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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-30 · Heft 1750 (30.12.1923) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1750 (30.12.1923)
Date
1923-12-30
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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VKtk'IS Men, Sonntag «olkswirt. Gestempelte Krone --- V.V081 Sentimes. Anrzahluno Men --- 9.00865 Sentimes. I« Zürich votierte 29./12. 28. .'1*2. bie Ssterr. gestempelte Krone .... 0.0081 0.0081 bie österreichische Krone. 0.00805 0.008075 bk tschechische Krone. 16.65 16.70 die Mark.pro Milliarde —. Holland. 217- New-Dork .. 571.25 London .. 24.86 29.30 Mailand .. 24.75 24.80 Belgrad. «-47V, Bukarest . 295 Sofia. 4.10 4.05 Budapest. 11.0302'/ Warschau . . . . .. Ser abnormale Geldmarkt. Rapide Steigerung der Zinssätze. — Nationalbank und offener Geldmarkt. In der vergangenen Woche I»ar der Wiener Gelv'.narkt wieder ein abnornvales Aussehen gehabt. Knapp vor Wochenschkuß ist plötzlich'der Zinssatz für Rcportceld aus 3 Prozent gestiegen, nachdem er sich während des ganzen Herbs^s bis Mitte Dezember nicht höher als 0.25 Prozent gestellt hat. Diese Erscheinung muß unbedingt sehr unangenehm berühren. Eine Steigerung des Zinssatzes von 26 Prozent pro Jahr auf 150 Prozent barm unmöglich als günstiges Symptom einer normalen Wirschaft ausgelegt werden. Wohl war fcljon vor zwei Wochen bei Ausbruch des Poststreiks ein höherer Geldzinsfuß vorübergehend zu konstatieren. Er betrug damals 2 Prozent pro Woche. Dies war aber ein außerordentliches Ereignis, wo der Berkehr mit der Provinz und dein Auslande unterbrochen war und infolgedessen der lokale Geldbedarf plötzlich anwuchs. .heute Uttb solche Hindernisse nicht vorhanden. Wohl werden zu Jahresschluß an den Geldmarkt erhöhte Anforderungen gestellt. Die Feiertage halten große Geldsummen beim Publikum zurück. Die nahende Jahreswende beansprucht größere Geldmittel für die Zahlung von Mietzinsen, Löhnen, Steuern und Remunerationen. W diese Umstände können aber doch-nicht den Umstand erklären, daß der Geldsatz diese abnorme Hohe erreicht hat. Hier spielen noch andere Momente mit. Daß dieser Geldbedarf kein natürlicher ist, kann schon daraus ersehen wevden, daß der Stand der Nationalbank knapp vor den Feiertagen lange nicht ein so angespannter ist, wie er auf dem privaten Geldmarkt zum Ausdruck kommt. Die Zunahme des Wechselportefeuilles ist relativ gering. Auch die Zunahme des Geldumlaufes ist nicht groß. Es ist richtig, die Natioualbank hat noch nicht vechanden, die Zügel des Geldmarktes in ihre Hand zu bekommen. Allgemein beklagt wird der Umstand, daß zwischen offiziellem Diskontsatz und den auf dem Geldmarkt gezahlten Zinsen eine große Kluft herrscht. Während -die Nationalbank einen Zinssatz von 9 Prozent aufweift, werdet! die oben ertvähnten abnormen Zinssatz« im Privatwirtschaftsleben gefordert. Die Nationalbank ist hckrte noch immer die Geldgeberin der Großbanken und einzelner bevorzugter Industrien. Die große Masse der im Wirtschaftsleben Tätigen hat noch nicht den direkten Weg zur Nationalbank gefunden und, wenn sie ihn schon im Wege der Banken nehmen, so erhöhen bie Banktvnditioncn den Zinsfuß derart, daß er von dem auf dem offenen Geldmarkt gezahlten Zinsen nicht mehr weit entfernt ist. Hier ist noch viel zu tun, bis normale Verhältnisse