Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1720 (28.11.1923)
- Date
- 1923-11-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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<wt>«_«k». smtttom Tagesbericht. An «eschen! -er amerkmlschen gionlsteu an Lord Sulfom. Wie uns mi8 London berichtet wird, hat der Präsident Dr. W e i z m a u n kurz vor seiner Abreise nach den Bereinigten Saaten im -luftrage der am-rikanischrn Zio« nisten dem Schöpfer der Baifour-Dekloration, Lord B a läour. als Geschenk der Zionisten Amerikas eine von dem jüdischen Künstler Rosenthal modelliert«, auS Platin und Silber gegossene Porträtbüste BalfourS überreicht. Die Büste trägt auf dem Sockel in englischer und hebräiischer Sprache den Text der Balfour-Deklaration und eine Tankeskmidgebung der amerikanischen Zionisten. Bei der Ueberreichuug des Geschenkes hielt Doktor W e i z m a n n eine Ansprache an Balfour, welche dieser mit herzlichen Worten deS Dankes an die amerikanischen Zionisten erwiderte. Er, Balfour, glaube w.ch nicht so viel für den Zionismus, der der Begeisterung aller »vahren Idealisten wert fti. getan zu haben, daß er eine so bedeutende Auszeichnung verdiente.; denn er habe kaum m. Zehntel dessen geleistet, was eigentlich die zionistische Bewegung verdienen würde. Mit besonderer Freude habe er vernommen, daß die zionistische Arbeit in Palästina fortschreite. insbesondere, daß demnächst &« Eröffnung der hebräischen Universität erfolgen werde. Daß Vie zio° niftischen Bestrebungen noch immer Gegner habe, b edauere er sehr. denn für ihre großen Kulturleistungen würden die Juden weit größeren Dank und Lohn ver° dienen. Un amerikanischrr Keren -nkffod-KomÄ. Wr? aus Rew-^ork berichtet wird, hat das Keren Haicsiod-Tirektoriurn in Amerika Ende Oktober Beratungen abgchalten über die Durchführung der Wahlen zum Keren Hajessod-Ceuneil m Amerika. ES wurde beschlossen, je e.nen Vertreter für 200 Zahler wählen zu lasten. Jeder, der in den am 30. Juni 1933 zu Ende gegangenen zwölf M naten mindestens 25 Dollar beigesteuert hat, besitzt das Wahlrecht. Die Wahlen finden in den einzelnen Gemeinden statt wobei Zusammenlegung Kr ganz kleinen Gemeinden, dic keine 200 Beitragende haben, vorgesehen ist. Die ständiacn Beamten des Keren Hajessod wie auch daS Direktor um und daS Adminrftrativ-Komite« werden durch kn „National Council" des Keren Hajestod, der am 9. Dezember zum ersten Male zusammentreten soll, erwählt wc.'den. An diesem ersten Zusammentritt des Cou.mil soll auch Dr. Weizmann ieilnehmen. Sie deutschen Anden im Krieg. Berlin. 27. November. (Tel. der „Wiener Morgewzeknng") Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten teilt über dir Anteilnahme der deutschen Juden an den Opfern und Lasten des Weltkrieges das folgende mit: „In Deutschland gab es nach der letzten Volkszählung 555.000 deutsche Juden. 84.352 Juden waren Kriegsteilnehmer, das sind 15,8 Prozent, oder jeder 6. bis 7. Jude! Bon den 84.358 jüdisthen Kriegsvilnehmern waren 10.000, gleich 13 Prozent, freiwillig mitgegangeu. 