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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-29 · Heft 1721 (29.11.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1721 (29.11.1923)
Date
1923-11-29
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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ÄAWuTttrotj Lvrrner Moraenzenuna. Jas Ultimatum der Angestellte« adgelehnt. — Die Bemittlnnssaltion Lvrener Moraenzenun^ üffii EMlch, lv letzter Stunde» hat sich die Regierung entschlossen, in den Lohnstreit zwischen den Metall industriellen vnd den Arbeitern vermittelnd elnzuareifen, um -aS Aeußerste, einen Generalstreik, zu verhindern. Spat aber doch hat sich Herr Seipel aufgerafft, die Situation, die einzig und allein durch die zögernde Haltung der Regierung derart auf die Spitze getrieben wurde, noch zu retten« Ob es ihm in diesem Stadium noch gelingen wird, ist eine Frage. Die Lage in der Metallindustrie, die im Laufe des gestrigen Tages eine merkliche Entspannung zeigte, hat sich nach der Vollversammlung des Judnstriellenverbandes. die liber die ultimativen Forderungen der Arbeiter und Angestellten entscheidende Beschlüsse zu Me« hatte, wieder außerordentlich verschärft. Der Jndustriellenverband hat trotz des vermittelnden Eingreifens des Bundeskanzlers die Forderungen der Arbeiter und Angestellten in schroffer Form zurückgewiesen. Damit ist fast jede Hoffnung geschwunden, Latz der angedrohte Streik noch vermieden werden könnte. Morgen werden die Arbeiter- und Anaestelltenvertreter Wer die Antwort der Jndnstriellenverbandes beraten und von ihren Beschlüffen hangt es nun ab, ob Wien und vielleicht ganz Oesterreich bereits am Samstag in die schwere Krise e'n-S Nie c" r < - werden wird. Infolge der außerordentliche» ^uivitzimo der G«mensütze zwischen den beiden streitenden Parteien hatte der Bundeskanzler Dr. Seipel gestern verschiedene DermittlungSfchritte unternommen. Am Vormittag fand in der Bundeskanzlei eine Aussprache Zwisten den Vertretern des Jndusttüellenverbandes und dem Bundeskanzler statt, an der auch die Minister Dr. S ch ü r s f und Schmitz teil* nahmen. Nach dieser Besprechung erschienen namens der Unternehmer zehn Vertreter unter Führung des Präsidenten'Dr. Trebitsch im Nathanse, wo sie von Bürgermeister S e i tz empfangen wurden. Scho« vorgestern hätte sich Dr. Seipel bereit erklärt, mit den Unternehmern zu verhandeln, und hatte bei den Jndustrieangestellteu sondieren laste». In den Abendstunden des vorgestrigen TageS erschien Dr. S e i p e l überraschend in einer Sitzung des Unterhandlerkomitees der Unternehmer und erklärte, datz es notwendig sei, im Interesse des Sanierungswerkes den Streik zu vermeiden. Gestern nachmittags hielten die Industriellen im Jndufiriehause eine B o l l d e r s a m m l u n g ab, die sich mit dem Ultimatum der Arbeiter vnd Angestellten beschäftigte. An den Bericht des Referenten knüpfte sich eine lebhafte Debatte, in welcher die allgemeine Entrüstung darüber zum Ausdruck kam, datz die Arbeitnehmeroraanisationen die Fortführung der Verhandlungen durch ihre ultimativ gestellten Forderungen derart erschwert haben. Schließlich faßte die Vollversammlung folgenden einstimmigen Beschlutzr Unter entschiedener Zurückweisung