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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-22 · Heft 1743 (22.12.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1743 (22.12.1923)
Date
1923-12-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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I 9li IMS ' M-n. Wiener M»r>»enj-eit»mff." i nn > r i.i; Einem srchrlsikhrlge« SoWtatar 7S Millionen geraubt Gestern in d-en Nachmittagkftunben wurde in der Leo- ^poTt>ftabt ein überaus frecher Raubübcrfall an einem alten Manne verübt, über dessen Hergang und Täter wen noch vollständig im unklaren ift, da das Opfer, das schwervorletzt ist, nach nicht einvernommen werden konnte. Wir erfahren über den Vorfall folgendes: Der 60jährige Sollizitator Siegmund R o se nfeld, 9. Bez., Norddergstrafe 10 wohnhaft, der bei dem bekannten Rechtsanwalt Dr. Herzberg-Fränkl in der Innern Stadt in Stellung ist, hat in dem Hause. 2. Bez., Obere Donaustroße 45 a, Verwandte, die er des öfteren zu besuchen Pf.'egt. Gestern vormittags erhielt der Sollizitator von dem Rechtsanwalt den Auftrag, einen Scheck aus 50 Millionen Kronen und einen B a r b e t r a g von ^Millionen K r one n der Firma Th. Kantor u. Co. auf der Mölke rb astet auszuzahlen, vorher aber den Scheck beim Postsparkassenamte einzulösen. Rcsenfeld hatte dm Scheck im L-ufe des Vormittags bum Postsparkassenamte eingelöst Kitb war um die Mittagsstunde zur Firma Kantor gekc'mmen, um das Geld ordnungsgemäß abzuführen. Hier teilte man ihm jedoch mit, daß d.e Kasse schon Mittagsschluß gemacht habe und man daher nicht in der Lage sei, das Geld en'lg<genzunehmen. Man bestellte ihn auf Nachmittag. Gegen dreiviertel 3 Uhr nachmittags lvankte Herr Rosenfeld, am Kopse und im Gesichte blutend, zur Wohnung der Hausbesorgerin des Hauses. 2. Bez., Obere Donaustraße 45a, wo er bewußtlos zusammen brach. Die Hausbesorgerin schasste d:n Schwerlo-erletztsn mit Hilst von her bei eilenden HauSparle'.en in die Wohnung seiner D-rrwandten. während man die Polizei und Nett-ungsgescllschaft verständigte. Tie Handtasche, in der dor Sollizitator das Geld getragen hatte, war Vers chw u n d e n. Der JnfpektionLarzt der Rettungsgesellschaft stellt« fest, daß der Mann eine vier Zentimeter lange Rißquetschwunde über dom rechten Scheitelbein, eine drei Zentimeter lange über dem linken Auge mid eine Rißquetschwunde an der rechten Hand und Zeichen einer schweren Gehirnerschütterung aufwies. Die Verletzungen mußten ihm mit ebnem kantigen Gegenstände zngefüat worden sein. Der Bewußtlose wurde ln d'e erste Unfallstation gebracht. Inzwischen war auch eine polizeiliche Konrm-ission im Hanse erschienen, die scststellte, daß sich im Parterre des Stiegenhausts eine grotzr Blutlache befand die darauf schließen läßt, daß Rosenfeld von rückwärts ülersallen wurde, unter den Hirten des Täters zusammenstürzte. und eine Zeitlang bewußtlos gelegen ist. Daß der Räube.r die Handtasche mit dem Geld« genommen hat, gehl aus den wirren Reden des Uebers-allenen hervor, der stets von den 75 Millionen Kronen spricht, die in der Tasche enthalten waren. Ob der Räuber, denn es handelt