Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1753 (2.1.1924)
- Date
- 1924-01-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik,^Vereine" find entgeltlich.) . Ml« Lansfrauen rufen im Eher r „Die beste Seife ist «agor." * Tonzinstiint Hermann Brau», 14. Bez.. Remdvrtgasie 42. Reelles Angebot guter und Hunger Waren. Infolge Vergrößerung der Geschäftsräume gelangen i« Kaufhaus B r ü d e r S ch i f f m a u n, 2. B e z., Taborstraße 48, Waschwaren, Damen- und Herrenwäsche, ferner Leinenware«, Bettwäsche, Regenmantel sowie original englische Stoffe für.Damen und Herren in enormer Arrswahl zu unerreicht billigen Preisen zum Verkauf. Packstehend einige Beispiele: Prima'Webe. pro Meter 11.000 A. 3.500 K . Chiffon. . .. Streffgradl. 12.000 K. 8.800 „ 14.0M „ Bettzeuge.. Bettücher, 140 Zentimeter breit Matratzengradl........ * * 18.000 K. 9.800 w 19.800 . 28.000 „ Blandruck... Etamine in allen Farben . . . V ' 9.800 „ 7.900 „ Damenhemden........ . 25.000 K. 19.800 „ Damengarnituren (dreiteilig) . . Seideninmper. ... .... 59.000 „ Kretonhemden (für Herren) . . ,. » » » ..... 29.800 , 18.000 _ Covercoats. 99.800 _ Englische Schafwollstoffe. . . . % 9 ..... 45.000 „ Regenmäntel ........ * * * ..... 185.000 „ Vereine, Vorttäge und Bersammlnngen. Zionistische Sektion Breitensee, Cafe Löbelhof, 13. Bez., Hütteldorfersttaße 86.. Heute, 8 Ubr abends, Vortrag David Nebenzahl: „Judenschicksal". — Verein Tikwath I e hud a. Heute, präzise 8 Uhr abends, Gesellschastsabend. Programm: Frau Adele Thorn-Ehrenkranz, Konzertsangerin, Arien und Lieder, am Klavier Frl. Hanni Retter; Herr Samuel Strauß, Vorlesung; Herr Zllfred Schreiber vom Deutschen Volkstheater, Rezitationen. Anschließend Tanz. Urania. Heute: Großer Saal: '/,3 Uhr: Schülervortrag: Knud RasmussenS Polarfahrt. 5 Uhr: Die Besteigung des Mount Everest. ‘/,,8 Uhr: Z u mersten M a l e: Mtt den Zugvögeln nach Afrika. — Kleiner Saal: 7,'6 Uhr: Direktor Karl Liebleit n er: Deutsche Volkslieder für dccheim und die weite Welt. IH. 7,8 Uhr: Reg.-Rat Edmund Glaise-Horstenau: Die Friedensftage im Weltkrieg. — Kurssaal: 6'Uhr: Univ.-Assistent Dr. Bruno S ch u ß n i g: Anpaffungen im Pflanzenreich. I. 8 Uhr: Niederösterreich und das Burgenland. XI. Univ.-Dozent Dr. Artur Haberlandt: DaS Volkstum Niederösterreichs. — Klubsaal: 6 Uhr: VortragskmS. Univ.-Lektor Ferdinand M a t r a s. IV. 7,8 Uhr: Prof. Dr. Karl Reishofer: Balladenabend. — Mikroskoviersaal: 8 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Hans F e.i t m e i e r: Uebungen im Bestimmen von Mineralien nach sicheren Kennzeichen. X. * Keren Kajemeth l'Jsrael (Jüdischer Nationalfonds). Heute, 7-7 Uhr abends, im Bureau, 2. Bez., Zirkusgasse 33, Sitzung der Nationalfondskommissäre. Stach der Sitzung wird der Palästina-Film vorgeführt. Bühne und Kunst. die „Geschiiftsiudeu" sollen die Staatstheater retten. Ter Unterrichtsnlinister, ein umgänglicher und der Cache, mit welcher er tun hat, anhänglicher kBeamter, ruft Die Tesfentlichkeic zur Unterstützung der Bundescheader aui. Ta hat er sich einen Aufruf entwerfen lassen, der gut oeineint ist, aber durch die gedankliche Unzulänglichkeit des Subalternhirnes, welches ihn zu verfassen hatte, teils zur Farre. reils hinterhältig wurde. Zuinächst wird ernsthaft perkündet, die Staatstheater feien ein Ratio nalheiligr a m. Warum gerade für das Burgcheater