der beiden ultimativen Forderungen billigt die Vollversammlung die Beschlüsse der letzten Delegiertenversammlung. Da jedoch die Negierung in Anbetracht der außerordentlichen Tragweite des ausgebrochenen Lohnkampfes eine Vermittlung übernommen hat, ermächtigt sie das Lohnkomitee, falls sich neue Vorschläge ergeben, zu weiteren Verhandlungen, mit dem Aufträge, hierüber einer für morgen einzuberufenden Vollversammlung zu berichten. Borständekonferenr 8er SewerkschaftskommWon. Tie GelverkschLftskounmstwn wird heute um 3 Uhr nachmittags eine V o r st ä u d e k o n f e r * «5, das ist eine Versaul'nlttng der Vorsitzenden aller österreichischen Gewerffchaften. abhalten. da durch die Aktion der Metallarbeiter und Hnvustriebeamten die Arbeiter anderer Gelverkschaften in Mitlei-denschast gezogen werde::. Bei den Arbeitern wurde die Losung auSgegeben. bis morgen ruhig weit-erzuarbeiten, nwrgen nachmittags, um 8 Uhr, tritt die Obmännerkonferenz neuerlich zu einer Sitzung rm Arbeiterheim im zehntem Bezirk zufammen, in der die endgültige Entscheidung fallen soll. Nach der ablehnenden Antwort des Jndustriellenderöandes ist die Bernnttlu-ngsaktion Dr. Seipels als gescheitert zu betrachten, denn die Industriellen haben sich auch durch den Hi-nweiS auf das Sanienmgswerk durchaus nicht abhalten lasten, die Forderungen der Arbeiter abzulehnen und dadurch die Lage auf das äußerste zu gefährden. Fast drei Wchen lang hat die Regierung den hin und her wogenden Kamps mit angesehen, sie hat das stete Aulvachfen der Gefahr als unbeteiligter Zuschauer beobachtet und nichts getan, um das drohende Unheil abzuwenden. Eine Vermittlnngsaktion im Letzten Moment, in einer Zeit, in der die Gegensätze infolge eines letzten Ultimatums fast unüberbrückbar geworden waren. Mutzte immer die Gefahr des Scheiterns m den Bereich der Wahrscheinlichkeit stellet:. Die Berichte über die. geplante Ausdehnung des Streiks haben gestern zu einer Panik drr Hausfrauen Anlaß gegeben, die überstürzte Kaufe an Petroleunr, Kerzen. Bvot und Milch Vornahmen, um sich für die koimnende Streikzeit zu sichern. Scharfe Svvofilion im Nationalrat. Dir SvziÄdemockraien g!wu!b-'n Gvuntz zu haben, der Regierung noch m hr grollen zu müssen als bisher. Das Jahres« ende rückt heran und dmmr läuft die GülrigleÄ des Arbe'ttslofettdersichemngs^cs'tzs üb, ohne daß sich die Ragievung bisher über die Verlängerung der 'slosemmt rstühung geäuß.rt hätte. UeL^dieZ scheint ihnen das Kabinett Seipel sich.auch nicht mit dem von ihnen gMvürrschteu Eifer für die Beb »egung des Konflikts in der Industrie einzuisetzen. Das Faß des Zornes ist a>ber erst durch die vorigster:: Än Nationalrat vvogs'agte Novelle zum Abgabenteilungsgesetz zum llabevlaiuif-n gSbmch wv'^den. Mit Vieser Vorlage werden den Ländern sehr b-odouter^r Einnahmsquellen en.