sich hier unbedingt um einen ganz verwegenen Na-nbüberfall. sein Opfer schm vom Postf-parkassenaml ans vor folgt hat c-der sonst auf eine Meise Kenntnis erlangt hat, daß der alle Mann im Besitz eines großen Geldbetrages war, ist noch nicht festgestollt. Die Hausbesorgerin VeS HaustS glaubt sich zu erinnern, daß wenige Minuten vorher, ehe Herr Rostnfeft> zu ihr in die Wohnung gewankt kam, ein etwa 20jährige r, schmächtiger Bursche mit schtvarzom Winterrock und welchem Hut eilig das Haus verlassen habe. Tie geraubte Handtasche, in der sich der Geldbetrag befand, ist eine schwarze, ziemlich abgenützte, zusammenlegbar? Lederakirntasche. Die Polizeilichen Erhöhungen zur Eruierung des Räubers sind eingeleitet. Nachts wird hiezu noch berichtet: In den späten Abendstunden tonte Rosenfeld im Spital einvernomn'.en werden. Sein Erinernmgkvcvmögen hat durch die Schläge gelitten. Da er das (ftclb bei Kantor nicht absi-cfern konnte, fuhr er zum Bezirksgericht in der Schiffamtsgasse. wo er kurze Zeit zu tun hatte. Tann suchte er eine Konditorei auf. um seiner Nichte ein« Ueberraschung mitzuöringen. Sod.inn ging er in die Obere Donaustraße. An die Tat selbst kann er sich nickt eri nnern. * Ausstellung der Pflanzenwelt Palästinas. Die Ans« stellune, bleibt nur noch offen Cams'oa den 22. b. von 5 bis 9 ll-hr mw Sonnl-cia den 23. d. von 9 bis 4 Uhr. Ort der Ausstellnug: Wintergarten des Holel Conmncnrol, 2. Bcz. Prarerstraße. * Cchnellgesprache nach der Tschecho-Slowakei. Wie die Korrespondenz k'erzoa meldet, wurden die sogenonnten Schnellgespräche. die vor allen dringenden Gesprächen rangieren, mich rm SpreckDerke-hre mit Orten der Tstbeckw-Slowalei qeMn Enirichtung der neuntackien C^ebübr zugelassen. (Nackisolgende Notizen bis . zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * „Mikado Kaffee-Melangen" in Plombierten Paketen mit Rabattmarke sind die besten. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14.Bez..Relndorsgasse42. * Was kostet ein Waschtag? Der Forrschr.ili dar Zeit und sei von neuen Errunoi'wjchaften sind auch für die c-oplafl'.« \\tit*» ffü-u von untverkenn barem V-or',oi1. Hetz:ewr. die bosonde-rs in dar hmtigcn Zelt mit der Wirtschaft zu kämipfeii hat, ist selbstve-vstäM-ich iede kleinste Euipcuvtis an Z«'.1 older Gold von bds-owd^wm M-tzen. Ein Ve-'^pw! moderner Svavmaßnahmen an Gold und Müde >‘.«Tt der Haus-fran nit Gestalt des neuen so'bsttätigen W-aschae'pM-ares .H^l-san" c-ost iwten. Dieser kleine imd dillr-c-r Mo'sck>o.ippo«rat U'U'.nt sotbiu ld-e P-orq-üge tVn Eigen: Er wäscht von selbst di>e Wäsche blank nein. obn,e Bürst ui und Rumpel, ruiniert also nicht die Wüsche und kasteit ncht mehr als e'u Mchchtaglobn. Va-rfi'chr.un,z.on und Probovas-chm täglich von 3 bis 5 Uhr be>i Hois-on, 6. Bez., Ehivalagasse 2. Boi Ho:eil Kummer. , * Weisen Die mir nach, drß Sie.noch irgendwo einen erstklassigen Raglan aus feston Doub'estosl in ve.rschi-'d'iien Farben zum Preise von nrr 400.009 K. oder e-'nint Pelzrock zum Preise von nur 690.000 K. bekomm.'». lNit die'em spo.l« billigen An.o>::bot ist es rOr aelim^en. die eesam'-e Konlkurrnrz zu unterb>'>e!'