78 Prozent waren an der Fronh 12 Prozent sind gefallen, 35,4 Prozent wurden dekoriert (28.874), 23,2 Prozent wurden befördert (19.545), 2,4 Prozent wurden Offiziere (2032). (Nach den Untersuchungen des Direktors des Statistischen Amtes der Stadt titetlin.) Folgende Beispiele werden gegeben: Dortmund: von 3000 jüdischen jBewohncrn 74 gefallen, gleich 2,6 Prozent: Hanno ve r: von 4500 jüdischen Bewohnern 89 gefallen, gleich 2 Prozent; Cr für t: von 800 jüdischen iDewohncrn 28 gefallen, gleich 3,5 Perzent; Bielefeld: von 847 jüdischen iBewvhnern 26 gefallen, gleich 3,3 Prozent; Bremen: von 1300 jüdischen Gemeindemitglühern, vou denen 300 männlich waren, sind 90 gleich 6,9 Pr^ent im Felde Lewesen (gleich 30 Prozent der männlichen Mitglieder): gefallen 28. gleich 2,3 Prozent der gesamte» Gemeinde, 9 Prozent der männlichen Mitglieder, dekoriert mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse fünf. Ter Münchener Antisemit Dietrich Eckart (Redakteur des Hitler-OrganS „Völkischer Beobachters. setzte einen Vrei-s von 1000 Mark für den Nachweis aus, daß eine »'"ldstche Familie im Kriege drei Wachen lang auch imr drei. Söhne bei einem kämpfenden Heeresteile gehabt habe. Rabbiner Dr. Frcun d (.Hannover) legte eine Lstevon 20 Familien semer Gemeinde vor. auf die dies zutraf. Aber Eckart kniff Lavser? Dr. Freund verklagte ihn; er brachte ein Verzeichnis von weiteren 50 Familien« die bis AU 7 Söhne $m Felde hatten und von denen einige den 'Verlust von drei Söhnen zu beklagen hatten. Daraus zahlte der Antisemit Eckart ün: ausgesehtc Belohnung, die an Milch« Organisationen, für gemeinnützige Zwecke überwiesen wurde. zur Rrktrisizimmn der StnÄtdahn. Von Oberbaurat Fug. Seligmmm. Das Projekt, einen Teil der StahtLahrrlinieir für der« elektrischen TramwaVoerkehr einzurichien, mit »velchrrn die Gemeinde knapp vor den Wahlen hervorgtlreten ist, hat zweifellos einen Schönheit sfchler: es drängt sich die Vermutung auf, daß es sich der Rachauspartei nicht zuletzt um einen „Schlager" gchairdolt har, um das Werben von Stimmen. Das m-ritz natür^!tch keinen Tadel bedeuten, da es ja eigentlich Sache jeder Partei sein sollte, durch ihre Werke die Sympathie der Wählerschaft zu ttsittQffu, Rur der Zeitpunkt der Puttttario« vud tzch _Wiener Morgenzettung._ mit dem Kopf durch di« Wand rennende Vchvmeniz, mit welcher der Plan in di« OofsintllchEett gebracht und verfochten wurde, stimmt nachdenklich. Auch ist di« Idee selbst keineswegs so originell, als der Urheber vielleicht wähnt, den« schon Doktor Lueger trug sich mit dem GeLanken, die Stadtbahn in daS Verkehrsnetz der elektrischen Tramövoy rinzubezieihen. Auch er verlangte den ^Ereinnhaufen", wie er sich anSdrückt«, umsonst!, und es ist charakteristisch für den Wandel dar Zetten, für die Verschiebung der Autoritäten, wie verschieden die Aufnahme, ist. welche daSsetibe Projekt gefunden. Damals wurde es ignoriert und gar nicht ernstlich behandelt, heut« fiten die berufenen Organe, lange genug, am Verhandlungstisch und ivcrden hoffentlich zum Dohle der Stadt zu einer Einigung kommen. Den« daß der städtisch« Plan gegenüber dem bestehenden Zustand «inen wesentlichen Fortschritt bedeutet, unterliegt keinem Zweffel und versöhnt uns mit dem erwähnten Geburt-» fehler. Das Ungestüm, mit der die Angelegenheit seitens de« Rathauses betrieben wurde und wird, mag auch darin fein« Erklärung finden, daß sich die Prostkttutten der großen Schwte» rcgkerten Wohl bewußt waren und deshalb den Kampf gleich mit den stärkten Wviffen aufnahmen. Die Schwierigkeiten sind der Hauptsache nach rechtliche und technische. Bon de« finauzieltten kann abgesehen werden, da seitens der Ge» nwiwbe gkeich zu Beginn der Kampagne erklärt wurde, daß ft« über die zur Durchführung pvAiminienen 170 