Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1735 (14.12.1923)
- Date
- 1923-12-14
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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tzM tz Wien. _Wiener Mor-senzeituntz. Telegraph «nd Telephon «och anher Betrieb. «M Bei der Post wurde noch im Laufe des gestrigen Tages der Dienst a u f g e n o m m e n, obwohl m einzelnen Aemtern durch den Widerstand der in der technischen Mrion organisierten Angestellten Schwierigkeiten bereitet wurden, die den Dienst behinderten. Der Telegraph- und Telephonvcrkehr konnte überhaupt noch nicht ausgenommen werden, weil in der technischen Union starke Gegnerschüft gegen das Uebereinkommen mit dem Subkomitee des Budgetausschusses besteht. Jur Behebung dieser Schwierigkeiten hat der Genrralpostdirektor H ohei sl die Verhandlungen über dir Neben gebühren frage mit den zuständigen Vertretungen der Angestellten bereits begonnen und es ist die Erwartung gerechtfertigt, daß heute mittags Telegraph und Telephon wieder funktionieren werde»». Der N a t i o n a! r a t hat gestern die n e u e B ejolöungsordnung gemäß den Vereinbarungen mit den Vertretern beider Beamtenorganisationen angenommen, womit die parlamentarische Aktion in der Streikangelegenhrit formell erledigt ist. 8i« bewegter Tag. D-as um Äkitrernach: geschlossen« -Kompromiß .zwischen der Regierung und den Streikenden hat sich bisher noch nicht zur Ganz« durchsetzen können. Tie Fovnrel, die wir bereits rn unterem gritrigen Morgenblatt: milteilrerr, lau »etc: 70.000 K. für jeden BundeLangestellren ' über der: av November rückwirkenden BeiolvrwgsreformgestyeMwnrf hinaus lalso 2 mal 30.000 gleich W.üOO plus 70.000 Äconcw 1:30.000 K. Äs Mindasinachzablung pro 1023 für alle Mä.OOO BrmdeSangeft-eÜ::rt); neu: Berhandlu r-p?.- uri: allen rm s^allu auhrrgewöhnlrcher Teueru'uci üve: da» ivtas; der Saisonpreis': hnians; Mirizchafisnnv Erz'parungsprämirtt für die Post- »md Telegrap-Henanoestellterl. im Ei-.'.veruebmen :ni: d.--r PersouawerttetMtp fefoufefeeu: Erhob »n:g der Nevengevühren; definitive Bösoldungsroforn: über, die vorliegende hrnau»? Dar f t n a u i c l i: Eff-rk: dieser Pu - gcständniss? beträgt für die sofort ausznzahttndet'. :lteinunerarionen <70.000 »stäl 130-00) Airpestellte) 7,01 Milliarden. Den Schaden des Staates an rutgarchenen Gebühren schätz» nmn sehr optimistisch auf etwa 12 ÄtrUiciroen, .'.nsammen «sio 19,01 Milliarden 14 Milliarden Hanen?:'e Streikenden nrsprünchich gefordert! . - Die den Postnnd Te le czradhena:igest:li;eu zu Mandenen irrschafsp rän» i c n" sind cb;t altes Materialersparungsstzstnn. das bei den Bitnoesbahnen von früchcrher besteht; jeder ersparte ONeterzentner Kohl.', jeder ersparte Srter Sr! wird den: Persmra! gu-tge schrieben nnd vergüt«. Jeder ersparte Bogen Ümschiaapapier, ftde «ich: weggegvorfens, sondern .zum Einschmelqen aufgedodeiw Blriplennbe wird den: Angestellten vergütet. Das -Äkateria! geht in dir vielen Millionen; die "Angestellten sollen zu chvom eigenen Vorteil ökonomische B e- :rieössührnng kennen. Wir viel davon auf.den einzelnen komnn, häng: von der Verwendung und der Ar: des Getriebes -ab. Tie Vertrauensmänn-er-v-rrsLmmIunaen. dir 'm ra-.'.