Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1757 (6.1.1924)
- Date
- 1924-01-06
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980840--17342-3004336- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 1~ DMn, Srmntüg ■ ■■ii itfSK.-.—■ - > .- ' - —- -> - . Volkswirt. Stfteachütr Krone — 0.8081 Centimes, «nsrahlmig Me» 0.808075 Centime«. In Zürich notierte 5./1. 4./1. die öfterr. gestempelte Krone .... 0.0081 0.0081 die österreichische Krone. 0.008075 0.008075 die tschechische Krone . 16.70 16.70 die. Mark.pro Milliarde Holland.. 216.50 217.40 Rew-Aork .. 574.97 574.25 London . ...... 24.65 24.67 Paris *».»••••»•••• 27.92 28.25 Ä?ailand 24.66 24.67 Belgrad »...«»».»..» 6.45 6.42‘/- Bukarest . 2.90 2.95 Sofia .. 4.05 4.10 Budapest .... 0.0301 0.0301 Warschau .. —.— 8mopas Mhrnngrtnberkniose. Während immer neue Hiribsposten Wer teil Sturz des französischen Franken einlauftn, hat es ten Ansche n, als ob auch daS Pfund in seinen Grundfesten ernstlich erschüttert worden wäre. Wohl sind hier die Abbröckelungen lange nicht m dem Verhältnis wie beim Franken. Doch ihre Stetigkeit, di« seit einigen Tagen anhält, wirkt beunruhigend. Gestern notierte das Pfund in Zürich 24.65 gegen 24.67 am Vortage. Es ist selbstverständlich, daß England mit seiner gut fundierten, reichen Wirtschaft, mit seinen großen, auf der ganzen Welt investierten Kapitalsmengen nn-möglich einen tatsächlichen Zusammenbruch seiner Währung durchmachen kann. Daß aber dieser Geldbau, der noch vor 70 Jahren von Peel mit ehernen Grundfesten errichtet wurde, gerade in seinein Mauerwerk erschüttert würde, hat niemand gedacht. Wohl hat das Pfund knapp nach dem 'Kriege, als die engli'che Staats- Wirtschaft durch die amerikanischen Schulden stark hergenommen war, eine stärkere Einbuße erlitten. Es wurde aber überall die spätere Deslationspraxis Englands, das in zwei Jahren den früheren Weltstandard beim Pmnd wieder hergestellt hat, als müstergültig für die ganze Welt angesehen. Uebermenschlich waren die Anstrengungen, die England;u diesem Zwecke unternommen hatte. Die Steuerlast drückte auf daS WirilschastÄiÄLN und verhinderte seine Gesundung, sie vermehrte das Heer der Arbeitslosen und oewirtte eine Stagnation des englischen Absatzes auf dem Weltmarkt. Aber dennoch vollführte die englische Wirtschaft diese Aufgabe. Noch jetzt hat sich Englands Wirtschaft von den Folgen dieser eisernen Kur nicht erholt. Noch jetzt ist die Zahl der Arbeitstosen eine für ^rglands Verhältnisse immens zu nennende. Die Steuern sind drückend und die Arbeiterregieruug hat schon angekündigt, daß sie in dieser Hinsicht das werdende Vermögen noch weiterhin mit großen Vermögenssteuern belasten werde. All dies sind die Folgen der Regenerationsb-strwungen Englands. England hat wohl im Vorjahre den Erfolg gesehen, daß das Pfund die Friedensparitäi erreicht har. Ter Goldstandard seines Geldes war wieder hergestellt. Doch als Englands Finanzmänner die Verwüstungen in de: Wirtschaft sagen, die dadurch verursacht worden waren, begannen einzelne mit dem Gedanken zu kokettieren, ob es nicht vernünftiger wäre, unter diesen .Umständen wieder eine Jnflationskonjunkluc hervorzurusen, um so Englands Produktion und Wirtschasl in die richtigen Bahnen zu lenken. Die Sache war als Projekt gedacht, nur als Gegenstand der Diskussion unter die Menge geworfen. Dennoch hat sie ärgere Folgen gezeitigt als selbst die Urheber dieser Idee erwartet hatten. Seither beginnt das Pfund erheblich zu sinken. Es scheinen also alle früheren Bemühungen vollkommen umsonst gewesen zu sein. Es ist müßig, darüber nachzudenken, ob