Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1764 (13.1.1924)
- Date
- 1924-01-13
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Men, Sonntag ”«05S5!W Wkener Movgrnzeskttns. m 'SSmm I M Vkr. IM k EadiftenaffSre. Dozent Nr. Nächster verhaftet. GM 8 »... Sie Anklagen Pros. Hocheneggs. Von Dr. SanÄ Beer. Die sensationellen Gnthülliu-ngvn Prof. Hocheneggs haben begreifliche vwoilje sowohl m Aergtekrailsen als auch irr der OchfenMchkeit großes Anftehen erregt. Bevor in einem Versuch zur Erklärung der schweren Be«schu>ldilgnngen des bekannten Chirurgen gegen einen großen Teck der Wiener Aeryteschaf« emgegangen wird, muß die Frage aufgeworfen werden, ob dem Mutschen Lehrer, dem Mitglied des medigi-wifchrn Profesforenkolleynvms, dem hervorragenden Arzt und Organisator Prof. Hochenegg, keim anderer Weg als allem die Flucht «in die Oefftnttich'ke-it zur Aufdeckung so schwerer Mißstände in der ärztlichen Kollegenschaft M Verfügung stand. Sollte em so integrer Charakter keine Genossen unter den Aeryten in dem Kampfe gegen das a'bfchLulKche Vermittler», Provistonsumd Schmievgeldunwefen, wie es Hochenegg schildert, gefunden haben, daß die Standesorganifationen, die sich «tut viel Reineren Angelegenheiten beschäftigen müssen, gezwungen worden wären, den ganzen Komplex der Beziehungen des HauScrrzwS znm Facharzt einer Klärung zuzuführon, falls wirklich stcmda- Dse Zustände hier vorherrschten? Diesen Weg, die ihn: bekamt» Jen Mißstä-nde unter Nennung der Kollegen, die unanständige Forderungen an ihn stellten, den ärMchen Organisationen cmzuzeigen und so für die strittige Frage eine alle Teile befriedigende Löf-ung zu finden, hat der Ankläger gegen den Aerztestand gemieden. Er «ist sogar vor einiger Zeit aus der wirvLifchaftlichen Organisation der Aerzte WienS ausgetreten, die gerade solche einschneidende wirtschastibichr Fragen unter der Aertztefchaft Au regeln hat. Er hätte ja alS angsschenes Mitglied an der R-egelumg dieser Fragen ndttwirken können. Aus seinen Anklagen spricht Äwr nur Berstiimmung und Gchäsfig^eÄ, weck er für seine verschiedenen Bauprojekte und BeMckungsrdeen nicht genügend Archänger findet. Warum hat Prof. Hochenegg nicht die einzelnen Verleumder, die Re Gerüchte Wer seine chirurgische MmderwertiKsit verbreiten, vor Gericht gerufen? Das wäre doch viel richtiger, Äs den gesamten AeKestaNd des Betruges zu 'beschuldigen. Was das angebliche unanständige, standeswidrige Benehmen vieler Aerzte bei Berechnung des Honorars operativer Fälle betvifst, so ist die Anschauung Prof. HochenoM, der das dem Hausarzt zukowmend-r Assistenzhonora, als Provision und Schmiergeld für die Zuweisung des Patienten betrachtet, vollstäri* big irrig und ein schwerer, unberechtigter Angriff auf die Aerzte. Man muß sich den Vorgang vor Augen halten, der zur Zuziehung eines Spe-iaHtm i«r allgemeinen sühn. GewöhnNch kennt der pvakÄsche Ar-t den Patienten oder dessen Familie schon von früher her. Er wird nun zu einem Krankheitsfall gevußen uyd stehl «iw Saufe der Behandlung. daß der Fall entweder kompliziert ist, so daß die Beratung mit einem Fachkollegen notwendig wird, Wer vr tritt, gestutzt ach die genaue Kenntnis des Falles, selbst für die operative Behandlung des Patienten ein. Meist wünschen die Angehörigen selbst die Zuziehung eines bestimmten Chirurgen, nur in