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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-25 · Heft 1746 (25.12.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1746 (25.12.1923)
Date
1923-12-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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GeÜe S Wtn, D!enStag Wlenev L5. Dezember 1S3S 6in Besuch bri Baron ßdnmnd RothWld. Nr. 174tz Zm Rew-Korker „Morning Journal" »erzählt Ab. Moldberg über ein kürzlich stattgefundenes Gespräch mit Varon Edmund Rothschild, dessen Leistungen für dajüdische Kolonisationswerk in Palästina für immer einen hervorragenden Platz in der jüdischen Geschichte einnehmen werden. ÄrrS dem Gespräch, dessen Inhalt wir bereits in. Kürz« wiedergeben, ist zu entnehmen, das;.'der Vater der jüdischen Kolonisation in Palästina, der „Baron", wie er in der Judenheit genannt wird, auch die heutigen Formen d<r Palästina-Kolonisation mit regem und wachsamem Jntzrr- «sse beobachtet. Wir lassen daher die Schilderung dieses AesprücheS folgen: , Ter Baron empfing mich in seinem ArbeitskabinetL; die Unterredung dauerte etwa eine Stunde. Wohl ist der Varon vom Alter ein wenig gebeugt, aber seine große Erschestnmg.macht noch immer starken Eindruck. Seine Augen blicken milde und freundlich und sind oft träumerisch ins Veit«, gerichtet. Sein Haar sicht aus wie weiße Seide. Der Bart ist kürzer als auf den bekannten Porträts des Barons. Die Haut des Gesichtes ist zart und glänzend, auf der ganzen- Erscheinung ruht echte Vornehmheit. Einleitend sagte ich dem Baron, ich bringe ihm einen Gruß der amerikanischen Juden, welche mit Ernst darangehen, das zu beenden, was er vor Jahren begonnen hat. Ich flocht ein, daß ich noch alS Knabe vor 28 Jahren den Namen des Barons zum ersten Mal m Verbindung mit Palästina gehört habe, »nd baß «S mir darum besondere Freude bereite, jetzt vor ihm z» stehen. Der Baron lächelte freundlich und sagte: „Ich arbeite für Palästina schon mehr als 38 Jahre; als ich mit der Polästina-Arbelt begann, waren Sie wohl noch nicht geboren. Ich bin jetzt nahe an die 80 Jahre alt und Palästina bildet mein LebenSinteresse". Ich berichtete dem Baron von derKerenH ajeffod- Arbeit in Amerika und von der Palästina-Resolution, welche im Senat und im Repräsentantenhaus angenommen wurde. Der Baron bemerkte dazu: „Es ist mir eine große Freude zu hören, daß die Zionistische Organisation m Amerika so großen Erfolg bei ihren Geldsammlungen hat und daß Dr. Weizmann in Amerika so populär ist. Doch was t un bei Ihnen die reichen Ju den, die Million-«re für Palästina? Tie TäLigkeit vrm Natha »Strauß ist mir gut bekannt. Wo aber find die anderen jüdischen Millionäre in Amerika? SBfe können jetzt und man muß jetzt viel An Palästina Ich antwortete, daß die Wischen Millionäre leider noch abseits stehen. Die sogSnaNnten deutsch-jüdischen Millionäre geben nicht einmal einen halben Cent M die Palästina-Arbeit und kümmern sich nicht darum. Die russisch-jüdischen Millionäre, deren es heute eine genügonde Zahl in Amerika gibt, haben wenigstens einige von ihnen, mehr Interesse an der Palästina^Arbc't. doch in ihrer Gesamtheit haben sie bisher für Palästina wenig geleistet. Aber es sind Anzeichen vorhanden, daß