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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-08 · Heft 1730 (8.12.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1730 (8.12.1923)
Date
1923-12-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite (i Wien, 5ainsto|,i_ großen Beruhigung. Mi? damals meine. Vorgesetzten ihre rinf rieben heil, die sie m.iv früher stels mefleu meiner Geschäslsführung bezeigt l>a itcit, he sonders bei diesem Anlaß lebhaft äußerten und mir ihr Bedauern zu erkennen gaben, das? sie dem Drange der Umstände nachzngeben, cmrt: riia sichtlich meiner sich genötigt sähen. Da nun bei Besetzung derjenigen Drehe, nur welche ich ergebenst bin e, meine Religion tein Hindernis ist,- s>a hoffe :d), foafc eine hochlöblicltz.' Beilvaltungsbchor.de darum um so geneigter fein werde, mir durch ErtcUrnift derselben einen Berlust zu ersehen, der als ein von meinem ® Lauben g eforderter angc* sehen m erben m u f?. Ich werde durch ununterbrochenen Eifer mich einer solchen tonnst Lrscvt zu machen und einen Bei- ^'alt von neuem;n verdienen suchen, den ich in meinen früheren AiinöreriMmissm erworben;u haben min schmeicheln darf. In Erwartung einer geneigten Willfahrung meiner ge- Innfaiuiien Bitte, verharre ich verchrungsvoll einer hochlöbüäien Berwaitnngsbehörde ganz ergebenster Dr. Barnch. Frankfurt, den 28. November 1816." Ludwig Borne — der trn Jahre IBlti noch Dr. Barnch üch nannte — sah sich in seiner, man muß Wohl sagett, wohlderechiigten Erwartung bitrer getäuscht. . Die Frankfurter Dberpolizeidireklion batte ihn, wenn auch unter schmeichelhafter Aueriennnng seiner Tüchrigkei: als Beamter, Lediglich wegen seines jüdischen Giaubenbekenntnisses weageschickc, aber die rische Gemeindeverwaltung hatte nicht ich viel Tatrgesnhl, i' .rin allein schon die kräftigste Empfehlung Börnes für den erledigten Beamte »Posten rn erblicken. Wilhelms Unantastbarkeit. Die deutschen Offiziersverbände als Richter über die Vergangenheit ihres „Obersten Kriegsherrn". Aus Berlin wird gemeldet: Die deutschen Of-siztersoevbände haben über den ehemaligen Hofmarschall des Exkaisers, Grafen v. ZedIiy und Trutfchler, imZwsommenbaug mit der Verösfenrlichmrg seiner Erinnerungen eine Art Bannfluch verhängt. Sie veröffemlicheu ein: Kundgebung, worin das Buch des ehemaligen Hofmarschalls als ein Machwerk bezeichnet wird, in dem eine niedrige und treulose «trrimnung gegenüber dem EMifer als Obersten Kriegsherrn t'.riu Ausdruck komme. Die Offtziersbevbände müßten von einer Bersvnlichkei:, die eine so unehreichaste Gesinnung dokumenüere, abrückeit. Ter Buchschreiber hübe aufgchört, ihr Kamerad zu fein. Soldaten und LienftmSnner. Eine Schlägerei in der Budapester Trommelgassc. Budapest, 7. Dezember. <Ung. Tel.-Korr.-Bm.) Heute, nichts kam es in einer' Kafseeschenke in der Trommelgaise zu einer blutigen Schlägerei Mischen betrunkenen Sold a r e n und emigen Dien si m ä n n e r u, deren Verein dort rin? Unterhaltung veranstalrerc. Ein Soldat wurde von einem Geflügel Händler namens 2 o o l erstochen. Mehrere Personen wunacn verwundet. die Partei revolatiouSrer Antisemiten nnd ihr Grnvpenkommando. In: Zusamenhang mit unserem Berichte ibbev die Wiener 11uit>crfitäisffa11bn£c, meldeten wir, daß eine „K."