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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-08 · Heft 1730 (8.12.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1730 (8.12.1923)
Date
1923-12-08
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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0eBe 8 ' Wen, SamOch Sine erlösende Umwälzung tut Haushalte erzielen Sie durch Ankauf der weltberühmten Wehlemanns Patent ,,Jmm.erbrand Küchen- und Heizöfen". Die Vorteile flub: Verweridnna von sehr billigen Brennstoffen (.Holzkohlenabfälle, Holzkahlenstaub) und Ausnützung des Brennstoffes bis zu 94 Prozent, daher bedeutende Geldersparnis. Diese Qesen brennen ununterbrochen Tag und -Nacht, ersparen -aber das tägliche -Ferieiinacheu und die damit verbundene Zeit sowie Mühe und Kosten, ermöglichen Kochen, Braten und Bällen in ein- und demselben Rohre, liefern jederzeit heiles Wasser und erzeugen eine stete, angenehme Zimmertemperatur. Wehlemanns Patent-Oefen über« treffen die besten GaSöfen und erreichen hinsichtlich Vrennstoffersparms und Höhe der Leistung die äußersten Grenzen. Nach Aussprüchen bedeutender Fachantoritäten stellen diese Offen einen Weltrekord im Ofenbau dar. Verlangen Sie Prospekte von „Albert Wehlemanns Immerbränd-Werle" Ges. m. l>. H>, Wien. 3. Bez., Schützengasse Nr. 1 (Telephon ,1? 89), oder sehen Sie sich dort'die Oeftn im praktischen Betrieb an. Wir werden in den nächsten Tagen Anerkennungsschreiben von Besitzern solcher Oefen veröffentlichen. * Industrielle, Geschäftsleute, Hausbesitzer «sw. erhalten höchste und vortevchaftefte Barkrebite zu 18 Prozent p. a. durch das protokollierte BarMaus Urban «. C o.. 9. Bez., Währigerftratze 22. Ohne Provisionsabzüge. Auszahlung bmnen zwei bis drei Tagen. * Das Schuhhaus Dorn» 2. Bez., Taborflrahe 8», eines der führenden und tonangebenden Häuser der Schnhbranche, empfiehlt dem k. T. Publikum sein großes Lager in Spezialmarken zu sehr mäßigen Preisen. * Das Tanzinstitnt Braun ist nach der Renovierung der Schulräume wieder eröffnet worden. Modernste Unterrichtsmethode. Täglich Unterricht und Uebung unter persönlicher Leitung des Tanzmersters Hermann Brann. Einschreibungen täglich. 14. Bez.. Reindorfgasse 42. * Die Präsidentin der „Aohö", Frau Freund-MarcuS, besuchte vor einigen Tagen die Feinwaschanstalt „Habsburg", 6. Bez., Wallgasse 4, und äußerte sich über den modernst emgerichteten und großartig stmktionierenden Betrieb besonders lobend. * Brillen, Zwicker und optische Gläser aller Art kaufen Sie bestens im Spezialgeschäft A. Kohn, A). Bez., Jägerstrahe 38.' Fachmännische Behandlung. Mäßige Preise. Repcsaturen sofort. * Das altbekannte Tapezierermöbelhaus M. Weiß verkauft sowohl in der Filiale, 2. Bez.. Darwingasse 39, als auch in der Filiale. :">. Be;., Arbeitergasse 37, erstklassige Tapezierermvbel aller Art zu außerordentlich billigen Preisen. * Tausend Dank allen meinen treuen Kunden für das mir biMier geschenkte Vertraueil. Ich itverde dies auch fernerhin rechtfertigen. Tnchhand'lung Artur Baß. 1. Bez., SteiM-aafse 8 (Zuqang zwischen Tuchlau'beu 7 nnd 9). * Ueber 17 Milliarden Kronen gelangen m der zehnten österreichischen Klassenlotterie zur äb.zupfreien Auszahlung. Zrehrmg erste Klasse am 28. Dezember 1923. Die