Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1766 (15.1.1924)
- Date
- 1924-01-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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VkM 4 Men, MenNag . Tagesbericht. Sie Leuemim um 4 Prozent gestiegen. Der Bericht der Jndexkommlffion. AmÜlich wird mitgeteilt: Die auf Grund des Abbaugesetzes eingesetzte paritätische Kommission hat in ihrer Sitzung vom 14. Jänner 1924 nachstel-endes Gutachten abgegeben: Die Kosten der LebenslMung haben sich in der Zeit vom 15. Dezember 1923 bis 14. Jänner 1924 um 4 Prozent erhöbt. Der Index wurde mit plus 4,39 festgesetzt, doch wurde die Ziffer auf plus 4 Prozent abgerundet. Diese Ziffer steht int Gegensatz zu der wirklichen Teuerung, die mit einem viel höheren Betrag anzunehmcn ist. In der Gruppe Ernährung beträgt die Steigerung nach den amtlichen Angaben 5,18, in der Gruppe Beheizung und Beleuchtung 5,98, Bekleidung 0,52. 3X't* Betrag für W o h n u n g s m i c te wurde als unverändert augeuontmen. Die Steigerung in der Gruppe Ernährung ist insbesondere auf die Preiserhöhungen bei Fleisch und Kartoffeln zurückzuführen. Bei Fleisch wurde eine durchschnittliche Steigerung für den Kilogvammpreis von 2000 Kronen zugrunde gelegt. Der Preis für Kartoffeln hat sich nicht nur durch die Bahnfracht, sondern auch durch die ungenügende Ausnützung der Wagen bei Achszufuhren infolge der Bereisung der Straßen erhöht. Geringfügige Verteuerungen lvurde bei Mehl, Brot, Hülsenfrüchten und Pflanzenfetten sowie bei Zucker festgestellt. Schweinefett ist etwas billiger geworden, Margarine und Kaffee notieren unverändert, Kaffeesurrogate sind etwas gestiegen, Reis eine Kleinigkeit billiger geworden. Bei Milch wurde zum ersten Male statt des bisher im Schema verwendeten Duantums von einer Bierteldofe Kondensmilch cm B-eru'lliter Fr'schmttch eingesetzt, da letztere fetz: überall in genügenden Mengen erhältlich ist und Kondensmilch nur selten gerauft wird. D.e dadurch hervorgerufene Steigerung betrogt bloß 1 P.wrn'lle. Im Kapitel Bekleidung ergab sich, wie erwähnt, eine Steigerung von 0,52 Prozent, wobei Kleider und Wäsche ells zu rmveränderten Preisen erhältlich eingesetz' bei Schüben eine a e r i u a f v?,' g e Verteuerung angenommen wurde. Tatsache jed>cb st daß die Kleider und Schuhpre'sx nicht um em oer-.ngfügiges, sondern sehr be. gestiegen sind und d e Wäjchepreise nich unverändert blieben, sondern gleichfalls eine Erhöhung erfahren haben. Dabeio,ra »rllärr, daß die Verdoppelung d?r Warennmsatzsteuer b S iepke.nen stärker fühlbaren Eiusstlß auf d e Warenpreise g.nbt habe. In Wirkl chkeit schemt die Warenumsatzsteuer nicht berücksichtigt zu sein, da dann der Index unbedingt höher sein müßte. Im Kapitel Beheizung und Beleuchtung wurde eine uiiwesentliche Verteuerung von Holz zur Grundlage genommen, Petroleum als unverändert, Kohle ist etwas stärker gestiegen, was sowohl auf die Verteuerung der Kohlenrutfchenpreise als auch auf die Frachterhöhungen im In- und Auslande zurückzuführen ist. Es ist sehr auffallend, daß von einer unwesentlichen Erhöhung von Holz und etwas stärker gestiegenen Kohlenpreisen angesichts der kalten Jahreszeit gesprochen wird, die doch eine starke Nachfrage nach Holz und Kohle