-- Gnipp-? der Partei reoolurionärer Antisemiten in ein l'tanhans der Herbeckä.raste eine Versammlung mit dem 7[::\y.v. „Der Hochschulskandal" einberu.ftn habe. Auf einem ..D i e n st; e t i e l" der P. R. A. (Partei revolutionärer Antisemiten) „K."-Gruppe erhalten wir nunmehr die folgende bezeichnende „Berichtigung", welche tvir in wortgetreuem Abdruck biermit zur Kenntnis der Behörden '''äugen: „Um jeden jüdische,: Schwindel nnd Irreführung der Polizei zu begegnen, fordere ich als Einberuser der Nbonnenten-Vechaminlung der Wochenschrift „Austria" nach 19 des Paßgesetzes die sofortige Richtigstellung des Artikels „eine antisemitische .Hetzversammlung unter dem Thema: Hochschnlskandal" der „Morgeuzritnng" Nr. 171.7 vom 23. November 1923, mrd genauer Veröffentlichung unserer Einladung tlnter dem Thema: „K lei n/Ä Werbeschutz". Da wir durch diesen südischeit Schwindel uufere Versammlung auftösen mußten, wo die Polizei zum Werkzeug, von jüdischen, des Lesens unkundige Tintenfitfi, benützt wurde, werden wir durch diesen jüdischen Betrug ausgeforden, den Kamps gegen die Juden in verschärftem Maße aufzunehmen, und jede jüdische Versammlung umnöglich machen. Tie Polizei aber, werden Ivir z wi n g c n, gegen solche jüdische Lumpeit, mit den schärfsten Strafinaßnahmen vorzugehen, um solche geduldete, an jedem weiterecl Volksbetrug in dent Klvfetrblatt, „Morgenzeiiicng". zu hindern. Wir warnen »nd sondern Richtigstellung oder wir werden —- andere Wege gehen. Der Einberuser: K o t h, Wien. 17. Bez., Wurlitzergasst 87,1. -Stock, 16." Dieses Schreiben, welches, wie man sieht, nicht gerade allen Anforderungen einer Berichtigung entspricht, . ägt außerdem die S t a -m P i g I i c I ohan n Kot h, O b i K m d t. d. „K."- G r n P p e „W e st" uwb schließlich eine große Rundstampiglie, welche in der Mitte den DoppelaSL-r. ringsherum die Inschrist „Partei revolutionärer ''.'ntisemiwn lriruppeukomurando" trägt. Das Schreiben selbst haben lvir überdies der zuständigen Behörde zur c misprechonden Amtshandlung übergeben, die nun auch 1 umstellen hoben wird, was es mit dieser merkwürdigen Wienep Morgenzeitung. AeidnaMs-Nkösion tÖNIG Rencnwäscbe I. Splegelgarre * TiHak: T. Pianktngasst a Abendhemden.K 110.000 Zephirhemden.K 180.000 Kurze Unterhosen.K 55.000 Pyjamas.K 120.000 Nachthemden . ..K 120.000;ua Panri, ihren. Gruppen uiw militärische Kommandanten für - Bewandtnis hat und ob es sich um ein Unternr nudelt, für welches das Gericht oder aber der 2k, ri zuständig ist. Wir luartcn inzwischen auf Aufklärung. was das für ein Koch ist, der hier verspritzt wird! ßröffnung bei Hageabeü. Am Montag wurde in dom großen Gebäude in >der Zirknsgasst noch fieberhaft gearoeiiet. Ue'berall wurde 'gemauert, angestrichen, geuageli nnd pritiert, während Vvaußen im Vestibül sich schon die Leute um Karren zur Eröffnungsvorstellung drängten. Ob wohl alles rechtzeitig fertig loerden wird, Mgren Vorsichtige. Nun, cs ist alles fertig geworden, der äkte Zirkus Renz präsentierte sich vorgestern in der neuen, glänzenden Toilette. Architekt Ingenieur Buchb luder lwt Wort -gehalren. . / -Wer nicht wußte, wo die Zirkusgasse ist und wie man dahin korn-mt, brauchte sich am Donnerstag nur dem Nkcufchen-- ftrome