Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-12-07 · Heft 1729 (7.12.1923) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1729 (7.12.1923)
Date
1923-12-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980811--17019-3003986
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

g*W 9 - ■_gBfcit, FE« Srober SrubenmMlk in Sberschlesten. Aus Konigshütte wird öevichtet: Wi-e per „Oberschlosische Kurier" aus Ryhuik metbet, stürzten auf der Zeche „FelVmarschatt Blücher" beim Schachchochbrechen durch -den Lauf des Ganges große Sie in Massen herunter, wodurch die Schießbühn« fortgerissen und die Sicherheitsbühn« durchgeschlagen ftmrJft. Die gesamte Belegschaft des Schachtes 2 ist v e r u n g l ü ck t. Bis- 'her wurden zwei Tote und drei Schwerverletzte geborgen. Me die Münchener Hitler-Narren hetzen. Aus München schreibt man uns: Die 'bayrischen HakenEveuzler, deren Presse noch immer gewissen Beschränkungen unterliegt, benützen die Form Ves Flugblattes, um ihrem seit dem Mißlingen ihres Bierteller-Putsches gepreßten Herzen Luft zu machen. Die Situation in Bayern liegt 'bekanntlich so, daß sich gegen Herrn v. Kahr, seit er plötzlich aufgab, auf zwei Tischen zu spielen und von der Gefolgschaft Hitlers in den größere Sicherheit gewährenden Hafen des reaktionären Partikularismus zurückgesunden hat, sich nicht nur aus linker Seite ein er- Ähtes Mißtrauen geltend macht, sondern auch dir Hitler-Leute mit ihm überaus unzufrieden sind. So haben sich denn diese letzten ans Enthüllen gemacht und beschuldigen den Kronprinzen Rupprecht, iGeneral Lossow und Kardinal Faulhaber, Vklß diese mit Hilfe Frankreichs einen unabhängigen katholischen Staat gründen wollen, der Bayern, Württemberg, Baden und Oesterreich umfassen soll. Aber selbstverständlich 'wäre der Zweck dieser Enthüllung nur halb erfüllt, wenn nicht die Juden mit in die Affäre hineingezogen würden; denn was ein echter Hakeittreuzler ist, nimmt zu.keinem Ding auf der Welt „Stellung", ohne irgendwie fein Mütchen an den Juden zu kühlen. Im übrigen ist es nur logisch, daß die Juden auch bei den Bestrebungen zur Gründung eines ka-tholi« scheu Staates die Hand im Spiele haben, da sie doch nach der unumstößlichen Lehre der neudeutschen Narren und Heyer sowie ihres fanatisierten Anhanges bei jeglicher Art von Ereignis beteilig: sind, das dem reaktionär-chauvinistischen Klüngel wider den Strich geht. So versuchten es die bayrischen Gesellen, die genannten Personen dadurch verdächtig zu machen, daß sie deren Beziehungen zu Juden aufdecken. Sie erzählen, Kronprinz Rupprecht habe die Möbellieferungen für sein Haus einer christlichen Firma entzogen und sie einem Juden Bernheimer übertragen, Prinz Luitpold überlaste sein Palais einem jüdischen Bankhaus Rheinstwm und habe diesem die Berrvaltung seines Vermögen» augeboten, General Lossow habe beim Juden Auffhäuser ein Bankkonto eröffnet, der Bauernführer Abg. Dr. Heim stehe in intimer-Verbindung mit einem reichen Juden Rofenblatt und Prinzestin Gisela sowie Kardinal Faul-haber verwenden sich gar, wie das Flugblatt wissen will, für die ausge-wiesenen Ostjuden. Herrn v. Kahr können offenbar solche diffamierende Beziehungen zu Juden nicht nachgewiesen werden; von ihm wird bloß behauptet, es sei ihm zugesagt worden, daß er für seine Mithilfe bei der Zer-- reissung des Reiches m den Grafen stand erhoben werden soll. Die Methode selbst ist nicht mehr originell, aber jedenfalls