Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1739 (18.12.1923)
- Date
- 1923-12-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980821--17133-3004110- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
4 - Wken, DlenSkag -iese Methoden präsentieren, hier ist im besten Sinne „ange wandte" Wissenschaft und eine Forschung, die völlig dem Leöeu und der Zukunft dient. Säuberlich präpariert und konserviert eine blnzahl von Blumen, Pflanzen und Gewächsen aller Art, daneben sogenannte Begetationsbilder — auf einem Kanon ein Bürtdel von Pflanzen, welches die für eine bestimmte Ge« gend charakteristische Vegetation vereint. Palästina, das Land der Hügel und Täler, ist von einsd Endlichen vegetatorischni Mannigfaltigkeit, die schon ein flüchtiger Blick -auf diese Sammlung erweist. Diese verschiedenartigen trockenen Pflanzen ge, Winnen ein merkwürdiges Leben, tvenn ihr Konservator seine Erläuterungen gibt, die nicht nur der Natur des Landes, sondern ebenso der Kulturgeschichte und Philologie und namentlich der Bvdenbewirtschaftnng und dein Aufbau gelten. Hier sehen wir die Pflanze, welche zur Konzeption der Menoray geführt fyat, da sind verschiedene Gewächse, welche die Bildersprache von Bibel und Evangelium illustrieren, man sieht die Heilpflanzen der Araber, geordnet nach den verschiedenen Krmrkheiten, gegen welche sie verwendet werden, Pflanzen, tvelche den Arabern als Farbstoff dienen, andere, welche höchst interessante Fragen, iüic Malariabekämpfuna, Bienenzucht, Fruchtbarmachung der Sanddünen aufrollcn. Es ist eine Ausstellung, wo sich nicht mi'j der Fachmann Belehrung holen kann, die vielmehr auch dem Laien uns namentlich dem Palästina-Freund vieles Interessante zu sagen bar und deren Besuch Ostens zu empfehlen ist. Die Ausstellung sinder im Hotel Continental (Eingang Tadurstraß«) statt und ist l?eute Dienstag von 8 Uhr früh dis '.i Uhr o.beit'D'?, au den übrigen Tagen von 8 Uhr früh vik- 5 Uhr ncichmtttagtgeöffnet. Äamst.ra von 3 Uhr nach. ' mitt.-.-s bis 9 Uhr abends. Die besteuerte Sxttawurft. Tic Ausdehnung der Lebens- und Genußmittelabgave. In aller Stille, darum aber nicht tvemger entschieden, hat die städtische Sreuervertvaltung wieder einen Vorstoß gegen die Kaufleute unternommen, der in 'Wahrheit aber ein regelrechter Beutezug gegen die Taschen des konsumierenden Publikums ist. Als Folge der erweiterten Nahrungs- und Ge» nnßmittelabgabe ist nämlich seit dem 16. Dezember dir Abgabepflicht für die Lebens« und GrnutzmittrlgeschSftr verfügt worden. Am 15. d. wurden di« LebensmittelhäMer mit Ser wenig erfreulichen Mitteilung des Magistrats überrascht, daß die Abgabe Pflicht von Sonntag an in Kraft trete. Proteste gegen diese Verfügung haben keine ansschiebende WirLung. Abgabepflichtig waren bisher nur die besserten Ga st¬ und Kafseehäuse.r. Nun werden ßamittche Del:» katessenhändler, ferner alle Zuckerbäcker urch feinen Bäckereien in die Abga-bepflicht einbezogen. Die abgabepflichtigen Betriebe werden in drei Klasse« eingeteilt, in ivelchen die unterste 250.000 Kronen, die mittlere 500.000 Kronen als Monatspauschale, die oberste zweieinhalb Prozent vom Umsatz zu leisten haben. Einige ausgesprochene 2 uxu Sbetriebe werden aber bis zu 15 Prozent besteuert. Diese Abgabe, die von dem Gedanken auSgeht, daß Luxus besteuert werden solle, ist nun ein sehr dehnbarer Begriff geworden, da die Auffassung, was ein DeliLttessenhändler und was ein bloßer „GreiÄer" ist, durch Bestimmung begrenzt ist. In Wien ist nämlich jetzt jeder Lelbensunttelhädler, der vor dem Kriege schlicht uvd bieder als Greisler durchs Leben ging und dtrbei auch nicht schlecht fuhr, dem Zuge der groUprechevischen Zeit entsprechend ein Delikatessenhändler geworden. Und in weiterer Folge verwandelt sich natürlich die einfache Extrawurst oder Äe ordinäre ,flmrre 2Burft" oder die anspruchslose ,Mavalodi" in eine „Delikatesse", die -— wie sollte es auch anders sein — als solche entsprechend teuer bezahlt werden muß. Nun kommt noch Herr Breitner und besteuert den unerhörten Luxus, der durch den Genuß von zehn Deka Extrawurst gegeben ist, mit einer besonderen Abgabe.