Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1733 (12.12.1923)
- Date
- 1923-12-12
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1788_Mm, «M>H Volkswirt. SesteWelte Krone ---- 0.0080V, gentfmes. Aorrahlung Me» — S.ovSWv kentimer. I« Zürich notierte 11/12. 1042. die österreichische Krone. 0.008060 0.0080V* die Ssterr. gestempelte Krone . '» . . 0.0080‘/n 0.0080»/* die tschechische Krone -. 16.72V* 18.72V, die Mark.pro Milliarde <*poÜftttb ••••* 218.— 217.75 New-Aork .»,»»»»»«»»» 578.25 573.26 London 25.02 25.- Paris.. 80.60 80.55 Mailand 24.87'f* 24.62 Belgrad»»»,»»..«».. 6.47V* 6.47*/, Bnkaresi 2.85 2.85 4.10 Budapest » * . » . . *'.* 0.0295 0.0295 Warschau *»» » .... Ue Wirtschaft Bnlglpienr. Sofia, rm November. Als einHiges der besiegten. Länder befindet sich Bwlgarien irr der Msa-men, an sich beneHdenswerten Lage, einen Auffchwung seiner Produktion wie seiner Währung zu erselben, die Sieparationßfvage verhältnismäßig schmerzlos günstig geregelt zu wissen, sogar nicht einmal das schwerste Krancheitsshmptom der besiegten Staaten, inflatorischen Notertdvuck, zu kennen — uriÄ dennoch befindet sich sein« Wrffchast innerhalb einer nicht ungefährlichen Krise. Eines der vielen Paradoxa disser Nachkriegszeit. Als Sta'Mibulijsris Regime am 9. Juni stürzte, galt der Dollar etwa 100 Lewa und siel dann, wahrscheinlich nicht ohne Zutun 'der neuen Regierung, sogar dis auf 70 Lewa. Aus wirtschaftlichen und politischen Grünen verschlechtert« sich Men die Erntezeit hin dann die bulgarische Währung ziemlich enhöblich und steht jetzt schon seit einiger Zeit «wieder Lei etwa 100 Lelva für den Dollar. Seit kurzem greift offenbar die Nationalbank ein, um einer weiteren Lewahesserung Eilcha.lt zu tun. Ist doch Bulgarien als wichtiges agrarisches U-ebevschußlanV dringend aus Export angewiesen. Eine sehr guten Borkriegsjahren gleichkommende Ernte steigert das Angebot noch beträchtlich, so daß die Verteuerung der Landeswährung dringend Preisherabsetzungen ün Innern wie für den Export sondert. Dem Bulletin der bulgarischen Handels- und Jndustriekammern entmrmrrt man folgende Evn-teschätzungern 1923 1922 WeiM . . 10.585 10.262 Roggen * 2.154 1.893 Gersts . 2.674 2.600 Hafer . . 1.489 1.327 Mais. . . 5.590 3.932 Reis . . . 61 36 Tabak . .40- -45.000 22.000 Das bedeutet also für Tabak, dessen Ernte und Trocknung das regenlose Herbstwetter begünstigte, einen mindestens doppelt so großen Ertrag wie im Vorjahre, ebenso für Weizen, von dem noch größere Dtengen der 1922er Ernte inr Lande sind, wie für Mais und Mols -hervorragend günstige Ernteergebnisse: man rechnet mit einer Ausfuhrmenge von 800.000 Tonnen ^treibe gegen 200.000 Tonnen im Vorjahre. Eine Vermehrung des inneren Konsums ist in Anbetracht der Produkte wie der sich säst in allen sozialen Kreisen gleichbleibenden großen Ge-nügsamicit in größerem Maße kaum denkbar. Urtd so zwingt die Notwendigkeit zu exportieren, den Bauern mit seinen Preisen erheblich hernbzugehen. Andererseits fohlt dem stets das Seine ängstlich Husannneuhaltenden bulgarischen Bauer, der zudem jetzt mit dom zunehmenden Reichtum die Freude am Raffen besonders rennen gelernt hat, Bereitwilligkeit wie Verständnis für lden Charakter des Papiergeldes und der Kurssteigerungen, üvie sich amch bei anderen Gelegenheiten gezeigt $rt. Allerdings scheint sich seit ganz Luvz-om eine Belebung der .Amffvttldigkeit für Importtvaren anzudeuten: vielleicht im Zusanrmenhang mit der relativen Stabilität