und die Staatsoyer der Begriff der österreichischen Nationalität herausgeholt wird, der. nicht nur absurd, sondern geradezu traurig anmutet, ist unerfindlich. Die Erhaltung von Theatern vom künstlerischen Range der Buudestheater kann als Kultur- angclegeuheit aufgefaßt werden, aber ehie nationale Ehrensache daraus zu machen, klingt mehr als verdächtig. Man muß nur daran denken, daß erst vor ein paar Wochen für eine andere Kulturangelegenheit, für die Hochschule, ddv Bundeskanzler seine bittende Stimme erhob und daß die Erfüllung dieser Bitte von dort kam/ ivo es nach der Ansicht der die Regierung bildenden Parteien mit dem „nationalen Charakter" int österreichisch-germanisch-christlichen Sinn, nicht gerade' am besten, bestellt ist. 'Dadurch wahrscheinlich ermutigt, hat der in seinen Gedankengängen wesentlich .unkompliziertere Unterrichtsminister in seinem Ausrufe für die Bundestheater nach den aus der 'völkischen Musik genommenen Einleitungstakten über die nationale Ehre, die wahrscheinlich. den großdeutschen. Koalitionsgenossen zuliebe angeschlagen wurden, sich sofort an die „national" nicht vollkommeneinwandfrei befundenen, aber für eine Mäzentzkrsache immerhin besser brauchbaren Kreise der Bevölkerung, gewendet, damit sie den Ausbau der Bundeskheater übernehmen. Er wendet sich in erster Linie an Handel und I n d u st r i e, der er das Interesse an der künstlerischen Entwicklung der Staatstheater als wirtschaftlichen Bort e il.schmackhafter zu machen sucht. Die am Schluffe des Aufrufs augetündigic Enquete ist sozusagen die Verbrämung für die dürre Tatsache, daß mau für die Bundestheater einen Bosel sucht. Wie stellen sich die Herren von der Regierung die Sache vor? Glauben sie wirklich, daß es an^ht, in einem Atem mit Berufung auf die „nationale Ehre" bodenständig-pathetisch zu werden und gleichzeitig mit Berufung auf das Geschäft an diejenige Schichte der Bevölkerung, deren nationale Ehre tagtäglich von den Parteien, welche in der Regierung sitzen, mit Füßen getreten wird, herzinniglich zu appellieren, daß sie und gerade Wiener MmrtzenzettUWg- Mteilmse« mrdem Publikum. tazkzizks<ti<tuci Josef Ehrlich 1. ROTGASSE 3 * MODERNE JÄNIE SansathmeHM, unerreicht«« Neulahnangebot la Satin da China in allen Farben, beste Kleiderseide, 85 cm.K 76.000 CrOpa da China ln allen Farben, 100 cm K 08.000 la Pongls in allen Farben, für Wäsche, Lampenschirme etc., 93 cm . . . . . K 08.000 Saldanraata spottbüHpl Seidenbaus Richard Leitner„ Wien, kV., Margaretenstrasse 10 soos sie Leistungen übernehmen, die der Staat nicht erfüllen kann? Schott dieser verstehe Hinweis auf den.geschäftlichen Borteil ist ein Hohn, nicht nur gegen die, an deren Adresse er gerichtet ist, sondern auch für die, tvelche sich als unfähig erklären, eiste Sache, ans der sie geschäftliche:: Vorteil ziehen könnten, so zu entwickeln, daß ein Gewinn dabei herauskommt. Ileberdies ist die ganze Anspielung auf das Geschäft sehr fragwürdig. Die Staatstheater können ihrer ganzen Anlage nach keine großen Gewinne abwerfen,' sie sollen es auch nicht. Je mehr in den Staatstheatcru 1 auf Gewinne hingearbeitet würde, desto mehr und schneller würde ihr künstlerischer Glanz, der übrigens schon arg verblichen ist, schwinden. Als der eigenartige künstlerische Wert, ivelchen die! Staatstheater darstellen, könnten sie nur erhalten werden, wenn