Milliarden verfüge. Die rechtkiche Sette der Angelegenheit ist deshalb Äbeva»S kompliziert, well die Stadtbahn ja nicht dem Bunde (früher Staat«) gehört und der Bund nicht etwas verschenken kann, was nicht sein Eigentum ist: die Adresse, an welche der stödtffche Antrag gerichtet wurde, war zunächst verfehlt. Nicht das Ministerium für Handel und Verkehr und noch weniger die rreuye schaffen« Geweraldirektion der BundeSbcchnen ist Eigentümerin der Stadtbahn, sondern die DerkehrSkommission. In dieser ist allerdings der Bund, welcher auch den Betrieb inne hatte, in der überwiegenden Majorität, jedoch auch das Land Niederöfterreich und di« Stadt Wien selbst sind m dieser Körperschaft vertreten. Erschwert wird die Situation durch den Umstand, daß die VerkehrAommisston Anleihen ausgenommen hat und man darf gespannt sein, m welcher Art die Hirrderniss« überwunden werden. Di« Liquädatttm der Ber- SehrÄomnMon scheint deshalb kein gangbarer Weg zur Lösung, weil rin Teil der Stadtbahn, die Borortelinie» nicht in daS vorliegende Projekt einbezogen ist. Ebenso die zur Verbindungsbahn gehörende Strecke Hauptzollanrt—-Pralerftern, welch« den Anschluß der Rordbahn an das übrige Hauptbahn» rietz darstellt. Bei der Vorortelinie dürft« das Unterbleiben der EleStrifiztenmg in der geringen Fveepkenz «nd der daher zu befürchtenden Unrentabilität zu suchen sotn. Einfacher ist die technische Seit« des ProttemS, jo« doch nur in dem Sinne einfach, weil es für den Ingenieur kein nnübersteigbareS Hindernis gibt. Der Kernpunkt der Angelegen» heit ttegr darin, daß Re baulichen Anlagen, affo vor allem di« Geleit und Weichen für Len Tramwayverkchr umgebaut werden müssen mck> damit jeder DoMchnverkchr künftig aus» geschlossen ist. Der NeLergaülg der HauptbcchnbetrbebSmttteL ist nicht mehr möglich und es ist daher das Zögern des Miui» ster'r-ums. der Veranttvortlichen Organe, begreilffich, da jetzt ein» für allem«! über das Schicksal der Stadtbahn entscbiedeti wird.! Tenn niemand wird «ine KündigungÄlanfel ernst nehmen, nach solchen enormer, Investitionen und nachdem sich das P-tkblNum durch Johrzchnie hindurch an Li« »euen Ver« kchrÄinien gewöhnt und nach ihnen orienttert hoben wird, niemand wird ernstlich daran glauben wollen, daß es dem Bunde gelingen werde, «ms diesem oder jenen Grunde di« WLedechprstellung de8 heutigen Zustandes durchzusetzen. (Siehe den auLsichtöloisen Kamps der Hoheitöverwattring nrtt der Stadt wegen des Krematoriums.) ES sollt daher jetzt die Entscheidung: Dollbahn oder Tramwayverkchr. Zur Erörterung der Bor- und Nachteil« jeder dieser BevkahrSarlen sei an dieser Stelle der Entstehung der Stadtbahn gedacht. All« Weltstadt« hatten damals schon ihre Stadtbahnen, vor allem Berlin, Budapest feine Unterpflasterbahn, folglich durste Wien nicht Zurückbleiben und mußt« seine Stadtbahn kriegen. Nun wurde oder bekanntlich seinerzeit alles nur vom Standpunkte der mllttärischen Nützlichke-tt gewertet und «8 waren hauptsächlich strat«gisch«Rücksichten maßgebend. Man entschied sich also unter dem Druck des KriagSnviurstermmS für den Bau von Bollbahnen zur Verbindung der in Men elmnündenden Bahnlinien, um solcher Art den raschen Durchzug der Mrlitärtran3pori« §u ermöglickjen. Di« Bahn wurde daher nicht Äs leicht« Hoch- oder Nntergrunvbahn dort gebaut, wo sie dein Stadtverkchr hält« dienen können, sondrrn nach den eben beleuchteten Gssichtspurckt«n dort, wo