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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-25 · Heft 1746 (25.12.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1746 (25.12.1923)
Date
1923-12-25
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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fh. 1746 Wir«, Dienstag KeflügklmMö haben sich Gänse und stv/Irische Poulavds noch etwa« verteuert. Auffallend schwach war die Nachfrage nach Obst. Die Preise für Butter und Tier dlledrn tmfct* * iindert. Gemüse wurde infolge des Gchneswetttts^in Min« Prell Mengen zu Markt gebracht» doch reichten die Borrät« Wevall für Ven Bedarf. Im letzten Monunu halben die Gärtner nock) eine Preisechöhung für Sölevie- und brcitg^rc,lasten Salat dnrchgedrÜckt. Kralgs Sehvkncht «och drm Kerker. - Ä. T. R e w -?) o x f, Im Dezember. „Meine Sticheleien erhalten die Feindschaft", gilt auch in Amerika, .wie es der Fall C r a i g, welcher die dominierende Sensation der begonnenen politischen Saison war, zeigt. Dieser Fall hat die amerikanische Oefsentlichkeit, besonders in New- Dork, tu letzter Zelt mehr beschäftigt, als alle Gegensätze der europäischen Mächte, als der WirtschaftSzusammenbrnch Deutsch« lands, die englischen Wahlen, die Sowjetpläne, die Arbeiterfrage, sogar wehr als Sporlereignisse, oder der Fuß der Pola Negri. Er verdient schon wegen des darin enthaltenen HmnörS auch in Europa serviert zu werden: vor vier Jahren ist eine grosse Rew-Porker Verkehrs« Unternehmung in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Wie üblich, hat der zuständige Richter Mayer ein Ausgleichsverfahren eingeleitet, an welchem sich die Stadt New-Gork, die an der besagten Verkehrsgefellschaft stark interessiert war, aktiv beteiligen wollte. Mr. Craig, der finanzielle Oderbeamte Rew-PorkS, richtete diesbezüglich ein Schreiben an einen anderen Oberbcamten, in welchem er den Richter Mayer beschuldigte, gegen die Interessen der Uevölkcnmg 411 handeln, indem er der Stadt Rew-Vork die gewünschte Kotttrollmöglicht'cit versagt bat. Dieser Brief wurde veröffentlicht und Craig wegen Beleidigung des Gerichtes zur Verantwortung gezogen. Len amerikanischen Gesetzesbestimmungen zufolge wurde der Fall dem beeidigten Richter zur Erledigung zugeteilt, und dieser verurteilte Craig zu 60 Tagen Kerker. Mr. Craig versuchte, anstatt gegen das Urteil zu appellieren — wahrscheinlich, weil er sich dadurch vor weiteren Verfolgungen zu schützen meinte —, durch Erlangung eines Habeas Corpus die Berechtigung des Prozesses zu ver« Nichten. In letzter Instanz hat der Supreme Court setzt die Ent» scheidung getroffen. Craig abgewiesen und somit gleichzeitig dem Urteil des Judge Mayer Rechtskraft verliehen. Nun fängt die Sache an, interessant zu werden. Da Mr. Craig eine Säule der demokratischen Partei ist, wurde selbstverständlich das Urteil von der gegnerischen Republikanerpartci mit lautem Beifall cmfgenomweu. Craig und seine Parteigänger haben aber aus der Not Ehre, aus der Kerkerstrafe einen Angriff gegen die amerikanischen