Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1763 (12.1.1924)
- Date
- 1924-01-12
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Ar. 1763 .Wien, SMMy /-—— -;------- zent des Wertes emgehoben wurden. Durch drei verschiedene Verordnungen wurden: 1. die Ansfuhrabgaben aufgehoben, und lediglich für Kohle, Kali und Salz beibehalten; 2. das allgemeine Ausfuhrverbot außer Kraft gesetzt und jene Waren, welche weiter dem Ausfuhrverbote unterworfen blieben, in einer ziemlich beschränkten Aussuhrverbötsliste zusammengefaßt, die, in der Hauptsache Rohstoffe, Nahrungsmittel und ähnliches enthielt; .,8. den deutschen Exporteuren die Verpflichtung auferlegt, 30 Prozent der aus dem Verlaufe der Waren einsließenden fremden Zahlungsmittel abzuliefern. Gleichzeitig hat die deutsche Regierung mit dem Abbau des weitverzweigten Apparates, der zur Durchführung der Außenhandelskontrolle noch kn der Kriegszeit ins Lehen gerufen wurde, begonnen. Der von der deutschen Regierung im September vorigen Jahres eingeschlagene Weg wurde auch später verfolgt und bis Ende des Jahres noch eine Reihe von Erleichterungen auf dem Gebiete der Ein- und Ausfuhrverbote geschaffen. Einen großen Fortschritt auf diesem Gebiete bedeutet die von der deutschen .Regierung letztveröffentlichte Perordnung, welche mit Wirksamkeit vom 11. d. das Einfuhrverbot für eine Reihe von Waren aufliebt. In der Hauptsache wurden Nachfolgen de Artikel zur Einfuhr freigegeben: Gewisse pflanzliche und tierische Rohstoffe und 'Erzeugnisse, unter welchen hervorzuheben wären: Holzpflasterklötze aller Art, Faßholz, Harze, Knochenfett, Tierfette, Schwämme/ auch bearbeitet, einzelne fette Oele, gewisse Stoffe auD dem Gebiete der Steine und Erden, wie: Polier- und Putzkalk, Gips, Talg, einzelne Metallerze, -Schlacken und -Aschen: Mineralöle, insbesondere Steinkohlenteer und Pech, Steinkohlenteeröle. Bienen-, Pflanzen- und Erdwachs, Seifen (außer Feinseifen). Gewisse Schmier- und Putzmittel, wie Wagenschmiere, Schuhwichse usw. Einzelne chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, wie: Quecksilber Und Quecksilberlegierungen, Weinstein (roh), einzelne Farben und Farbwaren. Flüchtige ätherische Qele, insbesondere Holzteerole, Terpentinöl, Fichtennadelöl, Harzgeist und Kampferöl sowie Leim aller Art, Eichenholz, Fichtenholz und Kastanienholzauszug und andere Gerbstoffauszüge usw. Aus der Gruppe Leder, Lederwaren und Kürschnerwaren insbesondere: Leder aller Art, Lederschuhe, mit Ausnahme der Schuhe im Gewichte unter 600 Gramm pro Paar, Pantoffel und Hausschuhe, Schlag-, Näh-und Florteilciemen, Handschuhleder, zu.Handschuhen zugeschnitten, Pelztvaren, nicht überzogen, nicht gefüttert usw. Aus der Gruppe Papier und Papierwaren unter anderem: Halbzeug aller'Art zur Papier- und Pappebereitung, Pappen aller Att und Packpapier. Pflastersteine, Waren aus Gips, Bauplatten und Bausteine usw. Aus der Gruppe der Tonwaren insbesondere: Röhren, Tabakspfeifen, Schmelztiegel und andere Hohlwaren' aus Magnesiazement. Speckstein oder