Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-01-04 · Heft 1755 (4.1.1924) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1755 (4.1.1924)
Date
1924-01-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980838--17313-3004305
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Vtt 1753 «tat,. Freita- - mH «ilftaftwtftem ftetaefinfler davstellt. an dessen Ende sich eine 10 Zentimeter lange SMrkett« befindet, ein Gelbetmantel und «in Gebetriemen, zusammen 600.000 Kranen wert. -er M«ma«er. Endlich gegangen. RcgienmgSrat Dr. Josef Blumanerist von seinem Posten eine- Kanzleidirektors der Wiener Universität mH 1. Jänner zurückgetreten. Mit ihm scheidet eine Persönlich« Seit aus dem Leben der Wiener Universität, die — man kann eS ohne Uebertreibung sagen — seit dem Jahre 1907 zum Scha-irn diese- Instituts gewirkt hat. Blumamr verstarb es ausgezeichnet, den untergeordneten Posten eine- KanzleidjrektorS zu einer Machtstellung zu erheben und er nützte, feine Macht in einer. Weis«, die sehr oft Anlaß gab, daß sich di« Oeffentlichkeit mit seiner Person und mit Ver Universität zu beschäftigen hatte. Hinter allen politischen und nationalen Reibereien, die sich auf dem Boden der Wiener Alma mater iti den Jahren seiner Amtszeit abfpielten, steckt« meistens Herr Blumauer. Er war Kr böse Dämm: der Universität, in seiner Hand liefen alle Fäden der Intrigen zusammen und so wuchs diese Persönlichkeit nach und nach zu fast unumschränkter Macht empor. Er war kr Schützer und geheime Führer der deutschvölkischen Stu>de.ktenschaft. er beeinflußte durch die Hakenkreuzprofessoren den akademischen Senat in seinem Sinne und der Rektor des vergangenen Studienjahres, Herr Diener, war nichts als der Diener Blumauers. Er hat diese Ergebenheit denn auch in feiner Abschieds rede recht deutlich zum Ausdruck gebracht. So war kr Blumauer in den weiten Stukntenkreisen und insgeheim auch bei den Professoren keine beliebte Persönlichkeit. Jedermann wußte, daß von seiner Seite der unheilvolle Einfluß auf das gesamt« Universitätsleben a-uSging. Mehrmals war der Blumauer nahe daran, zu straucheln. Affären, die dem Ansehen der Universität sehr abträglich^ waren, beschäftigten die Oeffentlichkeit, die Schmutzwäsche der Universität wurde im Gerichtssaal ausgebreitet. verschiedene recht merkwürdige Dinge kamen ans Tageslicht — Blumauer hielt sich. Er wurde in Disziplinavunterkuchung gezogen und jedermann erwartete, daß «S ihm den Kragen kosten würde — Blumauer kehrte im strahlenden Kleide reingewaschener Unschuld auf seinen Posten zurück. Nun ist er gegangen. Endlich! Er scheidet als ein Mann, dem niemandes Bedauern folgen wird. Und wenn etwas bedauert wird, dann ist eS der Umstand, daß der Mnmauer nicht schon längst gegangen ist. ES stünde viel- "«icht anders um die Wiener Universität. Wettemmfchwum. Lauwetter wahrscheinlich. Die Kälte hat seit gestern bedeutend nachgelassen. Im Etraßenbilde ist jedoch keine Besserung eingetre!ten. Die zahllosen Schneehaufen liegen noch immer wüst herum und behindern den Verkehr der Fußgänger und