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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-13 · Heft 1764 (13.1.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1764 (13.1.1924)
Date
1924-01-13
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. IM Wien, Mene« MorgenMuns. 13. Mmwr M4 Veite, bares Angedenken zu bewahren. Es wäre aber Umbau!* baMil und daher imchvWiich, wenn ich dein Satz nicht dahin richtig stellen würde: Iw Bwk-omMae-r JnifaMerieregiment Nr. 41 gaib es sehr viele, sehr brave und sehr tapfere jüdische Unteroffiziere." Oberftiloulnant Podziornhi war vormalZ Fest>iui,gs-- ivMuandtMt in Trient und gehör: jetzt als Leiter der Wi-rifchaistApolli-vi dvm BecmcwnstaWd der lmrigenlläMschen Äandesrggiemng an. Sein Schreiben wich von den vielen Moschen Angchimgen des chemali-gen Czernowiher Infanterie, regiments, die dort treu ihre Pflicht getan halben, mit Dan! -ur Kenntnis genommen. Was ist Roml-Biolagle? Moralbiologie ist vor allem ein Fremdwort. Darum ist man zunächst einigermaßen erstaunt, ihm just in dem Organ der Deutschvölkischen Sprachreinigrr zu begegnen, jemm Blatte, das beileibe keine „Redakteure, sondern bloß „Schriftleiter", und keine „Nummern", sondern „Folgen" hat („die übelsten Folgen" der BievbankPoMik wie der Fackel- Kraus einmal bemerkt hat). Besagte „Schriftleiter" haben natürlich keine „Tldresse", sondern „Anschriften", aber sie haben merkwürdigerweise eine — Moralbiologie, Oder möchten sie wenigstens gern haben, sonst würden sie den Erfinder dieser Neuheit nicht die leitende Stelle ihrer Smmtags-„Folge" zur Anpreisung seiner Erfindung einränmen. Liest man diesen Waschzettel, der für das jüngste Produkt antiisemitischer Propagandaliteratur Reklame macht, dann legt sich freilich sehr rasch das Staunen über die Gastfreundschaft, das das zitierte „Mädchen aus der -Fremde" in den sonst sprachlich so exklusiven Spalten der „Deutischösterreichischen Tageszeitung" gefunden hat, und muß man zugsben, daß es dort mirrdestens so gut hinein» paßt wie etwa der Herr Vizekanzler Frank zu einem Diner bei Krchn, Leeb und Kompagnie. Moralbiologie ist nämlich nichts Geringeres als das, wqs die DeutschvöMschen an die Stelle der Staatsgrundgesetze, ja überhaupt des ganzen bürgerlichen Gesetzbuches setzen wollen. Der gesamte Komplex aller noch immer geltenden Gesetze ist nämlich so „talmudisch" ausgetüstelt, daß er auch dem Juden denselben Schutz gewährt, wie allen anderen Staatsbürgern, gleichviel von weichet Seite — der nationalen, konfässionellen oder wirtschaftlichen — man ihm zu Leibe rücken möchte. Vergebens schreit der von arischer Rassen->Jntuition beseelte Schustevbub: „Sechts denn net, daß dös a Jud is?" Die Herren der Wissenschaft sehen es nicht. Juristen, Volkswirtschaftler, ja sogar die Naturhistortiker stehen der Rassencheorie mit Blindheit geschlagen gegenüber. Mit dieser Indiskretion desavouiert die „Deutschösterveichische Tageszeitung" merkwürdigerweise ans der e r st e n Seite die ganze Rasseneickenntnis, deren „untrüglicht Goistesprodukte auf ihrer letzten Seite inseviert sind. Wenn der Artikelschveiber aber behauptet, daß der oben zitierte Schusterbub für sein Geschrei sogar eingesporrt wivd, dann überschätzt er das Funktionieren des österreichischen Gesetzapparates gewaltig. Es müßte denn sein, daß er just jenen Pechvogel im Auge hat, der einst mit seinem „unfehlbaren" RasseNmstinkt den