Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1729 (7.12.1923)
- Date
- 1923-12-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 1729 Men, Fveldag_ BetbanideS eMärten freut Mnisier, daß sie angesichts 'der sthweven Wirtschaftlichen Lage des Staates die friFbozüigjliche'N VeMhnngen dos Ministers nnlerstintzon werden. Der Finanzvat macht gogorMärt-ig ome Krisis durch. Di« AbigvordlMterr Michalski n.nlb BYrla sind aus dom Fmantzvat <du8getv.'it«n, weil es zwischen ihnen und de>m Fi- «onM-inister KuchcrrsÜi m der Frage der Vailorisievung der Stouom zu schweren KontfMten gekommen ist. zkoaMsche Landeskonferenz in Krakau. Krakau, 6. Dezmtber. (Del. der „Wr. MvrgmzeitiMg".) Achten Soim>t'c»g sttnfr hier die LcvirdeSkonferenz der westigalizischen und schlesischen Zionisten sbatn. Nach der Evöiffnnngsrelde des Abgeordneten Dr. Thon wurde G-g. Niger Mm Vorsitzenden gewählt. Mg. Thon reser-ierite über die polnische Tage im Zionismus. Jwg. Zimmer mann über die Aufgaben der zionistischen Bewegung nach denn 13. Kongreß. Die Konferenz faßte «iwe Reihe von BeschMsseit, di. auf die gegenwärtige Situation vm Zionisnms und aus die PMstma- Abbevtvn Bezug halben. Zum Präisifrenton der neuen Exekutive tmvfre Dr. F'o'l d'blnm, zum Präsidemen der Organisation Dr. Thon gewählt. In der Executive ist auch di« Hitachfruch vevtvelen. Dar Bombenattentat in MM. Wie schon Emy >berichtet, wurlde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch -in <riwr Wrihlevvevsammslnng in Bielitz «in« Bombe geworfen. Durch di-e Explosion toiHifrcut 44 Personen verletzt, damnier sechs leil>e-,tsgeifähvlich. Ein Au>genzetlge des Vorfalles gibt uns foilgcnde Darstellung: Im großen Saale des Schießhmises wanon ungefähr 1300 Personen verlsammelt, um fron Rechenschaiflsbericht der Abgeovdneten der freAtsch.n Parteien des polnischen Schm anzuhören. Das Jntenesie an dieser Versarmn'^mg toar so groß, daß schon lange vor Beginn der Dersammlluug der Saal und die Galerie überfüllt waren. Ein Teiil der Zuhörer stand auch in der gedeckten Veranda vor front gwßett Saale. Die Menge follgi« mit größtem Interesse dn Aussühvungen de>r Redner, als plötzlich das Halls von einer furchtbaren Detonation ‘cnrf&e'bbc. Ans frönt Porraum flogen Sprsngstücke. der Mörtel fiel von den Wänden ltnd dichter -QuMn drang in den Saal. Der Menge, die nicht wußte, was geschchen war, bemächtigte sich eine unbos chrerbliche Pan iE, welche noch dadu-rch erlhöht wurde, daß das Wchflfogen der Derwundeten den Saal erfüllte. Alles drängte nach den wenigen Ausgängen, wo sich unerhörte Svenen abspielten. I!n dem Tumwtt war es dem Sicherheitsovgarren etu-- mögl ich, nach delt Tätern, die sich wahrjschüulich noch unter her Menge befanden, zu fahnden. Soweit sich in der ersten Aiutfveguing übersehen ließ, war im dm, an den Saal greuyenden Vorvaum eine Bombe geschleudert worden, die frasMst ikvepierte und durch die Splitter zahlwiche Opfer forderte. Die herbeigeeMe Dettum,gsges'Mchaf: vermochte 44 Verletzten Hilfe zu leisten. Sechs Personen haben Lebensgefährliche, schwäre Verwundungen davomgetragcn und wurden in das Spital übertfi'chrt, unter ihnen der Redakteur Pech st ein. Die Polizei hatte sofort eine Durchsuchung der Lokalitäten und des augvenjzsnden Pavkes vorgenomm'n, doch war diese ergebnislos. In der Stadt