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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-01 · Heft 1752 (1.1.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1752 (1.1.1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Mr. IM Men.Diens OBEL am ANNE Export nach allen Ländern Xuxus- Stilmöbel Qebogene Sessel Rußland und Rumänien. Die Salzburger Konferenz. Bukarest, 31. Dcgomber. (Tel. der ,Mr. MoMn-zeimng".) Einer MÄ-d,nny der „Lupt>a" Erfolge beginnen die Beroduugen Müschen Rußland und Rumänien in Salzburg um 16. Jänner. Rusfdscherscits Wnid Tschiis ch-eri n, riMlÄriischerMS D-iam and,! präsidieren. Es wind die Frage Beßarabiens und die Frage des rninänischeu Goldschatzes in Moskau verhandelt wenden. Wie verlautet, wird auch ein Vertreter der G euer a I direkt i o n der Banca Nation alle bei den Büspvechunjgen in Salzburg anwesend sein. Bolschewismus in Japan? London, 31. Dezember. (Tel. d. „Wiener Morgenpitung".) Die aus Tokio hier eintreffenden Nachrichten besagen, das; das auf den japanischen Kronprinzen verübte 'Attentat keineswegs die Handlung eines Einzelnen darstellt, sondern als Anzeichen dafür zu betrachten ist, daß die bolschcwikisch e revollutionäre Bewegung in Japan bereits reif geworden ist. Die Polizei hat zahlreiche Verhaftungen vorgenommen und will Beweise für einen bolschewikischen. Umsturzplan erlangt haben. Das Kabinett ist zurückgetreten, weil es nicht mehr .Herr der Lage ist. Ae holländische Kabinettskrise dauert an. Haag, 31. Dezember. (Wolff.) Die Führer der Antirevolutionären, .der Katholiken «und der christlich'historischen Partei halben die Königin ersucht, von dom der Rechten der Kammer gogelbenen Auftrag, ein Kabinett zu bilden, enthoben zu.werden. Infolgedessen Werbt die feit mehr als zwei Monaten andauernde Kabinettskrise nn ge löst. Me euglksche« Konservattven wolle« Wetter reaiere«. Eine Neujahrsrede Curzons. London, 31 Dezember. (Reuter.) In seiner däe-ufahrshotschaft an die Primrost-Liga erklärt C at r z o n, die k o nservative Partei sei noch immer die weitaus stärkste, und keine andere Partei habe irgendwelche u Anspruch darauf, zu regieren. Die Konservativen müssen ihre ganze Kraft einsetzen, um zu verhindern, 'bajj eine Politik, die nur von einem kleine n Teil der Allgemeinheit gutgeheißen würde., tont Lande aufgezwungen werde. Ae brittsche Reaieruug hat die deutsche Rote nicht publiziert. London, 31. Dezomlber. (Wolfs.) Zu der Behauptung, die britische R e g i e r u n g sei in irgeindeiiner Weise für die Veröffentlichung der jüngsten dmrtschen Note 'be-- treffend die Verhältnisse in den besetzten Gebieten verantwortlich, stellt das Reuters che Bureau fest, daß von keiner amtlichen britischen Stelle eine I u f o r m a t i o n ü >b e r die Note ansgegeben worden ist. Ae erste Mische Lehrerkonserenz i« Polen. Am 24. Dezernber begann die für einige Tage anbhraurnte erste Konferenz der jüdilschen Lehrer und. Lehrerinnen in Polen. Bei der Eröffnung der in Warschau tagenden Konferenz waren 110 jüdische Lehrer und Lehrerinnen anwesend, welche 80 Schulen in 49 Städten vertreten. Es sind nicht alle jüdischen Schulen vertreten, welche zu dem Netz der jüdisch-westlichen Schulest in Polen gehören. Die ses umfaßt 203 Schulen (darunter 103 Volksschulen und- 100 Kinderheime und Abendschulen), ferner drei achtklassige humanistische Ghmuasielr mit jüdischer Unterrichtssprache (davon zwei in Wilna und eins in S w i c nc i o n). Es find nur jene Schulen vertreten, deren Unter« richtsprograuim nt e h r a ls vier Klassen umfaßt. Der Konferenz wohnte eine große Zahl von Zuhörern bei. ok behandelt Pädagogische, Schul- und Standessragen. _Wiener Morgenzerturig._,_l. Jänner 1924 _Seiche'r Ser “ ‘ '" vom Luellenplatz verhaftet. An Reuuzehuiährlger „lmprovifiert" im Boriibcrgeheri den Diebstahl im Postamt. - rer Millionen zustande gebracht. — Der zweite PostdiedstM ebenfalls aufgeklärt. Der Dieb, welcher mit raschem Griff im Postamt Qual» lcnplatz 360 Millionen aus dem Kassenvaum