Gräphitmasse, Bodenplatten .und Pflasterplatten, auch Wändbekleidungsplatten sowid Waren aus Steingut, Isolatoren aus Porzellan usw/Aus der Gruppe Glas und Glaswaren insbesondere: Glasröhren Und -stengelchen, Tafelglas unter 0,5 Millimeter, Drahtglas, optisches Glas usw. Aus der Gruppe der Eisen- und. Metallwaren unter anderem: Gewisse Maschinenteile, Wagen (Wiege- Vorrichtungen), ausgenommen Präzisions- und selbsttätige Wagen, Geldschränke usw. Aus der Gruppe der Bleiwaren: Blei, gewalzt, auch gerollt, Bleidraht, Druckplatten und Buch- -ruckerschriften sowie Rohre und andere grobe Bleiwaren, Flaschenkapseln aus Blei oder Bleilegierungen, auch mit Zinn plattiert usw. Zinkblech, Draht aus Zink und grobe Zinkwaren, Zinnblech, Draht aus Zinn und grobe Zinnwaren, Stangen, Bleche und andere Formstücke sowie Draht .aus Kupfer, Messing usw. Walzen, Druckplatten und grobe Waren aus Kupfer und Kupferlegierungen, Blech und. Draht aus unedlen Metallen, vergoldet oder versilbert usw. Clearingknm der Österreich!sehen Nationalbank vom 11. Jänner 1924. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. 1 holt, dulden Agram 1 jug. Kronen .... Belgrad 1 Dinar . Berlin* 1 deutsche Reichsmark , Brüssel 1 belgische Francs . , Budapest 1 ungarische Kronen , Bukarest 1 Lei ....... Christian!« 1 norweg. Kronen » Kopenhagen 1 dflnlsche Kronor . London 1 Pfund Sterling » » , Madrid 1 Pesetas Mailand 1 Lire ....... New York 1 Dollar ...... Paris 1 Francs.. , Prag 1 tschecho-slow. Kronen , Sofia 1 Lewa ....... Stockholm 1 schwedlscheKronor , Warschau** 1 polnische Mark. , Zürich 1 schweizerische Francs , Noten Amerikan, Noten v. 5 Dollar aufw, „ „ kleinere . » , Belgische Noten WO Francs . , Bulgarische Notel*.*zu 1000 Leva , ■ : ... ioo „ . - * kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . , Deutsche Noten*. ...... " » » 100 ... » * kleinere* . . . bngl. Noten von 5 Llvrest. aufw, » » kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 dulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, „ „ 'kleinere . '. . Jagoäl Noten ungest. zu 1000 Dinar » » » „100 . * » « kleinere.. Norwegische Noten 100 Kroner Polnische Noten..**.. , „ » kleinere** . . , Rumänische Noten zulOOOu.öOOLel „ „ kleinere . . , Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel ° . ' . ■„ 100- , „ „ „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor , Schweizerische Noten ICO Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . , Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw, » „ kleinere . , Ungar, Noten (neue Em.) zu lOOOKr. . , zu 10.000 Kr. . . . , . kleinere . . . . . ' Kurs vom 10. Jänn. deld Ware deld Ware 20730.- 28830— 203On._ 26900.- 798— 802— 795.— 799.- 798— , 8n2.- 795.— 799.- 14.90 15.50 14.90 15.50 2994.- 3006— 3039.- 3051.- 2.43 2.53 2.43 2.53 353.— 355.- 355.- 357— lonao— 10120,- roso— 10120.- 12530,- 12570.- 12430.— 12520— 303300.- 304M'.- 3C,47nO—305700,- 8380,- 9o2l— 8980.— 9020.- 3034.- 3096.- 3'54,- 3063— 70935.- 71185.- 70935,'— 71185— 3392.- 3418— . 3452.