ausgerückten Antisemitenbündlern mit den: Ruse „Dös iS a Jud!" einen Herrn zur Berprügelung empfahl, der sich noch rechtzeitig als der Herr Prälat Seipel legitimieren konnte. Dieses Erlebnis des jetzigen Bundeskanzlers dürste die Chancen der Moralbiologie in Oesterreich allerdings stark beeinträchtigt haben. Denn aus echtem im „Pefter Lloyd" veröffentlichten Gespräch ist zu erfechten, daß der Regierungschef seither dem arischen Rassenmstinkt doch weniger Vertrauen entgegenbringt als dem herrschenden Gesetz und der Substitution des letzteren durch den ersteren Nicht sehr geneigt ist, auch wenn sie von seinem eigenen Stellvertreter, der paradoxerweise Staatsanwalt ist, propagiert werden sollte. Das wird freilich für die deutschvölkischen Studenten eine arge Enttäuschung sein. Vielleicht wird sie aber später einmal als reise Männer die Erkenntnis trösten, wie wenig Grand gerade der Deutsche hat, die Nasseninstmkte als legales Kviterium anzuerkennen. Er würde damit heute nur dem Herrn Pckncave die Mühe ersparen, seiner Mßpolitik gegen die „Boches" schamhaft ein Mäntelchen raffiniert ausgetüftclter Gesetzesparagraphe nmzuhängen, ihn vielmehr in die Lage versetzen, den französischen „Revanche"gelüsten schrankenlos zu frönen. Dieses Beispiel beiveist, wie gut die erwähnte Schriftieitung daran täte, ihre Spalten auch weiterhin Fvemdtoörtern zu verschließen. Ihr Gebrauch birgt nämlich eine Gefahr in sich, der nunmehr auch der Apostel der „Moralbiologie" zum Opfer gefallen ist, nämlich der Gefahr, zur allgemeinen Erhciterung gelegentlich das Gegenteil dessen zu sagen, was man gemeint hat. „Biologie" heißt näml'ich auf Deutsch-,sichre vom L e b e n". „Wvalbiologie" ist aber, nach der Schilderung ihres Erfinders, die Lehre, wie man die öffentliche Moral endgültig — t o t s ch I a g t. . . S—r. Rita Sarchrtto angeschossen. Der Schliß aus der Tasche. Warschau, IS. Jänner. (Tel. (bet ^Wiener Morgen- Leitung".) Einen eigenartigen Unfall erlitt die Tänzerin Rita S a c ch e t t o auf einem Ballfest in Zakopane. Sie war mit ihrem Gatten, dem Grafen Z a m o y s k y, auf dem Ballfest, an dem auch der Graf Oppersdorfs teilnahm. Graf Oppersdorfs unterhielt sich eifrig mit der Künstlerin, gestikulierte dabei sehr lebhaft und schlug schließlich mit einer Handbewegung an seine Hosentasche, in der er einen Revolver trug. Infolge de» Schlages entlud sich die Waffe. Die Kugel ging nach unten und trafNitaSaechettoindenFuß, die mit einem Aufschrei zusammenbrach. Ein Arzt bemühte sich sofort um Frau Sacchetto und stellte eine s ch w e r e Verletz u tt R b e .8 F nßes fest. Film trab Medizin. Schon vor zwanzig Jahren bemühte sich der französische Chirurg Doyen den Film der Medizin dienstbar zu machen, Leider scheiterten diese Versuche, weil durch die üblichen Aufnahmsmethoden von den Operationen nicht viel zu sehen war und außer dem Gesicht des Operateurs, dem Rücken der Assistenten und Schwestern nur einige Bewegungen und der Operationstisch anzeigen konnten, daß hier operiert wurde.. Man hat später versucht, den Filmoperateur ganz nahe an die Wunde zu bringen, doch wurde dabei das Operationsfeld durch Kohlenstaub beschmutzt und der Patient in Gefahr gebracht. Es galt darum ein neues Aufnahmeverfahren zu ersinnen, welches den Operierenden vor allem von dem Filmoperateur unabhängig und die ganz in der Nähe aufgestellten Kohlenlampen entbehrlich machte. Ein Berliner Chirurg