Fuhrwerke sehr stark. Die Gemeindeverwaltung scheint mit stoischer Ruhe auf das schon mehrfach angekündigte, aber bis nun noch nicht eingetretene Tauwetter zu warten. Denn bei einten, guten Willen, das heißt bei entsprechender Bezahlung, hätte eine ausgiebige Zahl von Schneeschauflern, die Hindernisse in den Straßen sicherlich halbwegs beseitigt. Aber waS soll ein Mann mit dem inzwischen auf 4600 erhöhten Tagesstundenlohn oder mit der Stundenbezahlung von 6400 K. für die Nacht beginnen? Die.„innere Erwärmung" würde ja den größten Teil des zufammengefchaufelten Lohnes verschlingen und wer wird bei diesen Temperaturen überdies Schuhwerk und Kleidung opfern. . Gestern abends hat neuerlicher Schneefall eingesetzt, jedoch scheint die Temperatur das befürchtete Tauwetter zu bringen. Die bisherigen Schwierigkeiten des Verkehre-, der Sturm auf die Straßenbahnen, die Störungen im Lastwagenverkehr dürften da' n durch sintflutartige lieberschwemnmngen abge^st m rden. Auch der gtstrig« Tag weiß von UnglückSfätten infolge des Detters zu melden. Der auf einer Skitour befindlich--, Meraner Arzt Dr. Erich Weinberger wird vermißt. Dies Störung im Betriebe ^er WiemBadener Elektrischen, weiche nur bis zur Philadelphia-Brücke verkehrt, «macht sich namentlich für die auf der Strecke wohnenden Arbeiter in empfindlicher Weise fühlbar. Wiederaufnahme des Verkehrs über den Arlberg. Aus Innsbruck wird be-ichtet: Nach mehrtägiger Uu'e.brechung konnte gestrm der Be keHr über den A r l b e r g, wenn auch im beschränktem Umfange, wieder ausgenommen werken. Nächst Do lass hatte eine ungeheure Lawine, den Weg gesperrt und auf der Strecke Landecket. Anton mufjten fast in jeder Station Züge ausgefä-mfcu iucb*!. Lawinenunglück. In Oberdorf im Walsertal wurden zlvei Wohnhäuser mit zahlre'chen Bewohnern von einer Lawine verschüttet. Schneeverwehungen in der Tschecho-Slowakei. Prag, 8. Jänner. AuS allen Teilen der Tschechoslowakei kommen Nachrkchten über gewaltige Schneeverwehungen, so daß auch im Eisenbahnverkehr große Störung. u zu verzeichnen sind. Auf einzelnen Strecken mußte sogar vcr Verkehr seit Neujahr vorübergehend gänzlich einqcjtclit me wen. Katastrophale Verkehrshindernisse werden auch auS der Slowakei gemeldet. Dip Schneemassen liegen ans den Bahngleisen bis zur Höh« von sechs Metern. Wiener Morgengeiiung. SonsationoDles unerreichtes Angebot la Satin de Chine in allen Farben, beste Kleiderseide. 85 cm . . K 76.000 CrOne de Chine in allen Farben iro cm K 98.000 la Ponnis in allen Farben, für Wäsche, Lampenschirme etc.. 93 cm . . . . K 63.000 Seidenrette spottbillig 1 Seidenbaus Riciiri Leitner Wien. IV.. Mar?aretenstrasse 10 soos Auch in Polen. Warschau, 8. Jänner. (Tel. d. „Wr. Morgen;«itung".) Infolge des ungeheuren Schnöcgestök>ers wurde im ganzen Lande der Zugverkehr in bedeutendem Maße beeinträchtigt. Mehrere F e r n z ü g e ' mußten vorläufig e i n g est i 111 werden. Der gestrige Zug Warschau — Krakau mußt« auf offener Strecke stehen bleiben. Amtlicher Wetterbericht. Ter Frost hat in Mitteleuropa äbgenommen. Bei