lehrreich. Es genügt, die Wahrheit der Behauptung vorausgesetzt, daß ein Jude dem Prinzen die Möbel liefert, oder der General mit seinen BauLgeschÄften einen Juden betraut, um irgendeinen Zusammenhang zwischen den aus die Zerreißung Deutschlands gerichteten Bestrebungen und dem Judentum festzustellen. So sieht das Wesen aus, an dem die Welt genesen soll und das wie eine Eiterbeule an dem kranken deutschen Volkskörper wuchert. _ Ser Zrnnm vom SeelSloen. . Es ift in jedem Falle ein Fehler, seinen Müdem Moas oechprchen, sei «g Prügel oder etwas Schöneres, und dann sein Versprechen nicht zu hallten. Ich hatte meinen Meinen versprochen, daß sie am Sonnurg in den Zirkus gehen dürften, um den SeeÄve-n zu scheu. Ms v.ir Sonntagmongen mit Sr-u-rm und Platzregen kam, sagt« ich, so loichchm als ich es vermochte: ,LDrr gehen heute nicht zum SevGwen, ich habe zu viel zu tun." Da antwortete meine Tochter: „Aber Mama, jetzt Hobe ich allen Kindern im Stadtpark ertzWt, Laß ich HM« grvm Seelöwen gehen darf, und setzt darf ich nicht. Und sehr werden sie sagsn, ich fei eine Lügnerin, denn sie sagten, daß sie nicht Amben, daß ich dorthin gehen darf, -veil es zu teuer sei, und da sagte ich, daß ich mir Mama ntrib Papa aufs P-wiM,t gehen darf, um dm See>r löwen anzugucken, «nd da sagten sie, das sei fein, wir hätten es gut, und da sagte ich, ja, das hätten wir am Sonntag, wenn wir zum SoölLwen gingen. Und nun wird aus allem nichts, nrid was soll ich jetzt den Kindern im Stadtpavk «sagein? llmd wir haben die ganze Woche Zirkus gespielt, und ich war Seetlöwe, weil ich am besten singen konwtie, und der Soelawe fingt, sagt Papa, und jetzt sagen sie, ich sei eine BÜMivm nnd täte Sachen sagen, die nicht wahr sind." ,/Du hättest nicht so viel vom Zirkus schwatzen sollen, >evvr du sicher wußtest, daß wir gehend sagte ich ptrechtw-eisend. Da sagte meine Tochter: „Du hast ja gesagt, daß wir ge.hsn werden, urD da war es wohl so sicher, wie es nur sein konnte." Da schänlt« ich mich, legte »mein Schreibmaterial beirseite iinro sprach: „Zieht euch an, Kinder, Papa sich ach jetzt sitzen -*>ir in den Zirkus!" . Wolkenbvuch. Kein Auto zu dsVomnen. Gepfvops! volle 'Lramwaoen. Durchnäßte Kinder. der Ankunft alle Wiener Movgenzektuns. __ Bill'otte ausvevkuwst! Die Kinder hMeu. D.rn Papa gelingt es, uns zwei B-illeM zu verschaffen. Wir dürfen mit je ciiwim Kind auf dem Schoß sitzen. Der ganze Zdus ist gesteckt voll, meist Kinder. ES hört sich an wie ein GpatzengGvHcher im FvWvng. Der Zirkus tat f’i Allerbestes, und mir und bettu Vater geftel es sthr. Ich kann jedoch nicht behaupten, daß dvo Darbietungen auch dem Erloarmugen der Kinder entsprachen. Was hatten sich die klsimn Wesen sigenÄich gedacht? Das Alltäglichste und das Mevllwürdigste sind für sie gleich wenig oder gleich viel staunenswert. Ms der weltlLerükmte Seiltänzer fckbechafte Sprünge aus dem Seit ausft'chrie und es ganz still war, da rief mein Junge!