Geschäftsstelle A. Bevmann Sporer, Wien, 1. Bez.. Liliengasse 2, hat bereits mehrere Haupttreffer an die ^glücklichen 'Gewinner zur 2luSzahlima gebracht, und sind daselbst Lose erhältlich. Beachten S ie di e B ei lag ein de r heutigen Nummer! * Das billigste Damengeschenk ist ein Tanzpaarmieder. Modell „Excelsior" ' / .V, . : . . K. 125.000, 140.000 Modell(Langsch'lnß) _.K. 180.000 Büstenhalter „Senta" aus Trikot, weiß und rosa . K. 30.000 Büstenhalter „Aida" aus Tüll .K. 40-0o0 1. Bez., Kärntnerstraße 9; 3. Bez.. Hauptstraße 9: 0. Bez, Mariahilferstraße 47. Sehitlnachrrchten. Wir empfehlen jedem Itrriften, Techniker, Levrer n-nd Teamten. der'sich dem kaufmännischen, 'bezichungsweise Bankberufe widmen will, den Besuch der 'erstklassig geführten nennwöchrgen Abend-Bank- und Handelskurse an der Handelsschule Deutsch, 8. Bez., Hörlgasse 12. Nächster Mrsbeginn: 14. Dezember. , -- ■■ ■ , '■■■." - gM.gBäg-aq Bedeuinng des Judentums. Es wäre eine Ehrerrpflicht des jüdischen Volkes, das Werk dieses auch vom künstlerischen Standpunkt hervorragenden Dichters besser und allgemeiner kennen zu lernenals dies bisher der Fall war. Es wäret wert, m guten liebe rsetzungen, vor allem in hebräischen, Verbreitung zu finden. Und dieses Werk hat sicherlich Wirkungen gezeitigt, die über den Rahmen des Literarischen weit hinausgehen. Daß einer der größten Dichter der tschechischen Nation im 19. Jahrhundert, in dem Jahrhundert ihrer geistigen, nationalen Auferstehung, ein so inniges, aufrichtiges und würdiges Verhältnis zum Judentum hatte, hat sein ganzes Volk, mag es sich nun politisch zum Judentum stellen wie. immer, entscheidend beeinflußt, und es ist sicher Äeseiw kulturellen Einfluß zuzuschreiben, daß das tschechische Volk zwar einen wirtschaftlichen Antagonismus gegen die Juden kennt, sich aber bisher gegen, alle Anfälle des Rafsenantisemitismus fast immun gezeigt hat. Das Buch Donaths ist keineswegs von politisches Gesichtspunkten beherrscht und deutet die Stellungnahme des Autors auch nur indirekt an. Abgesehen von einigen gelegentlich und nebenbei einfließeuden Aeußerungen erkchut man Donaths jüdischnationale Gesinnung nur daran, daß ec im tschechischen Text das Wort „Zide^ (Juden) immer mit großem Anfangsbuchstaben schreibt. Im Tschechischen nämlich werden die Namen von Nationen mit . großem Ansangsblichstaben, die Bezeichnungen der Religiynszuge- Hörigkeit mit kleinem Anfangsbuchstaben geschrieben und daher besteht in diesem Punkte zwischen Zionisten und tschechisch-jüdischen Assimilanten seit jeher ein orthographischer Kamps. Dem Text Donaths ist ein Anhang beigegebeü, Proben der im Texte behandelten Dichtungen. Damit kann das Buch auch als ein kleines tschechisches Lesebuch für Juden, die sich in die Sprache einleben wollen, empfohlen werden. ES ist sicher ein wertvoller Beitrag zur Geschichte des Einflusses jüdischer Kulturelemente auf die europäische Kultur und verdient die aufmerksamste Beachtung. Hoffentlich ist es Donath beschieden, es noch in der Richtung zu. ergänzen, daß er, über das rein Stoffliche hinaus, den intensiveren Nachwirkungen jüdischen Geistes in der tschechischen Literatur, die er so gründlich kennt, nachgeht. Dann lwird er eine schöne Vorarbeit zu jener großen Ausgabe geleistet haben. »M tM G.MMMiWM. DkHMsttzWWM Wiener Morgenzettung. vereine. Bortriige nnd Versammlungen. P a-l ä st i-er a - S e k t i o n - z i o n i st i s Ä e r H nutz e l? h o ch s ck ü l e r. Heute, 7 Ufir abends, im.Heime der Vereinigung der jüdischen Hörer an der Hochschule für Welthandel. 