Dr. v. Rothe, Chefarzt des Wilmersdorfer Krankenhauses, hat einen Apparat ersonnen, der von der Decke des Operationssaales herabhängt und in sich selbst die Beleuchtungskörper, welche diesmal Metallfadenlampen sind, enthält. Der ganze Apparat ist von einer Blechhülse, welche in eine ebensolche Kugel übergeht, umschlossen und kam: von dem operierenden Chirurgen mit einem Sehrohr so eingestellt werden, daß hernach ein Film entsteht, der die Wunde in achtzigfacher Vergrößerung zeigt. Mittels Fuß- und Handkontakten kann der Apparat beliebig gehoben, gesenkt und gedreht werden und alle Manipulationen sind streng steril und aseptisch. Welchen Wert die damit gewonnenen Filme haben, kann nur ermessen, wer als Student krampfhaft von Operationen etwas zu sehen suchte und doch, durch die umstehende Assistenz und die Entfernung gehindert, nichts gesehen hatte. Heute ist der Vortragende Professor in der Lage, jede seiner Operationen mittels eines solchen Apparates zu verewigen und er kann an der Hand einer Operation, die er vomimmt, eine Reihe von ähnlichen Operationen vorführen, die er selbst gemacht hat oder andere Methoden von anderen berühmten Chirurgen zeigen. Solche Filme werden auch dazu dienen, um auf medizinischen Kongressen viele Worte und Erllärungen unnötig zu machen, ivcnn der Vortragende seine Operationsmethoden ganz einfach mit einem Projektionsapparat seiner Zuhörerschaft verständlich machen kann. Aerztegesellschasten (verden sich solche medizinische Lehrfilme anschaffen und ihren Mitgliedern ständig die neuesten Errungenschaften der medizinischen und chirurgischen Technik vor Augen führen können. Wenn aber eine Reihe von Filmen aus den verschiedensten Kliniken entstanden sein werden, ist der Augenblick nicht wehr ferne, da ein lebendes Lehrbuch der Chirurgie geschaffen ist und dies ist der Plan Dr. v. Rothes. Deutschland besitzt heute in der Charite zu Berlin ein (mustergültiges medizinisch-kinematogrq-hifches Institut und sechs der hervorragendsten Kliniken bedienen sich schon dieses Apparates. Spanien, Südamerika und Ungarn sind gefolgt und e8 wird hoffentlich der Zeitpunkt nicht ferne fein, da auch Wien, welches doch eine so berühmte und (international geschätzte Schule besitzt, mit solchen Lehrfilmen geistigen Export treiben wird, der nicht nur von einem hervorragend ideellen, sondern auch, ganz materiellen Nutzen begleitet fein wird. __ D. H. H. Stahlsteinsalz. Eine russische etfhttattg. Eine aufsehenerregende Erfindung wivd ans Rußland nritgeteilt. Der russische Akademiker Joffe hat ein Ber-- fahven erfunden, durch das die Festigkeit jedes Materials ansehnlich — drei- bis Vierhundertmal—erhöht werden kann. Ueber die Art seiner Erfindung berichtet Joffe selbst einem russischen Journalisten: Mit Hilfe der Röntgenstrahlen können wir alle Veränderungen verfolgen, die ein Stoff bei seinem AuSeinanderfallen durchmacht. Es hat sich gezeigt, daß die Kristalle, lange vor ihrem Auseinanderfallen, nicht mehr vollkommen f 't sind. Die Verwüstung entsteht durch die ffetran Sprünge, die an der Oberfläche der meisten Kristalle zu sehen sind. Wenn wir aber ein Material so behandeln, daß. die Sprünge nicht entstehen, dann kann das Materiell bei einer höheren Temperatur flüssig werden, aber es wird nicht auseinandevfallen. Die Vernichtung der Verbindung der Bestandteile entsteht dann bloß unter einem Druck, der ansehnlich höher ist als unter