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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-28 · Heft 1720 (28.11.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1720 (28.11.1923)
Date
1923-11-28
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Veit« 9 Wien, Mittwoch Sie Budavester Bombmfabrik. Budape si, 27. November. Die Budttpestrr Polizei hat endlich bewiesen. d.iß sic ettvüö kann, wenn — Man sic läßt. Eine ganze Serie von Bombenaffären hat die u,mansche Bevölkerung in den letzten Jahren in ständiger Unruhe gehalten, die Polizei hat jedesmal mit dem größten Eifer die Täter ac.sucht. sie auch jedeZmal aukgeforfcht aber niemals unschädlich machen können, weil ihr Hort Hy und seine Regierung immer in den Arm gefallen sind. Erst jetzt, nachdem die Berufsbombenwerfer in der Zentrale des Verbandes der Erwachenden Ungarn die merkwürdige Idee faßten, auch das französische Kesandtschaftsgebäude in die Luft zu sprengen, mußte die Regierung der Polizei den von der französischen Gesandtschaft kontrollierten Auftrag erteilen, die Attentäter urti jeden Preis und unter jeder Bedingung stell-ig zu nwchen. Die Polizei erhielt sogar den strikten Auftrag, in ihren Nachforschungen auch dann nicht lahm zu werden, wenn sie zur Entlarvung hochstehender Persönlichkeiten oder ihrer Schützlinge führen sollten. Da überdies die französische Gesandtschaft, gewitzigt durch den Verlaus der früheren Erhebungen die polizeilick)« Untersuchung strlbst überwachte, konnte ein Erfcilg nicht aus- Äeiben. Eine Ueberraschung hat die Untersuchung bisher nicht ergeben und die Polizei hatte auch leichte Arbeit. Sie brauchte nur Geza Adorian und Josef M a r f f h in Gewahrsam zu nehmen und hielt damit die Aufklärung auch des jüngsten Dombenatterttates in der Hand. Bisher wurden sechs Personen in -baft genommen. un>d zwar außer den beiden Genannten auch noch der Soldat Karl Ncsz. der Maurer Josef Chriasti und zwei Damen, in deren Besitz ein großer Vorrat an Ekrasit und sonstigem Bombenmatena l gefunden wurde. Alle diese Personen gestanden bisher drei Bombenatientate ein. Sie gaben zu, daß ste an dem Bombenattentat gegen den Abgeordneten Rassay und den Herausgeber des „Az Est", Andor Miklos, sowie an dem erst vor kurzem gemachten Versuch. die neue Synagoge in der Pava-utea durch eine Bombe in die Lust zu sprerrgeu, beteiligt gewesen zu sein. Die Polizei ist jedoch im Besitze von wichtigen! Bcwe's- Material dafür, daß dieselbe Gesellschaft, und zwar immer rm Austrage der Erwachenden Ungarn auch alle anderen, bisher angeblich unaufgeklärten und mit furchtbarem Ergebn-is durchgesührteu Bomberattentate auf dem Gewissen hat. Die Erhebungen in dieser Richtung, die auch in dve Provinz führen, werden fortgesetzt. Die oppositionellen Blätter weisen darauf hin, daß die ungarische Regierung vergeblich ermahnt wurde, die bisher gegen Juden und liberale Politiker versuchten und durchgeführten Bombenatientate nicht straflos an einen toten Punkt gelangen zu losten, weil die geheim organisierten Attentäter, durch solche Protektion ermuntert, ihr mörderisches Handwerk auch gegen Nichkjuden in Szene setzen würden. Diese Vernachlässigung der elementaren Pflicht der Regierung habe sich nun bitter gerächt und es fei jedenfalls blamabel, daß nunmehr infolge eines Verbrechens. das aus diplomatischen Gründen nicht vertuscht werden könne, die ganz Justizschmach der letzten Jahre aufgedeckt wird. Wir haben schon vben hervorgehoben, daß aucb d'ese neueste Sensationsaffäre keine neuen Namen in die Untersuchung gebracht hat. Adorian und Marffy kommen fast in sämtlichen Polizei Protokollen über die Attentate und Putsche der letzten zwei Jahre vor. Diese beiden sind die Leiter der nationalen Schutzabteilung der Erwachenden Ungarn.