der Währung, vielleicht als Wirkung der Beendigung der Ernte. Die Regierung des 9. Juni, die sich die erneute Fürsorge auch ftir die städtischen, also wesentlich verbrauchenden Elemente, wie die Gesundung des Wirtschaftslebens zur Aufgabe gesetzt 'Hai, führt nun den Kampf um die Herabsetzung der Preise. Sie hat vor einiger Zeit durch Herabsetzung der Ausfuhrabgaben für Getreide und MM auf 10, boziohungsweife 6 Prozent des Wertes und Streichung der Forderung der Äe-istung der Abgabe in Gold den ländlicheu Export anzurctzen versucht. Die Zurückhaltung weiteren Steigens des Lewa dient den: gleichen Zweck und sollte andererseits^ auf die gleichfalls einer Peissenkung wenig geneigten städtischen Händler von Importwaren in derselben Richtung wirken. Wie nämlich die Scheunen der Landleute mit reichem Evntesegen übervoll, so dürften auch die Lager der Stadtgöschäfie vor allem mit bei schlechtem Lewastand gekauften Textilien voll liegen, die nun billiger verkauft werden müssen. Seit Monaten predigt die Regierung die Notwendigkeit, der Teuerung durch Preisabbau zu begegnen, die durch hohe Zölle belasteten F-eligfabrikate des Auslandes stehen weit über Weltmarktpreis —, durch Aufhebung t/eS Einfuhrverbotes für Luxusartikel hofft sie den Handel zu beleben. Aber noch hat sich ein merAicher Pr-stürz nicht gezeigt. Fühlbar und für den bulgarischen Konsumenten recht erfreulich ist hier allein die oGizielle Herabtsetzung des Brotpreiscö gewesen, der für ein Kilo Keines Woizenbrot zurzeit 6,2 Lewa, für größeres 'soeben MNf 4,80 Mm -herabgesetzt wurde. waS zunächst sinen Wlenrtr Movgenzeliung._ GätterjtrM in Sofia hevvorrief. Im Vergleich dazu sei a«- geinerl't, daß ein Eisertbahnarbeiter etwa 1000 Lewa im Monat verdient. Noch immer find «bei den wichtigen Ausfuhrartikeln, mit Ausnahnie vielleicht von Tabak, keine entscheidenden Preisrückgänge bsnwrkbar geworden. Außerdem leidet der Export unter der schwierigen Wirtschaftlage in Mitteleuropa, speziell für den Tabakexport; der Anknüpfung neuer Handelsbeziehungen ergeben sichin der Schwerfälligkett, kaufmaMifcher Ungewandkhett und dem angeborenen Mißtrauen des bulgarischen Produzenten, der kaum größere Zwischenhändlerorgamsationen besitzt und anerkennen würde, sehr große Hrndevnisse. Reben diesem Drangen auf freiwillige Preisherabsetzungen hat die RMvevunH Zankow eine Reihe von Untersuchungen über die Belebung des inneren Marktes angestellt. Sie plant eine weitere Forderung Ner an sich lebhaften Bautätigkeit, erfreulicherweise nicht in der Krückstockmanier StaandnttMs, der nach dem Prinzip ,/der Keri hat Geld, der kann hauen" Grundeigentümer in der Stadt enivignete, falls sie nicht innerhalb zweier Jahre bauten. An allen Straßenecken Sofias wird jetzt die Kanalisation in Ordnung gebracht und auch wichtige Straßen werden neu oder «Mich Überhaupt gepflastert. Wenigstens sicht man schon die Steinhaufen an den Straßen liegen .. . Zu Lieferungen ist man auf dem Balkan immer schneller zu u.?ngen als zu Ausbesserungen ... Auch für die Regulierung von Flußläufm und die Trockenlegung eines Sumpsvistrikts sind in dem jetzt in Vorbereitung befindlichen Budgetenitttturf großer« Summen ausgeworfen. Wie weit alleÄ'mgs die Fürsorge für den ländlichen Verkehr, dem zuliebe der Arbeitsdienst der StambulMi-Zett hauptsächlich arbeitete, unter der jetzigen Regierung weiter. Vevftlgt wird, sicht dahin. Erst vachsben Wahlen wird die Regierung ihr Budget Einbringen können, das sich für