^ Der Händler wird die Abgabe selbswerständlich nicht aus seiner Tasche bezahlen und sich mit einem geringeren Verdienst zufrieden gelben, sondern die nächste Folge wird sein, daß die alltäglichsten Le.bensmittÄ im Preise hrnausschnellen werden. Es steht somit die Tatfach« fest, daß die Steuer- Praxis der Gemeinde diesmal einen kräftigen Impuls zu einer Teuerungswelle gegeben hat. Herr Breitner sichert sich das Seine. Daß es die große Masse des Publikums und nicht gerade die Wohlhabende zahlen muß, kümmert ihn anscheinend sehr wenig. Mutmaßliche kntlorvnng der RoteuWscherr »Er. Der lange gesuchte Fälscher Rapport. Die Angelegenheit des am 4. d. fnch von der Gendarmerie str Tullnerbach auÄgchaben-en Meisterfalschers englischer Pfund« roten, des angeblichen Dr. Joses Nassir aus Zahl«, der mit seiner technischen HÄfÄraff, dem Photographen Emarmel Her-?,og mehr als 7OVO Banknoten der Ban? von Engllarstd zu 8,16, A, 60 und 100 Pfund kunstvollender hevgestellt hat, hat eine sensationelle Wendung genommen. Heute ist im Wiener Sichrrhe-ttsbureau oine Depösche der Amsterdamer Polizeibehörde, der auch MtztteAlnng über die Verhaftung unter Anschluß von Lichtbildern zugegangeu ist, eingelangt, der zufcxige der angebliche Dr. Joses Nassir mit dem feit Jahr und Tag unter dem Namen Gabriel Rapport verfolgten Fälscher niederländischer Noten zu 200 und 300 Guilden identisch sein dürfte. Man erinnert sich, daß bei der Hausdurchsuchung in -er Billa in Preßbaum, Hauptstraße 13, mich drei vorMlich nach- -rahmt« holländische Banknoten gesund'u r r. " Wkener MorstzttzeltunF._ Der seit dom Jahre 1921 verfolgte BanÄloten-fmscher Gabriel Nappat ist angeblich am 15. Ätärz 168:3 gu DnmaSk'uS geboren. Die Anffttrdarner Polizeibehörde scheint ihrer Sache ganz sicher zu sein und mißt der Fälsche rgchchichte derartige Bedeutung bei, daß sie in der Depesche auch ankündigt, daß der Hoofdinspekwur von Politie K. H. Brookhoff, der auch anläßlich deS Polizeikongressts in Wien war, mit dem Rappart belastenden Material nach Men entsendet worden ist und demnächst hier eintrifft. Rne spur -er fiüchtigrn Bankiers Hajdu? Dem SicherheitSbureau sind gestern im Laiuife des Abends Mitteilungen zugekonmreu, die es flir nicht mlsyeschlossM erscheinen lasten, daß der seit den: 10. d. abends flüchtige Bankier Sandor Hajdu sich nach London oder über England nach Amerika gewendet hat. Bei der Polizei erschien gestern ein Zeuge, der folgendes angcib: Er ist am 10. d. um viertel 11 Uhr nachts mit dem Ostbahuzuge nach Dresden gereist. In seinem Coupe waren ein Herr und eine Dame, deren Aussehen e« sich gemerkt hot. Der Anzeiger erkannte nach der vorgelegten Photographie mit Bestimmtheit die Frau Hajdu8. Ausgefallen ist ihn: das Paar dadurch, daß sich der Herr, als in Bodenbach das Gepäck bei der Kontrolle gewogen werden sollte, über die unuütre Prozedur deshalb aiuifhicklt, weil er meinte, daß sein Gepäck ohnehin transit gehe und nach London bestimmt sei. Nun bat Hajdu auch ein englisches Visum in seinen: ungarischen: Paß, und es wäre ganz gut möglich, daß er statt des später abgchenden Zuges nach Bukarest den um viertel 11 Uhr nach Dresden abgehenden Zug benützt hat, sei es, um nach London zu fahren, tvo Hajdu einen Bekannten hat, sei es, irgendeinen englischen