- Die Leute, die vor zwei Jahren den Angriff gegen das ^Klub-Cafe" durchführten, trugen von Adorian ausgefertigte Legitimationen der Erwa- Anden bei sich. Am 25. Oktober 1921, einen Tag nach der zweiten Rückkehr Exkaisers Karl, wurde die A t h cnaumdruckerei demoliert. Die bewaffneten Demonstranten kamen von der Zentrale der Erwachenden a-us, konnten jedoch nicht dingfest gemacht werden. Das zweite große Bombrnattentat fand am 3. April 1922 ge^en den Elisabeth st ädterklub statt. Sieben Juden sind diesem Verbrechen zum Opfer gefallen. Ztvanzig junge Leute wurden damals verhaftet. Es wurde die Teilnahme der Erwachenden und der Mitglieder des Ofsiziersderachement im Hotel ,Britanma" festgestellt, aber alle wurden wieder steigelasten. Am 30. Mai 1922 verhaftete die serbische Polizei in Subotica einen gewissen Geza B a l l a, der über die ungarische Grenze geflohen war. Er gab zu Protokoll, daß er an dem Attentat ge^eu den E'rsabethstiidterttub beteiligt und hierzu von Iran Hejjas. dessen Chaufftur er lvar, beordert worden sei. Seine Mitschuldigen wollte Balla nicht preisgeben. Balla wurde von den serbischen Behörden zu fünf Jahren Kerkers verurteilt. Nun folgten hintereinander verschiedene Bomben-- attentate gegen 5t a s e r n e n, und zwar gegen die Franz Josefs-Kaserne und die Maria Theresia- Kaserne, in welcher Granaten deutschen Ursprungs gefunden wurden, wi« überhaupt von dieser Zeit an de aus Deutschland stammenden Handgranaten immer mehr Verwendung fanden. Am 10. Juni 1922 explodierte im Kastenraum der Postsparkasse eine Bombe, die jedoch keinen größeren Schaden anrichicte. Zwei Wcchen spctter. am 13. Jun-i 1922, fand man im Tor der Zentrale der Erwachenden eine deutsche Handgranate. Im September desselben Jahres entdeckte man im Tor des Gcfa'n.geneu Hauses eine Bombe, deren Zündschnur noch rauchte. Diese Mordmaschine war in Papier dcrseiben Be-, schafsenheit eingepackt, wie die bei der französischen Gesandschaft vor kurzem gefundene Höllenmaschine. Auch die Besbcmdteile dieser beiden Brmlerl-stimmen rniteina-der hylllorrunen überec». Am 17. Jänner 1923 wurde, im _Wiener Mor-enzeZtuira. __ Hauptstädtischen Operettentheater eine antisemitische Demonstrationmit Revolverschüssen veranstaltet, während zur selben Zeit vor bcm Theater fthte aus etwa dreißig Köpfen bestehende Bande das Theatergebäude stürmen wollte. Damals stellte die Polizei fest, daß dieses Attentat dom Sekretär der Erwachenden Geza Adorian und vom Präsidenten Marffy organisiert wurde. Die Bande bestand aus Hochfchülcrn und deutschen Bauern ans Dorokszar. die von Adoria-n angr-worben Waren. Ban den Demonstranten wurden 16 verhaftet, jedoch bald wieder f r e i g e l a s f e n. auch Adorian und Marffy. blieben unbehelligt. Ungefähr um dieselbe Zeit hatte die Polizei festgestellt, daß in der Zentrale der Erwachenden Ungarn Handgranaten ansgcfolgt werden, und daß solche