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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-12 · Heft 1763 (12.1.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1763 (12.1.1924)
Date
1924-01-12
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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V. i Ssite W ""Wien, Samstag '~hf ■•■■" -------— tt',r Koste«. Sehr geniau rvcrden S a n d w e i u e mit. über i;v . da die To kaj h c g ij a l' i ft diese? Jchr Weine mit hohem Alkoholgehalt nur in geringem Ausmaß produziert hat. Der Konsum bat während der Weihnacht-» und Neujahrsfeiertaye etwas adgeuommen. Zn I u g o s l a w i e n hat sich trotz der Feiertage die erhoffte Kauflust nicht eingestellt. Größere Geschäfte wurden infolge Geldknappheit nicht getätigt; nur kleinere Quantitäten zu 9.50 Dinar bis 6 Dinar pro Liter. Die Tendenz ist schwankend, da noch große Bestände bei den Produzenten vorhanden sind. Der Inlands» konsum ist äußerst schwach, der Export ruht vollkonrmen. Infolge Geldmangel bieten Produzenten auf Kredit aus. Der Dalmatiner, slowenische und Vojvodinaer Weinmarkt befindet sich in völliger Stagnation. In Serbien werden Neuweine wenig gesucht, dagegen ist das Interesse für Altweine etwas reger. Die Vorräte in Altweinen sind gering, in Äegoün und Zupa sind sämtliche Vorräte ausverkauft. In Smederevo notieren die Weine 4.50 Dinar bis 6 Dinar. Zn Werschetz 3.50 Dinar bis 5 Dinar. Von Neuweinen sind nur Rotweine gesucht. Im Luttenberger Gebiet notieren 10 bis 11'/»ige Bauernweche 21 bis 23 jng. K., beffere 11 bis 12»/«ige Weine 28 biS 32 jng. K. pro Liter. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der,Mener Morgenzeitung") Die gestrige Warenbörse wies guten Besuch auf sowie überhaupt der Verkehr ein fteundlicheres Gepräge zeigte und namentlich in Kolonialwaren konnte man eine stärkere Nachftage beobachten, welche sich für den laufenden Bedarf geltend machte. In Chemikalien sprach sich die Tendenz eher etwas schwächer aus, zum Ausgebot gelangten Chromkali zu 18.500 K. ab Wien, Kalisalpeter zu 10.500 K., Kupfervitriol 98'99 zu 7200 Kronen ab Wien, Pottasche 96/98 zu 7400 K. transit Passau, Salzsäure 19/81 chemisch rein zu 3200 K. ab Wien inklusive Emballage, Salmiakgeist 0*950 zu 5300 K. ab niederösterreichischer Station, Schwefelnatrium 60/62 zu 6500 K. ab Wien, Soda-Ammoniak 96/98 zu 2950 K., Soda krift. zu 1790 K. Gesucht waren Ammoniaksoda (Lukowairer Ware) ftanko «ugarisch-slowakischer Grenze sowie Paraffin. Oeleund Fette blieben behauptet, nur Schweinefett pure lard Faßpackurg schwächte sich um 200 K. auf 28.800 K. und in Kletnfässern um 250 K. auf 27.000 K. ab. Kolonialwaren. Kaffee befestigte sich um 500 Kronen. Es notieren Santos prima 41.500 K., SantoS fuperior 40.000 K., Rio VII Johnston 35.000 K., Sul de Minas 37.500 Kronen ab Wien. Ferner Santos prima pro 50 Kilogramm 83 Schilling, Santos superior 76 Schill. 6 Pence, Rio VU Johnston61 Schill. 