Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1726 (4.12.1923)
- Date
- 1923-12-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Skr. im Wien, DlenSiag »leite« Mv«i»enqett«n<e. 'i. Dezember 1923 Serie fi * (gilt heimlicher Reicher. Mi« Ms Lonidon Berich! c«t wivd, starb dort vor einigen Tagen ein gewisser Maurice Markus und hiMeckieß — One dich ragend jemand von fsin>.M Reichtum sin« AIHniunig aeihoLt Mt« — ein V-evlnSM .von mehr ckö drei Mil 11 on«n Pf«»d. Bezelckn-Mder- (vei.se hinterlieh dieser reiche Jude für jüdische Zwecke 1000 Pfund — ebenso viel wie s-'itwm Diener. . , * Raube,rvmüntik in Jugoslawien. EineRäberbaude vvachte aus der Strecke .Köprülü-Gvstidar in Sübsirbi-en e'mn Person cnzug zürn S ehen und beraubte die Reisenden ihrer Barschaft. Die Verfolgung durch die GenIdaMeri« ist ein« geileitet. * Witz und Satire im Judentum. lW&et dieses Thamo sprach in der jüldischan DWgeisellschaft Innere St-qdt H?rr i LbeBahnvat Sl-rtiut Brüst. An der Hand reichen Quellen« materiails griff der Borwagenida ins fviilhe Mi'tteüaivter zurück. Der jüdische Huin-or ftei m Zeiten pM eitsch, r Bedrück'>na immer vevsv.Ht. nm da-nn wieder e>me reiche Ermanfgchen -m lassen. So sei es auch nach der Vmaintzipatiion des Jahves 1848 gewch-n. Eine tchcvrs« BagvitWbMmmiii.ng des fDischen Wtltzcs sei schwierig Roben dem posbi'iven Kr-ideriemt der tneGs'chnen Point« st-che dar entscheidende« negative, daß der echt« Misch' Witz Vie Uedersetziung in eine andere Sprache nicht vertrag«, sondem datbei 'seine MüVuna «linibüßie. Eine de.ntitiche Bosondenbeit des j>Äi>ischen Humors sei die 'Gelbftikart katn r.dve schcmnESloise Betshötto!,b'a siigmer Schwächen. Sie entstamm« dem Zwioitpatt im Juldentzuim yvi« schen Urilprünüt'ichke'i't und Ass'iiiM-a'.lion und biete ein Ventil der Se>'lKster'leicht>er>r»n>a. Del>bstbe>fvei>nnp. An einer Reihe ausachuch'er Tyoeai evlautert,.' der Vootmamde auSasprä,^ Witz.« rategovien. Meister des WootwitzeS seien He-me. Björn«. in unseren Dagvn KaÄ Kvcmis. Di« totliMÄischen M-tze kommen -aus der soommen Logik. Ab r auch sehr viel philosophisch« und soziale Evksmrtnis sei int Witz vevaniüert. Einen gvoßcn Raum nähme die Dechpott-UM des Reneigabent'nms m- Bvilsall fand» di« AnMot« vom -leinen Jung n. der aetfvagt haibr. in welchem Wter man schon Jude werden könne: dnm er und Vater seien noch ChvU-en, Gvoßvaber alber schon Jude. AiuS dam Kreits« der Zuhörer tvurdm wipklsiamer Woiis« aulf die echtste Wut« jüdischen HumorS bmoewieisen. di« bchaglich-heiteren. sonnigen SHÄpifungm #1^« HerEunift. wie sie in den Meisterwerken Schöll Ale'chomS sich dartbieten. * Eine Poqromstatistik. Nach der offiziellen russischen Statistik kamen in den Jahren 1 917—1920 in der Ukraine 12 96" Pogrom «vor. Von diesen entf-all-en aus das Gouvernement Kiew 506. aus PodiBen 870. Wolhvnien 183, Odessa-Gebiet 95, Gouvernement Poltawa 54, die übrigett Gouvernements 137. (Jta.) * 30. Jahresversammlung des Rates amerikanisch-jüdischer grauen. In S*. Louis fand die 80. Jahresversammlung des Rates jüdischer Frauen statt. 