ein großzügiges Mäzenatentum ihnen die notwendigen Zuschüsse ohne Nebengedanken an Gewinne gibt. Wenn sich wieder, wie bei den Hochschulen, ein Jude oder diesmal einige finden sollten, welche den Staatstheatern beisp*ingchi, dann wissen sic genau, daß hier keine 'Gewinne zu holen, sind, dann tun sie es aus der dem jüdischen Wesen angewurzelten Verehrung für geistige Größe und Entwickl:mg. Darum ist der Hinweis des Unterrichtsbeamten auf das Geschäft nur ein neuer Schlag ins Gesicht gegen die Juden, deren Geld man ninimt, iveil das „bodenständige" Geld für derlei stGschnas" nicht, zu haben ist, die man aber gleichzeitig unter Berufung auf die „nationale Ehre" äls unfähig hinzustellen ivagt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun. Merkei: das die 'Juden noch immer nicht, so zeigt! ihnen dies der neue Appell an die „Oeffenttichkeit im breitesten Sinne" deutlich genug. Castiglioni btt Ritzen? In Wiener künstlerischen Kreifm, die mit den Verhältnisseil der Dundesbühnen gut vertraut sind, erhält sich . das Gerücht, daß eine führende Persönlichkeit der Wiener Finanzwelt sich bereit erklärt habe, analog der Zusage des Kommerzialrates Basel, für die Hochschul«!, das Defizit der Staatscheaterverwältung zu eenem Teile auf sich zu nehmen. Als diese Persönlichkeit wird von sonst gut informferter Stelle der Bankier Kamilür Castiglioni genannt. Seine Zusage soll sich jedoch, gutem: Vernehmen nach, nur auf das Burgtheater beziehen und an die Bedingung geknüpft sein, baß Max Neinhart'dir Leitung dieses Instituts übernimmt, ferner daß von anderer privater Seite eine Mion für bk 'S tnatsoper unternommen wird. ' Neues vom StugtMer. Vorstellungen im Redouteufaal. — Warum wird auf das Schönbrunner Schloßtheater verzichtet? Das Projekt, BurgcheatervorfMunzen im Redautensaal der Hofburg M veranstalten, wird Ende dieses ■ Monats verwirklicht werden. Die Schauspieler des Burgtheaters werden nunmehr an drei Bühnen (Burgtheater, Mademiecheater und RÄontenfaal), ftrner gelegentlich auch j im Großen Konzerthaussaäle, wirken, wo die Festanfführungen nach Art des letzten Calderon-Wends („Ueber allen Zaubern die Liebe") fortgesetzt werden sollen. — Bei diesen! Anlässe ist!das Herrlich schöne und intime Schönbrunner Schlosst he at e r in Erinnerung zu bringen. Wenn man ernstlich den 'Wiener Kunstbesitz wahren will, müßte alles geschehen,, um die Wiedereröffnung dieser üinzigavtigen Kunsfftättr zu ermöglichen. Es verlautet, mau entschließe sich' nicht, das Schönbrunner Schloßtheater wieder zu eröffnen, weil sich mit der ganzjährige Betrieb lohne und die Herstellung der hierzu nötigen Heizanlage Unsummen verschlingen würde. Wir halten dafür, imß dieses Theater vornehmlich für den Sommerbetrieb in Betracht kommt und im Winter geschlossen bleiben soll. Aber auch kostspielige Adaptierungen müßten sich rentier«!, wenn mustergültige Kaimnerfpiel- Abende das Publikum anziehen würden. — Jedenfalls 'ist es nicht zu begreifen, daß mau ein Theater, das an sich für Einheimische und Fremde eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges kontinuierlich geschlossen hält.' Mahlers „Fünfte" «nd die Neben Mchsten. Die Spendevlaiune ciuvs - Freundes' lifeß - ufts von - den- Höhen der Zwei-t-n Galerie, wo wir sei: jeher '.;n. Hanse sinb.ttl die Niederungen As Musiitvereinssaolparketts hevaibisteigen. Da wir stark beschäftigte Menschen sind, kamen' wir zurecht und hauen Muße, die. minder Beschäftigte:! zu beobacht««, die mit dem ccka-de-mffchen Viertel gerydine« hatten. Die waren . 