6 Pence transit Wien. Pfeffer, Singapore schwarz, befestigte sich um 750 K. auf 35.750 K. Reis ist gleichfalls fester, italienischer Splender ff ist um 50 K. höher und nottert 6450 K., Bruchreis befestigte sich um 100 K. auf 4400 K. Zucker bieb behauptet, nur Würfel in Kisten befestigte sich unr 100 K. auf 11.600 K. Verkauft wurde Kristall österreichischer Provenienz zu 10.600 K. versteuert frachtfrei Waggon Wien. Lekwar notiert um 100 K. höher 6500 K., bosnische Pflaumen 95/100 Sackware 1923 find um 200 K. auf 8700 K. gestiegen und in Kisten ans 9600 K. L e d e r;ft um 1000 K. billiger, es notieren: Sohlenleder Vacheledergarniärren 50.000 K. bis 51.000 K., Vacheleder- Crouvons 74.000 K. bis 76.000 K., Hälse 37.000 K. bis 40.000 K., Afern 27.000 K. bis 30.000 K., Oberleder Boxcalf schwarz Ia Qualität 20.000 K. bis 21.000 K., Ha Qucüität 17.000 K. biß 18.000 K. Rohhäute tendierten fester, es notieren: Kalbfelle ohne Kopf 33.000 K. bis 33.500 K., Rindshäute 18.000 K. pro Kilogramm, Roßhäute 240.000 K. pro Stück, Schaffelle 38.000 K. bis 40.000 K., Schafblößen 32.000 K., Jährlinge 30.000 K., Ziegenfelle 45.000 K., Hasenfelle Winter 15.000 K., Sommer- Rehfelle 48.000 K. bis 50.000 K., Winter-Rehfelle 30.000 K. Gevrfenfelle 56.000 K. pro Slück. Zum öffentlichen Verkaufe gelangten 120 Kisten * 12.000 Tosen Original-Hygiana Nähr- und Kräftigungsmittel zu 1200 Kronen pro Dose transit. Zum öffentlichen Verkaufe gelangen an: 15. d., 7,1 Uhr, Anilinfarben Md am 16. d., 7,11 Uhr, Pergamentvapier. Copyright 19*4, Nachdruck verboten. i, Ladyechnikoff»Verlag, Berlin. (55. Fortsetzung.) Sukel Moses. Roman von Schalom Asch. Als Charlie am nächsten Morgen in He Chewva Schul chan-Avuch Ansche-Ousmin kam, traf er dort »men Hauisen Frauen der streikenden Landsleute. Kaum sichen sieühn, so stürzten sie ans ihn los, und Chane Rosa, die Frau des Botengangers Schlchmete, begann als W-ortführeriu aller: „Ich:&ttrc dich, wer hat dich gebeten, daß >du dich unser annim'mst? Wenn du etwas mit dem On'kel 'hast wegen einer Heirat, wögen eines Mädels, das er dir weggeschnappt hat, dann müssen wir darunter leiden und mitsamt unseren Kindern Hungers sterben? Wie viel hast du dafür «bete mrnen?" „Wofür?" „Damit du sie, die alten Narren, verführst." „Nein, frag' ihn lieber, warum er nicht streikt? Uns .Hehlt er zu streiken. Warum stwikt er nicht?" schrie eine ander« aus der Schar. „Wo soll ich streiken?" „Warum streikst du!Uicht bei der Gewörtscha-st? Waruul laßr hi uns streiken?" „Aber, ich habe doch keinen Anlaß zu streiken-, ich art ciie Doch bei niemandem. Ich arbeite doch für mich selbst. BZ wem soll ich streiken?" fragte Charlie lachend. „Da -hörst du*s, er selber streik nicht, uns läßt er streiken." „Wozu redet ihr eigentlich mit chm? Wer /ist er denn schon, daß er es -wagt, dem Onkel entgegenHutreten? Und wir alten Leute lassen uns -von so einem Rotzbuben, don so einem Jungen verführen!" „Kommt, Juden, kommt. Wir -müssen dem Onkel die- -vände küssen, wenn er uns überhaupt Mücknimni-t. Hat man so -etwas schon gehört?" Damit wollten die Landsleute, von .Kusmiu die Cherum verlassen. Charlie stand niitten in einer fremden Welt — u wncßtg vncht, tvas er ihnen antworten sollte. Wohl versuchte er, vom Ausharven zu sprechen, von -besserem Leiben, von gerechter Ordnung, doch die Juden hörten chm nicht zu U'ich lachten hinchp seinem Rüc^u. .Wie-JMU MMW.M».. wmum- Baumwollmarlt. Aew-Bvrk, 10. Jänner. Banmwollzufuhren in den alioiit. uub Golfhäfen 21.000, tut Innern 9000, Ausfuhr nach Großbritannien —, nach bem Kontinent 18.000. Lokalmarkt middling r 35.