Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1733 (12.12.1923)
- Date
- 1923-12-12
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Moraerrzeitung. Ärte 6 Wien, Mittwoch «nS ovov K.,.die Länderbank 10.000 K-, bic Ocsterr. Kredit «tftflÜt 6000 K., bcr Bankverein 7000 K. Auch bic ungarischen Bkrt« waren mit Rücksicht auf die anhaltend günstige Tendenz in Budapest stärker gefragt. Die Arbitrage konnte mit Budapest doch Hur Auswirkung gelanget:, da em Relais^ verkehr zwischen dem uttgarischett Grenzorte Raab und Wien durch Automobile eingerichtet war. Die? bewirkte, daß auch die ungarischen Werte stärker gefragt waren. Es erholten sich Salgs um 20.000 K., Ung. Hosherr lim 13.000 Af., Nng. Kreditbank aus die Nachricht von der Kotierung an der Genfer Börse um 26.000 K. Beachtung verdietu die Steigerung der Trisailer Aktien, welche gestern wohl nur um 0000 K. höher gingen, aber andauernd gefragt wurden. Im Schranken war ebenfalls die Stimmung äußerst fest. Die meisten Schrankenwerte tvaren lebhaft begehrt. Insbesondere äußerte sich die Nachfrage in den Petroleumpapieren. Bon diesen stiegen Fantv um 180.000 K., Galicia um 700.000 K., Naphtha um 86.000 K., Schodniea um 50.000 K. und Wien-Noridsdorser aus die Nachrichten über eine Vereinbarung der Floridsdorser mit der Shell Company um 15.000 K. Bon den Elektrizitätswerten erhöhten sich Brown Boden um 7000 K., Berliner Telephon um 4M K. Von den Transportunternehmungen waren Ferdinands Nordbahn um 50.000 St niedriger, hingegen Donau Dampf tun 35.000 K. höher. Von den Brauwerten erhöhten sich Schellenhofer um 150.000 K., Brunner Brau um 15.000 K., Gösser Brau um 195.000 K., Liesinger Brau um 50.000 K.< Nußdorser Brau um 50.000 K., Pilsener um 100.M K., Sarajevo Brau um 35.M K. Meinl-Aktien stiegen weiter aus Nachrichten über Aktionen der Kreditanstalt gegen dieses Unternehmen um 70.000 K. Von den Bauwerten stiegen Allg. Bau um 25.000 K., Perlmooser um 160.000 K., Portland um 90.000 K. Bezugsrechte: Böhmische Eskoirt-ptc 16.M K., Kärntner- Bank 7300 K., Konigshoser 205.000 K., Lemberger Brau 115.M K., . Elin 9200 K., Urikany 1,810.000 K., Daimler Mowr 28M bis 3000 K., Avestem 16.000 K., Etti und Bergl 1000 K. Aus dem ^Anlagemarkte herrschte verhältnivinäßig Ruhe. Lesterr. Goldrente bröckelte ein wenig ab. Die Prioritäten oer Lemberg-Czernowitzer waren geftagt. Von den Exoten notierten: Eos 3100 bis 3800, Eroöl 47.000 bis 49.000, Jriag 805.000 bis 325.000, Mraznica 193.000 bis 198.000, Schubert u. Co. 15.300 bis 15.706, Universale 50.000 bis 51.500, Wiener Massen 26.700. Bon de« Warenmärkten. Baumwollzwirne rerzeichneten dieselbe Tendenz. Es notieren: Nr. 10/12 Bengal zwei- und dreifach pro Februar-März —.87 Dollar, Nr. 16/2 lla Surat 1.— Dollar, Nr. 20/2 1.69 Dollar, Nr. 20/2 Amerika 1.24 Dollar. Nr. 30/2 Amerika 1.34 Dollar, Nr. 10/2 «a 1.48 Dollar pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung. (Trocken, mAel, naßschars 1 Kabel-CentS Aufschlag pro Kilogramm.) Roh« Baumwollgewebe -lieben unverändert. Eisen. Der britische Nohellenmarkt blieb trotz der bevorstehenden Parlamentswahlen gut, da die Verbraucher fortfahren, Käufe nicht nur für sofortige, sondert: auch für Lieferung über drei bis sechs Monate hinaus abznschließen. Der Markt hielt sich daher sehr fest, obwohl es im Exportgeschäft etwas ruhiger geworden ist. Die amerikanischen Berichte lauten ebenfalls besser und man ist auch da fester gestimmt, nachdem die größeren Werke bedeutende Abschlüsse getätigt haben auf Lieferung