bemächtigte sich der BöviMernng eine ungeheure Aufregung, da fast seds Familie einen Angehörigen bei der Versammlung hatte. Die Recherchen der Polizei werben intensiv stwigvsetzt. Man nimmt an, daß es sich atim einen Terrorakt oberschlesifcher Insurgenten handelt. sie ambffchen stxttemiften Hetze« gegen da« Butenberg-Abkommen. Zwei Anführer zu sechs Monaten verurteilt. Wie bereits gemeldet, hat die Stadtverwaltung von Jaffa die Vorschläge Ing. Rutenbergs für die Elektrizitätsversorgung von Jaffa akzeptiert — die Annahnte erfolgte mit 12 gegen 1 Stimme —, so daß bereits am 16. November Jaffa in elektrischem Licht erstrahlte. Dies hindert jedoch nicht die extremen Araber, auch weiter gegen das Rntenbevg-Werk Sturm zu lausen. Me Opposition lvirfr von der Mohammedanisch-christlichen Vereinigung organisiert?"' Auch die Arabische Exekutive ist über die Annahme des Rutew'berg-Kontraktes durch die Jaffaer Stadtgemeinde erregt und wirft der Regierung vor, sie habe diesen für das Rutenberg-Werk günstigen Beschluß der Stadtgemeinide geradezu erzwungen. In einem Telegramm an fron High Commisfioner schiebt sie ihm die Verantwortung für alles Kommende zu. Die Rvgiernng zeigt sich jedoch äußerst energisch. So hat Gouverneur Campbell den arabischen ,Helestin" verständigt, daß das liebere inkommen mit Rutenberg als endgültig und unwiderruflich zu betrachten sei, und daß er alle Anklagen der Rutenberg-^sselkschaft energisch schützen werde. Zwei Führer der MohaimnedanrschchrPlichen Vereinigung, die sich weigerten, für ihr weiteres Wchlvev'halien Garantie zn geben, wttvden mit sechs Monaten Gefängnis bestraft. Zum Zeichen des Protestes fand eine Demonstration statt, bei der auf der.Hauptverkehrsstraße von .Jaffa ein Bogenlampewnast umigeworsvit wtlride. Me Araber versuchen es, nachdem die Aufforderung zur Schließung 'der Läden keinen Erfolg hatte, mit Einstellung der Fleisch. zwfuhr zum jüdischen Schlachthaus. Mtener Morgenzeitung._ Tagesbericht. Dir Lelftuuaen des Kere« Haieffod für die landwittschaftliche Kolonisatign Palästinas. Die Tätigkeit im Monat Oktober 1928. Me wichtigste Aufgabe des Steren Hajessod ist es, die landwirtschaftliche Kolonisatipn in Palästina zu fördern. Nur wenn wir dort ein dichtes Netz landwirtschaftlicher Siedlungen haben werden, können ivir hoffen, daß das Land für eine entwickelte Industrie und für einen tveitreichenden Handel reif sein wird, und nur ans der Grundlage einer bäuerlichen Bevölkerung kann das jüdische Volk wieder ein normales Leiben führen. Aber gerade diese Ausgabe stellt uns vor Schwierigkeiten besonderer Art: Durch eine extensive Beiwirtjchaftnng tvährend langer Jahrhurtderte ist der Boden erschöpft und für moderne Kolonifationsm echoiden nur itad) kostspieliger Vorbereitung brauchbar; das Menschenmaterial seinerseits muß einer kostspieligen Vorbereitung unterzogen werden, bevor ans Städtoöewohnern Bauern werden. Die Koster: der B o. r b e r e i t u n g von Menschen rrnd Boden und der erste n A n s i e d l u n g muß das Volk als solches tragen. Für diese drei Zwecke wirkeit die beiden Fottds des jüdischert Volkes, der Kereit Kajemeth und >der jderen^ Hajessvd harmonisch ztusammeit. Die laudwirtschastl-iche Kolonisation ist die wichtigste Ansgäbe des Keren Hlvjessod. Im Monat Oktober 1933 sind von einer Gesamtausgabe von 