— (letzt. Kurs 35.25). Tendenz: Willig. — Termiue r Jänner 34.05, Februar —.—, März 34:45, Avril Mai 84.58, Juni Juli 38.47, August 3130, September 29.05, Oktober 28.20, November 27.95, Dezember 27.72. . Berliner B'drfe. Berlin, 11. Jänner. An dem bisherigen Zustande der ausgesprochenen Geschäftsstille und Lustlosigkeit infolge mangelnder Beteiligung hat sich auch heute nichts geändert. Die Verkäufe der letzten Tage haben ausgehört und die bereits gestern beobachteten Kurserholungen, namentlich für die schweren Papiere, machten weitere Fortschritte. Die Kursveranderungen waren aber im allgemeinen unbedeutend. In der Flüssigkeit des GeldstandeL und bei der Festsetzung der Devisenpreisechat sich ebenfalls nichts geändert. (Alles in Billionen von Mark.) S ch l u ß k u r f er Türkische Lose 35, Oesterr. Staatrbah« 58, Nordb. Lloyd 10.-, Der. Elbeschiffahrt 6.4, Berliner HaudelSgefellfchast 61.75, Kommerz. Privatbank 8.6, Darmstädter Bank 15.9, Deutsche Bank 17, DiSkonto- Kommandit 20.2, Dresdner Bank 11.25, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.9, Oesterr. Länderbank —Reichsbank 38, Wiener Bankverein 0.7, Wr. Unionbank 0.6, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 13.62, Bochumer Gußstahl 74.—, Daimler Motoren 4.7, Deutsch-Luxemburger 59.6. Deutsche Maschinen 11.75, Dynamit Nobel 10.76, Felten «. Guilleaume 35.25, Gelsenkirchener Berg. 65.25, Th. Golbschnridt 22.25, Harpener Bergbau 96.—, Hirsch Kupfer 40.8, Höchster Farbe« 16.75, Hohenlohe-Werke 40.25, Laurahütte 26.—, ManneSmannröhren 46.5, Phönix Bergbau 46.5, Schuckert u. Co. 53.75, Siemens «. HalSke 51, Telephon Berliner 6.25, Dollarschatzanweisungen 4.2. Prag« Börse. Prag, 11. Jänner. Die letzte Bö^e der Woche verkehrte ruhig. Vereinzelt kam es zu Kursgewinnen, die infolge von Deckungen eintraten. Einzelne Banken erfuhren Kursbesserungen, während die Wiener Neigung zur Schwäche zeigten. Von Transportwerten gewannen Nordbahnaktien 140 Ischech. Kronen. Auf dem Jndustrieaktienmarkte war die Kursbildung kerne einheitliche. In der Kulisse waren die Kurse zumeist behauptet. Auf dem Anlagemarkte zeigte sich größere Nachfrage. Bon Exoten lagen Jpar- und Soloaktren fester. Der Schluß war unregelmäßig. S ch l u ß k u r s e: Tüü. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, Böhm. Unionbank 482.—, Böhm. ESkomptebank 460.—, Böhm. Jnduftrialbank 493.—, ZivnostenSka Banka 460.50, Anglodank 179.—, Oesterr. Kredit 168.—, Wiener Unionbank 166.—, Wiener Bankverein 109.—, Bufchliehrader Eisenbahn Lit. A , Lit. B 280.—, Ferdinands-Nordbcchn 9600, Prag-Duxer 210.—, Ausfig-Teplitzer Eisenbahn 1265.—, Nestomitzer Zuckerindustrie —, Vereinigte Elektrizität Wien 232.—, Brosche —.—, Koliner Spiritus 1370.