?n und dem P. T. Pu>b!'i'u>m einen wirl'lich reellen tnrd preiswerten Einkauf sichern. Bvach'en Sie meine ^n- Kün^>i.u-.'nig int he.u!-i>gen In'erat-'nte'l d-"ß Blattes urd Sie worden mehrere, fiir Sie pa'ümde Ges"o:n>h-i. s'äufe finden. K-eid^chons ..Zur Mestbahn", Em>il Goldstein, 15. Bez., Maria« hibfevstros'e 132. * Hunderterlei se^'de «mb uner>chehrliche, vrak i>stbe Ge« schenket ikell bü iSfonfl Mandl, 3 Bez., Lauststvaß« Hanp!« st^as-e ), G!!Ü^oi"'x>E ie'derlaae. (Nö'ihews i>m Inserat.) * Jeder Dinterfportler soll, fo'ivt er seinen Ei-nkank be« sorost das aldbemchm-'e Schw^bans „zum Hochl>o>ur:sten", 4. Bez., FrOnrilei strafte 39. n:s>'ch?n. J* Zunrnst-n notkeidender Juden Deutschlands ver-anstal'-cj der S. C. Haz-air-M-a'-kadäa am Dienstng -len 25. d. nner dem hHon proteklore-'e C-r. Ehrwürden des Herrn Obrrrabbiner lsövosestv'r Dr. H. P. ChaistS in famtl-achen Dophieufälen die ,;wr'.-le Makkobaa-S-oiroe. Resti>'che Log.n und Sitze in den Lh:-at'rr/ai^en-b!nvo-''s und i-m Cafe Ilion, 8. Bez., Löwengasse 99. (Näheres siche Inser-ar. 3. Seite, oben). Stota, BortrSge »nd Serfammlutigeu. Lese- und R edehalle i ü d. H o ch s ch ü l e 9. Bez., Türkenstraße S..Heute um bald 8 Uhr abends Borti von Tr. Heinrich Glanz über Assimilation und Nationaljud« Mm. - Verein E r e * Israel. 2. Bez,., ZirkuSga Rr. 83. Heute um 4 Uhr Mischnaseminar Tr. G o! d st e i Gäste willkommen. 6 Mn: Sich«. Wegen Eröffnung des Bl Waad Ivrt entfällt der Vortrag Tr. KannnkaS. — L i ch b t l d e r v o r t r a p. Tie palästinensische Botanikersn Fr Tr. R n b i n o w i t f ch hält ffente um l/a4 Uhr im GlaSsal deS Hotel Continental einen Lichtbildervortrag über palästinensis Flora. — A r b e i t 8 p a r t e i H i t a ch d u t h. 2. B< Glockengasse L0 Heute um 8 Uhr nachmittags Waadsitzmig. P a .l ä st i n a - S e k t i o n z i o n i st i s ch e r Hör an der Hochschule für Welthandel, 2. Bcz., Taborstraße Mezzanin. Heute um 6 Uhr abends r Tdr letzte Lelegiertent i <;:v.V * x:'.’:iS. Ein Weihnachts- und Neujahrsgeschenk von bleibendem Werte 6ind die Neuenösterreichischen! Bau-Lose HAUPTTREFFER JEDES LOS GEWINNT PEEIS EINES LOSES K 75.000 Sämtliche Gewinste vollkommen abzu^s- PIMVOUMPMCTPI1FDPDPI der Judäa. Tiskussion. Referent Hausknecht. Gäste willkommen. — Zionistische Kulturgruppe. 20. Bez,., Karl Me-fflstraße 5. Heute um 8 Uhr nachmittags Vortrag Naron Schwertfingerr Ethik des Judentums. Um b Uhr nachmittags CleschichtSku'S. Referent Blum. Nachher Diskussion. Wtoniag den 24. d. um V,8 Uhr abends Ansschußsitzung. Dienstag den 25. d. um 6 Ubr abends Literaturkurs. — S e p h a rdisch-akadenrischer Verein Esperanz, a. Heute um 8 Ubr abends im Vereinslokal, 2. Bez., Novaragaste Nr. 27, Dortrag des Herrn N. Z i e b e r. Thema r Betrachtnnaen über dis neuhebräische Literatur. — Z i o n i st i s ch e Sektion Z w i s ch e n h r ü ck e n, 20. Dez., Allerbeiligenvlatz 17. Heute um 4 Ubr nachmittags Literaturkurs. Um '/,6 Ubr Dortrag des Herrn D. N e b e n z a h l mit anschließendem Heimabend. Tie zu Chanukkab übernonunenen Sammelbögen für den Nat'onalfon'S sind samt den Geldern dem NationalsondSkommissär Cb. Kalnmn abzuführen. — Zionistische Bezirk S t e k t i o n XX. Morgen Sonntag um */..7 Uhr dringende Sitzung des erweiterten Ausschusses im Vereinslolal. Montag um '„8 Ubr im Cafe Neptun, Gaußplatz, Bortrag von Tr. W a l d m a n n: Jüdische Politik. Leopold st ädter Volksheim, 2. Bez.. ZirkuSgaste 48. 