Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1748 (28.12.1923)
- Date
- 1923-12-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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OTcir, ffltnag Wiener Morgenzeitung. ' ' Ä. D-z°m»«r ISS» . Nr. 17« Killte und Di« ibenchmten .,äli«st«tt Lou:e" rönnen sich nicht mchc erinnern, ein so ausgiebiges Schneewetter in Wien miterloLt zu haben. Der strenge Frost, der in dieser Woche einfttzte und reichlichen Schn« brachte, hält an und es hat den Anschein, ÄS ob die Kälte vorläufig auch fein Ende nehmen wellte. Während in den letzten beiden Tagen ein «natt-genehmer Wind den Frost empfindlich fühlbar machte, herrscht jetzt bei Windstille uuid Sonnenschein das prachtvollste Winterwetter, das Wien seit Jahren gehabt hat. Schlitten, di« sonst in den Straßen nur als außergewöhnliche Erscheinung auftauchten, such jetzt so häufig geworden, daß man sie gar nicht mehr beachtet. Man kommt sich wie in Rußland vor. Für die Autos und die Lastfuhrweick«. di« alle Augenblicke in irgendeinem 'Schnvegobirge stecken bleiben, ist die Sache allerdings tveniger erfreulich. Und wenn man daran denkt, daß — vielleicht bald -- der Tag kommen wird, da die gan-e weiße He-rnlichkeit, die übrigens jetzt schon viel von ihrer unschuldigen Reinheit verloren hat, sich in blobritzen, quatschenden Kot auslöson wird, und daß es dann wochenlang dauern wird, bis unsere Straßen wieder in einen halbwegs europäischen Zustand verwandelt sein werden, dann wird auch die Freude über das „prachtvolle Winterkleid, das Wien angelegt hat", bede.ui.end hercr-bgemildert. Zwar sicht uran schon, daß mit der Abfuhr der Schneemassen begonnen wurde, aber die weißen Rondgebirg«, bi* die Straßen säumen, sind noch immer da. Auch der auf den Gehwegen feftgeiretcn« Schnee, der wogen seiner Glatte eine ständige Gefahr bildet, ist nicht gerade augenchm. Man sicht also, daß auch das prächtigste Mint«rwett«r sozusagen seine Schattenseiten hat. LeLensmittelversorgmig und Wetter. Infolge der Kält« und des Schneewetters haben die Gemüse- und Ob st zufuhren nach Wien vollständig cmsgchört. Das ungenügende Angebot hatte ein« fühlbare Preissteigerung zur Folge. So verteuerte sich Kohl von 25.000 Ms 45.000 Kronen. Aus die Fle ischverso rg :: n g blieb das Wetter vorläufig ohne Einfluß. Schneefälle in den Alpenländern. Auch aus der Provinz und aus dem Auslande traben Fröste und starke Schneefäile gemelLet. Die Weihnachtsausflügler, die mit erheblichen Verspätungen mt§ Tirol und den anderen Gcbirgsländern znrückkchren, berichten über Verkehrsstörungen, die durch die Schneemassen aus fast allen Linien unserer Alpenbahnen einaetretcn sind. So wird uns aus Wiener-Nettstadt berichtet, daß infolge des heftigen Schneesturmes in der Nacht von Montag mif Dienstag Ms der Südbahnstrecke an verschiedenen Stellen Betriebsstörungen eintraten. Zwischen Döslau und Leobersdors lag der Schnee mannshoch, so daß zwei Lokomotiven vollständig »ingeschneir wurden. Bis Mittwoch nachmittags mutzte die Strecke eingeleisrg befahren wenden, wodurch sich für die Lokalzüge stundenlange Verspätungen ergaben. Auf der Rax. auf dem Sch neeberg, dem Hochwechsel und der einen Darle^nsverrrag auf 500 Millionen Kronen abgeschlossen habe. Da der Firma die Person des jungen Mannes, der so mit hunderten Millionen hvrumwarf, bedenklich erschien, seyte sich mit der Firma Gold-Kaiser in Verbindung und erfuhr dorr, daß der Mann tatsächlich dort vorgesprochen und erklärt hatte, das Geschäft kaufen zu wollen. Er hatte eine Bankaniveisung auf 700 Millionen Kronen gegeben, aber auch bei der Firma