2. JAmer IM ’ IitM --.- auügezeiö)Net anigWgen und tvutzen den Ausdvnck wakhsvEk Span-MUg. Bor nns wchm Än jungeZ Paar Pliatz, sie Ä« nreepgvütncn SeHdeMeiid,, Salnrchut und peüföMcher Note, n <tm tadÄloiscn SmoVing, limks saßen zwei Miche Schwestevn, Marke: iimmer nah; eim bißchen weiter vorne eim zremAich untgelwaischener Herr mtt rtmer Partitur, aus der er vor Beginn mitt gwßen .HamAbÄveigmsen dindgievte. Der gswoltiU Ruf der Posaune. „'Das ist mit so ein S «Mail zur Gmlieiitiuntg". Mstert eine Stimme hinter mx, „dann gcht's erst an." Der Zug der Schatten wallt vorüber, schwer schrottend, leädvoll, brschiwsvt. Der bewußte Herr irrt verKveMt in seiner Partitur hvrnim, stolöpert autzenlsche>ml>lch über die vielen Schlüsse und Syftmm. Wozu, Ml Toufeil hMÄn, bvcmcht UM: eiinen Denm'- schiiüssdl? Das Paar vor uns benützt die allgemeine Antdackm und Evgriffenhett, nim einander in die Avme zu finiten, wenigstens so wckt sich das, nebeneinander sitzenid, durchführen läßt. 'In die bange Mage der Streicher Mnigt das Raschen von hitttttetm Papier. Die EMitffenIheit einer Dame rechts vorne fördert Mbeidingt 'eine Beschwichtvg>u>N!g mit 'Kaffee-Pralines. Rolschelnd wird das Säckchen geschlossen. Scherzo. Der Herr mitt de>r Partitur gorä: i» Ä»r!. „Das habe ick) gern," Murrt er, ,Mtt Gvssenlhainevn Kontrapunkt machen!" Aber er hält durch In gslaichnläßigen Mstanden AÄternid, geltingt..es chm. nnlgWhr Mchtzeiiig mit dam Dtt'igenten zuin Schliuß Fu gäLanige.». Mühr kan» nian nicht verlangen. Sein Nachbar faltel die Hände ton Schoß und dveht, mch frommer Väter Sitte die Dcnuimeu, üninol den rechten oben, dann Wieder nmgeikchrt. Aidggiello. Eine, 'br^n-e Fvühllingsmondnacht sinki süß und weihevoll an'f die Erde niiöder. Die Dame rechts vorne gähnt. Es ist das er,s! c wahre Wort, das sic an diciseiin üli&enfo gesprochen hat. Der jungen Fvan scheint der Auigonlb'tick gütammen, ihre Toilette in Ordnwny .ZN bringe-n. EE wind der .KleÄia>nsfchnit>: znrechlgezup.fi, dann der Hut fester «Ulf den Kopf gedrückt, dam« versinkt sie wieder in die Tonwellen, imt «vochmiÄs a'NWlfahven und die Haare noch mchr in >die. Stirn zu ziehen. Mnn nennt.das, gjlaiübe ich Sälib!süierigesse>n!heiit. Ctot Fermate bcmjger Selügikeüt benützt eine der Schweisteru, ihr Taschentuch A zücken. „Warte bis Mi Forte," zischÄi die andere. Nmisonlst. „Knacks," •fa.jtt das Schloß des Täschchens in das andachtÄwlle SchmchZeu. ,^Jch halb' di« aber gefsagi..knurrt die Wavnerm. DaS scharfe, aufpullpsrnde Motiv des Finale: ,Mir scheint," skötot «ne Frauensttonme hinter mir, „mir scheint, der Walter wird ockch schon stärk." Dann braust julbeilnd der lntühfa-m gebändigte Beifall auf. Das PMiAmi rast seiner. Mtuwllon Wüüdc und der Weihe des Kunstwerkes enffprechend. „Kurz ist das c-igeMich," stellt eine 'Dame feist, und fährt sich vor Ergriffen- hstt mit dent Puiderpapkver über's Gesicht, ^Svenn mvn die Preise vsrAngt..." 