auch zur Ermordung der Juden in Jaszkarajenö an gedungene Attentäter auLgogeben «worden tRlren. Im Februar dieses Jahres erhielten an einem und demselben Tage der Abgeordnete .Karl Ras^ssy und der-Ehefredakteur Andor Miklos durch Tier.stmänner Packele zugestellt, in denen Bomben verpaßt waren. Auch diese Bomben glichen den früheren und die Sprengmittel waren gleichstrlls deutschen Ursprungs. In Nacht des 30. Juni 1923 wurde abermals in das „Klub-Cafe" eine Handgranate geschleudert. Bei allen hiesr« Bomben» attentaten blieben die polizeilichen Erhebungen erfolglos. Am 9. November dieses Jahres wurden in der neu erbauten Synagoge in der Pava-utca eine Bombe gefunden. Die letzte Bombe in dieser grausigen Attentatserie ist diejenige in der f r a n z ö f i s ch e n Gesandtschaft. Es wurden demnach in Budapest 10 Bomben gelegt, und erst die letzte bot den Anlaß, ditz Bombenfabrik, die jedermann bekannt war. auch offiziell ülkfzudecken und sich der Täter zu bemächtigen. Marffhs GestÄndnis. Budapest, 37. November. Wie die Abendblätter meMu, hat der verhaftete Josef Marffy eingestanden, daß er die Bombe am Gebäude der französischen Gesandtschaft uiedergelegt habe, und daß die Bombe in seiner Wohnung von dem glo'chZalls verhafteten Karl NeStz a-ngefertigt worden sei. Der ebenfalls in Berwahrrmgshast bHMiche Ludwig H o r v a t h - H a v a s gestand, daß er im September eine Bombe in der Toreirrfahrt des Gefangene n h o u s e s in der Koharh-Sttatze niedevgelegt habe, die gleichfalls in der Wohnung Marffhs angefertigt worden tvar. Außerdem sei auch von ihm dieBomhe im Kellevsenster der Franz Josefs-Kaserne placiert worden, die damals wohl explodiert sei, doch nur geringen Sachschaden angerichtet habe. Ter verhaftete Baupolier Josef Chris sti gestand, daß er Anfangs November eine Bombe neben den im Bau stehenden israelitischen Tempel in der Pava-Gaste niedevgelegt habe. Nach den Blättevn sind alle yie Genannten eifrige Mitglieder des Vereines der, E r w a ch e n d e n U n g a r n. Die Polizei soll im Besitz wichtigen Veweismaterials feilt, wonach auch die Attentate gegen das Elisabethstädter Kasino, die Athen-cvumdmckerei, das Cafe ^Klub" und das Hauptstädtische Operettentheater von derselben Bande ausgeführt wurden. Das Material zur Anfertigung der Bomben sollen diese Leute, wie vre Polizei glaubt, nach der Abrüstung des west ungarischen Aufstandes nach Budapest mitgebracht und dort versteckt gehalten haben. _ LieUlam-Afföre vor der Nationalversammlung Budapest, 27. November. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wurde der Bericht des Jmmunttätsausschusses über die Angelegenheit Ulain unterbreitet. Berichterstatter Dr. Mikovenyr erstattete im Namen des Ausschusses ein eingehendes Referat und stellt dem Plenum zlvei Anträge, und zwar einen auf AuSlieferungUlains an das Gericht und einen zweiten, wonach durch die auf frischer Tat erfolgte Verhaftung Ulains keinerlei Verletzung des Immunitätsrechtes erfolgt ist. Die Ausführungen des Berichterstatters wurden vom Haust ruhig angehört. Sodann begründete Abg. Eckhardt unter großer Unruhe und in st inen Ausführungen wiederholt gestört seinen Minoritätsautrag, das Haus möge anssprechm, das I m m u n i t ü t srecht des Abg. Main fei verletzt worden und Ulain sei unverzüglich auf freien Fuß zu setzen. Er protestiert