— 3468,- , 2071,- 2081.— 2071.— 2081 — 5r,4._ ,508—?509— 513— 18470,- 18530— 18470— 18530.- 12325— 12375— 12335— 12388— 70860— 7126.(1— 7C8Y0— 71260,— 70760.- 71160— 70760— 71160— ■2950— 2980— 29!>5— ■ 3025, 482— 490— 486.- 494— 462— 470— . 466— 474*.- 12380. - 12460— 12330.- 12410.- 14.00 15.20 14.45 15.05 13.95 14^55 >3^5 14^55 301500— 303100— 302900— 304500.- 401300— 302900— 302700— 3043*10— 3345— 3375— 3405— 3415— 26530— 26730— 26600— 26800— 3080— 31 0— 3020— 3040— 3050— 3070— 3000— 3020— 797— 804— 789— 705— 787— 793— 779— 785— 9950— 10030— 995Ö— 10030— 57— 67— 59— , 69— 52— 62— 54— 64- 348— 352— ’ 346.- 350— 328— 342— 326— 330— 18260— 18360— 18260!-- 12220— 18361— 12210— 12290— •12300— 8860— 8)40— 8860— 8940— 2052— 2668— .2048— 2064— .2047— .2063— 2043.- 2059.- 2.14 2:34 '. 2.16 2.36 2*09 2/29 2ll 1 9.31 * Für 1000 All-Mark. ** für 10.000 pol«. Match ME W, MM«r IM ■a-—/ de« öfterreickMeu Behinderung der. ansliltidischen Beteiligung. Durch den a>n andever Stelle im Auszugs midgeteUten Entwurf dis österreichischen FrMnzmm'lsteriums werden , nicht nur dem Ka-ufmannLstainHe .schwere, Lasten auftrlegt, soudern auch der Kapitalsperkchy -wird mmn Beschränkungen unterworfen, welche,' geeignet sind, die Rolle des Wiener Bankplatzes ernstlich' zu schädigen. Die Erhöhung der GffekieMnrfatzsteuer auf,.>das.Doppelte dürfte bald.ihre ungünstige Wirkung au^Mn, weil es. sich nicht.rnchr rentieren wird)' CiUtf':’&m Wiener Platze Effektentransaktionen durchzuführen. Schon fetzt gilt Men als einer der jeue.rsten Bank plä tz e Mitteleuropas. Wenn;mm die Kosten durch die EffeHeMinisatzsteuxr weiter, erheblich vermehrt, we.rhen, ist es daun fraglich, ob es noch immer einen Anreiz bieten wird, in Wien Effektent x.HnSektionen durchzufühven. . .: Schwer unterbunden loird aber, auch die Anteilnahme des ausländischen Kapitals an österreichischen Unternich-- mungen durch die hohe Shudikatsbesteuerung, welche zwölf Pvogeut beträgt. Beka.Mtli.ch halben die ausländischen Banken und Kapitalisten ihre Anteilnahme ar ldein österveichischen Unternehmungen derart durchgeführt, — kriftenzunmöglichteit der Kaufmannschaft. , daß sie in-Form eines Syndikats Ui einer Kapitalsbers ' mehvung ern AItEpa^t. überuoinmtzn haben. Durch die jetzige Steuer wird dies sehr, erschwert. Er fragt sich, ob sich die Engländer und Amerikanereine solche Erhöhung bei ’ künftigen Geschäften Werde gefallen lassen und ob sie nicht eher dom Geschäfte übechaupt Ähstaud nehmen werden. Die Bedrückung der Kaufmannschaft. Eine fast unerträgliche Last bietet die laufende Ber-- mögensstmer für die österreichische Kaiufmannischaft. Schon jetzt kann sie bei der Verdoppelung der Umsatzsteuer infolge des geschwächten Konsums - unmöglich ihr Auskommen finden. Dies dürfte noch schlechter werden, ivenn auch die vejue laufende Bevmögemssteuer hiiuzukommt,, welche die bisherigen Steuern einfach vervielfacht. Schon jetzt sind manche Preise über der Woltparität. Nur ät- Mühe kann unter diesen Umständen der Kaufmann einen' genügenden ' Absatz' finden. Wenn