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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-27 · Heft 1719 (27.11.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1719 (27.11.1923)
Date
1923-11-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Geile I Dien. DlenStaq tigcn« Gesetz« brauchen, damit unsere 2tu- « denie» studieren können, und wenn die «publikamsche | Scgwn ausrücken soll, prore stieren wir dagegen, daß , »ns-er Schutz davon abhängen sol?, ob Juden dieser oder jener Partei folgen. Wir wollen nicht Kammerknechte einer politischen Parte, sein und fordern die Wahrung der Gesetze ohne jede Vdirwnng. Wenn alle Fit<d?n offen und rücksichtslos gegen diese Zustänibr an den Hochschulen cntftretcn wende». d?nn werld.'n W'.r nnt diesem Trüben auch fert-ig werden. (&nm Vorfall.) Der Dorsitzerkee gab hierauf die Zustimmumschreibm begannt, welche vom Zentmlvyüdand jüdischer HochschLler in Prvrg. von der jüdischen 2!lL».'nlenschrft i« V.^in, Lztrrrorvitz urtv Kalssenbur-z sowie dom Pri-valdr^enton Dr. Kornf-.' ld eingel-an-gt sind. Hierauf wurde ein-.' von einem Sprecher de' ©vÄrrfrn- Daft voryelegte Resolution, in der ge.een das Treibm an den Hochschulen Berivahrung eing.'legt und cm di> BekrZrden die Aaffore-erumr gerich?.'! wird, die volle und mre-nge'chräntte?ebr- »:tL L?rttfrcrdeir an de,: .Holl^chustn im Zinn: der LiratsgrundZcfeye vor - jedem AwvÄs Al schüfen, -instimmig mit AH^I-amarion angenommen. Uecher allgonv-rnen Drusch der Versa -mnl-.m"s'ailnlehh\ii, der in Lr.tr.-r. Zurufen jum Au Druck kam, ergriff hiermss Oberraddiner Dr. ChajrS das Wvvr. welcher unter ander«» »ussichrte: Wir müssen r-ns nach dem Jtveck dieser Prmcstv rsamm-lang fragen. Die Krmvallmacher nach die Dwchrzicher werden wir nicht de» kchren, auch die öffentliche Meinung in der Well werden wir durch diese Densammtumg »ich: erwecken, denn di« Deü hat reit Fahren so viel BrnfalitL: gesehen, daß chr schon die Aufnahmsfahi^ke!: fchlt. Aber diese VetckammttrnH har einen Zweck, dorr wir erreichen können, nämlich deiizutrAF'N, Saß in nnfrcin eigenen Lande Ordnung ge-'chcHnr wevdrn soll. Egebe eine Frergs, in der sich Redner Schweigen auferZeg: habe, aber seit Monaten bvltche fitr ihn dios-e Wicht nicht mchr. Cr boK*;weinra! Gvloaencheit gehabt, nnr dem Bundeskanzler Zechei nt Angelogenbei: jMscher Jnreressen ,u sprechen. Wie inmncr mau sich auch zum V.tndeKanzler Zeip-S stellen woll-?. Feigheit könne mau ihm nicht vovwerfm. r-e-nn Wßs er rar, dazu gehörte jrdenstllls Mul. Aber leider degittin diassm sonst mutigen Menschen der Mm zu fehlen, wo es sich iM di? Juden huicheit. und Sr<tt darum. wall er uns unrerschäh: urid dvn Willen der öfterrÄchischen J-kvem, Venen Esi'-fkrß m allgemeiner Betzichung er kennt, n'-cht hoch eiwschahr. Ms Redner seinr-vjeit gvm mstmt mit dem Präsidium der Z»El necken .KuttuAqamrinde beim Bundesla-n.;ler im Zmrurmenhang mir d.n Forderungen des dertAschen Hochschulrageö vorZ sprachen habe, da sei echt Commuwiesu« ersckiorren. in welchem evllätt wurde, die Rogremnig werbe nicht dtrUdsn, daß die versaffuncBnäßigen Rechte der Amben aNge- -astc: werden. Später, zur Z-e::, als ma» sich um ein' Anleihe für Osst-er reich bc-micht habe, habe Rckrmer Von nichtjüdischer parlamentarischer Seiie an» NmerÄu ritte Anfrage