schwachen Westwinden ist auch in Wien die Temperatur bis aufMinuSeinGradge st legen. Nach heiterem Vormittag begann es gestern mittags wieder zu schneien. Voraussage: Zunächst trüb, zu N «'.erschlagen neigend. Temperatu rum Null Grad. Im Alpenvorland kurz dauerndes Tauwetter ziemlich wahrscheinlich. Die Lebensmittelmärkte. Die Belieferung der Märkte mit Kartoffeln war in d»n lebten Tagen stark reduziert, da die Einsender wogen d S Frfft- ' weiters mit der Verladung zöger'cn. Im KlemhandeÜ herrsch!« aus dm Mävken trotzdem kein Mangel, es kommt aber häufig vor. daß die Kartoffeln gefroren sind. Gelbe Kartoffel stellen sich augenblicklich auf 1700 K.. weihe m«f 1400 bis 1500 K. und rote aus 1100 bis-1200 K. pro Kilogramm. Die Zufuhren an Gärtnergemi'r'e waren schon etwas b sser ausgefallen, trotzdem sind die Preise für di« einfach^ Gemüscsorten. wie Kohlrülben und rote Rüben, neuerlich in die Höhe gegangen. Inden Fl'ischyreisen ist keine Aen>deuun>g zu verzeichnen. Mit der Bahn sind in der GrotzmiarkHalle wieder 17 Wa>gqons ein-gelan-gt, so daß das Angebot ziemlich reichlich war. Die Nach-. frage war sowohl im Großba"del als a>''ch im .Menchandel ziemlich aermgfnglg. von ein r Nei-gq^g. mit den Preisen horunterzugehrn. ist cchcr nichts zu bemerken. * Jüdisch« GhmnasiallcHrkraste gesucht. Für ein Gymnasium in Danzig. daS mir deutscher vn-'errichtssprache unter besonderer Betonung des hebräischen Unterrich'eS geführt werden soll, werden diplomiert?, mralrf'^'erte, indische L «h r k r ä f t«, wc-lche eine den'sche oder österraichiische Universität^ absolviert haben, gesucht. Tie Gehal'Sverhältn'.sie sind shr günstig. Bewerber'mögen sich mit Dr. S. Auerbach. Wien, 2. Bez.» Rembrandtstraße 28. in Verbindung setzen, beziehungsweise ' demselben Zeuanisabsllnrften und Curieulum Vitae übermitteln. * Das kostet das Diener Pflaster? Um die umfangreichen Straßenherstellungen durckMifühven. werden von der Gemeind.- Verwaltung gwße M-'n.gen von Pflastersteinen angekauft, da die eigen« Epzau-gimg in den Ma Uthausen er Brüchen nicht aenügt. So wurdin der letzten Sitzung des GomeinderalsauS''chusieS für technische Angelegerhesten für di« Beschasfuna von 96.900 Stück Pflastersteinen verschiedener Sorten und ungefähr 900 Kubikmet r Kleinsteinen und Schober ein Betrag von rund 1.5 Milliarden Kronen bewilligt. Die Prc-i.se der Steine sind verich'i-chen. So werden für Formsteine b's Zu 34.000 Kronen für einen Stein b «zahlt, während gewöhnliche Würfel 8000 bis 19.000 Kronen kosten. Dazu kommen alber noch die Fuhrwerkskoften. die allein für einen Stein 5 50 Kronen 'betragen. und die Waremrnrsatzsteu r. — Man sieht also, daß daS Wiener Pflaster nicht gerade billig ist. * Bon einer Schmirgelscheibe getötet. In der Mstallwarenfabrck Negedlv. Hütteldorf -rstraße 158. war am 2. d» geaen Mit>tgg. der Schleifer Adolf B e r a n mit *em Schleifen eines kleinen MesiinoirbgusieS beschäftigt. Dabei zersprang plötzlich die Schmirgelscheiibe und ein Bnichteil traf Beran an der linken Bruistseite. in der Gebend dcS Rivv'uboqcns. Er brach