dagegen, als ob Main bayrische Terroristen nach Ungarn hätte bringen wollen. Ludendorff arbeite nicht mit solchen Mitteln. (?) Graf Bethlen: Das haben Sie mit ihtn auszutragen. Aba. Eckhardt verliest sodann die Aussagen Dohm e l s, beit er als einen ganz gewöhnlichen Lockspitzel der Polizei bezeichnet. Redner stimme int übrigen der Auslieferung Ulains zu, damit die Angelegenheit vor dem Gericht geklärt werden könne. Abg. Farkas (Sozialdemokrat) stimmt im Namen her sozialdemokratischen Partei der Auslieferung Ulains zu. Er verlangt, daß im Zusammenhang mit der Affäre Ulain auch die früheren Putschasfärcu und unaufgeklärten Gewalttätigkeiten einer neuerlichen Untersuchung unterzogen und alle Ausschreitungen strenge gesühnt werden. Er sei der Ansicht, daß den Putschorganisationen nicht früher werde ein Ende gemacht werden j können, als durch eine demokratische Regierung die Sünden der Vergangenheit geahndet sein WÜvden. Auf Antrag des Präsidenten wird die Debatte über die Jmmunitätsangelegeuheit in der morgigen Sitzung der Nationalversammlung fortgesetzt werden. Budapest. '27. November. Ter Anklagesenat hat die Verfügung über die Verhängung der Präventiv ha st geien bte Abgeordneten U la in, Bobn la Und Dr. Szemere bestätigt. _26. November 1923_ Nr. 1780 Sesterreich. Budget, Augeftellteuverfichemug und Beamtenbesoldung. Der Natlonalrat beendigte gestern die erste Lesung des Budgetprovisoriums. Der ehemalige Handel-minister Kraft, der wegen seiner manchmal scharf oppositionellen Zeitungsartikel in der „Grazer Tagespost" von den Sozialdemokraten als Zeuge für die Unaufrichtigkeit der Kreditpol tik des Finanzministeriums angeführt worden war, ließ selbstverständlich gestern alle Register, los, um Lvieoerum bei der Regierung und den Mehrheilsparteieu lieb Kind zu werden. Er machte sich weidlich Über die von den Sozialdemokraten in Vorschlag gebrachten Sanierungsmethodsn lustig, daß man im Jahre 1922 Aktien zum Mindestkurs hätte kaufen oder 25 Prozent Gratisaktien hätte übernehmen sotten, um auf diese Weise für den Staatssäckel Geld zu beschaffen. Er wiederholte die Behauptung, daß der letzte Kurssturz an der Wiener Börse deshalb eingetteten sei, weil die Gemeinde Wien einen Teil ihrer Aktien verkauft habe. Die Sozialdemokraten waren über diese Rede recht ungehalten und Dr. Ellenbogen erwiderte sehr gereizt, daß der Mienvesitz der Stadt Wien so geringfügig sei, daß der Verkauf gar nicht bemerkt wurde. Daß Herr C a st i g l i o n i mit den Mpine-Aktien eine Transaktion vornahm, wobei « einen reinen Profit von 297 Milliarden erzieltemache dem Abgeordneten Kraft durchaus keinen Kummer^ wenn aber die größte Gemeindeverwaltung einen ganz kleinen Verkauf von ein paar Aktien vornimmt, so sei dar für ihn eine volkswirtschaftliche Katastrophe ersten Ranges. Der Ehristlichsoziale Heinl zog mildere Seiten auf. Er erklärt« sich in der Frage der Elektrifizierung dev BnndeSbahnen sogar mit Dr. Ellenbogen vollkommen einverstanden und forderte die Opposition auf, sachliche Arbeit zu keiften. Lassen wir ab, so schloß er, von den kleinkichen politischen Zänkereien und uühetl wir unsere Zeit, die uns die Möglichkeit gibt, die Keimzelle zu fein für die wirtschaftliche und nationale Gesundung unseres heißgeliebten deutschen Volkes. Der BundeSvoranschlag wurde hierauf dem Budiiet- Äusschusie