über ein und zwei Quartale 1924, allerdings zu billigen Preisen. Man berechnet die amerikanischen Kaufe wahrend der letzten 10 bis 14 Tage auf zirka 1 Million Tonnen Roheisen. t k., Judenplatz Nr. 6 Telsphon 65-4-56 Telephon 65*4*56 Kulanteste Durchführung aller bankgeschäftlicheii Trans* aktionen sowie Verwaltung von Geldern im Kontokorrent* | Verkehr zu dem jeweils geltenden Reportzinsfuss. s? Schlachtvieh. Der Münchner Schlachtviehmarkt brachte bet sämtlichen Viehgattungen einen gewaltigen Preissturz, wie ein solcher seit den: uunmebr fast 50jährigen Bestehen des Münchner Schlacht- und Viehhofes auch nicht annähernd festzustellen war. Die Gründe hierfür lagen neben der nunmehr zwei Wochen andauernden Wertbeständigkeit der Reichsmark einesteils in den wesentlich gesteigerten Zufuhren, welche sich gegen die vorausgegangenen Märkte durchwegs ungefähr verdoppelt hatten, andererseits auch in dem unverhofften Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unter den Großviehbeständen der Markthalle, welche den Expockverkehr ganz erheblich beeinträchtigten. Die Zufuhren betrugen 392 Ochsen, 395 Bullen, 503 Kühe, 305 Jungrinder, 1509 Kälber, 661 Schweine, 477 Schafe, 7 Ziegen und 285 Ferkel. Rohgummi (Weltmarkt). Nachdem der Preis für beste Pflanzerware in London im ersten Drittel des verflossenen Monats von 1 Schilling 13A Pence bis auf 1 Schilling 2 V* Pence gestiegen war. hielt er sich im weiteren Verlaufe bei verhältnismäßig sehr geringfügigen Schwankungen ungefähr auf diesem Stande. Die Londoner Schlußnotierungen waren: Standard Crepe und Ribbed ameked Sheets greifbar pro Dezember */* V«, Jänner-März V* 7«, April-Juni '/, bis % T/„. Die Lage hat sich im allgemeinen kaum verändert, wenn man auch heute vielfach die weitere Preisgestaltung etwas zuversichtlicher beurteilt und bestimmter annimmt, daß Nordamerika in der nächsten Zeit wieder als vollwertiger Käufer auftreten und der Markt damit ein anderes Aussehen erhalten wird. Belief sich doch die Rohgummieinfuhr der Vereinigten Staaten im Jänner auf rund 31.260 und im Juni auf 33.000 Tonnen, um dann im Juli auf 18.609 Tonnen zurückzugehen und im September auf 11.660 Tonnen zu fallen. Die Öktoberankünfte haben sich hierauf um 7> •/« ans rund 19.700 Tonnen erhöht, blieben aber noch um etwa 18° o hinter denen des Vormonats zurück. Insgesamt betrug der Rohgummiimport der Vereinigten Staaten in den zehn Monaten Jänner-Oktober dieses Jahres 258.595'/, Tonnen gegen 229.600 Tonnen im gleichen Zeitraum von 1922, was einer Zunahme von ungefähr 13% entspricht. Von England wäre eine Abnahme der Londoner Stocks zu melden, der sich am 24. November auf 59.606 Tonnen belief gegen 60.405 Tonnen am 10. d. M. Aus London liegett neuerdings Schätzungen in Betreff von Erzeugung und Verdrauch der Welt im laufenden und kommenden Jabr vor: Erzeugung 1923 : 360.000 und 1924 386.000 Tonnen. Verbrauch 1923: 431.000 und 1924 469.000 Tonnen. Baumwolle. An den a m e r i k a n i s ch e n Baumwollmärkten war in den verflossenen 14 Tagen eine ausgesprochen feste Tendenz zu verzeichnen. Middling kostete in New-Uor! Mitte November 36.65 und im Dezember erste Woche 37.80 Cent pro englische Pfund Dezemberlieferuna. An den deutschen Märkten gingen die Preise ebenfalls höher. Fully Middling notierte: Bremen Mitte November 35.98 und im Dezember 39.29 Cent. Das Banmwollgarngeschäft verlief nach dem München-Gladbacher Bericht still. Die Umsätze waren gering. Da die Betriebe meistens geschlossen halten, wurde auch seitens der Verbraucher nichts entnommen. Das Webwarengeschäft hatte im November ruhigen Verkehr aufzuweisen. Infolge fehlender Aufträge und mangelnden Rohstoffes konnte nur ganz eingeschränkt gearbeitet werden. Gold, Silber, Münzen. Die letzten Preise, welche geringe Veränderungen erfuhren, steltett sich wie folgt: Feingold Einkauf 43,700.000 K., Verkauf 47,0< 0.000 K., der Einkauf von Silber 1,350.000 K.. Verkauf 1,460.060 K. pro Kilogramm, Goldlegierung 14 Karat pro Gramm Lovxnzk' 1924. Nnchvru'1 oerboten. 