sofort tot zusammen. Da fremdes Berichnlden nicht aus-'-eschlollen erscheint, wurde di« StaalSanwtzltfchaft verständigt. * Während eines Brandes erstickt. Gestern geg-n halb 6 Uhr abends sahen Parteien dcS HaustS 10. B«Z-, Muhren« gasie 32. äuS der Wohnung deS 68'ährigen Fiakers Franz Rosan beft-iigen Rauch dringen. Man beri f d'« Feuerwehr wib als diese eindrang, fand sie das Woliwzimmer in Hellen Flammen. Fm Zimmer lag mrs einer Strohdecke der Greis in leblosem Zustande. Der Zu-'v ftionSarzt der RettunaSgescllischaft konn'e rmr mehr den Eintritt deS TodrS soststcllen. Er ist vorm ul ich infolge der starken Rauchentwicklung erstickt. * Abenteuer zweier Touristen. Aus Kitzbühel wird ims geschrieben: Der Wicnr RecktSan-wÄt Dr. Artur Füllend an m u"-d der Direktor des S. FMer-Berlags. Dr. Konrad Maril, aus Berlin, unternahmen von Kittbühel antS ein« Skitour auf den Pcmolstein. Auf dom Grat oeri-'ten die Touristen in einen Schnecsturm und verloren die Orientierung. Beim Mstieg. den sie versuchen, wurdcu sie von der Nacht ülb rrascht und muß'en unter einem FelSblock im Freien kampieren. In Ki^bühel wurde unterdesien von der verzweifelten Gattin de- Rech'SanwaltS die Re^»maKcxpedi-'lion alar. miert, die noch in der Nacht nach den B rmiß'en suchte. Die Nack?suche war aber rm Schneesturm erfvlaloS. Unterdesien hatten die Okifahrer bei Tagcsan>br,ich den Abstieg unter Eher Müh« wied r fortsetzen können und gelangten gegen Mittag total erschuft wioder inS Tal dir rück. * Teigilfch-WaflerkraftwerkSanlag«. 5kurz vor Jahreswende ist «8 der aufopfernden Arbeit der Mineure. im Te igit sch grabcn imter der Führung der Ingenieure des Steirischen Masserbaushudikates gelungm» das erste Tevlftück des 5,4 Ki-lomo'er larmen Druckst-ollenS durchz'l. schlagltn. DaS erste Stollen-stück der T igitsch-WasserkraslwerkSanlage der steirischen WasierkraftS- und Elekiri-zitätS-A-G. Hiraz ist durchbrochen und eS werden die Stollendrrrchfchläge der restlichen Dtollenstr.cken nunmehr in kurzen Intervallen folgen. Wenn nicht ganz nnerwartete groß« Dckwierigkcit n eintreren, wird der Drnckstollen mit Ende des Jahres 1924 dem Betriebe zug sührt werden. * Bestellte Nachtgespräcke Ocsterreich—Polen. Vom 1. Jänner 1924 an sind bcftelltr N -a ch t g e spräche im Wechselv. rlehre O e st e r r e i ch — P o l e n vorläufig zwischen Wien und Krakau gegen Einhobung der um 50 Prozent _^_4. JSnmr 1924 - «elf 8 ernrüßi>tt°n Sprechgebühr für gewöhnliche Gespräche dev» selben Sinheitenanzahl nach den hierfür geltend?« allaemcinev Bestimimunacn wael-assen. Bostelluna?« derartiger Gespräch« nimmt ausschließlich das UMrlandfernfpvechamt in Wiest. 