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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-18 · Heft 1739 (18.12.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1739 (18.12.1923)
Date
1923-12-18
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Pit. 1739 _Wien, Dienltag __BHcttet tttJotftettjcttuitg. __ " 18. ÜBtyntlet 1983 @elS 8 Vereine, VortrSge und Bersammlnnse«. Abvokatenruude. Ueber dar Bu„deSqesetz qeqen den unlauteren Wettbewerb spricht Herr Dr. Josef Nebenzahl moraen den 19. d., 7 Uhr abends, in der RechtSanwaltSkammer, 1. Bez., Rotenturmsttaße 16. — D t e Z. M. B. I e d i d 8 a Veranstaltet für den Jüdischen Nationalfonds am SamStag Len 29. d.. Vs10 Uhr, im Vindobona-Pno, 20. Bez., Wastensteinvlatz 6/8, die Aufführunq des Films r „Das'neue jüdische Palästina.* — Zionistische Sektion Breitensee. Morgen im Cafä Simicz, 16. Bez., Hütteldorferstrafte 66 (separierter Eingang). Vortrag des Herrn Aaron Schwertfinger. Beginn 8 Ubr abends. ' — Z i o n i st i s ck> e Kulturgruppe, 20. Bez., Karl Meifflstraffe 5. Heute, V,8 Uhr abends, AuSschnßsttzung. Donnerstag, 5 Uhr abends, jüdischer GrschichtSkurS. Urania. Heute: Großer Saal: 5 Uhr: Die Besteigung des Mount Everest. '/,8 Uhr: Singspiele: Tie Hanni weint, der Hansi lacht. Odern probe. — Kleiner Saal: '/,6 Ubr: Dr. Kurt Nichard D o n i n : Jugenderholungsheime in Niederösterreich. Eine Wanderfahrt durch Deut'chlands Städte. '.'.8 Uhr: Reg. Rat Heinrich B e r n a t s ch e t: Da8 autogene schweißen und Schneiden. — Kurs saal: 7 Uhr: Die asiatischen Kunstkreise. Univ.-Prof. Dr. Heinrich G l ü ck: Westasien, V. 8 Uhr: Hofrat Dr. Anton H a n d l i r s ch : Bau der Insekten, V. — K l u b s a a l: 1,6 Uhr: SDt. Joses Zutbr Einführung in das Gitarrenspiel, IV. */*8 Uhr: Dr. Josef Z u t h : Lied und Gitarre, IV. — Urania-Bibliothek Von 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends geöffnet. Bühne und Kunst. Bolksover. In Anwesenheit des Bnndespräskdenten und den Sitzen der Behörden wurde der 26jährige Bestärk des Hauses und zugleich das 20jährige Jubiläum der Volksoper festlich begangen. Mit Webers „Freischütz" war sie einst eingeweiht worden und wohl in Erinnerung daran wurde auch die Festvorstellung mit der von Direktor Felix Weingartner voll Schwung geleiteten „Freischütz"-Ouvertüre eröffnet. Es folgte Mozarts einaktige Oper „Der Srhauspieldirektor", unter Mitwirkung der Damen Friedl Böhm und Gero sowie des Herren Ban dl« r. Das Stück, daS in Wien im Jahre 1786 spielt und von den Nöten und Sorgen des Throterdirektors erzählt, könnte ebensowohl in Wen -ü'Mvo 19(33 slpie'lon und die Leiden des Schaulipiieldivektors Frank, der sein stets erregtes, überempfindliches Bühnenvolk immer wieder beschwichtigen muh, sind wohl auch dm Direktoren der Vollsoper nicht erspart geblieben. Den Schluß deS Abends machte der dritte Akt der „Meistersinger", eine stets wirkungsvolle Festmusik, in der Frau Ursuleae und die Herren Ritters heim, Baumann und Bandlex ihr Bestes gaben. Neben Direktor Weingartner wurden sie durch stürmischen Beifall ausgezeichnet. Außer Otto Treßler, welcher einen von Wolfgang Madjera verfaßten, in der üblichen Form gehaltenen Festprolog sprach, trat auch Bürgermeister Seitz als Festredner auf, feierte in überschwenglicher Weise das künstlerische Niveau der Volksoper und sicherte ihr jede Unterstützung der Gemeinde Wien zu. Hoffen wir, daß die goldenen Worte deS Bürgermeisters von der musikalischen Hochblüte der Bolksoper unst von der großzügigen Opserbereitschaft der Stadt Wien auch in die Tat umgesetzt werden zum Wohls der kunstliebenden Bevölkerung! flb. Las Londoner SMftlel der ötaatroper gesichert. Die letzten zwischen dem BundeStheaterkommissär Sek« iionschef Dr. Renkin und der Operndirektion geführten Verhandlungen haben das Ergebnis gezeitigt, daß das Londoner G a st s p i e l der Wiener