Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1744 (23.12.1923)
- Date
- 1923-12-23
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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m. tm Men, Totrnkag Wfener Morftenzestung. smK1"1 \ •“Weitmer VI; Mariahilferstvasse 103 IV,, Wiesln er Jlairptstrasse 10 (antch’iessend Kärntnerstrasse) VI; Mariahilferstrasse 03, Schwemme Torzüg‘,fche Tpp Jche aus reinem Wollma'prial. ^r/>pse 2X3.R 295 Gröss.. S5')X3ftO. K 390 Plüscliteppiclie. beste Qualitäten, 2X3, K 1140 bis K 1340 Han<lfenfl|)f< r 2X3.. . . . . R 200t» V^trsN»nN,ira pre«ticki, (’S StOck«) . . . . K JGO StotTvorhilmr«», üsiiokt. Stnli? . . , K 95 Fens-e^srlhlHzer. htihprb t'unbouriert.K 58 u.K 05 Bettvorleger, 60X120 gro«« . . ..K 20 «. Muschiknflpfer.K 118 Handknflpfer.K te? 5 echte Fel'e . . K 05 und K 1V5 Stepp W elten sus Seidencloth.K 105 Ue bei* würfe, V'irbe’plüscb.R 205 * Moquett.K 780 .. Karn m a nie.K 800 Poppel Bettdecken, Etamin, Handarbeit. . . R 195 Flanell ilrcken. R 50 Lauft epp idte .... pro Meter K 18. 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Pi*n^Cll9T,fl *j**i^H‘ S jrg8^I»T0li3l<O*t5 UiUtfuliillU Stadtniederlage: l.f Schottrneing 19, Tele 18-2.31 Kl VHPURGG3 GEGENÜBER DEM DEUTSCHEM VOXSWLR •-). keine Filiale EIGENE MASSWEBKSTÄÜTl. SIÜ-SCHUM AUS SCHWEDISCHEN RENNTItaEEOE'Ä. RODEL«. EISLAOTSCHWim SEIDEN - PANJO F FEI HAUS“SCHV}tt£ Das Janner-Programm des BurgthealerS. Willy Th aller tvü. Enmgvment Im Durgilhealer in dem LMipiel von Davis „Die Katakomben" an. Die Pre- -mlyeve fin>de.t am 5. $Wner sta-tt. Am 17. Jänner folgt die Enshi'uffülhrU'Na von Franz Mvlnais „Dirote Mühle". — Akad-emäeth ea i e r wird am 12. Jänner Hauvlmanns „Biberpelz" in ne-uer Im-s|en''eruug in den Spielplan ausgenommen., Am 18. Männer gelangt „Ioüandas letztes A b e n t e» e von G a r a i qnr ErstaufWrun'g. Sloboda 8 Luitiviell ,,Am Teetisch" geht im Wademiechealor am 22. Jänner zum erstenmal in Szene. Dl« Eröffnung des Modernen ThealerL Das neu erbaut« Moderne T b-a : c r ln der IoihanneSgaste gelangt nunmehr definitiv am 16. Jänner zur Eröffnung. 9ln drei emtfeinandersalgendkn Wenden weihen Drei Premieren in S;ene gehen. — Der erste Abenü bri'.ngt die UrauifMmna >deS Zyklus „Das Weid ist bitter" von Dr. 901x00 Brockner. «der aus „Aspuisi-a" oder „Das Lächeln des Sokrates", ./Schopenhauers Evlelbnis" und „Ti'«!" öeistoh'. Am gwei'>en Äbeuld kemm-t dis Lv-stchiiel -mit Mn.sst „L^manr masa-ne" von Sacha Guitry. frei -eorbei'-et von Robert MM von An>)re M?isayer, znr erit^n A'.Huihmvna. Mm Griffen Abend ist Die Pv-ini-eve des -sranzl'i'ischen LMviicks „Dor Bertraq von Niqqa" von Louis Berneu ll. das Paull Otto mjliemert. Zugunsten des NnterstutzvnstsvereinS der Anipeftellien der A. G-ernmost-Afiirinaeiellhchaift wird Sonntag den 60.- b. um haliü 3 Uhr imchmitlaaS im Aonrödienhaus v?e Schlaqer- Lyeret.'.e von Stoli „Der Hao'p'^iman.n" in Premieren^Lsetz>ünq 1 «Karlen an den Taaeskassen wnb den Kassen der A. Gekniproh^Ni'eniflesellschaft. Wiener Frauen-Shmphonleorchester.. Im zweiten Konzert debütierte Fräulein Hvdi Geroldt, eine recht b^aobte Pianistin, welche ans der Schule der Professoren Kefsissopln und Weinaarten Hervoramanpen ist. mit Mn-arlS C-Moll- Kow>ert. Im Znfammmspiel mit dem von InlruS LeHn.'rt peleiteten Orchester, in dem die Frauen tapfer steigen. während vom starken Geschlecht im Schlagwerk und in vm Bläsern ^errommelt unid stepsifken wird, neiote die noch sehr sunoe Klavi'rspstlerin orosre Sicherheit; ihre , technische Gewcindlh'st, rbpchmische Präzision und ihr namentlich im lyrischen Nestister differenzierter warmer Anschlast lassen noch viel Schoner für ,die Zuk''.nft erhoffen. —r. Eine. Richard Strautz-Ferer in Holland. Anläßlich . des sei^ lasten Ge-b»rt§.;ageS von Richard St ran h ist in Amster- Z*onl$tlselie B«zlrk$$tkt!