gerade das englische Wahlresultat diese Folgen gezeitigt hat, ob die Furcht vor der neuen Belastung des Vermögens durch eine Arbeiterregierung die Flucht des Kapitals aus England begünstigt hat, Es ist möglich, daß' diese Ursache ebenfalls mitgewirkt hat. Ausschlaggebend allein dürste sie nicht gewesen sein. Schon seinerzeit, als Lloyd George als extremer Radikaler im englischen Parlamente im Jahre 1910 die starke Besteuerung des Vermögens als sein Programm aufstelltc und als er mit diesem Programm siegte, hat dies dennoch gar keine Wirkung ans die Bewertung des Pfund ansgeübt. Es blieb weiter bei seiner hohen Bewertung. Jetzt haben sich die Verhältnisse geändert und jeder kleine Anstoß genügt, um das Niveau des englischen Geldes, bisher als festeste Währung der Welt. angesehen zu erschüttern.. Ties ist symptomatisch zu werten. Es ist kein Geld nrehr vorhanden, das irgendwie gegen jede Jnflationskrankheit immun \%are. Eine Nachkriegserscheinung. Die Jnflationskrankheit hat die Währungen ganz Ostnnd Mitteleuropas vollkommen in Staub zerfressen und was heute noch als Geldeinheit in Rußland und Deutschland, in Palen und Oesterreich'und all den anderen Staaten gilt, ist wirklich nichts anderes als ein kleines Stäubchen einer früheren Währung. Dieser Jnflationsbazillus hat die einen Währungen ganz zermalmt, die anderen Währungen hat er nur zernagt. Die Währnngs-tuberku'los« der Wirtschaft, Ok sich nach dem Kvieige fai Europa emMristet irnib die Zu vertreiben nichtso rasch HMnzgen dürft«. Einige Opfer liegen schon vollkommen am Boden. Einem Wirtschaftsgebiet -ist -es - gelungen, den weiteren Zers-etzungspwzeß ausßrchalten. Doch die Währungen -immer neuer Wirtschaftsgebiet« wetzten davon an« genagt. .Kein Mensch kann Voraussagen, wie weit der Krank« hottsprozetz bei ihnen gehen wird. Es rft ganz gut -möglich, dotz räfö fflSfogwg jW vmy ldm WhMM hyx HO-. » Wiener Morgenzeitung._ 6. -Jänner 19S4 Nr. iM Zer zusammenbmch des franzöfischenzrailkeu Sine FrankenpanU aus den internationalen Levksenplötzen. - Kontermlne-ManSver. dbn der Pariser Börse ist die Forderung laut geworden daß hier die Regierung «Mich energisch mit imrsaistendoren Paris, v. .Jänner. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Bon den ausländischen Devisenplätzen laufen ummtevbrochen Meldungen über Anbote von Franken ein. Es hat den Anschein, als ob direkt eine Frankenpanrk im dluslaude jiun Ausbruch gekommen iväre. Na-inerMch die Meldungen aus Ne»v-Nork und London lauten äußerst beängstigend. In London wurden schon 90 Franken für das Pfund verlangt. In New-Borik ist die Devise Paris auf 490 gefallen und zeigt, noch immer eine sehr flaue Tcndeng. Auch aus Zürich wird ein Kurs von weit unter 28 Centimes gemeldet. Der Züricher Schlußkurs beträgt nur 27.90. Der unaufhaltsame Sturz des Franken w'rk: äußerst beunruhigend. Wohl versucht ein Teil der Pariser Presse, um Erregungen abzulenken, die Ursachen des Frankensturzes in Konterminemanövern Deutschlands und Englands zu finden. So malten einige Pariser Blätter übereinstimmend, daß die deutschen Bankiers schon vor Kvei Monaten den Entschluß gefaßt hätten, eine Offensive gegen den französischen Franken zu unternehmen, iwn so in politischer Hinsicht die französische Regierung in ihrem Standpunkte gegenüber Deutschland gefügiger zu machen. Ebenso glaubt der Londoner Berichterstatter des „Petit Parisien" unleugbare Beweise dafür zu haben, daß England und Amerika gemeinsam in dieser Hinsicht Vorgehen, um so einen Druck auf Frankreich auszuüben/ In Finauzkreisen ist man sich ober bewußt, daß diese Gründe ivohl dem