eintreten. Wohl hat sich erst vor kurzem ein privater Eskompteverbaud unter offizieller Förderung konstituiert, der es als seine Hauptaufgabe ansieht, den kleinen Gewerbetrerbenden und Kaufleuten den direkten Weg zur Nationalöank yi ebnen und selbst das Mittelglied sein will. Doch die Aufgaben und der Kreis eines solchen Verban-oes sind so gering, daß er unmöglich ernstlich seine Funktion für das gejamre Wirtschaftsleben voll erfüllen kann. So bleiben noch die großen Masten lveiterhin auf den offenen Geldmarkt angewiesen. Wenn dieser so rapide Sprünge macht, ist es unmöglich für, den .Kaufmann und Industriellen, regelrecht zu kalkulieren. Hier müßte unbedingt eingessciffeu werden, damit die abnormen Verhältnisse endlich zum Schwinden gebracht werden. Infolge der Jnflationsverhältnisie hat sich die Wirtschaft an hohe Zinssätze gewöhnt. Doch die Krone ist schon längst stabil und es wäre notwendig, daß anch für den Kredit stabile Verhältnisse eintreten. Es scheint, daß von oben her nicht alles getan wird, was zur Vermeidung dieses unerträglichen Zustandes führen könnte. Die Enqueten über die Bankkonditionen sind im Sande verlausen. In der Nationalbank wurpe Ebenfalls ein Antrag auf Erniedrigung der Zinssätze im Generalrat verhandelt, doch auch hier verlief die Debatte vollkommen fruchtlos. Die hohen Zinssätze der Banken sind geblieben. Und so lange diese nicht ihre hohen Geldforderungen abbauen, ist es unwahrscheinlich, daß sich' andere Verhältnisse auf dem Privaten Geldmarkt einftellen werden. Natürlich haben auch einzelne andere Motive zur Berschärfung dieses Zustandes beigetragen. So die Bilanzpolitik der Banken, welche unbedingt zu Jahresende große Bestände in ihren Kassen aufweiseu wollen und infolgedessen dem Verkehr große Mittel entziehen. Noch ein anderes Moment tritt gleichfalls hinzu, welches nicht gering zu schätzen ist. Es ist 'dies die private Spekulation, welche sich jeder Gelegenheit bemächtigt, den Zinssatz in die Höhe schnellen zu lasten. Es ist noch zu viel Geld bei den Privaten Geldgebern vorhanden. Sie nützen jede Gelegenheit aus. So kommt es, daß der Geldmarkt sich gerade so -um Stzedüatiovsmartt entwHO _Wiener Morgerrzeitung._ hat wie die Kulisse zu manche» Zeiten. Gerade dies ist ein schädliches Moment. Eine Wirtschaft kann mw auf einem normalen Funktionieren des Geldmarktes beruhen.. Heute ist der Wiener Geldmarkt von normalen Funktionen noch sehr weit entfernt. Neuregelung der Wureuumsatzfteuer. Am 1. Immer 1924 tritt die Verdoppelung des Satzes der allgemeinen Waren i: m s atz sie n >e r in Kraft,.der somit auf 2 Prozent erhöht wich. Eine sehr wichtige Neuerung, die angesichts der erhöhten Sähe besondere Bedeutung gewinnt, ist die Einführung der seit langen! von den Interessenten angeftreibten und von der Finan-zvevlvaltung in Aussicht gestellten Aus fuhr Vergütung. Die unmittelbare Lieferung von Waren in das Ausland war schon bisher von der Warenuinsatzsteuer befreit, nunmehr soll darüber hinaus auch jene St-euerbelasttlmg teilweise berücksichtigt werden, die durch die Versteuerung der zur Herstellung der ausgeführten Waren verwendeten Materialien und Hilfs flösse entstanden und als Kosten-- clen!ent in deren Preise enthalten ist. Durch diese neue Institution soll den: österreichischen Export jene Schonung zuteil werden, deren er zu seiner Wettbewerbsfähigkeit bedarf. Daß