Staatsoper im Rahmen der von oen englischen Interessenten formulierten finanziellen Bedingungen wird durchgeführt werden können. Demgemäß wurde der österreichische Gesandte in London Franckenstein eingeladen, die Miete des Covent Garden-Theaters in London, wo bekanntlich die Oper gastieren soll, für die Dauer von zehn Wochen zu veranlassen. Zwei Wiener Primadonrien-Affäreir. In zwei Wiener Theatern spielen sich wieder einmal Primadonnen-Asfören ab. In >dor Renaissance-iDMme, wo aMnlwävtig KalltereckcrS „Die Schwestern" allabendlich aufsteführt wird, wurde Samstag die Darstellerin der Hauptrolle, Frau Jda Roland, hinter der Szene handgreiflich. Es wurde nämlich nicht jene Begleitmusik gespielt, welche sie ausbedungen hatte. Die temperamentvolle Künstlerin. eilte zum Klavier, ergriff die Noten und warf sie dem Klavierspieler an den Kopf. Die gerichtliche Auseinandersetzung wird auf dem Fuße folgen. Während sich Fram Rolland innwischen beruitziat haben scheint, halt Frau Massarh plötzlich ihr Gastspiel am Theater an der Wien in den „Perlen der Kleopatra" abgebrochen, ohne daß die Ursache bekannt geworden wäre. Jedenfalls hängt der Abbruch des Gastspiels nicht mit dem Gesundheitszustand der Künstlerin zusammen, der nichts zu wünschen übrig läßt. Die AmerÜkareise der Wilnaer Truppe. Die Wilnaer Truppe, welche mehrere,Wochen mit großem Erfolge in London gastierte, hat. wie un8 von dort gemeldet wird, am 16. Dezember ihr Gastspiel mit Schönherrs „Weibsteufel" und Schalem Alejchems „Menschen" beendet und tritt jetzt ihre Gastspielreise nach Amerika an. Ein Weihnachts- und Neujahrsgeschenk von bleibendem Werte 3ind die Neuenösterreichischen Bau-Lose HAUPTTREFFER K 700,000.000 JEDES LOS GEWINNT PEEIS EINES LOSES K 75.000 Sämtliche Gewinste vollkommen abzugs- und EINKOMMENSTEUERFREI Hagenbund. In der graphischen Ausstellung wurden außer von Privaten auch von der „Albcrtin a" ■ Werke von Maximilian Reinih, August Roth und Fritz Schwarz- Waldegg erworben. Eine Blinde erlangt das Doktorat der Kunstgeschichte. AuS London wird uns geschrieben: Die Blatter befassen sich in der letzten Zeit mit Fräulein Siddy Jsaacs, einer Jüdin. die im Alter von acht Jahren völlig erblindet ist, jedoch nach dem Blindensystem ihre Schulstudien fortgesebt, die Mittelschule beendet und im Jahre 1920 die Universität bezogen hat. Vor einigen Tagen hat sie ihr letztes Examen, wie alle ihre Schulprüfungen, mit Auszeichnung abgelegt und das Doktordiplom erhalten. Ihr Spezialfach ist Ku nstg e s ch i ch t e. Für die ausgezeichneten Erfolge ihrer Studien hat sie eine staatlich« Prämie von 100 Pfund erhalten. Fräulein Jsaars hat die Universitätskarriere hauptsächlich der Unterstützung ihres Vaters zu verdanken, welcher ihr bei allen ihren Studien behilflich war. An» de» Theater». Burgtheater. Morgen um 7 Uhr .König Richard der Zweite". V 0 l k S 0 p e r. Heute „D i e A f r i k 0 it e 11 n\ Im D e u t s ch e n V 0 l k S t b e a t e r geht Donnerstag den 20. d. Shaws Komödie „Man kann nie wissen" in Szene. Fräulein Hochwald spielt zum ersten Male die Dolly. Für Gerhart HauvtmannS dramatische Bbantasie „Der weiße Heiland", deren Erstaufführung Freitag den 21. d. mit Alexander Moiffi als Montezuma stattfindet, wird eine eigene Musik, zum Teil nach indianischen Originalweisen, von Kapellmeister Hieß komponiert. Im Ratmund-Theater beginnt bte heute stattfindende deutsche Uraufführung des Lustspiels „Die Dampfmaschine* von F. 3k. Svoboda, mit Max Pallenberg, pünktlich um '/,8 Ubr. Dar Lustspieltheater bleibt morgen Mittwoch und Donnerstag wegen Vorbereitungen g eschlossen. Freitag den 21. d. ist Premierenabend. Zur deutschen Uraufführung gelangt der französische Schwank „Der Nachtportier vom Maxim" („Le chaffenr de chez Maxims"! von FveS Mirande und Ouinlon. Wiener Komädienbaus. Frau Hella Kürth vom Nollendorf-Theater in Berlin