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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-06 · Heft 1757 (6.1.1924) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1757 (6.1.1924)
Date
1924-01-06
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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«SvM H _ Men, Sonntag : Vertreter aus den beiden vergangenen Jahren naHzulesen, nnt konstatieren zu können, das; man derartigen Prozessen mit der Polizei nicht Leikommt, dieweil sie mrr Ghmiptome einer falsch iirstradierten Politik find. Das Mißtrauen, das sich in diesen: Vorgang aus- WÄckt, hat aber auch noch eine andere praktische AustmrckSßorm gefunden. Für das Früjahr iverden große Flottenmanöver im Mittebneer geplant, bei denen englische, italienische und spanische Einheiten Zusammenwirken sollen. Wer der supponierte Gegner sein wird, ist Ämm fraglich. Frankreich wird erkennen, daß die fängst yr England ausgetauchte Lchre von der Rückkehr zun: Gleichgewicht der Kräfte in Europa eine höchst aktuelle Bekräftigung findet. Wie man in den Wald ruft, so hallt eS zurück. 8« Krisenjahr 1923. o. r. Wien, Anfang Jänner. Sm RückMck über dos oLgexMs Jahr wird uns mehr den» je die Leiden des Nachkriegsemopa klarmachen. Die ÄdmiHeiten des Organismus scheinen ihren Herd verlassen und sich an dir Oberfläche gedrängt zu haben, so daß sie allvr. die den Willen zum Schauen besitzen, offenbar gewordim find. Zunächst Dogmen und Schlagworte oblegen, sich für eine ZGrlffation entschließen, der auch die aus ihrer Gntwicklungsbahn geschleuderten Volker huwigen können, vertrauen auch jenen Faktoren, die scheinbar bisher die zu allem Schönen für die Zukunft Euvopas EnWlofsenen enttäuscht haben — das dürfte die beste kritische Methode sein. Die politischen und sozialen Strömungen des letzten Jahves lasten die SPammngm zwischen Nationalisierung und EntncckianaÄfiermvg deutlich erkennen. Sozial in einer Rückverlegung des ma^sttstchen Programms auch bei den Radikalen zugunsten von Augenblickserfolgen; politisch im Rückgang urÄ in der Ohmnacht der parlamentarischen Opposition, wodurch die parlamentarische Regiermigssorm . in allen Ländern dLskvedrtivrt wird. Man hat in den FriedensvertrLgm gelesen, daß gerade das, was durch das Resultat des Krieges hätte ad absurdum geführt werden sollen, die Gewalt, oder — anders ausgedrückt — der momentane Kräftezustand, triumphiert hat. Und man muß sich im Zusammenhang mit dieser Feststellung damit abfinden, daß die Lage in Europa nicht den wirklichen inneren, sondern bloß den gegenwärtigen Macht- und WllenZvechältnisten entspricht. Me europäischen Bürger höherer Gesittung vevMchyuen die Folgen des ÄbeÄÄbterr und mrzerigeümßen voWschen MmGÄdentuims, ob es sich nun im wÄßen TeMwr Ungarns austobt, im pMamerüsuMtzn Jtalkren MtustMnis breitjmacht oder ob es in München eine mWüickte <^mval!pvolbe äkhUt. Die. D'Äatur der MmoviLten hat noch nicht ansgüsp'M. Frankreichs poincaristische NntvoMlsteMrrde, die MMtärrevolten m Spanien Mid 'in Griechenland, die MeNwärtigen Machthaber Sowjetvußlcünds, der itvMenistche FasziKMns, .