evl^lte». wie es sich mfc dom Treib:» an dm dockrschulen verhalte. Er habe über drche AngcLeigerchoit mit stnem hochstchendrn staatlichen Funktionär gesprochen und auf 'efk-.t Jnttrvelrrtvtt habe sich der Bundeskanzler um eine Unterredung mit chm deirvühi. In der Unterredung wir Seipel, die sich auf den Hochschulrag und die TeAniahme dr» Bi.zekunzlers Frank au demstDbrn bszvg, Habder Bundesianzser erKärt, er vocm in den nach ft ■ort Tagen ein« große Aktion u n t e r n e h m e n. die die Auben brckriebigwt werbe; er wünsche ab?r nicht, daß es den Eindruck mach«, es würb-e dies unter fEcher Pression geschSrn. Geicher sind 'anp,: Monate vergangert u,ch von seiten der Regienmg ist nichts geschehen. Dchr sei Rebner nich» laiMr vervfbich'et. 5: Mvevgen. Der sonst mutige Beipr? hat nicht den Mut. * in -er Juden fragt offen Sirllmrs za nehmen, weil die Juden nicht cnevgisch gewrg für ihv.' Rechte eimre^en. Daher kann die LNHenommeat« ResoluLlon nur Shren Iweck erreiche, wenn torr Jnbm unseren EWuß in Oesterreich auS'rhen, u-rn bstn BundeMm.'ler b-yreilstich zu machen, dütz 's sich auch ra dieser Fratz: lohnt, murig zu sein. W-as dir ÄoZiolbernatraten an4«.E, nehme ell ^htttn Rddner nicht Übel, wenn st? in diesem NsiWnb'ick das AtsüvfniS haben, für eins Derekki-gung mir Deu^ckfianb ein- Z'.rtreten. Wnn man dem deutschin DoTke di?n«n wolle, müsi« man es von der Schande des Antifomi-tiSmuS befreien« T-euischlaitd sdcht nicht dAMN an, Raube des Abgrundes. weA es von FranEräch so hurt hevMMvnrm»n wirb, sondern weil es im ganzen deutschen Volt kein-n Menschen gib:, der im Namen der ewigen Wahrheiten zum Volke spricht. Auch die jsMchon Propheten HM«n zu ihrer Z it einen kleinen Anhang, aber sin Jesaias allem rv«c iTutzreich'nd, um femc Generation zu retten. Die Nmert-faner haben ihren Sinclair, die Fvanyofen Romain Rolland oder Anaiole France, in Dsullsch'anb gibt eS keinen, von drm man sagen kann, er ist das Gwissrn der Nation. Darum muß ma« es unserem Sozialdvmokvaten ver- Weln, daß sie etz nicht derstchm. daß eS sich in der Fm^e, Äc uns heute hi>'r beschäftigt, nicht um rrnsere Schale, fort» fectn um ein« Schanbedeßdeutschsn PolteS handelt. Wenn kein foziaLdemokrattschcr Lehrer oder Student angegrsss-n worden wäre, hätten die Sozialdemokraten ebenso dt« Pflicht gehabt. gegen di« Hetze aufzntreten. Daß ste aber eint! Fvay-- der Jttben in dm R-benfatz eines NrbenfaisS schieben, daS fsi ihnen zu verüb?!« und das werben sie vor. ihr sin soziaHomormt'ischen Gewissen «tie ttchtfertigen können. Unter lauten Beis".llskundgebmrgen schloß der Redner mit den Worten: Wrr müssen eine Hatioung lu« tws Sb«, Wiener Myrf»enzeN^^^. ftNTON SCfILCSINQER übersiedelt indenl. Bet,k,Wa'ln0rs«r.3 (Tel. 14-2,/IV) nächst Kohtmarkt. m W«»hnun^seinrichiungen / Innendeko.atiönen Reicbassortlertes Lager / Billigste Einffihrungspreise daß auch Seipel seinen Mut wiodecfiwde D^ Wicht 'der Lostslbemskra-. n aber ist es s' b grr'*.