seltenen Fällen schlägt der Hausarzt meist mehrere Konsiliarii vor. Es mag auch sein, daß der Hausarzt m letzter Linie für die Wahl entscheidend ist, weil er die besonderen Fähigkeiten und düs spezielle Arbeitsgebiet eines Fachkollegen kennt, welche Umstände ja dem Laien nicht bÄannt sind. Den Hausarzt leiten sicherlich meist nur sachliche Motive bei der Wcchl des Chirurgen. Es ist aber klar, daß sich kern Mensch auch nicht ein Arzt, von gewissen persönlichen Momenten freihalten kann. Er wird bei gleicher Qualifikation und gleicher Tüchtigkeit der zu wählenden Operateure «den ihm sympathischen Arzt Vorschlägen. Man wird es begreiflich finden, daß sich ein bewußter Jude nicht einen Hakenkreuz ler zu seinem Operateur wählen wird. Menu Herr Professor Hochenegg dies bedenkt, bann wird er wissen, warum seine Pvwatpraxis besonders stark zur-ückg^angen ist. Mgefehen da«von, daß es das Schicksal aller Chirurgen, aller Aerzte überhaupt, ist, in höherem LeDensatter den nachrückenden, agileren, jüngeren Aerzten Platz machen zu müssen — da-nnt muß sich jeder Alternde abfm«den —, hat Prof. .Hochenegg durch sein antisemitisches Verhalten den größten Teil der Praxis eingebüßt. Die gute Praxis ist ja jetzt im allgemeinen tm Rückgang. Die vielen Kranken aus dem Osten, Süden, den Sukzessw-nsstaaten kommen teils wegen der schwierigen Reise- und hohm Kostenvephaltnisse, te'cks wegen der in den Hsimatländern entstandenen neuen K3iniken nicht mehr nach Wien. Aber es ist auch klar, daß die Studentenschaft, die hier von dem medi-zinischen Studium ausgeschlossen und beständig als Ans- - ander schikaniert wird, zum Dank für diese humane Behandlung wicht auch noch diesen Herren Professoren Patienten zuschicken wird. Dem Hausarzt gebührt als demjenigen, der zuerst die sachgemäße Tnranost zu stellen hat (was oft das En«tscheidemde «ist) und der die schwerste Verantwortung für den Krankheitsfall, zrr tragen hat und bei der Operation als Assistant auch nicht am wenigsten zu dem meist glücklichen Ausgang «des Eingriffes bviträgl, mi: Recht ein Teil des von den Operateuren so hoch gestellten Honorars. Sich für diese Mitarbeit, die oft höher e in zu sch ätzen ist als d«ie routinierte Techno! des Operateurs, bezahlen zu lassen, das nennt ein klinischer Lehrer, Prof. Hochenegg, Schmiergeld und Betrug der Patienten. Soll der Operateur ganz allein die hohen Honorare einstecken und der praktische Arzt diesen hohen Herren Kulidienst leisten? Dann wäre er nichts andere» als ein Vermittler im Sinne Hocheneggs! Jetzt, hat Pros. Hochenegg einmal das klar ansgsfpvochen, was die Sekt einer Woche Hai Wen feine. Sensationsaffäre, seit einer Woche wird überall von nichts anderem gesprochen wie von der „Affäre Kabmetz". Die. Berichte — die wahren lwtib evfttnidenen — können nicht genug Details bringen, die braven Bürger können nicht genug entrüstet tun über den Skandal, der sich mitten unter ihnen abgespielt hat. Denn di« OefstiMchkeit en«tvüstet sich sehr gern — wenn einmal etwas hevauskommt. Wie ist so etwas möglich gewesen, wie konnte das geschehen? In einer Gesellschaft, in der doch alles so wohlgeordnet ist, in der es so ehrbar und sittsam zugeht . . . Die Affäre Kadinetz hat anfgehövt, eine Angelegenheit dieser Frau und ihres Zirkels zu sein, ja sie war niemals bloß eine. Affäre Kad'metz. fondem sie