^vchys Erwachende Magyaren, die NiedechaLttM der Msinbaruern in Bulgarien und der nöugebackene Re- PMikanismus des Ghazr Mnstvsa Kemal in Angora—all das find nicht sehr eriftMiche EüschÄnuntzen, m% man «jfe auch bloß als Neibergang anschen. England scheint hier «ine Ausnahme zu machen; denn feine Krisen sind Reinigung-, VerschmeilzungS-, Erhailtungsprozeste, firrld Etappen aus dam Wege zum Zu- Mvnenstraffen eines Weltreiches, dessen Existenz über ein weiteres Menschenalter «nur äußerste EnavglÄballuug. sichern kann. Lockerungen dieser Energieleistumgen sind die Krisen im bvttischen Imperium. Tie Kanlservativen unterlwgen bei den Wahlen und Lloyd George macht Propaganda für sich, indem er zur Niederlage der Regievungspartei äpplaMert. Der Führer der Latbour Party, Ranstay Macdonald, läßt einen Augenblick lang Englartds Uu:- spanmrng der Welt vevgesten, einen MvgeMick lang gibt es «nur europäisch-englische Interessen. Und Lloyd George Mit seinen Aberalen? Ihm wäre eine Regierung der Arbeiterpartei unter MaüdonM nicht das Schlimmste, unter der Voraussetzung, daß sie vorerst ihr eigenes soziMstisches Programm hmtansetzen und die von den Liberalen zu untttstützenden Maßnahmen favorisieren Erde, nämlich fortschritÄiche Leistungen auf dem Gebiete -der Arbeitslosigkeit, die Probleme der WbhnungSfüvsorge, der Gesundheitspflege, der AgrÄuLtur und der Außenpolitik. Im übrigen wissen Lloyd George und Asquich -nur 1511 gut, daß eine Regierung der Labour Party nur von kurzer Dauer wäre und daß sie zwar die Bofugniste, nie aber die wirtliche Macht und den suggestiven Einfluß im La.ndc >hätte: Das britische Reich ist sei'ner Stmktur nach konservativ und seine Demokratie nichts anderes als oiln durch die Tradition geminderter Geschäfts- und GchühllsMeraliismus, der mit den 'demokratischen Prinzipien der mittclltzuropä'üschen Völker nichts gsmeirn hat. Gera'de die Uusichecheit 'betreffs der nächsten Rogrevungskontstellation bringt England den europäischen Sorgen näher. Maodonald stellt chvlich die Auer-- kenuung Sowjetrußlands als Gebot der Zeit hin. Auch Mustoilini kocketdiert fcht nrvt den Bolschetviken, weil er infolge Abflauens der faszistischcn u-nd Ä-nlschwellens der republikanischen Strömmrgen in Europa eine Aussöhnung mit dem Sozialismus im eigenen Laude anstrebt. Im allgemeinen hofft mau, zwecks Besserung der eigenen Wirtschaftskrisen mit Rußland Geschäfte machen zu können, 'da nach Berichten großkapitalistischer Kenner die innere Or- MMitsarition Rußlands großzügige Investitionen Mattet. Man wünscht die russische Produktivität, jfo weit ihre Wirtschaftsformen reell sind, seinen eigenen Zweckel; nutzbar zu inachen, ohne sich darüber völlig -klar 311 sein, wie r^TT Wiener Morgenzertttnsi. r Sille Sportartikel praktisch und gut * IDEALSTRUMPF 1. TRATTNERHOF 2 (Graten) m weit Rußlands ProdMvität wirklich Mv ist, und ckb etwa nicht die Diktatoren Ln Moskau die LePu-ngen des reorganisierten Landes bloß hmauKstellert, u«t umworben zu wenden und derart ihren MMmgKrvdmS zu vergrößern. Würde Rußland sich zu einem seriösen RMtvWeferanten enüwickÄn, ddiM köwnte man sich zu einem großen Teil von Amerika elwnzipveren, ein äußerst ivichtigeS