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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-13 · Heft 1764 (13.1.1924) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1764 (13.1.1924)
Date
1924-01-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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®eHe S "" " Men, Sonnig «Ast, daS man dir tu', das füg' auch keinem andern zu", und der große Kant hat den kategorischen Imperativ ausgestellt, der dasselbe besagt. Ueber diesen Grundsatz Lann keine Politik hinwegkmnmen, und dort, wo sie es verfircht, wo sie Getvalt für Recht setzt, wo sie Streitfragen mit der Waffe lösen will, dort verfällt die Gesellschaft in Krieg, Hunger urib Pestilenz. Alles Leben ist Zusammenleben. Das Bild des heutigen Europa mit seinen Rüstungen und Gcgenrüstungen, mit seinen Verschwörungen und Kerkern, mit seinem Mlitarismus und seiner Geheimdiplomatie, mit seinem Götzen der Gewalt fft eine Warnung für alle Völker, die daran gehen, sich ihr Heim zu schaffen oder neu einzurichten. Die Menschheit kann nur im Zeichen Hillels gedeihen, rricht im Zeichen Kains. Bulgarien nach den Sobranjewnhlen Die Thronrede des Zaren. — Das Wahlsystem und die Par. «eien. - Die Wirtschaftslage. — Außenpolitische Schwierig. ketten. Sosea, im Jänner. Programmgemäß hat Zar Boris, zum ersten Male seit fefoet Thronbesteigung mi Herbst 1918, das Sobranje mit einer thronred« «öffnet. Diese Rede hatte .bedeutsam sein und «kr scharfes Acht auf die politischen Verhältnisse des Balkans warfen können, wenn eiben Thronreden nicht von Haus aus lau fett Ton und verschleiert in den Motiven wären, mb wenn im demokratischen Bulgarien Enunziationen des Zaren überhaupt «fett wirkliche innere Bedeutung hätten. Mt hmgetupfter Umschreibung sprach die Thronrede vom „politischen Wechsel", von der Wiederherstellung der .bürysrllchen Freiheiten und von der Erwartung, daß das Land eine friedliche EMoicktung nehmen werde. Bulgarien, hieß es, will ein Faktor des Friedens und der Ruhe auf dem Balkan sein, aber es verlangt neben seinen Verpflichtungen auch die ihm zugasicherten Recht»: den Zugang zum Aegaischen Meer. Es wird die Ratifizierung der Verträge mit den Nachbarn befriedigend vermerkt, Pläne zur Hebung der toirtschastlichen und finanziellen L^ge wurden in Aussicht gestellt, ebenso wie die Verbesserung deS Schulwesens und der Gesundheitspflege. Besonders wichtig aber erschien rund erscheint eine Gesetzesvorlage zum Schutze der Ruhe und Ordnung im Lande, also scheinbar «tat Sicherung deS gegenwärtigen Regimes in der Art. wie in der Tschecho-Mowokei und Deutschland die Gesetze zum Schutze der RepMik geschaffen wurden. Die Regievungstoalitton hat 'bei den Wahlen gesiegt. Wie tarnte das geschehen, wenn man bedenkt, daß Stambuliiski als Führer der Bauernpartei von 246 Mandaten für sich 315 erobert hatte» obwohl seine Partei nur um 80.000 Stimmen mehr als die gesamte Opposition znsmnmenibvachLe? Das hängt mit dem von Stambuliiski «mgeändeuten Wählyefetz zusammen, das der jeweiligen Regierungspartei die Majorität sichern soll. Wahrend bis dahin in Bulgarien «in demokratisch gohandhab-tes Proporzwahlsyftem bestanden hatte, änderte es die StombulnE-Rsgierung dahin, daß die bestehen oen, nach Bezirken emgeteAen großen WahKollsgiey auf kleine Wcchlkveise mit je ein oder zwei Mandaten reduziert wurden. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß der Zar die Regierung ernennt, die Regierung wiederum die Kreispräftckten itrtb daß diese die Wahlen machen, so kann mau sich das jeweilige WahlvvMat leicht erklären. Allerdings kam be-i den letzten Wahlen der Regrerungskoalitvon der Umstand zugute, daß die Bauernpartei durch den gewaltsamen Sturz StambuNskis erschutitert, die Kommunisten durch die Niederschlagung ihres Septemberputsches desorganisiert und die Liberalen, da .ihre Führer zum Teil eingekerkert sind, nicht in der Lage waren, sich envvgffch genug an der Wahlpropaganda zu beteiligen. Die RagiermrgÄoalÄnon ist ein Zusammenschluß dor vier großen demokratischen Parteien: der eigentlichen Zankoff- Gruppe ,-Sgovor", dem größtenteils Professoren und die Offiziersintelligenz augchören; der demokratischen Partei unter Führung deS gewesenen Milch'tevprDdeniten Alexander M a l i n o f f und L j a p t s ch e f f s, die im Herbst 1916 den Waffenstillstand mit der Entente abgeschlossen; der Obed i n i st e n, das konservative Element mit dem alten Geschoss und Dan eff an der Spitze, und schließlich des linken Flügels der Demokraten, der Radikalen, denen die moderne fortschrittliche Intelligenz des Landes unter Führung des Advokaten Dr. Fadenhecht angehört. Auf Seite der Regierungsparteien stand diesmal auch die sozialdemokratische Partei, dir eigentlichen Sozialisten des Landes, weil sie hofften, daß die Regierung Zankoff sich 'bemühen werde, auch den wichtigen sozialpolitischen Problemen ihr Augenmerk zuzuwenden, zumal die Parteiführer Sa kos off, Pastuchoff und Arsen Zankoff (Brtvder des Premiers) großen Einfluß im Lande besitzen. Der Koalition, welche 201 Sitze in der Kammer einnimmt, steht die Opposition (Agrarier, Kommunisten, Nationalliberale, Narodno Gdmstvo) mit 46 Sitzen gegenüber. Obwohl die Opposition zersplittert ist, da die Interessen der einzelnen Parteien inner- und außenpolitisch auseinandergchen, wird die Regierung doch mit ihr rechnen müssen, da die wirtschaftliche Entwicklung des Landes bei den Bauern liegt; ohne sie ist das in .der Thronrede skizzierte Wiederanfbauprogramm nicht durchführbar. Für die allgemeine Wirtschaftslage charakteristisch ist das Fallen des Lei. Der Tabakverkauf war schlecht, da Deutschland als Käufer ausgcschaltet war und die Tabakmonopolverwaltungen der mtttt-leuropäischen Staaten sich nicht entschließen konnten, die minderwertigen Produkte der letzten Ernte zu erwerben. Aus der anderen Seite setzte ein mächtiger Warenimport ein, mit Rücksicht daraus, daß viele Einfuhrverbote wieder aufgehoben -worden waren. Bezüglich des Exportes von Getreide und anderen Boderiprodukten war der Markt durch die früheren teuren Preise verdorben, so daß Wienergroße Mengen im Lande Zurückbleiben mußten. Der Wiederaufbau verschlingt große Summen: die Regierung sMst wird zn Anslan'dskreditett greifen müssen, so lange es ihr nicht gelingt, ein Steuersystem eiuzusühren, das auch die Bauern proportional zur Steuer-leist'nng heranzicht. Die Industrie steckt ta den Kinderschuhen, die Landwivtschaft ist noch nicht so tveit, daß sie rationell arbeiten könnte. Schließlich mutzte fo* DevwÄtung an Haupt und Gliedern reformiert werden. Aber auch außenpolitisch ist die Lage nicht geklart. Man kann etacx Regierung keine «AalbMät -^billigen, wenn die ihr als Resonanz dienende Kammer aus einem Fünfte!! bäurischer Abgeordneter besteht, während die bäurische BetMkevung Wiarfünficl des Landes ans macht. Das Verhältnis zu Rumänien, zur Türkei und