Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1718 (26.11.1923)
- Date
- 1923-11-26
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Sette 8 Wien, Montag Wiener Moraenzrituiin. 86. November 1923 Nr. ins eingehend erörtert, gleichzeitig wurden die Richtlinien für den Fall eines Streiks oder für die eventuell neuen Verhandlungen mit den Unternehmern festgelegt. Die Sitzung, an der auch die Vertreter der Industrie- Angestellten teilgenommen hatten, wurde auf heute abends vertagt. Mitlerweile wird der Vertreter der GewerkfchaftSkoinmifsion heilte mittags im Jndustrichaufe mit den Industriellen verhandeln. Auch eine Delegicrtenverfammlung der Unternehmer wird zu dem ganzen Fragenkomplex Stellung nehmen. 'Das Ergebnis dieser beiden Beratungen wird der heute abends anberaumten Sitzung des Dierzigerausschulles der MetallarHeiter. an der auch die Vertreter der Intzuftrieangestellten teilnehmen werden, mitgeteilt/ so daß der Ausschuß in die Lage versetzt ist. noch beute abends entscheidende Beschlüsse.zu fassen. Sowohl die Streiks in der Elektroindustrie als auch Aussperrungen dauern an. Bor heute abends ist k e i n e Aenderung der Situation zu erwarten. ft*,'3 Mne PMeftver'ammluug der Wische» SWentenschaft: Der cW : hi; r*' b'r v Ar FvgMdfSrsorgetaqm'». Gestern fand im Festsaale der Gesellschaft der Aerzte unter dem Ehrenvorsitze der Frau Marianne Hainisch die Schlußsitzung der Jugendfürsorgetagung statt. Prof. Dr. Julius Tandler bewnte, daß die durch den Mangel an Verantwortlichkeitsgefühl herbe?geführte unverschuldete Not der Jugend viel schwerer wiege als ihre materielle Not. Die Gemeinde Wien werde wobl im kommenden Jahre für die Jugendfürsorge noch viel größere Summen aufwenden als im Vorjahre, die Gesellschaft bleibe aber noch lange Zeit. Schuldner der Kindheit. Es sei kein Zweifel, daß der größte Teil des Jugendelends der Verantwortungslosigkeit der heute erwachsenen Generation zuzuschreiben sei, man könne unser Zeitalter ruhig das Zvitakwr der Berantwortungslosügkeit nennen. Die Jugend müsse darüber belehrt werden, daß diejenige Generation am meisten für das Schicksal der Menschheit leiste, die ihre Kinder im freien Lichte vollständiger Verantwortlichkeit erziehe. Es sprachen 'noch Dr. P o l l i g k e i t (Frankfurt), Frau v. Leyen (Berlin), Frau Roller und Jugendanwalt Fink. Ae (SrttSgniffe der ZSlle und der Tabakresie. Di« di« Korrespondenz Herwei erfährt, sind di« Eingänge aus den Zöllen und dem Tcchakmonopol Än Monat Oktober die höchsten seit Beginn deS SanierungSwevkes, nämlich IIS Milliarden Papierkronen für die Zölle unld 161 Milliarden Papierkronen für das TabakMonopol. Im ersten HüLjahr beckivftn sich diese Einnahmen durchschnittlich insgesamt auf 189 Milliarden monatlich. . Der Novembcrertrag bcheutet demgemäß eine Steigerung um 87 Milliarden. Nach dem gegenwärtigen Stand beidecken ine Einnnahmen aus den Zöllen und dem Tabrkmonvpol den gesamten Zinsendienst der Völkerbundanleihe mehr als dreifach. Ünterschleife tn einer Filiale des Wiener Banlverekaes. Anläßlich einer Kaffenrevifion in einer Filiale des Diener Bankvereines wurde der Abgang eines Betrages von 439 Millionen Kronen söstgestellt. Der Kassier und ein zweiter Beamter, die man als die Urheber der Defraudation ermittelte, wurden sofort entlasten. Bon