüse blieben im großen und ganzen unverändert, der Absatz ist mit Rücksicht auf die hoben Preise fast ganz ins Stocken geraten. Stärkere Nachftage herrscht bloß nach einwandfteien, guten Kartoffeln, was von den Erzeugern zum Anlaß genommen wurde, mit den Preisen um durchschnittlich 200 Kronen pro Kilogramm in die Höhe zu gehen. Bei den Produzenten kosteten gestern gelbe Kartoffeln 2200 K. pro Kilogramm. Die Preise für Fleisch, Geflügel Md Fische blieben u nv er ändert. ______ * Zionistisches Landeskomitee. Der Organifationsveferent 3>e§ Landeskomitees, Herr Dr. Walldmann, erteilt^ jeden Sonntag vormittags zwischen 11 und 18 Uhr Auskünfte in Organisaüonsfragen. > - * Leo Pollack-Parnegg gestorben. Gestem ist an einem Herzleiden der Großindustriell-g Leo Polla ck-Parnegg im 49. Leb nS'iahre gestorben. Die Beisetzung in der, Familiengruft findet Donnerstag den 17. d. um 13 Uhr mittags vom Zentralfriedhof (1. Tor) aus statt. * Der 80. Geburtstag des Profeffors Gerfunh. Chirurg Professor Dr. Robert Gersuny feierte gestern seinen 80. Geburtstag. Ans diesem Anlaß fand im Rudolsinerhaus in der BillrotWvaße eine Feier statt, zu der sich die gesamte Vertretung der medizinischen Wissenschaft eingefunden hatte. Zu der. Feier im festlich geschmückten Saale waren Bürgermeister Seitz mit Stadtrat Tandler, der Leiter des Volks-' gesundheitsamtes H e l l y. der Dekan der medizinischen Fakultät Professor Dr. Fischl, der Chefarzt der Retttingsgesellschaft Obermcdiqinialrat Dr. Lamberg, der Präsident der Aerztekammer Dr. T h e n e n, die Aerzte und Angestellten des Rudolfmerhauises und nahezu sämtliche Mitglieder der medizinischen Fakultät and zahlreiche Abordnungen ärztlicher Vereine erschienen. Professor, Dr. EifÄsberg feierte die V e rd i e n st e G e r f u n y 8 als Nachfolger Billwths und sein Wirken am Rudolfmum, dem er seit 40 Jahren dient,, und hob Gersunys' Lesoiidere Begabung als schöpferischer Chirurg hervor. Bürgermeister Seitz ülberbrachte die Glückwünsche der Stadt Wien, die Gersuny zum Bürger der Stadt Wien ernennen werde, worauf noch der -Präsident der Aerztekammer Dr. T h e n e n, Professor Dr. H e r z f e l d für das, Franz Josef-Ämbnlatorium, der Leiter des Volksgesundheit samtes Hel ly sprachen. Der letzte Redner Primarius Professor Dr. Fritsch erzählet, daß Gersuny Honorare nicht behalten und'auch kein Gcha.lt als Direktor 'bezogen, sondern von feinen Honoraren das Rndolfinerhans erhalten habe. Seit 30 Jahren, leite er das Haus und fast bei jeder Operation habe er mitgewirkt. 400 Plegerinnen wurden ausgebildet. 200.000 Kranke fanden im Hause Aufnahme, etwa 100.000 wurden im Hause operiert. Eine Anzahl Freunde habe aus Anlaß des Gedenktages 160 Millionen für die Ausgestaltung des Hauses -gesammelt. Gersuny dankte in kurzen, herzlichen Worten für die Glückwünsche. * Eine Spende des Präsidenten Hainisch für Bukowinaer. Wie wir erfahren, hat Bundespräsident Hainisch dem Bukowinaer Zentralverband eine Spende von fünf Millionen Kronen für notleidende Mittelständler aus der Bukowina übermittelt. . . * In Not geratener Journalist aus Deutschland, der sich seit einiger Zeit m Wien befindet und seine Familie in Deutschland zurücklassen mußte,'sucht Beschäftigung. Er ist der„französischen