Hafen zu erreichen. Bon Southampton ist am 14. d. ein Schist nach Amerika abgegangen. Dieses hat er wohl kaum mehr erreicht; dagegen ist am 15. d. ein Schiff von Liverpool in See gestochen. Mit ihm zu flüchten war ihn: wohl möglich. Ob der Anzeiger tvirklich mit Herrn unib Frau Hajdu gefahren ist, ist bisher nicht zweifellos fcftgestellt, es ist aber ganz gut im Bereiche der Möglichkeit. Lrr gestrige Sturm. Starke Beschädigungen an Gebäuden. Sturm und Regen gehören nicht zu den Annehmlichkeiten. Mag auch so mancher von der bequemen KaffeehauSeck« auS durch die Scheiben die bunte Szenerie der Straße mit Wohlbehagen betrachten, denn ungestülpte Schirme, fliegende Hüte, kolspritzende Automobile wirken ganz angenehm — wenn man sich im Warmen weiß; aber flir die Beteiligten ist die Angelegenheit weniger amüsant. Auch ist der Wind ein loser Geselle und bringt besonders Damen sehr in Verlegenheit. Denn man zeigt ganz gern sein« hübschen Beine, aber bei einem solchen Wetter hat es wenig Sinn, und viele haben auch nichts Besonderes zu zeigen. Auch die Elektrisch« ist bei solchem Wetter eine Quelle steten MßvergnügenS. Nie kommt die Richtige, und wenn sie kommt, dann ist sie bestimmt bummvoll. lind doch sind die Miseren mitten auf der Straße harmloser und ungefährlicher, als wenn man Zimmer an der Wand lang" geht. Scherz bei Seite, wie lange wird di« drohende Gefahr über, unseren Häuptern noch andauern? Bedarf «r erst so tief bedauerlicher Unglücksfälle, wie jenen in der Prater» straßr, und der Mahnung des Sturmwindes, um die Gebrechen der Häuser zu beheben und die Bevölkerung vor schweren Schäden zu bewahren? Die Gebrechlichkeit der Wiener Hauser zeigt am besten der gestrige Polizei bericht, der nicht weniger als 21 Ausrückungen d«r Feuerwehr zu melden hat. Fast in allen Bezirken Mens haben sich an den Häusern erhebliche Schäden ereignet, deren Gefahr nur mit Mühe beseitigt werden konnte, und ist es in vielen Fällen nur ein glücklicher Zufall, daß Menschen nicht zu Schaden gekommen sind. Dorwie^nd waren es herabgerissene Dachgesimfe, die auf die Passanten herabzustürzen drohten. Im Laufe des gestrigen Vormittags wurden zu ei Personen durch abstürzendes Mauerwerk so verletzt, daß sie von der Rettungsgesellschaft weggeführt werden mußten. Wenn auch ein derartiges Sturmwetter, wie es gestern war, nicht zu den Alltäglichkeiten gehört, so mutz doch im Intereste der öffentlichen Sicherheit verlangt werden, daß daS Bau amt mit größter Energy auf die Ausbesserung oer schadhaften Häuser dringe. Amtlicher Wetterbericht. Seit Sonntag nachts wehen im Alpenvorlands stürmische Winde. Gestern um halb 2 Uhr früh erreichte in Wien ein Windstoß eine Momentangeschwindigkeit von ungefähr 112 Stundenkilometern. Auch tagsüber hielten die stürmischen Mnde im Alpenvorland? an. Im größten Teil Oesterreichs fiel morgens Regen. Im Laufe des Tages hatte auch Wien böigen Regen. Die Temperatur ist in Tallagen eiyige Grade über Null. (Wien mittags 6 Grad, Graz 10 Grad.) Voraussage: Meist trüb, zeitweise Regenböen, Temperatur etwas über Null, etwas abflauende, doch in den Donauniederungen noch starke westliche Winde. * Keren Kajemrth L'Jsrael (Jüdischer Nationalfonds). Das Hauptbureou des Jüdischen Nationalfonds wurde mit 5. November von der Jewish Colonial Trust verständigt, daß es ihm bereits gesetzlich ertaubt sei, den Staatsbürgerin der Länder die Dividenden der Aktien der I. C. T. auszubezahlen, die sich mit England im Kriegszustand befanden. Zionisten, die bereit sind, die entfallenden Dividenden den: Nationalfonds als Spende zuzufüyren, werden gebeten, die betreffenden Kupons unserem Bureau, 2. Bez., Zirkusaasse 33, zwecks Inkasso zu übergeben. — Herr med. Verständig bat die Agenden deS Jüdischen Nationalfonds im Nahmen oer Bezirkssektion 6-7 ausschließlich für den 8. Bezirk übernommen und wird jeden Mittwoch von viertel 9 Uhr abends bis halb 10 llbr abends am Beunoplatz 1 amtieren. fe, Dezember MW ' " 'TfinSS' -....