der Erstattung einer Strafanzsvge wurde Abstand genommen. Kn stürmischer Akademklertag. Die Gewerkschaftskommission der Akademiker hielt gestern Vormittags im Festsaal des.Akademischen Gymnasiums einen Akademikertag ab, der außerordentlich stark besucht war. Der Vorsitzende Hofrat Dr. Schindler erteilte zunächst dem Be. vollmächtigten der Rektorenkonferenz Oesterreichs, Dr. Hoffmeister, das Wort, der die Behauptung aufstellte. daß schon vor dem Jahre 1914 jede Besoldungsreform nur den unteren Staatsbeamtenkategorien zugut« gekommen sei. Nach dem Umsturz hätte man diese Methode zum System gemacht, so daß jetzt der Anfänger das Zwölstawsendfache, der alte Diener aber bloß das Dreitaus endfache seiner Friedensbezüge verdiene. Noch schwerer aber als die finanzielle Einbuße, sei der Verlust der moralischen Güter und der foizalen Stellung. Der Redner nahm auch' gegen die Art der Jndexrechnung Stellung und bezerchnete den Beamtenabbau in seiner gegenwärtigen Form als Schildbürgerstück. ' Schon während seiner Ausführungen waren sehr heftige Zwischenrufe laut geworden. Nach Schluß der Rede verlangte bk Opposition stürmisch das Wort. Es kam zu außerordenlich erregten Szenen, die erst durch das Eingreifen des Vorsitzenden ein Ende fanden. Ministerialrat Ing. Wellisch referierte dann über die zweite Etappe der Besoldungsreform und tadelte besonders scharf die Quälilätsremunerationen, die bloß, schablonenhaft und nicht nach dem Leistungsprinzip verliehen würden. „ Mische Weisheiten. Verkieke dich nicht in deines Sklaven Wei>b, sonst hast du «inen Herrn und sine Herrin über dich gefetzt. Ein hemMcher Funken ist mehr zu fürchten ails ein offenes Heu«. * Mikado Goldband-Feigenkafsee mit Rabattmarke ist die beste Kaff«ewürze. (EutgeMch.) Der akademische Sengt der. Wiener Universität hat gestern bcschlcsseu, den Univcrfstätsbetrieb morgen Dienstag wieder.zu eröffnen. Dieser Beschluß wurde in folgendem Anschlag am Haupttor des UmversilätsgeLändeS verlautbart: - '«n-llkbe Senat bat in seiner beutkgen aetrefi'n. a'n Dftn?taa den 27. Nvvrmrer il923 das Nnivevsilätshauptgebände wieder zu eröffnen und in sämtlichen Universitatsinstituten den Unter nicht:-betrüb auszunehnren. T)er seinerzeitiIe LegitimationSzwanq sowie das allgemeine Farbenverbot bleiben bis auf weiteres a n f r e ch t. Ich setze die Studierenden hiervon in Kenntnis. Der Rektor. Sie Vroteüverfammlmü. Die indische Studentenschaft versammelte sich gestern in den Olvmpia-'Sälen zu einer machtvollen Kundgebung geaen den Terror der Deutscbvölki'chett an den Hochschulen. Die Versammlung war außerordentlich stark besucht, eS war^n die i"d'-sch."n Korvamtiimen mit ibren Mten Herren sowie zahlreiche Nichtstudenten erschienen, um sich dem flammenden Protest aeaen Nobeit und Unkultur anzuschließen. Eine gange Reihe von Rednern nahm in scharfen Worten ge^en die an. unsren .Hochschulen, besonders an der Universität, herrschenden Zustände Stellung. Unter den Erschienenen sah man den Präsidenten der israelitischen Kultusaemeinde Prof. Dr. P'ck, die beiden Vizepräsidenten Dr. Ornstein und Börlerat Glück. den Obervabbimr Doktor Chajes, viele Mitglieder des Bertreterko^agiums und des Kultusvorstandes, die Uu'vevsttätsprofesioren Doktor Königstein, Hosrat Dr. Frankfurther, Dr. Braun, Doktor