auch die deutschjüdischen Millionäre in Amerika gerade mit Hilfe des dem Zionismus so nahestehenden Louis Marsch all für die Palästina-Sack»« gewonnen werden könnten. Bei dieser Gelegenheit erwähnte ich auch den Besuch, welchen der Sohn des Barons, James Rothschild, in Amerika gemacht hatte, der großen Einfluß bei den deutschen Juden in Amerika besitzt. Ter Baton hörte aufmerksam zu und saate dann: „Das ist ja sehr interessant. Hoffentlich werden die Wirkungen der Reise meines Sohnes nicht ausbleiben. Ich glanbe, daß mein Sohn meinen Wei geben und mich noch über» treffen wkrdi Er l'ebt Palästina, ungeheuer. Was nun die reichen Juden in Amerika anlangt, so wird es Sie freuen hören, daß ich jetzt eine neue Organisation, die „Pica" fPalestin Jewifi) Cslonisait/m Asswntiori) gegründet habe, deren Präsident mein Sohn James ist. Die „Pica" hat die Aufgabe, reiche Juden znt Pvlästi'-a- Arbeit beranzin-eben, d'e auf e i g e n e s 'R i s i k o in Palästina Arbe't leisten sollen auf welchem Gebiete sie woftcn, auf dem Geb'et« bet Kolonisation und dor Industrie. Bish«r habe ich ditse Arbeit allein gele'stet. Jetzt b'n ich bereit, fi« mit anderen zu t»n. Ich bin fast 80 9ahrs alt, mein End« ist"nicht mehr fern'und da will ich andere reiche Juden, zur Mithilfe an meiner Arbeit heranziehen. Mein« „Pica" will nicht mit dem Keren Hajessod in Konkurrenz treten, der vörzügliche Arbeit leistet. Gott bewahre! Ich bin ein Freund dcr zionkstisch n Organisation, obwohl sie mir zu wenig religiös ist. Meiner Meinung nach unterstreicht sie nicht genügend stark die religiösen Grundlagen der' Bewegung. Mit der Äründurrg der „Pica" bezwecke ich peringende Juden heranzuziehen. die ckinzeln öder gemeinsam oder einige zusammen in Palästina etwaS Großes leisten wollen. Mein« „Pica" wird es für sie durchführen. Für unsere Bemühung verlangen wir feine Belohnung. Gibt es in Amerika Juden, welche an dieser lSäche Interesse hätten? Die Statuten der „Pica" liegen jetzt' im englischen Kolonialamt Lur Bestätigung; sofmct, wie sie bestätigt sind, werden wir eine rege Tätigkeit entfalten, hoffentlich tverden ^sich auch amerikanische Judeti dazu melden". Dann kam d'e Rede auf Sir Herbert Samue l. Baron Rothschild bemerkte: „Sir Herbert SaMuel ist der richtige'Mann auf dkm richtigen Platz. Er hat eine schwer« Aufgabe und führt sie-mit viel Takt durch; was die Hauptsache ist. Sir Samuel bemüht sich, gegen die Araber und andere Beivohner Palästinagerecht zu sein. Es wäre ein Unglück für-d'e Juden in der ganzen Welt und für unsere Zukunft in Palästina, wenn er anders vorginge, als er vorgeht.- Es hat keinen Zweck, nach Gegenwartserfvlgen zu jagen und dabei die Zukunft unter den Händen zu verl'eren. Samuel, der erste jüdische Herrscher im jüdischen Land, hat das Vertrauen der nichtjüdischen Welt gewonnen, weilalle überzeu-st sind, daß er gerecht ist. Wir wollen Fr-eden mit den Arabern haben und wir werden ihn haben. Der Fr ede wird kommen. De Ju'-en suchen in Palästina nicht gewaltsame-Herrschaft über andere. Das wäre uniüdisch und widersvricht der ganzen jüdischen Anffassnng. Wir wollen ein He'm in Palästina, wallen die Möglichkeit haben, unsere Fähigkeiten zu entwickeln und uns und der Welt zu zeigen, was