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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-17 · Heft 1738 (17.12.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1738 (17.12.1923)
Date
1923-12-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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I teatt * Wiener Morgenzeitnng. 17. Dez-einiber 1988 Mt* 1788 Bin FachmSnnerkabinett in Polen. Warschau, 16. Dezember. Das Kabinett ist bis zur GtMidk noch Nicht gebildet. Der designierte Ministerpräsident THugut erklärte, wie die Blätter melden, er beabsichtige ein ausschließlich aus Fachmännern zusammengesetztes Kabinett zu bilden. Es werde weder ein Kabinett der Linien, noch ein solches der Radikalen, sondern ein Kabinett sein, daS unerschrocken genug sein werde, um sich unter Mitwirkung von allen Persönlichkeiten guten Willens auch an die Lösung der gegenwärtigen Situation zu wagen. Dieses Kabinett werde eine Reihe von Aufgaben zur Lösung übernehmen, _ und zwar auf dem Gebiete des Finanz- und des Heerwesens sowie der Verwaltung, und wolle'nur hinsichtlich der Finanzen radikal sein. Die gegemevolntionöre Bewegung in Konstantinopel. Konstantinopek, 17. Dezember. (Hadas.1 Ts wurden oi-nige neue Verhaftungen vorgenommen. Unter anderen wurde der Redakteur des „Tanin", ein Adjutant des Kalifen und der Präsident der AdvokateMmrmer in Hast genommen. bin Bericht Dr. zimmermans an den Völkerbund. Paris, 16. Dezember. Auf der Tagesordnung der morgigen Sitzung des Völkerbundrates befindet sich auch ein Bericht des Generalkommissärs Dr. Zimmer man.. Andanern des Grazer Metallarbeiterstreits. Wie aus Graz gemeldet wird, dauert der Streik der Metallarbeiter unvermindert an. Tie Situation hat sich insofern« verschärft, als die Unternehmer erklären, mit den Streikenden nicht zu verhandeln. Die Metall industriellen haben der Forderung ihrer Angestellten nach einem Mindestlohne die Gegenforderung nach einer Festsetzung des Ausmaßes der AtindesÜeistung entgegerrgestelli und so einen Fragenkomplex geschaffen, der praktisch unlösbar ist. Bisher ereigneten sich keine nennenswerten ZwischenfÄle. Die Arbeiterschaft ist entschlossen, bis zur restlosen Füllung ihrer Forderungen au^uharren. Tagesbericht. Skr Flucht der Bankiers Hajdn. Auch gestern ist über den Aufenthalt des seit dem lO. d. M. flüchtigen Bankiers Sondor Hajdn keine nähere Mitteilung an das Sicherheitsbureau gelangt, obwohl alle in Betracht kommenden Behörden in ganz Europa und auch in Aegypten und Amerika verständigt wurden. Vorgestern wurde von einem Anonymus dem Sicherheitsbureau telephoniert, daß ein Bekannter des Anonymus, der eben von Marseille gekommen sei, Hajdn am Donnerstag dort gesehen habe. Ob diese Angabe richttg ist, konnte bisher nicht festgestellt werden; allein auch Marseille ist telegraphisch von der Flucht in Kenntnis gesetzt. Angenommen wird, daß Hajdu wirklich mit der Ostbahn abgereist ist, sich aber nicht nach Bukarest, wohin er sein Gepäck aufgegeben hat, gewendet hat, sondern schon unterwegs, vielleicht in Budapest, ausgestiegen ist und, um die Nachforschungen zu erschweren, eine andere Fluchtrichtung emgeschlagen hat. Doppelsebstmord zweier Wiener in Bregenz. Aus Bregenz wird gemeldet: Die beiden unter de« Namen Sterne angemeldeten jungen Leute, die sich hier mit