System der Ansfuhrvergüt-nng ist denkbarst einfach. Der Bergütungsbeirag wird von der 'Summe der monatlich als Entgelt für die ausgefü-hrte Ware angcvcchnoten Beträge ermittelt. Von dieser Summe werden 30 Prozent des sogenannten Vergüt ungssatzes erstattet. Als solcher ist in d:r Regel der Unterschied zwischen den Prozentsätzen der Ausglcichsbelastnug 'bei der Einfuhr und dem Jnlandspaufchälsatze zu verstehen. Die Einfachheit des ganzen Systems wird dadurch erreicht, daß sich der Steuerpflichtige, der die Ausfuhr vor-. Nimmt, den zu vergütenden Betrag s c l b st e r r e ch n e t und bei der nächsten Abschlagszahlung abzieht, illur wo der Vergütungsbetrag die Höhe der Abschlagszahlung übersteigt oder eine solche nicht zu leisten ist, stcht es deni Steuerpflichtigen frei, die bare Rückvergütung zu verlangen, soweit er es nicht Vorsicht, den rückzuvergütcnden Betrag sich bei späteren Warenumsatzsteueirleistungen in Abrechnung zu bringen. Die bare Vergütung wird also jedenfalls eine seltene Ausnahme bilden. Für die ersten zwei Monate des Jahres 1924 wird angenommen, daß die ausgeführte Ware aus Materialien hergestellt ist, für die die V-arervumsatzsteuer noch nach den im Jahre 192-3 geltenden unverdoppelten Sätzen entrichtet wovden war; daher verntindert sich für die Monate Jänner und Feibvuar die Vergütung aus die Hälfte des normalen Bevgütungsbetvages. In Verbuchung mit der Einführung der Ausfuhrvergütung wird die Verpflichtung festgesetzt, die innerhalb eines Monats vovgenommene Warenausfuhr summarisch nach Gattung, Menge und Preis arrguzeigen. Aus den Aenderungen der Durchfichrnngsverordmmg ist hervorzuheben.- Eine neue Bestimmung der Durchführungsverordnung macht die kleinsten landwirtschaftlichen Betriebe von nicht mehr Äs drei Joch Umfang, die nur als Nebenibetriebe geführt werden, der gleichen Steuerbefreiung teilhaftig wie Kleingartenwirtschaften und Klernviehzuchtbetriebe. Eine weitere Bestimmung der Durchführungsverordnung betrifft die Zusammensetzung der gemischten Kommissionen, die in letzter Instanz über die Luxuseigenschoft von Waren zu entscheiden haben. Diese Kommissionen sollen aus einem Finanzverwaltungsjuristen der FinanzlandeSbehörde, aus einem Finanzverwaltungsbeamten des Zolldienstes und aus einem Mitglieds der zuständigen Handelskammer bestehen. Im Verzeichniste für Luxusgegenstände wurden einzelne für die Luxuseigenschaft maßgebende Preisgrenzen nicht unwesentlich erhöht. Für Luxusteppiche sind auf Grund von Wünschen der Interessenten gänzlich neue Merkmale aufgestellt worden. Die erhöhte Worenumsatzsteuer für Lederwaren und feine Galanteriewaren wird vom 1. Jänner 1924 an rm Kleinhandel und nicht mehr beim Erzeuger, beziehungsweise im Cmfuhrverkehr, eingehoben werden. Dasselbe gilt für alle Arten der Textilkoufektion sowie Schirme und Krawatten. Was die Phasenpauschalierungsverordnungen anbclangt, so hat sich die Finanzverwaltung nicht auf eine rein mechanische Verdoppelung der Sätze beschränkt, sondern hiemit eine neue-Durchrechnung der einzÄnen Am schalsätze verknüpft, was auch vielfach zu Ermäßigungen der Sätze führte. So wurde beispielsweise bei Mehl und Mahlprodukten die Ausglöichsbelastung bei der Einfuhr statt mit 8,4 Porzent bloß mit 8 Prozent festgesetzt. Die wichtigste systematische Aenderung betrifft die Phafenpaus chalierung von Textilu n d L e d e r w a r