400Frauen delegierte ans affen Teilen der Vereinigten Staaten und Kanadas waren Erschienen. Die bekannte Sufragettensührerin Mrs. Carrie Ehapman Catt sagte in einer Begrüßungsansprache, es seien bereits fünf Jahre seit dem Waffenstillstand vergangen, ahn« daß die Welt den ersehnten Frieden erlangt hätte. Auf dem Wege zum Frieden hätten jüdische Männer und Frauen den ersten Platz eingenommen. Der Tagung wohnten zwei jüdische Führerinnen der Frauenbewegung in Europa bei, und zwar: Sidonie Werner aus Hamburg und die Abgeordnete des polnischen Sejm Frau Dr., Pomeranz-Melzer. * Fernsprechverkehr Wien—Belgrad. Am 1. d. wird der Fevnfprechvevkehr Hwffch-'n Wien und Belgrad awfigenommm. Die Sprechgeibülhr für die Einhalt des gowöhMchen Geffprü« ches beträgt vier Franlkem GoD. derzeit 57.600 K. Im übrigen gölten die für V ti Dpvcchberikchr OOerreich—S. H. S. bestehenden B-estimtmmgrn. * Ueberlendöaesdräche bei Dauerverbinduugen. Di« Be« sttmimuna. daß llOerlalNdgeifpräche zwischen Wien und den benachbarten Frrn'slprcchn'tzen, die von den Teilnehmern dieser Re'-.e auf Grund von D a u e r v e r'b i n d>u n g e n gchi'chrt wenden, wie dringende. Getsyväche 'w vorgabülhren sind, wird ouDchotben. Uebersie-dlMq des Polizeükommissariats Hietzing. Das Bo.sirkSpoiWOolmmlissariait Hiotziug '' übevsi-edsl' -' Mg der Donrahe-vgassp 1 in den Valerietrak^ des .Schlosses Schvn- Lrunn omtiert dovt bereits am 4. d. » * Eine Chaluzah erschießt «inen'Araber, mn ihre Ehr« zu röchen. Aus Jerusalom wird gameiligst:.Bor öinigein Mo», ma-ten überfiel ein Avrckbrr in der Rühe von Kinereth ein MischeL Mädchen. .Ruumiehr fand die V«rhc>Mun,g flehen den Ara'b'r statt, welcher'vom Gericht zu fünfzehn Jahren. Zwangsarbeit^ verurteil wurde.' Kaum ■ halte das Mädchen. eine Ehalazah. das Urteil vernoinmen, als es plötzlich «'inen Revolver zoa und den Avaiher ni-edepstreckte. Di>'^un>glück- Mche Rächerin ihrer Ehre wurde daraus in Hast ge« NoMMM. . ' ' " Der Herr der Hakenkremltt und Rituaimorder. Das Muaste „Jahrbuch Kr^ dm 'Ltbeöbergaimlslbhzirk Dortmund" enlhällt sorgende Notiz über StinnLs: ..Schon^ 1914 wuüde das Verimögen von Hugo Stinnes auch hundert-Millionen Godmark geischätzt, die er wie all«. Großindulstriellen Während des Krieges hat verivietlsachen können, Seht he-utvger.Besitz ist kaum Äu bcizisfevn. Jelaeusalls die großen Mon.än° m.d Glektriqi« tätsiwevke^ die Hugo 'StimveS. durch Ak!'i«tM>c!hrheitsibösttz kontvolliiert. die große Reederei «und der Köhleniaroßhandell m MÄ« heüm,. -ie -nM ^wßseMecherhs.|ür-SeeschWM wnd MMe« handel Hugo Svinw.'s' in. Homburu stelleni«ide8 für sich Hi'm« dertMillionelnobiekte dar.' H'inßu ««tvimk-W Violen BoiLÄi» Mugen im Ausland an Ench'.wewerken, ErlWMcUchast^^ und Reedereien. Bank- und Handelsg^s-elsschalften und in Deuuschlaüd der Bcisitz an , Zsituinaen., Druckereien,i .PaPierchabriken, Wadern sowie a.n Häulsern: ohne Zweifel ein BcMögen^ das i>n Milliarden von Goldmark geht und dessn Begiisfevun'g in hautziger deutzscher Dgsüta eine Zahl evgtzbcu würde, wie wir sie nur ans der Mronom'ie kennen . -. Die Nachwlt wird Mo vielleicht minimal die aussührlichc Wahrheii erifahrrn, Mer, Enlstchuno