7 Uhr r Dr. Peter K u r a n d a: Tie Grundzüge der Weltpolitik. Urania. Heuter Großer Saalr '/,8 Uhr: Schülervortrag r Märcheiivorlesuug für jung und alt. 5 Ubrr Nanuk, der Eskimo. v8 Uhr: Dr. Josef Bergauer: Altwiener Theater. — Kleiner Saal: '/,6 Uhr: Ludwig van Beethoven (zweiter Zyklus). '/,8 Uhr: Raimund T h ä d e r: Im Zauberreich der Rax. — K u r 8 s a a l r 5 Uhr: Tr. HanS Lkapper: Gelchichikphilosophie bei Kant und Fichte, IU. */s7 Uhr: Pros. Tr. Karl B r u n n e rr England und die Engländer,!. 6 Ubr: Prof. Dr. Alfred K oerb el: Grundfragen der Logik und Methvdenlehre, lV. — Klub saalr '/,0 Uhr: Univ.-Lektor Ferd. MatraSr NednerkurS, n. '»8 Uhr: Tr. Friedrich Schreyvogel: Graf Hennann .Kayserling und seine Schule der Weisheit. — Urania- Bücherstube: Don 8 Uhr früh bis tt Uhr abends geöffnet. - W e i h n a ch ts a u 8 st e l l n n g guter, billiger Bücher, Lehrsaal 1, von 8 bis 12 und 2 bis 6 Uhr. K. $*§enScr 1923 ' Seif« 8 »Mel» Later hat recht gehabt." Kammerspiele. Ganz entzücken.^, di-eses Lrtsl'piel von Sacher G u i t r h. Schon die erste Szene eine Ueiberrafckiung. Vater uwb Cöh'nchen. Vater arbeitet und ist bcd-rückt, weil die G-attin eMaS län-gl'ch außer Haus ist. Ter Bwb braucht des Dalers Nähe. Stört sehr durch seine Anwesenheit. Sa-gt auf alle trotz verhaltener ZärtlickMit recht unwilligen Fragen des Vate.rS bloß „ja" c>der „nein", kcmmt aber mit bangen Augen immer näher, immer naher in Valers Atmosphäre. Ein Dialog, barg an Worten, satt an Stimmung und Keimzelle — sollte man glau^ben — einer Tragödie. Indessen entrollt sich, anmutig und bunlbcwegt, uachd^Mch und doch federleicht, ein heiteres Spiel. Es gcht natürlich um Ehe und Liebe, und, wenn man will, ist auch ein ernstes Prciblem behan-delt. Irgendwo in diesem Stücke wird gesagt: „Man darf sich me vo-n einander trennen «wer.'n man mit einander altern will." Und an einer anderen Stelle: „Es ist für Mann und Frau leicht, gleichaltrig zw sein, solange man Z'tvanzig ist — aber schwer, wenn man fünfzig geworden." Mit anderen Worten: Es prüfe, wer sich ewig bindet, fein und Geliebten Alter . . . Man sieht die Folgen der Eheschließung Gleickaltriger an §wc.i Generationen einer Pariser Familie (die allerdings von allen materiellen Nöten des Daseins befreit ist.) In jener ersten SZene. da der junge Ehemann nervös die Uhr zieht, vergeblich die Gattin erwartet und das zärtl'.chleits-- hungrige Söhnchen vernachlässigt, lernt man auch seinen silbevhaarigen. feschen Vater kennen, der nach kurzcr, schmergofer Ehetragödie, entstanden aus Gleichaltrigkeit, ein Leben doller Wonne führt, das Leben eines Junggesellen, der Gosellschaft und Frauen lieüt, und, ein lachend:r Philosoph, über beiden steht. In der nächsten Szene erhält der junge Ehemann von der ve.rgelblich erwarteten Gattin tklephonifch den Abschied und widmet sich fortall) dam Söhnchen. Man