—___ -i * Eröffnung des Zionistischen Heimes in Berlin, tok 8. b. wurde das von der Gruppe de-- Zionisten auS brat Osten der Berliner Zionistischen Veroirligung gegründete Heins ii: der Landsbergerstraße 89 eröffnei. Der gwße Saal bei Hcirues konnte kaum die Vertreter der verschiede^n zionistft schm .Körperschaften und die MWieder fassen. Düe ErSffmmg tourde mit einer Chanukkah-Feier verbunden, außerdem wvv' den zahlreiche Begrüßungsansprachen gehalten. Allgemein war die Anerkennung flir die Gruppe der Zionisten aus dem Osten, die unter schwierigen Verhältnisten in der kurzen Zeit iyrel Bestehens mit Beihilfe der Gruppe Ost dieses Werk geschaffen hat. Für die kulturellen Be'dürfniste, speziell der Ostsuden. die meistens in der Nähe des Heimes ihren Wohnsitz haben, wivd auch durch die allabendlich stattfindenden Borträge reichlich gesorgt. * Für die Sicherstellrmg des Journalistenstmwcs. In: Budgetausschuß des t s cli e ch o - s l o w a k i s ch e n Senates wurde von der tschechischen Volkspartei folgerte Resolution beantragt: „Die Regieruung wird aufgefordert, zwecks materielle:- Sicherstellung des Journalistenstandetz einen Gesetzentwurf über die Alters- und Lebensversicherung der Journalisten und einen Gesetzentwurf über die Errichtung einer Journalistenkammer vorzubereiten, die auch eine Dieuftvragmalik auszuarbeiten hätte. * Ungarische Aerzte gegen den Numerus clausus. Unser Kascha:, er Korretsportdent telephoniert: Die Aerzte un-g arischer Mtionalität in der Sllow-akei hNten am 13. d. in Kascha.:: eine Aubschußsitzung ab. in Welcher sie gegen den Gedanken des Numerus clausuL enevgisch Verwahrung einlegten. * Verlustanzeige. Ein Beamter der Speld:tionsfirn:a Caro u. Iellinei hat Samstag auf der Fahrt von: Praterstern mit der Tramway'litrie 2 oder von der Bellavia, wo er umfließ, mit der Linie 40 seine Brieftasche verloren, die seinen Gehalt und den einer Kolloam, der er orsatztpflichti-g ist, insaesa-mt з, 150.000 öftere. K. .und 66 tz'chech. K., entbiett. Der Finder wird ersucht, die Brieftasche Mut JnhÄt bei der Firma Caro и. Jellinek gegen gute Belohnung MuxMn. * Der Felertags«verkehr «ms den österreichischen Birndes« bahnen. AaMßlich des >;u den Wcihn acht Sfeier' aren m erwartenden starken Reiseverkehrs werden auf den Linien der österreichischen Bundesbahnen nach Bedarf zweite Teile von regelmäßig verkehrenden Zügen gefühtt werden. Zur Herstellung einer zweiten günstigen Nachmittagsverbindung von Wien nach Mariazell mit Abfahrt von Wien-Westbahnhof um 15 Uhr 40 Min. wird von SamStag den 22. d. cm während der Dauer der Winterspottsaison der sonst nur bis Laubenbachmühle verkehrende Personenzug 217 <m jedem SamStag oder den Doppelfeiertagen vormyehendem Wochentag bi» Mariazell verkehren. In Entsvrechung vieler auS Winterspott- und Toüiisrenkretsen geäußetten Wünsche wird dieser Zug nunmehr während der Tauer der Winterspottsaison an iedem SamStag oder bei Dovvelfeiertagen am vorhergehenden Wochentag bis Mariazell geführt werben. DaS österreichische Verkehrsbureau veranstaltet zur Förderung des Winterspotts in den Winterspottplätzen Hosgastein und Kitzvübel nachts vom 22. zum 23. d. einen über Selztal verkehrenden Sonderschnellzug nach Kitzbühel mit ermäßigten Fahrpreisen. Auskünfte und FahrkattenauSgrbe für diesen Sonderzug tm österreichischen VerkehrSbnrea«. Bei den Schnellzügen 201 und 202 werde« in der Zeit vom 20. Dezember bis 7. Jänner 1824 