Z Y a n t a 1 i das Leben nahmen, heißen Alexius Fink, Chemiestudent aus Wien, zuständig nach Oedenburg, 27 Jahre alt, und Fräulein Gertrud S w e t t e r, 21 Jahre alt, ebenfalls aus Wien. Beide wohnten in Wien in der Speisingerstraße, kamen den 30. November nach Bregenz. Man fand sie in ihrem Hotelzimmer tot auf. Ans dem Tische fanden sich vier Abschiedsbriefe an die Eltern sowie noch ein halbes Fläschchen Gift. Unglückliche Liebe ist das Motiv der Tat. Dem letzten Wunsche des Paares entsprechend, erfolgte die Beisetzung in einem gemeinsamen Grabe auf dem hiesigen evangelischen Friedhofe. Die vielbegehrte Müca. Wie verlautet, sollen sich unter den zahlreichen Zuschriften, die während des Prozesses aus dem Publikum an Milica V ukobranko v i cs gerichtet wurden, nicht weniger als fünfzehn Heiratsanträge befinden. Hine neue KapeKenMre in Polen. Der Starosta von Belz. Aus Lemberg wird'uns berichtet: Tie noch allgemein in Evi-nnerung stehende Affäre der Enteignung eines in jüdischem Besitz befindlichen Hauses in B r odh, mit der Begründung, daß an dieser Stelle eine Kapelle gestanden sei und wieder errichtet w.w.'eu solle, hat anscheinend auch anderwärts die Begehrlichkeit nach der Aneignung Wischen» Besitzes zur Ehre Gottes emnifr. Aus Belz wird nun eint ähnlicher Fall bekannt. Dort 'hat der jüdische Bürger Feiwel Taube eine Bauftelbe in Eigentum, auf welcher ein jetzt zur Ruine gewordener ehemaliger Festungsturm steht. Wer die Ruine erbaut hat und wann dies der Fall lvar, ist nicht genau bekannt. In der Gegend kursieren darüber allerhand Legenden; einige davon erzählen übrigens, daß die Ruine von einem Gebäude stamme, das eiu Jude erbaut habe. Die Stadtgemoinde Bel; und der Starosta von S okal jedoch haben plötzlich entdeckt, daß die Turmrnine eiltet ehemaligen Kirche angehörte, der auch der ganze Platz gehört, deshalb sei dieser Besitz zu beschlagnahmen. Nachdem der Starosta von Solal dem Eigeiminrer, Herrn Taube, eilte Vorladung geschickt hatte, tvegeu ded Eigentumsrechtes des Platzes bei ihm zu erscheinen, die jedoch Taube unbeantivortet ließ, schickte er am letzten Samstag einen Polizeiinspektor zu Taube mit freut Auftrag, diesen am Montag zwangsweise in Sokal vorzuführen. Der Polizeiinspektor wollte Taube verhaften, ließ ihn aber dann gegen Kaution auf freiem Fuß. Vorläufig ist die Affäre nicht weiter gediehen, es ist aber Alt erwarten, daß es ebenso wie in Brody nicht alt gewaltsamm Versuchen fehlen wirs, jüdisches Eigentum zu Gottes höherer Ehre zu stehlen. Die Reform der Mrner Rohrpostbettieber. Iu den letzten Tagen wurden die Rohrpostämter wieder mit derr Zugehörigen Postämtern vereinigt, und zwar als Folge der Wiedervereinigung von Post und Telegraph. Die Rohrpost dient bekanMlich der Wiener Telephonzentrale zur schnellsten Befördernng der bei ihr einlangenden Telegramme an die Aemtev bet Wiener Außenbezirke und zur raschen Beförderung von Eilbriefen. Gegen den ursprünglichen Plan, die Rohrpost wegen des großen Desizites gänzlich auszulassen und durch einen Motorradbetrieb zu ersetzen, hatte die Technische Union einerseits wegen Gefährdung der Existenzen von Hunderten Rohrpostangestellten, andererseits aber auch deshalb Stellung genommen, weil angesichts der Kosten der Anschaffung und Instandhaltung dort Motorrädern von einer Ersparung