Publikum als hinreichend erscheinen mögen, daß aber tatsächlich die Ursache des Frankensturzes die immer krasser zutage tretenden Schwierigkeiten der französische« StaatSsinanzen sind. In Finon^reisen wird darauf hin-gewiesen, daß es -nicht genüge, auf einen verhältnismäßig geringen Notenumlauf hinzuweisen, zumal da die Schatzscheine der Regierung die Rolle der französischen dioten in vieler Hinsicht ersetzen. Stützungsaktionen M cs bisher der Fall war, evngreisen müsse. Es wird die Demission des Leiters der Bang n « de France verlangt, der tvohl für frühere Stützungsaktionen große Gold°- mengen aufgewenitet habe, alter diese Mionen so ungeschickt gemacht habe, daß daraus gar kein Erfolg ersichtlich war. Das Budget der französischen Regierung wind bemängelt lwiib es wird in «vNsten Finanzkreiisen der Ni-Änung Ausdruck gegeben, daß tvohl eine Spvkulat-ion >iu Franken Platz gegriffen habe, daß aber anderevserts auch die Spekulation hier nicht eigenmächtig vorgehe, sondern nur die Miß stände, die sich im Lause der Finanzwirtschaft ergeben hätten, ansnütze. Der Finanzm-ilnister Lasteyri« mußte seine Provinzreise unterbrechen und rasch nach Paris Aurückkehren, um hier mit den führenden Finainzmännern über die finanzielle Lage Beratungen zu pflegen. Schon jetzt wird in Finanztroisen zugegeben, daß sich hi-er Mver ein Auswog werde finden lassen. Di-e Lage wiitd als äußerst kritisch geschWtert. In Iden letzten Tagen wurden neuerlich große Dollarguthaben vom Pariser Markte abgezogen. Aber auch größere Posten von Pfundguchalten sind in den letzten Doyen gekündigt worden, zmual, da auch die englische Regierung Schritte zur Stützung des Pfund zu -mit-ernehmeu beginnt. Momentan wird daran gedacht, amen , Beirat von Finanzleuten zu bilden-, der über die Maßnahmen beraten soll, die ovenrueü den weiteren Sturz aushalten können. Allseits wird die Lage als äußerst kritisch angesehen und der Ansicht Ausdruck gcge-ten. daß sich die Situation noch verschlimmern dürfte/ wenn sich der innere Wert des Franken ähnRch dem äußeren ten VetzhW- Ni-ssen nunmehr anpassen und die in den letzten Tagen entstandene JuftatlsnHtsueruny eine Verschärfung erfahren würde. kanstaaten nimmt. Es ist möglich, daß der KranShvitspvozeß in einem gewissen Stadium anfgehakten wird. Die Infektion ist vorhanden Engiländ hat wohl erst «im-den äußersten Lungenspitzen den Bazillus der WährungStubeÄulose zu spüren tekomnien. Es ist wahrscheinlich, daß er dort nicht allzu groß« Verwüstungeu antzichten wird. Der WwtMrftskötzper ist allzu fest daiM. Doch die Krankheit hat ihren Einzug gehauen. Sie hat die festesten Wirtschaftsstützen Europas angegriffen. Es kann noch Jahre dauern, bis Europa wird sagen können, daß es diesen Krainkheitspvozeß seltner Währungen wirtlich üterwunlten hat. Das Ftziedmannsche TubeMkinMittel in währungsitechnischer Hinslvcht ist dagegen noch nich-t getfnnden. —y. Vushebnai der Borieasar bei Balutabedarframneldungeu. Die Oesterreichische Nationalbank teilt mit: Durch die am 3. d. erschienene Verordnung des Bundesrninistsrimns für Finanzen wurde die Vorzensur der zum Devisen« cloaring emzureichenden Valutabedarfsanmeldungen a u f g e h o b e n. Die Parteien haben -in Hinkunft anläßlich der Erteilung von Valutaankaufsausträgen für das Devifeneleaving bloß auf dem -hierzu aufgelegten, genau auszufüllenden Formular die Erklärung abzugeben, daß sie keine frei verfügbaren ausländischen Zahlungsmittel besitzen. Die Einreichung der Baluta--An- und Verkaufsausträge hat in Hinkunft seitens der Devisenhändler am Clearingtage selbst, und zwar bis 12 Uhr mittag s, bei dem