den Ausfall der Ausfuhr* abgaben und die starke Steigerung der Ausgaben neue Quellen suchen muß. Wohl entfallen zirka 900 Millionen für die Orangegavde und nicht unbeträchtliche Ausgaben für die ÄlvbeitZdieN'stpstlchtigen — dagegen sind die Beamtengchälter um die Hälfte erhöht und die jüngsten Unruhen zumal haben das Budget ganz außerordentlich belaske.t. Auch der Wiederarchbau des niedergebvanwten Wratza wird dem Staatssäckel eine nicht unechMche Anzahl von Millionen kosten. Dazu kommt die Abtragung der Rcharatwnsschuld und die Verzinsung früherer Anleihen. So wird sich die dringende Notwendigkeit ergeben, die Bauern als den mit direkten Steuern bisher so gut wie gar nicht belasteten Bevölkerungstetl heranznziehen, von dem die wirtschaftliche NotwendiBeit gleichzeitig die Herabsetzung seiner Prchukte verlangt. Daß dies zum Mißvergnügen der dieser Regierung sowieso nicht günstig gesinnten Bauen: bottragen wird, laßt sich denken, Zumal da ihre Ungeschulthe-rt nicht einseheu wird, daß sich Stambulijski jetzt vor das gleiche Problem gestellt sehen müßte wie seine Nachfolger und daß seine Haltung diesem Dilemma gegenüber vielleicht sogar praktisch über seine Stellung als Staatsmann (wie theoretisch über das Problem eines ,/agrarischen Klassenbewußtsems") entschieden hätte. DaS bequemste AuShilfsmittel gegenüber dieser Aufgabe einer Preisküntttion wäre schließlich die Inflation, aber wohl zu seinem schließlichen Heil ist das bulgarische Wirtschaftsleben dagegen durch -den Zwang der Entente gefeit. Verbietet doch eine Abmachung vom vorigen Jahre, den Notenumlauf auf mehr als 5420 Millionen zu erhöhen; es sind sogar erst etwa vier Milliarden im Umlauf, über die aber der Staat nicht hinausznkommen wünschen dürfte, um nicht den Nominalbetrag der künftigen Reparationsvevpftichtungen §u erhöhen. Eine Steigerung der Produktion, das heißt die Wettmachung des Preisausfalüs in: eiu-e-inen durch Steigerung der Ausfichvinenge, ist an sich in diesonr Verkehrswie produkiionsiechnisch noch fast unerschsossenen Lande höchster Fruchtbarkeit möglich. Es sind auch Mir Bc-ispkl dieses Jahr die Anbauflächen ocheblich vermehrt worden (530.000 Dekar gegen 808.000 im Vorjahr), ebenso nimmt der Zuckerrübenbau und die Eigenproduktion an Zucker (36.000 bis 40.000 Tonnen gegen 25.000 Tonnen) echoblich zu. Andererseits aber müßte, .wie die „Frankfurter Zeitung", der diese Daten entnommen sind, schreibt, eine Rationalisierung der Landwirtschaft auf sehr lange Sicht berechnet werden, einer stärkeren Industrialisier!'na stellen sich noch erheblichere Hindernisse entgegen. BerkehrSstreik und MrfenorderS. Der Ber'oand öfterreichischer Banker: und Bankiers teilt ün Hinblick ans den gegentvärti.qen Post-, Telegraphen- und Dslepho-nftreik Nachstehendes mit: Brieflich, and telessraftbisch* Aufträge für die Wiener Gffeiktenbörse, die nicht per Ältmw oder nicht imf Widerruf et» tm sind, werden nicht ausgeführt, wmn sie vor Ausbruch des Streiks datiert sind. Nach AuSbruch des Streiks datierte Orders gelangen gur Ausführung. Errichtung einer Filiale der Wiener Unionbank i» Warschau. Äüs Warschau wird gerweldet: Basel hat in Kattowih das Gebäude des Hotel Monopol käuflich erworben und -beabsichtigt, dortselbst eine FAals der Ünionbank zu gründen. Betriebseinsielluna der BuLavester Mühle». Aus Bukarest wird gemeldet: Die Maßnahme d:s ÄtinisterrateS über dis Freigabe der Ausfuhr von Weiten und WeißmM 'bei hosprn Epportprännen lim Schwierigkeiten