Sprache vollkommen mächtig, und war durch längere Heit ■ in Paris Privatsekretär Alexander Marmoreks. Da es sich ihm hauptsächlich darum handelt, wieder festen Fuß zu fassen, empfehlen wir tfju unseren Lesern und sind bereit, Anträge auf Beschäftigung entgegeuzunehrnen. Der Betreffende i hat seine hochwertige Bibliothek int Stich lassen ntüssen, und wäre dankbar für ^ede Mithilfe, diese wissenschaftliche Samm- 16. Jast-ner 1924 Seite 5 lung, die er für seine Arbeiten braucht, wieder erlangen Ist können. ^u«"v,vroerungen oer rverjuyerungsange reuren Die Verslcherungsangestellten haben Gehaltsforderungen ausi gestellt und drei Gehaltsschemen für Qualifizierte verlangt- Dre g stern er solchen Verhandlungen sind bisher zu keinem Ergebms gelangt. Die Angestellten sind entschlossen, -alls nicht innerhalb der nächsten Tage eine Einigung zustandekommt, t n d e n S t r e i k z u t r e t e n. (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Braun. 14. Bez., Reindorfgaffe 42. Rur «och 4 Tage haben Sie Geleaenbeit, im Rahmen der „Weißen W o ch o" im Warenbaus Brüder Schiffmann. 2. Bez., Taborstraße Nr. 48, Leinen, Chiffon, Webe, Batiste, Damast- und AtlaSaradl. HauS- und Kückenwäsche in guten Qualitäten zu sehr mäßigen Preisen zu kaufen: Besichtigen Sie die zahlreichen Schaufenster dieser Firma und beachten Sie die besonderen Angebote. Vereine, Barttöne und Versammlungen. Zion st ische Vereinigung der sevh a r dich e n I n d e n „I e b u d a H a l e w 1". Heute, */29 Uhr abends, im Saale der Union Espaniola (Hotel Continental) Vortraq des Herrn Ravhael B e n f u f a n über „Die Geschichte der jüdischen Renaissance". Gäste willkommen. — Zionistische Bezirkssektion Breiten s e e. Cafe SimicS, L8blbof.13, Hütteldorfersttaße 86, 8 Uhr abends, Vortrag deS Herrn S ch ü ß über „Jüdische Fragen". — Z i onistische BezirkSsekti o n-XVl/XVII. Donnerstag den 17. d., 8 Uhr abends, 8. Bez., Bennoplatz 1, Vortragsabend. Referent Dr. Bach: „Jüdische Geschichte" III. Anschließend buntes Programm. — Zionistische BezirkSsektion L e o p o l d st a d t, 2. Bez.. Taborstraße 20 a. Sprechstunden des Sekretariats täglich mit Ausnahme von Samstag und Sonntag von b bis 7 Uhr abends. — Zionistischer a k ademischerLandeSverband. Sprechstunden im Sekretariat, % Bez., Taborstraße 20 a, Montag. Mittwoch und Freitag von 6 bis 7 Ubr abends. Donnerstag den 17. d-, 8 Uhr abends, Sitzung der Nationalfondskommissäre. Sonntag den 20. d., 9 Uhr vormittags, Beginn des Seminars. Der neuePalästina-Film wird Samstag den 19. d., 10 Ubr abends, im Schönbrunner Schloßkino, 12. Bez., Schönbrunnersttaße 4/8. vorgeführt. Restliche Karten 16. Bez., Herklotzgasse 21/t, eventuell noch an der Abendkasse. — A b a w a t h Zion. Heute, lA>8 Ubr abends, Literaturkurs. Referent Herr Schwager. — Jüdische ’ Tischgesellschaft Landstraße. Heute, Ve9 Uhr abends, im Cafe Ilion, Vortrag Dr. Oskar Brüll: „Der Wische Witz". — Beth waad iwri, 2. Bez., Bürgereafe, Pratersttaße 11. Heute, 7j>8 Uhr abends, Vortrag von Prof. Dr. Baron: „Der Kapitalismus und die Inden". Gäste willkommen. — Verein Tikwath Zebu d a. Heute, vräzise 8 Uhr abends, Dozent Dr. Felix Deutsch: „Medizinische Aphorismen"; der zwölfjährige Meisterpianist Robert