hierzu bestimmten Schalter der Oesterreichischen Nationalbank, Bankabteilung, zu erfolgen. Den Parteien ist daher die Möglichkeit gegeben, von nun an ihre Valuta-An- und Vevkaufsaufträge noch zum Clearing des betreffenden Tages auszugeben. Die gestrige Versorgung gestaltete sich überaus leicht, da größere Geldbeträge zur Verfügung standen. Demzufolge ermäßigte sich der Zinssatz bis 0,50 Prozent pro Woche, wobei ein großer Teil unplaciert blieb. Die Stimmung in Finanzkreisen war gestern von Bureau zu Bureau ziemlich freundlich, da die wesentliche^Verbilligung der Geldverhältnisse stimulierend wirkte. Bevorzugt waren Timter Holding, Alpine, Knipp und Coburg-Aktien. Auch einzelne Schrankenwerte waren gefragt und wesentlich höher bewertet. Das neu« WEnaustauschüberemkommen ,, zwischen Oesterreich und Ungarn. Wie uns die Aüftvo-unyarische Hcmtelskamnier mittM, ist zwischen ten Vertr-et-ern der österreichisch-en und der lun^gav^chen Regierung «in U-elbersinkkommen vereinbart woMn, welches als Anhang zu dem am 27. Juni 1968 vereliinbarten WarenanswnsWb^emkommen zwei neu« EinfuhrkoittiugenMsten enthält, di« sich di« beiden Staaten gegensc-it.ig sichern. Das Usteveink-ommen - ist einstWeAen -für sechs üliouat« gültig. Die wichliigsten Positionen aus der Liste der von -Oesterreich nach Itoiipnn emMfühvenden Waren sind sollgri ide: BMimwollwatt« (Taris-Nr. 181) monaMch 50o0 Kilogrannn, Garne für den DetaiilhandÄ adsustievt (166) 9000 K>ilvgrai'tin, säübiig bedruckt« Ba-imiwollMwebe ^.69-192) 16.080 KU!o,iramm, Stickerelien ans Baumwolle (198) 600 Killogvamm, Seile nsw. von 5 Millimeter Durchmesser rite« mehr (219) 56y0 Kulogramn, Stricke (616-b) mtt-er 6 Millimeter Durchmesier 4500 Kilogramm, Wagendecken aus. Schaßwolle (226) 250 Kilograimn, Woll- und M-üickwaven aus Seide (68) 100 .Mlogvamm, Mrk- und St-viÄwa-ven aus HaM-ölde (W8) 350 Killogramm, Krollhaare (299) 600 KiLoyramm, BaMriaren aus Seide (253) 20o Kilogramm, Herren, innd Dcimenhüt« aus Filz nicht garuievt (267, 266) 5000 Stück, Hevven- und Damenhüt« aus Strch nicht garnii-evt (267 ,268) 8000 Stück, Hervenwäsche (274) 200o Ki-logramnc, Damenwäsche leichte Konfektion (274) 1000 Kilogramm, Herrenlteiklleiiduüg (Hmenkonffektion, 274) 3000 Ml-ogramm, Damenko-iifektion (Kostüme, Mäntel -usw., 274) 250 Stück, Papierk-rmfektio-n <Bviüfpapi.ere, 300) 3000 Kilo-- gvamm, Bridenbeläge aus Wachst-uch und ähnlichem (S®8, 886) jKQQ Gtllävntm** »A BUryh>>«Mi gUtti 1/flft StMOlf gramm, Daschnerwaren (309 a, b, c) 200 Kilogramm. Gäbatvtevieschuhe (340) 7000 Paar, Dam'.enschuhe (Ä0) 4M Paar, Herrenjschuhe (340) 2000 Paar, Kinlterschche (940) 1000 Paar, Hausschuhe (Pa-nüoM usw., 340) 10oO Paar, Rahmen« leter für Schuhe (344-a) 300 Kilogramm, zuge- MMeneS Re-ilfhrilz (347) 10.000 Kilogramm, Möbeln (358-360) 3600 Kilogramm. Pfeifen mit Metallbeschlag (426) loo Kilogramm, Achsen (ein Drittel gewöhnliche, zwei Drittel Oel- und Hälbölachsen, 461) 101)00 Kilogramm, Sensen und Sicheln bevorzugte Behandlung gesichert, 458), » " 6000 Kilogramm Feilen Krampen, Heuen und Schaufeln (454) und Raspeln (457) 1500 Kilogra ... - amm. Bohrer (458-460) 500 Kilogramm, Drcchtstifte (461) 10.000 Kilogramm, Schrauben (462-468) 10.000 ^Kilogramm, Drahtseile (466) 6000 Kilogramm. Bänder und Beschläge (472) 16.000 Kilogramm, Bleche und Platten aus Kupfer und Legierungen (491-d) 5000 Kilo« aramm, Stangen und Stäbe aus Nickel, Aluminium urch' Legierungen (496«5oO) 2500 Kilogramm. Eßbestecke Alpaka und ähnlichen Legierungen (aus 509, 517,' 622) 1500 Kilogramm, Kragenknöpfe (aus 609) 100 Kilogramm, Manschettenknöpfe (510) 100 