<mt und verächttich: ,/Das kann mein Papa auch!", und oils die Mro'-baten wie Geister über- und untevemander durch die Luft flogen, weckte dies keiinesweys den Beifall meiner Kinder. Im Gageniv.Zl, sie wu-ndenem sich nur, weshallb die da so rumchüpsten. Ms nun gar der SeeMve kam, da war die Enttäuschung übermächit-ig. Große Tränen liefen über ihre Wangen! Ach. sie battem ja einen Löwen erwartet! Es half nichts, daß ich, die entzückt «war, sie «mf alle MerkwürdigkeitM des Tieres aufmerksäni machte. Die Kinder lächelten unter heildenmütigm Versuchen, ibve Enttäuschung zu verbergen, aber cs war ein rührende Lächeln, tvauriger als das Weinen von vorher. In ziemlich gedrückter Stürnmung zogen wir ab. Wir Großen bevrnten alle Mühe, die mir uns gegeben hatten. Die Kleinen waren entschieden zu Nein für so etwas gewesen. Am Abend und jeden soltgenden Tag, da war cs ganz anders. Die Kinder lebten und «i-m-eten nur für den Zirkus! Sie machten alle Nummern nach, nichts war ihnen entgangen. Mit jedem Tag wurde das Zirtkuserleibnis wunderbarer, und bald war die Erinnerung daran ebenso herrlich wie vorher der Traum davon. Die Kinder sind uns sehr ähnlich. Stur das Gegenwärtige Ebchvl 'des Reizes, in der Enfferinung wird alles rosenrot. lArrs dem Schwäbischen übevt-vaoen von G. H.-W. -in der Baseler „Nat.-Ztg."). Die protestierenden Hakenkrenzler. Auf der Ranrpe der Universität versammelte sich gestern vormittags die deuffchvMische Studentenschaft aller Wiener Hochschulen zu einer Protestkundgebung, die selbst wohlwollende Beurteiler nicht rmtzosant kennen können. Etwa 1200 Studenten marschierten gegen 11 Uhr vor der Universität aus, um gegen die Hetze der „jüdischen Poesie", die Willkür der Rat- Hausmajorität, die den Hcckenkreuzlern am Samstag die Volkshalle nicht sür ihre Hetzereien zur Verfügung stellen wollte, und gegen die Ablehnung der „berechtigten" Forderungen der dvutischdAkischen Sttwvntenschaft zu demonstrieren. Die zwölfhundert auf der Rampe der Universität erklärten sich also als die gesamte deutsche Hörerschaft und taten natürlich dementsprechend groß. Gegen 11 Uhr tau ein geschlossener Zug von Technikern an, dem bald darauf die Hochschüler sür Bodenkultur und für Welthandel folgten. Es sprachen vier Redner, die sich alle bitter über das Unrecht, das das geknechtete Deutschtum an den Wiener Hochschulen zu erdulden habe, beschwerten. Es wurden die bei solchen Gelegenheiten üblichen, schon oft gehörten Redensarten nochmals äbgsdroschen, man hörte, daß „di? vom Judentum beherrschte Presse" gegen die armen unschuldiyen Hcrkenkrewzler hetze, die nur darum nicht studieren können, weil die Hochschulen verjudet seien. Es wurde auch von den Kulturgütern gesprochen, die die deutschvölkische Studentenschaft angeblich gegen den Geist des Judentums zu beschützen habe, und einer der Redner verstie-g sich sogar zu der kühnen Forderung, daß „deutsche Volksgesetze über die Staatsgruwdsätze gestellt werden mästen". Nach diesen rhetorischen Leistungen wurde eine Resolution gefaßt, in -welcher gegen die „Misa-^ Rathausmckjoritat" (merDwürdig, wo die Juden Überall die Mehrheit haben) wegen der Verweigerung der VlEshalle und gegen die Hetze der jüdischen Prffse Protest erhoben wurde. Die deutsche Studentenschaft werde den schon-ungslosen Kampf für 'bie „oeutschkn Belange" mit allen Mtteln bis zu Ende führen. Natürlich wurde diese Resolution mit lebhaften Heilrusen ausgenommen. Zum Schluß wurde noch midgeterli, daß die am letzten Samsrag nicht stattgefundene Versammlung in der Volkshalle am Conndaz vornliitags im Gasthaus zum „Auge Gottes" stattfinden werde. Nach Absingung eines völkischen Gesanges von mehreren ,-Stollen" zogen die Jünglinge in geschlosienem Zuge ab. Sie wollten zunächst zmn Rathaus, doch versperrte ihnen i*e zahlreich aufgebotene Wache den Zugang. So zogen sie um oie Universilät herum auf den Ring und begnügten sich damit, beim Burgtheater Pfuirufe gegen die Nathausmchrheit (lies Juden) auszustoßen. 