und infolgedessen eine bedeutende Verteuerung bedingt. Man kann daher mit Fug und Recht von einem frisierten Index sprechen. Frvftwetter anhaltend. Im Lause des gestrigen Tages hat die Bewölkung bei -südöstlichen Minden abgmonrmen. Das Frontgebiet ist wieder -westwärts vorgerückt. Schon vorgestern hatten viele österreichische Stationen anhaltenden Frost. Voraussage: Vorwiegend heiter, stelleniwerfe Boden- oder Hochnebck, Frost wahrscheinlich noch anhaltend, südöstliche Winde. Katastrophale Schneeverwehungen in Südserbien. Aus Belgrad wird gemeldet: Infolge starker Schneefälle sind viele Orte in der W o i w o d i n a und S ü dserbien ganz verweht. Im Banat und m fort Baeka mußte der Eisenbahnverkehr eingestellt werden. Militär wurde zur Freilegung der Strecke herangezogen. D:>c Orient-Expreßzug harte 48 Stunden Verspätung. In Sudserbien schneit es unimterbrochen. — Der Zusammentritt des Parlaments wurde regen der V.-rkehrsunkerbrechultgen auf den 20. d. verschoben. Die Schneeabfnhr. Die Spuren -es andauernden Schneefalles sind aus den Wiener Straßen noch immer nicht verschwunden. Die meisten Straßen werden von den schmutzig-grauen Gebirgszügen, die ehemals in blendender Weiße strahlten, gesäumt. Die zwei Tage Tauwetter haben allerdings die Schneemassen ein wenig verringert. Die Hauptarbeit bleibt aber noch immer Menschenhänden überlassen. Gestern waren 5068 Personen damit beschäftigt, die inzwischen wieder hartgefrorenen Schneehaufen mühsam aufzuhacken. Es wurden auch alle verfügbaren Fuhrwerke zur Abfuhr dieser Schneehaufen verwendet Die Arbeit wird auch nachts und an Sonntagen fortgesetzt. In der Nacht wird vor allem die Straßenbahn in den Dienst der Schneeabsuhr gestellt und am Sonntag ist der gesamte Fuhrwerkspart, der an den Wochentagen für die Abfuhr des Hauskehrichts benötigt wird, mit der Schneeabsuhr beschäftigt. Bis jetzt sind 124 Kilometer der wichtigsten Straßen vollständig von den Schneenwssen gereinigt worden. Ter gesamte, __ Wiener Morgenzeitunft. ~ in den Voranschlag für das Jahr 1924 eingestellte Betrag ist bereits ausgegoben und ein bereits erhaltener Zuschußkredit von einer Milliarde Kronen säst aufgebracht, so daß ein weiterer größerer Betrag verlangt werden muß, der auch vom Finanzreferenten prinzipiell bewilligt wurde. Unfälle durch : Infolge der gestern wieder eingetretenen Kälte überzogen sich die Straßen und Trottoirs mit einem Glatteis Gestern stürzte ein unbekanntes Mädchen in der T e i n t a l t st r a ß e und erlitt eine Gehirnerschütterung. In der Liniengasse stürzte gestern der Lehrling Otto Dolejchek und erlitt einen Bruch des Unterschenkels. Milcher S-mmeltas. Das Komitee für den jüdischen Sammeltag erläßt den folgenden Ausruf: Ein erschreckend großer Teil der jüdischen Jugend befindet sich in tiefster Not. Die alten und neuen Einrichtungen der Jugendfürsorge haben sich in den letzten Jahren auf jede nur denkbare Weise bemüht, die verwaisten unb verwahrlosten Kinder, die der Krieg geschaffen, dem körperlichen und sittlichen Verfall zu entziehen und tätige tüchtige'Glieder der Gesellschaft aus ihnen heranzubilden. Nur planmäßige Arbeit kann gründliche Mhilfe schaffen, nur Organisation bedeutet wirkliche Rettung. Aber für den Ausbau der