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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-06 · Heft 1757 (6.1.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1757 (6.1.1924)
Date
1924-01-06
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1.757 Wien, Sonntag 'rrz-' ' fftmiie, fcvnmtt viel inciiiger in Betracht. Trudcheii und Lottchen wechseln nach dem sinnreichen System der.Frau. Mama miteinander ab, aber die Lehrerin muß ansharreil. Sie denkt an ihre Erfolge in der -.Musikakademic, sie denkt an das Liszt-Konzert, das sie im Schülcrkonzert ^gespielt, sic denkt an die glanzvolle Virtuosenzukunft von der jic geträumt, während sie mechanisch die Hehler ihrer Schüler verbessert, Md sie fragt sich, ob auch *it ihrem kläglichen Dasein noch einmal ein Frühling blühe»» wird. „Es taut", sagt die Kranke und lächelt in den blassen. Morgen. Vielleicht werden mm doch die Schmerzen ein wenig Nachlassen, diese rasenden Schmerlen, von den«» alle sagen, daß es „nur" Nervenschinerzen. sind. Vielleicht, wenn dann die Schwester zu. ihr komme»», nach langer Zeit wieder einmal den weiten Weg zurücklegen, föitnte und »venu dann die Schwester zu ihr kommen 'könnte, nach langer Zeit wieder einmal den weiten Weg M rücklegen und sie ihr nicht schon in der Türe sagen müßte: „Gib mir Geld" tv-ie schön wäre dask Sie ist es nicht gewöhnt zn bitten und sie weiß, wie schwer die Schwester, die nCttf Erzieherin, das Geld herbeischafft. Und dennoch bleibt kein anderer Ausweg. Diese Schwester ist ja «des alte»» Fräulc-ins letzte, einzige Stütze. Die „reiche»:" Verwandtst, die ihr »nit echt jüdischer Herzlichkeit hälfe»», die sie wie ihr Kind liebten und hegten — ihren Reichtum hat der Krieg zu einem lächerliche»» Nichts gemacht. Ihre gute Erziehung, ihre 'Bildung, ihr Wissen — ach', es 'ist «her eine Last »nehr 'in diesen Zeiten als eine Hilfe. Mar» kann davon nicht satt werden, man foitn damit nicht das (Zimmer heizen. Es 'taut. Und Tausende »Men nicht, was das für die Menschen Neben ihnen bedeutet, delmk viele Tausende wisse»!glicht, was es bedeutet, zu frieren. Es taut. Die Natur, die grausame Natur, ist immer noch barmherziger als der Mensch. Klara Mautner. Refte der „Itzmnidr". Aus Rom ward uns gemeldet: De» Mchsorschungen 5«: französischen Schiffe an der figilia naschen Küste ist «8 gelungen, unweit Sciacea 800 Meier Telephondvaht, die in einen Anker verwickelt warben, aufzufmden. Mich ändere Uebevreste des französischen Äfftkveuzers ,>D i x m u -i d e" wurden gefunden. Paris, 3. Jänner. (Test d. „.Wr. MoygenzeitMg".)' Heute wurde in Toulon die Leiche des Kommanbauten dev ,Oixm-urde", Dnplexis de Grenada», feierlich Leigesetzt. Der Mar inemini st er »voihnte der Feier Lei. WNfe in Italien. Aus Ro m wird uns gemeldet: Die „Epocca" meldet aus Cittaducale, daß die ganze Umgebung von zahlreichen Wölfen heimgesucht werde. Las gestohlene Hnnpttrefferlos. Der Gewinner und sein Bürgermeister eingesperrt. Aus Ro m, 4. d., wird berichtet: Als der Gewinner beZ Haupttreffers der Lottevie für die Mailänder Scala im Betrage vor» einer halben Million Lire sich heute in Mailand eiufand, um de»» Treffer