und Äusdehnuna der Mach' die alles Vergleichbare — MoMu, Rothschilld, Cecil Rhodes, Harriman. Damoglie, Rockeffeller. Vanldnditch — 'bisher üb«, trosifen hat. * Der Joint für die notleidenden jüdischen Institutionen Deutschland. Aus Berlin wird berichtet: Zwecks Verteilung der den deutschen notleidenden irischen Institutionen zur Bet fügung gestellten I o i n 1«S p e n d e im Betrage voN 9 0.0 0 0 Dollar hatte sich ein Arbeitsausschuß des Reichsausschusses der jüdischen Gemeinden Deutschlands gebildet^ <^S Wo aus dieser Spende bedacht worden: 54 Anstalten für. .Gesundheitsfürsorge, 87 Anstalten für Alterssürsorge. '66 Anstalten für Jugendwvhlfohrt. 24 Anstalten für Schwesternheime. 87 Einrichtungen der halboffencn Fürsorge und 57> Einrichtungen der offenen Fürsorge. Die Spende wird int Dezember erschöpft sein, weshalv sich der Joint veranlaßt gcscheu Hai, eine neuer« li^" groß er» Summ« mr Verkünn"^ ->> ' ■ ' v:- ' IV - ■ H e rro,nmo dghavs <ir&Umthqf im<S?r&l<in''LJ' ■rosßer Frack oder Smoking aus feinstem engt. Material aus reiner Seide K 2,500.000 Örig. engl. fferrenanzug nadh Mass K 1,800.000 OrigÜnglRaglan, fertigu,nachMass K 1,200.000 Seidenhemden . . , , . .... . ,.K 250.000 AbendHemden mit franz RiquibrvMt K 120.000 Tä.'weisse Bayekeniimn. .> . H* » K 110.000 Engl. Wollwesten. . . , . , . K 170.000 Her enhäte, beste Qualität , . . K 130.000 ld. Florsocken ........ ,K 18.000 Seidehlcrawatien ........ K 40.000 NUR El etc. etc. N l G E TAGE * Jüdische Numerus elausus-Opfer an italienischen Ilniverfitaten. Das italienische Hilfskomitee für jüdische Auswanderer in Triest schreibt uns unier Bezugnahme auf t!' in unserem Blatt« vor einigen Tagen erschienen« Nach die rickit, daß die jüdischen Studenten, "welche nach Italien kommen, auf keine finanzieHe Hilfe des Komitees oder der jüdischen Institutionen rechnen können: ES sei wünschenswert. dies zu veröffentlichen, um hei den jüdischen. Studenten kein« Illusionen zu erwecken. Auf einen Aufruf h«che leider bisher keine jüdische. Organisation von Bedeutung geantwortet, so daß die jüdischen Studenten gewarnt werden müssen, nach Italien zu kommen, ohne daß fivorher wenigstens den Beivag von 300 Lire pro Monat zur Berfügunq haben, der nur für die dringendsten Bedürfnisse genügen kann. Sollte der Hilferuf im nächsten Jahve Exfolg haben, so wird sich der Tätigkeit des Komitees ein weiteres Feld eröffnen. Die SaNimlungen des italienisch-jüdischen Hilfskomitees können kaum für die Errichtung -einer Mensa otisreichen, welche den Aermsten unter den Studenten die Möglichkeit geben soll, das Essen zu erschwinalichen Preisen zu erhalten. Bezüglich der Befreiung von den Schnlgeldtaxen an Handelsschulen und Hochschulen für Bodenkultur hat das Komitee Schvit^e unternommen und hofft diesbezüalich auf einen Erfolg. Die Triester Handelshochschule Revoltella nimmt die vom Komitee empfohlenen Studenten taxfrei auf. Die Anzahl dar ausländischen jüdischen Studenten betrügt gegenwättig ungefähr 100. D'ese find sich ihrer Verantwortung bewußt, daß sie gleichsam die Pionier« der füdischrn Studentenschaft sind, welche in den