sozusagen dem Postbeamten vor der Nase weggestohlen hat, wurde durch die Polizei schnell dingfest gemacht. Es ist der 19jährige Hilfsarbeiter Alfred B a n s i ch. Die Polizei, welche für ihre Erhebungen bei dev Raschheit, mit welcher der Diebstahl vor sich gegangen war, nur sehr dürftige Anhaltspunkte hatte, ging bei ihren Nachforschungen von der Annahme ans, daß der Täter im 10. Bezirk zu suchen sei, da er so genaue Kenntnis der Gepflogenheiten im Postamt bewiesen hatte. Die junge Lebewelt des 10. Bezirkes wurde besonders beobachtet. Die Kriminalbeamten des Kommissariats Favoriten brachten in Erfahrrlng, daß Alfred SBait s t ch, der schon als Liadendieb ab gestraft ist, sich in den allerletztest Tageit durch auffällige Geldausgaben verdächtig gemacht hat. Sie hieltest daher den Bansich an und mit ihm seineil Stiefbruder Wenzel Probst. Im Sicherheitsbureau, wohiu man die beiden brachte, fomtteu sie über die Quelle ihres Reichtums keine glaubwürdigen Angabeit machen. Sie bfiebcu aber dabei, daß sie nichts verbrochen hätten. Nach stundenlangem Verhör wilrde Bansich aber schließlich zilm Gestäitduis gebracht, daß er den Diebstahl im Postamt Qmllenplatz allein verübt habe. Er erzählte, daß er bei den beleuchteten Fenstern tos Postamtes vorbeigegangen sei und geseheit habe, wie ganze Pakete mit Geld auf deni Tische liegest, und daß nur ein Beamter anwesend sei. Er will plötzlich beschlossen Habens, die Gelegenheit a u s z u u ü tz e n. Rasch huschte er durch die Tür, deren Mechanismus er kannte, eilte leise zu dem Tisch mit dem Geld, packte das oberste Büindell, als eiben der Obevostitzral Barth doimit bsschälftiigt war, einem Camp toi- Liftein das Wechselgeld a-uljßiuyählen, und war fo MckAich, nicht bemerkt worden zu sein. Mit der Beute eilte er -leist, von keinem Menschen bemerkt, auf die Straße nnld lief (vuigenblikklich davon. Don der Beute von 960 MMomen behielt er sich für den Auigeüblick nur wenilge Millionen. Das Paket gab er dann einem Bökannien, dem IMHoigeir Monteur Leopaild Lahne, mit der Bitte, es oatfzuibswahren. Auf Grund dieser Anigalben des Bamssich 'begäbe sich KviminaNemnte sofort in die Wohnung des Lahne und verhaftetest ihn und seine Frau Frleida. Lahne gab beii seiner ersten Einvernahme p, ein Paket am 38. Dezember' von Bansich Wernormnen uw), ohne zu wissen, was es enthalte, auf dem Boden des Wohnihcmfes unter einer Kiste, unter der er mehrere ZHgeil auSMrochen hatte, vergraben zu hoben. Die Kriminalbeamten eilten auf den Boden, fanden wohl das Versteck, aber kein Geld. Nun lvurdr Lahne nochmals eiuvernmumen. Er Web hei seiner' Bch-aiuipturrg. Ms aber daun auch seine Fratt einem Bevhör unterzogen wurde und tnau ihr vorhielt, sie müsse wissen, was mit dem Geld geschehen sei, gab sie zu, es, als ihr die Sache bedenMch vovkam, geistern früh aus dem Versteck genommen, in. einen leeren K o h l c u s .a ck ge st eckt und ihn auf dem Vovbodeu weggeworfen 51t bnibem. Tor Sack wurde von dop KvimmaGeamien gchundeu. Er etilfytdU amen Betrag von 262 Millionen Kronen in Noten zu 600.000 Krönet:. Die Erhebungen nach tont Rest der Beute, svwe.it er nicht verausgabt ist, tuenden energisch fortgesetzt. Nach Zkbschluß ber Erhebungen wird Bausich , mit ftme-ln Milschuldigeu dem LanideKgevicht e^ingelief-ert..werden. Der Kasseneinbeuch im Postanrt Lehner» gasse. In der Nacht zum 5. Dezember v. I. wurde int Postamte Nr. 127 in RuldollfsheMi, Lehnergasse 2, am Kasseneinibruch begangen. Tie Täter hatten die eiserne Kasst erbrochen, hatten aber wenig Glück. Nur etoa. 600.000' Kronen bares Geld fielen ihrren in die Hände; dafür aber Briest maüken verschiedener Worte im Nennibetvage von 47 M i ll io neu Kronen. Die Nachsovschungen Meiden aufänglich ersvlglos. Bor kutWu erfuhren Kriminälboamte, daß ein Mann im 3. Bozirk in Gasthäusern Briefmarken zu beldouten» niedrigeren Preisen zum Kaufe anbiÄ«. Man forschte nach dem Mann, der schließlich angchMen wurde,' als er'wieder M den Briefmarken hausieren ging. In seinem Besitze wurden