ü des Bornrrnags starrfanden, verliefen in stürmischer Erregung. Es .zei-me nch ein Gegensatz zwischen den in I>ch nischen Union organisierten ioz ia ldeinokra: if ch cn 'ii r» a c;t t II t e n einerseits und den deutsch u n: i o n a 1 e n und chx istlichsogial rn Gewerkschaften andererseits. Die Technische Union ist mit der Erledigung ihrer Ne denge bühr-J ordern ngcn ungusri-^n nnd verlangte eine neuerliche Durchrechnung. Zn ihren Pensmuruiunge'.t tarn e' zu hesrioer: Angriffen mrf die Führer, nnd es wurde schlirßlich der?iuL>n»z gefunden, daß ein e.ciglievriger 'Ausschuß, besrchen-d aus dem Abgeordneten Ze lenke und den Herren Wagner und Mayer, neuerliche i?:cnauotu11eje:t mit dem Postprändenren Hoheis'l ausnahm. Eis zur Beendigung dieser Bereu-rmgen wurde die .Beschlußfassung ausgesetzt und rm Nachmittag traten dir Versammlungen, von neuen: zusammen. Das Su-dkomiaee .des BrrogeiausschrrW '.uus;:e insol-zrdeisen ebenfalls seine Arbeiten unterbrechen. Das Mnuru d's Budge:ausschusses trat dessennnaeachtei gemäß den: Auftrag des Natronalrates in die Verhandlung d.w Besoldungsnooelle ein. wobei selbstverständlich die Besriurmunae!'. des Lvnproin-.si'rL in Erwägn'.rg gezogen werden mußten. Der Bundeskanzler Dr. Seipel erklärte, rs müsse oerrefss '-er 3!:bengebühren, also der mmerr Forderung der Technischen Union, für alle Kategorien uniet einem verchaijdelt loerben. zwischen hatte dos 'ÄkrionKkomiree der Streikenorn den Beschluß der Postgewerk sch-asten 0>?ntschnatiorral und christlichsozial) erhalten, daß daren Bertraucnsinänner das Kompromiß aazoplierkerr. Die Versammlung, die im Hauptvostgeoäud; stattfand, mar ebenfalls sehr erreg: verlaufen. :M:lg.:.'der der Tech'-rischeu Umion demonstrierteu ru lä rn:. aber We ise, so daß die Intervention der Polizei angr.rnen wrirsr. Ans dein Fleischrnarkt dainur ji.n gegen 3 Uhr OlrberiHwMgr und Strelllu'iige angesairiunelt. di: vielfach geameinaiwer Stellung nahmen. Als um -viert-l! Ulndie Streikleitung die Aiederausnahme der Arbeit verfügte, besetzt« ein Valize :fo i o e u Tor des .Hauptpostamtes, und es wurden u-ur P-.w-soum eingelassen, die sich tzur Arbeit meldeten. Gleichzeitig nahm mrch das »Zeitungsamt den Dienst miebcv aus. chchou in Sen ersten Nachttlittagsstltnden haue» 'oereirs zahlreiche Postämw-r in den Bezirken die Swalie: wi-eoe.r ge- Uisttn, jedoch nm für den Brief-, Geld und Peitn-tgsverkehr. Telephon irnb Telegraph bliebett weiter anögeschaltet. 2lbends ümrde tttitgetei'll, daß diese BerkehrSkalegoriekt heute mittags den Dienst wieder anfnchnren werden. Damit war: dann 'Der Streik, der am Montag den 10. -d. begonnen batte, n«ch v i er ei n balbt ä gi-ger Dauer beend*:. Infolge des Umstandes, daß die Arbeit in 'der Briespost bis gesterrt mirragS noch nicht ansgenornmen lwovden war, hielten die Banken nnd Großfirnten mrch gestern noch ihren Relaiddienst nach LunüL-nburg und Pretzbu^g ausr-echt. W-eder warett aste Püeze der Preß'burger -tzlekirischett Bahn überfüllt doch war tzcstrm der. RevisionSdieitst an der Grenze überaus streng:. In tvieteu Fälle»: wurde»» Passagiere, die Briese bei »ich führten, von der Fahr: ausgc-schlossett und »Mlßten '.rach Wien ztlrückkehren. Die rschechlschen GrenzorMire ließen die (4asie ungchindert passieren. Die Pveßbltvger Postbeamten ul»!,:::», erleichtert ans, als sic am A'bend die letzten Wiener Depesche»» »»nd -Briefe abgeferrch: batte»: "»»d von den» Ende des Sreiks Kenntnis echie'tt«». Die letzten Lisferenrr». Wie die