PrMem, das im nächsten Jahrzehnt bezüWch des VerhMMeS Mschen den europäischen Jndustvieistoaten und SLmcMr von ewdvinglicher WichWeit werden ikömte. Eine bange Sorge bileW das VechWtM MMn Deutschland und Frank reich. Und ön wetteve« AuSwiMmg l&fe Mögjlichkett oinov dsä-Wen Ernsusr^ einer ^Lösung von WrSkWkeÄsauHgaben, zu denen sich zum ersten Male seiri dem SommM 1919 die fchaGende JnwWgenz Deutschlands endlich zrr bekennen fcheiu-t, sinsr ZuEckeroiberung der eiNstiMn geistigen Position Ar der Welt. Kann sie durrch den Druck von außen kommen? Jedenfalls hat es den Anischein, als würde die rnütervelbe mch seeilische Not die ZusaEenMvckßuing aller lbiüygsrWchen Glsmente zu smem Mock beWermiyen, der vechtsuvd WMbürgerlichen mit Ausnahme jener, fcfe eine Rechts- oder LinkSdiLatur errichten wollen. Frankreich fühlt sich im Osten dauernd bedroht. Der Nsmen Entente, der es WstungSkredüte gewährt hat, Mt dämm iNnerhM des EolpüGchen MächtekonzertZ eine nicht unbedeutende, Rolle zu, Saum ihrer Mivität, vielmehr ihrer Existenz wegen. Und obzwar Frankreich durch 'die Mckkehv des MnMoS einen menen Stützpunkt auf dem BMkn gewinMt, Juyoflawien durch ArMhen gsfesstilt ist, die FrLuMfchaft mit der DüÄei nicht gÄitten hat, fühlt es immechin eine Isolierung; das latejinWe Bündnis Mischen Italien mld Spanien, das im Grunde eine Gmwqipatkoin der VaüeiNischen Schwestern von Euigjland und Frankreich bedeutet, die künftige eitgüii» sche RegierumgspoiÄei, deren RadiSakiSmuS das Bevhältnis zu FmnkveichMvnd-damit vielleicht auch die EÄchigrmg des RepamtionspvMems beeinstiussen könnte, die Spannungen im Orient, wo EngLand aiMMich seines KonMts mit SWHaNistan seine Position festigen wU, weil gerade AWanLstrm das rustifche Einibmchstor nach dsm Süden, ailfo nach Indien bildet, all die Moni-ente zusiurnnengsfaßt, ergäben für Frankreich die Notwendigkeit amsv Waren und vorsöhMchen PölitÄ au Ruhr und Rhein: Sowjetmßland soll in den suropäisch-asiatischen Rilrg einbezogen werden. Aus Ä'resom Projekt heraus ergäben sich für die Lösung der chronischen dmtsch-fvanzösijschen Krise günstigere Pevspektiven: Belgien, scheinbar der Konferenzen und der gallischen Bevovmu-ildualg müde, sehnt sich nach seiner NautEtäts« Politik zurück. Die englischen und deutschen Soz'iaWen baueil untereinander einen neuen Nepamtionsplan auf. Und Poincare ist auf Basis der 'Pfänder zu Becha-Mungen bereit. Die „kleinen" Völker-? Ungarn fielbert bomibeniwevserrd in der Evtvart'mrg der VMerbundanleihe. In Bullgari-en beginnen die geiwesenerl Stmn/bMiskiMnhänger der bürgerlichen Negiievung Zankoff Vertrauen cnchegell bningen. Bezüglich Griechenilarlds ist es noch nicht klar, ivozu sich das RMoliutiönchen, das .mit 'der Absägung^ der Dynastie begonnen hat, noch ausivachsen wird. Die Vereinigtell Königreiche S. H. S. halbcrl omen schmavzhaftell Stachel an «der Mvia sitzen: Akitteilmoer und Kroatien heißen die 'schlimnieu Kinder. Tiefinnevst macht sich unter den Völkern der Wunsch -nach SMstvevtvall-tu'Ng ibsmerkbar. Es ist dies sin Zeichen der Erzjiohnng des Bürgers zur Politik. Diktatur und Demokratie sind die Pble, innerhalb welcher die 'Krisen sich ausWen. Abbau des Dclßtrauens und Erweckung des Bewußtseins von oi'ner höheren SMdavität können nicht gefördert lverden, so lange in Europa urld in Amerika die Elemente voune stckhell, die mit dorrr »Krieg Geschäfte gentacht halben und sie wieder machen wolleir mit dem Fckeden, mit dem Wiederaufbau, mit den Reparationen, mit der Sanierung. Mehr Wirtschaft, aber auch mehr Politik, aber auch mehr Geist. Die Weltkrisen sind immer noch im Gange. 