Briofinarketr im Werte von 24 Milliotten gesimden und beschlagnahmt. Der Mann ist der Bäckergchilfe Franz Weihrauch. Er stellt? anfangs jede' Beteiligung an denr Kasseneinbrtlch in Abrede und bchauptete, die Marken von einem Mann erhalten zu 'haben, den er nur als „PoWI" kennen will. Endlich konnte Weihrauch z-uul ■ Geständnis gebracht Iverden, daß er an dem Einbruch beteiligt war. M5 Spießgesellen wurden der Kammachergchilfe Josef Fr eh und der Schlossergehilfe Gustav Teschky, Mei berüchtigte Kasseneinbrecher, ausgeforscht und verhaftet. Bon den Briefmarken wMderr um 4L Milliotten zustande gebracht. Im werteren Verlaufe der Amtshandliu.ng wurde dem Weihrauch und den Brüdern Frey die Ausführung des in der Nacht zunr 17. Qktober 1923 im Arbeitslosen amt, Süumpevgasse 10, verübten Kasseneinbruches. Mchgewiesen. Dabei waren «Ava 70 Millionen Kronen entwendet worden. Bei diesem Einbruch hattest sie einen vierten Spießgesellen, namens Hermann Brunner. Der Manu konnte bisher nicht auKgsforscht werden. Die Verhafteten wurden dem Landesgerichte eingeliofert. ZugszasammenWe. Ant 30. Dezember ist der um 19 Uhr 56 Mnutetl von Bischofshofen kommende Zug Nr. 314 in der Station Golling-Mbtenan auf ton dort stehentott Zug Nr. 317 aufgefahren. Leichte Berletztingen erlitieu neun Reisende urch zwei Zugs-begleiter. Die Lokomotiven wurden erheblich, die Wagen uw leicht beschädigt. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht ganz festgeftellt. Frankfurt a. M., 31. Dezember. .(WM.) . In Burgheim bei Fulda fuhr Samstag gegen 10 Uhr abends der D-Zug Holland—-Münster—Frankfurt auf einen auf tont Ueberholungsgeleise halteirton Güterzug. Der Schlußbremser des Güterzu'ges wrlrde getötet, der Lokomotivführer tos D-Zuges schwer, vier Reisende des D-Zuges. Md ein Bremser des Güter.zuges leicht verletzt. Als Ursache des Unglücks wird Ueberfahrert des Einfahrtsignales angetrommett. ckes >Varen!tLU8e8 MlSchiffmann Wien, II. Taborstraße 48 Telephon 47-1.79 Nachstehend einige Beispiele: Boa der österreichischen Keren Hajessod- AdeßAMAeZfCdhee «oratmmone Die Oesterreichische Keren Hajessod-Kcmtmissiou teilt mit, dvß sich ihre Bureauräum-e nicht mehr im 2. Bez., Taborftvaße 20Ä, fonde.rn im 1. Bez., Bauernmarkt Nr. 24, befinden. Telephon Nr. 63-1-27. Anläßlich des Abschlusses tos Kalenderjahres kwerven alle Keren Hajessod-Zeichner, ivelche ihre Verpflichtungen für 1928 noch nicht ganz erfüllt haben, dringend ersucht/ mit aller Beschleunigung die Rückstände zu begleichen. Schon um die sehr gewachsene Arbeit der Oesterreichrschen Keren Haijessod-Kommisiion -nicht unnütz zu vermehren, ferner um unnötige Auslagen zu vermeiden, stt es erforderlich, daß 'Unsere Freunde besondere Mahnungen im Postverkehr oder durch Beamte des Keren Hajessod nicht ab warten, sonVeru die. ersten Tage des Kalenderjahres benützen, um ihr Konto zu begleich eu. Die erste Lagang des amerllanWm Keien Hajeffod-lloumils. Am 9. Dezember 1923 fand in N e w - 8) o r k die erste Sitzung des amerikanischen Keren Hajessod Councils statt, an welchem 120 Delegierte aus allen Gegenden der Vereinigten Staaten und rnehrere hundert Gäste teilnähmen. Aus dem Bericht des Schatzmeisters geht hervor, daß von IM 1922 bis Juli 1923 über zwei Millionen Dollar aufgebracht wurden, was einen Zuwachs von 30 Prozent bedeutet. Auf der Tagung hielten.Dr. W e i zmann und Dr. Ru pp in Referate. In den beschlossenen Resolutionen wird.der Grimdsatz des Masser bekräftigt, [Barchente und Waschwarerijj . . . per Meter ... per Meter 18.900 nte.per Meter tTaschveloure. 80 cm, p. Meter;e Auswahl, weiss und farbig, per Meter Ile Farben .... per Meter ner Meter hakaaIa M«a1a« K 1» 800 K 13 900 K 16 500 K 87 800 E 14 000 K 35.000 K18S00 K 84 500 | 5amenwäsche und Wirkwaren"] Garnituren. Hemd und Hose . K 40 800 Damenhemden . .. 28.000, 25.000 K 10.000 Miederleibchen.K 0 800 Damenwollwesten .. 125 000 K 08 000 Schafwolljacken. 125.000, 98 000 K 75.000 Seidenjumper.. . 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