2. Bez.. Taborstraße 1, Mezzanin, Voktrag: Gand, ing. S. Barenblüth: Die technischen Probleme des Aufbauwerkes in Palästina. Gäste willkommen! — Volksbibliothek Zion, 2. Bez., G! o ck e n g a s l e 30. Heute, V,4 Uhr nachmittags, wichtige Änsschußsitzuug. — Z i o u i st t s.ch e B ezirk 8 iektiou XU, XIV und XV. Heute, präzise V2S Uhr abends, Makkabäerfcier. Festrede: Prof.- Artnr Freud; Mitwirkende : Fritz B! u m (Burgtheater). OberkcmtcE M arg ul i e s, S m e t a it a, Dr. Weil (Hunmnknlus). Tanz. 15. Bez., Herklotzgasse 21. — Hebräischer K l u b, 2. Bez., T a b o r ft r a ß e- 1. Heute, */t8 Uhr abends, Ehanukkahfeier. Gäste tvillkommell I — Z i o n t st i s ch e K u l t u r g r u v p e, 20. Bez., K a r l M e i ß l st r a ß e 5. Heute, $ Uhr. Deklamation Leo M e n c z e r. Nachher Vortrag Prof. Wilhelm Menkes: Die Bedeutung des Ehanukkahfestes. 5 Uhr jüdischer Geschichtskurs, nachher Diskussion uitb Heimabend. Z i o n istisch-akade Mischer Landesverband- Nächste Sitzung Mittwoch den 12. d.. 7 Uhr abends, im Zionistischen Landeskomitee, 2. Bez., Taborstraße 20 a. — V e r i n N o r d- O st. Heute im Hotel Continental Kinder-Akademie, hei welcher von Tanzmeister Heller einstudierte Balletts zur Aüffuhnmg gelangen. Hierauf Tanzkränzchen. — Hebräischer Lehrerverband, 2. Bez., Große Mohrengllsse 16/32. Heute, präzise 6 Uhr abends, wichtige Ansschußsitzuhg im Lokale der Hebräischen Schule, 2. Bez., Große Mohrengasse 16/22. — Verein f it t jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Heute, 7 Uhr abends, im Sitzungssaale der Israelitischen Kultusgemeinde, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, Vortrag von Pros. Julius Urbach: Jüdische Mdtive in der tschechischen Literatur.' Eintritt frei. Gäste willkommen l — S e» phardisch-akademischerVereinEsperanza. Heute, 8 Uhr abends, im Vereinslokale, 2. Dez., Nrwaragasse 37, Freier Diskussionsabend. Gäste willkommen! — Der Verein jüdischer E l t e r n, W i e n, XVIII. veraüstaltet übermorgen (Montag) im Saale „zum wilden Manü", 18. Bez., Währingerstraße 85, eine Ehauukkahfeie? ^tür Eltern und Kinder mit reichhaltigem Programm. Beginn präzise 5 Uhr nachmittags. — Z i o n i st i s ch e Sektion Zwischenbrücke n, 20. Bez., Allerheiligenplatz 17. Heute, 4 Uhr nachmittags, beginnt der Literaturkurs untef Leitung der Herren S. Schwager und N. Beer. Zwecks Gründung eines VereinSchores werden stimmbegabte Herren nnd Damen gesucht. Anmeldungen bei Adler. U r a n i a. Heute: Großer Saalr *^10 Uhr r Urania-Vorträge für Handelsschulen. Die Besteigung des Mount Everest. 723 Uhr: Der Wiener Walzer. 5 Uhr: M Lande der Pagoden und Elefanten. 728 Uhr: Unser Salzkawmergut. — Kleiner Saal: V,3 Uhr: Volksleben iN Aegypten. V.5 Uhr: Russischer Abend. l/ß Uhr: Meister bft Tonkunst. LeitMg Prof. Artur BarenSseld: I. Ludwig bml Beethoven. — Kurs saalr >/,8 Uür: Dr. Lily Weiser: Das Julsest. '/,8 Uhr: Dr. M. W e i ß : Me erkrankt der Mensch cm Tuberkulose? — K l n b s a a l: l/s6 Uhr: Musikpädagoge Oskar Fitz: Die Quintenleiter und die Anschaulichkeit im Musikunterricht. V,8 Uhr: Hela Kosani: RezitationSabend. M o r g v n: '/,3 Uhr r Johann Strauß. 