Kilogramm, Kragenspangen, Nadeln, Krawattenhälter (aus 522) 100 Kilogramm. MetaÜaußwaren (616) 10o0 Kilogramm, Metallgußlampen und -Waren (aus 616-617) 2000 Kilogramm, Nmel« waren (aus 618) 700 Kilogramm, Pumpen (588) 5000 Kilogramm. elektrische Maschinen (539) 10.00g Kilogramm, elektrische Apparate (540, 541, 543) 5000 Kilogramm, Personenautomobue (653) 6 Stück, Chassis für Personenantomobile (553) 6 Stück, Klaviere und Pianinos (653) 6 Stück Druckerschwärze (607) 2000 Kilogramm, Lackfirnisse (624) 1000 Kilogramm. Ungarn darf während der Dauer des Uedereinkommens nach Oesterreich einfuhren: Monatlich: Bäckerei (Kakes, 114) 16.000 Kilogramm, Teigwaren (116) 10.090 Kilogramm, Salami (118) 70.00g Kilogramm, Paradeiskonserve« (446) 20.000 Kilogramm, Leberpasteten und Fleischkonserven (128-131) 600 Kilogramm, -Obstkonserven, nicht luftdicht verschlossen (180) 10.000 Kilogramm, Obstkonserven, luftdicht verschlossen (131) 10.000 Kilogramm, Gemüsekonserven (181) 5000 Kilogramm, farbig bedruckte Baumwollstoffe (189-192) 15.000 Kilogramm, Seile, 5 Millimeter und stärker (219) 11.000 Kilogramm, Stricke, 5 Millimeter und dünner (219) 9000 Kilogramm, Bodenbeläge aus Wachstuch (323) 7000 Kilogramm. Kunstleder (326) 2500 Kilogramm, Lampen (616) 2000 Kilogramm, elektrische Maschinen (639) 10.000 Kilogramm, elektrische Apparate (540, 541, 548) 5000 Kilogramm. Glühlampen (643) 6000 Kilogramm. Der Prager Geldmarkt. Aus Prag wird geschrieben: Die Evwaritungen, die man zu Jahresschluß auf die Entspannung tes «inheimischen Geldmarktes in hiesigen Finanzkreisen gesetzt hat, haben sich vorderhand noch nickt erfüllt. Die äugewannte Lage aus dem Geldmarkt äußerte sich in der schwierigen Geldversorgung zu Ultimo, di« allgemein unangenehm «mpfunten wurde. Unseren Informationen zufolge sind auch die Nachrichten über ein« Herabsetzung tes Zinsfußes, die man bereits für die erst« Jannerwoche erwartet hat. zumindest perftuht. da das Bankamt zunächst ten Ausweis für die erst« Woche des neuen Jahves abwartet, andererseits eine derartige Maßnahme den Zustrom neuer Geldniittel voraussetzt. Eine Zinssußhembfetzung wird erst Platz greisen können/ wenn ein« hinreichende Entspannung auf dem Geldmarkt eiugetreten ist. Wohl darf man angesichts des günstigen Weihnachtsgeschäftes ein Rückströmen von Einlagegeltevn erwarten, doch wird ein ziemlicher Teil der Einnahmen zuv Auffüllung ter gesamten Warenlager bei den Geschäftsleuten Veriventet werden. Ueberdies darf man nicht vergessen, daß. das Herannahen des Zinstermins einen großen Teil dev Geldniittel absorbieren wird. Die ungeklärte Situation auf dem einheimischen Geldnrarkt ist der Hauptgrund für die Zurückhaltung der Prager Spekulation gegenüber ter von Wien inszenierten „Arbitragehauste". Wi« man uns versichert, fehlt «s selbst führenden Börsentreisen an den zur Entfaltung Mößercr Aktivität erforderlichen Mitteln. Zahlungsschwierigkeiten einer Grazer Kolonialwarenftrma. Die seit. mehreren Jahren bestehende Kolonialwarenfivma Richard Schön in Graz, Storchengasse 3-5, befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten und strebt «in Arrangement auf Grund einer 36vrozentigen Quote an. Die Passiven ter Firma betragen nach einer der Auskunftei B. Marcus u. Sohn zugegangenen Meldung mmtestens sechs Milliarden Kronen, denen allerdings beträchtliche Aktiveii gegenübersteheii sollen. Trotzdem wurde im Interesse der Gläubiger um die Verhängung ter GeschäftSaufsiHt angesncht, da die Firma infolge einer Zollaffäve ein« vielleicht in die Milliarden gehende Steuer» ■fidls Ut faffliwhl»«* Iw»ft* .flE5®5ÖHPHWW .WgWVTW^