e n. Es wurde nämlich die bisherige Regelung verlassen, wonach die Steuer für diese Waren bereits durch das entsprechend höher gestellte Steuerpauschale des hiezu verwendeten Stoffes gedeckt war. Nunmehr wurden eigene Pauschalsätze einerseits für den Stoff und das Leder, andererseits für die daraus erzeugten Waren festgesetzt. Besondere Bedeutung kommt den UebergangSb e st i m m u n g e n zu. Die neuen Borfchrfften finden auf alle Lieferungen und Leistungen sowie Entnahmen aus dem eigenen Betriebe Anwendung, die nach dem 31. Dezember d. I. durchgeführt werden. Maßgebend für die Anwendung der erhöhten Steuer ist, daß nach dem 31. d. die Zahlung des Entgeltes stattfindet oder daß bei Erwevbsunternehmungen, die nach dem Fakturensystem versteuern, die Faktura nach diesem Tage ausgestellt wird. Ist vor dem 1. Jänner 1924 eine Ware geliefert oder eine Leistung erbracht worden, wird jedoch das Entgelt hiefür erst im Jahre 1924 gezahlt, so gelten jür die Versteuerung noch nicht die verdoppelten Sätze, sondern die bisherigen Vorschriften. Das neue System der Pauschasierung von Textil- und Lederwaren wird im Jnlandsverßchr erst vom 1. März 1924 an wirksam werden. 30. Dezember 1928 Nr. 17ÖÖ Erleichterungen im Verkehr mit austönbifdjüi Zahlungsmitteln und österreichischen fttonen. Das Bund es>geiscMatt veröffentlicht eine Vevordwung des Bundesiniwisteriwms für Finanzen, die ErloichtevungeN im Berikchr mit auSländrlchen ZMungLmvMn mnib mit öfterreichiischen Kronen einWhvt. Die im Sommer 1928 enn'gevichtete Bovzenstlir der Deviisenfordevungen wird beseitigt und durch eine bloße Nachpläffung der von den Käufern ausländischer Zcchlnngsntiwe-l bchzubrrngendeu „C"-ForM.Aare ersetzt. Hierdurch erfährt der für die BefchaHmig, von Devisen erforderliche Zeit ramm ciitrc weistMiche DerkürgMig. DevifenhäMer dürfen, gegen Vorlage eines gültigen Reisepasses a'usländrische Zah- Lnnigsm'rtitol bis zum Gegenwert von 10 Mil-Nonen Kronen (bisher 5 Millionen) für jede Person ttttb jeden Aufenthalt im Ausland verkaufen. Der 'Betrag, bis zu dem Devisenhändler ausländisch.!: ZahLungsmittel im Wechselstuben- und Korrospondenzsoerikchr albgetben dürfen, wird auf Zlvei Millionen Kronen Gegenwert (bisher eine Million Kroweit) erhöht. Dic Aufnahme von Va-l-ui adarleh cn im Ausland und bei bef-Wlen Devisenhändlern mi Inland, die bis« her nur pvotvlollierten Firmen unter beftinnmten Voraussetziungon gestattet war, wird nunmehr all-gemein freize ge Heu. Der Darl-chens-nchm-vr hat nur nachträglich ei« von der Oesterreich Wem Nat-ionalbanE (Bankabteiiliung) aufgelegtes Fornrulare auSzufertrgen, das, wenn das Darleihen im Ausland aufgonommen wird, vom Darlehensnehmer, wenn es aber bei einem befugten Devisenhändler im Jnl-and aufgonaummr Wird, von diesem der Daukalbteiltung der Oester reicht« schen Nation-Äbank oinzusendon ist. Die bisherigen Bestimmungen über die Ablieferung der Exportv-aluta bei Wertpapierausftlhren werden in dem Sinne geändert, daß nnr mehr die Hälfte des Gegenwertes der ausgefichrten Effekten der. Oesterveichi-schen Nationalbank eingeliefert werden muß. Weitere Erleichterungen werdet! auf -dem Gebiete des Kronenverkehrs mit dem Auslände eingeführt. Es ist nunmehr gestattet, daß protokollierte Firtnen gegen Berwendungsnachweis, das ist gegen Ausfüllung eines von der Bankabteilung der Oesterreichischcn Nationalbank aufgelegten