gewöhnlichen Umständen. Nehmen wir zum Beispiel Steinsalz, das gewöhnlich bei einer Belastung von einem halben Kilogramm auf einen Quadratkilometer einen Druck von 160 Kilogramm vertragen, das Tragvevmögen ist dreihundertmal größer. Mit anderen Worten: durch eine gewisse Behandlung kann die Festigkeit vielhundertfach erhöht werden. Steinsalz wird dadurch härter als Stahl. Die Versuche werden mit verschiedenen Metallen, Salzen usw. fortgesetzt. Zum Teil sind diese Experimente noch nicht vollkommen beendet. Gluckt es uns, für jedes Metall die notwendige Behandlung zu finden, dann wird eine vollkommene Umwälzung in der Technik entstehen. Man wird kostbare Materialien durch billige ersetzen können. Für die Technik werden dadurch neue Perfektiven und nie geahnte Möglichkeiten eröffnet. Las ranwetter HM au. In Oesterreich herrscht leichtes Tauwetter bei örtlich stark wechselnder Bewölkung. Die südliche Luftströmung Über Europa hält am DorauSsager Herrschender WitternngSch a-r a k t o r a n h a l t e n d. L a w i n e n g e f a h r. Re Radiotelephonie. Die neueste Mode in Wien ist die Radiotelephonie. Sit wird von vielen als ein Spielzeug für Wohlhabende und als Ersatz für den bereits nicht mehr interessanten Shimmy- oder Jawa-Tanz betrachtet. In Wirklichkeit ist die Radiotelephonie eine der interessantesten Erscheinungen der letzten Jahre und hat ungeahnte Zukunftsmöglichkeiten. Im Jahre 1908 wurde von F o r e st der erste Apparat geschaffen, der eine Vorstellung der New-Yorker Oper einer Anzahl von Neugierigen radiotelephonisch übermittelte, imö jetzt kann man sich Amerika ohne Broad-Casting, wie diese Einrichtung genannt wird, gar nicht mehr denken. Von Amerika und England kam die Radiotelephonie nach Frankreich, dann nach Deutschland und wird jetzt auch in Wien festen Fuß fassen. Was ist Radiotelephonie? Zwei kleine Kästchen, eine kleine Akkumulatorenbatterie,, ein Draht, dessen Ende; an einem der Kästchen befestigt wird, während der andere Pol des Apparates mit der Erde leitend verbunden wird, bilden den Um und Auf der Einrichtung. Dieser radiotelephonische Empfangsapparat wird bei einer der Firmen der Radio- Industrie gekauft. Die Radiogesellschaft erbaut einen Sender, der durch eine Drahtleitung das gesprochene Wort oder Musikstück aufnimmt und es hinaussunkt, und alle Besitzer von Apparaten sind in der Lage, gleichzeitig den Rundfunkspruch zu hören. Man hört entweder mit Kopfhörer, wie solche ähnlich auch beim Telephon benützt werden, oder mit einem sogenannten Luftsprecher, der jedoch bisher noch nicht vollkommen in der Durchführung ausgestaltet ist. Einen Einblick in die Entwicklung der Radiotelephonie gibt die Tatsache, daß am 15. d. der König von England seine Thronrede radiotelephonisch aufnehmen läßt, da es jedoch unmöglich wäre, vor aller Oeffentlichkeit in das Mikrophon hineinzusprechen, wird die Königin neben ihm mit einem Blumenbukett stehen, in dem, von allen unbemerkt, ein kleines Mikrophon angebracht ist. So wird die Thronrede zu gleicher Zeit von allen Apparatbesitzern in England gehört werden. Die Siemens u. Halske A-G. in Wien dürfte wohl die erste Fabrik in Oesterreich gewesen sein, die die Erzeugung von Rcwioapparaten in ihr Programm ausgenommen hat. Während des Krieges waren dort 750 Radiostationen erzeugt worden; doch auch andere österreichische Unternehmungen haben sich mit der Sache sehr beschäftigt, wie zum Beispiel