«n diß ureser Krmpf nicht nur ein K-rnpfür uns ist fMtf.vai' üdeuso sechr ein K»mpi für dcS d usche Bo??. Hierauf schloß der Borst Hemd? mit dem Auibtuck des Dankes an die DeklnthMr ttrdb EhrrniMt-e die Versammlung. Lie MedererZWmg der Wke«rr ttnittafltät. Wie bereits im gvfw'gtn MitkfpMM. kurz gvmckd't, hat der ak^eirre-'che Senf! in seiner am vorMttv's abgehar'itenen Dt^tng besch'osten, den voll n Betrieb der Hochscbni« heute Dienstag wieder aichnnchm'n. Dieser Beschluß wuvd den Stubenten durch setzende Kundmachrrivg vermi^telt, dir ttm HASpttvr bet llniv ositäi angeschuDM würbe: die Dtodi^rer^xni Der akabemi/ch« Senat hat in btt erm Sonntag stattgetsirndenm Sitzumq di« Ber^id*tmq getropfen, am Dienstitw den 27. d. Vas vnw.wsi^ätsbtriMgcbäüdc tviider du öftn'u unb in lämv5ichen vniversi'ätsinstitÄten den Un'errichtsdetrirb auszilttehmen. Der seinerzeit vcr'ügt-e Legiitimationsziwang sot.vie das al-gkmein« Farbenverdot k»l> iben bis auf weiteres auf rech». Ich setze die DtMerondcn davon in Ksnn'.nSi. Der Rektor: Döller." Di^'er Beschluß wird d-tmit begründet, daß di« döskische Studendwchaf: es abgolehnt Trat, für die Aufr-chierbal^ trdng der R"hr die Bürgschaft zu übemehinen/Am Samstag dienten die ÄoÄischen chrvn DuurmÄ Su der Technischen Hochschule «b und demnM-teron dann eine Bertrauens» kundgebung für diese Hochschule, an der bekanntlich der Ntmrrrus eläufuS für di« jüldiftb-en Gtn.'tdenr'en kin^üfuhrt worben ist. Es ist davimr ein verstäM'icher Akt vöMcher DankbarEeßt, wenn drr BumrmÄ in so echabnsder Wisr abgeschlosten w"rde. die die Einigkeit zwischen Professoren und Stt^onw» bsweissn soll. An der Hochschule für V o d e n k«lt u r ist, wie erinnerlich, vom Pwsessorenkollegium tzie Ablehnung des Numerus dausns in einer Affiche ausgesprochen worden, die eine schwere Beschimpfung deS gesamten Judentums enthielt und seither nicht zurückgezogen worden ist. Der Rektor, Hofrai Hoffmeister, der dann als Karedidat der Czern in- Demokratie für den Nationalrat ausgestellt wurde, sucht jetzt sein« Schuld dadurch vergessen zu machen, daß «r in einem von der „Sonn- und Mont-agszettung" veröffentlichten Briefe an deren Chefredakteur, Herrn Klebinder, eine Verurteilung der Exzeße ausspricht. Gleichzeitig wendet <rr sich dagegen, daß ein Teil der TageSpress« di« Exzedtarenden als unreife Leute anspricht. Rach der Meinung des Herrn Hoftates ist «S also Politik und politisch reif« Arbett, wenn an der Universität Techniker» an der Technik UniversttätS- und Bcbenkulturhörer Vorlesungen sprengen und Mädchen ohrfeigen. Der Brief deS Professors Hoffmeister ist die Antwort auf ein Schreibe der Herrn Klebindrr, in welchem dtef'r den Profesior darauf auftnerkfam macht, daß 95 Prozent des sLr die. Universitätshilfsaktion gesammelten Geldes von Juden gespendet wurde. Der zu diefeni Zwecke gegründete Verein kann seit dem Austr-eien deS Diener-RMsrS keine Tätigkeit mehr entfalten, ja der Ausschuß hat seither kein« Sitzung abgehalten. Roch ärgere Zustände bestehen bei der gleichfalls aus jüdischen HilsSgrldem echalten-n Mensa aeademika, deren anüjüdische Verwaltung un^w der Leitung des verstorbenen HofrateS Schattenfroh vollständig in den Kur8 der Hakenkreuzleret geriet «nd Juden prinzipiell von der" Frei« tischaktion ausschließt. ES scheint, daß der Nachfolger GchattenftohS, der gleichfalls antisemitisch ori-ntierte gewesene Rek» lor Schwind, sich auch hierin da« Beispiel seines großen Vorgängers zu Gemüte führt. Er hat am Sonntag in der Sitzung des KmatoriumS mit Hilfe der aus der Terstl-Affarr bekannten Kanzletdirektor^ Blumaner. besten Angelegenheit gerichtSordnunaSmäßig noch immer