Formulars, österreichifche Kronen bis zum Höchstbetrag von zwei Millionen Kronen ins Ausland oder auf ein inländisches Konto eines Ausländers überweisen, tvenn sie alis Wareneinsuhr- oder Trausitgeschäften österreichische Kronen schuldig geworden sind. Die Devisenhändler habetl die ausgefüllten Formulare -der Oesterreichischen NatioMlbank einzusenden, die an der Hand von Belegen (Fakttrren, Schlußbriefen usw.) oder weiteren, allenfalls von ihr eingefovderten Beweismitteln die, Richtigkeit des von der Partei angegebenen Verwendungszweckes überprüfen wird. Eine für den kleinen Verkehr wichtige Nemrung ist die. allgemeine Zulässigkeit der Versendung kleiner Beträge von ' österreichischen Kronennöten ins Ausland durch. Wertbrie f... Hierfür wurde der Höchstbetrag mit 500.00t) Kronen festgesetzt., und bestimmt, daß die Wertbriefe beim Postamt offen aufg-e-. geben werden müssen. Das Postamt niurmt, wenn die GrettZc von 500.000 Kronen nicht überschritten ist, den Wertbrief nach ' amtlicher Versiegelung zur Beförderung an. Lesterreichische Nattonatbank. Gering« Vermehrung des Notenumlaufes und des Barschahes. Vergrößerung des WechselportefeuMes. Der letzte Ausweis der österreichischen Natioualbank, der den Staird vom 23. Dezember, also knapp vor Weihnachten wiedergibt, zeigt eine Vernrehrung des Notenumlaufes um 158 Milliarden. Dovfelibe beträgt numnehr 6840 Milliarden. Analog dazu hat sich cntch der Barschatz um 66 Milliarden vergrößert und beträgt jetzt 3676 Milliarden. Die österreichischen Noten sind mithin auch weiterhin mit zirka 60 Prozent gedeckt. Hervorhebung verdient die Steigerung des Wechsel. Portefeuilles um 104 Milliarden. Es beträgt jetzt 1245 Milliarden. Im großen also zeigt der letzte Ausweis eine AnspanMug der Geldverhältniffe im Wirtschaftsleben, der aber im Ausweis der NationalbaE ziemlich schwach zum Ausdruck kommt. verbot der KabitalserMnngen in Ungarn. Budapest, 29. Dezeurber. (Deilegoamm der „Wiener Morge<nize.itung".) Der ungarische Fi-nanzmmister bereitet eme Berovdu-ung vor, 'durch welche für die nächsten -drei Motlate jede Kapi-talsvermchrung von Aktirngeiellschaften verboten werden soll. Die Maßnahme geschieht mit Nircksicht auf die berorsbelhettde Ausschreibung der inneren Attleihe. Der gestrige Privatverkehr. Im Verkehr von Bnreon zu Bureau nahmen gestern die Umsätze einen ungewöhnlich großen Umfang an. Die Spekulation, die vorgestern unter dem Druck der Prolongationsfchwierigkeiten zu Positionslösungen veranlaßt war, zeigte gestern die Neigung zu Rückkäufen auf der ganzen Linie, namentlich österreichische Jndustriewerte wurden zu wesentlich höheren Kursen gefragt. Bevorzugt waren besonders Alpine Motttanaktien auf die mannigfachen Gerüchte über Zusammenschlüffe in der Eisenindustrie und über internationale Vereinbarungen. Für Schrankenpapieve zeigte sich gleichfalls lebhaftes Interesse. In Nachfrage standen unter anderen Neusiedler Papierfabrik, Dampffchisf, Rumpel sowie einzelne Brauwerte. Der Wiener Geldmarkt. Die Erleichterung der Geldverhültnisse, die schon vorgestern zum Schlüsse -des Börsenverkehrs in Erscheinung getreten " ist, hat sich gestern weiter akzentuiert. Geld, das schon vorgestern von 3,5 Prozent auf :1,5 Prozent hevabgesunken ist, war gestern zu IM Prozent und auch tat* ¥Mttg Mschfich offeriert,

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