beginnt, morgen Mittwoch ihr Gastspiel in der Operette „DerHampelmann". Gerichtssavl. Giern!» als Eeschsiftemon». Die Wiener Oesfentlichkeit wurde eines schönen TageS durch »in neues Preffecrzeugnis, das sich „DerWi« ner Ring" nannte, beglückt. Dieses ebenso unnötig« wie schlechte journalistische Machwerk war der Pressevovslpann für die Kandidatur des g-owesenen österreichischen Außen- Ministers Ottokar Czernin. Als Herr Czernin. der die österreichische Außenpolitik seinerzeit genau so übel vertrat wie seine eigenen Wahlinierefftn, nach einer parlamentarischen Skandalaiffäre vom politischen Schauplatz derschiwinden mußte, versank auch „Der Wiener Ring" wieder in das Nichts, aus dem er gekommen war. Gestern war wieder von diesem Presseerzeugnis und Herrn Czernin die Rede. Diesmal im Gerichtssaal. Das Handelsbericht hatte gestern über einen Rechtsstreit wegen eines Darlehens von 150 M i l l i 0 n e n K r 0 n e n zu entscheiden. Am 2. Mai 1923 hatte der Kaufmann Arpad Keitner über indirektes Ersuchen des Herrn Czermn dem Inhaber des Zeitungsverlages „Liberias", Han- Payer, ein Darlehen von 160 Millionen Kronen gegeben. Das mit 10 Prozent pro Jahr verzinsliche Darlehen sollte nach Inhalt des Schuldscheines am 1. Oktober 1923 zurückgezahlt werden. Als der Zahltag herankam, erklärte Herr Payer zunächst, daß der Rückzahlungstermin irrtümlich um Pankxaz Kascoh gestorben. Der bekannte ungarische Komponist Kascoh, der seit einem Jahre unheilbar erkrankt war, ist Vonntag in Budapest im St. Johannes-Spital gestorben. Er wurde durch die Vertonung des Petöfischen EpoS ,,Jano§ vitez" berühmt und hat sich später insbesondere durch seme Kammermusik Anerkennung erworben. Kascoh hat sich auch durch die Schulung ungarischer Gesangvereine sehr verdient gemacht.! Hedi Geroldt spielt im Konzert deS Wiener Frauen- Symphonieorchesters das Klavierkonzert von Mozart in C- Moll heute Dienstag im dienen Saal der Hofburg. Dirigent: Julius Lehnert. Der Hebbel-Preis für das Jahr 1923 wurde Hugo > Wolfgang Philipp für sein Lustsprel „Das glühende Eini malerns" und feilt SchauspteL ,-Die Welt im BlickpuM" deri liehen. zionistische BezikksseMon LeopüldktM ■=--- ---^== Sektor I ------■ ——1 - In der LtschgeseHs.ffaft Dar sch aß» N., Große Schiffgaffe 8 heute präzise 8 Uhr abends Bortrag Dr. Loses Löweuherz: „Ser Mederansba» PalMna«, seine Fortschritte u. Hemmungen" ^Lpe wLtlkommev- Eintritt frei! einen Monat früher angesetzt worden sei und daß er det, Betrag am 1. November zurückzahlen werde. Auf Grund des Schuldscheines erwirkte Herr Keltnet einen Zahlungsbefehl auf 150 Millionen Kronen, gegen den jedoch der Schuldner sonderbare Einwendungen erhrh. Er sagte nämlich, d:.ß Herr Keitner nur der Strohmann des C z e r n i n sei, der eigentlich den Betrag dem Herrn Payer weniger als Darlehen, als vielmehr zur Bezahlung der durch di« Herausgabe deS „Wiener Ring" aufgelaufenen Schulden übergeben sollte. Ezernin habe auch erklärt, daß die ' Bezahlung des Betrages erst im Mai 1924 erfolgen könne, beziehungsweise daß er für eine anderweitige Deckung dieser Schuld Sorge tragen werde. Bei der gestrig m Verhandlung wurde zunächst der Geneml'major Ottokar Landwehr als Zeuge, wie das Darlehen zustande gekommen sei, einvernommen. Der Zeuge erklärt, daß Czernln ihn im Frühjahr dieses Jahres gebeten habe, bei Herrn Keitner vorzujprechen, damit dieser dsm Payer 150 Millionen Kronen leihe. Der Zeuge gal weiter an, daß se'mes Wissens zwischen Keitner und Ezerni« keinerlei geschäftliche Verbindung bestan« den habe. Der Vertreter des „Liberia-"-Berlages und des Herrn Payer führte aus, daß durch das Erscheinen des Czernin-Blättchens der Verlag in große Schwierigkeiten geraten sei. Als Payer sich an Czernin wandt«, habe dieser ihn an Keitner gewiesen, dadei habe Czernin gesagt: „Machen Sie es in der Form eines Darlehens, in einer anderen Form will ich