4,Lady8chaikofl-Verla?, Berlin. (30. FoUntzurrg.) Snkel Moses. Roman von Fchalom Asch. „Was spricht der Onkel da, das Kind stirbt d.ch für den Onkel", versicherte Aaron. Plötzlich aber hörten Charlies Besuche aus. „Pa" sagt, Charlie habe sich in bi« Politik eingelassen, er sei ein Sozialist geworden und kylte Reden an den Straßenecken. Da sagt auch, der Sozialismus sei keine gute Politik, weil die Sogialisten nicht die geringste Aussicht hätten, 'bei den Wahlen durchzudringen. Wenn es schon Politik sein mußte, da hätte sich Charlie den Demokraten awchließen sollen, sagt Pa, oder den Republikanern; dann hätte er wenigstens für diese Tätigkeit das Kollegieitu'eld bezahlen können und Aussicht aus ein guteS Fortkommen gcffabt. Aber bei den Sozialisten kann Charlie gar keine Aussichten haben, weil sie bei den Wahlen nicht durchdringen können. Charlie kam nicht; Mascha dachte nicht an ihn. Doch seit sie Braut geworden ist. hat sie den Wunsch, Charlie wieder zu sehen. Sie hat nämlich Furcht vor ihm. Furcht? Eigentlich nicht. Aber sie schämt sich. Das hält sie davor zurück. Charlie auszusuchen; aber warum soll sie sich eigentlich schämen? Sie urschte ihn doch so gerne sehen . . . Sie fühlt, sie habe ihm etwas sehr Wichtiges zu sagen, doch sie kann nicht darauistommen. was sie ihm eigentlich sagen will. Und eines Morgens stand Mascha nach einer schlafftffen Nacht hastig aus und empfand, sie hätte sich vor niemandem zu schämen. Sogar vor Charlie nicht. In ein paar Wochen würde sie ja ohnedies sterben. Weshalb sic so fest überzeugt war, sie würde sterben, das mußte sie nicht. Doch ihr war klar, es werde ihr ellvas geschehen — und in aller Früh e.ilte sie zur Tante. Sie wußte, daß sie Charlie zu -Hause treffen würde; denn nach der Arbeit, spät am Abend, schläft Charlie am frühen Morgen noch ftsi. Sie hatte Lust, Charlie zu einem Spaziergang durch die Fünfte Menne in der: Zentralpark rmtzuschleppetl. wie sie beide es oft getan batten, ehe sie des Onkel- Braut geworden wgr, m Ltzr Zeit, da Charlie sie noch besuchte. Mascha war neugierig, ob Charlies Schnurrbart schon stärker gewachsen war und ob er ihn wirklich nicht rasierte, wie er ihr es einmal im Scherz versprochen hatte. Schämen braucht sie sich wirklich nicht — Charlie weiß ja nicht, daß sie ohnedies nicht Hochzeit herben wird, er weiß ja nicht, daß sie bald sterben -wird. 7. Charlie Melnik. Mascha fand Charlie schlafend'. Die Taarte empfing sie überrascht. „Charlie, Charlie, schau uur, wer da ist!" Langsam kam Charlie aus dem zweiten Zimmer, den .Haarschopf verrauft und voll Federn. Seine feurigen, schwarzen Augen waren weit aufgerissen. Mascha hatte recht behalten — er rasierte sich den Schrmröbart nicht; >der Schnurrbart war.so klein und dünn, daß es eigentlich nicht lohnte, ihn zu rasieren. Doch die jungen Härchen waren kohlschivarz und gaben seinem kindischen! Buüschenge.sicht etwas Männliches. Charlie wurde verlegen, als er Plötzlich Mascha sah. Se.in Buvschengesicht war mit einem Male mit Blut übergossen; auch