Organisation zur Behebung der furchtbaren Kindernot fehlten die Mittel. In Erkenntnis dieser ^Notlage und der sozialen Ziele unserer Bestrebungen hat der Herr Bürgermeister von Wien der notleidenden jüdischen Jugendfürsorge einen Sammeltag bewilligt. Wir werden unsere Glaubensgenossen am Sonntag den 20. d. in ihren Wohnungen und am Montag den 21. d. in ihren Geschäften aufsnchen. Unser Aufruf richtet sich an alle, die es nicht dulden wollen, daß in unserer, nun wieder glücklich auflebenden Stadt schuldlose Kinder im Elend versinken. Spendet reichlich, jeder von ganzem Herzen, jeder nach seinem Vermögen! Süden Wolf in Wien. Der Erfolg seiner rumänischen Reise. Das bekannte Mitglied des Foreign Committee des Board of Deputies, Herr Lucien Wolf, ist auf der Rückreise von Rumänien in Wien eingetroffen. Während seiner Anwesenheit in Bukarest hat Lucien Wolf beim rumänischen Außenminister Du ca in der Flüchtlingsfrage interveniert und von ihm die Zusicherung erhalten, daß keiner der in Rumänien wellenden F l ü ch 1 l i n g e aus Rußland zwangsweise evakuiert werden wird. Der Außenminister gab Lucien Wolf zu Ehren einen Tee, dem der Vertreter des Völkerbundes, Herr BrunelleS, beiwohnte. Ternsswahl. Ein« beinahe wahre Geschichte von Spiegler. Mein Freund Sobel hat eine poetische Ader. Da er. um das Unglück voll zu machen, noch obendrein Philosophie studiert hatte, beschloß er, Dichter zu werden. Zunächst versuchte er es mit der Lyrik. Nicht aus verstandesmäßigen Erwägungen heraus, sondern im Gegenteil: aus Liebe. Er kreuzte nämlich auf seinem täglichen Gange zur Universität den Weg einer Musikelevin mit blonden Haaren, blauen Augen und dem schönen Namen Ada. Kenner der Literaturgeschichte werden über die Folgen solch re elmäß'ger Be'egnung n'cht im Un'ln eit sein. Scllel tmir're alsbald der Begründer einer neuen lyrischen Richtung: des Adaismus. Seine ehrfurchtsdurchbebten Jünger Missagten ihm eine große Zukunft. Adas Vater war anderer Meinung. „Ach so, Gedichte machen Sie!" meinte er 'kopfschüttelnd, nachdem ihn Sobel nicht ohne Mühe über das Wesen der Lyrik im oll emeiner und des A ailmus im fr- 'onderen au'- geklärt hatte, „ist das eine Beschäftigung für innen jungen kräftigen Menschen? Wissen S'e was, handeln Sie lieber mit Zahnbürsteln, das rentiert sich bessser und S'e brauchen Ihre Ware wenigstens nicht selber zu erzeugen. Auf keinen Fall gebe ich so einem Schnorrer me'ne Tochter." Der auf so schnöbe Art ans allen lyrischen Himmeln Gerissene warf sich auf d-e Epik. Er brachte die tragische Geschichte seiner Liebe zu Papier und las den Roman seiner Äausmeisterin Var, die darüber so erschüttert war, daß sich im Hause vollständig unbegründete Gerüchte über die gesekliche Aufhebung des Reinigungsgel^es verbreiteten. Ans teilnehmende Fragen nach dem Grunde ihrer Traurigkeit gab sie aber den Parteien nur den Rat, sich glcickfosils Sobels Roman vorlesen zu lassen. „So a schöne G'stbicht! An ied'n Menschen muaß so was ergreifen!" Der Verleger, an den sich Sobel wandte. war anderer 'Me'nnug: „Unglückliche Liebe interessiert das moderne LeseMiblikum nicht. Bringen S'e mir eine unglückliche Eb e! V'el wird freilich auch dabei nicht herantzschmien, glauben S'e mir, junger Mamt, ein