nicht erledigt ist, die Beratung über die Zulassung jüdischer Bedürftiger einem Subkomtte« zutveisen zu lasten. Dar bedeutet, wie dsr „Morgen" ausführt, daß weit Über tanftnd arme Studenten, natürlich jüdische, von der Wohltat der jüdischen "Großherzigkeit ausgeschlossen bleiben. Der atckwmische Senat der Wienvr Unldvrsitä>t hat sich i« seiner Sitzung auch mit den Ritmerns ovmls'uS-F«rd«riMgrn der sog nannten HochischtvSkamm« b.satzt und einstimmig den sorgenden Bschvuß gefaßt: ,Me Veschwev7«n. die van der deittlschtn Stikdruten» schalt vorgedracht werd<m. könnrn in keinem Falle a»S .Rech fertig!; na jener Erreanrvt dierutn. durch d'e die b :• fcötietlitfjen Störungen wn AnlewchtSbeirieh ihre Erklär»rn finden sollen. Der aMÄtüsche Senat hrr niemals Zchotztn gemacht über di- Aahl der akademlifchen Munltionäre itoti üidoe di« Vorschläge zur Bes«huny von Lehrkanzeln, da über diese . Nn^wg'nlhrilen dte einzelnen ^^Zlsroll'cn.'u zu emschoiiden Hab n. BÄschloeckden» die sich auf solche Airgoleigr-n- Herren beinshm, kännm daher vom »Lad em i s ch e n Senat nicht erökterr werde». ' % DK Beratung über da 8 Studenten recht ist be* Hvnnen und wivd noch vor Weihnachten im «kadamtk» Wn S n.-üt neueriich bchanid^t wer'.'«». Die DsvamKseyuug gut EÄed'Atüä dieser Sache bi>Äet -ckber eine Rahmen- ««s Sund«ß«iss tAr * S7. N vrmber 1P23 Nk. 1719 t,. >t rrriw 1. Gine joLche Berdnung ist bisher nicht er-dajfea worden. Der Lkadvmrsch-' Seunt fetortflcfr dbe EKdgahen der iboutschen TkUdentewschast wohlwollend grPmvft und allen berechtigten WÄnifchen nach MÄgLichflett Rechnung getrag-cn. Er erwartet abfr ituntwetyr, daß die deutsche SEnter^chaft chreumts dte-ür sorw. daß d'r Untierrichtsbetrieb an der Universität lein« wtitere SibrunN 'rnchr eckleide." Judentum md Semiffen. akademischen Kreisen wird unS schrieb tut: Ein haket kt rtrzlerifchsr Student, ein Theologe, ist jüngst in sehr aufgeregter R'e'fe mit der Bct"''upt"na auf den llVa« getreten, den Inden fchbe daö Wort „GewWn", mich.« HLtten sie auch kein Getwillen und rtsüü^eu daher von dtn .^o5->'<-ul-'" sernaehckkit>en werden. Wer dies beftroi'-t. möge das Won Gtwisi n im literarischen Schvisttarm der Jttden Nachweisen. Schrciider dieses Nt für l«7tztere Aiufgrlbc wicht kornpet-ent. Er halt s aber für selbftverslmch^ich. daß Wort und Weisen einer Sache vorhanden sÄn könnrn. ohne daß sie sich in der Litevatnr dhr*< VoA s Nachweisen Lassen. Kmrvm-t doch n'.ch-. der K' uze Wort, schätz emeS BoTes m destrn Literatur Mt Dovschrüin, und es düvfien sich be>i -jedem V-Me einzelne Wortcrol der Literatur nicht beilegen loflerr. Od'r ssi-anbr Vielleicht dieser smtderbar« Therckotziesttrdiern-d», desha-Sb, weil sich in den R-.den Christi und in den Briofen Paulli gletchyalls das Wort Gewissen nicht vorsrndvt. -schließen zrr könnrn, daß dies n b6i«den Bsgri'nchern des ChrMentmnS, dve doch an? fruit Jnlrermmt fettten. Wort und BexMf des Gewissrns rnubskannt waren und ihnen such das Gewissen hcrb-.