das Stück seines Körpers, das aus den Kleidern heraussah, war Autübergossen. Aus den Kleidern aber sah ein großes Stück seines jungen Körpers, itenit Charlie stand inr bloßen Nachthemd. Einen Augenblick lang wußte Charlie vor Ueberraschung nicht, was er tun sollte und blieb mit seinen nackten Füßen und nackten Artnen starr stehen; erst die Mutte.r erinnerte ihn an seinen Auszug: „Charlie, was tust du?" Charlie verschwand im nächsten Zimmer. Mascha lachte. Die Mutter entschuldigte ihn: „Die Hitze ist nicht anszuhalten! Am liebsten ginge man nackt herum!" Die Mutter reichte Charlie das Hetnd und die Hose ins Zimmer, welche beim Ofen trockneten, da sie Charlie, 'als er von der Nachtarbeit heimgekomwen )var, ausgewaschen hatte. „Ich bin gekommen, mm Charlie zu einem Bummel M den Pa.vk -mitLUn-ebmen". fo&U Mascha, 12. Dezember 1923 Nr. 173Ä 1000 St., 900/1000..Teile feilt 1125 K. M ü lt s e itt 1 Silberkrone 5500 K., 2 Kronen =* 11.000 K.. 5 Kronen “ 28.800 K.. 1 Silbergulden -- 14.700 K., 2 Gulden 29.400 K.. 10 Kronen in Gold --- 131.000 K., 20 Goldkronen — 262.900 K. Brillanten, Perlen. Brillanten in Platinfassungen, wie z. B. Broschen, Uhr- Armbänder, sind stets gesucht, ebenso herrscht auch Nachfrage für schöne große und mnde Perlen, welche nicht immer erhältlich sind. Silber-Handtaschen mit feinen Netzen werden von 1 Million aufwärts gekauft, auch finden sich für silberne Zigarettendosen mit Emailstreifen Käufer von 300.000 K. aufwärts, Ganzemail- Zigarettendofen kosten zirka 450.000 K., Goldreifen mit Gravierungen stellen sich von 600.000 K. aufwärts. Wiener WareMtse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die gestrige Warenbörse war mäßig belebt, tut* einige Abschlüsse erfolgte« in Chemikalien zu unveränderten, Preisen. Von den offerierten Artikeln sind erwähnenswert: Hirschhornsalz Stück zu 11.200 K. und -Pulver zu 7400 K., Eisenvitriol zu 1000 K., Reisstärke (Nielsen) zu 8000 K., Chromalaun zu 8500 K. ab Wien, Kali gelbblausaures zu 34.000 K.. - Natriumsulfit zu 4200 K. ab niederöfterreichischer Fabrik, Paraffin 52/54 in Tafeln tranSp. weiß zu 7300 K., Paraffin Schuppen 50/52 zu 6700 Ä., Salmiakgeist 0 910 zu 5100 K. ab niederösterreichischer Station, ferner notierten Antichlor kristallisiert 3000 K., Bittersalz 520 K. transit Wien, Borax 9400 K., Chromkali 19.600 K., Essigsäure chemisch rein 80°/, 16.200 K. ab niederösterreichischer Fabrik. Glyzerin 28 KL chemisch rein 29.000 K., französisches Harz W. W. 5300 K., inl. F. G. 460) K. ab Wien. Oele und Fette. Die Stinmrung blieb behauptet, offeriert wurden Schweinefett pur-* lar.l Faßpackung zu 27.200 K., in Kleinfässern zu 27.500 K., Speisetafelöl zu 16.800 K. und Se^amöl erste Pressung zu 19.500 K. Kolonialwaren hatten einiges Geschäft in Kaffee, Tee. Kakao, Gewürze, Reis und Kondensmilch zu unveränderten Preisen. Zucker tendierte fester, da die Ausfuhr aus der Tschecho- Slowakei erschwert ist und man ein gänzliches Verbot vorbereitet. Kristall notierte 3.90 tschech. K. (+ 20 Punkte), Würfel 4.20 tschech. K. (4- 15 Punktet prompt sowie 3.95 resp 4.25 tschech. K. pro Jänner-Februar. Ab Lager Wien ist Kristall um 100 K. höher und notiert 10.400 K. Lequar 1923 stieg um 100 K. auf 6000 K., bosnische Pflaumen 95/160 Sackware 1923 um 400 K. auf 6800 K. und in Kisten um 300 K. auf 7500 K. Zum öffentlichen Verkauf gelangten laut Art. 343 des H.- G.