wirll'ch seriöser Romancier ntuß heutzutage schnorren aehen." Zufällig hatte ich am selben Tage den E'nfall, Sobel #u besuchen. Ich traf ihn mit f'nsterer 'Miene in seinem kleinen Zimmer auf und abuchend und dabei mit erreaten Gesten bettle Morte ausstußend. .,Ja was treibst du denn da?" riei ich erstaunt, „mir scheint gar, du hältst Monologe." „Tn' ich auch!" antwortete er triumphierend, „soeben dichte ich den großen Monolog, der 'den drttten Akt meines Dramas einleittu soll. Du mußt nämlich wissen, daß ich ein Theaterstück schreibe: Die Tragödie meiner Liebe/' Sobel überaab das fertige Merk einem ihm belannten Dramaturgen. Acht Tage später brachte es ihm der Mann persönlich zurück und sprach: „Eine talentvolle Arbeit, aber zu wenig Handlung nnd znviel Worte! Leider nähert 15. Immer '1924 flfr, IM sich der heutige Publikmnsgeschmack dem polar entgegen gesetzten Extrem: Möglichst viel Handlung mit mötzlichfl wenig Worten. Am besten gar keine Worte. Weißst du was. schreibe ein Kinostück. ein wirklich seriöser Dramatiker H heutzutage zum Schnorren verurteilt." Ich weiß nicht, ob Sobel den Rat befolgt hat, denn ich verlor ihn gänzlich aus den Augen und sah ihn erst, nach jahrelanger Trennung, kürzlich wieder. Er war ^sehr elegant gekleidet und machtt auch sonst einen sehr beruhigenden Eindruck. „Menschenskind!" ries ich erfreut, „bei dir scheint es ja endlich eingeschlagen zu haben!" „Ja," meinte er nonchalant, „es geht mir jetzt ganz leidlich. Nahrungssorgen habe ich keine mehr, nur das ^Wohnungsproblem wird immer katastrophaler. Doch bin ich eben daran^ es für meine Person radikal zu lösen. Ich gehe gerade zu dem berühmten Architekten X., der mir die Pläne zu meiner Villa in H'etzing vorlegen will." „Donnerwetter", entfuhr e§ mir bewundernd, „du hast wohl einen fetten Fischzug gemacht und siehst jetzt mit Verachtung auf uns Schnnrrer herab." Da maß er mich mit einem seltsam svöttisck'en Blicke von oben »bis nuten und orakelte: „Mein Lieber, ich glaube, du verrvechselst unsere Rollen. Daß es mir jetzt gut geht, hat seine Ursache gerade darin, daß ich das mühevolle Angeln, bei dem es für mich imnrer faule Fische abgesetzt hat, den Glücklicheren überl'ttß und de übliche Verachtung für die ehrsame Zunft der Schnorrer in mir siegreich überwunden habe." Me-'n Gesichtsausdruck symbolisierte wohl drei Fragezeichen. denn Sobel fuhr in mitleidig-belehrendem Tone fort: ,,Dn erinnerst dich vielleicht, daß ich ans den versch-ebensten Gebieten den „großen Fischzug" versuchte. Zu erst in der Literatur, dann aber auch in anderen, praktischeren Branchen. Doch überall, wo ich anllopste. tönte mir die Warnung entgeaen, daß die Angehörigen des betreffenden Berufes zmn — Sch uorren verurteilt se'en. Da habe ich mir -gedacht: wozu die Umwege? und habe mich gleich auf's Schnorren geworfen. Ich betre-'be es seither als Gewerbe, als Leidenschaft, wenn du willst, als — Kunst. Ich habe einfach auf meinen eigenen, stets erhofften und nie einaetroffenen großen Fischzug verzichtet und bescheide mich N-^ise damit, an der Beute der anderen, geschickteren Angler zu vartizipieren. Und glaube mir: solange es Stockfische gibt, wird es meiner Tafel nie an — Karvfen fehlen. Nicht einmal an Austern.. . Jetzt