—, KönigShofer Zement 1870.—, Breitfelb-Dmek 569.—, Ringhoffer 845.—, Simmerinaer 186.—, Nothkosteletzer Textil 370.—, Alpine Montan 3.4.—, Poldihutte 459.—.Prager Eisen 1148.—, Oesterr. Berg n. Hütten 3210.-. Skoda «250. Jnwald 488.—. Budapest« Börse. Budapest, 11. Jänner. Die Spekulation nahm schon zu Beginn des heutigen Verkehres größere Käufe vor, da sie infolge des Sinkens der Anzahlung Budapest auf den internationalen Plätzen eine Aufwertung der Kurse als gerechtfertigt ansah. Dre Stimmung blieb vis zum Schlüsse sehr fest und schon die Eröffnungskurse wiesen Kursgewinne von 15 bis 20 Prozent auf. Auch das Privatpublikum nahm größere Anschaffungen vor. Im Mittelpunkte des Interesses standen „Du sorge mm erst für Ach, damit du nicht mit vertretenen Absätzen hevrrmWufst mtfc mit einem abgerielbewn Hintern, dann kannst du die Welt versorgen. So sehen die Leute, aus, die mich versorgen wollen . . Charlie «war verzweifelt. Seid er in der Arbeiter- Organisation tätig war, war es sein Ehrgeiz, Onkel Mvfes' WeMtätte Zit organisieren, die Merfftätts, in welcher fein Vater, feine Verwandten und alle feine Landsleute Sklaven ilvaren. Er hielt es fiir seine Pflicht, im Interesse Amerikas, im «Interesse der Arbeivevbe.wegung, «gerade als Sohn seines Vaters, Onkel Moses' Wevkstätte zu organisieren. Und mit einem Maie mußte er sehen, wie die ganze Ackbeit zunichte wurde. Er versuchte, alle seine Rednerknnsts spielen zu lassen, feine Ideell und Ue'berzeugnugen ins Treffen zu führen, atnib sprach zu Kusmin über die große. Berbrüde- Mng, der es sich anschloß, indem cs der Gemeinschaft der arbeitenden Welt beitrat. Doch Knsmiu sah ihn spöttisch und nMei'dig an. Es überließ ihm die Verbrüderung, denn es hatte Angst atm sein Stückchen «Brot. In diesem Augenblick erhob sich Reb Aaroar Schachliner. Red Aaroir Schachliner war ein Iügendsvennd von Charlies Vater in der Heimat «wesen. Beide hatten dömselben chassidrschen Stübel angchört und als CharlieS Vater heimstchr, um zu sterben, hatte Relb Aaron seine Stelle in der Kusmimr Landsniannschaft übernommen. Er 'prodigte jsden^ 'Sabbat in der Chewra Schulchan-Aruch ^Ansche-Knsnttn, lernte am Sabbat-Abend mit den Juden Midrasch und las ihnen am Simchathovafüst drm Mdvasch vom Tode Mosrs Var. Reb Aaron Schachliner war unter den Kusmi.ne.r Landslenwn eine Art Dajan rmd die Kusminer Laindsleiute, -die ihn als geilchrten Mann und frommen Juden arotf) aus der Heimat kannten, hatten vor ihm Achtung. Deshalb wurden alle sofort ruhig -und hörten zrr, ivas Mb Aaron zu sageir hatte. ,M ist genau so, wie beim Ä>uchuge der auS Aegypten", 'begann Reb Aaron mit devl Predigtsingsang, in welchem e.r a>n jedem Sabbat seine Pve'digt über den Mdvasch hielt, „als unser Lehrer M-oses die Juden aus Mizraim herausführde", Reb Aaron Ibegvnu sich hin und her zu wiegen, „«da >hat er sie, so' steht es in der heiligen Thora geschriieben, in die Mistc geführt. Und wie sie in «die Wüste <?ekomnien' sind, nach 'dem Uvbe'rgang über 'das Roche Meer nnd nach allen anderen großen Wundern, da haben die I'rden begomieu zu gelüsten