^vgen, die für die Bezugs reg «liung der Buntesbsamteu Venvendet loerden sollen. Das Wiener G e» / m-eindebuvget, das schon demnächst zur Beratn-ng geangen soll, ist dadurch in seinen Grundlagen erschüttert. Es schließt ohnehin mir ein-w bedenklichen Abgcmg, der hauptsächlich vnrch die Emistellarng eines Bs»rages van 4M Millvarden für ^en Bau von WohnthÄiisern und von 185 Milliarden für di? ElektrifiKierung der StttdOttbn hervorgsrußen wird. Fm Ra-rhcms evk ärt män ganz oisten. daß Dr. Seipel die Neur gelung der Beamtengchoist'er fast vallstar^ig Litt Kosten der Gemeinde Wien durchsuch reu will. Städte Br ei irrer har auch bereits bmm Finanriminister Dr. Äienböcksebr energische V 0 rstelluugen rhüben. Das ist der Grund, nwnt d!i> okroi«n ~ * n, nachdem ft bereis die Tagesordwung des Natirr i § durch die Eryminyung zahl-reich r erster L<stm">?n von rungsvotlagen blockiert batten, nmmnehr auch die Verhau dlnngen des Budge tau sschu fies störren. Ind r gestrigen Vovmi"v:gs"ltzuir: des Bud.e'>5.usscku"es ließen die Soziaildemokra'en *t »r die V«V Vs Geuera'refL» renten über das Budget Hei ul. zu und vertt-aten im übrigen die Ainischamiwg. daß die letzt? ^bmännerlonfer-rrtz besckwssen habe, es seien dieHautzsitMv^n wir bis;um A> d. zu führen, dann aber habe eine v 0 l! st ä u d i g e B c r a i u n g paus e, die sich auch auf die Ausschüsse erstv cke, bis 11. Degemüer einzu-treten. Man berief also für die ersten Nach- Nvittagsftunden eine neuerliche Ob m ännerk0n ferenz cm, die jedoch nur belanF'os- Berei.n-bcrr'ungen ib ei* MrNderwich'.'iigL Berhe-nVlmtgsgUmstand« ircif,' da djdemokra.te>n die Bora:,ung Les BunLesvor-anschlages. i>m Bui?etou^'chutz mit der i.nvmer'hiin e'.feuchtenden Begrünidung ab-, ilehnt».'», men: könne über d.".; B'.rrrd.'svor.inschlag n.och. nicht be- Men, wsit die MAievu-i^ n-ur das Fina-nMsetz für IM vor» gÄegt halbe und die Dekaiilnachweiisningen der einzelnen Ressorts noch s.chlen. Der BrüdgetanSlschuß v'Ähandelte nachmittags daher nur den Antvag Deitz betrsff^ld die Widmung von ze^, Milliarden Kronen für die Notleidenden DentschkandS. Kanter Dr. Seipel tvendei sich g.'gen die Aimahnre disses AntvLges mit fv'gender Begründ 'in: „Mir müssen auf die brsoiÄderen Vechäl.rv'sse Rücksicht nchu-en, in demn nnfor eigen-Lr Siaot shcrush^'t sich bvMdet. Wir dürfen auch in diesem Augenblick nicht übersehem, daß wir unserer eigenen Bevöl^eruntz, soweit cs sich um staaLiche AuGvcndrMM ho-ndsbt, immer. wieder Einschränkungen cvu^evleyn: müssen. Wir sind noch für de>n BeÄmof des nächsten Jahres Varo.^s angewirtsen. rvnsere au^Mcklichen Bedürfnisse xuim großen Teil durch Kred-it aus dem Ausland zu d cken. Es ergibt sich daraus, daß tmr Ä:ch kr der Z"Armst alles unternehmen sollen, um die vie'w HAfsakbkmsn für die notleidende Bevökkevuug des Den tischen Reiches zu färb um. In den: Airgen- Allck aber, in dem der NatümMva-t davor steht, die Dtvatscmuohmen zu erchHrn umld die Ausgaben für die eigenen Bedürfnisse, s6bst Ansgabesr für nviLeidende Kreist« der ergonen Bsvo^w'ng, zu drosselin. ertaubt uns di« notwendige Rücksicht auf unsere eigene Wirtschaft und anif unsere eiyene BcEker-nng nicht, aus Staatsmittetln derartige Spenden, wie sie der Abgrovdne'o Seih und Genossen brau baden d»n Bewohnern eines anderen, w rvn uns auch noch so nahestchtnden Staates'zn machen." A>bg. De"der nveinte, felllst gegonriibec seirvn obersten Herren, den Ragiev'.'n^n der En'-eike, :nV.