noch Plab vorhanden war. also zunächst am Gürtel, längs des Wienflussi's «nd des Douaukanals. „Am di« Stadt "»Bahn tanft-c der gesunde Volks- Witz dieses Gebilde,, das nicht der Techniker, sondern der Q3e» neralstäbler trassiert hatte. Die Anlage war Äsv schon von allem An,fang cm verfehlt; die Stadtbahn kam nur einem Leinen Bruchteil der Bevölkerung zu Gute, nur die an der Äderen Dientallinir gelegenen Bezirke b«kamen «ine rasche Verbindung mit dem Stadtzentrum. Mit drr Zeit schielt jedoch die Stadtbahn eine andere wichtige Bedeutung darin, daß sie zur Mlenkung des Lokalverkehies auf der Franz Josefs- und beforlders der Ve^tbahn herangegogen wurde. HlÄdurch tvurde dann auch dir Herstellung des dritten und vierten Geleises Zwischen Hütreldorf und Burkersdorf rwtwendig, dagegen unterblieb di« ursprünglich auch geplante Verbirrdung utU der Südbahn durch den Bau der Schleife Guinpendorfechraße—Meidlitvg. Da nun nach dem Uanstncz die Wcftbahn bekanntlich alö die einzige intakt goblieben« Wn:e zur wichtigsten Berkchrsadrr wurde, da ferner der Westbahnhof trotz aller Erweiterungen längst ungenügend geworden ist, wird durch den Verlust der Stadtbahn als Entlajtmrg die Frage des Murzlichev UaÄau«L des WastLachnhojeS 28. Nvvember 1983 Nr. 17N brennend und damir die komplizierte Me-tver BahnholsSfraA cmfigerollt. Hier ist der Hauptgrund für da- Zögern der Tn4 scheidung zu suchen. Denn daß di« Stadtbahn in avfchbaret Zeit als Bolkbahn «lektrifizierl werden würde, dürst« unter de« heutigen Verhältnissen, iE« noch Jahre fang a»halten wen den, nicht im Bereich der W-chrscheinlich-eit liegen. Sind do^ schon vor dem Kriege viele Studien und Versuch« umernom, men worden, ohne ein befriedigendes Ergobniiß «rgöben p haben, übrigens hat auch Sir Acworlh in seinem Berich» über di« Bundesbahnen sich gegen jede JnvestitionStätigkvi, und gegen weitere ElektrifizierungSarbeiten, die ttn Gang, befindlichen selbstredend ausgenommen, ausgesprochen. ES muj daher, nach dom bekannten Sprichwort von dom Spatzen to der Hand und der Daube am Dache, das Projekt der Gemeinde Men ÄS Fortschritt begrüßt und feine baldige Dev wirklichung gewünscht werden. ' Ein nicht zu unterschätzender Aebelstanb wird sich auder Nottmndigkort des NmsbeigenK in den Anschlußbahnhöstn. namentlich Hütteldovf. ergeben, aber gerade hier wäre vim Abhilfe nicht unschwer möglich. DaS schon erwähnt« dritte und vierte Wostbahngeleise zwischen Hüttoldorf uno PuröerSdorf, welche beide zur Weiterkeitting der Siadtbahw-üge dienten und di« nach erfolgter Vlekirifizierung der oberen Stadtbahn brach liegen werden, dies« beiden Geleise müßten eben gleichfalls für den elektrischen Tramwayverkehr adaptiert rvevden. Daimt wäre ein direkter Vermehr der Motorzüge aus dem Stadt'inner« bis PurLerSdorf ermöglicht und eS könnt« die große Maste der Sonnt-ogSauSfl-ügjler an chr Reiseziel gebracht »vertden, ohne lästiges Umsteigen in Hütteldovf und ohne den WchtbahnverSchr zu tangieren. Allerdings wären weitere Investitionen, Bau- Herstellungen in den Stationen WeiDlingM und Putzkersdors erforderlich, die sich durch erhöhte Frequenz namentl-ich währet» der Sommemwnat« bezahlt machen würden. Di« Westbahn» sommevfrischen würden zweifellos einen bedeutenden Auffchwung erfahren, welcher erst nach M»au des Metengesttzes zur vollen Auswirkung käme. Die Verbindung der Straßenbahn nnt den Statt» bahngeleifen, weich« den