Juden schaffen können. Wir wollen wieder als Volk gkistlg groß werden. Wenn wir das erlichen, wird für uns hie Anerkennung kommen. Bor geistiger Größe beugt sich die Welt. Wir haben nicht die Möglichkeit physisch groß zu werden, aber ge'stig können wir es. Tie Balfour^Deklaration gibt uns d'ese Möglichkeit, nun müssen wir tun, was in unserer Kraft steht". . Der Baron erhob sich und trat tzu einem Tischchen, auf welchem znlammena.erollt Palästina-Karten las-en. Cr rollte eine auf. Es war zufällig die Karte von Che de r cr. Beniamina, Rösch Pi nah. Tort war der Landbesitz des Barons verzeichnet. Mit k'ndlicher Freude und feuchten Augen deutete der Bar-)!: auf seinen Besitz und sägte stolz: „Das al'es gehört mir. Das ist aber bloß ein Stückchen." Er sch'.v'ez eine zc'twng. Dann sprach er leise: „Ms ich meine Arbeit in Palästina v r v'elen Jah-en begann, tat ich es als relig'öfer Jude. Ohne Religion ist al es Unsinn. Was geht mich Palästina an? Wenn aber die Juden glauoen, so ist es das Land, das Gott unk versprochen hack" .Zum Schlüsse wollte-ich die Meinung des Barons über die IiHustr'tmöglichke-ftM in Palästina -hnren und erzählte ihm, daß die Poli'stina- Regierung, nach den Erklärungen/ die mir. Sir ^Samuel gegeben hat. den H a s e n b a u in Erez Israel nicht selbst dunchzufübren, sondern dem Privatkavital zu überladen gedenkt. Der Bar-7n antwortet, er sei der Meinung, daß die industrielle Entwicklung des heiligen - Landes in jeder Weise gefördert werden müsse. Er selbst habe sich an allen wichtigen industriellen Unternehmungen in Palästina. an der Ruthenberg-Nnternehmnng, an der Salzftndustr' e. an der geplanten Zementfabrik beteiligt und auch d'e Mühle gebaut. Wenn z. B. die amerikanischen. Juden, die Durchführung deS Ha'enbmlöS übernehmen würden, f».würde er selbst nicht beiseitestkHen. Damit war das E'e'vräch beendet. ■WWUMWBMWWWI eia SachverstSndmemrNett über die PalSstina- Kolonifatio«. AuS London meldet I. T. A: Auf einem von der Zionistischen Organisation am 7. d. arrang'erten Beisammensein, sprach'der landwirtschaftliche Sachverständig aus Kalifornien, P r o f e s s o r E l w o o d M e a d, der sich auf .der Rückreise von Palästina nach Amerika in London aufhält, über feine; Eindrücke In Palästina. Er unterstrich den großen Einfluß, den die z i u n i ft i s ch e B c w c q u u g auf das wirtschaftliche und politische. Aufblühen dieses wichtigen Teiles der Welt hat, sowie den immen sen Nutzen, den die Araber aus der landwirtschcustlichen Tätigkeit der Juden ziehen, und kam zu dem Schlich, daß nicht-. Palästina wieder zu jener. alten Grüße verhelfen könnte als der Erfolg der zionistischen Bewegpng. . Professor Mead zog einen Vergleich zwischen dev jüdischen Kolonien und den arabische!: Dörfern und sagte, die arabische Bevölkerung könnte keine bessere B^ltehrung Lir ««bestattete Leiche fieontH ««brejews. Das Ende des russisch«, Dichter». Das in Peterburg erscheinende Blatt „Der rote Ttirden veröffentlicht Erinnerungen an Leoni- Andrejew, in denen interessante Einzelheiten über das Lebensende des Dichters mitgeteilt werden. Die Erinnerungen stammen von einer gewissen Wera Borisowna Katonina, 'die mit der Familie Andrejew sehr befreundet war. Sie erzählt unter