mußt du mich aber entschuldigen. Denn der Architekt mit der Villa wartet und das oberste Prinzip des gelernten Schnorrers ist es, niemals zu spät zu kommen ... Also pah!" Nnd damit winkte er mir mit einer lässigen Handbeweqnng, die seine Ringe zunt Fitnkeln brachte, gnädig Abschied zu. Dar zionistische Helm km Prater. Die feierliche Eröffnung. Unter außerordentlich starker Beteiligung der jüdischen Bürger des Pratersprengelz und zahlreicher zionistischer Gäste aus den anderen Bezirken Wiens, wurde am Sonntag das schöne geräumige Vereinsheim in der Jungstraße eröffnet, welches die zionistische Bezirkssektion „Pratersprengel" gegründet hat. Der große Saal des Heims, welcher gleichzeitig als Unterrichtsraum für die hebräische Schule dient, war reich mit Blumen und Blattpflanzen geschmückt und lange vor Beginn der Feier mußten die Saaltüren wegen Ueberfüllung gesperrt werden. In seiner Eröffnungsrede dankte der Obmann der zionistischen Sektion, Herr Jakobowicz, allen jenen, welche sich an das Zustandekommen des VereinSherms verdient gemacht haben, insbesondere dem Vizepräsidenten des Zionistischen Landeskomitees, Herrn Dr. Löwenherz und Herrn Gemeinderat Dr. P l a s ch k e s sowie allen Zionisten des Bezirkes, welche durch Opferfreude und zielbewußte Arbeit erwirkten, daß dieses schöne und würdige VereinSheim eröffnet werden konnte, von dent er hoffe, daß es ein wahres Vvlksheim für die Juden des Praterviertels und eine vornehme Pflegestärte jüdischer Kultur sein werde. Stürmisch begrüßt ergriff hierauf der Präsideut des Zionistischen Aktionskomitees, Herr Oberrabbiner Dr. Chaj e s, das Wort. Er führte u. a. aus: „Nach meinen langjährigen Erfahrungen psiegt meine Freude bei Einweihung eines neuen Heimes nicht ungemischt zu sein. Ich weiß, daß es leichter ist einen Bau zu zerstören, als ihn zu begründen. Es wird häufig leichtfertig gegründet. Diesmal aber glaube ich keine Ursache zu Besorgnissen zu haben, weil dieses Heim eine hebräische Schule beherbergen wird, die schon seit Jahren besteht und bestimmt kein Kartenbau war. Heute weiß man, daß das Hebräische kein DemonstrationSobjekt ist, kein Luxusartikel, sondern daß unsere Sprache ein Gegenstand des normalen Lebens zu werden beginnt." In seiner bezwingenden schlichten und doch tiefgründigen Art sprach dann Oberrabbiner Dr Chajes über den unermeßlichen Wert des Hebräischen für das Judentum und für die jüdische Renaissance. Der Präsident deS Zionistischen LandeSkomitees, Herr Ing. Robert Stricker, sprach seine Genugtuung darüber aus, daß die Zionisten des Pratersprengels dieses Heim aus eigener Kraft errichtet haben. Die Differenz zwischen Wallen und Können in bezug auf die Arbeit in Palästina habe bei uns eine gewisse Zaghaftigkeit hervorgerufen. Wir haben uns mit Recht enffchlossen, die weitesten jüdischen Kreise für Palästina zu mobilisieren. Wir dürfen aber nicht vergessen, daß unsere Arbeit stets gegründet sein wird ans die bewußten organisierten nationalen Juden. Erstes Erfordernis sei daher die Arbeit innerhalb der Zionisten zu vertiefen. Dies gelte vor allent bezüglich des Keren Hajessod, der eine gleichmäßig fließende Steuer quelle deS jüdischen Volkes werden müsse. Nur wenn wir auch in unseren eigenen Reihen t:.'