war von allem Anfang an eine Affäre der Gesellschaft, deren Ordnung es ermöglicht, daß für Dinge wie diese eine Nachfrage besteht. Nachfrage erzeugt Angebot >u«nd wenn man eS genau betrachtet, so Hai die Kadinetz iw Grunde genommen nichts anderes geicm, als das, was jeder Kaufmann tut: sie, hat eine Konjunktur ausgenützt und so «wie andere Strümpfe oder Barchent verkaufen, ft hat sie «ihren Kunden Befriedigung abnormaler Gcllü-ste verkauft. Für gütes GeV natüMch. Ader ganz so einfach ist -der Fall denn doch nicht. D«M es werden dadurch viele öffentliche Interessen berührt, Fragen sozialer und menschlicher Natur tangiert, daß es mmÄglich ist, an dieser Angelegenheit so ohne, weiteres vorbsizuyehen. Zunächst sind eS Kinder, die durch den Geschäftsbetrieb der Kadinetz betroffen «weiden. Fälle ähnlicher Art hat es gewiß schon gegeben, ähnlicher, aber nicht gleicher Art. Wenn es sich um verwachsene Menschen handelt, die über ihren Körper frei zu verfügen haben, so ist es durchaus ihre Privatangelegenheit, ans welche Weise sie ihren Sexualbetrieb befriedigen. Anders steht die Sache mit Kindern. Abgesehen davon, daß eS dem menschlichen Empfinden im allgemeinen widerstrebt, sich unschuldige Kinder «in der Gewalt einer Peinigevin vorzustellen, ist der Gedanke, daß «aus diesen Qualen eine Schaustellung für andere gemacht wird, ganz besonders quälend und unerträglich. Was aber viel schwerer wiegt, als die körperlichen Schädigungen, die di« armen Kleinen erlitten haben, sind die psychischen Schäden, die ihnen zugefügt wurden. Denn es ist klar, daß sich ein Kind, das in seinem dreizehnten Lebensjahre derartige Evndoücke empfangen hat, nie mehr davon fvsiimachen kann. Das zweite ist der Umstand, daß >ein Arzt <m diesen Scheußlichkeiten teklgenonunen hat. An den Begriff Arzt knüpft sich — wenn eS auch nicht immer den Tatsachen entspricht — die Vorstellung von hohem Menischentum. Arzt und Menschenfvound werden gerne in Zusammercha.ng gebracht. Es ist eÄvas wankend geworden, ein Idealbild ist hevaügeworfen worden in den Straßenkot, wenn >man hört, daß ein Arzt Kinder mißhandelt hat. . . Und wo war die Schulaufsicht? Wie konnte es geschehen, daß die kleine Grell dem Schulunterricht ernte praktischen Aerzte schon längst gewußt haben, wozu die Götter, die gwßsit Chirurgen, die Praktiker mißbrauchen wollen. Daß sich darin die Sachlage in letzter Zeit gewandelt hat, ist nur recht und billiig. Auch kann der praktische Arzt in diesen Punkten sicher mit dem Verständnis des Publikums rechnen, das ja einsieht, daß dem Hausarzt für seine ausopsvrnde, fachgemäße Behandlung und Mitaübeck eine entfprechrnde Entlohnung gebührt und das nicht gut hsißen wird, daß der Operateur allein den Rahm abschöpfen soll, zumal das weitere Schicksal des Patienten, der den Hausarzt gern befriedigt sicht, weiter in dessen Hand liegt. Herr Prof. Hochenegg tut so, als ob er die ganze Währhoit der medizinischen Wvsfe-nscho.st für sich yepach.or hätte. Er bezichtigt die Fachärzte der laxen JndikationSstellung, das hsißt, er behauptet, daß die Fachärzte bswußt aus Geldgier unnötige Eingriffe machen. Es ist nicht ^bekannt, daß Prof. Hochenegg in «feiner. Diagnofenstelbung so unifehlbar ist. Diese generelle Böfchuldigung ist jedenfalls so ungcheuer, daß man veffucht «ist, zur Entschuldlgu-ng des immerhin angesehenen