«n C<«n«1d$t4dt Jeden DonnerStaq für Mitqliedex und einstefübrte Gäste .... *tn f.°,!.c, ,u/.rt Trt tn c u t u »Et DmtrtMg dm 27. d.. präzise 8 Ubr abends, im WilAtf BilffttfCafife II.; Praterftraße lt VAl^TTf A ß- Obe'baorat Ro&srt 1 UJftlliAür str'sktr a&sr: „Die Lage im Zlonfemna“ Bora n zeige! Donnerstag den 3. Jänner Vortrag Professor Freud. M>0WWWa«oO«aaDWaWaW»MWSU0WWs^«UM>s«iaoanWSW0WnsaUHMn,»>»«intVHi»ii»aEr ronu.üHWii.rinii 23. Dezember 1923 Gelte ß drm eine Anzchl von fosblichen AnWhrungen ftkvlcmt. Zwäl Slrauß-Opern sollen zur A-ufMrung ge-langen. fünf Orcheftierkonterte und ein Kaimmermniikabend sollen stattfinden. MS Dirissenlen wurd-n M e n st e l b e r st und M n ck pe-wonnen nnld Richard S t r a u h seihst wird an dieser Vorfei-r seines sechzigsten S>i-bnr'8'astes in Ainst-vdmn am Dirjst>"w"nv'llte erscheinen. Diests Richard Strautz-FH ist für Ende des Monats Jänner antzcsetzt. Ein Bortrast über das Nidisclie Bolks- und Kunstlied. Man schreibr unS ans Berlin: Bemerkenswert und anreaend war ein Bortraq Dr. Hildesheimers über daz siMch« Volkslied. Soive Abkunft' sei nicht immer so „rein" aewolep. als man w d'nken geneiat ist. So sind r. B. in der Zeit der Trou« bavonre von den Iudm M'mneliieder ü'bernommeh worden, di« sich alz Melodien zu neuen Texten lostar in Form von Gebetweifen erhalten hab"N. „Dos iüdil^'e Lied, dem auch m der Freude ein schwermnsiaer Mollakkord mar.iinde l'eat. ofsenihari die Seele des Be-lkes. Die torisenidfältiaen Schmew'n der Fremde, Heimweh, Hoibn und Hair — d!>e he'lEn Frend"n, die den Versolstten in konistliche H'äbe höben n'ber leinen Der« folster -—, das alles sinstt in heibräeschen Melodien. Aber Mwerlen auch schwellen sie gewallifl zu Zwieoosanaen mit dem .Unbekannten an und leoen si5' in stiller Eraebima und endlichem Frieden wieder zur Ruhe." Bekanntlich beschaftistt sich der rühmliche Wiener Monist und Tondichter Wolfsohn mit dem Studi-nm des südi!sch>?n Volksliedes und bat sich msbeson'dere erfolgreich bemühr. die echten sn>dtschen DoMweisen von übernommenen Mol «Dien anderer Völker zn sondern. Synagoste und bildlicher Wandschmuck. Es ist eine allgemein verbreitete Anschonnno. dah Svnaqoflen im Innern schmucklos sein müssen und dah insbesondere keine Fistnrenzier vorhanden sein darf. Diese zur Institution erhobene Sitte ist jedoch sungen Datums. Es gibt eine oan^e Reihe alter polnischer Synastoaen» deren Wände reichen Bildschmuck tragen, und auch nach D e u t s ch l a n d. hat dieser Stil Emaanst gci'mden. und zwar dn^ch die indische Einwanderung auS Polen, die nach den bernchtioten Ehmielnicki-Pogromen ein« sctz'e. So stibt es in den ftänkischrn Gemeinden Horb, Bety Hosen und Kirchheim alte Synaoo<|cn. welche einen reichen Wandschmuck mit einer Fülle von Motivrn aufwersen. Es hand"lt sich hier nicht bloh um allerlei Blumen- und Rankenornamente. daneben sind vielmehr auch valästinensische und andere orientalische Landschaften zu sehen sowie allerlei Tierdarstellunaen. 