die Firma Kreme ne tzky. Die in Bildung begriffene Jnlands-Radiogesellschaft hat die Konzesiion zur Errichtung und zum Betriebe radiotelegraphischer Sende- und Empfangsanlagen für Jnlandsnachrichten erhalten, und jeder Käufer eines Apparates wird genötigt sein, Abonnent dieser Gesellschaft zn werden, da er von der Postdirektion wohl eine Lizenz zur Benützung des Radioapparates erhalten wird, damit jedoch noch nicht berechtigter Teilnehmer an den Vorführungen geworden ist. Sowie es Schwarzfahrer auf der Elektvischen gibt, wird eS auch Schwarzzuhörer geben, da. .es bisher ein gesetzliches Verbot des Anhörens der Vorführungen für den Apparatbesitzer nicht gibt. Die genannte Gesellschaft wird weder die Erzeugung noch den Vertrieb der Apparate haben, sondern sich nur mit dem Betrieb des Rnndspruchwesens beschäftigen und ihren Verdienst in den Abonnements auf die Vorführungen suchen und reichlich finden. Der steirische Landeshauptmann R inte len hat es verstanden, die Sache an sich zu ziehen und in Verbindung mit der Steirerbank, der Allgemeinen Jndustriobank in Wien und dem Kreditinstitut für öffeirtviche Arbeiten diese Gesellschaft zur Exploitierung der Radiotelephonie zu gründen, die dem österreichischen Staate einen Anteil am Gewinne gewähren wiriij. Da den Verkauf der Apparate die Radioiiwustrie besorgen wird, ist eine Hebung dieser Industrie infolge des immer größer werdenden Jntereffes zu erwarten, Das praktische Anwendungsgebiet des Radiotelephons wird unabsehbar sein. Die Uebermittlung von Vortragen, musikalischen Darbietungen, politischen und Tagesnachrichten, wiÄ ebenso möglich, wie die von Kursnotierungen der Börsen, die Veranstaltung der Radiodavbietungen wird Klub- und Vortragssäle füllen und vielen Verdienst bringen. Große Warenhäuser werden für ihre Kunden Apparate aufftellen und in den Hotels der Sommerfrischen wird die Radioveranstaltung im Vordergründe stehen und in Krankenhäusern und Sanatorien den Patienten über trübe Stunden hinweKelsen, Heute ist der Radioapparat für die breiten Schichten noch nicht erschwinglich, da der einfachste mindestens eine Million kostet, doch ist die Zeit nicht fern, wo infolge der Massenproduktion auch jene, die sich einen Theater- oder Konzertbesuch nicht so leicht gönnen können, in die Lage versetzt sein werden, die Veranstaltungen der österreichischen Radiogesellschaft zu benützen. Dann wird der Funkspruch „An alle" nicht für eine kleine Schichte von Radioamateuren bestimmt sein, sondern die Allgemeinheit wird daran teilnehmen, und die heule als Modeneuheit vielfach nicht mit freundlichem Sinn angesehene Radiotelephonie wird praktischen und wertvollen Zwecken dienen und auch dem vielfach seinen Zweck nicht erreichenden Kino ein wirffames Gegengewicht bieten. De« «adiotelegrraphische Verkehr. Gestern fand die Eröffnung des radiotelegraphischen Verkehres zwischen Oesterreich und dem AuSlande in Anwesenheit des Bundeskanzlers, von Ministern, Vertretern der Industrie- und Finanzwell statt. Der Bundeskanzler sandte ein drahtloses Telegramm an den Völkerbund, der Polizeipräsident Schober an die Polizeidepartements in London und New-Aork. Weitere Probedepeschen sandten Generalpostdirektor Hoheisl, Bürgermeister Seitz, das Präswium der Handelskammer usw. Die Radio-Austria A.-G., frühere Marconi-Gesellschaft, hat die Durchführung des Verkehres

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