-Bl. 600 Flaschen Weinbraud 7/10 36°/« Palfy zu 25.006 9 pro Flasche. Viehmärkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) B o r st e n v i e h m a r k t. Angemeldet wurden für . den gestrigen Markt 3231 Schweine, allein zu Beginn deS- ' selben waren bloß 2321 Stück, darunter 386 Fleisch- und 1935 Fettschweine ausgetnebeu. Der Provenienz nach waren 221 inländische. 646 ungarische, 944 jugoslawische, 48 niederländische, 462 dänische. Fettschweine tendierten, da die Stimmung auf dem Fettmarkte im Abflauen begriffen ist, unverändert. Hingegen haben Fleischweine bei verminderter Zufuhr, namentlich in den besseren Qualitäten bis zu 2000 K. per Kilogramm gegenüber der Vorwoche im Prelle angezogen. — Es notierten Fettschweine prima 27.000 K. bis 28.500 K., mittelschwer- 26.000 K. bis 27.000 K., Bauernschweine 25.500 K. bis -27.000 K., alte Schweine 25.000 K. bis 26.000 K., alte dänische 20.000 K. bis 22.000 K. und Fleischschweine 23.000 K. (29.000) St. per Kilogramm Lebendgewicht. Me Jevisenkurse. Prag» 11. Dezember. (Devisenkurse. — Mitgeteilt von Bankamte des tschecho-slowakischen FinanzniinisteriumS.) Berlin*) 8.45 (8.275). Zürich 603.- (602.75), Paris 184i— (184.25\ London 15005 (150.375), New-Pork 34.60 (34.45), Belgrad 39.25 (39.50t, Bukarest 17.62 (- -), Wien 4.88 (4.54), Warschau 9.50 (9.— ), Agram (-.-), Budapest 17.75 (17.15),. Jugoslawische 39.25 (39.50), Oesterreichische gestempelte Krone 4.86 (4.54) Polnisches) 8.65 (8.65t. Ungarische 11 - (11.-). *) pro Billion, f) pro Milliarde. „Fahret lieber nach Coneh Island unfr nehmet ein Seebad — es ist ja heiß zum Ersticken. Ich ja-M chn unauf« hörttch nach Ccneh Island, doch er ist schrecklich faul, Mascha, den gattzett Taq hockt er in der Stube >bei den Büchern", erzählte die Mutter stolz. „Die Mutter ha: recht, Charlie! Wir fahrett nach Coney »Island. Ans vettr Wege hole ich nur zu .Hause mein Badekostüm. Nimm deittes mit, Charlie." Charlie trat aus dem nück/sten Zimmer in voller Eleganz, in seinem frisch oebügelten Hemd tutb den gewaschenen Hosen, die noch nicht ganz trocken waren. Von seinenschwärzet: Haaren rannen noch große Masstrtropsen auf sein Gesicht nieder, da Charlie den Kopf uni er die Wasserleitung gehalten hatte. „Ich 'bin gekomtnen, um dich nach Coney Island z>nn Schwimmen mitzunehmett," sagte Mascha, „nimm dein Badekcistüm mit." Charlie zeigte keine große Lust -dazu. Er /lächelte ber-- legen und sagte, or nvüsse etwas in der Stadt besorget: und habe keine Zeit. Die Antwort wirkte aus Ncascha wie ein kalter Wasserstrahl und sie erhob sich, um zu gehen. Die Mutter gab ihrer Verwunderung Ausdruck, daß Akascha bei dieser Hitze in der Stadt blieb nn-d,warum sie n-icht auiss Land gefahren war; sie 'beantwortete es sich selbst mit der Vermtttung, es sei wohl wegen der Aussteuer: - „Man hat mir gesagt, daß sehr lxild deine Hochzeit seit: wird. Sie irtlöge in einer glücklichen Stuiede sein!" Mascha antwortete nicht. Sie wurde rot und schwieg. Dann abe.r sagte sie plötzlich trotzig n-nd sah dabei Charlie an: „Ich habe so viel in der Stadt zu tun vor der Hochzeit und der Onkel", doch was der Onkel tat oder nicht tat, -das sagte sie nicht mehr. Wieder errötete sie und brach mitten im Satz ab. Und statt des Trotzes uu-d der Usberhe-bung, welche das Wort der „Onkel" merken lassen sollte, kam etwas heraus, was Mitleid für Mascha erweckte. Charlie bekam Mitleid mit Mascha und es tat ihm leid, -daß er sie so kühl empfanget: hatte; daher sagte er zur Mutter: „Du hast recht, old chap," dabei klopfte er der Mutter auf die. Schulter, „es ist heiß; komm'. Mascha, ich nehme dich.zum Schwim-men mit " (Fortsetzung lolafc)