54.868 Pfund für, die Landwirtschaft nicht weniger als 33.940 Pfund verwendet worden. Also mehr als 63 Prozent. Wie ist dieser Betrag verwendet worden? Nach der RücKehr vom Karlsbader Kongreß ist beschlossen worden, in dieseni Jahre sofort mit der Gründung von sieben neuen Kolonien zu beginnen, von denen drei individnell-wirtschaftliche Moschwe Lvdim und vier kooperative Mvnzo'h sein sollen. Mit der Gründitng dieser Kolonien fft bereits begonnen worden. Bmt den drei Maschwe Ovdini ist eine in Tel-Adaß, auf einent Boden, der unlängst vom Jüdischen Nationalfonds erworben wurde, eine andere ist ebenfalls auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds in Chat tin unweit des Tilberiosees begründet worden, tmd zwar mit Chaluzim, die dem Msrachi angchören, und die dritte ist auf dem Boden der amerikanischen Achusa Mamah" bei Sarona, «ibenfalls m der Nähe des Tiberiassees. Dort werden zwanzig Arbeiterfamilien angesiedelt werden, die das lange brach gelegene Land urbar machen und so für die amerikanischen Mit- Wieder der Achusah Re Ansiedlmm ermöglichen tverden. In den beiden anderen neuen Kolonie^ weÄ?n vorlärifig je vierzig Familien angesiedelt. Me vier kooperativen Klwuzoch werden ebensalts durch den Keren Hajeflod auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds im Emek Israel angesiedelt und umfasien bis jetzt 285 Arbeiter, darunter 116 FamiLien. Neben diesen neuen Schöpfu-itgen können wir einen ebenso erfreulichen JahreSbbgimn auch auf dem Gebiet« des Ausbaues der älteren Siedlungen ftststellen. Außer diesen neuen Siedlungen, von denen wir eben gesprochen haben, sorgt der Keren HaWod für 35 Arbeiterkolon ien. E8 ist außerordentlich wichtig, daß diese Kolonien rechtzeitig vor Reyenbegmn die notwendige Aussaat und Futterstoffe echalten. Heuer ist dies gelungen. Durch einen Kontrakt mit der Stojv smngenossenschaft ,Hamaschbir" wurde für alle Kolonien rechtzeitig Samm und Diehfutt-er in einem Betrage von 6085 Pfund geliefert. Ebenso notwendig ist es, Ställe und Baracken rechtzeitig herzustellen. Auch dies ist dem Keren Hrjesiod Heuer gelimgen: Mt der Jewish Cooperatide Labour Asioeiatio-n wurde ein Vertrag für die Errichtung von Ställen und Baracken im Betrage von 5366 Pfund abgeschlossen und das Rohmaterial, Zement, Eisen und Hotz bereits geliefert. Da die neuen SiMungen, die in den letzten drei Jahren vom Keren Hajesiod begründet wurden, gemischte Mrtschast führen, und großen Wert auf die Milchproduktion legen, wrrrden in diesem Monat für 7000 PfuM Kühe gekauft. Dies« Tiere werden wie das gesamte tote und lebende Inventar den Siedlern alö Vorschuß gegeben und es wird erwartet, daß nach einer entsprecht'^en Anzahl von Jahren die Arbeiter imstande sein werden, diese Summe ratenweise aus ihren Erträgnisirn zurückzuzahlen. Zmn Bau der Ställe und Baracken werden ausschließlich die Arbeiterorganisationen der Jewish Cooperative Labour Asioeiation und das Hapoel Hamisrachi verwendet. In diesem Herbste werden hundert Ställe und dreißig Baracken im Gesamtwerte von über 20.000 Pfund gebaut. In Nahalal und in Kfar-Jecheskiel sind die letzten nach dem Bebauungsplan« noch ausstohende-n Ställe in diesem Monat gebattt worden ttnd di« Arbeiten an den Baracken in Civah und in Beth-Abpha sowie an den Ställen der landwirtschaftlichen Schule in Nahalal