nächsten Jahren die italien-ischsn Hochschulen beziehen dürfte, und die akademischen Senate haben den Fleiß und die Haftung der jüdischen Studenten wiederholt anerkannt. Das Komitee ersucht die jüdischen Studenten, fich an di« Verfügungen des „Welt- Verbandes für Mische Studenten" und der Studentenverbünde ihrer Länder zu haften und spricht schließlich den Wunsch aus, daß die interessierten jüdischen Organisationen sich bemüb"n, di« ökonomischen Hindernisse zu bekämpfen, welche bisher L.n Zufluß der jüdischen Studenten nach Italien verhindern. * Die jüdischen Kooperative« Osteuropas. In Berlin fand dieser Tage die. Vollversammlung des Exekutivkomitees des ZentralverbandeS iüdischer' Genossenschaften in Osteuropa statt. Einen großen Teil der Beratungen nahm" die Frage der bevorstehenden Lqutdation der Jornt-Tätigkeit in Europa in Anspruch. ES wurde beschlossen, von dem Joint zu fordern, daß die den Kooperativen überqebenen Kapitalien denselben unter den gleichen Bedingungen mindestens weitere 13 Jahre verbleiben sollen. ES wurde di« Entsendung einer Delegation nach Amerika beschlossen, welche diese Forderung vertreten soll. Viel Aufmerksamkeit wurde -dem Vorschlag der Gesellschaft „Ort" gewidmet, ein gemeinsames Einkaufszentrum zwecks Versorgung der . Handwerker und Landwirt« mit Werkzeugen zu schaffen. Dieser Vorschlag wurde im Prinzip angenommen und daS Bureau beauftragt, mit „Ort" eine diesbezügliche Abmachung zrt treffen. Aus den Berichten der ttzertreter der verschiedenen Länder ging hervor, daß sich di« jüdischen Genossenschaften, besonders in Litauen und B e ß« arabien, gut entwickelt haben, daß sie aber viel unter der ant-hsemitisHen Welle, die in letzter Zeit ganz' Ost ruropa überzieht, zu leiden haben. * Eine reinjüdische Stadt. Es gibt wohl in Europa eine verhältyismäßig nicht gering« Zahl von Orten, in denen die Juden die Mehrheit der Bevölkerung bilden, aber daß es in Europa einen Ort gibt, in dem a u § s ch l r >e ß l i ch I u p « n wohnen, dürfte wenig bekannt sein. Es ist der Flecken First man ne n im .Elsaß, in dem nach dem Weltkriege an Frankreich abgetretenen G-biet. Der Ort hat etwa 8000 Einwohner, sämtliche Juden: kein einziger Nichtjude ist dort ansässig. Die ausschließlich jüdische Bevölkemng des Ortes scheint nicht, wie man. vermuten könnte, die Folge einer allmählichen Abwanderun-g Per früheren nichtjüdischen Bevölkerung zu sein, den« . in dem gänzeü Orte gibt es , im Gegensatz zu den übrigen Orten im Effaß — keine Ktrche. keine Kapelle, ja sogar kein Kreuz;^der Ort Fußma-n-nen. der übrigens eine Prächtige Synagoge besitzt,, scheint also seit je eine roinjüdische Siedlung zu sein, * „Der Jude." Eine M-onatsschrist. H-erausae-geden van Dr. Martin Buber im Jün-dischen Verlag, Berlin, NW. "7, Derothernstrdße 8->. Das Doppelheft 10/11 ist soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: N a b u nt Goldmann, Der dreizehnte Zivnistenkongrch und die Zukunft des Zionismus. M o s es Be i l i n f ö n, Kongrrßiwtizeu. OskarKarb'a ch, Die Juden als konservatives Element. A r j e b Tärtak o w e r, Zur Geschichte des jüdischen Sozialismus. Hermann Cohen, Das soziale Ideal bei Platon und den Propheten. Engen Höflich, Die Rechabiter. C h ä i m Na ch m an B i a l i k, Der Morgen meines Lebens. Martin V u b e t, Eine neue Lehre. Bemerkungen: Ernst Simon, Im ChaoS. Leo Strauß, Der Zionismus bei Nord au., ftm s ch a u; Josef M e i 8 l, Bücheranzeige. B. J ä e o b, Kritische Ueberstcht Über die neuere Literatur. — Abonnements preise! Oestmeich 27.000 K., Tschecho- Slowakei. 