Gold-Kaiser durch seine Großmäuligkeit Bedenken erregt. Auch daß er mit der Firma Florida unterhandelte, war wohl wahr, doch war dort ausgefallen, daß der Krösus sich unter dem Vorgeöen der Knappheit an Bargeld 250.000 K. ausgeborgt harte. Diese nwmentone Geldknappheit schien bei dem Milliardär eine latent« Erscheinung zu sein; denn auch bei der Transportfirma wollte, er für kurze Frist drei Millionen haben, ging aber dann auf blotz 1.5 Millionen herab, konnte aber, man war noch mehr mißtrauisch geworden, auch diesen Bewag nicht bekommen. Um di« Bedenken zu zerstreuen, gab er der Firma am 22. d. einen Scheck der Pfälzischen Bank aus 25.000 Dollar, doch war leicht zu erkennen, daß der Scheck gefälscht war. Als Zeichen, wie er momentan in Geldverlegenheit gekommen ist, zeigte er eine Bestätigung des Portiers eines hiesigen Hotels, der zufolge er bei ihm seine goldene Uhr versetzt hat. Dies« Bestätigung war gefälscht. Das seltsame Auftreten hatte schließlich zur Folge, daß der junge Mann angehalten wurde. Im Sicherheitsbnrtau zeigte er einen österreichischen Paß auf den Namen Josef Steurer, zu Hoflenz in Mähren geboren, 25 Jahr alt, vor, und behauptete, der Träger dieses Namens zu sein. In die Enge getrieben, gestand er, der. 21jährige HauPungsgehilfe Rudolf Ernst Walter Werner, zu Eisenberg bei Gera in Thüringen geboren, zu sein. Er ist schön vorbestraft. Er hat von seinem Dienstgeber in Bremen zwei Schecks auf je 500 Dollar rmter-fchlagen und hat von dem Kommis Josef Steiner, ter von der Sach« keine Ahnung hatte, Potz, Heilnatschein and SittenzeugniS zm angeblichen Erlangung eines Visums °.ntlockt. Mit dem Paß des Steiner macht« sich Werner auf die Flucht. Er fuhr über Leipzig. Eger, Prag nach Zürich, wohrlte überall in den feinsten Hotels. Heber Mailand, Berona, Innsbruck kam e-r nach Wien. Man fand bei ihm einen Koffer, der mit zahlreichen Schecks, verschiedenen Stampiglien und Briefen, di« feine Wohlhabenheit Vortäuschen sollen, o^er gefälscht sind, voll war. Mrrner wurde dem Larwesgericht« elngslieferr. Unveränderter Srotprrlr. Nach der gestrige« Errechnung der Gestehungskosten bleiben ft der kommenden Woche die Verkaufspreise für B r o t u n d Kleingebäck unverändert. SchmefMe. Hohen Wand war der Echrwcfturm so stank, daß ein Aufenthalt im Freien gänzlich nmnrglich war. Infolgedessen waren alle Schntzhcmser von Touristen überfüllt. Dk-r W -i n t e r g « w i t t e r schritten jetzt sehr in Mode gekommen zu sein. Aus Gleichenberg in Steiermark wird ms berichtet, daß gestern dort ein heftiges Gewitter bei 5 Grad Kälte mederging. Zugseinsterlungen in Tirol. Aus I n n 3 or u cf wird vc.m 27. d. berichtet: Ter tu folge der st arkcn Schneefälle seit dom 24. d. e ingestelltc Verkehr auf der Strecke der Arlberg'b-ahn (Langenwang—Bludeuz) und ber Strecke der M ittenwoldbahn (Innsbruck—Schaniitz) ist heut« noch lahmgelcgt. Auf allen anderen Strecken kommen die Züge nur mit großen B e r f p ä r u n g e n an. In der Umgebung von Innsbruck liegt der Schnee meterhoch. Der Straß«nbahnvevk«hr wird nur teilweise autrechrerhalt-en. Von den Telepho n-U«berl andloitungkn ist nur die Brenner-Leitun-g intakt. Gestern herrschte auch im Tal fast den ganzen Tag großer Schneesturm. Es schneit unaufhörlich fort. Da der Schneefall noch nicht aufgohört hat, hat sich die Berkehrstage in Tirol seit gestern früh neuerdings verschlimmert. Auf der Strecke I n n sb r >n ck—K u s st e i n mußt« der Benkchr der Güterznge eingestellt werden; außerdem entfallen auf dieser Linir zwei Personenzüge. Auf der Arlberg- und auf der Mittenwaldbahn ist der BeÄchr noch nicht