Freiheitsrcchte und auS Craig selbst einen Märtyrer der öffentlichen Wohlfahrt gemacht. Der Erfolg dieser Taktik war so groß, daß der Verurteilte durch einige Tage lang von Anerkennung und Mitleidrkundgebungen förmlich überschüttet wurde und als er erklärte, daß er um keinen Pardon bitten, sondern sich dem Urteil des verhüllten Despot'ymus unterwerfen und seine Tätigkeit auS dem Gefäng. M fortsetzen werde, zum Wohle der Gesamtheit, wurde der Beifall so groß, daß nur noch die Verlegenheit der strengen Republikaner größer war. Diese wuchs noch, als Freunde deS Opfers bekannt gaben, daß sie den Fall vor den Kongreß bringen würden. Die republikanischen Juristen, die bisher dem Präsidenten das Recht absprachen, in diesem Falle Gnade zu erteilen, wurden still und die offizielle Entscheidung ließ nicht lange ans sich warten. TaS Urteil aber lautete:'Der Bitte offizieller und privater Persönlichkeiten und Organisationen wird stattgegeben mit der Begründung, daß sich Mr. Craig wohl ein schweres Verbrechen hat zuschulden kommen lassen und sein Urteil wahrhaftig verdiente, daß ihm aber die Strafe in Anbetracht der öffentlichen Interessen, die die ungestörte Weite^citung seines Amtes wünschenswert machen, erlassen wird. DieS, bemerkte der Oberstaatsanwalt, selbst ein Republikaner, wird ihn mehr bestrasen. alS wenn er seine Strafe, die tc für Propagandazwecke ausnützen wollte, abbüßen müßte. Die gnädige Oeffenilichkeit lächelte, die Sympathien verschwanden und — Mr. Craig sucht jetzt einen Weg, dennoch in den Kerker zu kommen. * Sechzigster GebnrtSloa des Jniwwnn Prof. Wint-rsrifj. PvoWor Dr. Monitz Winieoivtz. der Orid'.nar.i'uS für Inldol'Sgi« und Effm-Kmie an der Prager Dewffckrm Un.'D-rsiiiA, se'iev'« Tonn'>ag leimen 60. GcÄ'irrs'iag. 1$ö3 in fror« Md.derUt-er-veichö »ckbovvn. «wurde W'-mevM 1kW in Wen zum Dobwr der PH^'rE« p-r^nno^iev». B^'ld danagf ai.na er nach Oxford, wo -er 1838 bis 1889 iiiflci war. 1890 had'li'trewe er sich m Praa. wnrd-- 1966 -z">nt a>uß-'^--!d^!7ch-n Pv^-e^vr der genannten Disziplinen ernannt; 1920-21 war er Dekan der tzhtto'ff«>M>ck>en FeYriltA». G^ine wisseuisch^tSichk? TättMt. ckb-n,'o mn-sosseud Wie t^0?ick)üir'>n!>. eissbreckt sich a-ruf b> verschiedenen G-abvete der Mkoksovb'tichen» Niterav^Mchrliche«, pMor-b''Nd>'>:chen -umd rel.!-g!onN«!ssentcha'siE:n Forfchnm, Pvo« ifassvr Winl -ernib E'-^t 'vockms J.^lbr o'ne Gin^dun-g an Tawres U-nZoortsitck' nach Sen''ini'»'an: li^'.er wurde er tzn-m Ehvmm>>»'.!ed der Amevioan Or^n'-'Ä Sxw'y giwaW. N"«on- IblliWch sich W,Uiyvv>'"!h 0>"t h?'* <•>"v»§ JV'Wfr'Vtt. * Die Konferenz der MiSrachinerbände der Donau-» und Ba??anländ"r in Wien.. Wie bereis ^.Mündiat w'n-de. wird che-nt^ die Konferenz der MisrachivevbäMe im F-estsaail« des „Reichshof" eröffnet. Die Evifffnungsfitznng beginnt um hcvlb 10 Uhr.. * Zionistische Sektion für den 6., 7. ttitfc 8. Bezirk, freute, Punkt halb 9 Uhr abends, im Sektionsbelm, 8. B'z.. Benno« Plab 1. GesellschastSabenb m-it anschließendem Tanz. Mit« wirkenide: Ar«"sky"Trio fNamett« Lobowirz, Brüder GieSkmn), Myw Glaß sOperiffänger), Theo Körner (Chat »wir). Fräulein Edith R-iab (RrziiationZ. — Regiebeltrag. Die Rot eineS Jngenieursl Gestern nachnMans ae^en S Uhr «ist vor dem Hause Landstraße HanpOraße, der 29'äßnge stellenlos« Ingenieur Robert Weibel. 