Goldsand; Klavierkonzert: Fräulein Cilly Bell von der Jüdischen Bübne; Herr Mhro Glaß, Opernsänger; anschließend Tanz. — JüdischerVerein Nordost, Wien, 2. Bez., Täborstraße 21a. Heute, 8 Uhr abends, im Vereinslokal dritter Vw r t r a g von Herrn Dr. Otto A b el e 8 r „Der Weg in die jüdische Zukunft". Gäste willkommen. — Zeiroth Hamisrachi, 2. Bez., Untere Augartenstraße Nr. 35. Heute,'/,8Uhr, Vorttag vonDr. K l a b e r: „Erziehung de8 iüdischen Kindes". — O e st e r r e i ch i s ch e 8 Museum. 1. Bez Wollzeile 45. Heute, 7-Uhr abends, Vorttag von Baurat Siegftted Theiß, Professor an der Technischen Hochschule: „Baukunst und Handwerk". Karten beim Portier, 1, Bez., Stubenring 5. und abends an der Kaffe. Ohel Rachel, Verein zur unentgeltlichen Ausspeisnng jüdischer Notleidender. Die dritte ordentliche Generalversammlung des Vereins findet am 24. d. im Vereinslokal, 2. Bez., Kleine Pfarrgasse 8. statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Vereinstätigkeit vom 1. November 1922 bis 31. Dezember 1923. 2. Kaffenbericht. 9. Bericht der Revisoren. 4. Antrag der Vereinsleitung auf Erhöhung der MonatSbeittäge. 5. Wahl dort neun Vorstandsmitgliedern für zwei Jahre, drei Vorstandsmitgliedern für ein Jahr, ferner je drei Ersatz-Vorstandsmitglieder für zwei Jahre und ein Jabr. 6. Eventuelles. — Sollte die Generalversammlung um 8 Uhr abends nicht beschlußfähig sein, so findet um 7,9 Uhr abends eine zweite Generalversammlung statt, welche ohne Rücksicht aus die Anzahl der curwesenden Mitglieder beschlußf^jig ist. — Eventuelle Anträge der Mitglieder sind fünf Tage vorher.in der VereinSleitunq schriftlich einzubringeu. tat Jüdische Hilfsverein Prater veranstaltet am 2. Februar um 10 Uhr abends im Busch-Kino, 2. Bez., Prater, eine unter Mitwirknne folgender Künstler: Hansi Niese, Hedwig de Debicka, Charlotte Waldow, Ferdinand Onno, Albln von Rittersheim, Rudolf Oesterreicher, Vicco Fahr!, Hans Kolischer u. des Wiener Sinfonie-Orchesters Karten: Im Caf£ Abbazia, II. Ausstellungsstrasse Nr. 1, Im Theaterkartenbureau Rosenthal, XX. Wallensteinstr. 24 (Tel. 44-2-88). und im Theaterkartenbureau, II. Praterstr. Bühne und Kunst. Gras Geza Sicht) gestorben. Der Leikannte nngavifche Tondichter und Pianist ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Obwohl er mit vi>erzehn Jahren durch eine unMckliche Entladung seines eigenen Gewehres den rechten Arm ein-gebüßt hatte, bildete er sich doch zum Pianisten aus. Sein linker Daumen mußte ihm die rechte Hand ersetzen — sein Lehrer und Freund Franz Lis-r. mit dem er wiede-cholt drerhändig spielte, sprach darum von - den Tigersprüngen seiner linken Hand — und dank seines eisernen Willens wurde er ein nanthaster Klavierspieler, won dem Hans-lick schrieb: „Zichy allein kann h?;en". Auch Äs Dichter von Dramen und Romanen und als Komponist von Klavier- und Orchesterk-ompositionen trat er hervor und seine Opern „Alar" und „Meister Roland" sowie sein Tanzpoem „Gamma" sind über manche Bühne gegangen. Ms Intendant der Budapefter königlichen Oper nahm er gegen Direktor Gustav Mahler Stellung, der daraufhin Budapest verließ un4 u-ach Hamburg zu Pollini ging. Seine intevcfsante Selbste biographie gewährt manchen Einblick in das ungarische Mivsik^ , leben