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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-29 · Heft 1721 (29.11.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1721 (29.11.1923)
Date
1923-11-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sk. IM Men, Donnerstag Wiener Morgenzettnng. 29. November 1923 mk s MÖBELHAUS ANTON 5Q1LE5INQER Obersiedelt indenl.BezirkjWallnerstr.a^eLM^l/IV) nächst Kohlmarkt. m Wohnungseinrichtungen / Innendekorationen Reichassortiertes Lager / Billigste Einführungspreise erstattuna für bezahlte Die-nstnotizen werden wenn sie beim genannten Amte un-er Vorlage der erforderlichen Belege eingebracht werden, binnen längstens acht Tagen erledigt werden. Die Antragsteller werden bei perfönlich-r Dorjiprache mündlich, sonst telephonisch eingeladen werden. Betrag und Belege acht Tage nach gestell'em Amtraoe in der Telegraphen-Zen'ralstation abzuholen Eine schriftliche Erledigung entfällt. * Nene Schnellzngsverlbindunq Wien—Arlberg—Schweiz und Bregenz. Vom 1. Dezember d. I. an wird der g«genwä"ttg nur zwischen Wien und Innsbruck verkehrende Schnellzug 205, Wien-Westibahnhof ab 16 Uhr 35 Mir., über Buchs in die Schweiz weitev-efühn und dort Schnellzuosanschliisse nach Zürich, Basel und Genf finden, eibenfo wittd vom gleichen Tage an in der Gegenrichtung der Schnellzug 206. Wien-Westb^hn- Hof an 13 Uhr, mit Schnellzugsanschluß aus der Schweiz über Buchs—Innsbruck nach Wien geführt. Zum Zuoe 205 wir>> ein Anschlufischnellzug von Ieldkirch nach Bregenz-Hafen und zum Zuge 206 ein Anfchlußschnellzug von Bregenz nach Feldkirch eingeführt (glei^ettig werden die Scknellzüae D9. Zeldkirch ab 16 Uhr 7 Min., Breaem-Haien an 16 Uhr 52 Min und D10. E Bregenz ab 11 Uhr 56 Min., Feldkirch an 12 Uhr 45 Min., ausgelassen). Die neuen Schnellzüge vermitteln folgende Verbindu-ir-aen: Wien-Westbohnhos ab 16 Uhr 35 Min., Jnnsbruck-Hariptbahnhof an 6 Uhi 10 Min. ab 6 Uhr 40 Min.. St. Anton am Arlberg an 9 Uhr 16 Min., FeMirch an 10 Uhr 50 Min.. Bregenz an 11 Uhr 45 Min. (Anschluß nach Sh Gallen). Breaen'-Ha.fen an 11 Uhr 49 Min. (Scbiflsanschluß nacb Kontsta.rg), Buchs an 11 i%r 5 Min. Zürich an 14 Uhr 29 Min., Basel an 16 U!br W Min., Bern an 17 Uhr 40 Min., Genf an 21 Uhr 20 Min.: zurück Gent ab 6 Uhr 50 Min., Bern ab 10 Uhr 50 Min., Basel ab 12 Uhr 38 Min., Zürich ab 14 Ubr 30 Min., Brrchs ab 17 Ubr 24 Min.. Brea-enz ab 17 Uhr 38 Min. (Anschluß von St. Gallon), Feldkirch ab 18 Uhr 84 Min., St. Anton am Arliberq ab 20 Uhr 36 Min., Jnnsbrnü-Haup^babnhof an 22 Uhr 52 Min., ab 23 Uhr 25 Min., Wien-Destbcchnbof an 18 Uhr In diesen Züoen verrohren in beiden Fahrtrichtungen durchlaufende Wagen erster, zweiter und dritter Masse W'ien—Basel und W-i^n— Bregenz, ferner ein Schlafwagen elfter und Zwei'er Klasse Wien—Innsbruck und ein Speisewagen Men—SaWurg. ^Nachfolgende Notizen bis zur Rubrik Vereine" sind ent» ««Mich.) * Tan;Institut Hermann Braun. 