ausgenommen worden. Di« elektrische Straßenbahn in Innsbruck steht still. Infolge von Entgleisungen find kleinere Bahnunfälle zu verzeichnen, bei denen jedoch niemand zu Schade« ge-kommen ist. Wegen ungewöhnlich großer Schneefälle und Lawinenstürze wird der gesamt« Wagcnladnngsvevkchr nach den tvcstlich von Laudeck gelogenen Stationen der BundeKbahndirektion Innsbruck und darüber hinaus ein gestelIt. Auf der Strecke Innsbruck—Garmisch-Partenkirchen wird der gesamt« Güterverkehr mit sofortiger GülttM-t auf unbestimmte Zeit eingestellt. Schneestürme in Deutschland. Die S ch n e e st ü r m e dauern i n ' zahlreichen Teilen desReiches an. Jnsbchonders stark wüten sie im Schwarzwald, im Röhngebirge und im Taunus. Bon Feldberg wird eine Schneehöhe von 80 Zen-tiureter gemeldet, von der Röhn sogar eine solche von 120 b-Z 150 Zentimeter. Die Schäden, di« überall augerichtet wurden, sind sehr groß. Zahlr-eich« Personen kamen durch Herabfall ende Ziegelstück« sowie durch entwurzelt« Bäume M Schaden. In Berlin ist der Vororte- und Stadtzbahnveükohr durch die Schneestürme sehr nnrogel mäßig. Amtlicher Wetterbericht. Die Voraussage ist unsicher wegen rluSbleibens wichtiger Auslandsmelduugen. Lustschlafwagr«. Auf dem Kongreß der American Society of Mechenieal Engineers kündigten, wie Universal Telegraph Agency meldet, die Pilot-Ingenieure von Garben City, Archibald und Donald E. B l ei ck, an, daß in kürzester Zeit zwischen N e w - U h r k nud Chicago Luftschlafwagen verkehren werden. WeiierS wurde die Expedition von Nachtdepeschen in Amerika mittels Aeroplanen anggkündigt. Preissteigerungen anf de« Lebensmittel« märften. Die Annahme, daß sich die Preise der wichtigsten Lebensmittels nach den Feiertagen senken werden, bat sich' nicht erfüllt. Vielmehr ist für die meisten Fleischsorten ein Steigen der Tendenz zu beobachten, da sie Nachfrage noch immer sehr groß ist. Besonders lebhafte Nachfrage war im Großhandel zu beobachten, so daß sich in der Großmarktballe Rindfleisch, Kalbfleisch und Schweinefleisch bis «m 8000 K. vro Kilogrannn verteuert haben. Im Kleinhandel blieben die Preise unverändert, die Nachfrage war im Detailverkat f auch schwach. Die Ankünfte in der Großmarkthalle waren günstig ausgefallen, mit der Bahn waren 26 Waggons mit i.82,4 Tonnen verschiedener Fleischgaittmgen angekommen. Auf den GrLnwarenmärkten waren infolge des Schnee- und Frostwetters mit Ausnahme der wenigen Gärtner die Produzenten fast gänzlich ausgeblieben. Obzwar nirgends Mangel herrschte, toar die Folge der geringen neuen Zufuhren ein Anziehen der Preise für viele Artikel. So bat sich Spinat auf 10.000 K., in vereinzelten Fällen auf 12.000 K. pro Kilogramm verteuert, Zwiebel notierten 1500 K. pro Kilogramm, für Kohl minderer Qualität, der noch vor einigen Tagen einen Preis von 25.000 K. zeigte, verlangte man gestern pro Nagel 45.000 K. Gärtnerckampignons waren mit 90.000 K. pro Kilogramm onqeschrieben. Ein großer Teil der Ware fand überhaupt keinen Absatz, teils wegen der hoben Preise, teils wegen des unbrauchbaren Zustande-, in dem sie infolge des Frostes eingetroffen waren. Der Verkehr war im allgemeinen flau. ., Butter und Eier waren in genügenden Mengen zu unveränderten Preisen angeboten. * Zionistisches Landeskomitee. Di« Sitzung d's zion'-stischen LokalkomiteeK findet Sonntag den 80. d. um 11 Uhr vormittags, 2. Bez., Laborstraße 20 a, statt. * Dke.avsländischen Pfleglinge in den Anstalten der Gemeind« Wien. Di« Gemeinde Wien bemüht sich seit langem, die in ihren Anstalten befindlichen ausländischen Pflegling,«, für die keine Kosten erseht werden, an ihre Heimatstaaten