ArzteS für diche Ent.Keif.ungen eine gefftitze Schwäche anzunehmen, die sich aus fsinsm Alter ergibt. Die gesamte Aerzteschaft wird' hoffentlich dem Herrn Prof. Hochenegg die entlfpvechsWe Antwort auf diese sch«were, «unlbsrechitigte Anklage gelben. Gerade die österreichische Aerzteschaft steht au>f einer so hohen Stufe sozialen Denkens chas beweist ihre bis zur S-eMtausoPfevrmg hWsbrreite Dsilnahm« an den verschiedenen Kranken«versicheru>ngsanstalten der Arlbeiter, Angestellten und Beamten), daß sie ruhig das Urteilt der Oeiffentlichkeir -Wer diese Beschmutzung «des ovgensn Nestes erwarten kann. * Die PauschalvevdächtiMng der Aerzte. Bon Dr. Alfred Loewtz« Einer unserer ganz großen Kliniker, Hosrat Prof. Hochenegg, wendet sich an die Oefsentlichkeit mit der Klage, daß seine operative Praxis zurückgeht und er findet^ eS für gut, der ganzen ärztlichen Kollegenschaft eines am Zeug zu flicken, indem er fast alle in Bausch und Bogen in den Verdacht stellt, sie wollen nur zu denjenigen Professoren und Spezialisten Patienten schicken, welche den Aerzten Provisionen zahlen. Hierbei bedient sich dieser so hochstehende Mann einer Ausdrucksweise, welche unbedingt geeignet ist, das Ansehen deS derzeit ohnedies schwergeprüften ärztlichen Standes noch viel tiofei: als bisher herabzudrücken. Wenn Herrn Hofrat Pros. Hochenegg tatsächlich Verleumdungen zu Ohren gekommen sind, die ihn in seiner Stellung als erstklassiger Chirurg zogen wurde? Auch auf «diese Fragen wird eine Antwort erfolgen urüssen. Die Angelegenheit Kabiuetz ist also eine Affäre aller gelwovden. Don Zeit zu Zeit muß die Gesellschaft durch einen Fast von besondrer Kraßheit aufgerüttebt werden, e.vschüllevt bis ins Jmrepste. Die Kadinetz mit ihver Peiksche hat Kinder gecschlagen, aber sie hat die ganze Gesellschaft mttierr ins Gesicht getroffen. . . * Der rn der Angelegenheit der Frau Kadi netz in den letzten Tagen euwähnte Dozent, der zu den Besuchern der sadistischen Borführungen gehövt hat, wurde gostevu über Betreiben der Staaten Waltschaft verhaftet. Mv würben zu der ganzen unappetillichen Sache keine Stellnny nehmen, 'wenn die „Re-ichepost" «n«icht in ihrer vorgestrigen Nummer auf Grund «Ms angeblichen Delegramnres des Agvamer „Objor" v. 9. d. einen gänzlich unschuldigen Wvsner Profeff-or der medizinischen Fakultät als don fraglichen DvzeiNten bezeichnet hätte, allem Anschein nach nur deshalb, well dieser Professor ein Jude ist. In Wirklichkeit ist .der Verhaftete der Dogent für ArrgeniheMunde Dr. Ernst Bachstez von der AugeEmik Melle.r u«nd als deutschvöAischer Parteigänger und Rassenantisemit bekannt. Die Lüge hatte diesmal wirNich kurze Beine. Es ist sehr interessant, daß die ,FteichsPcst" den Korrespondenten des ,>Obzor" für einen Sachverständigen und wohlMsdrmierben Vertrauensmann gehalten' hat und es ändert der Umstand, daß die „Reichspost" die Meldung gvstern rm-t dem AuSdmck des Bedauerns dementierte, nichts an der Tatsache daß dieses Regiemngsovgan voreilig, ohne sich genauer zu infownieverr, -in leicht verständlicher Absicht einen angesehenen Wiener Gelehrten bloßzustellen versuchte. In allen Redaktionen war es bekannt, daß B a ch st e z der gesuchte. Dozent i>st, und auch die ^Re-ichspos^ mußte dies wissen. Das paßte aber nicht in ihren Kram und deshaW mußte der sadistische Dozent ein