1b tschech. K.,. Polen 0,50 Dollar. Rumänien' 75 Lei, Jugoslawien 37 Dinar. * Mas in Wien gefunden wird. Im polizeilichen Fundamt an der Roßauerlänoe erliegen außer vielen Fundsachen von früher her zahlreiche aus vem Juli d. I... darunter: 21 Wasserleitungsmuscheleinsätze, 3 goldene Anhänger, ein ^.eil eines solchen mit Brillant Und mehreren Rauten, 43 Armbänder und Armreifen, 85 Augengläser. 10 Autobestandteile. 1 Badekostüm, 1 Bettdecke, 2 Boas, 21 meist goldene Broschen, zum Teile mit Brillanten, Rauten, Perlen und anberen Edelsteinen. 40 Bücher, 4 Damenblusen, 1 Damenhemd, 9 Damenjacken, 6 Paar Damenstrümpfe, 1 Gesichtsmaske, 2 Füllfedern. 2 Fußbälle, 3 . Glastuben mit Tabletten, 10 Halsketten. 27 Paar und 6 einzelne Handschuhe, 2 Herrenhemden, 23 Herrenhemdkragen. 1 Herrensakko, 6 Herrenwesten, 2 Halbwesten mit Taschenuhren, 8 Damen- und 32 Herrenyüte, 4 Jumper, 27 Kappen, 2 Kinderjacken, 1 Kinderkleid, 1 Kinderwagen, 4 Körbe Gemüse, 4 Körbe Kirschen, 9 Garben Korn, 1 Lohnsäckchen mit Geld, 2 goldene Medaillons, 1 orthopädisches Mieder, 8 goldene Ohrgehänge, Pakete mit den verschiedendsten Sachen, so mit Chloroform, Medaillen, Noten, Vogelfutter usw., I silberne Puderdose, 1 Raglan, 5 Regenmäntel, 3 Revolver, II goldene Ringe, 7 goldene Eheringe, 3 Rucksäcke mit Kleioem usw., 1 Schachtel mit Film, 4 Schachteln mit Photo grlwhischen Platten, 1 Schal, 64 Schirme, 13 Paar Damen-, 4 Paar Herren- und 2 Paar Kinderschuhe. 21 Spazierstöcke, 1 Stilet, 86 Akten. -65 Brief-, 10 Einkauf-, 68 Hand-, 2 Zißarettentaschen 1 Tasche mit chirurgischen Jnstmmenten, 6 Theatergläser, 1 Tennisschläger, 86 Taschen- und 1 Weckeruhr, 4 Uhrketten, 1 Windjacke, 2 silberne Zigarettendosen. Ern Bienenschwarm, ein Frrchs, drei Hühner, mehrere Hunde und ein Kanarienvogel wurden als herrenlos angezeigt. (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.j * Tanzinstitut Hermann Brann. 14. Bez., Reindorsgasse Nr. 42. Heut« moderne Perfektion Beginn hcüb 7Uhr abends. * Ganz Wien spricht von Klaus' echten Schweizer u st e n p a ft i l l e n. Anerkannt bestes Mittels gegen Husten, erferkeit, 5datarrh. Verschleimung usw. Verlangen ci>. in allen einschlägigen Geschäften Gratispwben. Bereine, Bortrögr und Verfammlm^eu. Zionistisch« Sektion 6. bis 8. Bezirk. Heute, abends 8 Uhr, im Sektivnsheim, 8. Bez., Bennoplatz 1, Ddakkabäerfeter. Gäste willkommen! —.Jüdische Tischgesellschaft Innere Stadt. Heute, viertel 9 Uhr abends, im großen Saale des Cafe Silier. 