16. vez., Fröbel« gasse 2 wohnhaft, infola« vollkomm'ucr Erschöpf,mg zusam« mei''gabrock>en. Man berief die RettnnnSgesellschast, der Arzt Leistet« ihm erst.' Hilfe und brachte chn in seine Wohnung. Mei-bel gab an. daß er schon seil vier Tagen keine Nahrung sich genommen lmbe, da er üb r kein Geld verfüge. Er ist Vater eines acht Monate allen nn-d em-es viereinhalojährigen Kindes. 'Da er schon seit -läMeavr Zeit als Ingenieur kein« Stelle finden konnre, hat er eine Stelle als Hilfsarbeiter ange- «rmnen. um ffir seine beiden kleinen Kinder rorgeu zu können. Wiener Morgenzeitung. __g5. Dezemdee INK Seit« » Mus Sage und Geschichte der jemenUchev Zudea. Seit der Junten sich unter araLischer .Herrschaft verludet. Hai sich dir Latze d«r Mschen BevSlkemng, welche zur Aeit dcr türkischen Herrschaft wenigstrnZ &tt, wo der türkische Einfluß einigermaßen maßsye'bend war, noch halbwegs erträglich war, entschieden verschlechtert. Die gesamte jüdische Bevölkerung von Jemen, de.ven Za-hl, so weit de Schätzungen und Vermutungen vichtig sind, etwa 60.000 betragen d-ürfte', leidet unter den ständigen Kriegen der arabischen Stantme und der sie bo^cibenhen Hu.ngersn-ütz. Die Sberbltchkest unter den jemenitischen Jmdrn wächst in evschveckeMm Maße, die BeESeruMzahl verkleinert sich immer mehr durch Mtvawbenmg, ihr« Häu'scr verfa'len» ihre Synagogen stehen leer. Dazn kommt in den letzten Jahvrn der gowaitsame Versuch der Amber» die Juden des Ieinen zu M o ha m m e da n e. r n zu machen, der durch den unmenschliche« Zwang leider vieffach von Erfolg gekrönt ist. ES ist bekaimt, daß die Huden von Jemen seit langem von der ava.bifchcn Bevölkerung schwer zu leiden hüben entrechtet w:vdcn. Die Inden dürfen in Jemen üuf Ven Markten »m bei Tag.Hand^ treiben; am Aibend müssen sie in ch Ghetto, in die dunklen Hohlen außerhalb der zuruckkehven. Ungebührlich hcche Geldstrafen, die, tvcnn sie nicht bezahlt werden können, in Haft unigewandelt werden, werden &>tt Juden bei jeder Golegenhe.it auferlegt. Die Juden sind gzwM»Aen, die Araber, denen sie begegnen, z u e r st z u g r ü tze n. Sie dürfen in Jemen wc-ber w-eiß« nock» grüne noch rote Kleider tragen, f-on'dcrn nur schwarze Kleidung, di« fctit Gegensatz zur üblichen Tracht nur bis zu den Knien reicht. Ferner Ist ihnen verwehrt» neue Kleidung anzuloM. Ihre Schlüfenlocken müssen sie zur Nnterscheldung von den Arabern ganz lang tw-gen. Ter Hände-, ist ihnen sasi ganz verbot«n. dagegen daS Handwerk erlaubt, da die jem-emtifchen Araber in ihrer Faul^it selbst kein HanUverk betreiben. Außer mit dem Handtveck befassen' sich t^ie jemi-Msch-en Juden mit der Schwerer beit in den Dörfern und den Städten. BerhälmiSmätzig wenige von ihnen sind jedoch Landarbeiter. Unter der etwa dreieinhalb Müllionen betragenden arabischen A' vöiterung