> vor allem d r fran- Mschm Nog:^un.g, Sonnte der K^arztler diese zchn MillrarÄen sehr 'eicht vertreten. In Dsu^stt^'id kö-nnen W Worte des Kan'5^8 n-'r aks D'eblosigteir, G.füihiltlosvMr m-tz BMEi at au-fge'aß: werden. Dr. Wader stellte geeneiivs-ani mir Dc Odeh nal fe%:tfcen Antrag: Die schivere und etttis> tztliich? Not, d'e über Deutschland hrreingchrocheu ist, gohr drrPeEeru-rU Oesterreichs, die dankbar der ihr von Deirttsch'aind in ihrer N-or geleisteten Hillfe gedenkt. :i s zu -Porten. Da aber der österreichische Staat infolge seiner politischen, fin?n Z'el.lcn und wirtschaftlichen Aerhältnisset nicht in der Lage ist, von Bundes wogen der reichsdeutschen Bevölkerung, wirksame Hilf« zuteil tv e r d e rr l 21 se-nz« können, wivd dic- BmiüeSvegieru-ng cruissefordelvi, ‘dk HiLssaLlionei: der Bevölisevung zu unierftützen. _ 29. Nove-mVer 1923 Nr. 17Sl chnen Evleichterrmgen zu gewähren und an die stets hWfSbereit« BevMerlmg Oesterreichs m:>her Bormlfumg auf den Beschluß der VolkSvertre-ttmg mit der Bitte hevanKUtrÄen^ die bisher beLuarb.-ts HUSberÄtschaft weder zu betätigen, dis borsitS ein» geLeitcten Aktionen zur HMfekesttung fovtMisetzen und auSzu» bauert tl-nd durch wektere, Visse Zwecke vevfcBgemldc Unternehmungen zu Linderung der gwßen Not in Deutschland wirksam bviKutvagen. Der So^'w'lldem'oikvat Ad ran: erinnerte an die Anschluß- Andgebungen und wannte diesenigen die größten polkti* scheu Schwindler, die nach außenhin so anschlntzfrvundl'ich g'tau haben und jetzt gogen d.m Andvaig Seitz stimmen wolle::. Er erinnerte schließlich noch »n vme Aenßemng des ersten Bvtschastsratez der franMschen Gafandtschast gegenüber Abgoordneten ans Diroi, daß Den-tschiand bald ein Leichensekb fein werde. Nachdem sich noch Dr. Seipel gegen die Anregu-ng de» Mg. Le-uthner verwahrt hatte, daß zrhn MMaaden Nvtopser für DsutschLand durch den Verzicht der G a i st i i ch- Üeiii auf die Kongrua ßine Bedeckung firDen soll«, wurde der Awtvag Seitz' ab gelehnt und die Resolntion Waber-Odehnak znm Beschluß erhodon. Ae UniverfitStrfrage. Beschlüsse der völkischen Studenten. Letzten Samstag und Sonntag fand in Wien ein Kreistag der völkisch-deutschen Hochschüler Oesterreichs statt. Es wurde eine Resolution beschlosten, welch« zuerst die letzten Exzesse an den Hochschulen mißbilligt. Doch müsse, sagt die Resolution weiter, in diesen Vorgängen ein neuerlicher Beweis erblickt werden, daß die akademischen Behörden noch immer nicht jene Wege gehen, die einzuhalten am Hochschultag 1623 von allen Vertretern der akademischen Behörden feierlich versprochen wurde. Dann heißt cs m der Entschließung u. 0. weiter: Der Kreistag stellt fest, daß rroch weit« Kreise der Pro-- festorenschaft einzellrer. Hochschulen die veralteten Ideen des Liberalismus vertreten, während die deutsche Akademische Jugend einhellig diese Ideen als verwerflich und zerstörend bezeichnet, weil sie iede völkische Kultur durch Schlachvörtcr willenlos und widerspruchslos den: volksfremden und deutschfeindlichen Treiben des Judentums mrsliefern. Daraus «r- . gibt sich vor allem der dauernde Gegensatz zwischen d?r Profestorenschaft und der deutschblütioen akademischen Jugend, di« es als S ch m a ch betrachtet, sich Juden als Anttstvalter einer deutschen Hochschule aufdrängen lassen zu müsten. (Dekan Fischl.) Der Kneistaa nimmt andcrerscks mit Freuden davon Kenntnis, daß die Professorenkollegien^ einzelner Hochichulen dem Geiste der Gcgcnwart Rechnung tragen und jene Verfügungen