nicht die Robe seilt könnte, abgesehen davon, daß auch an Schnelligkeit der Motorradbetrieb einen Vergleich mir dcnt Rohrpostbetrieb nicht aushalte. Tagegert wies die Technische Union darauf Hut, daß durch Elektrifizierung der bisherigen kostspielige,t Tampfaulagen bedeutende Ersparungen sehr wohl zu erzielen wären. Laut Mitteilung der Technischeir Union wurde auch dieser Plan ansgegriffen, die technischert Anlagen der Rohrpost hmtbeit verbessert. Die Betriebskosten haben sich jetzt schon erheblich verringert. Wiener Rnnftgewerbe. Ansstellttng im Salon Ackermann. Frau Ma Ackermann, längst als Kunstgewerblerin geschätzt, bat im Palais Trautmannsdorf (Herreugasse) einen Kuustgewerbesalou eröffnet und uns aus diesem Anlaß zu (Hast geladen. Der Besucher ist überrascht, in den vornehnien Sälen, die sich an die -kunstgewerblichen Werkstätten der Firma schließen, eine Ausstellung durchaus wertvoller, eigenartiger und mit erlesenem Geschnmck angeordncter kunstgewerblicher Objekte zu finden. Frau A ck e r m a n n selbst leitet uuS durch die vier Räume und entwickelt ihr löbliches „Programm": Nicht kitschige Imitationen von Antiken. 'ein Bluff durch künstliche Patina, keine Massenfabrikation naa, t. chnuen Mustek aller Stilarten, sondern statt dessen das Beste vom Wien, moderueti .Kunstgewerbe. Man muß ihr beim Anblick der herrlichen Wiener Tr, - spitzen, die sbvniso wie die wunderschönen Brokatdecken, Petit Points und Tekorationskissen unter Frau Ackermanns Leitung in den Ateliers ihres Hauses angefertigt wurden, unbedingt zustimmen, daß diese erlesenen Stücke allen Nachahntungen ausländischer kunstgewerblicher Erzeugnisse vorzuziehen sind trab daß insbesondere die Sps^enar-beiten init der echten Brüsseler Spitze konkurrieren können. Edelste Wiener Ledererzeugnisse, Wiener Bronzen und Wiener Edelglas, das mit den beste,: böhmischen Arbeiten dieser Art den Vergleich wagen darf, ist in den Vitrinen umvordvm glich angcorduct und die Wände der Säle sind mit Gemälden, Radierungen und 0fi$eu. von Peiudl, Richuowskft Marianne Fsi rst, Re nb a rt und anderen geschmückt. Anklaidg werden dic neuartigen, zweckmäßigen, tmntderschönen Lampenhüllen finlleu, die aus luftigen Sndengeweben hergestellt und bloß dttrch ein zartes Draht« gerrppe gestützt sind. — Man spendet dieser Veranstaltung daS beste Lob, wenn man feststem, daß sic Charakter hat. * Diebstahl in einer Konditorei. In der Konditorei Äcvstner in der Kärntnerstraße 6 wur.de gestern ber Gattin eines Teppichhäudlers, die im Hotel Elisabeth truchnt, eine Handtasche gestohlen, in der sich eiu Platinarmbaud mit Brillanten, ein goldenes Armband tust Saphieren, eine Platin-Armbanduhr mib verschiedene andere Schmuckgogeustäude im Gesamtüverre von 110 Millionen Kronen befanden. Der Verdacht der Täterschaft fällt ans zwei männliche (Haste der Konditorei * Ein Gewalttäter. Santstag nachmittags erregte eine StraßenGene aus der Landstraße großes Au'fseheu. Ein Straßenbahnzug wurde ausgchaltm, tveil ein Lastwagen entgegen, der Vorschrift aus dem (iWeiic der Straßenbahn auf der Hauptstraße bei St. .Marx fuhr. Der Schaffner forderte den Rayonsposteu Oberwachmann M r a z e k auf, den Kutscher, namens Josef Ludva, auzuzeigeu. Ludva stürzte auf den Schaffner zu und begarm ihit zu ohrfeigen. Erst als der Oberwachmann