des 250 englische Metten langen LandstvicheS sind die 60.000 Juden auf mehr als 200 Orte verteilt. Die ständigen Demüt-igungen durch die Araber- «- die Juden dürfen nicht reiten, dürfen nicht m den Flüßen baden in denen die Araber baden — haben rS dennoch nicht vermocht, d« Jud:« von Jeanen zu demoraliste.ren und ihr Kl'.lturniveau herabzudvücken. Die meisten von ihnen sind groß und schlank; unter allen Juden des Orients sind sie leicht erkennbar. Auß-cr dem Arabischen sprechen fast alle Jemeniten das Hebräische. Analpha^ten gibt eS unter chnrn fast gar nicht und sie wenden alles auf. um ihren Kindern jüdische Bildung zuteil werden zu Lassen. Ta sie sehr avttt sind — nur eingäne reiche jemenitische Ju^en wohnen in den HasenstM-en—, können di« Gennntden ihre ' veliglöfen Führer und Sehrer schtzver er^lten nnd diese sind genötigt, nebenher Ha-ndwerk und Aribeit zu betreiben. Unter he- R a >b H i n e« der senlenitische« Juden gibt eS vielstt^ vortrefsiffche Metallarbeiter und S ch n.,«d e, die besonders in der Verfertigung von Pflügen, Hacken und Hämmern geschickt sind. Dennoch sind die Juden vor. Jemen di« Gelehrtesten unter allen Juden tos Orients sind Talmuds lehrte im wahren Siinn« des Wortes und n-fen einander auch mit vielem Tideji bei der Arbeit. Sir sind sehr lernbegierig und kernen auch sehr leicht. Ihr treffliches HZedächtniS, das oft Bewunderung erregt, ist besonders dadurch geschult, daß eö in ganz Jemen kein« jüdische Druckerei gibt, daher müssen alle jüdischen Bücher unter großen Kosten aus der Fremde gebracht werde»!. Der Mangel an Büchern hat die jemenitischen Juden frühzeitig genöttgi, viel auswendig zu lernen. Die Kinder in der Talmud T8ora<Schule lernen oft tu «wauzig aus einem Buch Sie werden von Jugend auf daran gewöhnt, Blücher auch verkehrt lesen zu können. In der Talmud Thora sitzt die Hälfte der Kinder und halt das Buch richtig vor sich, dir andere Hasste schmtt in daß Buck». ihr der. kehrt zugcwyrdet ist, und liest somit. Die Juden des Jemen haben viele bedeutende Talmudeielehrte hrrvoygebracht, die wertvolle Schriften verfaßt herben. Auch eine ansehnliche hebräische Dichtung blüht unter ihnen, all das ist jedoch nur im Manuskrivt vor^aud'n. h«, er« im /Lande nicht möglich ist. So sind viele Werke der Literatur Verloren gcgang-en. Die Lieder und Gedichte sind nur dadurch zum größten Teil vor dem Untergänge Lswahrt geblieben, daß sie von der BeMerung bei Festlichkeiten, Hoch» zeit«« oder Tauffeiern gesungen werden. Im Lande Jemen wohnen die Juden schon lange. Ihre Sage erzählt, daß die Juden 42 Jahre vor der ersten Tempelzerstörulng nach dem Jemen kamen. Als der Prophet Jeremijahu — fo erzählen die Juden von Jemen — sein berühmtes Wort an Jerusalem ergehen ließ, daß die. welche in der belagerten Stadt blieben, durch Schwert» Hunger »md Pest umkomnwn würden und nur dt« am Leben bleiben werden, die rechtzeitig die Stadt -verlaflen, da haben 76.000 Judeu^ die Vornehmsten der Stadt, darunter viele Gelehrte, Kohauim und Lewiten, mit ihrem ganzen Hab und Gut Jerusalem