vebergang der Bet-rttbSmtttel und den kombinierten Verkehr zwischen dem «Äten Netz und den neuen Linien ermöglichen soff, erfolgt in einfacher Weis« an jenen Stellen, wo die Nivellette der Bahnlinie daS Straßenterrai« fchneildet; am Gürtel, wo die Bahn bald obechakb, balb unterhalb des Straßenniveaus führt, ist dies an einigen PnMen leicht durchzuführen, war ja auch während des Baues dort ein« Gcleifeverbindung zwischen Tramway und Daugeleis«, weiche zum Materialtransport diente. Schwieriger wird dieser für den direkten Derkchr der Motorzüge so wichtige Anschluß bei den durchwegs in Tunnels ober doch vnter dem Terrain gelegenen Wierrtal- und Kanallinien. Eine andere Frage ist die dekostspieligen Streckenblocke-mrnhtungen; ob eS möglich fern wird, bei wirklich dichtem Schnellverkehr auf dies« zu verzichten, w*>, wie auf der Straße, .Ms Sicht" zu fahren, muß sich erst zeigen. Die Aktivierung dieser Blockposten würbe jedenfalls ganz beträchtlich« Personattosten Veruvsachen. Resümierend ist zv sagen, daß. wie schmr bemerkt, die projektiert« Vlektvifigierung einen erheblichen Schritt nach vorwärts bedeutet. Wen« rv'rcht allen Ansordevungen entsprochen werden kann, so lieg! das in der einmal gegebenen Trasien» führung. deren Feister heute nicht mehr gut zu machen sind. Aber schon die Erlösung brS Passagiers von Ruß und Rauch in den mit Recht gefürchteten Tunnelstrecken wird mit Dank anerkannt werben, wenn einmal der langjährige Dornröschenschlaf her Stadtbahn da« erwünschte Ende gefunden galten wtrd. eine Seloglernng mit Mutigem Ausgang. Das Wiener Woihnuntzsolend hat grfftem in Wahrt n g ein A-uttges Dvcma venuvsacht. In der S ch e ibenderggafse 11 wohnte dvr Gasttwirt Gnvmerich Föderier. Er war vor kupzean in diese Wvihn>u>ny wilder' rechÄ'ich obnga'vgm. Daß WohMAySaimt schritt o'm und verfügte, daß FSdevler die Wohmmg zu riimnon fyafa. Der Mann tarn dieser amtlichen Aufforderung nicht wach und gestern vormittags erschien eine Klmmrisflon des Wohnungsamtes, um ihn mit feiner Fwm?lle zu d e l ogieren. Die Wohnung war vom Wchn»vn>gsc»mk enre>r BsLnttin zugesprochen worden. Zur Delogierung FödevlevS waren ein Kwmnissär drö Wohnungsamtes in Bchleittnty von zwei Woche-beaintori erschienen, überdies ein'ge MSbÄPacker, rvm die Möbel aus der Wohnung zu entfernen. Beim Erscheinen der Kommission war FödeÄer allvrn zu Hause. Ws er evftchr, wnr was es sich handle, geriet er in große Ausvogung, bat den Kommissar um einen Aufschub, da seine ftrem aufs Wohwungsamt gegangen fei, um «me BevlänHernng der Frist zzt erwirken. Die Kommission wollt« aber von e'mc-m solchen Aufschub nichts wissen und beaaqrn mit der Misshandlung. Wie solche NmtshaMungen immer vor sich gehen, sammelten sich auch diesmal eine große Menschen" meryge an. Plötzlich zog Föderler einen Brown-rng aus der Tasche und gab rasch hintereinander drei Schüsse auf die Wohnungskommission ab, ohne jedoch jemanden zu treffen. Ehe ihtt jemand daran hindern konnte, richtete FDerler di« Waffe gegen sich selbst rmd schoß sich eine Kugel Ins Herz. Cr sank M Bcd-on und starb nach wenigen AnyonAicken. Die ErhÄnngen Wer daS strvchtbare Geschchuis wrrrden eingeleitet. Sie werden jedenfalls auch festzu-- stellen haben, wieso die Zuweisung der Wohnung an eine einzelne Beamtin und rbren Le>benKg«fÄhrten erfolgte, wahrend nvan die gewiß berechttgben Ansprüche dos KamillenvaterS von Kwei Kindern ckbwiek.