anderem folgender: Leonld Andrejew starb am 12. September 1918 m Finnland in der Nähe der Bahnstation Mustons-aki im Hause seiner Freunde F. N. und C. A. FalkowSki, bei denen er mit seiner Familie und seiner Mutter zu Gaste war. Er wollte damals nach Amerika übersiedeln und er hat'« du: Plan gefaßt» zunächst allein hinüberzugehen und seine Angehörigen vorläufig in Finnland zurückzu lassen. Leonid Rikolajewitsch fühlte sich jedoch in jenm Tagen schon schwach. Durch ein Herzübel, an dem er litt und dasich in den letzten KriecSjahreii vcrschlech'.ert hatte» war seine Gesundheit anscheinend in gefährlicher Weise un'ergraben worden. Während de- Kriegefiel überdies an der Front sein Bruder A n d r e j, der sich ebenfalls mit Literatur beschäftigt und schöne Gedichte geschrieben hatte; dieser Verlust ging Andrejew sehr nahe und drückte seine Lebenslust auf ein Minimum herab. Obwohl ihm die Bauern sehr gut gesinnt waren, so daß er und seine Familie auch in den damaligen schweren Zelten nie über Nahrungsmangel zu klagen hatten» wirkten dieser Schmerz und die Unruhe der Kriegs- und Revolulionsjahre so ungünstig auf seine Konsti- ' tulion, daß sein Herzleiden ihm wiederholt beängstigende Augenblicke bescherte. Fünf Tage vor der geplanten Amerikareise erhielt Andrejew einen Brief seiner Schwester, der Gattin eines Architekten O l j in Mftera im Gouvernement Wladimirs^ In dem chreiben, das sehr lange unterwegs getvesen wqr, schilderte ihm seine Schwester ausführlich die Armur, den Mangel und den Hunger, denen sie mü> ihre Familie auSgesetzt waren. Sie be-fchwor ihren Bruder, ihr schleunigst Hilfe zukommen zu lassen. Leonid Andrejew traf sofort Maßregeln, um die Reise seiner Schwester nach Finnland zu ermöglichen, und zwar, wenn nötig, über Deutschland und England. Er schrieb zu diesem Zwecke zahlreiche Briefe. Die dadurch und durch andere Zwischenfalle hervorgerusene Aufregung war aber allem Anschein nach zu viel für ihn und genau fünf Tage nach Empfang des Briests seiner Schwester starv er unerwartet an Herzlähnlung. Tragisch ist es, daß AndrejewS Mutter kurz nach dem Tode ihreS Sohnes auf dieselbe Meise wie er starb. Eines Abends bereitete sie sich vor, einige Gäste zu empfangen. Diese fanden sie, als sie erschienen, tot in ihrem Zimmer ans. Sie lag auf dem Fußboden. Ein Herzschlag hatte ihrem Leben ein Ende gemacht. Bis jetzt, so erzählt Wer« Borisowna weiter, ist die Leiche Andrefews nicht begraben. Sie befindet sich noch.immer in der Nähe von Mustonjaki in einer Kapelle des Dörfchen? Njewolja. Die irdischen Reste des Dichters ruheir in cidrm Zinksarge, der in einer gewöhnlichen Holzkiste liegt. Der so umhüllte Sarg steht in einer mit Rädern versehenen Truhe, um die Leiche im Falle der Möglichkeit sofort tvegschaffen zu können. Andrejews Testament enthielt nämlich den Mmisch» ihn in Moskau auf dem Friedhof des Nowo-Dschewitsche- KlosterS zu begraben, wo er seinerzeit ein Grab gekauft und seine erste Fra», seine jüneste Schwester und andere Familirnmitglieder beerdigt hatte. Dadurch, daß Andrejews zwei'« Frau und ihre Kinder im Ausland verweilen, war es bisher nicht möglich, die Leiche nach Msokau zu überführen. Seine Schw.ster vermochte von den Behörden biSl)er nicht die