Korvespo»»den; Hebtver erfährt, sind B-emüh»»ngen un Zuge, im Differenzen, die vorgesrerr» nicht behoben »Verde»» ko»»nten. ans der WÄt zu .schaffen. Es hairde-lt sich hier »m» g»ver Fvrdern-norn, »»nd zivar erstens, daß sene Telegraphen- und Lelephouarbeiter, die tvvge»» des Äbbaugesetzes nich: mehr in die BesoldmvgKo»dnnr»g überno»»»n»e»» 'werde;: konnte»», dir gleiche»:!DezembeD)»»lvend»:ngen erhalte»: »oie di: der Mchrn Gruppe der Bssvldungsotzdnung ailgÄ'örend:»» Amgest-ell-teu. Für diese eii»Elvge Zrr!»veirdu»tzg in: Gesaiiltbelrage von 00 M»llio»»en Kro»»en kommen 600 Arbeiter in B-nrach:. I»vei».:ntz soll die Frage, der Okebengebühren für alle Angestellten des Telegrapbe»»-- »n:d TelMonwesens geregelt Werder». Der Präsident der T-ecbniichen U-nion ÄbtzLvrdrveter Zelerrka baue avstern, wie oben berichtet, wegen dies« Forderunge»: »ni: dem (tzenerawostd'ive'k.tor Hoheis'l sehr eittgehende 2lu--svrache»l. 'Abends fände»: in der gleichen Arrgelege»»- hei: Verhandlungen des Bürgermeisters Scitz mit -de-n» Buudesianzier Tr. Seipel mrd dem FinanMinPcr Doktor Kie nböcl stau. Es bchoh: di: seste Zlroevsich». daß in den »neueren Berhandümgen, eie sich bis in die späcen Abendstunden hüljiehcn dürsun, auch diese Srrenfragen-M'reinich werden :ind oas; dann Herr»: um »> Uh: früh der gesamte Telegrap-Hcrr-, Telephonu»»d Po st dien st wieder voll ausgeumnmen werde»» kann. In der gestrige»» Bcr:rauensn»änuerr.'ersanmrlui:g der Tech::»sichen Union wurde oie strikte Aeisnug a»»sgogeorii, lein Mirg'lied der christliche!» oder dentschvölUscher» Gewevkschast a»n D i e n ft a:»tri:: u» behindern. 'Gcneralpostdirektor HccheiÄ -har nachrnittags eine Allstordenurg an die Arb-eiiswilligen hrrrausgeg.'ben, worin er diesen na!»e:rg:, sich unvevzüg'ich zum D:enstanrri:r zu melden. Nach fca Ha»:ssitz»ulg fand eine sehr emgeberrd: Vlussprache V Gien erat postd-ir-e-kwrs -.Hvb-Tisl mit een: BunZ-Kanfter Tr. Ser;):: ita::. Beendigung des Streiks in 8raz. Aue w t a % roird genreldr:: Die Anst.rstrlüeu des P o st-> v a i e i* »t ii b B r i s f d i e u st e d haben die Arbeit gestern vor :u i : : a g s wieder a u g e u o m m c n und mit dem ftuneifbienfi beg-)!n»r»r. Ter T e l e g r a :n nr- und X t. l t p h o mvorerst r ivurwe »» a ch »>: i 11 a g 2 c::: f c; c l» o m in t n. Jie Acheß'o-AowM stellt die Annahme von Paietsendungen nach Sesterreich ein. Prag, 18. Dezernber. (Svezialdirirn der „Wierrer D!orgL»»° -zküuilg/') Dar Posnttinisieriurrr reilt mit: Wege»: btä Streiks der Postansieftelltcu in Oesterreich »vrrd die meirere Annahme van Paketsrndungen nach DesterrLich »:r»d!»» alle Länder, in die Sendungen über Qesierrrich geleiier iverden, wie beispielsweise nall, otalien, den italienischer» Kolo»'.:«»», Griechenland, nach Frankreich »md den sra'.rzKstsche»: stolonien, Albanier: uno Syrien u. a. eirrgeslellt. Jie Besöldurigsnovelle im Nativnalrat. Däü Pavlaimu: hat, den» Wunsche, der Regierung entsprechend. gcsiM» in aller Eile die B e s o l d u»»g s-> nvvellc beschlösse»», die als zivciw Etappe der vonr Bundeskanzler irr ArrZsicht ge»»o»nn»clren-e Neuvogolung der rrmlerifslrechtlichsrr Stellung der öffenblicheir Angestellten in der Reprlblik gedacht ist. Sie. »vcrst alle Mängel eines Nebergangsgefttzes auf, will altert etwas und gibt darum: den: cinzelnen ein Nichts. Die Negiermlg hat jedenfalls drirch