Mrazek einschritt, ließ der Kutscher von der Mißhandlung ab. Der Polizist erklärte Ludva sür arretiert. Als dieser ihm mit der . Peitsche ins Gesicht schlug, sah sich der Wachebeanüe getrötigi. den Säbel zu gieheii. Er führte einen Hieb und brachte dem Ludva eine leichte .Kopfverletzung bei. Der Kutscher konnte schließlich überwältigt und zum Kommissariat gebracht werden. * Verschleiß von Zigarren- und Zigaretten-Musterkollektionen. Die Talmkregic bringt ^anläßlich der Wethnachtrbiertagc Zigarren- UUd Zigaretteu-Milsterkollektionen in den Tabaktrafiken ,t,tb Tabakspezialitäteugeschäften zu nachstehenden Preisen zum Verknuse: Zigarren-Musterkollektion: Hol^kassette, enthaltend je 6 Sttick Regalia-favorita, OperaS espeeial, Regalitas. Portorlko espeeial, Havana-Viginier und feine Virginier ItO.lW K.: Zigaretten-Mttsterkollektton: Pappkassette, enthaltend sc 10 Stück Coronas, Sphinx, Khedive, MoeriS, Priuzesas. Dantes, Aegyptische 3. Sorte und La favorite 6ö.0o'v K. * Neue Mindestlöhne für kaufmännische Angestellte und Arbeiter. Dic a>m 18. Tetzember im Gremmm der Wiener Kaufmannschaft stattgehäbte Delegiertenversammlung hat Abänderungen der Kollektivverträge beschlossen, denen zufolge nunmehr nachstehende Mindestlohnsätze bei den Mitgliedern des Gremiums zu gelten haben. Für Angestellte: Während der ersten 'echS Monate der Praxis 691.454 K., nach der Freisprechung im uveiten Halbjahr btt Praxis 660.786 K., nach einjähriger Praxis 710.012 K., nach zweijähriger Praxis 797.689 K., nach dreijähriger Praxis 886.807 K.. nach vierjähriger Praxis 975.428 K., nach einer längeren als fünfjährigen Praxis 1,064.347 K. Angestellte (Anfänger), welche mindestens einen zweijährigen Tageskurs einer Handelslehranstalt mit Erfolg absolviert haben, erhalten die oben angeführten Bezüge nach einer dreimonatigen praktischen Betätigung. Während dieser Zeit erhalten sie ein Entgelt von 532.174 K. Für Arbeiter: Jugendliche unter 17 Jahren 121.200 K., männliche Arbeiter unter 22 Jahren 202.000 Kronen, männliche Arbeiter über 22 Jahre 282.800 K., männliche Arbeiter iiber 22 Jahre mit länger als siebenjähriger ununterbrochener Beschäftigung bei demselben Dienstgeber 303.000 Kronen, weibliche Arbeiter unter 22 Jahren 151.600 K., weibliche Arbeiter über 22 Jahre 202.000 K., Zehrgeld 757b K. Ferner gebührt den Handelshilfsarbeitern am 15. d. der vertragsmäßige AnschaffnngSbeitrag in der.Höhedes zweifachen, erstmaligSamst a g d e n 1 5. d. z n r A n S z a b l u n g kommenden W o ch e n b e z n g e s. * Die Beteiligamg Oesterreichs an der ersten Londoner Weltlraftkonferenz. Jan Robinen ber Bri! i j ch c u R e i ch san Sstell>nng, ldie im nächsten Jahre in Wembley (London) stailfindet, verawstäi-let «die Britische Vereinigung »vr El e ktrizi täts- und verwan'dten Indnstrien nute,- MAwivk-nng indiilstrieller ^Körperschaften sttivie technisck/er uwwissensthastl-ichm .Anstall-on in der Zeüt vv-n, 30. Juni bis 12. Juli 19 24 eine Weltkraftkoufe'reuz. Zweck der Tagung ist, einen Mbevblick über die industrielle 2c-tttzbarniachuirg aller Arten von Kvastquellen — bei besonder er Betonung der W a s f e r k r a f t v e r -w er! ii n g — über die lVrvwrn'Äirng der Elektniiwät anf den verschiedensten Apbeitsgeibieten nn<d über den Stand der einschlägigen wissenschaftlichen Forschuu-g zu