anzufchließen, der sich gegen 7 lchr dorthin «brivegte. Automobile, Fiaker, Fußgänger strebten in die Zirkusgasse, -wo Hagenbeck Premierhatte. Zu Beginn der Vorstellung war der mächtige Ban in allen Rängen, Galerien und Logen bis auf das letzte Plätzchen besetzt. Wie lange hauen die Wiener keinen richtigen Zirkus mehr gesehen? Nenn ist er wieder Attraktion geworden. Die Wiener haben wieder etwas zum Schauen. Aich: nur die, die Karten haben -und die Vorstellung besuchen, sondern auch die, die nichl hineingehen. Hunderte stehen vor dem Zirkusgebände und schauen: Auf die im Scheine von Lichtgirlandeil erstrahlende Fassade des Gebäudes, auf die Autos, auf die gu Fuß kommenden — die Zirkusgasse ist Mittelpunkt geworden, sie ist aus Dunkelheit und Schlaf erwacht. Freilich ist es nicht in-chr so lvie einst, da der Zirkus in einem riesigen Leiwvandzelt seine Vorstellungen gab und die Buben durch einen Riß zrrsehen konnten oder gar — wenn der Wächter gerade nicht da war — hinemschlüpsen konnten. In den Zirkus »hagenbeck kann man leider nicht hineinschlüpsen. sondern muß höchst prosaisch mit einer Eintrittskarte durch den Haupteingang an einem Spalier von Kontrollorganen vorbei. Zwanzig Nmnmern nmfaßr das Programm, das fast vier Stunden lang die Schaulust der Menge in Anspruch nimmt. Reitkünste, Pserdedressurcu , Vorstihrungen am Drahtseil, ein Mann, der in der Zirkuskuppel einen verwegenen Balanceafi vollft'chrt, Löwen. Eisbären, und Clowns — ein richtiges, sehr gut zusammengestelltes Zirkusprogramm. Hagen'öeck hat sich am Donnerstag bei deu Wienern glänzend eingeführt. Im alten Zirkus Renz weh: wieder Manegeluft, Wien Hai eine neue Attraktion. Re Werkstatt der Vreßbaumer Banknote«- »Ascher. Wenn man die in der Gcnda rn: erickase-r n-e jetzi untergebrachte Einrichtung der PfundnotensäMer, die vor einigen Tagen in Preßbamn erwischt wurden, betrachtet, so muß man sagen, daß die Leute ihr Handwerk wirklich ganz ausgezeichnet verstanden haben. Die von ihnen hergestelltei: Banknoten sind tatsächlich kamt: von den echten Noten zu unterscheiden. Fast muß man es bedauern, daß so viel Geist und Talent auf eine so schlechte Sache verwendet wurden. Die - Mittel, mit welchen die Fälscher arbeiteten, entsprachen den modernsten Errungenschaften der Technik. Tie kleine seltsame Ausstellung ist so angeovdnet, daß man den Werdcgallg und den Verlauf des VerfahrLns an ihr sehen kann. Da ist zunächst der photographische Apparat mit dem die ersten Aufnahmen der echten Banknoten gemacht wurden. Daran schließt das sehr komplizierte pH o tochem ische Verfahren. Die Abzüge der Negative wurden mit der Hand ausgebessert, dann aaif Knpserplatten übertragen und geätzt. Viel Mühe kostete den Fälscheril die -Herstellung des kleinen Franenbilvnisses aus den Noten. iL^onabelange Versuche mußten sie machen, ehe es gelang. Die Nachahnnmg ist aper so vollkommen, daß nur ganz genaue Kenner die Not-en von den echten unterscheiden können. Der Wasserdruck wurde auf der kleinen Walsenpresse wahrscheinlich mittels Wachs oder R i g t n ns ö l gemacht. Dann wurden foir Platten auf der Keinen Tiegeldruckpresse abgezogen. Auf -dem Tische liegen ganze Bündel von -FaWik-aten, auf welchen nur noch die Serieununmrern