1. Bez.. Franz Iosefskai (Mezzanin), Vortrag Dr. Robert Ticho: „Lyrik und Judentum". Gäste wilftommen. — Zionistische Bezirkssektion 4. und 5. Bezirik. Heute,-halb 8 Uhr abends, im Tenrpelverein, 5. Bez., Siebenbrunnengasse 1, Makkabäerfeier. Anschsießend Plenarversammlung mit Wählen in Par^eirat nick Lokalkomitee. — Sozialpadagogische Gesellschaft. Mitttvoch den 6. d.. 7 Uhr abends. Anatomisches Institut, 9. Dez., Währingerstraße 13 (Erdgeschoß). Bortrag Dr. I. Lederer: „Gibt es eine Wahcheit?" Eintritt ftei. — Zionistische Sektion Zwischenbrücken, Sportklub Rejim. Heute, 7 Uhr abends. 20. Bez.» Denisgasse 33 (Jüdische Toynbeehalle), Chanukkahfeier. Mitwirkende: Oberkantor Margulies, Konzertsängerin Fräulein Delezer, H. Schwager und Kräfte der südvschen Volksbühne. — Zionistische Bezirkssektion Breitensee. Mittwoch den 6. o. im Cafe Rudolfshöhe. Hütteldorferstraße, Haltestelle 49, Jolmstr-che. Vortrag Otto Lang. Beginn 8 Uhr abend». Bühne und Kunst. So« anderen User. (Gastspiel Basserma««.) Die drei Einakter von Felix Galten, welche Bassermann jetzt in der Neuen Wiener Bühne spielt, sind etwa fünfzehn Jahre alt. Wenn man sie so nach langer Zeit wiedersicht, (die erste Begegnung erfolgt«, wenn die Erinnerung nicht trügt, im Deutschen Volkstheater), so wundert man sich, daß diese Szenen einmal jung waren. Das meiste Interesse Weckt noch das zweite. Stück „Der Ernst des Lebens", in welchem es wenigstens zwei „Rollen" gibt. Schade, daß Bassermann nicht beide spielen konnte und Herr Teubler nicht im Zuschauerraum saß. In dev einen- Rolle aber gab Bassermann eine so wundervolle Mischung von Trägheit und Lebensdurst, daß eine unvergeßliche Gestalt daraus wurde. Für den Kellnergvaftn Festenberg im ersten Stück bringt der Künstler seine blendmde Erscheinung mit. Frau Eis möge sich bei Bassermann Ratt holen, wie man in einem Reitkostüm gcht und sitzt, um eine wirkliche Dam«, glaubhaft zu machen. In dem dritten Einakter „Auftrstchnng" überraschen einige Molltvne Bassermanns in einer Lage, die sein Register sonst nicht kennt. Hier ist Her. Lovrie prachtvoll komisch und rettet die sonst rettungslos der Langeweile verfallene Situation/ Das Pttblikmu freute sick Ä^r Wandlungsfähigkeit Baffermanns nud '-w v. unaufhörlich vor den Vorhang. “ 2. S. Roland-Mne. ' U0o«ffe".) > Dieses Börsen- und Filmspiel der Herren Lothar mt? BNchwitz ist kern Hindernis, sich an einer Reihe vortrefi licher Komiker zu erfreuen. Es erfüllt also seinen Zweck. Alber; Paulug, der eigenartige Berliner Komiker, ist eine Klasse für sich. Iva W ü st versteht zu pointieren wie nicht leicht eine zweite. Gustav Charl« ist ein jüdischer Börsianer von G^ schmack und verbreitet warnte Heiterkeit mn sich und Johann'."- R i e m a n n ist tiptop angegogen. Aber Sigi Hofer schlägt alle und alles. Im Filn und auf der Bühne ist dieser Charakterdarst.'ller einfach unvergleichlich. Schon «die äußere- Erscheinung zwerchscilerschiitternt. In dem behäbigen, schwerfälligen Körper funkelt, das höcktz lebendige Augenpaav und jede Geste setzt sichaus etita Mischung von müder Verzweiflung und sprinalebendiger Verschmitztheit zusammen. Das Haus ist von Lachkrämpfen ge schüttelt. - ' ' '; A. **”*>■*■■ ‘WjZvJlÄ'.-äBKT? . :»&t M:e kW. Saslitit, WiMn MWmz; »LMM t MmMn: TeleOn UMj ZtMe: 0-te*.-r»S; «m Mmmmmmmwrn«MM