z»» behebe»»' wurde er verhaft e.t und samt dem Bürgermeister sei »»es Ortes in Arrest gesetzt, »veil nachgewiese»» wurde, daß sie mit Hilfe eines Pwftsbedicn steten das Los 1» achträgli ch sich angeigMt hatten. Der Erfolg des Romems tlonfus an den mgarlsche« Hochschulen. Aus Budapest wird uns gemeldet: Vor kurzen» richteten die rassenschützlevischen studentische»» Verbände -ein gemeinsames Memorandum an die Untcrrichtsverivaltung, in welchem sie ^darüber Beschwerde führte»», daß an der % ü u f- T i r ch nev Universität und auch au anderen Nniversitäten das Gesetz über deir Numerus clausus augeblich zugunsten der Juden verletzt werde. Diese Behauptung fand wohl durch die Date»», des Memorandums keine Bestätigung, hingegen lieferte es zwe.i sehr interessante Date»» zu dieser Frage. Zmtächst die Tatsache, daß an sämtlichen ungarische»» Hochschule»» die getauften Jude»» und selbst die Hochschüler, deren Ettern schon a»»s dem Judentum ausgetreten sind, den Jude»» bei der Feststellung der in» Gesetz über -den N»»»»»erus clausn-s festgesetzten fünf Prozent jüdischer Hörer zugezäh lt werden, so daß die Zahl der tatsächlich Wischen Hörer »licht einmal die zügebilligten fihr: Prozent erreicht. Ebenso traurig wirkt die. im Memorandum angeführte anttliche lÄatistik über die jüdischen Hörer au der Budapest er Universität. Hiernach gab es im Schuljahr 1920—1921 an der Budapeste.r Universität 289, im Schuljahr 1921—1922 schon nur 270 und im Jichve 1922—>1923 nur »nehr 149 jüdische Hörer. Ir»» laufenden Schuljahr ist die Zahl der jüdischen Hörer an der Buda- Pester Universität weiter gesunken. Noch schlirmüer steht es -damit au den Universitäten in der Provinz. Alan sieht also, daß die Inden allmählich aus den ungarischen Hochschulen verschwinden und daß die Behauptung des ungarischen Urriervlchtsmmiisiers, daß er girre milde »Haudhabtmg des NirnveMS elaufus-Gchtzes veranlaßt habe, -den Tatsachen widerspricht. Keine Wischen Balle in Ungarn. Aus Budapcist wird uns berichtet: Eines der Opfer des CsÄngradev Bombenattentats Frau Stephan Fe he r, eine Schwsster des Mich verwundeten Alexander Wolf, die selbst schwere Verwundungen davontr»»g, -bat einen bei ihr erschienenen Journalisten, ihren Wunsch zu. veröffentlichen, daß in UnMu in diesem IM« Lein jüdischer PaÄ nrchr Wiener Morgenzeilung.cwr™ 6. Jänner 1Y24 Seite' J&tldp+Gijfttarkt £ •Ki etSrourrfäfip LLW. 3) ie neuesten ^Modelle in grossen Slbend- und Stilkleidern ™ veranstaltet werde. Diese Publikation hat auf Vie gesiamtq Judenschaft U»»gavns einen tiefen Eiltdmck gemacht. In fast sämtlichen Synagogen des Landes predigen die Rabbiner von der Kanzel herab gegen jedwede Veranstaltung indiesem Jahre und tatsächlich wurden die »neiften bereits anyekündigten Bälle und Dantzimterha-ltungen in Budapest Md in der Provinz bereits abgesagt. Sin tschechischer Denkmal ln WSllerrdorf. Aus Brünu wird uns berichtet: Wie der ,Mvr. Gl. Dennis meldet, wird im Sommex dieses Jahres auf Anregung des tfchecho-flowakischen Gesandten in Wien in Wollersdorf ein Denkmal zum Andenken au die Tschechen errichtet werden, die. dort als politische Häftlinge starben. w _ Srdbrbrn ln Steiermark. Wie