hevvoMvufeu, und zwar nicht nur im rumänischen G'treideihandel, sondern auch bei den M-ichlen und Exporteuren. Irffolge der hohen Exiportge'birhren haben die Bukorester MüMen unter Berusiuig ans den Weizenmangel den Betrüb eiuMstettt und gogenwättig arbeiten in Bukarest insgeja-mt drei Mühlen. Die Mühlen -haben be« schlossen, die Mchlvorräte aus l>cn -InlandZnw.r4t -zu werfen und nur nach Verkauf der -auf Stauer rr-fmdlick^n Qimnttcktten nenerliche Kaufe vorynmwMn IS. Bette 7 Ansschnßwahlen der protokollierten Handelöageuten Kommissionäre. Mittwoch -den 1L. d., pünktlich halb 8 Uhr nachmittags, finden M Festsaale des Grmüums der Wiener Stawp Mannschaft, Wien, 4. Bez., SchwaMubergplatz 16. anläßlich der außerordentlichen Gcueralversammlung der Fachsektton der Handelsagenten und KomnMionäve im Gremium der Wiarder- Kaufmannschaft die Ausschußwahlen statt. Da lebeuZwichtige StandeSftagen zur Crörterung gelangen, ist zuverlässiges Erscheinen wichtig. Für die Wahlen haben die freien Vertreter« Wrperschaften eine im Wahllokal anfl-iegende Kandidatenlistk ausgestellt. Erhöhung des Zuckerzolles in Jvgollawie«. Aus BelgrcS wird gemeldet: In der vom Volkswirtschaftsministerium einberufenen zweitägigen Konferenz der Zuckerrü-benprodnzenten und der Zuckerfaürikanten wurde die Zuckerproduktion einer eingehenden Erörterung unterzogen. Nach den von den einzelnen Referenten unterbreiteten Berichten ist die jugosiawische Zuckerproduktion nicht beftiedigerch. da bei einer Kapazität der heimischen Fabriken von 12.000 Waggons Zucker jährlich im Vorjahre nur etwas über 8000 Waggonim Lande produziert wurden, während eine nahezu gleiche Menge aus dem ÄuSlande eingeführ't wurde. Dre Zuckerrübenproduzenten legten dar. daß bei den herrschenden Marktpreisen die Rentabilität der Produktton von Zuckerrüben weit hinter der Rentabilität; der Produktion von Getreide und Mais stehe. Di« Konferenz^ öoantragte eine Reihe von Maßnahmen, durch vre der heimische Zuckerrübenanbau sowie bi« heimische Zuckerproduktion begünstigt werden sollen, darunter die Erhöhungdes Einfuhrzolles 'auf ausländischen Zucker um -wei Dime»' pro Kilogramm. Dona«—Save—Adria-Eiseubahugesellschast svenn. S8ta eahngesellschast). Am W. Jänner 1984 findet ör Wien «in« Gvncra'lverfammTu«>g der Mt-ionäve statt. Herabsetzung der tschccho-siowakischen verkehrSsteuer. AuS Prag. 11. d., wird gemeldet: In der gestrigen Sitzung deS. Abgeordnetenhairses wrrrdr ein Gesetzentwurf Vovgslegt, mitwelchem vom 1. März die Verkchrssdswer von 30 auf IS Pro». zent herabgesetzt wird. Herabsetzung der tschecho-siowakischen Eisenpreise «»; 10 bis 20 tschech. K. pro Meter-entner. Aus Prag wird gemeldet: Die BerhaMungen über die Hewbsetzung der Essenpreise fanden gestern ihre Fortsetzung. Nachdem die Besprechungen den ganzen Tag über gewährt halten, erklärten sich die Eisenwerke bereit, die Eisenpreise so weit zu ermäßigen, als der Herabsetzung der Kcchlenpreise und der zu erwartenden Reduktion der Verkchrssteuer entspricht. Uebrr das Ausmaß der Eisenpreisverbilligung ergaben sich langwierige Beratungen, als deren Resultat die Eisenwerke einen Reoierungsvorschlag annahmen. demzufolge vonr 1. d. mit rückwirkender Kraft folgende Ermäßigungen eintreten werden: Stabeisen, Fassoneisen. Träger, N-Eisen und Grubenschienen 10 tschech. K. pro Meterzentner. Bandeisen 15 tschech. K., Schwarzbleche 10 tschech. K.. Zinkbleche 20 tschech. K pro Meterzen-ner Obgleich die Eisenwerke diese