'Sonst ereignet« sich kein Zwischenfall. Ti« jüdischen - Studenten hatten sich übrigens demonstrativ serngehalto-a, da sie besseres zu tun hatten, als sich das Geschwätz auf der Rampe anzuhöven. Die Dorlesungon -fanden -ungchindert statt, und auch im Anatomischen Institut wurde gearbeitet. Ein starkes Wacheaufgvbot sorgte für die Aufrechtcrhakttung der Ordnung. Bei den Zuschauern machte weder der „Pwteststreik" noch die Versammlung, noch die Versamnvelten besonderen Eindruck. Der Unterrichtsminister sür allgemeine Stndentendertretungen. Eine Abordnung der sozialdemokratischen Stu>dentpn- und Akademvkervereinigung unlevbreitete gestern dem Bundesminister für Unterricht Dr. Schneide^ die Forderung nach einer allaen'.:inerr Studentenvertretung. Die Sprecher erklärten, daß drr bedauerlichön Vorfälle .an den Hochschulen zum <;roßen Teil durch die Haltung des v o r j ä h r i g e n Senats der llniversität veranlaßt seien, der die sogenannte „Kammer der >dLUtt'che>'c St-udentcnschast" als allaenreiwe St-udentLnv««- __7. Dezember 1928 _ Nr. 1729 _ tr.'inng nucviaiml und ihre Fordorimgen angenounneil hatte. Der Bnndcsnlinister erklär! \ >aß er immer die Anor- Innung der bls herigcn >: ammer abgelehnt habe und selbst allgemeine Studentenvertretungen wünsche. Durch die Auslösung der Kammer an der Universitül seien neue Möglichkeiten gegeben. Er werde in der rrä-chsten Zeit Verhandlungen mit den ekedemischon Senaten und den einzelnen St.ideniengr-tl-ppcn führen, und es tverdvn dait-n a l lg «meine S t» d e n t e n v e r t r e t u n -g e n g e s i ch e r t werden tzrhöhnng des Brotpreife« in SW. Die Verhandlungen, die über die Fordermigen der Bäckerarbeiter zwischen der Gehilfenschaft einerseits und den Bäckermeistern und Brotfabriken andererseits geführt wurden, endeten mi-t dem Ergebnis, daß eine allgemeine Lohnerhöhung von 1 Prozent den Arbeitern ohne Unter schied der Kategorie zugestanden wurde. Die Lohnerhöhung tritt schon ab Monta g in Kraft, so daß die dadurch bedingten höheren Gestehungskosten bei der V r o t p r'e i sfestsetzung für die nächste Woche, die beute, erwlgt. bereits eingerechnet werden. 8in Fembeben. Die Seismographen der Wiener Zentralanstalt für Meriw--- rologie verzeickmeten am 6. d. um 21 Uhr 59 Mimrten 12 Sekunden ein katastrophales Beben in zirka 105» Kilometern Entfernung. Die effektive Bodenbeiveanna betruq noch in Wien V* Millimeter. Aus Innsbruck wird gemeldet: Die seismograpdischen Apparate an der hiesigen Universität registrierten gestern abends 9 Uhr 69 Minuten ein starkes Fernbebeu. Herdentfernuua 1*0» Kilometer. Sin Totschlag in Sttakrlng. Gestern nachmittags gegen halb 5 Uhr mürbe der Grüirwarenhändler Heinrich Polenik mit einer Stichwunde in der linken Brustseite in sterben dem Zustande von seiner Gattin und seinem Schwager Karl Galling er auf einem Handwagen zum Kommissariate Ottakring gebracht. Die R-ettuugögesellschaft wurde berufen, doch konnte der Jnspektiorrsarzt nur nwhr den Em-tritt des Todes feststellen. Polenik war ttrrz vorher mit seinem Schwager Karl Gallingcr dilrch die Fvvedmanngasie gegaingen. Zerigen haben gesehen, wie G a l l i n g e r ganz unvorbereitet gegen den Polenik eine Stoßbewegung machte, worauf der Grünwarenhändler wie vom Blitz getroffen lautlos zu Boden stürzte und sich nicht mehr rührte. Das Kommissariat Ottakring leitete sofort u-msassende Erhebungen ein. Galling er wurde festgenommen. Er