der Grazer „Tagespost" aus Ka-llwang und anderen Orten d^s Lissrngtales in Obersteie r-mark gemeldet wird, wurde dort gsstew Um 16 Uhr 40 Mn. eil» -wenige Sekunden dauerndes Erdbeben, das von einem dumpfen Rollen begleitet toar, verspürt. In Siidrustlarrd. Aus -Mo skau wird Ms gemeldet: Inder Gegend von Buchara bei Samarka ub hat ein starkes Erdbeben etwa 4V0 Häuser zerstörtund 83 Menschenleben vernichtet. Ae letzten Lage Alfred «rllnfrld,. Vor acht Tage»», dnt 27. Dezember, spielte, nein, zauberte. Alfred Grünfeld mit Schuberts „Forellenquintett", das er zusammen mit de»» Rose-Lenten brachte, die herrlichste»», reinsten Klänge der dtatur hervor und heute ist sein Spiel für immer verstummt Im letzten Jahve, seit dar Meister der Tö»»>e sich einer schmerzhaften Darnikrebsoperation hatte unterziehen ntüssen, hatte sich Grmrseld n»»r mit den» Aufgebot aller seiner Kräfte anfrechterhalten; denn sein Krebsleiden war d»»rch die Operation »tut* gelindeirt »vorlderr und übte weiter das Weil der Zerstörung. Nicht lange nach seinem letzten Konzert erkrankte Grünfeld an einer Lungenentzündung, zu der da»»n eine Rippenfellentzündung hiiHukam. Sie »varfen de»» »»nerrnüdlich seiner K»»nst crgvbenen Mann auf das Lager, von dein er sich »»icht rnchr erheben sollte. Rasch vevschttmnwrte sich sein Zuftan-b und) bald hüllte das hohe Fieber de»» Meister fast völlig in das Reich der Phantasien. In den letzten Sturwen erla»»gie der Kra»»ke vorübergehend wieder das Bewußtsein i»nd mit seiner »ü»n»nermüde»» geistigen Kraft zeigte er 6^em»e»»des I»». teiresse für die Neukgkeite»» des Tages. Am späten Nachmittag verschied er ohne Todeskainpf. -Alfred Grimfeld war unverheiratet m»d lebte seit lange»» Jahren geru-einsaur »nit seiner ebenfalls ledigen Schwester E m m a, die.-ihn auch dit seinen letzten Lebenstagen unermüdlich betreute, soloie mit seinem Bruder, dem Direktor einer Grammophongesellschast Ludwig Gvünfeld. Dvr berichmte Cellist Heinrich Grün fie l d, der in Berlin lebt, und der Oberst des Nl»hesta»»des Ccnrft Grin»fel-d, sind ebenfalls Brüder. Alsr-ed Gviinfelds. Das LÄcheuvrsäntzniS. Die Leiche Alfred Grü»»feldS wrrd a»n Awntag der» 7. d. im Vestibüle des Mulfikvereinsgebäudes aufgebahrt, woselbst um 11 Uhr vormittags eine von der Gesellschaft der Musiksrennde veranstaltete offizielle T ra «c r feier statt« siltdet. Der ZutMt &u dkser Feier wird z»»folge des Leschräüitte»» Raumes »»ur gegen Einlaßkarte»», die vor» Ovdrrern am Portal, 1. Bez., D»»mbagasse, bereit gehalte», »vdrden, lediglich für dir Angehörige»» und die nächste»» Freu »»de des Bevstorbenen sowie für die Bevtreter der öffenLichen Korporationen »nögkich sei»». Nach Beendigung der Trauerfeier wird der Sarg auf den Zentralfri^>hof Wevführt, wo die Bestattung in dem vo»» der Wiener Knltusgeineinde go»vidm-eten Ehrengrab stattftndet.' GosterP »vnrde vorn Bildhauer Professor Gustav Gnvschner die Totenmask-e und dierechte Hand des Meisters abgegossen. . . Ser gndenbub. Ein Nemrzehnjähriger sticht eine Fra»», Mutter zweier »»>»- rnürrdiger Kinder, mit einem Bajonett und verletzt sie schioer, Die Tat erscheint rätstchaft, die Uvberfallene selbst »veiß keinen Grund für sie anzugeben, und die Verteidigung des Täters ist ein inkottseque»»tes Gestaninrel, das gleichfalls keinen festen Anhaltspunkt gibt — de»! bgrufsMßigen Inquisitoren wenig« stens. Diese »vissen mit allem, was der Bursche bisher, vor« brachte, nichts anzufangen und scheinen -geneigt, einen geplan« ten Ranib oder Ranbrnord anzunehlneu. Vielleicht haben sie »nit dieser Mutmaßung recht — der Junge »var seit Monaten arbeits- und verdieustl-os. Es fragt sich nur, ob die berechnende Habgier, wenn sie es ist, die eine»»» Menschen die Mordtvafse m die Hand drückt, den Schlag gerade gegen eine — Krä»!tleri»» führen wit'd, bei der cs nicht allzu viel zu holen gab. Da der Attentäter das letztere »vissen nu»ßte — er hat in den» Lade»! soines Opfers öfters Anshilfsdienste geleistet —, scheint mir eine andere Ursache des Anschlages plaustbler, z»»mal sie die erste Motivierung war, die der Verhaftete selbst vorgübracht hat, allerdings ohne bei dern Vechörenden viel Glauben zu finden. Der Bursche gab nämlich ^an, die Fra»» habe sich seinen Haß dadurch zugezogen, daß "sie ihn als „Judenbuben" beschimpfte. Es ist kein Wunder, daß den» gestrigen Jtlquisrtor diese Verteidig»u»g nicht genug plausibel erschien. Man ist es »»icht getvöhnt, daß das Schitnpfen auf die Juden so gefährliche Wirkungen für den — Schimpfenden hätte. Dies widerspricht ja der ganzen Tradition, die dem „völkischen" und „sittlich-reügiösen" Chauvinismus bisher die Richtung wies: nämlich die!llichtung des geringsten Widerstandes. Seit »na», nicht einmal mehr den ,Pöhm" ungestraft verulken darf, wäre ja die Politik der Bievbank ganz reizlos, wenn nicht zum Glück „darr Jud" als dankbarstes Zielobjekt aller Volksverhetzung übrig geblieben wäre: »Dankbarst" nicht im Si»»ne des rabiate,» Egon Fein, der den Haß mit gleicher Minze heimzahlen zu n»i»ssen glaubte, sondern nach dem VoMlde des mosaischen Mäzenatentums, das die Führer von Parteien, die den Judenhaß predigen, zu Tische lädt und die angedrohte Aussperrung der Juden von den Hochschulen mit der Subventionierung dieser Hochschulen beantwortet. Eine solche Vergeltung ist »nan von den Juden gewöhnt um wie viel schvüeriger wäre sonst die Kur»st, Oesterreich zu regieren! Deswegen schüttelt auch der Pcklizeibeamte, der den Fein verhört, ungläubig sein Haupt, wenn der Judenbub den Rächer seiner nationalen Ehre spiett, unb — rät auf Raubmord. Der Jud' hat ja gar kein Ehrgefühl, sor»dern nur Raffgier nach »nateriellem^Gute — so hört er es ja täglich von den Apostel»» der arischen Rassenüberlegenheit, dcnselbe»»^ die es mit ihrer menschlichen und politischen Würde vereinbar finden, aus der Ha»»d der von ihnen Bespienen zu fressen. Wie M der einfache Mann aus dem Volke ahnen, daß auch die scheinbare Würdelosigkeit der reichen Juden, nur — irregeleitetes Ehrgefühl ist, daß sie dem Arier mit ihren Schätzen abkanfen wollen, was er ihnen berechnend vorenthält: .seine Achtung. Den» stellenlosen Kommis fehlten die Acittel zu solch kostspieliger Methode edler Rache, einer Methode, die als „christlich" gilt, obwohl sie merkwürdigerweise »mr von Juden geübt wird. Dem Armen schnürte die