durchlaufende Wagen Wien- Westbahnhof—Villach über Salzburz-Tauernbahn und bei den Personenzügen 18 und 118 in der Zeit vom 20. Dezember bis 1. Jänner 1324 durchlaufende Wagen Wten-Westbahnhof—Dad Auffee Über Attnang, Pnchhetm-Bad Ischl geführt werden. * Ei« zeitgemäßes Weihnacht- und Neujahrsgeschenk Wden die neuen Ovsterreichflchen Ba:Äche. Dieise Löse, welche sich nach wie vor der lobhafteftn: Nachftage evfvoue«, evfcheinen zu Weihnachts- und NeujahrSochcherchem ganz besonders geeignet und bieten sowohl hinsichtlich der Tvefferchcmee alls auch der Hohe der Treffer besondere Vorteil«. Erwähnt sei nur. daß jedes LoS mit einen: den Anfchafflm^spreiß Übersbeigenden Treffer gezogen werden muß und daß jährlich ein Haupttreffer von 700.000.000 K. verlost wird, welcher -gleich den übrigen sehr bedeutenden Nebentreffern ohne jeden Mzug zur Auszahlung gelangt und sogar von der Einkommensteuer bofreit ist. Die Lose, deren Preis pro Stück 76.000 K. beträgt, sind beim Post-- sparkaffenamte sowie bei allen Banken, Wechisefftuben, Bankiers und dergleichen erhäMich. * Die Flucht eines Kaufmannes. In FünWms erregt die Fiiucht des 53iahrigen Ka:vfma-n>neS Salomon Levkoviez aus Lodz zismliches Anffelhen. LevlloVivz hat von mehreren W4ewsr TexMirmon Waren <mf Kredit bezogen. Anfänglich hat er bei ftehwwn Liefemmgen Pünktlich ba>eltztt. Später bim « Waren 'm größ-ev-r Menge, di« er fchMig blieb. Am 30. v. M. war Levtovirq aus Wien verschwunden. MS dann die Gläubiger drängten» vertrÄstsve sie fern« Tochter Lilly damit, daß der Ba.!er erkrankt sei unld sich ans d?n Semmering bsgebe« halbe, mm dort Genesung finden. Er werde, sagt« sie, bakd Mmckkommrn. Am 5. d. ist chm nun die Tochter Lilly auch auf den Sommeving gefobgt. Ehe sie abreiste» or° Aätte sie, di« Erkrankung ihres Vaters habe sich als schwer erwiesen. so daß sie sei'At gn ihm sichren müsse; allein, sie werde m den nächsten Tagen Wrückkommeu. Aber auch sie kam nicht mehr zurück. Dann evst stellte sich heraus, daß die gan^e Fa- E'ie Lsokoviez — Mann. Fron, Sohn und Tochter — die Fkucht evqvessin halrrm So wetzt bisher festgesteM werden konnte, liegen unbezahlte FordeMnoen in der Höhe von mehr «lS 800 Millionen vor. Die bozogemn Waren hoi Äevkovicz. wie evmtzE wurde, bei einem Gal-anteri-ewawnhaMer in Füirfhaus tzm kleinen, dann ober auch -an •cm'bere Wiener Firmen im -großen devkaüft. (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik,-Vereine" find entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorsgasse 42. Heute moderne Perfektion. Beginn halb 7 Uhr abends. * Grand-Hotel Bristol. Baden bei Wien. A. D. Lantos. der ehemalige Besitzer obigen EtMtzssem-snis, fft Mr Stätte f-eimS früheren Wirkens wieder zurnickgekchrt und wird den gwt-en QM ibief«ä HoÄH gewiß vevstävken. Das vornchinc Hans verfügt über 76 hochelegant« Zimmer, durchwegs von Portois «. Fix eingerichtet. .Kalt- und Warimwaffer, ZenirMei-zung, Badogei'egenihoi'I'on fvwie jeder denkbare Komfort sorgen für di-e Erfüllung aller Wünisck)« der P. T. Gäste. KaffeckMs, Restaurant, Bar, Bank. Postnnd Te-legrap-henomt, Fvils«vr. alles durchwegs M Hanse, tragen wohl d?n weit-est-gchenden Wünschen nach Deguemlichkeit Mchnnng. Di« Küche LantoS', welche sich tzm Schwestevunterilttchrwen, Restaurant Lantos, Wie:^ 4. Bez., Pani-ül-gasse 17, mit Recht interlMionolen Ruf-eS erfreut, wird wohl auch im Baden «ine HauptzugAkvaft deS UnMnehmeus bitldem Nicht vergessen. wollen wir auf das ^täglich stot-tfindonde Familierckonzevt und den sich schon früher unter der Leitung Lantos' großer Beliebtheit erfreuenden Fünfuhrt-e« mit hinguiwvismr. Grand-Hot eil Bristol wird nach volMndiger R^uV-n-oviemMg SamStiag. d«u 22. d. wieder »r-