es nicht haben." Im Vertrauen auf den Herrn Czernin habe Payer drn Schuldschein unterschrieben. Keitner habe das Geld offenbar nur darum gegeben, weil er dem Czernin zu Dank verpflichtet war. Herr Keitner gebe nämlich ein großes Werk unter dem Titel: „Menschen u n d M e n s ch e nwerke der ganzen Welt" heraus. Dieses hedeutendi Merk wurde von dem ebenfo bedeutenden Herrn Czernin tatkväftigst unterstützt, indem er dem Verfasser in erster Lim« sein ^Czernins) Bild, seine Biographie und einen Artikel zur Verfügung stellte. Uebevdies hat Herr Cz-ernin auch den B>undeskanz-er Dr. Seipel veranlaßt, in gleicher Weise Propaganda zu machen, woraus man sieht, wie ernst es Herrn Czevnin mit der Unterstützung des literarischen Stve^bens des Herrn Keitner war. Wenn Herr Keitner jetzt «sein Geld zurückverlange, so seien in erster Dinie die bösen Wähler daran schuld, die Herrn Czernin und seine Arbeitspartei so jämmerlich durchsallen ließen. Der Vertreter des „Libertas"-Ber!ages bestehe auf der Einvernahme CzerninS und Dr. Seipels. Der Gerichtshof beschloß, alle weiteren Beweisanträge als unerheblich abzulehnen und das Urteil im schr'rftlirber Wege bekarmt zu geben. Rach dem SenfatiimsnroM. Milica BukobrankovieS befindet sich nicht in der Haft des Landekgev'.chtes 1, sondern in der des Landc« gerichtes 2, das zur Durchführung des Strafprozesses tmx^ Petent war und von wo sie täglich mittels Autonwbils m den Schwurgerichtssaal in der Alserstraße gebrach! wurste. Nach Schluß der Verhandlung wurde sie auf die gleiche Art in ihre Zelle zurückge-führt. Sie war durchaus nicht niedergeschlagen, ersch'en heiter und aufgeräumt, und mau hatte den Eindruck, daß sre von der Strafe sehr befriedigt ist. Die nervösen Zustande und das Schwächegestihl, über das sie in -der Verhandlung klagte, schien geschwunden zu sein. t Sie verbleibt vorläufig bis zur Erledigung der oinge-- bvachten Berufung im Landesgericht 2, und es wird erst dann darüber entschivden werden, wo sie ihre Straft absitzen wird. ' Der Prozeß hat an das Au fsi chts pe rs0 na! des Landesgerichtes 1 ungeheure Anforderungen gestellt. . Es waren wohl die amstrengendsten Tage, die die in Dienst stehenden Organe des Hauses jemals mitgemacht haben. Das Publikum benahm sich bei seinem Einlaßbeigehren so aufgeregt u>nd stürmisch — wobei es keinen Unterschied machte, welcher sozialen Schichte di« Neugierigen ange-hörten —, daß es aller Besonnenheit der Wachebeamten bedurfte, diesen Sturm mit Ruhe auszuhalten. HaienkrenrieMerze. An: 7. Oktober 1923 gab es in der Brigittenau einen großen Auslauf. Ter Anlaß hierzu war eine Judenpuppe, die von einer Gruppe von Hakenkveuzlern an einen Baum gehängt worden war, und zwar gerade in unmittelbarer Nähe eines Lokals in dem die Sozialdemokraten eine Versammlung abhielten. Vor der Puppe versammelte sich bald eine große Menge von Neugierigen, darunter auch Frontkämpfer und Nationalsozial i st e n. Es entstand ein Wortwechsel, und das Einschreiten der Mache war nötig. Ein Nachspiel fanden dies« Vorgänge gestern vor dom Einzelrichter Oberlandesgerichtsrat Doktor Brodfeld. Ter sozialdemokratische Bezirksrat Leon S e l z e r und der Schleifer Leopold Har uk st einer hatten sich tvegen gefährlicher Drohung und öffentlicher Gewalttätigkeit, Selzer außerdem auch wegen Uebertvebung I gegen die körperliche Sicherheit zu verantworten. Die beiden sollen gerufen haben: „Haut sie nieder, sie tragen Wafftn! Fünf haben die Hunde schon umgebracht! Laß ma ihnen alle Darm aus." Selzer »st auch noch angeklagt, well er einen Frontkämpfer durch Beinstellen zu Fall gebracht haben soll. Die beiden Angeklagten erklären sich nicht schuldig und leugnen, die Rufe ausgestoßen zu haben. Der Zeuge, Oberwachmann Otto Steinecker, erklärte jedoch unter Diensteid mit aller Bestimmtheit, daß die Ruft von

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