Ermäßigung der Eisenpreise annahmen, erklärten sie sie doch als derart weitgehend, das; die Prosperität, namentlich der kleineren Betriebe, in Frage gestellt wird. Meinungsverschiedenheiten im Dankhause Bleichröder. Aus Berlin wird uns berichtet: In der Geschästsleitung des Bankhauses S. Bleichröder sind, wie die „Dkontagspost" erfährt. zwischen Herrn v. Schwabach und Dr. Jaimes v. Bleichröder tiefgehende Meinungsverschiedenheiten ensstanden, die demnächst vor Gericht ansgetragen toerden sollen. Gleichzeitig ist gegen Dr. Iannes v. Bleichröder Entmündung beantragt und vom Landgericht verhängt worden. Auf sofortige Beschwerde ist jedoch die vorläufige Vormundschaft nach wenigen Tagen wieder aufgehoben worden. 18 Prozent jährliche Debetzinseu für Reutenmart. Aus B e r l i n wird gemeldet: Die Großbanken-Vereiniguavgen halben beschlossen, für Rentenmarkkredite 12 Prozent Jahreszinsen zu nehnren, dazu npch eine Provision in der H5l>e von 6 Pvozent, so das; tatsächlich 18 Prozent Zinsen für Mntenmarkdarlehen ge>zah'li werden sollen, das ist rund 80 Prozent rnchr als die Reichsban? und Notenbank fordern und das Bievfache der im Frieden M-ichen Zinsru. Bildung eines Wrltirusis zur Erzeugung von Streichhölzchen. Nach einer Verlautbarung der Schwedischen Gesellschaft zur Erzengunq von Streichhölzchen (Svenska Tandsticksbolaget) hat jich eine aruerir'anische Gesellschaft, International Match Corporation, unt einein Mtienkapital von 28 Millionen Dollar gebildet. Der größere Teil der Aktien wird Eigentum der schwedischen Gesellschaft sein, welche der Gesellschaft dafiir den größeren Teil ihrer Anteile an aus--" ländischen Zündhölzchenfabriken überläßt. Der restliche Tekk des Aktienkapitals wird zur Deckung der aus anderen Queller; stammenden Anteile an europäischen und außereuropäischen Zündhölzcheufabriken dienen. Unter anderem werden für die Aktien -der International Match Corporation Anteile -an den Zündhölzchenfabrüen in Kanada erworben, welche bisher. Eigentum der Rockefeller-Gruppe waren. Die Kontrolle und Leitung der neuen Gesellschaft wird ln Händen der Schwedischen Gesellschaft ruhen. Die International Match Corporation gibt gleichsteitig in New-Aork eine Obligationsanleihe auf 16 Millionen Dollar mit 6,5 Prozent Verzinsung aus. Der Emissionskurs betragt 94,5 Prozent. Nach dem Kommentar der „Dagens Nhbeter" bedeutet die Schaffung dieser Gesellschaft, daß die Zündholzchenerzeugnng der ganzen Welt, mit Ausnahme jener europäischen Länder, wo das staatliche Zündhölzchenmonopol eingeführt ist, unter eine einheitliche Kontrolle gestellt wird. EL ist nur, nicht sicher, ob auch die japanische slündbölzchenindustrie in den Trust einbezogen wurde. Men« Börse. Andauernde Festigkeit. Trotz des ununterbrochenen For-tdauernS des Cireü? de' Post-, Telegraphen- und Telephonbeamten, welcher den Bekehr der Banken mit oem Lokopublikum wie mit der Pro vinz und dein Mrslanide ganz unmöglich machte^, herrsch doch an der Wiener Börse gestern eine andauernd feste Tendenz. Die Ankündigung der Aufwertung beginnt sich in den Kursen deutlich bemerkbar zu machen. Gestern waren sogar Gerüchte verbreitet, daß VaS Gesetz dem Nationa-lrat in den nächsten Tagen zugehen würde.' Auf Grund des Gesetzes müßt-n, die Banken ihre Aktiven voll zur Aufwertung bringen >m> größere Dividenden zur Ausschüttung kommen, was iwOu: in der Kulisse, die Nachfrage nach Bankaktien vergrößerte. Fa - Me Bankwsrtr Hab«« Besserungen austuweisen, ft i>k Hm»;,