160 Mllioneir Russen und Deutsche sind als Schaffende und Alvfnchmende ausgüschaltet. Clemenuaus „I'ai cochianoe" hat Frankreichs Sieg ermogllchr. Vertrauen zu eiiuainder! Das kommende Jahr gibt bloß Hoffn'llng aus Hoffnung. Nie dritte Etappe der Sanierung. Mit dem Monat Jänner hat die dritteCtappe des Sanierungsplaues begonnen. Die Erfolge der ersten zwei Etappen sind aus folgender Ucbersicht zu ersehen:. Das Monats de fizit, das im Oktober 1922 38 Millionen Goldkronen betrug und nach dem von dem Völkerbund aufgestellten Plane im ersten Halbjahr e 1923 auf durchschnittlich 23,5, int zweite n auf 13,2 Millionen Goldkronen monatlich herabgedrückt werden sollte, hat in WirNichteit tm erste» Halb-» tz, Mn.ErHM Rr. IM. ' fahre 1923 u n r 14,3 monatlich und im Durchschnitt der ersten drei Monate des zweiten Halbjahres — so weit reich! der Rechnungsabschluß — uur 7,4 Millionen Goldkrone, monatlich betragen. Für den Jänner 1924 beläuft sirtz der Voranschlag in de« Ausgaben aus 591,8 Milliarden, in den Einnahmen auf 612,7 Milliarden Pa. pierkronen, so daß das aus dem Erlös der Mkkerbundanleihe zu bedeckende Defizit 79,1 Milliarden beträgt. Da nach dem Sanierungsplan in der dritten Mappe (1. Jänner bis 30. Juni 1924) das Defizit auf 3,8 Millioneu Goldkronen, das ist 51,5 MiNiärden Papierkronen, monatlich herabgedrückt werden soll, wird in den folgenden fünf Monaten dieses Abschnittes das dmchschntttliche Monatsdefizit weniger als 51,1 Milliarde« betragt müssen wie im Jahre 1923, um die monatlichen Dmchschnittsvoranschläge innerhalb der Grenzen des Sanierungsplanes zu halten. Aus dem Nationalrat. Bor neuen Schwierigkeiten. ' Die AMMgN'Nig der SozialdemakvaLLN, daß sie noch Neutjahv zu ihrer Taktik der verschärften Opposition WrüÄVchven werden, wich es notwendig wachen, daß vorerst Wer die in der nächsten Zeit vom PaÄament zu leistenden AvbcKen nnLer den Meh rheitsparteien eim Berstäindliginng herbeigie-. führt wind. Die Regiernng wind zu drejfem Zivecke Ler^its am Montag Mit den Mhvern dev paMmentavischeil Parteien in Becharldbuingetr Wer das AribeiiÄpvpgramm eintveten. Für Dienstag sind die Parteikbulbs embernfen, und unwitteLbar vor der HaiussiiMtg, die, Wie fodfotwtf, D>ienstag nachmit-tügs siwttfindet, wich sich eine Obmännerkonfereng mit der Auifftollumg einer packantentavischen Fahwvdnnng beschäftigen. So «lange der Streit um die AbgabenteiLnngsnoveile nlrcht beigell'Sgt ist, ist mit einer GinfiellMg der foKialdMtokratifchen ObstvuWianstaktik im Wenuw Md im Fina'NMMsschuste nicht zu rechnen. Boi den bevorstehenden BerhaMurngen mit der Opposition wird man p der Methode des do nt 'des greisen müsserr, das heißt, man wich versuchen, die