find in diesem Monat begonnen worden. Nach den Berichten aus Palästina wird die Vorbereitung des Bodens für die Wintevevnt« überall-«nergisch betrieben; die kleineren Siedlungen haben noch während des SomnterS durch dm Keren Hajessofr für 5000 Pfund Zugtiere echalten, die ihnen jetzt zugute kommen; die größeren Medlnngen arbeiten mit HWe von Traktoren, die uniläwgst gekauft wurden. Cs besteht Aussicht, daß iu diesem Jahre doppelt so viel Boden wird bearbeitet werden als voriges Jahr. Ebenso ist der Boden, der mit Tabak gepflanzt wird, angesichts der guten Ernten, die voriges Jahr erzielt wurden, vergrößert worden. Fachmännisch geschulte Instruktoren bereisen die Siedlungen und helfen den Siedlern bei der Arbeit. Der bekannteste amerikanische Sachverständige für landwirtschaftliche Kolonisation, Pros. A. Me ad. ist avt- Einladung des KolonisationSdepartvmcnts nach Palästina-grkonnnen rmfr prüft dort die angewandten Methoden auf ihre Zweckmäßigkeit. ' 7. Dezelnber 1923 Serbe S Ente der Hauptstützen der landwirtschaftlichen Arbeit sintz die V e r s u ch s st a t i o n c n, die der Keren Hajesiod evhält. Gerade bei der Schwierigkeit, der pa-lästinettfischm Kolonisation ist es doppelt wichtig, mit wissenschaftlichen Methoden all« Möglichkeiten zu prüfett. lieber 0000 Pfttnd wurbm in diesem Moriat fiir die Versuchsstariotten ousgegebetr. Dies war das landwirtschastliche Werk, das im Monat Oktober ans den Mitteln des Keren Hajesiod geleistet wurda Es ist kein uitbefriedigendes Resultat, es hatte doppelt größer rin können, wenn die Eingänge des Keren Hasessod größer gewesen tvären. Der Geber fragt: Was leistet der Keren Hajesad? Hier ist ein Teil der Antwort, die man'Monat für Monat, Jahr für Jahr gcbert könnte und gibt. Dmnit diese Anttz^ort noch bvfriedigender anssallen kann, mnß der Geber mehr geben. Der Geiber verlangt Bericht ttnd Rechettfchaft vom Keren Hcrjessod; der Keren Hasessod gibt sie. Der Keren Hasch sod verlang: vom Geber seinctt Maasser, aufrichtigen Anteil an dem palästitteitsi-schett Aufbau, ein Anteil, der sich durch Tate tt betveisen muß. Hans K o h n Me Lebensfrage. Aian schreibt uns: Eine große anteriLanrsch-,jüdtsche Zeitmtg hat jüttgst unter ihren Lesern eine Abstimmung über die Frage, wer der bedeutendste Jude der Gegenwart sei, veranstaltet. Ich tvürfre empfchlen, einmal eilten äbnlichett Vorgang auf einem änderet: Gebiete zu versuchen. Es würde sich wohl. lohneit, durch eine Rundfrage fchtzustellen, wieviele Juden in Wim unter dem Einflüsse der modernett Zionsbewegtmg Hebräisch verstehen. Ich fürchte sehr, daß das Resultat einer solchen Rundfrage für uns niederschmetternd wäre, da dem Wiener Juden leider in der Regel nichts fremder ist als sein Juidentum. Nicht soll hier untersucht werden, welcher Anteil an diesem &- schämenden Zustand dom RÄigionslutterricht und itvelcher den anderen Erziehttngsfaktoren zur Last fällt. Ein Mcheddener Jude im 20. Bezirk hat ganz spontan den Versuch unternommen/ der haarsträubenden Unwissenheit aus jüdischem Gebiete, die er in seinem Kreise fand, dadurch zu steuern, fraß er Trauernden das Kaddischgcoet und auch sonst die Hauptolemenle des jüdischen Gottesdienstes berbringt. Aber nicht nur um die Tratternden handelt es sich, sondern es geht ums Leben und un: das Ganze und in seinem Kreis« kann