zu überweisen. Diesist bis jetzt nicht gelungen. So sind vor allem die polnischen Staatsangehörigen auS den Anstalten der Gemeinde nicht fortzubrmgen. ES handelt sich da um 18 Mänruer und 8? Frauen, deren Zugehörigkeit zum polnischen Staate von diesem längst anerkannt wurde. Dies kostet der Gemeind« Wien äb?r viel« Milliarden. In den letzten Wochen haben sich nun di« Fäll« gemehrt, in denen kurzerhand Wienir auß dem „Ausland" heimgejendet werden, ohne daß hierfür ausschlaggebende Gründe vorliegen. Dabei Handel es sich oft um Personen, di« gar keine Wiener und Ocstcrreicher sind. So wurde kürzlich eine Frau «u» Jugoslawien ansgetviesen. di« wohl all, Mädchen nach Wien zuständig war. aber durch ihre Berchelichung jugoslawische Staatsbürgerin geworden war. Bor einem Monat« wurde eine Familie aus Nürnberg ohne stichhältigen Grund mtsgewiesen ttnd nach Wien überstellt, und ähnliche Fälle ereignen sich in der letzten Zeit wiede'holt. Nicht tvenrger als fünfzig aus dem Ausland „hLlmpeseudet«" Oestcrr«ich«r und Wiener mußten in der letzten Zeit im städtilchsn Asyl- und WerkhauS untergebracht werden. Der Gemeinde Wien wird, wie aus dem Nathause ntitgetcilt wird, nicht anderes übria bleiben, als die Insassen ihrer Anstalten, die fremdlänbisch« SlaatSbürgee sind, ihrett Gesandtschaften zu überstcllen. * Großer Sadendiebstahl. Die Geflügelhändlevin Paula Erich er batte aestctn in ihrem Laden ein« Tasche lieg«» lasten, di« 70 Millionen Kronen in Noten zu je 500.000 K., und zw i Reisepässe enthielt. Im Laden befanden sich Kun«den'/ plötzlich war di« Tasche verschwunden. Die Erhebungen sind eingeleitct. * Bon der Stratzenbahn ersaßt, lästern wttrde auf der FloridSdorferbrücke der LOjährig« beschäftigungslos« Hugo Bugotitsch von einem fahrenden Stvaß?nbahnMg der Linie 31 erfaßt und nivdergestoßen. Mit mehreren Verletzungen wurde er auf di« Unfallstation gebracht. * Diebstahl im Museum sitr österreichisch« Volkskunde. Im Museum für vsterrcichisch« Volkskunde ist ein Diebstahl begangen worden, bei dem die Täter zirka 10 0 Stück silbern« Filigran knöpf« und Münzenknöpfe erbeutet haben. Der Gesamvschaden beträgt 2,8 Acillionrn Kronen. Die Erhebungen sind eingeleitet. * Wie-ereröffnu-ng der Anstalt zur Ausbildung später Erblindeter. Der Initiative des Direktors des jüdischen BUndenmflittüeS Siegfried A l t m a n n ist es zu danken, daß di« Anstalt zur Ausbildung später Erblindeter wieder eröffnet wurde und eine befriedigende Entwicklung nimmt. Dia Fürsorge für die später Erblindeten ist ein Zwejq der Blinderfürsorge, der bisher leider stark ttertrachlasiigt wurde. In Erkenntnis der Wichtigkeit dieser Aufgabe hat sich der Blindenvercin „Kosmos" der brachliegenden Anstalt zur Ausbildung später Erblindeter angenommen und sie mit bedeutenden Kosten derart vergrößert, daß sie imstande ist. fünfzig Blinde auftunebmen. * Silvestersperrstiinde für das Schankgew«rhe. Vrriocier der Gastwirte sprachen bei der Polizeid'rektion vor. um die Erlaubnis zu erwirken, daß für die Gasiwirtebetriebe die Sperrstunde in der Silvesternacht wie im Vorjahre auf z w e i N b r nachts verlegt werde. Diest Erlaubnis wurde unter der Bedingung erteilt, daß für jeden Betrieb beim zuständigen BezirkS-Polizeikommistariat die Lizenz eingeholt werde. Weine ßhrmik. * 25 Jahre Radium. Aus Paris wird gemeldet: Uwedem Borisitz des Präsidenien Milleraud fand g«>st«rn an der Sorbonne di« 85jährige Gc>dcn§s«i«r der Entdeckung de- R-adinms statt. * Das AmtsjubilLum des Oberravbiners Dr. S. Wes;cl in Sarajevo. Aas Sarastvo schreibt 'mm mtS:. Bovi^r Woche K'tcn« LÄcrrabb ner Dr. S. W e sz el