nach den Fleisch- MMiJktaiti.. mm O' Tl Jänner KKl Nr. 17tz8 Bergwerks, und Druckereiaktien. Muffleund Hvlzwerte laaev envas stiller. Die heutige Prolougatiou blieb ohne merklichen tnrnufs, da der Markt große AusnaffinSfähigkeit zeigte. Der Schluß war bei lebhaften Umsätzen 1 freundlich. ■ ’ (Alles in Tanscndeu von fltoucn.) Sch l u ß k u r f c: Britisch-Uyg. Bank 94.5, Ilng. Kredil Salgo Kohlen 635, Rimamuranyer M, Sudbah,k 106, Staalsbähn 410, Anglobank Gran- SzaSzvarer 460, Oberung. Bergu. Hütten 910, DrMa Ziegel 375, Ung. allg. Kohlen 2700, Urkkany Kohlen 855, Koburg 48, Spodinm 198, Clottlde chem. Fabrik 123, Ilng Eisenbahnverkehr 295, Verein. Holz 30, Adria 621. Die Devisenl«rse. BtzkUn, 11. Jänner. (Devisenkurse.)^ Amsterdaur 1,625.92ö (1,626.925), Belgien 182.534 (186.533), Christiania 617.458 (620.446), Kopenhagen 752.116 (756.105). Stockholm 1,135.155 (1,136.153), Italienische 187.530 (186.533), London 18,254.250 (18,254.260), New-Aork 4,189.500 (4,189.500), Paris 204.987 (211.470), Schweiz 749.622 (750.120), Spanien 544.635 (543.638), Wien 61596 (60*847), Prag 125.685 (125.685), Budapest 158*602 (149*625), Sofia 31.022 (30.678), Belgrad 48.378 (47.880). *) In Millionen von Mark. Derttn, 11. Jänner. (Notenkurse.)^) — Noten: Dollar 4,189.500 (4,189.500), Pstmd 18,254.250 (18,254.250), Italienische 190.523 (189.525), Polnische 326.000 (351.000), Tschechoslowakische 126.441 (125.685), Oesten*. gestempelte 59*601 <*60*349). . *) In Millionen Mark, ausgenommen polnische Mark. Prag» 11. Jänner. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-flowakischen Finanzniinisteriums.) Berlin*) 7.92'/, (7.95). Zürich 600.25 (600.75), Paris 166.87'/* (170.-), London 147.92'/, (148.17'/,). Aew-Aotl 84.50 (84.50), Belgrad 38.50 (38.45), Bukarest 17.20 (1?il6), Wie» 4.75 (4.75'/,), Warschaus-) (3.05 8.10), Agram —(—.—), Budapest 12.— (12.—) Jugoslawische 38.25 (88.25), Oesterreichische gestempelte Krone 4.75 (4.75) Polnisches-) 2.72'/, (3.35), Ungarische 10.75 (10.15). *) pro Billion, -f) pro Million. Budapest, 11. Jänner. (Kurse der Devisenzentrate.) - Amsterdam 10.850 bis 11.550, Bukarest 148.— bis 166.—, Kopenhagen 6060 bis 5400, Christiania 4150 bis 4500, London 123.300 bis 130.300, Berlin -.- bis —Italien 1250.- bis 1338.-, Paris 1386.- bis 1490.-, Prag 840.- bis 910.-, Stockholm 7600 bis 8189, Zürich 5000 bis 5850, Wien 0.4050 bis 0.4400, Sofia 208.— bis 228.-. Belgrad 322.— bis 345.-, New-Aork 28.850 bis 30.600, Warschaus) —.— bis —, Brüssel 1230.- bis 1818.-. f) Für 100 polnische Mark Belgrad, 11. Jänner. (Devisenkurse.) London 384.15 bis -.—, Paris 430.- bis , New-Yvrk 89.40 bis Genf 1556.— bis —, Saloniki —.— bis —Mailand 387.25 bis —Prag 260.50 bis , Berlin bis Wien 0.1264 bis Bukarest 44.76 bis — Sofia —bis —Budapest —bis —, Brüssel — bis Amsterdam 9380.— bis —, Warschau bis Agram, 11. Jänner. (Devisen.) Wien 0.1246 bis — .— Berlin —bis —, Budapest 0.32bis—, Bukarest — bi» Italien 385.75 bis —London 381.50 bis New-Aork 88.85 bis —Paris 430.— bis —, Prag 259.10 bis —.—, Sofia —bis Schweiz 1551.