14. Bez.. Reindorfgasie 42. Heute moderne Perfektion. Beginn halb 7 Uhr abends. * Teppttttyaus Deistner, VI., Mariahilferstraße 105, kommt Lei Einkauf von Teppichen, Decken. Vorhängen nsw. in. allererster Linie in Betracht. Dorzüal. Terviche au? reinem Wollmaterial. Größe 2X3 K. 295, Größe 250X350 K. 395, warme Fensterlchützer K. 38, Seidenclotb-Steppdecken K. 175, Flanelldecken K. »8, Bettvorleger K. 19. Doppelbettdecken K. SO. MadraSvorbänge K. 95, Scheibenvorhänge K. 6, Bettaarnituren K. 190, BonneS femmes K. 38 nsw. Größtes Lager in -chten Maffersdorfer Argamanteppichen zu konkurrenzlosen Preisen! Preisein Tausendern. Vereine, VortrSge und Versammlungen. Zionistische Sektion 16/17. Heute, 8 Uhr abends, im Heim, 8. Bez., Bennoplatz 1, Vortragsabend mit anschließenden musikalisch-deklamatorischen Darbietungen. — Zionistische Kulturgruppe, 20/ Bez.. Karl Meßiel-Straße 5. Heute, 7?8 Uhr, Beginn des Literaturkurses. Samstag, 5 Uhr, Beginn des jüdischen Geschichtskurses. Mitgliederaufnahme und Ginzahlungen an jedem Vereinsabend. Zwecks Ausbaues der Bibliothek werden die Mitglieder um Bücherspenden und um Sammlung von Büchern ersucht. — Sonntag, 10 Uhr vormittags, findet im Nathans ein Internationaler Tag statt, auf welchem ausländische Redner fiir das notleidende Deutschland sprechen werden. — Z e i r e M i 8 r a ch i, 2. Bez., Vraterstroße 43/11. Heute, 8 Uhr abends, Ausschußsitzung. Anschließend Kartenverrechnung. Urania. Heute: 5 Ubr (G r o ß e r S a a l)r Um8 Nordkap ins Weiße Meer. Rettung aus dem Eise. 5 Uhr (Zweigstelle Landstraße, 3. Bez., Radetzkystraße 2, Lehrsaal A): Theoretisch-praktische Kammermusikkurse. II. 5 Uhr /Kurssaal): Prof. Dr. Oswald R o s s i: Dom Sinne der Träume. III. 6 Uhr (Kleiner Saal): Dr. Helene A n d e r l e: Physiologie und Hygiene der Frau. II. */J Ubr sK u r 8 s a a 0 Dr. Fritz Z e r n e r: Größe und Bau des Weltalls. U>. ‘/?8 (Großer S aal: Forschunosreisender Dr. Hermann C o n ft e nr (Bad Blankenburg): Großwildjagd in Ostaftika. V«8 Ubr (Kleiner Saal): Dr. Heinrich P r e l i n g e r: Erzeugung, Eigenschaften und Anwendung der Röntgenstrahlen. lfS Uhr (K l u b s a a l r SHte und neue Erzähler. IX. Hochschulprofessor Dr. Franz Strunz: Hans Christian Andersen. 8 Uhr (K u r 8 s a a l): Universitätsdozent Dr. Kurt E h r e n b e r gr Die .Fossilien* m Sage. Volksglauben und Wissenschaft. III. L e o p o l d st ä d t e r V o l k 8 h e i m, 2. Bez., Zirku«. gasse 48. Heute Kursbeginnr 7 bis 9 Uhr: Oberlehrer Wilhelm K o c h a n, Schönschreiben. Einschreibungen von 6 bis 9 Uhr abends in den Volksbeimkanzleien. O e st e r r e i s ch e s Museum. Das Oesterreichische Museum stir Kunst und Industrie hat eine Ausstellung der in jüngster Zeit gemachten s e h r b e d e u t e n d e n N euer w e rb un g e n veranstaltet und gleichzeitig, im Anschluß an die ,m Frühjahre eröffr.ete S ch a u st e l l u u g der in das Eigentum des Institutes übergegangenen musealen H o f m o b i l ien, die bis vor kurzem im Säulenhofe ausgestellt gewesenen, nun auch dem Museum dauernd einverleibten «bemal» hofärcmschen Teppiche, vereint mit den seinerzeit au» dem Handelsmuseum erwrrbenen Prachtstücken und den erlesensten Teppichen aus altem Museumsbesitz und' anderen islamitischen kunstgewerblichen Objekten (Keramiken. Metallgegenständen niw.) jn einer geschlossenen, höchst wirksamen Aufstellung zugänglich gemacht. Teppichsaal und Aufstellung der Neuerwerbungen sind zu den üblichen Besuchsst u n d e n des Instituts, die letzteren auch an den Vortragsabenden, zugänglich, die Veranstaltung von Führungen wird jeweils angekündigt. Bühne und Kunst. rretßkg Fahre Raimnnd-Theakr. Willy Thaller in Anzengrubers „Heimg'fmrden". Zu historischen Betrachtungen ist wenig Anlaß, denn während der dreißig Jahre seines Bestandes hat das Raimund-Theater in der Theatergeschichte wahrhaftig keine tiefe Kerbe geschlagen. Festgestellt