jenn 26>iä!hri!7>es Antisi minlätim, weiches oiin um so selevlicheves G«prÄge erhielt, uss .zu dieser Zch: König Alexander in Savaiovo wvil'.e. Der Feistgott-eSdi mst war sehr storf glicht -umwurd« in An- »vaserchcht der Devoot.er der Bchorden. der diplomatischen Vertreter Englands. Italiens, der Tsch«cho-Slowak«i mid Deutsch iands sc-wi« der s«iphavdi>jchm iwnld asä^enastichen Ge-nveinden und Vereine abf«h,r^«n. Dom um die Jndenhoii Bosniens verdienteilt und alkge-meiin beiliMen Jubiliar drückte Köniq Alexander prvsLnt''.ch -seine GlürvMnfche unl) ie'me Anevkmn'tnq crtvs, «bvniso die audevur hohem W.iivdcm'träaHr des Lundes. Ben füidijefrer Seit« echNt der JMlar von der Wiener Kultusge.moinde. Herrn Obwrckbbiner Dr. Chase s, Na'b'.»m S okolow. Avi'ur Franklin (London) sowie von allen jüdischen GOmeindeat und Mbbinerin JugoflalwienS upo einer gvoßen An^vchl von Verehrern hMvick« Gvatnla.töoncn. Alle pMifchon Tagcsiei'innacn brachten -iai-ahonlde Brographi!«» .des JttbAars und wütÄgwn svine großen DerdiMr als geisti- M Führer und mdtscher Gelchrwr. Zionistische Ciuventenkvnseren, in England. A-us Lowdon wird uns geuti.<>:Ä: Am 6. -und 7. Jänner in Leeds eine Konferenz ziowistücher Simldeniten aller Unwevsiiäton staitck. zxn der Be.vtrs'-er au 8 allen Teilen Eng^anlds «ingeladen werden. Di« Kmtierenz wird sich MÄ der Fraoe der Biildun.q eines Gcha'Nüvevbandes der zivtvHiischott S-'mdEwnfchatft Etvdl'awds befallen mtl) über di« Zmwmtttenavbeit mit der Wökorgawilat''.ott zioMtiischer Gt-Mnien disikuÄ-erett. * Kein Frauenwahlrecht in den englischen Svnaqogen« gemeinden. Ll-us Laudon wind -uns bevichl«t: D'« BeniaM'M- 'l,n.n.z der Vertreter Der vereinigten Shnagog«n Londons verwarf wach aincr stiirn->iich«m Dc^bal^-e den Antraq, den Fnmien das cvktiv« und pasf'ive WMrecht für di« Bevwaili.ttnKorflane der Shnogv.ge zu erteil en. * Die englische Judenmission. Das töwmte« für die Judenmission, das der Vewinifi-en freien Kirche von Schottland angeflliodevt )!>t. hait soeben, tri« uns ans Landvn gcfchrieben wirb, oin-rtt Auifvr's au die Anhänger der J'.tdenb^echrimtg erlassen, in welchem di« Bäharch>u.ng anfaeftM wird, es seli der Million m dsn letzten fünf Jabren geln.rt'grn. 40.000 nn-gor'ifche? v den ,vt-m Mristeu'um P, bakätzren. Di« Beib^uptlUM der Million.^welsche bchonders in D-st-vuropo tmd int nahen Lvien.1 ihr« TätzstlkM en>t'fE.c.t, stellt iodsnfalls «in« mmehousvilichc Uebe-vtr-e'ibtMg dop. >w!!ch« darauf berechnet ist, der Mffion neue Fvamtd» zu geiwmtwn. — Der erst« Radioministetc.. Die kanadische Reg i e r u n o hat als erste der Welt einen R a d i o m i u i st e r in ibr Kabinett gewählt. Er heißt Ernest L a v o i n t e. In Kanada hat das Radiolveten einen derartigen Aufschwung ge-- nommen, daß man um die Schaffung eine» neuen Portefeuilles nicht herumkam, zumal der Post- und PerkehrSminister, dem das llkadlorellort bisher in Verwaltung gegeben war, die Aufgaben nicht mehr bewältigen konnte. Lapointe wird wahrscheinlich nicht lange der einzige Äiinister dieser Art bleiben. Die Vereinigten Staatetl werden diesem Beispiel bald folgen, zumal es dort dringend notwendig ist, namentlich das Srndewesen zu systematisieren. (Nachfolgende Notizen bis z» der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) * Sensationelles, unerreichtes Angebot im Seidenbaus Richard Leitnsr, 4. Mavgaretenstraß« 10. Crope de Chine, Satin de Chine, Pongis usiv. in feinster Qualität zu 62.000 bis 98.000 St pro Meter. Seidenreste für Lampenschirme usw. spottbillig. , » Tanzinstitut Hermann Braun, 1s. 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