- bis . Brüssel bis Marschau 0.0035 bis Amsterdam 3345.— bis —, Stockholm —bis —. Warschau» 11. Jänner. (Devisen.) Berlin —, London 41,550.000, New-Aork 9,700.000, Prag 286.000, Wien 185.—. New'PorK, 10. Jänner. (Devisen.) London 428.875, Parts 489.75, Berlin 0.23 für 1 Billion, Mailand 483.-, Zürich 1737.—, Kopenhagen 1752.—, Stockholm 2P80.—, Christiania 1442, Amsterdam 8768.—, Prag 291.—, Wien 0.14, Budapest 0.86, Bukarest 50.375, Warschau 0.0001, Madrid 1277.—, Helsingfors 249.50, Brüssel 428.50, Kanada 27j* unter päri, Brasilien 101.55, Argentinien 3259.—. Belgrad 112.875. wider un>stven Lehrer Mvses amb haben gesagt: Laß: \im Aöltieste emse-tzen atmb nach Mizraim znrückkchven. Und so ist es auch 'hier. Es hat Mühe mfo PlaM ,geikostet, Ibis wir «Mich vom Onkel, dem Pharao, >weg sind und von sei.n,em Sklavenaufsvher Sam, -Iveilcher über uns >die Sklavenpestsche schwingt, wie es damals war mit den Inden, i>n Mizraini. Und Charlie geht hin und arbeitet für uns eine VereinMU'st aus, ,die ein Schutz sein soll, eine Einheit aller, daß man uns nicht mehr so schtver arbeitet^ lasse, wie es der Bursche 'Sam, ausgeilöscht werde sein Na«me, uus heißt, so schwer, daß es kaum zu -crtvaMn ist; und jetzt istcht uus Md die Er--- lösunJ 'beivor, ^r ein weniJ nttisseuwir uoch das Leid des Hungers ertraMn, statt des Leides der Erniedrigung und der Sklaven!scha>ft — da habt ihr Sehnsucht nach den Fleischtöpfen und saHt: Lasset uns Ltelteste über uns setzen und zunr Onkel znrückkehven. Dort i,n Mizraim albeir hat dies nur der Abschaum des Pöbels gesagt und hier sagt ihr es alle. Aber ich )age euch, wie es der Midrasch über die Juden in Mizvaiim sagt: Ihr alle werdet sterben in. der Wüste wie der Abscha«mr des Pöbels und «werdet nicht das Glück haibsn. in das „Land" zu komnisn, den«n ihr seid wie der kauait rfche 'Sklave, der da sagt: Ich liebe meinen Herrn ... Schreck siet über KuSmin und Scham ergriff die Juden. Sie schämten sich, einander -in die Augen zu sehen. "Mi «einem Maile war in ihnen die alle B-charrlichkeit des jüdisichen BolEes erwacht, die «si,ch «stets «gezeigt hatte, wenn es sich um etwas Ernstes ha«Nde'lte. Mit vinem Ma!le war die Angst um das Stückchen Brat verschwunden, fort «war die Alltäglichkeit des Zlveckes, welche in ihrem Hirn und an ihrem Herzen genagt hatte. Die Landsleute. von .Kusmin fanden plötzlich «inen ganz anderen Sinn in de«m Kamps «gegen On«ke«'l Moses; «das tvar n>icht «um «ein Kam«pf für e,'rn 'Stück Brot Md einen Löffeil Suppe, sondern «um Berstlicidang «oder Fvei'helit. Und die alte .Kampfeslust für Ernste» Md Hohes erwachte in dem jüdischen Mut der LauidsleM' von .Kuismin. Schllvj.mele «der Bvtengänger rief auS: Iu'dsll!, mit mir! Kommt, wir wollen die Landslenie aus,der WorlöMle vevtreibsn; wenn nicht gearbeitet wird, da«rf keiner arlbeiten. Schlosme, wohin gehst dn? Ich lasse dich nicht gehen! schrie Chane Rosa und faßte Schtojmv kirn Rock. Marsch, marsch noch Haufe. Indeu, kommt! Und die Landslsnte. marschiertsn hinaus, um de» Ou» tels Wei'ksMte zu stürmen. VorMuMiM,>

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