verlassen, um sich eine u«ue Heimat zu suchen. Sie überschritten den Jordan und wanderte« monatelang durch die Wüste, bis sie endlich zur Stadt Sana» der Hauptstadt,von Jemen, kamen. Diele d-e fruchtbar war und ihrer Heimat ähnelt«, besiedelten sie und begründeten ein elgeues jüdisches Reich mit einem Fürsten an der Spitze. Sie lebten glücklich und zufrieden, und als ttir(» dem sielzigsahriM Exil die Juden aus Babylon nach dem Laitde der Vater zurückführ.e, entsandte er auch Boten zu den Juden von Jemen, um Ne zur Rückkehr und zum Ausbau des Landes zu veranlassen. Doch die Juden von Jemen suhlten sich so wohl in ihrer neuen Heimat, daß sis dem Ruse nicht folgten. Auch sagten ihnen ihr« Priester und geistigen Führer, die richtige Zeit der Erlösunig sei noch nicht gekommen und sie müßten noch in Jemen die Ankunft des wahren Meflias erwarten, der nach der Legende der jemenitischen Juden aus I e m e n erstehen und vor» dort nach Jerusale,« reiten wird. Rach der Ansicht der medermn GeschichtSschreiburrg dürsten .n Wirklichkei. die Juden nach dem Jemen im zweit« Jahrhundert der üblichen Zeitrechnung, erst mch der zwe'tt Temipe'zevstörung und dem NnttMng dezweiten Machen Reiches gekommen sein. Rach den historischen Dokumenten der jemenitischen Juden führten diese bizum sechsten Jahrhundert ein untzeftörtes auto» n o m 16 Leben im Lande. Es geht auch die Sage, daß er» Köu'ig von Jemen, der im Anfang« des letzten Jahr« hrm'dertS regierte, seinen heidnischen Glauben ab'chwur und Jude wurde. Das Auftreten Mohammeds und deS MehammedenismuS brachte schweres Unheil über die Juden von Jemen. Ihre Sage erzählt, Mohammed habe zu den Julden von Sana einen Boten «ntfandt, mit der A-uffori erung. den werten Glauben anzunehmen und ihm dir Tore der Stadt M öffnen. Die Juden wiesen dies zurück, und ein großes muselmanisches Heer belagerte lange vergeblich di« von d.m Juden befestigte und tapf«, verteidigt« Stadt. Erst Mohammed sevdst konnte sie mit einem Rieseuhoere erstürmen. Biele von ^ihuen wurden getötet und für die übrigen begann dann die Zeit große, Leiden. pw arge Bedrückung, welche die Juden durch di« arabisch? Bevölkerung zu erleiden hatten, erweckt« in ihnen sehr früh die M e s s i a S. S e h n s u ch t. Es gelang falsche» Mkfliajer häufig, unter den Juden Jemens große Beg'isierring und trügerische Hoffnungen hervorzirruftn. Bekannt ist de" Fall des falsche« Messias im zwölften Jahrhimdert. w-clcher dem Juden von Jemen durch eine Ber° fchmesti'ng der jüdischen und mobamnredanischen Religion die Erlösung zu briu'gen versprach. Damals wandten sich dt- J,wen t on Jemen an Moses M a i m o n r d e S um Rat. der ihnen sein berühmtes Sendschreiben schickte, in welchen, er sie vor falschen Mefliasen warnte. Im Laufe der Zelt gestaltete sich die Lage der Juden von Jemen nicht schlecht, bis dann im 16. Jahrhundert ein« große Verfolgung der Juden stattloud, die mit ihrer V e rtreibu ng aus der jemenitischen Hauptstadt Sana endete. Die Juden von Jemen erzählen, daß den Anlaß dazu ein Vorfall am Königshof gegeben