Geiger, Dr. Pohl, Präsident der Medital Association und viele andere. Zunächst sprach «in Vertreter der jüdischen Studentenschaft und gab einen kurzen Ueberblick über die Lage der jüdischen Studenten. Er forderte die jüdische Studentenschaft zur Einigkeit gegenüber der antisemitischen Flut an den Hochschulen aller Lander auf. Nach ihm sprach Prof. Dr. Pick und gab namens der KultuSgem e i n d e die Erklärung <if>, daß auch d'e Kultusgemeinde den Kampf den die jüdische Studentenschaft für die Lern- und Le^rfreibeit Mre, mit Sympathie vetsolge. Die Bevölkerung teile vollkommen die Empörung der 'jüdischen Hörer und sei eines Sinnes mit ihnen, die Wievecholüng solcher Vorkommnisse mit allen durch das Gesetz zu 'Gevvte stehenden Mitteln unmöglich zu machen. Die Rede Dr. Picks wurde mit lebhaftem Beifalle aufgenommen. , Sodann ergriff Gemein berat Dr. Plaschkes das Wort zu einer außerordentlich wirkungsvollen Rekw. Er sagte, man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, daß aus Hochschulexzessen Exzeßhochschulen geworden feien. Der Redner kam stdann auf die Frage, wen die Verantwortung für all die unerhörten Vorgänge treffe. Nicht allein die verhetzten Studenten feien an den gegenwärtigen Zuständen schuld, sondern auch die Professoren, als Hauptschuldiger der gewesene Rektor Diener, dem Herr Blumauer bei seinem Treiben wacker zur Seite stand. Dr. Blumauer ist den Juden nicht freundlich ge- Kleine Chronik. — Woher stammt der Name „Ghetto, Der Ausdruck Gherto als Bezeichnung für ein besonderes, abgeschlossenes Judenviertel ist bekannt, die wenigsten <vber wissen, woher er stammt. Die Antwort lautet: „Lins Venedig." Ani äußersten Ende des alten Venedigs, in der Nähe der Kirch« St. Geremia, befand sich ein ausgedehntes Terrain, welches so genannt wurde. Dort waretl nämlich im 14. Jahrhundert zahlreiche Eisengießereien gewesen, die zwar nicht lange bestanden, aber doch dem Stadtteil ihren Namen gaben, denn Getto, woraus später Ghetto wurde, heißt „Guß". In einem Dokument von 1458 wird dies, lateinisch natürÄch, ausdrücklich gesagt: „Er wurde Getto genannt, weil sich dort mehr als zwölf Oeseu befanden, in denen Erz geschmolzen wurde." Di« Juden in Venedig, die Nniversita ebraica, hatten nun bald mit den übrigen Bürgen!, bald gesondert-gewöhnt, je nachdem ihnen Gesetz und v Zeit günstig waren; schließlich waren sie ganz ausgew-ieftn worden. Im Jahre 1616 nahm man sie zwar wieder aus. wies kkmen aber gesonderte Wohnstätten an. und zwar auf dem Men Terrain. das Ghetto genannt wurde. Von hier ans verbreitete sich der Name, bis man die historische Bedeutung des Namens vergaß. — Der Humor in der chinesischen Schrift. Für den gewöhnlichen SteMichen, der einen chinesischen Druck betrachtet, scheinen seine Hieroglyphenzeichen nur die Ausgeburten einer sinnlosen Phantastik zu sein. Dem Kenner enthüllt sich ,dagegen bei dem Studium der chinesischen Schrift ein ttef-er Sinn und bisweilen sogar ein köstlicher Humor. Die Chinesen haben bekanntlich keine Lautschrift wie wir. sondern eine Bilderschrift. Cs ist demnach theoretisch die Möglichkeit vorhanden, . einen chinesischen Text ganz gut zu verstehen, ohne auch nur ein Wort aus der Sprache des himmlischen Reiches zu kennen. In der Wahl dieser Bilderzeichen muß man gestehen, daß sie ihre Satire