zu Griechenland trägt euren onsgesprochen lauen Charakter. Jugoslawien hingegen fühlt das -natürliche Bedürfnis, keinerlei über die diversen Abkommen hinausgehende Aspirationen Bulgariens auftommen zu lassen, zumal Zankoff die Restitn-i-erimg dcir Armee verlangt, von einer mazedonischen Minorität int S. H. S. spricht und wegen des freien Zuganges an die Argäis mit lauter Stimme an den Völkerbund appelliert. Aber das Schlimmste besteht darin, daß man kein Vertrauen zu Bulgarien hat, indem man es deS ZufanlmengchenS mit der magyarischen Reaktion und mit dem italienischen FasziSmus verdächtigt. fKlle Sportartikel praktisch und gut * IDE ALS? RUMPF I. TRATTNERHOF 2 (Griten) m Politische Miniatmen ans Polen. SWaldemokraten und Minoritäten. — Das Hausgesetz des Grafen Zamohöki. — Lntoflawskis Tod. — Hallers Auftreten in Amerika. 'Von unserem Warschauer Korrespondenten.) Die Frage der nationalen Minderheiten in Polen, welche seit der letzten Regierungskrise in' ein einigermaßen akutes Stadium getreten ist, hat sogar schon die polnische Sozialdemokratie, .deren Politik ta dichem Punkte die verlogenste war, ju einer allerdings behutsamen. Stellungnahme veranlaßt. Auf dem Parteikongveß in Krakau referierte der Abgeordnete Niedzialkowski über die nationale Mi» noritätenpolM und führte aus, daß die Partei in dieser Hinsicht für die Zukunft ein reales Programm haben muff«. Di« Frage der Minderheiten sei in Polen besonders kompliziert, weil es sich nun die südif che Minorität handelt, die über das ganze Land zerstreut ist, daun um die anderen in einigen Gegenden konzentrierten Minoritäten, wie zum Beispiel die Deutschen, und endlich um das national gefchllossone Gebiet d« Ukrainer in Wolhynien und Ostgalizien. Die Mische Frag« müsse anders behandelt werden als das Problem der übrigen nationalen Minderheiten, welche sin bestimmtes Territorium bewohnen. Den Juden muß das Anrecht auf ihre Schulen Anerkannt werden. Stach der Ansicht des Referenten wären die sozialdemokratischen Fdvdevmvgen bezüglich dor Minderheiten in Aon Abschnittezu tollen. Der arste enthält die kulturellen Forderungen und die Zulassung der Minoritäten in den Staatsdienst, .der zweite die territoriale Autonomie für das östliche Gebiet. Die Partei fordere volle Durchführung der Verfassung, welche den Minoritäten ihre kulturellen, sprachlichen und Schulrechte verwirkt, weiter 'die Gründung der ukrainischen Universität in Lemberg, das Aufhören der Verfolgung und Schikanierung der konfessionellen und nationalen Minoritäten. Für Ostpolen sei die GemeiindeM-tonomie und Begirksautonomie sowie «ne territoriale Autonomie für daS Gebiet, welches die Ukrainer geschlossen bewohnen, einzufühven. Dieses Programm klingt schon einigermaßen fester als die bisher stets ausweichenden Beschlüsse und Enunziationen der polnischen Sozialdemokraten gegenüber den Mindevheitsftagen. Ob es prakt-isch von der Partei eingehalten werden wi-Ä>, ist eine andere Frage. Die nationalen Mindscheiten in Polen ha'ben unter den geg-suwärtigen Verhältnissen nicht viel Hoffnung auf gerechte Erfüllung ihrer Forderungen. Daraus deutet schon die gsgrnivärt-ige, -allerdings nicht sehr feste Zusammensetzung des Kabinetts Grabski hin. Als Charakteristikuin für das jüngste Mitglied des Kabinetts, den Außenminister Grafen Zamoyski, sei erwähnt, daß Za-moyski, der einer d-r reichsten Gutsbesitzer Polens ist, vor ungefähr einem Jchre aus zwei zu seinen Besitz gehörigen