sei aber, daß es dtm, gegenwärtigen Leiter dieser Bühne, Dr. Rudolf Beer, gelungen ist, in zwei Jahren aus dieser Bühne so etwas wie ein Theater zu machen. Dadurch wurde die Lüge von der Tücke des Objektes Publikum, mit der die im Wiener Theaterbetriebe herrschende Unfähigkeit ihre Existenz begründen will, widerlegt, und das ist ein Verdienst, daS angemerkt zu werden verdient. Der „Gedenktag" wurde statt mit einem Prolog von Wildgans oder Gtücksmann mit einem Anzengruberschen Dalksstück, so „He'mg'funden" heißt, begangen. Da ich für Menschen, Dinge, Vorgänge usw., welche einen langen Bart umgehänqt haben, nicht das leiseste Verständnis habe, so sei bloß konstatert, daß Willy Th aller ein wirklicher Menschendarste'ller ist, daß Rosa Fässer und Eduard Loibner Talent haben und daß der Christkindlmarkt am Hof — na sagen wir, drollig, ist. - Das volle Hans war begeistert. S. S. „fMtWPWet PnlwV'. (Neue W'ener Bühne.) Albert B a s s e r m a n n spielt prinzipiell nur mit ferner Gattin. DaS ist. vom menschlichen Standpunkte, löblich. Vom künstlcrilchen hingegen war es schon wiederholt — zart ausg,.'drückt — nicht zweckdienlich. Im „Baumeister Solneß" aber ist es eine Katastrophe. Ta muß nämlich sein«? Partn. rin das Sinnbild herber, taufrischer, grausam-starker Iuarnd 'sein, die den Baumeister hinauf« reißt b:s zu den Luftschlössern, und ihn vor jener anderen Jugend rettet, die nachrückt und den berühmten Architekten zum alten Eisen werfen will. Zu letztem Aufschwung muß ihm diese Partnerin verrücken, und zum Sieger machen über jüngere, bessere Baumeister, wenn er auch daran schließlich zerbricht. Nein. Frau Basiermann sollte lieber in einer Loge zugegen sein, w?im ihr Gatte den Solneß spielt und die Hilde Mangel aus ihrem Repertoire streichen. Man mußte das sagen. Aus künstlerischen Gründen, also aus Verantwortungsgefühl. Basiermanns Le-istung geht durch diese Fehlbesetzung verloren. So prachtvoll die Ansätze seiner Gestaltung des Helden sind — mit dem Augenblick, da Hilde Mangel auftritt, zerfließt das Charakterbild und wird unglaubwürdig. Die übrigen Darsteller durchaus matt. Gleichsam eine markierte Vorstellung. Es war unerquicklich. O. A. Hochschulkurse an dw Akademie für Mnsik und darstellende Kunst. Die E'-wchreHbi'NMN für die HnchjschuNuvse an der Akademie für Mnsik und darstellende Kunst sinken bis 29. d. von 9 bis 1 Uhr mittags, die AniknahmsiprÄtfungen zwischen 29. d. und 1. Da^amber statt. Der Unterricht beginnt am 3. De^wiher. N % -re Auskünfte in der WakemieKantzlei, 3. Bezirk, Lochrlnperstraß« 18. Apollo-Theater. Das mMch-romantische Theater fügt setzt der von uns bereits gewürdigten Ballettpantmnme ,Mselle", die chnaesavapbisch,» TvagDie .T>my elovf«r der Atoraga" hinlw. die, im alwsiy-vWen Stil achcklten..von baltischer Sck'önheit und herrlicher Rihv^nA fft. Besonders heimetzk-rnsjwort neiben der meisteübastien charckkterlisstiiichen DanMnst C'ts'a 5krügers, das stWollie BüihnMlbMv und die Kostüme nach En'würifen von Tschelitscheff. Die Rusien wurden von dem dichtgesüllte« Hause wieder fahr gsfeiovt. Aus deu Theatern. Burgtheaterr Morgen, 7 Uhr, FranzMolnarSSpiel e r S ch w a n". Akademietheater: Moraen. l/S Uhr, die Komödie „D a s st a r k e r e B a n d* von Felix Salten. Dolksover: Heute Sigismondo Z a l e S ch i zum letzten Male als Tonio im „Bajazzo". Theater an derWien: Sonntag Len 2Dezember, 8 Uhr