die Annahme dieses Gesetzes den cinerv Erfolg erzielt, daß der Index Äis Ende Mai konvme.nden Jahres f »»spendiert ist und dem Finarl-zrninisber das irldige .Hange»: nnd Bangen an jedem 15. des Monates, da die pnriläiischo Indexkoinnlissivn zusanmientritt, erspart bleibt. Obztvar einzelne Gruppen der BrrndesanMstellten das vorgestern nachts bejschlosse»:e Komproriüß »roch nicht akzeptiert hatte»: und die Technische Union auch die Verbessernrrger: der Besoldungsnovelle als unzureichend a'blch»:te wird der: Streik fortsetzte, nah»»: der Untera-uSschich und hierauf der Finanzausschuß selbst die Besoldungsncvelle mit c-iner Reihe von Abändemngen an, die in be»it Generalkoirrprorniß zivischen Beamteivoryani« fo.tvpncn »:nb Sriwkornitee des Budgetär»ssch»:sses »:nter Zustrn»»nung der Regienurg vereinbart »vorden!»vave»n Für d i e H o ch s ch r: l afft ft c n t c n »mtt*be bet Hundertsatz von 20 a»tf 30 Pro z e»»t erhöht, »vähverrd eine Reihe vor» Abüuderrnrgsnnrrö.geir z»»gnnste»: der LehrerselM übgeleh»»'. iu:rbe. Der Nanonalrm hielt sich rvörtlich an den Beichl'.rß des Fi»:a»»izaussän»sjes und r»ah»n das Geßeü. in K. VchmMp 'IM Nr. 1738 der Fass»» ng des AtrsschusseS »:»: verändert ii zw c itern u d bx i t'te r Lesurnng a n. Die Debatte tva» sehr kurz. Der Soz-ialdemokrat Schulz maß der Regierung die S ch»: t d an dem A n,gestellte n strc:f bei. Uekt die Netzieru-ngsvoxlage seiet» die öffentlichen Angestellte,» Mradszn. entsetzt gewesen. Die Ursache, derentwegen es die Regierung zun: Streik k-o-nrmen ließ, »var 'bloß die Summe von fünf Milliarde»:. Die Vorlage konnte »mr deshalb zustatnde konrmen, »veil auf Seite der Organisationen eine Einsicht bekundet -wurde, wie sie die Regrevung leider liabe vernrissen lassem Dyr Chriistllchsoziale S te inegg er 'begrüßte eS, daß d»:rch das Gesetz die Indexfrag« für einige Zeit g e l ö st ist. E§ »verde unter der: Bea»nten gewiß »vicht altge-nreinic ZufriedenhZt auÄölen, aber es sei immerhin wegen einiger Verbesserungen rnöb^vn-dere bezüglich der HochschuiÄchrerschaft zu begrüßen. Wg. Glöckel vertrat seine bereits im AuKschusse ab- Hüter» Anträge betrefferrd - die Besserstellung der Hoch^, Mittel» r».»:d VoWschullehrer. Die Mehrheitsparteien hätten als bÜMtzliche Einheitsfront jetzt eine Einheitsfront der brüskierten Lehrer zustande gebracht. Er forderte die Deutschnationalen au!f, für seine Aufträge zu stm:men und meinte schließlich, die De-ut!sch»rationale»: spielen sich als Hüter der freien Forschung und der beul schen Hochschulen auf, indem sie. künstlich das Hak e n Lreuzlertum an den Hochschulen groß, züchten. Die Chlüstlichsozialen und chre deutschnationalcr» HeLftrshelftr wollen durch Abbau der Schule künstlich das Bildungsniveau der Bevölkerun-g senken. Sie hätten Demagogie getrieben, als sie gegen die Sozialdernolraten de»: uniriahren und gehäsiigen Borivurf von der Waschfra»: und dem Professor -erhoben -haben. Der EhrWchfo.ziale Volker bezeichnet« Glöckels Anträge als denragogisch, »veil nich» Äe Mittel da seien, um sic zu erfülle»:. Nachdem die Vorlage in zweiter Lesung angeiromunn» worden »var, gab Abg. S« v e r die Erklänmg ab, daß die Sozialdemokraten bei der dritten Lesurrg gagerr das Gesetz ftimtiieit werde»», da die Mehrheit die ans eine Besserung der Lehrerbezüge hin^ieleriden Anträge abgelehnt habe. Das Gesetz i»m:rde sodvinr auch m dritter Lesung am g e»: o in in e n. Nächste Sitzung: Dienstag -den 16 d. uu: 8 Ulw nachurirtags. 