5 Ähr: Bei den Ureinwohner:: Australiens. V, 8 Uhr r Dr. Josef B e r g a n e r: Ält-Wiener Theater. — K l e i n e r S a a l: Wr r Wilhelm Busch, ein Meister deutschen Humors. V,5 Uhr! Opernfragmente. IX. Die Walküre. Rheingold. Leitung Dr. Adolf G ü n zb n r g : Vz8 Uhr: Konzertsängerin Rifetta Deutsche Volksliederabend. — K « r s - S a a l: '/z6 Uhr: Univ.-Prof. Doktor Robert F. Arnold: Gerhart Hanptmann I. Uhr r Generaldirektor Dr. Anton Lederer: NatmgeWchte einer Kerze. I. - K l u b - S a a l: 7,6 Uhr: Schriftsteller Dr. Erwin S t r a n i k: Spruch und Widerspntch in modernm Dichinng. 7*8 Uhrr Trio-Abend. Weißgörber-DueSberg-Willfort. * Kurse für hebräische Stenographie. Die eck Z i o », 2. Bez., Glockengasse 30, hat Kurse f ü r h e b r ä ische Stenog.rapyie eröffnet. UnterrichtssMden jeden Sonntag um 2 Uhr nachmittags. Einschreibungen täglich von 6 bis 8 Uhr abenös. Zutritt frei. „ ReuaearMete jüdische Tischgesellschaft, m t»r sellschaft des Sektors! i der Leopowstadt nn Restaurant Barschak, 2. Bez.,. Große Schiffgasse 3, liest Herr Siegnmnd Haber DienStag den 11. d., präzise 8 Uhr abends, eigene humoristische Dichtungen vor. Gäste willkommen! Eintritt frei. Verein zur Bekleidung arm«, aller Männer. kDcv Verein, seit Jaihren mrter BeÜlunlg des Herrn PrÄsidenitett Kultusrat. I. S ch w a r z. hat zum Andenken an sein verstorbenes Ehrennütglied Herrn Rabbiner Dr. Adolf S ch m i e d l dessen Gedichte hercmsgegeben. Den Wenigsten dürste e8 bekannt sein, daß der beliebte Kanzelredner sich auch poetisch betätigt hat. Diese dichtenrischen Darbietungen interessieren somit schon der Person des Verfassers wegen. Den Abschluß des geschmackvolles Bändchens bildet die Gedenkrede, die der Amtsnachfolger Dr. S ch m i e d l s, Rabbiner Dr. Max G r u n w a l d, seinem Vorgänger gehalten hat. Der Rest der Auflage ist durch die Buchhandlung D. L. H rr s ch l e r & Gomp., Wien, 1. Bez., Rabenst^kl, zu .beziehen. . ' * K«ren Kajemeth NJsrael (Jüdischer Nationalfonds). Mitglieder und Organisationen, die territorial nicht a b gegrenzt sind (wie Akademischer Landesverband, Hitachduth, Misrachi usw.), werden ersucht, auf den P o st e r l a (!sch ein en den Namen ihrer Organisation zu vermerken, damit die Beträge ihrem Kontingente gutgeschrieben werden können. Ohne Vermerk einlangende Spenden werden den betreffenden BezirkSsektionen autgeschrieben, es sei denn, daß der Spender dem Bureau als mtgehöriger einer anderen Organisation bekannt ist. Büchseninhaber, deren Büchsen seit längerer Zeit (6 Monate)- nicht geleert wurden, werden gebeten, dies dem Bureau, 2. Bez., Zirkusgasse 33, Telephon 40-606, zu melden. An alle National- .fondsbüchseninhaber des 9. Bezirkes. Die diesmalige Leenmg der Büchsen im 9. Bezirke findet jn der Zeit vom 12. bis 26. Dezember 1923 statt. Sämtliche .Kommissäre besitzen Legitimationen. Diese sind mit der StarNpiglie des Keren lKa-jemeth ^'JisrM (Jüldischer Natiomalffosi^s) sswie mit der der Z. A. B. „Bar-Kochba" versehen. Sie Knuahmm des Mdischen Raüonalsoud«. Wie auS den Berichtes des Hauptbureaus des Jüdischen NationaljvndS (Keren Kajemeth