fehlen. Hätte Gendavuterie die Burschen nicht am Dienstag festgenommen, so wären die falschen Noten zu Hunderten bereits in die Welt gegangen. Interessant ist auch die AbtMlNg für Paßfä'lfchun-- gen. Die Verbrecher hatten mit allen Möglichkeiten gerechnet und steliiel: in eigener Regie alle möglichen Pässe her. Die Fälschungen waren so gelungen, daß ans einem, allen gefälschten Vaß ectne Visa erteilt touroe». Besonders der imteje H e r* 8. DeZe-mber. 1933 M. 1780 zog war ein Meister in seinem Fache. Er hat mit unendlicher. Mühe nnd Sorgsalt und mit außerordentlichem Geschick all« Aufdrucke und Vevrnerke auf den Pässen m i t der H-antz uachgezsichnel. , Brot «nd VML teurer. Brot um 190 K., Kleingebäck um 20 St, Die gestrige Errechnung der Gestehungskosten durch die Brotfabriken und Bäckermeister ergab mit Mcksicht auf die-E rhöh litt j d e r G e h i l f eie l ö h ik e und sonstiger Regien die Notwendigkeit einer Erhöhung der Verkaufspreise, die fiir die kommende Verbrauchswoche wie folgt festgesetzt wurden: N o r m a l l a i b 6550 K. (bisher 8860 K., Erhöhung ISO K.), Rabatt 240 K. E x t r a b r o t pro Kilogranmk 5740 K. (bisher 8880 K., Erhöhung 160 Ktt. Rabatt 240 K.: WeißeWecken 9160 K. (bisher 3060 K., Erhöhung 90 K.), Rabatt 130 K.; Klei n g e b ii ck 440 K. (bisher 420 K., Erhöhnng 30 «.). Rabatt 50 K. Berbilligung der Kohle. . Mt Wivksmu.keit vom Dienstag den 10. d. ermäßigten sich die Pwife fiir oiberschlefische Kohle neuerlich. Die neuen Preise für Kolste in offen geladenen Fuhren betragen 83.200 K., in p l v:n -ü i e r t e n S ä ck c n 90.000 K. pro 100 Kilogramm ab Rntsche Nvvdbahn. Die Preise für Kohle in plombierten Säcken franko Hans betvagon 96.000 Kronen pro 100 Kilogramm. Bei der Preiserrechnung wurde einerseits die Ermäßigung der Kchlenprerse ab Grube, andererseits .bi« Erhöhung der Bcchnfrächten aus Oberschlesien bis zur tschecho-flowaki-schen Grenze berücksichtigt. Sie Lebenrmittelmiirtte. Anziehen der Fleischpreise. Gestern herrschte trotz des schlechten Weiters anläßlich des. bevorstehenden Doppelseiertages in bei: Großmarkthalle lFl ei schabt eilung) schv lebhafter Verkehr, doch verhielten sich die Käufer im allgemeinen viel, zurückhallender als scriit gegen i Wochenende, da -das Anziehen der P r e i s >e ftp die meisten FLeischgatiungejl auf den Konsum hemmend wirkte. Gegenüber dem. Wochenende der vorigen Woche haben sich nämlich auch ttm Kleuchandcl Rindfleisch, KalbsLei-sch und Schweinefleisch um. je 2000 K. pro Kilogramm im Preise erhöht. Auch Speck und. Filz wurden um 20oO K. pro Kilogramm teurer. Dagegen L)adcn sich die meisten Gattungen von Geflügel, wie Fett» gänse, Enten und Poulards um 2000 K. pro Kllogramm gegenüber der Vorwoche verbilligt, so baß der Absatz flotter vonstatien ging. Die Vorräte reichten überall für den Bedarf. Trüb. Niederschläge. Ganz ivtittelenropa hatte gestern>beiTemperaturen ein wenig über Null trübes Wetter. Ans der Nords-eite der Alpen fchnsite es. In Slcienmark und in Niederöster-veich regnet -es in 'tieferen Lagen. Im Westen Europas breitet sich eine südliche, wafine Luftströmung gegeik Osten ans, so daß mil weiterer Andauer des herrschenden Wetters zu rechnen ist. Bora-ussage: Wahrscheinlich kurz dauernde