zugewie^en und die erste Lesung des Äugest elltenversicherungsgosetzeS begonnen. Der Sozialdemokrat Allina bezeichnet die Vorlage in ihrer jetzigen Fassung uls unannehmbar, hätten doch die Anträge Partik-He knl. die sich bei Tageslicht nicht mehr herb ortrauen, kn dem Enttvurf Aufnahme gefunden. Minister Schmitz bezekchuete die in der Vorlage enthaltenen Formulierunqen als einen Versuch. Wenn andere bessere Wege Vorschlägen, so sollen sie gewiß nicht an der Halsstarrigkeit des Ministers. scheitern. Die Beratung wurde nicht weiter fortgesetzt, da Bundeskanzler Dr. Seipel einige M'Teilungen^um Nach" trag des DeamtenbesoldungsgefetzeS Machte, durch den die Noch nicht beendeten Verhandlungen mit den Veamtenoraan'fationeu ihren geletzaeberichen Abschluß finden sollen. D'e Vorlage ttmt.be gestern noch rasch auf den Tisch des Hauses gelegt. Der Kanzler begründete il^e Dringlich keilt mit der Sehnsucht der Bnndesanaestessten, daß die geplante Neuregelung ihrer Bezüge noch vor dem Weihnachtsfest in die Tat umaesetzt werdenmöge. Die Bedeck,,ng sün die bedeutenden Mebrauswenduugen wirb durch eine Novel^e zum Abgabenteil,mgsqesetz geschossen werden, die gleiche zeitig dem Nationokrote voroelegt wurde. Die Novelle will im »'e^entttchen die K-sten der Beamtenbezuasre^elung auf die Gemeinden überwälren. bereu eine Reihe von EimnahmsqueFen zu oimftett des Bundes entzogen wird. Auf Antrag der Sw selbem okratcn wurde beschlösse,:, Mec die Erklärung des Bundeskanzlers ein« Debatte zu führen, ferner nach über eine Reihe wette«r Regivrungsvorlaoen erste Lesnnaen obzuhalten. Nächste Sitzung Donnerstag den 29. d., 11 Uhr vormittaos. ' ' Sie SttljanbTwe« mft Den Bundesanqestellten. Gestern fanden zwischen der Regierung und den Achter« kmNiree der B-undesangestellren Verhandlung,:n statt,, in wel« chen, die Regiemug 'ich aus du, Standpunkt stellt«, daß iic nur die Rückwürkuag der erhöhten Bezüge bis I. November bewillLgen könne. Die Vertreter der chriftl-ichsozialen und der dcosschn-rtu nalen Angestelltenorg/n'/a* tionen stimmten diesen, Bo'schroi.e halb und itolib zu. Die Soziakdomokraien hatten sich gegenüber dem Auerchieten der Regierung von vornehereiu ablehnend verhalten. Die Riegierung hat gleichwohl dem Nmionalrcrt eine,, Nachtrag zum Besolvungsgestv Vovgelegt, durch den diese Vevhandbungen beendet werden. Nach diesem Geisetz wird der Index suspendiert. Die Dundesangestvllren erhalten in der 1. bis 8. Befoldur^sgruppe eine Erhöhung ihrer Bezüge um M- Pwzent in der 9. u^d 10. um 90 ProzeM, iu der II. bis 18. um 85 Prozent und in der 14. bis 19. um 40 Prozent. Die mit Einzelgchalten Entlohnten bskommen eine fünfprozentige Bezugserhohung. Regel««- de» Vrenjverkehre» mit Jugoslawien. Die am 20. Oktober in Marburg begonnenen Verhartd lungen zwischen den Delegierten Oesterreichs und Jugoslawiens zur Bereinigung offener Fnagen deS Grenzverkehrs und anderer das Grenzgebiet betreffenden Fragen Wurden am 20. d. beendet. Sie führten zu-r Vereinbarung besonderer Abkommen über den Meiideverkehr, Über Straßen, Wege, Brücken, Ueberfuhren, Schiffahrt,und Flössewi, ferner über die Elektriziiä'.swerke, die Mur-Mgulierung, 'die Ausnützung ijbc-r Wasserkräfte und die Fischerei. Weiterswurden Grundsätze für eia LMsr-uum über deu Volt-. Ztfr

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