Fvüvmachnng des Weges für wichtige. und dringliche Reg^vmrgsvarLagen gegen die Betwilligmrig von Güsetzen, aus die die Opposition großen Wort legt, zu erreichen. Die .Herstellung der d a >n e r n d e n Arb e i t 8fähLykeit des Nationalrates wich von dm So- Mvdlemokraten van Aegrde-ru-ng des Kurses in der Justizverwaltung, «im Heerrsamite, bei der Gerckavmevie uW 4m Mmistevruim fi'rr sogialle Bsvwalltuing aMrigig gemacht. Jnwieiveit hier ein Eingchen aus die Wünlsche der Opposition, die dem Vernehmen nach auch aus eine Aenderurrg in der Leitung eirHslner Ressorts gerichtet sein sollen, möglich ist, dürfte sich im iveiite'ven Verlause der BechiaMungen ergchen. Mt Ausuahme ^der bGgabenteAurrgsrwvelle, deren Ertrag zur Deckung des über «fechshrmdert Milliarden betragenden Mchrauswandes für die BulndeSangeistelltm dienen soll, ist keine der Regisrungsvorlagen besonders dringend. Die «Mchrheitsparteien werden sich darum auch von der Opposition nicht drängen lasten. Mechings wird sich eine gründliche Auseinandersetzung mit dorr Sozialdemolkvaten nicht allzu lange hinansschieiben lassen, da die Regierung «in Mchster Zeit mit dam Uusw^ertungsgesch . und dem Zolltarif vor den NaOmmlnat treten will, ganz abgesehen davon, daß das Buidgetprovisoviulm nur bis Ende Mach laust, und also neben der Berailutug d'i0s,er heiPlen Materien auch die des ordenÄichen MMesdEnschliages gefordert werden muß. Lie zusammensetzung des Bundesrates. Da nunmehr auch der burgenländische Landtag die in .«den Bund es rat .zu entsendenden Mitglieder gewählt hat, ist die neue Zusammensetzung des Bundesrates abgeschlossen. Insgesamt besteht der Bundesrat ans 25 (bishex 23) Christlichsozialen, 2 (bisher 2) Großdenischen, 2 (bisher 0) Landbündlern und 21 (bisher 24) Sozialdemokraten; zusammen aus 50 (bisher 49) Mitgliedern. Die bürgerliche Mehrheit im Bundesrat, welche bisher eine Stimme betrug, hat sich in.der neuen Zusammettsetznng auf acht Sti mm e n erhöht. Italien und Deutschland. . München, 5. Jänner. lT^l. der „Wr. Morgenzrittmg".) Die „Münckwer Neuesten Nachrichten" lassen sich auS Rom melden, auf italienischer Seite herrsche die Ansicht, die Reist des Botschafters Neurath nach Lugano habe hauptsächlich bezweckt, von SIr es e mann eine genaue Darstellung der inneren Lage Deutschlands und der Absichten der «deutschen Regierung z«« erhalten, um Mussolini, der ausführlichen direkten Bericht wiinsck)e., aufklären z«i können. Mussolini habe Neurath ersucht, Strcstmann gewisse Ideen Italiens über die Lösung der schwebenden Probleme zu übermitteln. Thüringen und das Reich. Berlin, 5. Jänner. (Tel. der ,Miener Morgenzeitung".) Zur Klärung der Lage zwischen Thüringen nnb dem Reiche und vor allem zur Aufklärung über die angeb- lichen Urkundenfälschungen des verhafteten chüvingischen Innenministers sind heute die Mitglieder der thürin-> gischen Regierung in Berlin eingetroffen. Die Besprechungen mit der Reichsregierung wurden bereits heute mittags aufge'nommelr. Wie verlautet, wird sich' das Reichskabmett wahrscheinlich schon Montag mit den« verschiedenen Fragen befassen.

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