besonders gern -egen das weibliche Geschlecht gerichtet haben. Ein kleines Muster ist das chinesische Zeichen für „Frau"; wenn man aber dieses Zeichen zweimall nebenemandersetzt, so hat das neue Bild oen wenig schmeichelhaften Sinn „Zank". Dreimal nebeneinander bedeut«! das Frauenzeichen gar. „üble Nachrede". Den Begriff .Häuslichkeit" gilbt der Chinese gleichfalls in einer wenig respektvollen Form wieder; es ist daS Bild eines „Schweines" unter einem „Dach"; und geradezu skandalös ist das Bild für den heiligen Stand der Ehe, nämlich eine Frau und ein Schwein unter einem Dach. Sehr hübsch sind auch die Abteilungen, die die chinesische Schiltst mit dem sinnt, fett er mit seiner Absicht, Börsensensal zu. werden, kläglich Schiffbruch gelitten hat. Der Zug der Verhetzung gegen die Juden stehe jetzt durch alle Länder: ES ist eine Einheitsfront des Hasses, die von Warschau nach BudapsH. München, Berlin und Wien reiche. Die Rede Dr. Plaschkes* wurde mit langanhaltendem stürmischen Beifall ausgenommen. Unter den weiteren Rednern ist noch die Rede OberbauratS Ing. Stricker von Bedeutung, der im wesentlichen die demoralisierende Wirkung der' jetzigen Hochschulzustände auf die jüdische Studentenschaft hervorhob. Der Redner sagte, .weM die Meschen Höver jetzt in die Vorlesung gehen wollen, so wußten sie nicht, ob sie den Gummiknüttel mitnehmen müssen oder nicht. Viele ülberlLegsn, öb sie übechaupt iu die Boülesung gehen sollen. Und viele gehen eiben nicht. Das fottüe demoralisierend auf di« Studentenschaft und a'ußevordenMch nachteilig auf den Fortgang ihrer Studien. Zum Schluß ferner Ausführungen erklärte Oberbau rat Stricker, es dürfe unter keinen Umstäuden so weit kommen, daß in Oisterreich für die Juden eigene Gesetze geschaffen werden. Diese Gesetze bestehen ohnehin, man muffe sie nur anwenden. Äüch die Ausführuiiyen dieses Redners wurden mit stürmischem Beifall aufgsnomman. . Nachdem noch Prof. Dr. Königsteiu uud>Docktor. Ornstein gesprochen hatte, gelangt« folgende.Resolution zur einstimmigen Annahme: Die am Sonntag den 25. November 1923 versammelten jüdischen Studenten und Bürger erheben gegen di« sich ständig eruenernden Exzesse und gegen die gesetzwidrige Behandlung der jüdischen Hörer an den österreichischen Hochschulen entschiedenen Protest. Sie verweisen daraus, daß di« radikalantisemitiscke Studentenschaft mit dWn sich stets wiederholenden Ausschreitungen nur beabsichtigt, durch brutalen Terror die Erfüllung ihrer Forderungen gegen die jüdischen Studierenden zu erzwingen. Der Numerus clausus für jüdische Gelehrte und lüdische Studenten ist das Ziel dieser von den Urhebern dieser Ausschreitungen inszenierten Bewegung, die der Kultur und dem . Geiste der Wissenschaft Hohn spricht. Die Versammlung stellt fest: Die zur Wahrung der freien wisjenschaftlichen Forschung und Lehre berufenen Hochschnlbehbrden und die Regierung sind verpflichtet, unter allen Umständen und kür alle Zukunft die uneingeschränkte Lehr- und Lernfreiheit der Hochschulen durch wirkungsvolle Matznahmen bei Anwendung aller gesetzlichen Mittel zu gewährleisten. Die jüdische Studentenschaft und die jüpische Bürgerschaft begehrt von der Regierung und den akademischen Behörden-die Erfüllung dieser Pflicht. . Am Schluß der Bevsvimmkmg ergriff noch ObervaÄbiner Dr. Chajes