noch -die neuen Steuern . das Aus-; gabenötat exorbitant vergrößern, ist schr fraglich, bb unter diesen UlMftä'nden ein Geschäft noch überhaupt zu machen ist. Aus alle Fälle zeigt der Entwurf, daß das österreichische ' Finanzministerium nicht die Interessen des Kaufmanns gewahrt hat, als es sich zur Einführung dieser de-uem : entschloß. Der Mener Geldmarkt.. Bei der, Prolongation, die allerdings erst heute, in Lntscheidendes Stadium tritt, machte sich gestern-'wieder eine weitere entschiedeive Besserung des Goldstandes bemeMar, Große Vorräte waren zu 0^37 Prozent erhältlich. Durchschnsitlich hielt. sich der Zinssatz auf.VA Prp?- zent. Geld war für die .Deckupg. des Bedarfes. m genügender, Dtenge vochandey. Auch die. Banken!!waren gcstern im Reportgeschäft schr kulant. Finanzielles aus Pole«. .Die polnische Regierung, verlautb-arte .ein. Vermögenssteuergesetz auf . Grund. dessen süristische Personen, welche ihren Sitz im polnischen Jnlande halben, von: Werte ihres gesamten Vermögens,' ausländische juristische Personen' vön'senem Pevmögen, 'das'.sich innechalb der polnWen GvewieU -^befindelt,' die Vermögenssteuer zu entrichten haben. Als Stichtag wurde der 1. Juli - 1923 .festgesetzt. _. Der durchschnittliche.. BetriMwext 'her' Vevmögvnsgeciorfftände' abzüglich der'an dem genannten Tage bestandenen Schuldm' und Basten stellt die' BWs der Vermölgenssteuer'dar. Der solcher Art m/polnifchen Mark -evmittÄte..Be-- - trag wirt>- <mf.Gupud. Göldfianken gleich- 20 poln. Mark uMgerechnst. Me--VLDmögensstsuer soll rn sechs'. ' Hallbiahrsraten entrichtet' werden. Die' <Äte.Rate wird in.der. Zeit vom 16. April bis 16. Mai lLÄ fällig. Die Bekenntnisse müssen bis Ai.' d. 'bei' den' FinaWkaumtem eingelbvachr weiden. Die Bezahlung erfolgt entweder in polni'schen Marknach einem ' vom Finanzministerium halbamtlich, sestzusetzenden Kurs des Goldfvankens oder in. fremden Valuten,: deren Rechrmngskurs gleichfalls amtlich verlantibart wird, - ' Ein englischer Kredit für ungarische MMen. Aus B u d a- . Pest, 9. d., wird, uns ^m^ldstt Die Budapeswr..und - die' ProvinzmMen boahsichWtz ^gemeinsam Lin namhaftes Darlehen in englischen Pfunden, auszmrehm^n. In. dieser Richtung .werden mit dsm.in Budapest weilenden Vortwtern der Pondcner Hambvoy-Gruppe Verhcmdlwngen geführt: Es handelt . sich um die Bewilligung eines Kredites von 5V0.0Y0 .Pfund, welche der Devisenzentrale gegen Ausfuhr-M ekompensationen überlassen werden sollen. Die diesbezüglichen Verhandlungen werden schon seit läugsrer Zsit geführt und dürsten.demnächst zum Abschluß kommen. . >> . Die Agramer Bankenfusion. Wie bereits gemeldet, haben' drei Tlgramer Banken, Md zwar die ßentvÄna'i mijeujacna^ bauwi die^ Banka za tiUoviuu. obwr i industviu ^uich die Cen- -tralna banka in ihrer füngst ÄbstHaHenen Generalversammlung die Fusionierung. der drei genannten Untovndhmuugen beschlossen.'Das neue Institut wird deu Namen Centralna banka za trgovinu, obrt i indüstriu (Zen'tvMank für Handel und Gewerbe Industrie 'in Zagreb) führen und ein