Ausheiterung. dann wieder trübes, zu Niederschlägen (in den Niedernngen meist Regen) neigendes Wetter andauernd, Temperatur meist über Null. $ Der Goncourtpreis ist, -wie aus Paris gemeldet wird, dem Verfasser des Romans „Rab-val" Lncien Fab re zuerkannr worden. Den zweiten Preis ,-Femina". — Wie Heurenfe" erhielt Ieanne Galzv, die Verfasserin des Roman» „Ses Allonges". * Gottesdienste mit Predigt. Heute finden anläßlich des Säbbat-Chanukkah irr den israelitischen Gotteshäusern Wiens feierliche Gottesdienste mit Predigt statt. * Freie Sekretärstelle. Das Zionistische Laudeskomitee schreibt die Stelle eines Sekretärs aus. Zionistische Bewerber wollen ein schriftliches Offert an das Zionistische Landeskomitee, 2. Bez., Taborstraße 20a, bis zum 12. d. einreichen. Dem Offert sind Zeugnisse über eine eventuelle Bureautätigkeit beizuschließen, auch sind Gehaltsansprüche bekanntzugeben. *. Ein Auto zwischen poej Straßenbahnwagen. Gin, Metkwürldi'ger. iUnsall, der riMes AuU-ehm erregte, «creiWote sich gestern' -nachmÄtags' ans den: Franz IosessÄni. Aus Ider Hemrichsgässe kam gegen halb 3 Uhr in rascher Fahrt ein Auto. In dieiftm 'Augenblick kamen Ovei iDtraß>-.',n!b-a!hmBge in entgegengefetzter Richtun«g heran. Statt :zn 'lMten und die Züye vovbeilfalhre:: zu 'lassorr, wollte der Ghanffenr -indt seimim.Auto die beiden Geleise überqueren. Elw das Auto die Geleise übersetzt hatte, wurde es zwischen den beiden Zügen ewige» klemmt. .Der Lärm des Zusammenstoßes war weithin hörbar. -Wri «eine Stvaßenlbaihnzu'g ivnvde stank bckschädi'gt. Wie durch ein Wunider blieben die Fahrgäste der vorderen Platte form unverHi-etz< * Ein Opfer des Ausspriugens aus die Straßenbahn. Gestern nachmittags fuhr ein Straßen-bahnzng der Linie 18 in der Richtung gegen die Joscsstadt durch die Kaiserstraße. Vor bem' Hause Karserstraße 121 mußte er an einem vor dein Hanse - hallenden Lastauto vorl>eifähren, das in seiner Breite' den Raum zwischen dem Gehsteig unib dem passiereirden Straßenbähnzug vinnahm, so daß fast kein Ztvischenraüm auf der Straße blieb. Einige Schritte vor diesem Kraftivagen wollte ein gut'gekleideter älterer Herr auf den Triebwagen der Straßenbahn aufspringen. Schon stand er halb auf dem Trittbrett, als der Zug die Stelle, an der das Lastauto stand, passierte. Ehe der. Mann auf die Plattform springen konnte, wurde er von der Seiteuwand des Autos erfaßt. Vom Trittbrett hev«bgerissen ünd zwischen der Seitentvand des Beiwagens und der Wand -des Autors derart e i n g e k l c m m t, d a ß e r, nachdem de.r. Str-aßenbahnzug sofort zum Stehen gebracht worden war, aus seiner Lage nicht befrei t w e r d e u könnt e. Man mußte die Feuerwehr be» rufen: Der Arzt der RettungsgeseNsckiaft konnte nur mehr den Eintritt des Todes faftftcflen.1 Der Mann hatte eine Quetschung der Brustkorbes, mehrfache Rippenbrüche und andere schwere innere Verletzungen erlitten. Nach bei dem Toten Vorgefundenen Papieren dürfte er mit dem Kaufmann Dalo Kellmann, 3. Bez., Rcnnweg 01 wohul)aft, Identisch sein. Nach Angabe von Augenzeugen dürfte kein fremdes Verschulden vorliegcn, da der Alaun knapp vor dem Laüenauto ans -den .Straße,ttmlinma a u i i i' r i n a: u wall,-

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