Orten Iudetrau s treib un gen durchführen ließ. Auf ein altes Hausgesetz der gräflichen Familie Zamoyski gestützt, ließ er aus beiden Orten die meisten jüdischen Familien vertreiben und ihre Häuser Zerstören, welche den brtvoffcnen Juden bereits seit mehr als hundert Jahren gehörten. Graf Zamoyski hat also gegenüber der polnischen Verfassung ein Hausgesetz rnd wendet es rücksichtslos gegen die Inden an. Dieser Mann wird nun die äußeren Geschicke Polens leiten und steht in der erstell Reihe der polnischen Gesellschaft. Einer der bekanntesten Namen in Polen war der deS P. Lutoslawski, welcher vor einigen Taigen, kaum 44jährig, ain Scharlach gestorbell ist. Lntoflawski galt als eine Säule des neuen Polentums. Den Juden in Polen war er die Verkörperung des fanatischesten und rücksichtsloscsien Hetz« antisem-itisnlus. Er hat auf der Kanzel, -in Vollsversammlu-ngsn, dclrch Gründung antisemitischer Bohkottxfl, MMx iM M. yföj orgatlisationinl und im Parlament in geradezu unhe-imlics fanatischer Weise soineni Judenhaß Ausdruck gegeben. Schon das Uobermaß des Fanatisulus mußte verdächtig erscheinen, Wer den Mann fe sah, mußte auf den ersten Blick vermuten, daß in den Adern des katholischen Priesters ÄUltoGawsv Wisches Blut fließe. ES ist auch in Wirklichkeit so, wie eS so Vst und oft bchauptat wurde. Luioslawskis Vater soll ein Jude gewesen sein. Luwflawsft sMst 'hat ursprünglich in Zürich Medizin studiert, formt betrieib er in London musikalische Sbudkn, hierauf wandte er sich pädagogischer Arbeit zu. Mit einsm Male aber — man sagt eine unglückliche Liebe soll der Grund sein — ents-agde er dem weltlichen Leben, trat in ein Kloster ein und. beettdete im Jahve 1914 die theologische Fakultät. Als dann die N-ationaldemokraten aus Polen nach Rußland flüchteten, ging L-ntoslawSki mit ihnen. Nach der Wiederauftichmng Polens war er einer der eifrigsten Vorkämpfer der Nationalfopnovralen und besonders ihres antisemitischen Programms. Eine merkwürdige Erscheinung, dieser Priester de§ Haffes, in dessen Leben etwas von Dragik wohnte. Mehr der Operette zugehörig .ist eine andere Figur aus der polnischen Oeffentlichkert, welche in der letzten Zeit mehrfach von sich reden machte. ES fft General Haller, der Organisator der Hallev-Armee, welche für die Bvfteiung Polens vom Ansturm Rußlands energisch gegen — die Müschen Bärte kämpfte. Haller hat eine Reise nach Amerika unternommen, wo diese Reminiszenzen an die Heldentaten seiner Soldaten gegen die Juden Anlaß zn verschiedenen rmlieibsamen Szenen waren. General Haller hat, wahrscheinlich um weiteren -unliebsamen Bovkommnisien auszuweichen, in Chicago den Vertretern der jüdischen Presse erklärt, daß er niemals Befehle ertellt habe, das jüdische Volk anders zu behandeln als andere Nationalitäten. Soweit hätte die Sache mir komödienhaften Anstrich, sie bekommt aber ihre operetterchafte Färbung durch interessante Emze-lhe-iten einer sozialdemokratischen Interpellation. Dort heißt es nämlich, daß Haller seiner Reise, die einer privaten Organisation, der Organisation chemaKger polnischer Legionäre in Amerika gM, einen offiziellen Charakter ga>b, in dem er öffenMch «erKärte, er komme als offizieller Vertreter der polnischen- Regierung. In feiner Umfovm als polnischer General — daS ist daS listigste — ließ sich General Haller gegen Eintrittsgeld sehen. In einigen Fällen verlangte er 6000 Dollar für den Anblick seiner Person. Die Amerikaner verhielten