nachmittags, „tzobeittanzt Walzer". Die Direktion des Wiener Bürgertheater» teilt mit. daß ab heute die TageSkasie im Theatergebände unter der geänderten Nummer 76.420 zwischen S bis 1 Uhr und 2 bis 7 Uhr zn erreichen ist. Die neue Nummer der DirektionSkanzlei ist 76.846. Wiener Komödienhausr Sonntag, ^/,8 Uhr nachmittags, „Der I u x b a r o n". JmLnftspieltheater wird morgen im Rahmen eines literarischen Abends das Kammersviel „Wetterleuchten* von August Sirlndberg mit Josef Jarno gegeben Helfetden «MeidelldeuFOenSeutfchlands Unter dieferDevise veranstaltet der Aoung Iewiih Sporling Eiub unter dem Protektorat des Vizepräsidenten der israelitischen Kultusgemeinde am Sonntag den 2. Dezember um 8 Uhr abends in sämtlichen Olympiasälen, 1. Bezirk, Nothgasse, eine karten zu K so.ooo an zahlreichen K 80 ooo. Restlich Hrrreugarderoben CT.—- ......sg'.-n:’ , nach Maß ■ n1 - •==* Damemniintel Kostüme Alles auf Kredit! Sulius Schlü & Co.. Kohlmartt 3 Mezzanin SL» Fexnruf 79-4-75 , Programm: Erika Wagner, Dr. Fritz Löhner (Beda \ Ferdinand ■ ■ Bonn, Oberkantor MargulieS, Konzertmeister Ztmbler, Doktor » , Bendiner, Ballorchester Dostal, Tanzarrang. Prof. I. Singer , vorverkaufzstellen, an der Abendkasse , Restliche voqe» im Rmacais . » tzerichtssaal. Einziehung der Kahlenbergbahn-Konzession. Der Berltualtunqsgerichtshof unter Vorsitz des Präsidenten Dr. Schuster verhandelte sistern über die Beschwerde der Kahlenberg--Elsenbahngesellschaft gegen die weg?n drichtbetriebes vom Buipdesminist.rium für Handel und Verkehr verfügte Einziehung der Konzession. Der Be'chwerdevertrcl.'r Tr Blau macht-' geltend, die Bahn hcrbe in Wied rholten Eingaben an. das MinWvium die technische Unmöglichkeit der Betriebssortsetzung mit Lokomotive nochgewiesen. Es liege Unerschwinglichkeit der Leistung vor. Die Frist zur Umwandlung in elektrischen Betrieb f.i bis AuMt 1924 verlängert worden und schon deshalb sei eine Konzesiionsem-- zichurrg nicht möglich. Ein englisches Konsortium wolle die Finanzierung des Unternehmens in di« Hand nehmen und von der Entscheidung d's Berwaltun'gs.qerichtshofes werde es abbanaen, ob der Kahlenberg als Vergnügungs-, Erholungs- und Billenort weiter besteht od «r nicht. Der Beschwerdevertreter verwies noch darauf, daß es in der erwähnten Konzesiions- , urkunde heißt, „bis zur Umgestalrung auf elektrisch.n Betrieb darf der Drkehr mit Dampskrafl dotrieben werden". Ter Regierungsvertreter Ministerialrat Dr. Altenberg erwiderte, das Ministerium habe nicht einmal, sondern viermal die E in w e n du n g e n der Gesellschaft als nicht begründet rMärt und die .Gesellschaft verwarnt, Unerschwinglichkeit der Leistung sei kein Grund zur Verweigerung des Betri-'bes. Das Wort ,-d a r f" in der Konzessionsurkunde bezieht sich nur auf den Dampfbetrieb, nicht aber aus den Betrieb überhaupt. Die Regierung hätte auch das R'cht, mit der Auflösung der Gesellschaft vorzugchrn, wovon, sie ckber bis setzt keinen Gebrauch gemacht habe. Der Berwaltungsgerichtshof wies di« Beschwerde als unbegründet ab. In der Begründung hob der Vorsitzende hervor, es genüge zur Konzessionsentziehung die Tatsache, daß die Gesellschaft ihrer vertragsmäßigen Verpflichtung nicht Nachkomme; 'die Gründe, warum sie dieser Verpflichtung nicht nachgekomm?n. seien vollkommen belanglos. .Die Regierung sei daher berechtigt gewesen, mit der ÄvnzeffionsentziehMg vorzugehen und eine weitere Rechtsfolge