Zustimmung zur veberführung deS toten Dichters zu erlangen. Geaenwaftig ist die Schwester in Abwartung der Rückkehr der Frau Andrejew, die sich in Italien aufhält, damit beschäftigt, in Petersburg in dem Haus, in dem Andrejew einst gewohnt hat. ein Andrejew»Muse!kM einzurichten. Ihre Freunde sind ihr behilflich, von den Behörden die Erlaubnis zur Begründung unb Er» ifnung eines solchen Museums zu erlangen. Me nffl. SMitit, WWertlMm-! iy«r[W7 (IcrfMÜWfit: frltiMIM! frclrile: H Wtnnftil empfangen, als ihr dnrch das B e i s p i e l der jüdischen Siedlungen zuteil wird. Besonders um Jaffa herum, wo sich die ältesten jüdischen Siedlungen befinden, macht sich d'eser günstige Einfluß au'f die arabischen Dörfer bemerkbar. Der denkende Araber wird endlich einsehen, daß die zionistische Bewegung auch seinem Stamme großen Nutzen bringt. In einem Gespräch mit dem anwesenden englischen Landw'irischastskomm'issär äußerte sch Professor Mead, aus den .arabischen Dörfern seien ungeheuer viel Anfragen^ um Rat .in landwirtschaftlichen. Dingen bei - ihm eingetroffen, da diese Dörfer. mit den jüdischen Siedlern Schritt halten möchten. Die zionistischen Vertreter in Palästina seien ihm mit al'en erforderlichen' Auskün/ten an die Hand gegangen, ec führe mit sich ein großes statistisches und anderes W^senSmaieriol und es würden wobl Mei Monate darüber hingehen, bis er der Zionistischen Organisation den vollstündigen Bericht, wird vyrlegen können. " Mohammedanische Marannen in M««Ä. Das eben abgeschlosiene Tan-g«rabkommen schafft für dir. Vertvaldung diescs viel umstrittenen marokkanischen Gebietes eine internationale Kommission, der als Vertreter der antochthonen Bevölkerung neben drei Muselmanen auch drei Juden angehören. Diese Tatsache weist auf die Bedeutung des jüdischen Elements in Marokko hin. Es dünste daher nicht uninteressant fein, einiges über die Verhältnisse des Judentums in Marokko, besonverS i» der marokkanischen Hauptstadt Fez. zu erfahren, welche die größte jüdische Bevölkerung im Lande besitzt. Es ist wenig bekannt^ daß gegenwärtig gerade e'm neue Stadt Fez außerhalb dcr Mauern der aften Hauptstadt erbaut wird. In der neuen Stadt ist auch der Platz bestimmt werden, wo das neue jüdische Viertel stchen soll. Zum ersten Male seit 700 Jahren werden also die Inden von Fez die Möglichkeit haben, sich außerhalb der einzigen Gaste anzusiedeln, welche ihr Mellah (so heißt in Marokko das Ghetto) bildet und in der elwa 10.000 jüdische Seelen zusammergf»pfercht sind. Nicht immer wohnten die Juden Fez' in solcher Enge und Gedriingt-Heit. Ais die Stadt durch M u l e y I d r i 8 im Jahre 820 begründet wurde, bildeten die Juden die Mehrzahl der Bevöck-crung. Die jüdische Gemeinde vo-n Fez war bis ins zwölfte Jahrhundert hinein durch ihre Gelehrten und durch ihre reichen Kaufleute berühmt. In der Mitte des zwölften Jaihvhundcrts aber wurden von den fanatischen Beherrschern MarokkcS und des übrigen Nordafrika, den Almahaden, alle „Nichtgläubigen" in diesen Gebieten anLgerottet. Ein Teil der Juden starb den Märtyrertod, ein Teil floh, unter, chnen Rabbi M a i m u n und sein Sohn, der berühmie Mose- Mrtmnni, der größte Teil aber nahm zum

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