Altienkapital von 80 Millionen Dinars besitzen,, das zunächst aus 110 Mil- ■ lioneu und später - aus 135 MillionenDinars erhöht werden wird. An dem neuen Unternehmen sind außer der Kroatischen ' EZkomptobank und der Ersten kroatischen Sparkasse haupt- ■ sächlich Wiener und ^Budapester, FinaNMMpeu - sowie mit kleineren Posten, .auch tschecho-slowakisches und holländisches Kapital interessM. Stinnes macht alles. Das ,^ÄinervDagMat>t" berichtet, daß. Stinnes «auch in der Glasindustrie eine beherrschende . Rolle spielen wolle: Er habe die Ligenz für anterikanifche Maschlinen erüvorben, welche Glasröhren herstellt, die bisher Mit ' her Glaspfeife geblafsn werden mußten^ so: Dhermometerpöhren, Barometerröhren us!w. Die Glashütten des Thüringer 'Waldes haben-, bisher diese Röhren nicht maschinell erzeugt, ' u. a., weil einige Maschinen gmugen würden,- um das Material' für ganz Dsutschl-and cherzustellen' und-dadurch die Gbashläser en'tbeWich machen'würdem^ Rückfluß schweizerischer Noten aus Deutschland. Ein großer Teil der in Deutschland thesaurierten Schweizer Bank- ' tzoten, deren Betrgg auf mehrere hundert Million«!, Franken geschätzt wird, fließt jetzt dutch .dm Fremdenverkehr ünd durch . Barsendungen zum Zwecke vöst Warenkäufen-wieder in die Schweiz zprück. Die 'dadurchentstehende Vermehrung des Noteniimlaufes kann, -wenn-'sie. itz größerem Umfang erfolgt . 'Und keine Gegenmaßnahmen'getrdffen'werden, die Preislage m der Schiveiz ungünstig beeinflnffen. '- ' . i Geschäftsverkehr mit Jugoslawien. Die Firma ^Brüder Stankovito u. Co. in Nisch^ (S. H. S.') ist am 2i. Dezember 1923. in- Konkurs geraten. Anmeldung 'der Gläubiger bis Sl. .Jänner--beim dortigen Gericht. Unter Zahl 20U88 erhalten der -Wiener Handelskammer ein« .vertrauliche..Auskunft, überlegitmriort-e heimische Interessenten in der Exportalbteilnng eine jugosla-mische Bank, welch»' in Zahlungsschwierigkeiten Geschäftsverkehr mit Großbritannien. Oestsrreichische Firmen^ welche in England s>Mne Vertreter besitzen, wollen in chrem' eigenen Interesse deren Mresse unter Bekanntgabe der von ihnen vertretenen Artikel an die Kammer >fur Handel, Gewerbe und Industrie in Wien zur vertraulichen Weiterleitun^ an die Oesterreich ische Gesandtschaft in London bÄcmntgsben, Mener Börse. Vollkommen geschäflSloS. Die feit ^einigen Lagen herrschende GeschäMosigkeit kam gestern in verstärktem Maße zum Ausdruck. Es schlte vollkommen an-Aufträgen irgend welcher Art, die irgendwie «eine Geschäftsbelehung zur Folge haben könnten. Das Privat- Publikum hält sich ferne. Richj einmal, der. billige Geldsatz, der selten über dreiachtel. Prozent betrug, konnte, irgendwie eine Anregung, bieten. Wohl kamen vereinzelte Geschäfte in polnischen und tschechischen Effekten, zustande, bwf), konnten sie nicht das Geschästsnivearv ernstlich - beeinflussen. In ungarischen Werten hat wohl der Umstand mitgewirkt,, daß die Budapester Kontermine Deckungsb^dürfms an -den' Tag legte. Dies bewirkte auch vorübergehend eine etwas stärkere Nachfrage nach diesen