9. B«z.. Berggasse SL, entgegen._ meine Mmil. » Profesior Michael Mohr gestorben. Fast gileichzeijig mtt dem Tode ProsessorS Leopold K o n, g st e, n S m Wien erfolgte in Budapest, wie unS Von dort berichtet wird, da« Ableben deS angesehenen Augenarztes Univsi-sfarSproiesior» Micha.1 Mohr im Alter von 63 Jahren. Profesior Mohr genoß als Augenspazialist einen *wrt über die Grenz?n Ungarns reichenden Ruf und ist Verfasier zahlreicher Avbeiten auf seinem Fachg biete. Die großen ausländischen wisienschafllichen Gesellschaften zählten ihn ihren Midgliedern. Cr war auch Chefredakteur deS FaMatteS der Aerztc und spisl-te in der DtandeSovganisat>ion feiner BeruliSkollwen ein« hervorragende Rolle DaS Adele Krodv-Kmders'vita>l in Budapest verliert in ihm ihren Primarartt für Angen!heMnn.de. welche Stelle er seit mehr als zwanzia Jahnen bekleidet«. Das Loichembegängniz findet benttc in Budapest statt. * „BolkKbedrücker" Wilhelm- AuS Berlin wird unS gemeldet: Der größt« Teil der b «kannten, vom Exkaiser Wilhelm errichteten Denkmäler in der SiegeSallee ist Hut« nachts verimstMet worden. Auf sechzehn Denkmäler wurde von einem bisher imh-h^nnten Tä-^er mit einer Schablone das Wort ./Bottsbedrücker" in roter Öe-Isapbe hingemalt.- * Zwei Prozesie gegen PMomisten in Rnßtand- Wi- I. T. A auS Moskau ^berichtet, stand vor dem Landgericht des Kreises Kiew der Führer einer, Petliura-Bcmde Kuprenko unter der Anklage, bs'm Emzuge in ein .^orf im Kiewer Gouvernement eine jüvlsche Familie erschossen zu haben. Ku-prenko wurde zum Tode veviirteilt und das Urteil gleich, vollstreckt. Bor dem Gouvernementgericht tu Schitomir findet ein« Reihe von Prozesien gegen Pogromisten statt. Wegen d S PogvomS in Jwnitz, bei welchem 47 Juden masiakriert wurden, Mrde der reichste Bauer des Ortes zum Tode, seine beiden Söbne zu Gefängnisstrafen verurteilt. Der zum Tode Verurteilte wurde zu fünfjährigem Kerker b-sinadigt. * Die Shnagogenbeschlagn^hmen i« Rußland. Entgegen den in der letzten Zeit gebrachten M.'ldunaen, daß die Besck'lagnohme der großen Svmrgoäe in Charkow aufgehoben sec, meldet I. T. A. aus Kiew, M großnkraiMche Zentralexekutivkomitte ha«be das Gesuch der jüdischen Gemeinde von Charkow mir Aufhebung der Beschl«<mahme, die bekanntlich im vorigen Jahre durch einen jüdischen Kommunisten-, klub erfolgte, ab gelehnt. Die Mischen Komrmmrsten ha.ben die Syucwoge m ein Theater und Klubhaus ».mgewadelt. DaS gleiche gesck'h mit zwei oneinanderstoßenden Synagogen in der Stsdt La witsch m Wolhynien. * Faule Fisch« ... Die Pariser Blätter erzählen: Vera Sergine, di« ebenso schöne wie begabte vi'ffische Schauspreserm, die zurzeit im Theatre pe Paris Triumphe feiert, war kürzlich die Heldin einer Manten Komödie, dre. b,s auf den programmwidri^en Schluß, wie ^ue Novelle deS.Boceaceio aumittet. vu^er ihren viÄen Anbe^n batt« Frau Sergine auch einen b sonders stürmischen Verehrer, emen steinreichen Rentier, der trotz seiner 70 Jahpe der Diva LiebcSorklüruwgen machte, die in ihrer Ueberschwevsilichkeit an die Suvdkmngen eines v riiebren Primaners gemahnten. Dias« Hmdmingen waren freilich auch von Geschenken bealeitet. di« eines PaschaS würdig gewesen wären. 