^ Ist es ftvner diesem Münftitz^u Pastor oder Pftrror ilwbvkanni, daß die ganze Tätigkeit der jüdischen Proph-eten nur darin bestanden hat, de» Juden i»S Gewissen zu r 'de n. was dach das B?rh-Een'."7^ eines GeMissens zur Voplntss-etzu^ng hat? -er Metuftaat. Berliv, L6. November. (Wolfs.) Auf dem ausierorbenb» licheit Bcrtrelertag der deutschen demokratischen Partei sprach Reichstagsabgeordneter Erkele ns über die bevorstehende Entscheidung in den besetzten Gebieten. Auf Anregung TirardS hätten am vergangenen Freitag Verhandlungen über die Schaffung eines Rheinftaates im Rahmen des Deutschen Reiches stattgefunden. Die besetzten Gebiete sollen nach diesen Berhandlungert, über deren Einzelheiten iroch nichts bekannt fei, m Rahmen eines Verwältungskörpers zusammengefaßt werden. ES tverde an ein zwei- bis fünfköpfiges Direktorium gedacht^ daS mit den -Franzosen «nd mit dem Deutschen Reiche die Verhandlungen Über die Wiederherstellung der Ordnurrg führen soll. Dieser Zweckverband müsse Finanz- und Steuerhoheit haben. Die Vertvaltung müsse mit de,r ersten Kräften wieder besetzt werden, die znm größten Teile ausgo wiesen worden seien. DaS Direktorium könne im Übrigen alle Maßnahmen wie ein souveräner Staat treffest, so daß ge--- wissermaßen die Souveränität deS Deut schön Reiche S für die Zeit, in der dieser ZwangSzustand herrschen soll, auf das Direktorium übertragen werde. Wenn auch nicht an ein Ausscheiden der Rheinlands aus Preußerr oder denr Reiche gedacht werde, sondern an eine Zusamiltenfassutig auf Zweckmäßigkeitsgrundlage, so enthalte doch die'« Situation eine politisch ganz außerordentliche Bedeutung. Eine gewisse politische Gefahr tverde umso größer, je selbständiger dieses zu schaffende Gebilde werde. ES werde den Franzosen nicht! schwer falten, ihren Einfluß geltend zu machen. Um die Bevöl'erung des Rhein- und RuhrgebieteS vor dem Aller schlimmsten zu bewahren, müsse dieser Weg beschritten tverde». Erkelenz schlägt vor. sich unter dem Zwange der Umstände und wegen dev Gx fahr einer Hungersnot mit diesem Schritt einverstanden zu erklären. Bonn, 26. November. (Hava8.) Die swnzösisch-bekgischdeutschen Vesprechuugen über die Errichtung einer Rheinisch?!! Notenbank haben einen günstigen Anfang genommen. Ma Attmtat mwi Kemel Pascha. Bukarest, 26. November. (Tel.-Komp.) Die Radio» Agentur meldct cn:S Konstantinopel, daß gegen Kemal Pa'cha und ferne Gattin ei» Attontot versucht wurde. Cs tvnridc i&urm vtvgPeie Speise gereicht. Rasch herbe i geh ölte ä-rMiche Hilfe konnte Kenral Pascha und seine Gattin noch retten. Re Lanaersmge. Baris, 85. Nov«mber. lWolff.) Nach dem „Jnttmü. ist die Gruitblage für eine CinigrtNg tit btt % « tt $ c t f r a >\ c ‘ gefunbetr worden. Die Stadt Tanger und der Hafen sollen Lurm eine Kommission verwaltet werden, die aus 1 8 ® 1 tt g e< bornen «ndje -Franzosen, Spaniern und Engländern bestehe« soll. Die einheimischen Vertreter solle« zur Hälfte unter den Muselman«« «nd unter den Z u b e « autzaewäblt werben. Frankreich soll die finanzielle Vorherrschaft unter der V e d i« g « n g erlangen, daß e» für Langer und seinen Hafen eine Anleihe vonvü Million e n Franken sicherstellt. Kongreß de« Konsumgenossenschaften. Letzten Sonntag ist in Warschau der erste polnische Kongreß -der Konsums noss-mschaften eröffnet worden. Charles Gide (Wriö) erklärt.', trotz aller Angriffe von techts und links entwickle sich die Kon» s um gen ossenschaftSbewegung intmer weiter. Sie sei in der Gegenwart die einzige O-rganisation. :n hi: aller KlassrnantaLonjsmt,- .Verwunden M,.

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