8ine Brbeitrlosendemonstmtro«. Güstern gegen mittags sammelten sich etüvo zwei« t a n s e n d A r b e i j s l o s e, die eine Versamnllung ivt der Volkshalle abhalten wollte»:, aber nicht die Genehmigung dazu erhalte»: hatte»:, auf den: Botivkirchenplatz und zogen vor das Parlament. Die Rampe, und dig Seitengänge des Gebäudes tvaven von der Wache abgespervt. Die Ar- »»eitslosen entsandter: eine Deputation zürn Bundeskanzler, dtzren Rückkehr sie äbivarteten. Juzwisthen »vurder: Ansprachen gehalten, die zu laut«»: Kund gebr:ngen gegen die Regierung »md besonders gegen den Bundeskanzler führten. Als ein Teil der Arbeitslvst'n, erregt über das lange ÄluSbleiben der Deputa tiorr, u»:ter der Rainpe ir>S .Haus eindringcn wollte, trat ihner: die Wache m i t blanke»»: Säbel entgegen. Die Arbeitslosen zogen gegerr 1 Uhr »nittags äb. Tic ins Parlament entsandte Deputation -der Arbeitslose»: Chatte dort zunächst eine Besprechung mit sozialdeuiv- Lratisrhen» 'Abgeordneten und »v»:rde dann voi: D r. Seipel e-npfangen. dem sie die Forderu»:gen und Beschwerdeir der Arbclistosc»: zur Kenntnis, brachte. In seiner Er»videM»:g erklärte der Bundeskanzler, er wolle sich persönlich dafür einsetze,». daß die Beschtvechc»^ deren Bcheitrgurtg im Ber»valr!lngs..vege »nöglich ist, urmvsucht und e-hestorts äbgsstc-llt iverden. Die Reg»er»:ng habe in: eigenen Wivkrtn-gskreis durch eine Berordrmng, die Geltungsdauer ei»:er Reihe von Maß»:ahtr:en, deren Wirksamkeit am 81. d. ab läuft, weiter e r st r e ck t, ein Beweis dafür, daß sie sich »rtit diesen Frager» eingehend beschäftige. Die Forder»:»:-- gen a»:s Erhöh»: ng de. r Ar bei ts lose nun t erst:: tzung um 10 Prozent »md auf Griwähruug eines einmaligen A n s ch a s f u n g s b c i t r a g e s von 800.000 Kronen könne die Regierung nicht in» eigener: Wir-- kungskreis erledige»:. Ueberd'res brhüvfen diese Fragen eiir-er U e b e r p r ü s u n g und Ueberlegung, die in kürzcster Zeit d»:rchzusühre»r der Bundeskanzler zusicherte^ Er forderte schließlich die Äbordnmrg auf, Samstag um 4 Uht nachmittags »reuerlich bei ihr zu erscheinen. Smlnifter Kraft ohne Mandat. Der ehemalige .Handelsmimster Kraft, ein Groß» deutscher a»:S der Steiermark, hat gestern sein Naüonalrais. nmndat sehr gegen seinen Wille»» z u rü ckg -e l e g t. Er »var ins frühere Haus als Listenführex der Grazer Großdeutschen eingezogen, »vurVe aber bei der» letzten Wähler» von Dr. Hampel, der sich seinerzeit auch in Wien als bürgerlicher Denl-okrat versuch: hat, von der Liste»:jführe»stelle vechrärrgt »md rrmßto sich mit einem bescheidenen Plätzchen aus der R-vststim.ruenliste der Partei begnügen. Kraft hatte sich nämlich als Handelsrni-nister den Groll der steirischen Eisenprodnzerrten (ließ S t i n u e § I) zugezoger», weil cr sich ihrem Verlangen nach Einführung eiives Einfuhrverbote.s für Eisen »vidrrsetzte. Um dem Dr. .Hantpel das Allandat aus alle Fälle zu sicher»:, mußte ftraft eitlen Revers :mtevschreibe»r, daß er, falls Hanchel in Graz dürchfällt »tttd er selbst ein Neststiuw:eni>rm»:dat bekäme, dieses der»: Her»'»» Harii'Pel überlassen werde. IXitb so gasche j, cs. Dr. Hampejl fiel und besteht nun auf seinem Schei-». Krait tat lause nichts deralelckev iLb> p-ndluü fas ,>>• .