trafen, die unsere Hochschulen auch für die Zukunft als deutsche Lehr- und Bildungsstätten erhalten wenden. Insbesondere spricht der Kreistag dem Professorenkollegium der Technischen Hochschule Wiens das vollste Vertrauen und den Dank aus. daß es der Bedrohung unserer Hochschulen nicht durch Redewendungen, sondern durch klare und offeme Stellungnahme entgegengrtreten ist. Der Kreistag stellt weiters ein planmäßiges Vorgehen der jüdischen Press« gegen die völkische Bewegung fest und nracht die bveite OefstntNchkrit insbesondere ans die kulturlosen und schändlichen Lugen und Hetzartikel dieser volksftemden Presse aufmerktan:. Der Kreistag skullt ferner fest, daß der Grund und die Veranlassung der letzten Vorfälle ausnahmslos in der jüdischen Verseuchung unserer Hochschulen liegt und daß den Beteiligten sed« wie immer ge artete Partei Politik ferne lag und ferne liegen wird. Der Kreistag spricht sich emstirmnig für dir Forderungen der deu'schen Studentenschaft aus, inbesondere für den Numerus clausus für ausländische Juden und für das Studentenrecht, da beide Fordernnaen allein von dem Willen der akademischen B?hörd:n abhanden und sofort durchführbar sind. Der .Kreistag wird diese Forderungen mit allen: Nachdruck önftrefr’tt und wird alle ihm zu Gebote stehenden Mittel und Wege geb'-auche::, um diese Forderungen zu erreichen, damit der deuische Charakter unserer Hochschulen gewährt und jede weitere jüdische Beeinflussung für die Zukunft verhindert werde. Für Samstag den 1. Dezember, 6 Uhr abends, hat der. Vollzugsausschuß der dvltschen Studenten Wiens in die Bolkshalle des Rathauses eine Versammlung aller deutschen Hochschüler Wiens emBmtfeu, m der „d i s wahren Zustände und Verhältnisse" an een Wiener Hochschulen besprochen werden sollen. Ein Säbelduell. In Graz hat infolge der letzten Ausschrei' :r s?r Nationalen ein Säbelduell zwischen einem angeblich»:,: Ind'nstammling, dem Chemiker Sacher Mas och. und dem Völkischen Schwarz, einem Modiz-'ner, stattoefunden. Bei der Kampfhandluna wurde dem Sacher Masoch der Köpf gespalten, Schwarz di« Nase glatt abgetrennt, lleber d!« Gründe dieses Zweikampfes wird mi'geteilt: Bei den: Überfall der Völkischen auf di« jüdischen Swdentcn -im llniverfttätsaebaude war Schwarz regen Sacker Masoch tätlich geworden. Dieser forderte, der Ehrenrat entschied jedoch, daß keine Beleidigung vorliege. Darauf nannte Sacher Masoch den Schwarz einen Feial-ing. Wieder wurde der Ehrenrat an7er''fen, der diesmal die Beleidigung nicht in^ Abrede stellen konnte^ und die Ans'rammg mit den Waffen unter den schwersten Bedingungen anordnete. Deutsche Klagen im tschechischen Abgeordnetenhaus. Prag, 29. November. (Tel. d. „Wiener Morgenzeitung".' DaS Numerus clausus-Geschrei der Hakenkreuzler erfuhr in der gestrigen Sitzung des AbgeordnetenlMses eine ironische Beleuchtttng. Der dentschnationiale Sch oll ich verlangt dei: Numerus clausus für die jüdische Bevölkerung in allen Zweigen des wirtschaftlichen Lebens -in der Tschecho-Slowakei! Nach ihm erhob der Sprecher des deutschen Verbandes, dch-i Prager E. llniversitätsprosessvr Spina, bewegliche 'Klage»: oarüber, daß das Schnlbutget nicht die BevvllerunMMer >der Deutschen

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