Pahieren, doch blieben auch sie zum . großen Teil zum Schluß gedrückt. Boi Polnischen Werten fand der Umstand, daß die polnische Regierung 'an den Sanierungsplan ernstlich herantreten wolle, einiges Interesse. In der Kulisse sant die Geschäftslosigkeit sehr zum Ausdruck. Die. Mbröckelungen sind verhältnismäßig gering. Bon den Bänkwerten büßten Bankverein 21,000 K., Oesterr-eichische, Kredit' 3000 K., Anglobank 11.000 K., Länderbank 5000 K., Unionbank 5000 K. ein. ..'Nur ungarische Kvedit waren auf Konterminedeckungen nrft 20.000 Ä. höher. Die Alpine büßten auf-Nachrichten übev die nicht allzu günstigen Aussichtien der Eisenindustrie .16.000 K. ein. . Bon den Elektrizitätslverten waren A. E. G. um 300 K., Siemens um. 4000 K. und Felten um 4M.K. höher. R'imamurany -waren -um 5000 K., Semperit um 8900 K.-höher. Im Schranken. Wardie Stimmung nicht einheitlich. Einiges Geschäft zeigte sich in den Versicherungsaktien, Brauerei- und Tvansportwerten. Boi den Versicherungswerten war der Umstand maßgebend, daß Nachrichten , über Konzentratwnsbestrebungen verbreitet wurden. So erhallen sich Phönix Lebensversicherung um .29.000 K.,. Mianze um 350.000 K., Wiener Leben um 5().000 K. Bon den Brauwerten waren Brünner Brau um 47.000 K., Gösser. Brau um 120.000 K., Hauser um 10.000 K höher. Von den Petroleumwerteu echolten sich Galicia um 300.000 K., Naphtha um 40.0M K., Schodnica um 20.000 K. Van den Transportwerten waren Donau-Dampfschisf um - 26.000 K. höher, während Nordbahn um 700.000 K. niedrigere waren. Bezugsrechte: Portland Zement 1,830.000, Ziag 25.500, Niederösterreichische Wasserkraft 350.000 K., Statzendorfer 5000, Flesch 22.000, Neunkirchner 26.000, Semperit 29.000 bis 83.000. Auf dem Anlagemarkt war die Haltung schwach. Die Kurse der Anlagewerte gaben nach. ' - Von den Exoten notierten: Effeff 38.000 bis 89.500, ' Erdöl 42.000 bis 44.000, Jriag 290.000 bis 300.000, Mraz- : uioa 174.000 bis .182.000, Schubert u. Co. 16.000, Universale ß4.500 bis 66.000, Wiener Waffen 19.000 bis 19.500. Brr Weinmackt. Die „Neue Weinzeituna" berichtet: In Wien besteht Naäv frage nach schweren Weinen. Die Preise sind fest, wenn auch die Einkaufstätigkeit der- Gastwirte nachgelaffen hat. 10'/,°/«.ige Altweine, notieren 8500 K.. 13'/-ige ungarische Altweme 12.000 K. pro Liter. Auf ll^'bis' nll2°l0 aufgebesserte Neuweine wurden in der Beüchtswoche zü 8000 K. bis 6500 K. pro Liter auSgeboten-und gekauft. 10°/olge Rotweine kosten 8500 K. pro Litern In den n i e d e r ö st e r r e i ch i s ch e n Produktionsgebieten sind die Produzenten infolge der Geldknappheit bei festen Preisen abgabelustig. In U n ((atu haben die österreichischen Verordnungen bezüglich der Einfuhr ungarischer Weine auf den Markt deprimierend gewirkt, da die Beschränkung auf 16.000 Hektoliter pro Monat weit unter den Erwartungen blieb. Nur stach. 18%t(JW Weinen besteht Nachfrage. ES notieren: zirka 13^/,"/yige Sandweine 1200 ung. K. bis 1400 ung. K., gleichgrädige Plattensee: GebirgSwetne 1800 UNL 3. bis 2400 ung. S. pry Liter