habe. Die Tochter des Kö« nigS wurde von einem bösen Geiste schtvanger und dit Schuld daran wurde den Juden in die Schuhe geschoben. Der König vertrieb sie aus der Stadt und verwies sie m ein« Sde Provinq feines Reiche-, zwei Mochenreifen von Sana, wo viele Hunderte von ihnen dem Klima und Seuchen erlagen. Einige Jahre später jedoch — so erzählt bt« Sage — brachen am Königshof allerband Seuchen m;3. Die Räte des Königs sagten, dies sei die Strafe des Judengottes. weil der Könla die Juden vertrieben hätte. Daher rief er sie wieder nach Sana zurück und wies^ ihnen unent^ ältlich einen Platz an. wo sie sich an siedeln sollten. Die Juden lebten dann unbehelligt lange Jahre. Erst im 19. Jahrhundert begann sich infolge der Verfolgungen durch die Araber ihre Lag« wesentlich zu verschlechtern, da sie zu Bürgern zweiter Kategorie degradiert wurden. äBttateni Bar einigen Tagen hattr, er nun auch diesen Posten verloren und als er osltern wi»der ans dem Wege war/ um eine no»ie Stell« anzun'hmen, ist er vor Erschöpfung infolge Hungers zusamm^-oebrochen.. * Bitte um Hilst. Herr Rabbiner Bela Fischer» 18. SB«.;., Lainz. Der sorg« riast^im, Pavillon 19. bittet edle Menschenfreunde um ein« Liegestäne (Bett. P-llster und Bettzeugj für einen Pfründu-cr, amputierten Invaliden, -dem dadurch Wnbn!i'nos^'lc'i^"be'ir und B-^ndi^nst erw^as.ickll w>'rde. * Bahrchofrimdverkehr. In ^er Reihä vom 27. zum 8S d. wird tveg.m Bauarbriten der BnjnvyowMdverkehr vor. der Als« rba chstra ß«. vorn^Hotel Union an, Wer bi« Linien h und 6 Kaiserstraße. Walilga-ss«, Reinprechisdorserstraß« zmn M a rga r e t« n a ür tel gsführr. * Ein« kuttstgewerbliche Ausstellung. Im Palciis Trcmtr. mannSdoof (Herrengasse) hm Frau Elsa Ackermann einen Älmstgewer-besaw« eröffnet, der gu!« und maberrtt Kunst M'.gr. Unter den ausgcstttti«l, GegervstanÄen ragen besonders Wiener Spitzen, BrM-decken, DÄorationskisle». Ledrr«- zeuflnrss«. Bronzen un-d EdcßrsaSlvaren hervor, alles unter Frar, Ackermanns Leünng in eigener Salons hertzcst.'llte Objekte. . * Tschecho-slowaiüsche Krl.«aSbefchLdigte. Vom tschechoflowakisck.«n G> neralkonsnlat in Wien werden AnqebörW van tsckecho-slmvakisck)«n M'ie^Svermißten letzten Male aufmerksam gemacht» daß bie Frist yrr Variaae des Nachtoaist'A über Unlei-'"n-a des Verfahrens wogen Tod serklärung solche« Kr-«aSverm'ß'en beim uistmdi^n Gericht mit Ende dieses I-ttöres abläust. Auch die vc-derreicknmg van Anmeldungen h"ss Iuerkennung einer Kvieasbeschädigtenrente endet im» widerruislich mit let^n Dez mber. * Ein ^itgemZßes Rmüahrsaeschenk b'i'd-m die neu-en Oesterreichisch-'n Baulose. Diese Lose, welche sich noch Wie vor der lebyrstesten. Nachfrage erfreuen, erscheinen zu Retüahrsgeschenken ganz besonders geeignet und bieten fo« Wahl hinsichtlich der Trefferchance als auch der Höhe der Tresfcr besondere Bortzüle. Erwähnt sei mir, oaß jedes LoS mit einem den Anschassuullspreis übcrsiclgcl'den Treffer gezogen werden mutz urw datz jährlich ein Haupttreffer von 700,000.006

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