Jude sein. Nunmehr wird sich Ba chstez zu Vevantworten halben, während sich die „Reichspost" rnit dem Ausdruck des Bedauerns zurückzieht. Sie. hat darauf spekuliert, daß „etwas hängen folÄ". Dieses Vergnügen stört ihr der Staatsanwalt. * Das Dekanat der medlzinischen Fakultät der Wiener Un/iverfität teilt amtlich rnit, daß Dr. Bachstezbereits am 1V. d. mittags seines Amtes enthoben wurde, uud zwar sofort, nachdem dem Vvvsta>n!de der AugeMiull bekannt geworden war, daß Dr. Bachstein die Angelegenheit K a d i n e tz verwickM sei. *- Herr Eduard Kot a n y i, Chsf der Firma iKotanyi u. Co.» Kleiderhcius. 8. Bez., Lerchenfelderistraße 162, gibt hiermit «bekannt, daß er mit dem in -der Angelegenheit der wegen «Sadismus «verhafteten Sprachlehrerin Kadi netz mehrfach genannten TePPichhäMer Kotanyi weder idontrsch noch verwandt ist. empfindlich schmerzen mußten, warum schlägt er nicht den uns Aerzteir vorgewiesenen Weg durch die einzig und allen: kompetente Instanz der„WirtschaftlichenOrganisation d e r A e r z t e" ein, um sich Genugtuung und Remedur zu verschaffen? Wenn sich der Herr Hoftat gekränkt und geschädigt fühlt, wenn ihn die „Konkurrenz" als zitternden Greis darstellt, um wie viel mehr Empörung und Kränkung muß es jedem anständigen Arzte bereiten — und ich wage mit gutem Gewissen zu behaupten, daß der allergrößte Teil der Aerzteschaft viel, zu anständig ist, als daß die Anwürfe Hocheneggs auf ihn Geltung fänden —, wenn er seinen ganzen Stand mit so schweren Pauschalverdächtigungen ans dem eigenen Lager beleidigen lassen soll? Wir möchten aber die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne dem Herrn Hoftat — und nicht nur ihm allein — vor Augen zu führen, daß vielleicht ein gewichtigerer Grund für die Verminderung seiner Popularität zu finden wäre, lieber 60 Prozent der Wiener praktischen Aerzte sind Juden. Fragen wir den Herrn Hoftat, ob im letzten Dezennium wenigstens 10 Prozent der angestellten Operateure und Assistenten seiner Klinik jüdische Aerzte waren? Soll sich etwa der jüdische Arzt für das Refus zur chirurgischen Ausbildung an den Wiener Kliniken durch dankbares Zuweisen von reichen Patienten revanchieren? Der Hofrat befindet sich in einem Irrtum, wenn er von seinem Schmollwinkel aus die Anständigen unter uns als Ausnahmen ansieht. Aerzte, die Schmiergelder annehmen, mag es vielleicht hie und da geben, aber solche Individuen sind gewiß nur sehr vereinzelte, räudige Schafe, mit denen sich die Wiener Aerzteschaft von niemandem identifizieren läßt! Ae Wische« UnteroWere des gewesene» 41. Znsanterieregimentr. Ein Schreiben des Oberstleutnants Pobziornyi. Das christWchlsoziaLe „NenliMilts-WeUIbliaitt" in Wien hatte in vineim am 1. d. verößfentkichtien Artt'keil „Ws Czernowitz noch österröich>:isch war", «den Satz e«in!ge«stoch>wn: „Im Ncc«bMn<iier Jnlsanterlievoglimient (41) ivcvr kein Jude Unterchs'izier". Das Blatt echliÄt Varamif von ObeMenmbant d. R. Jose>f P o «d z 'i o r n y i in F >i f ch <r «u an der Schnee«ber«Z>üahn die folgende Zuschrift: „Auch ich k lebte vonc Jahre 1806 au durch Itz Jahre in CZernawitz und gehörte während meiner ganzen Dtieuistzelt dam Jnsianteeiereigimenit Nr. 41 an. Das Lielbe, Schöne und Gute, m§ mir dort jeidorizeliit Hntell tourde, vevpfkichten Irnich, dem Land« j>LL.Stadt. u«!k biwe.BeivÜükLMwa. davA-