sich Haller gegenüber höflich, aber iwNisch. In Boston wurde gegen sinen öffeEchen Empfang Hallers Protest erhoben, da er der Vertreter der schwärzesten Reaktion in Pollen fei. ES wäre wirklich interessant, welche offizielle Mission General Haller in Polen hatte. Sem Mfftreten" ist ein Sympton. Ae landwiMastliche KolomAüsn des Keren Hajefjod in PalnÄm. Reue Siedlungen. — Produktive Bekämpfung der Arbeit-» losigkeit. Bon den sieben neuen Kolonien, die in diesem Jahre in Angriff genommen wurden, sind im Monat November bereits manche Fortfchrttte zn berichten. Auf der unten Siedltmg von Tel-Maß, wo 80 Familien angesiedelt werden sollen, haben beveitS 48 Familien sich definitiv niedergelassen; von 30 bis 40 Familien, die in Chit tsin, der neuen Misrvchisiedlung, angesiedelt werden sollen, haben bereits 18 ihre Arbeit begonnen, und daS gliche kann von den neuen Kolonien bei Remah, Morchania und Ruba-el-Nasrah bei Tel- Adaß berichtet werÄen. In der ersteren arbeiten bereits 20 Familien, i« der zweiten 25 und in Ruba-el-Nasrah sind bereits 80 cmgesiedelt. Ist all diesen neuen Siedlungen .wie auch in den Siedlungen, die in den letzten zwei Jahren mit Hilst der Mittel deS Keren Hajeffod begründet wurden, fchveidet die landwirtschaftliche Arbeit befriedigend Wetter. Das Pflügen und Säen wurde überall vechtzottig beendigt und, falls der Regen in diesem Jahre nicht zu spät emsetzt, kann mit einem günstigen Ergebnis für dieses Jahr gerechnet werden, In fast allen Siedlungen wurde in diesem Jahr« mit dev Pflanzung von Tabak begonnen und ein spezieller Instruktor bereist die Kolonien, um die Siedler in der besten Methode de§ Tabakbaues zu unterrichten. Neben den bestchertden und neuMgründeten Siedlung«« wird vor allem auf die Formung landwirtschaftlicher Chaluzimgmppen Wert gelegt, die in den Kolonien vorläufig als Lohnarbeiter beschäftigt sind, aber mit Hilfe von Darlehen, die sie aus den Mitteln des Keren Hajeffod erhalten, befähigt werden sollen, auch auf eigene Rechnung Landwirtschaft zu treiben. Solche Gruppen sind im November neun gebildtt worden, wovon fünf fom Misrachi angehören. Sie haben außer Darlehen vor allem auch dst -notwendigen Nutztiere erhallen, ein Teil davon konnte billig in Syrien eingekauft werden. Neben diesem Nutzvieh wurden im November auch 60 Rassetiere unter die Siedlungen verteilt, die von Holland ge«' kommen sind und in guter Berfasiung in Palästina anlangten. Der Keren Hajsslod unterstützt jetzt 42 Siedlungen; überdstS hat er an Kolonisten in den älteren Siedlungen Darreyett bi» zur Höhe von 200 Pfund bewilligt. Um der Arbeitslosigkeit durch konstruktive Notarbeiteit abzuhelfen, wurde aus den Mitteln des Keren Hajeffod aus dem Budget für Arbeitsbeschaffung die Summe von 1480 Pfund als Darlehen bewilligt. Mtt Hilfe dieses DarlchertS sollen jüdische Arbeiter als Landarbeiter bei Kolonisten in Petach-Tikbah untergebracht werdet!, und zwar auf der Basis von Gruppenkontraktsarbeit, da nur in dieser Weise sie mit der billigen arabischen Arbeit konkurrieren können. DaS Darlehen ist bestimmt für die Errichtung der notwendigen Unterkünfte, für die Ausrüstung und die Haustiere sowie auch für die Pacht eines Grundstückes in Petach-Tikvah, auf den: diese Grtrppr Tabak pflanzen soll. Auf diese Weise gelang cs, Ml Arbeitslose aus Jaffa zu Produktiver! la.ndwi>'ischas!!ichcr Arbeit nach Petach-Tikvah zu überfi'chren^

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