l'Jsrael) hervorgehp hat daS seit der Uebersiedlung des BureatzS nach Jerusalem beobachtete Wiederansteigen der Spendeneinnahnler: - auch während der Sommermonttte. angehalten. Die Spendensumme in den neun Monaten von Jänner bis Ende September 1923 betrüg 108.700 Pfund und nach Abzug ' der Beiträge des Ker(n Hajeffod, welche 16.305 Pfund betragen, 92.395 Pfund. DiKm Betrag steht für die entsprechende Zeit des Vorjahres eine <pumme von rund 62.000 Pfund gegenüber. (O e st e r r e i ch hat in diesen MpuatM.deS,2shre- 1923 im gan-ep b l o ß 83v Dstrnd anf- 8. Dezember 1923 n Nr. 1730 " -----: p*" "'■<—* r*r-i ’——--- gebracht Ostgalizien, Deutschland und Litgnen. ungefähr je daS Doppelte.) .... - Die 0l e s g m t i. i n g..ä-n g edes Fonds feit feinet 01 x Ü n b n it g bis Ende September 1923 betragen 1.068.500 P f n n d. Wenn man derßck'ichtigt. daß seit der Schgffnng'des Jüdischen.Nationalfonds über zwanzig Jahre verflossen sind nud die Wichtigkeit dieses.Instruments in Ettvägimg zieht, das geschassen wurde, um den Bode n, die erste Olrundlage des künftigen jüdischen Heims, firv das südliche Volk zu erwerben, so erkennt man, wie beschäinond klein die Lcistimgen'' der Jndenbeit, die der jüdischeu Zukunft gelten, bisher gewesen sind.' Es unterliegt keinem Zweifel, daß bei entsprechendem -Willen die Eingänge für den Keren Kasemeth' l'Jsrael. dessen Wichtigkeit kein anderes Saunnelmittel zu verringern vermag, lvödrend stier Gaben in i e d er Höhe willkdmuwn sind, -in kurzer Zeit v e r v i e ls a ch t werden könnten 1 Santmlnngtn der „Wiener Morgenzeitung'. Für die „Kleine Esther^ (siehe Artikel von Frau Klara Mautner vom 80. November) sind bet uns eingelaufen tt Bon Georg und Martin 100.000 K., Nnaeuannt 2 Pstrnd, 17 Schilling 7 Pence, Bronig Ist 150.000 K., Frau Dr.- Cprecher- 100.000 K., Dr. D. Rosenthal XII. 200.000 K., Ungenannt 100.000 K., Familie Schreier 170.000 Ä., Samnilung durch Siegmund Schreier: Simon Friedmann 50.000 K., H. Steuer 10.000 Kronen, F. F. 50.000 K., L. K. 25.000 K., Ungenannt 100.000 Kronen, Hirschler, Schätzgebübr Rudolf Glas 100.000 K., Frau A. S. 150.000 K., Feinrrt 100.000 K. Für arme alte Frau (bisher 150.000 K.). Jost f Frächter, Wiener-Neustadt 50.000 K. Für nolleldende Juden Deutschlands (bisher 4,560.000 KZ. Hirschler 50.000 K., Hirschler, Schätzgebühr Prof. M Oppenheim 50.000 K. Austritte aus dem Fudenium. Weiß Markus, geb. 2. Dezember 1880, Ryitra, 3. Dez., Dietrichgasse 1. W i n t e r st e i n Rosa, geb. 15. Rugust 1896, Wien. 9. Bez., Glasergasse 5. Weiß Joses, geh. 27. September 1898, Wien, Angestellter, 18. Bez.. Marsanogasse 1. Wolf Adolf, geb. 27. Juni 1891, Wien, 15. Bez., Löhrgasse 15. F lehn er Ernst, geb 4. August 1903, Wien. Praktikant, 8. Bez.. Schönborngasse 10. Tr. E i n e r l Otto, geb. 29. Mai 1895, Wien, <5. Bez., Matroseiigasse 9. D n s ch n'i tz Franz, geb. 25. Oktober 1901, Wien, 1. Bez.. Bartensteingasse 9. H e r s ch k v w i tz Ernst, geb. 11. April 1900, Wien. 2. Bez., Schöngasse 16. B l u m Rosalie geb. Spitzer, geb 15. Juli 1882, Wien, 2. Bez. Wolmutstraße 27. Quadrat Wilhelni, geb. 12. Juni 1923, Wien, 2. Bez., Obermüllnerstraße 5. Sachs Emil Anton Kurt, geb. 5. November 1913, Wien, 8. Bez., Mölkeraaffe 8. Schön Oskar, geb. 6. Juni 1899, Wien. 