'Ich will wliedcr hinan,f a-wf mdruc Opget^aLevie. Klara Mani n er. Das frmrzösffche Kasperltheater. In Paris wurde ech Konservatorium gegründet, in welchem Rsgiffeure für das- Kasperlcheater ousgekbttdet werden. Es gibt verettS am Kolchos Konservatorium in Lyon, der Heimat deS französischen Kasperltheaters, das man hier „Guignol" nennt. Das kleine Volk, welches das Kasperlcheater besucht, ist anspmchswoll und kritisch und die Kunstgattung des Kasperltheaters fft cs jedenfalls tvert, echalten und gefördert zu wehren. Da es nicht mchr viele echte Regisseure gibt, welche sich auf dieses Gewerbe versthen, haben Fremw des KaspeMheaters die Begründung des Pariser .Konservatoriums" gefördert. Die Zahl der Kasperltheater in Paris fft nämlich, sehr züsammenge schrumpft. Achnliches ist ja auch von Wien zu verzeichnen. Während das Kasperltheater einst die wichtigste und die beliebteste Belusttgung für Kinder war, aber auch den Großen «in froher Genuß, gibt es jetzt zur Sonnnerszett nur ein einziges Kasperltheater im Prater und eines in Meidling. Die zahlreichen anoeren Wiener KäsPerMihnen sind ausgestovben. Schrmbels 17. Nuance. Man erzählt der „Bossischen Zeitung": Zu Artur Schnabel kommt der Vertreter der einer Fabrik mechanischer Reproduktionsklavierc. Sein Spiel soll „eingemacht" werden.. Das Reprodukttonsklavier sei — so sägt der Vertreter — seinem etwas rohen und ärmlichen Aisi fangsznstand längst entwachsen und durch restlos-scharffmnige Arbeit nunmehr so entwickelt und verfeinert, daß es mit seinem Reichtum von-16 (sechzehn) Mancen die Eigenart der verschiedensten Pianisten vollkommen und genau Wiedergabe. Schnabel hövt sich alles an. überlegt und sagt schließlich, er fei gär nicht abgeneigt, spiele doch jeder gern einmal eine „Rolle . Dann aber Kgt' er hinzu: „Ich sehe nur eine Schwierigkeit/ Ich habe nämlich ausgerechnet siebzehn Mancen. Doch kann man sich vielleicht, helfen. Ich spiele Ihnen jetzt etwas vor, und Me sagen mir einfach, welche Mance ich auslaffen muß." Eine Tenorstimme entdeckt. In einem Bergwerk irp Ruhr gebiet wurde von einem italienffchen Ingenieur, unter einer Arbeitskolonne ein Bergmann namens Alfons Richter als Sänger mit außerordentlichem Sttmmaterial entdeckst der mühelos und glanzvoll ein hohes C erklingen läßt. Auf Veranlassung des Ingenieurs wird der ehemalige Bergmann jetzt von einem italienischen Gesangsmeister ausgebildet. Das Befinden Maxim Gorkis. Wie wir berichteten, hat sich bei Maxim Gorki während eines vorübergehenden Aufenthaltes in Prag sein altes Brustleiden gemeldet. Der rusfischc Dichter mußte längere Zeit das Bett hüten und wurde, sobald sich sein Zustand besserte^ nach Marienbad gebracht, dkach Meldungen russischer Blätter will Gorki schon zur Zeit der russischen Weihnachten in Moskau weilen, um sich von dort nach der Krim in ein Sanatorium zu begeben. Die große Widerstandskraft der Konstttittion Gorkis laßt erhoffen, daß er-bald wieder hergestellt fft. Der Schlimme Bubcn-Ball ffirde-t am Samstag den 5. Jänner im Restaurant #nt waisteir Engel", Hietzing, Platz 6, statt. ',{ , . j Wn-tgMttch.) Aus den Aratern. Vol 8 oper: Morgen Donnerstag . wird „Cavalleria r u ft i c o it a" und hierauf „D e r B a i a z z o" gegeben. Den Turridu singt znm ersten Male Herr G r o s ab e 8 c n. R a i n: u u d - T h e a t e r r Max Pallenberg wird als nächste neue Rolle Donnerstag den 10. d. in der Vorstadtlegende von Franz Molnar, „L ist i o nt", zum - erstenmale die Titelrolle verkörpern. Die Inszenierung besorgt Dr. Rudolf Beer. — Bst zn diesem Tage spielt PMenberg täglich im Lustspiel „Die T a m p f m.ä s ch i n e".