'welche nicht nur den obligaten Löwen, den bekannten Schmuck der Tlwra'afeln und Tempelvorhänge, sondern auch andere Tiere, wie Hühner. Enten, Gänse» aber auch Füchse. Ziegen und Elefanten, aufweisen. Verkauf eines berühmten Teppichs ans habsburgifche« Besitz. Der ans ehemals habsburasichern Hausbesitz stammende berühmte BasentePpich ans dem 17. Jahrhundert, ein Wnrchertverk altorientalisch'r Teppichknnpfkunst, ist mit Erlaubnis der Bundesregierunst uns der interalliierten Mission in private Hände übergegangen. Der Teppich ist ein Geschenk eines orientalischen Fürsten an das frühere Kaiserhaus. Der erzielte Kaufpreis ist auch nach heutigen Begriffen ein ziemlich hoher. Ar« de« Aeatem. BolkSoper. Heute, 2 Uhr nachmittags, »HoffmannS Erzählungen". 7 Uhr abends ,D i e Jüdin" TaS Deutsche Volkstheater bereitet gegenwärtig einen Hofmannsthal-Aovitätenabend vor, in dessen Nahmen die beiden Komödien „F l o r i n b o" und „D e r A b « nteuerer und die Sängerin" mit Alexander M o i s s i als Flottndo und als Baron Weidenstamm zur ersten Aufführung gelangen. In den §k a m m e r s v i e l e n bringt Madame Mette G u i l b e r t, die ihr Gastspiel bis zum 2S. d. verlängert Hai. Die»,Stag den 25. d. ein neues Programm, daß unter dem Gesamt-- titel „La channson d« la France a t r aver« 1 * s Age“ folgende Abteilungen oufweisi: l. Chants Grecs S' Bvzantin». It. Löpen’e vo III. Chnnt* et Dans'*« Madivalie.' IY. Char >ons du XVIII. kisels. Sonntag den 3V. d., 1v Uhr, findet die Premiere der Dperette „D i e Damen vom O l y m v", von Rudolf Nelson (Ensemblegastspiel des Berliner Nelson-Theaters) statt. Theater an Wien. Heute. 3 Ubr nachmittags, Ausführung der vollständig neu inszenierten Operette von Bnmo Granichsirttrn „Auf Befehl der Kaiserin". Johann S t r a u ß - T b e a t e r. Am 25. b., 3 Uhr nachmltttagS, gelangt „D ie C z a r d a r f ür stin" am 26. d. M., 8 Ubr nachmittags, „Die Fledermaus" zur Aufführung. Täglich 7 Uhr abends, „Bajazzos Abenteuer". Im Raimund-Tbeoter wurde der Spielpla« dahin geändert, daß Max Pallenberg infolge des außerordentlichen Erfolges täglich um '^8 Uhr abends „Die Dampfmaschine" spielt. «Der Wauwau" wird am zweiten Feiertag, nachmittags */*4 Uhr, gegeben. Als Silvester- Nachtvorstellung gelangt um 10 Ubr abends de-- Schwank ,F a m i l i e S ch i m e k" mit Pallenberg als Zawar dil znr einmaligen Aufführung; eine Wiederholung findet nicht statt. Im Carl-Theater gelangt beute, nachmittags Uhr. bei kleinen Preisen das Kindermärchen mit Gelang und Tanz „SckneewittchennnddiesiebenZwerge" zur Aufführung. Im Reuen WienerStadttheater gelangt beute um 3 Uhr nachmittags das Kindermädchen „Das tapfere und kluge Schneiderlein"zur AnffLbrung. — 9lm zweiten Feiertage, nachmittags 3 Uhr, findet die Erstaufsühmng des Marchensviels „Dar verwunschene Schloß" oder „D i e Z a u b e r v r i n z e s s i n" frei nach kGozzi-Schiller von Alice Traub, für Kinder und Erwachsene bei leine n Preisen statt. Im Wiener Bürgertheater gebt als nächste Novität die Operette „A g r i" von Ernst S t e f f« n Mitte Jänner 1024 in Srene. Apolko-Tbeater. Heute. 3 Ubr nachmittags, gelangt im Nabmen klassischer Operettenaufsüh,ungen des Apollo- Theaters „Die Fledermaus" mit Rita Georg als sAdele und Ludwig S t ä r k als Frosch zur Slufführunq. 7 Uhr abends. „Der süße K a v a l l i e r" in der Premierenbesetzung. CrrichtssM. Czemin als Ges^äftSmann. In dein Prozesse, lvelck-kn der Kaufmann Arpcrd K e l l n e r gegen den Inhaber des Ze-ittmgs« Verlage- „Ll'bevtas" HanS Payer a-uf Rück-achluW cin'Z Darlehens von 150 Millionen beim Diener Ha-ndelsgerichte erhoben hat, ist nunmehr das Urteil im schriftlichen Wege erstoffen. Darnach wurden die Beklagten. zur NückZahl u n \\ des Betrages von 150 Millionen Kronen verurteilt, da es sich erwiosen habe, daß Krün er dom Payer das Darlehen auf Bmirlvouun'g EzerninL gewährt hahe^