2. Bez.,. Wolfgang Schälzlgasse 24. F r i e d m a u Gabriele, geb. 14. Juli 1921, Wien, 6. Bez., Linke Wieuzeile 10. Wasserberger Hildegarde, geb. 31. August 1899, Wien, 6. Bez., Sttnnpergassr 5. B r o d Wiktor, geb. 27. November 1894. Wien, 6. Bez., Kasernengasse 9. Fu ch s Margaretegeb. W e i ß, geb. 24. April 1900- Wien. 8; Bez., Stumpergasse 64. M a tz n e r Paul Stephan, geb. 31. Oktober 1908/ Wien, Gymnasiast, 1. Bez., Eßlinggasie 15. Stern Friedrich, geb. 19. Mai 1904, Wien, Zahntechniker/ 2. Bez., Cgerningasse 4. .S ch m i d e k Moritz, geb. 8. März 1881, Wien 2. Bez., Nordbchnstraße 30. Sommer Ludwig, 2. Bez., Roten Sterngasse 22. Bauer NorNirt, geb. 26. April 1901, Wien, Ziseleur, 18. Bez., Hofstattgasse 4. ' Literatur. Panafim. Bon Eugen Hoeslsch. Die außerordentliche» Eile, mit der Japan Eitt-' Wicklung zur diktierenden iGroßinacht dirrchlies, ries in den Politik Europas jene jBeunruhignug hervor, die sich im kaiserlich deutschen Schlagwort von Ler gelben Gefahr verdichtete, sie mußte aber auch Beunruhigung bei jenen Hervorrufen, die in Japan den zukünftigerr Führer »eines seiner echischen Mission, wieder bewußten Asien erblickten. Diel Frage: was ist der Sinn des neuen Japan, forderte Antwort. Die Antwort, welche die Kriegsschiffe unter der Sonnenslagge gaben, war nicht eindeutig genug, um -alle- Problematik einer allzu einfachen Beantwortung zu zer-( stören. Der Rest, der blieb, war »och immer drängend genug, wm eineir anderen Sinn Kn suchen, der sich nicht auf die einfache Formel /Imperialismus nach westlichem Muster" bringen ließ. Immer noch blieb eine Ahnung zurück, daß diese Kriegsschiffe zn den Häsen Nippons mehr ivollen, als eine drohende Macht über den Ozean zu tragen. Alle Versuche aber, den Dmn des neuen Ostens zu erkenne», die nicht die Erkenntnis;des Sinnes Asiens voraussetzteu, mußten-ergebnislos hleiben, denn Japan ist nur eine Emanation des Geistes Usiens. Wer dies erkannt, wird erkennen, Mäntelchens, nichts anderes als der Exponent deL erdcch Japan nichts ianideres ist, trotz seines europäischem wlchenden Asien, auf den alle Hoffnungen des Orients gesetzt sind; die Hoffnung der Verteidigimg und \bt-c Hoffnung auf eine cheue, auch äußere, der immancuten inneren Größe adäquaten.Stellung in der Welt. Japan ist dep Schrittmacher eines einigen,, seiner in seinem Geiste tief fundierten Einheit bewußten Ostens. An drei Polen per asiatischen Menschheit brach der Gedanke des einigen ,Asien in diesen unseren Tagen ans: in Japan, in Indien und im Judentum, iit wenigen Teilen i dieses nach, dem Westen versprengten Stückes Orient. Nuabhängig von einander trieb'der panasiatische Gedanke seine . ersten Blüten. Japan war. es, das zuerst 'den Gedanken'. formulierte, ihm politische Formen gab. Japan gab ihm« die 'Defepsivkraft: hinter den Kriegsschiffen von Nippon ' steht der Gedanke: Asien ist eins: Eins von Palästina bis zum letzten Flecken Her asiatischen Erde. K a ku s o O ka ku r a, ein namhafter japanischer Schriftsteller, brachte den Gedanken, einfach formuliert Und überzeugend begründet, nach Europa, eben als dieser pan-- asiatische Ruf elementar, aus den: tiefften Gefühl des ' Heuens von eWgmr iniMN. Juden, Vertretern eines ethisch-

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