11m d^u ziidringltchen und auf die Dauer lästigen. Verehrer los zu werden, ersann die Schauspielerin em Mittel, das. wie gesagt' auS dom Dekameron entlehnt hätte sein können. Auf ik»r Zureden entschloß sich ihre Zofe, die ihr m der Figur ähnlich ist. dem bettdnden LiSb- Haber endlich ein Stelldichein im Separe« ein 4 Pariser Mode« restaurantS zu bewilligen, zu dorsi sie sich dort dicht versMeiert einfand. Da« hatte aber der -stber die Maßen erfersücht-vge Bräutigam der Zofe erfahren, des an den Gpaß nicht glaubte, sondern annehm, daß sich seine Braut durch die Geschenke des reichen Herrn hatte to-tfehen lassen, vom Pfad der Treue abziiweichen. Alk doS Pärchen im Separee saß und der verliebte Alte gerade zu den Füßen der vers^leierten Schonen seine Li 'beschwüre stammÄte. stürzt«, der Bräutigam -in- Zimmer und riß mit drohenden Worten per Schonen den Schleier vom V^sichr. Der arme Alt« erlebte dabei eine doppelte Enttäuschung. Einmal sah er. daß er gefoppt worden wir, und dazu erbrplt er noch, ehe er sich Vo9 der lieberrraschung erholen konnte, von dom wütenden Bräutigam «ine nicht zu knapp bomesiene Tracht Prügel. (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) * Tmtzsnsti'ui Hermann BrMn. 14. vez^ Reiudorsgasie 42. * ecnlaticnelles. unerreichtes Angebot im SeidenhauS Richard L e i i n e r. 4. Baz.. Margars'ensttaße 10. Crepe 4ie Chine, ©«‘in de Chine, PnnaiS in feinster Oilv-li"ä>t zu 112000 bi? 9p.000 K. pvo Met«c. SeSdenrgst« für Lrmpen< schirme usw. spottbilviig. Seteine, Dortrörre und Nersammlnnoen. BvkotvinaerZen^ralverband. Sonntag «m 9 Nbr vor^ittaas im Hotel Stefanie, 2. Be,.. Taborsiraße 12, Monat«ve^ammluna. 0 Ubr nackEwa« Hauptversammlung im CafS Industrie. S. Be».. Por,ell"naasie 09. Jüdische T 0 v n b e e h a l l «, SO. Be».. DenisaaCe 9^ Moraen Samstag um 7 Nbr abends unter Leitung der Musilvädaaogin Hedwig Kanner-Rasenthal: Klavier: Frl. Neulcheler: Gesanar Frl. Grete Spitzer; Pros. I. 'Herz r Löwe-Balladen. Eintritt ftei. Technisches Mule«m. Morgen um » Mir w** mittag? FülirungSvortrag von Ku^os Dr. Ino. F. S e b l a e e k: „Seifen- und Kenenerzeugunq*. Sonntag den 6. d. um 10 Mw vormittags Im groben Hör^aal Lichtbildervortrag von KustoS Dr. O. B r v k: „Die Elettrizitöt^tvellen im Wandel der Zetten". Mittwoch den 9. b. ist Schulbesuchstag von 9 bis 12 Uhr. (Geöffnet r I. Obergeschoß) Gealiskursr fsiv Italien lckj. Hochschullektor Profesior. Alfoulo V i t 0 l 0 eröffnet am Montag den 7.d.GratiSk u r s e flir I t a l i e n i f Ä. Leben Montag und DonuerSiag für Anfänger von 5 bi» 0 Ubr. flir Vorgeschrittene von 6 bis 7 Uhr und für Konversation von J bi? 8 Uhr. Jeden Samstag findet von?> bis 5 Uhr ein Änfönaerkurs sta^ Einschreibu-gev. werden entgegenqenommen und Auskiinste erteilt im Sekrets? j der Schule. Wien. 1. Bez.. KLrntNerstraße 17, von 9 bis 12 Ugr und von 3 bis 7 Uhr. Ein ne <«r jüdi chrr FUM. Zn Wien wird demnächst der in Berlin hergestellte Film „K a d d i s ch". ein erschütternder Lebensbild aus dem iüdische» Milieu, mtt Lia E i b e u s ch ü 4, Ilka G r ü n i n g und Leonhard H a S k e l in den Hauptrollen, erscheinen. Der Eterna-Fllm, der daS Verleihung-recht dieses Werkes für Wien hat, beabsichtigt, einen ansehnlichen Prozentsatz des Reingewinnes m*§ bieiew Film füriüdifch* Waisenzu stiften-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.