sieht d'e beiden im folgenden Akie nach zwanzig Jahren wieder. Nun ist der junge Ehe- »tarnt ein flotter, heiterer Fünfziger und der Sohn zappelt in Liebesdonden. Wiederholung der Ereignisse? Nein. Pa-pa ist fveilich so geworden, wie Großpapa war. Die Gattin, die nach zwanzig Jahren telephonisch ihre Rückkehr anbündigt (es ist eine der vielen Humorfacelten des köstlich geschliffnen Spiels, diese telephonische AnÄir.'digung.dos Ausveißens und des Heimfindens), wird von einem gegen Wei'berkünste durchaus gewappneten Mann empfangen und hmauskomplimentiert. Sie hat zwanzig Jahre von sich nichts hören lassen und an ihren Sohn nicht godacht. Tie er'chütlerndfiett GeMsausbrüche der Dame, wie „denke doch an unseren Sohn", oder „ich war nur dem Einen treu, mit dcm ich dich betrog, dechalb »rußt du mir verzerhen", verfangen bei dem Gewitzigten nicht. Er führt die elastischere Klinge, und die Dame von fünfzig Jahren, mit ge-färbtem Haar und untermalten Augen, gibt sich mit der Versicherung zufrieden, sie bönne noch einom Mann gefährlich werden. Sie gcht und der Gatte beginnt ein wohltemperiertes Leben der Gefelligkcit in Klub und — Boudoirs. Beim Sohn hingegen hat sich nach den Erfahrungen, die der Vater machte, der sein Erzieher und bester Freund geworden ist, eine arge Schwerfälligkeit in Liedesdingen eingewurzelt, eine große Sorge um die Echtheit der Neigung seiner Geliebten und eine bedenkliche Angst vor der Zukunft, wenn man einmal ernstlich beisammen ist. Mit vollendete-m Takt greift aber der Vater und Freund ein, wobei ihm das blonde Ding, mit dem sich sein Sohn fand, behikslich ist. Wird in der dr.tten Generation die Ehe ungetrübt sein? Die Frage bleibt cissen und man hat nicht L-ust. sie zu stellen, weil sich der Vorhang über einem unerhört glücklichen Paar schlicht. Das entzückende Stück wird entzückend gespielt. Hugo Thimig gibt im ersten Akt den Papa des Ehemannes, in den nächsten den ergrauten Ehemann selbst, und vst in seinem vollsaftigen Hu-mor, in seiner weisen, gütigen Horterkeit eine große Freude. Hermann T h i m i g, 1>er Sohn des Altmeisters, gibt den Sohn deS alten Herrn, also den Ehemann im ersten, den jungen Liebhaber in den folgenden Akten mit er-hatben-cr Vornehmheit. TaS will bet einem Bühnenkünstler von Rang besagen, daß er mit schlichtesten Mitteln und durch die Gabe, zu gestalten, ohne Komödie spielen 'zu müssen, in den vielen fröhlichen Wendungen des Stückes und in dtzn ergreifenden (denn auch solche gibt es in dichm Lustspiel) die besten Wirkungen erzielt. Ausgezeichnet Frau Ida Wüst, die geistreiche Gharakterkomikerin, m einer Episode, und liebenswert, ihren angenehmen Part fein pointierend. Lola llrban-Kneidi ng e r. Eö war ein voller Erfolg des frantzöstschen LustspieldichterS. der Kammerspiele und des Spielleiters Doktor Schulbaur. 0- I NoMWe SeMon zwMenbrücken Heute um halb 6 Ahr abends im Vereinslokale XX.. Allerheiliqenplatz 17 Gasthaus zur ^Eisernen Zeit* TfJ». M der Herrn S. Kebrnzah! nachher anschließend Heimabend Gäste sind tvillkommen l Giiste sind willkommen! wSfcn? «rausirKs:: .. .. ( I

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