solcherart jeder bewußte Jude Gutes stiften. Bor allem aber müßten in allen Bechäuisern unserer Gemeinde, und zwar in allen Beizirlen Kurse nach dem Muster des in Franffurt a. M. von -Franz Rosen zweig in Gemeinschaft mit dem nur zu früh verstorbenen RaMu-ar Dr. Nobel gegründeten ,-Freie« jüdischen Lehrhauses" geschaffen werden. Zwar haben wir m Wien schon lange eine Reche vo-^ Lchrhäusern und nicht Zuletzt das Bech Hamidrasch in -der F-erdinaudstraße, aber sie alle setzen ein Maß von Borkeuntmsien voraus, das gerade der nur durch die Schule des Wiener Religionsunterrichtes gogcmgene Jude nicht besitzt, und sind zum größten Dell auf den zweiten Bezirk konzentrrevt. Eben der Jude aber, der nicht aus volljüdischem Milieu stammt, nicht in Mischer Umgebung lebt, bedarf in erster Linie einer solchen Lchvstätte. An Räumlichkeiten kann es nicht schien and unsere Rabbiner rmd Lchrer werden gotoiß gerne die Gelegetcheit wcchrnchmen, chren Gemeinden das tägliche Brot des jüdischen LebvnS gugänglich zu machen, wenn nur erst der Ruf an sie evgcht. Was in solchen Lehchäufern geboten wevfrett könnte, würde dielen erst zeigen, tvas ihnen fehlt, und allen Wiener Juden, soweit sie nur überhaupt für jüdische Interessen gtt haben sind, würde es unschätzbaren Gewinn bringen, tventk sie, wie dies in deut für uns mustergültigen FranZfttrter freien jüdischen Lehchause" der Fall ist, Kurse über „Das jüdische Jah^, ,Hebräisch-leichte Psalmen", „Biblisches und gottesdirustlicheS Hebräisch", „Die Hatlpttatsachen des Judetttmns", „Trnsührulng in das Lesen unpunktierter Texte" trftv. besuchen könnten. Der Wiener Jitde würde wieder wie einst im Lehchattse heimisch werden, unsere Gotteshäuser würden wieder die Stätten der Belehrung, die sie immer-waren, und im gangen Leben würden sich die Fruchte solcher Arbeit woWtig geltend machen. L. Moses Schlletzmt« der llniverstiSt tum Rravel. Studentenkrawalle in Turin und Bologna. Ans Rom wirb gsmeldet: Heute wurde die Schließung der Universitär von Neapel wegen studentischer Kundgebungen gegen die Universitätsresovm, die sogar zu blutigen Zusammenstößen führten, anyeordnet. Auch in T u r i n und B o lo g n a kam es zu Kundgebungen der Studenten. Es wird erklärt, daß der Unterrüchtsminifter unbedingt aus der Durchführung seiner Reform bcharrt und nötigenfalls mit der Sperrung der Uni-, versrtä-ten vorgchm werde. Für Wische technische Hochschnle« in Aumünien. AuS Bukarestmeldet I. T. A.: Um frert Schwierigkeiten abzuhelfen, die sich der Erziehung der jüdischer: Kinder, in Transsilvanien und den anderen Gebieter: ReurumänieuS entgegenstellen, hat eine Konferenz der Führer der größerchv jüdischen Gemeinden beschlossen, neue techrtische Hochschulen, von denen es bis jetzt nur zwei in.ganz Rumänien gibt, zu errichten. Zunächst^vird in Oradea- Mare mit der Einrichtung einer solchen Schule begonnen werde«. Nicht ganz gelöst ist die Lehrerfmge, da in Rumänien keine ausländischen Lehrer angestellt tverden dürfet: und es hier keine Kunstgewerbler mit Hochschulbildung gibt. Es sollen nun Lehramtskandidaten nach Detltschland tind Frankreich eittfanbt werden, um den technischen Unterricht in dieseiv Ländern zu studieren.' Ambesten u.billi§sten«?'SI,EliiS(hiffmann II., Taborstraße 48 T0l0phoii 47-1 »79 En gros Sn dotall \ 'mammmsm vsamsamim.