das Wort: Dr. Ehajes erklärte,, daß dem BundErnzber, einem geistig gewiß hochstehenden Mann, der Mut seht«, wenn es sich um die Judenfrage handle. Anläßlich der letzten deutschen HochschMtage (das war vor den Wahlen. Anw. d. Md.) habe Dr. Seipel dem Redner versichert, daß die Regierung in Kürze eine die Judenschaft bsfrichigende Aktrvn unterwchmen werde. Die Regierung hohe ihr Versprechen nicht gehalten, die Judenschaft, müsse nunmher, da sie der Bundeskanzler f scheinbar unterschätze, den en*- ensprechenden Einfluß geltend machen. Bild der „Tür" vornimmt. Der „Bettlet ist zum Beftpiel eins Kombination der Zeichen von „Tür" und „Mund"; dem! die Tätigkeit eines solchen arn!en Teufels besteht in einem Mund, der sich der Tür nähert. Recht boshaft ist das Zeichen für „lauschen", nämlich eine „Tür" neben einem „-Ohr". Eine große Bchaglichkeit spricht auS der Form, wie der Chinese den Begriff „Gluck" wiedergibt. „Welcher Mensch ist am glücklichiten?" fragt sich der weise Mann des Ostens, und er gibt daraus die fa-lomo« nrsche^ Antwort: „Der Bauer, der Rais seines Feldes ißt." DemzufMe schreibt inan das „GLiick" miit beim Zeichen des „Bauern", vermehrt um das Bild für ,Mund". Ter einfachere BsgrDf „Bauer" seWt lbesteitzt ans den: Z>eicheü des „Mannes", der Een dem „Felld" st cht. Das gerade Gegen^ bild des glücklick>en Bauern ist nach chinosischer Auffassung det' „Gefangene"; em BeigrU. der sich sehr einifach schreibm llüßt. Er iist das gewöihnlüich'e Bild des „Mannes", Muraihm.t von vier D'lschvstrichen, die eiucu Kevker ibedvn>t>en. Bon genialer Einfachhoit ist die Art, mit der «nan in Csti-na den lvmplizierten Begriff des „Horizonts".wiedergibt: Es ist die Sonn? und darunde-r ein Strich. ,Licht" ist übrigens ,Sonne und Mond" nebeneinander. Eine bedeutende Wertschätzung dw eigenen Männlichkeit enthüllt uns die Form, in der der Chinese das MjMv ,/groß" darstellt: es ist das Zeichen des Mannes, gekr-'Ugt von der Ziffer „eins". Immerhin muß «auch der stolze Ehinche qugeiben, daß der Hmrmell noch höher ist ails er sellbst, und so mallt er ihn mit dm: Zeichen „Mann" und einen! tiichtigen dicken Strich darüber. Chinesisch zn /erneu ist, nach diesen Beispielen tfix urteilen, gar kein so lanaweMges Geschäft. — Der „Dagesch". Bei den: bck"unten Hallem'er Orientalisten G e s e n i n s, dem bekannten Verfasser der hebräischen Grammatik, hört« ein Student, der mit Glücksgütern nicht gesegnet war, hebräische Grammastk nnd ers"br boü in dieser Sprache einige Konsonanten, mit eitt'^n Punkte versehen, im Hebräischen „Dagesch" genannt, in ihrer Lau^mrk'.'n^ verdoppelt werden. Das vielbesuchte Kolleg bei Professor GeseniuS kostete einen doppelten -Friedrichsd'or, der nach bainasiger Sitte dem Professor persbniich eingehäudigt wurde. Der arm« StMosus hatte nur noch e'u-n einfachen Friedrichsd'or; Zn diesen bolzte er einen Punkt hinein uud bec,äb sich zu Genesius. der ihn Kownudert darauf ansmerkiaur lnachte, daß ihy! ein doppelter Friedrichsd'or gebühre. „Fa. Herr Professor, dieser gult do-pvelt, da ist ein.„Dagesch" drin." Wie Fama berichtete. ga>b GeseniuS dem Studenten auch den einfachet! FriedrichSd'or zurück und erließ ihm das Honorar. Ambesten u.billigstensf.' kaufen Waren im [iiSchiffmann II., Taborstraße 48 Tolenhon 47«t»79 En gros En detail