stellt entschieden die Verübung der Tat in Abrede, doch sagen mehrere Zeugen aus, daß sie den Vorfall, wohl aber., -nicht Äas Messer, mitdem -der Stich geführt worden war gösehen haben. Andauernd schlechter Wetter. Gestern morgens herrschte in ganz Oesterreich schie-ped Wetter. In höheren Lagen schneite es. Am Sübostrand der Alven regnete es. Die Temperaturen waren meistens über Nlül. Tagsüber ließen die Niederschläge, ausgenommen am Ostrand der Alpen, nach. Voraus sagerVielleichtturzdau er u bc leichte Besserung. Ä m allgemeinen t r ist bes, zu mäßigen Niederschlägen neigend eS Wetter andauernd. Temper atur etwas über Null. Zchneeverhältniffe für Willtersporr erst in höheren Lagen (über 1000 Meter günstig, da in Tallageu Ta«- «d etter. Die Lebenrmittelmörtte. Anziehen der Kartosselpreise. Eine unangenehme Ueberraschnng bot gestern das Anziehen der Kartoffelpreise auf den Märkten. Man muß annehmen, das; es sich bloß um eine vorübergehende Erscheinung handelt, die nur durch die infolge des schlechten Wetters geringere Zufuhr bedingt wurde und daß die Preise wieder fallen werden. Gelbe Kartoffeln kosteten im Kleinhandel bis 1600 K. und Kipfler 3500 bis 3600 K. pro Kilogramm. Sonst blieben die Preise auf den Grünwarenmärkten und Obstmärkten ziemlich unverändert. Sehr große Nachfrage herrscht« nach Südfrüchten. Kastanien stellten sich im Kleinhandel auf 7000 bis 8000 K. pro Kilogramm. Zn der Großmarkthalle herrschte trotz des schlechterr Wetters mit Rücksicht auf den bevorstehenden Doppelfeiettag überaus lebhafter Verkehr. Mit der Bahn waren 23 Waggons mit verschiedenen Fleischgattungen angekommen. Die Preise blieben unverändert, doch macht sich im Großhandel das Bestreben geltend, für Schweinefleisch und Fett die Preise weiter in die Höhe zu setze" Keren Kajemeth l'Fsrael (Jüdischer Nationalsondch. Wien, 2. Bez., Zirknsgasse 33, Tel. 46.606. Ausweis Sir. 2 vour 1b. bis 30. November 1923 20,502.368 K.; bisherige Gesamtsumme 48,335.357 K. — 1. Bezirk: Kultusgemeinde 1,050. Doktor Richard Popver, Josef Schur je 100, KultuSgemeinde 200. — 2. Bezirk: Zwi P. 200, Jakob Marz 198, Chaim Rubin 142, Emil Klüger 100, Ing. Viktor LMchitz 50. - 3. Bezirk: Biar Markus 500, Mina Halpem anläßlich Jahrzeit ihres Gatten Dr. Halpern 200, Dr. Joachim Kriegel 79, Bruno Nabinowitz 67, Thoraspenden Beihaus Hetzgasse 459. — 6./8. Bezirk: Tr.Simon toldengräber a!2 Spende einer Partei in einer Rechtssache 200, sraelitischer Tempel von Mariahilf und Neubau 150. — 9. Bezirk : „Ohel Araham" 172. - 10./11. Bezirk: Mor. Weiß 100, Sammlung bei Hochzeit Ehrenstein 160. — 12./15. Bezirk: Abraham Zahler 100. — 16./17. Bezirk: KultuSgemeinde 639. -- 19. Bezirk: Arnold Kahn a. N. Laura Kahn s. A. u. a. N. Frieda Kahn s. A. 160, Gabriel Schafranik 351. - 20. Bezirk: Simon Grünes, Ignaz Freund je 100, Sammlung Frau Doktor Waldmann bei Hochzeit Anna Beigl-MoseS 500. — 21. Bezirk: A. Politzer 135, Ahawath Zion Hitachduth: 173, Z. A. V. Bar- Kochba: Sammlungen 333, Erez Israel: Sammlung bei Hoch- &Goldberg-Dr. Schächter durch Groß Fr. Lebensohn 161, en 129, Hilde Rosner 100. — Groß-Emersdorf: Julius Fleischmann a. N. Else und Dr. M. Zirer anläßlich deren Hochzeit 500. — Hakoah r Touristen-- und Wintersportsektion a. N. Jda Neumann, Fvanz Heller und Alfred Wolf 2,500, Jehudcch Halevi : Sevvqrdischer Temvel 648. Sammlung bei F.rouenvev' 'm. wamBMw.r-'r

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.