gewinnen. Ferner ist die Grün« dlmig eines Ms ZentrMteüe allen Ländern üUMngiRchein p s r» m a,deuten Weltbureaus gepünnt, das alle emschlä-gi- <ffn> DaWn M sammeln und ans Gvmch der in dm verlschiadenen Ländern Mnackten Erfaihmngen di« Bmiberaitn-ng zur rationellen ÄuSwütznu-g der kNeiltkraftqnellsn gu Msfen Wie. Ihre Bete'iliAunp an der Tagtiug halben!br8 mm MMsagt: Australien, Belgien, Kanada, Dänemark, Frankreich, Griechen,'.and, Großbritannien, Holland, das Indische Reich, Italien. Nortvegen. Ocsterrcich. Rumänien, Schweden, die Schweiz, die Dschecho-M-owakei nnd die Vewsiui>gteu Staaten von Nordamerika. Mch a.nf eine Tevlnähme Deutschlands ist zu rechnen, falls sich seine politische Lage bis zum Zeitpunkte der AbhMtmg der .Koufe-rem'z genügend -geMrt hat. Zur Durcbführ.nn^ einer möglichst wäribgehenden Beteiligung Oesterreichs an diestr Weiktkraflkanferenz wurde a.us dom Schoße der erlvähnten Interessenleulvcvsanrmlümg ein Vorbereitendes K vm it e t f it.r di e B c t c iTi,gu u g Oeste r re i ch s an de r W e l t k r a s 1 k o n s >e t c n $ i n L o n d o n 19 24 kau st itniert, heit dem (im Wntsgebäude des'BundeAminifteriuins für Handelt und Verkehr, Wien, 9. Bez.. Liechiellisteinstraße 415a, 3. Stock, Wir 271) nähere AnsWnfte für Interessentien erhältlich sind. * Mikado Äoldband - Feigenkaffee mit Rabattmarke ist die beste Kaffeewürze. (Entgeltlich.) * Hakoah-Orchester. Heute Montag, 7 Uhr abends, findet im Neuen Saäle der Hofburg ein Kammerkonzert des vollstandigell Hakoah-Orchesters unter der Leitung des Herrn Pros. S. Braslavsky und Mitwirkung von Frau Dr. Lotte Meczes (Gesang) und Frl. Ilka Steiner (Klavier.) statt. Programm: Händel: Concerto groffo G-Moll; Mozart: Klavierkonzert A-Dur; Tr. E. Münz: 3 Lieder mit Streichquartett; .Haydn: Synlphonie Nr. 27, D-Dur (Londoner). — Karten von 5000 bis 25.000 K. im Sekretariat der Hakoah, 1. Bez., Wiesingerstraße 11, und Buchhandlung Löwit, 1. Bez., Roten« turmstraße 22. (Entgeltlich.) Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sanel Beer. Ueber Kinderlähmung. J-n letzter Zeit hot man wieder von Einzeler^ kraukimgen an sogenannter „spinaler Kinderlähmung" gehört. Die Kmnkheit geht meist von einem Zentrum auS, von dom sie dann auf den großen Bevkehrsstraßen verläuft. Tatsächlich kommen jetzt Meldungen von epidemischen Häufungen der Kinderlähmung aus verschiedenen deutschen «und schweizerischen Geh!oben und aus Amerika. In N«w-Pork herrschte auch im Jahre 1907 eine der größten Gpidamien, deren reichent Materiale turnt die tvichtigett Kenntnisse über dieses tückische Leideir verdankt. Gs tvird heute gar nicht mehr daran ge^veiselt, daß die Klnderlähmung durch spezifische lebendige Krankheitserreger hervorgerusen wird, deren Züchtung ittsolge ihrer tttteMichen Kleinheit aber noch nicht golttngett ist. Daß es sich aber um eine InfektionskratMeit handelt, ist durch die von den Wiener Professoren Landsteiner nnd Knöpselmacher entdeckten Uebertrggungett der Krankheit auf Affen erwiesen. Atts unbekannten Wegen, wahrscheittlich durch die Darm- und Nasettschleintlput, gelattgeir die Krankheitskeime in die graue Substanz des Rückennmrkes, wo sie Ambttten u.b!IHfl»l<wigttltttifcS<hlHniann II., Taborstraße 48 Telephon 47»1»7B En gros En detail

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