bilde der Heimfalls der Konzession. Eine herzlose Mutter. Die von ihrem Manne getrennt lebende Private Therese Haiduk hatte sich gestern beim Strafbezirksgovicht 1 wogen einer kvassen Gefährdung der körperlichen Sicherheit ihrer neunjährigen Tochter zu verantworten. Die Beschuldigte hatte wiederholt in später Abendstunde ihre Wohnung verlassen, um verschiedenen Vergnügungen nachzugehen. Während ihrer Abwesenheit hatte sie ihre neunjährige Tochter, die sehr furchtsam war, ganz allein in der versperrten Wohnung gelassen. Das Kind, das sich in der finsteren Wohnung fürchtete, stieg nun einige Male aus dem Fenster der im ersten Stock gelegenen Wohnung auf das schmale Gesimse und kletterte bis zur Nachbarwohnung, wo sie so lange an das Fenster klopfte, bis sie in die Wohnung eingelassen wurde. Schließlich erstatteten Hausparteien bei der Polizei die Anzeige, die zur Erhebung der eingangs erwähnten Anklage gegen die herzlose Mutter führte. Jn der gestern vor den: Bezirksrichte-r Dr. Iellmek stattgefündenen Verhandlung erklärte die Angeklagte, daß sie mitunter am späten Abend mit ihrem Freund ein Kino besucht habe. Sie habe nicht voraussehen können, daß das Kind durch daS Fenster auf das Gesimse steigen werde. Der Richter verurteilte die Angeklagte wegen Ue-bertretung gegen die körperliche Sicherheit zu einer Woche Arrest. Die Verurteilte meldete gegen Schuld und Strafe, der Stmrtsanwall wegen zu geringer Bestrafung die Berufung an. Glockenweihende Frontkämpfer. Am 8. Juli d. I.. ar. einem Sonntag, war es im .20. Bezirk zu großen Tumulten gekommen. Frontkämpfer, die an einer Glockenweihe teilgenommen halten, wurden beim Rückmarsch von einer großen Anzahl von Gegnern unter Pfuinrfen und Schimpfworten verfolgt. Die Wache luchte ein Handgemenge zu verhindern. Hiebei wurden zahlreiche Personen wegen Gewalttätigkeit gegen Sicherheitsorgane arretiert. Gestern hatte sich eine Reihe von Demonstranten vor dem Einzelrichter Hofvrt Dr. Hotter wegen dieser Gewalttätigkeiten zu verantworten. Der Schlossergehilfe Franz Graf wurde zu 14 Tagen Arrest verurteilt. Der Werkmeister Josef Gr über war angeklagt, einem Wachmann«, der seinen von der Menge mißhandelten Kollegen zu Hilfe kommen wollt«, einen Stoß versetzt zu haben. Der Angeklagte erklärte, es müsse ehr Irrtum des betreffenden Wachmannes vorlrogen, er habe damals als Ordner mit einigen anderen Funktionären die Menge zu beruhigen versucht. Gnrber wurde zu dre i.Wochen einfach?» Kerkers verurteilt. Der Verteidiger meldete Berufung gegen Schuld und Strafe, der Staatsanwalt Berufung wegen des Strafausmaßes an. Der Kellner Franz Spevaeek wurde von einem Wachmann gesehen, wie er die Hand hob, um einen Stein siegen die Wache zu schleudern. In der Verhandlung konnte redoch dieser Wachmann nicht mit Bestimmtheit angeben, ob der Angeklagte auch' wirklich einen Stein in der Hand gehalten hat, Spevaeek wurde f r e i g e s p r o ch e n> Nach durchgeführtem Beweisverfahren wurde der Bauarbeiter Eouard M att hi wegen öffentlicher Gewalttätigkeit zu zwei Monaren und der Lokomotivführer Karl Medrovitz zu drei Monaten schweren Kerkers vemrteilt. . Reiche Auswahl neuester t^elzmedeiie ln sämtl. Pelzarten - Pariser u.WIener Geschmack vereint - erzeugt nur In eigenen Werkstätten, unter pers. <£esbesSr@nammierten Inhabers «tf®r S«'irma Praterstralel-Il 1.2-0

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