unverdiente Kränkunig seines BolkStums die Kehle zu, er n»»»ßte sich Lust machen und — griff z»»r Waffe . . . Wenn ein Staatsmann oder Feldherr zu dieser Ultima ratio der nationalen Verteidigung schreitet, emngt er den Ruhm des Heroisrrms. Koirrad Hötzendorf schreibt dickleibige Bände, um sich diesen Ruhm zu sichern, obwohl er schließlich «icht den Beleidiger, sondern de»» Beleidigten, nämlich sein «genes Vaterland, zu Tode getroffen hat.. Der Jude»»jnnge darf auf einen gleich ehrenden Nimbus nicht rechnen. Er hat ja auch nicht den Mütter»» ihre »»»ehrhaften Söhne, sorrdern Kinder»» ihre wehrlose Mltter genonMen. Sic tmrrde das Opfer ihrer WehrlostzKeit — nicht bloß der gegen Bajo»»etl' stiche, sondern auch ihrer Wchrlosigkeit gegen das de»»» Volke täglich aufs neue eingeflößte Gift der konfessionellen und nat»o> wAm .Verhetzung».. _ c Knftchr von Ileberseefleisch. Eine Mion zur Herabsetzung der Fleischprette. Die Pveisprilf»».ngöstelle Wie»» hat sich seit Via» v. I. mit der. Frage befaßt, durch welche Mittel dem foriwähr e»»d e n Steigen der Fleischpreise Einhalt geböte», werden könnte. Davo»r ausgehend, daß es der Prei^prüfnngssteve mehr Beftiedigung bietet, zu der Beschaffung vrrbilligter Lebensmittel beizutragen, als nur bei dem Strosversahre»! wegen Preistreiberei »nitzuwirken, schien es ihr als ein ae- Signetes Mittel, durch ausgiebige ständige Zufugr e r stklassig-en Gefriea-fleisches emeu Preisregulawr zu schaffen. Es -ist bekannt, daß in Paris, London, Berlin. Budapest. JunSbrtick, St. Pölten, Krems und sogar in »in; Gefrierfleisch gerne und viel konsnrnrert wird. In Wien ist eas Uebcrfeefleisch allerdings diskreditiert, da das während des Krieges und in der Nachkriegszeit nach Wien gebrachte Gefrierfleisch zum De-il »ninderer Q»ralität »var. Die W irtschaftsgesellschaft mit beschräntt.'r .Haftung für Vieh, Fleisch und Fett hat sich mn bereit erklär», durch direkte Einfuhr von P r i»»»a g c f v i e r f l e: > ch aus Nord- und Südamerika und Australien die Zufuhren am hiesigen Platze »vesentlich zn erhöhe«, ohr»c welche enw Verbilligung der FrischDrschpreise nicht denkbar »st. Aus Grund dieses Anbotes hat die Preisprüstmgstelle in ihrer letzte»: Vollsitzung unter Zusti»n»»»»»ng der Vertreter de»' Verbraucher des Handels, der Industrie und der Landwirtschaft eine Emschließung gefaßt, in der es heißt: „Da die einheimische Viehzucht Oesterreichs »licht ausreicht,, um die Bevölkerung der Staidt Wien ausreichend mir Fleisch zu versorgen, eine genügende Belieferung mit Lebendvtch oder Fleisch aus den Nachbarstaaten und den: sonstig-n! euwpäischen Auslande nicht m Betracht komin», wäre die Einfuhr von ileberseefleisch, das »>» anderen Städten schon längst ein allgemeines B o l k s u a h r u n g 8- »nittel geworden ist, dringend angezeigi. Die Einfuhr vor» dem Wiener Geschmack entsprechenden Gefrierfleisch würde in» allgemeinen Preisrnegulierend wirken. Die Einfuhr und de» Vertrieb «des iieb-erscefleisches verdient daber a»»f das kräftigste unterstützt zu werden. In diesem Begehre'.» »rer« «oinjae»» sich die Bertveter der Koms^ma-n-t e.« nM ÄM

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