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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-25 · Heft 1717 (25.11.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1717 (25.11.1923)
Date
1923-11-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Kr. 1717 Men, Sonntag Unsere Diagnose erwies sich als richtig. Die Frage, ob j St. Arrdrä die nächste Bahnstation vom Steinriegel wäre, | verneinte er mit aller Bestimmtheit. Es gebe eine^viel naher«, der Na me. wäre ihm im Augenblick nicht gegenwärtig, doch könne er genau sagen, daß sie etwas über drei Kilometer vom Steinriegel entfernt sei, wogegen St. Andrä fast zehn Kilometer weit wäre. Die Angabe über St. Andrü stimmte genau, hingegen erwies sich die „nähere Station" als Hirngespinst, wie uns der Steinriegel-Kellner mit ichömr 'Gründlichkeit auseinandersetzte. Als er unsere Betrübnis sah (e8 war halb fünf geworden und Därmnerschatten huschten über die Landschaft), tröstete er uns: Wir sollten nach Neuwaldegg gehen, das sei knappe eineinhalb Stunden. Nur sollten wir beim Kilometerstein zchn acht haben, den „Schneider" zu gehen, der-den Weg ganz beträchtlich abkürze. Wir zogen ab. Der Weg, der immerfort bergab gehen sollte, stieg langsam aber unentwegt. Wir begegneten etlichen verspäteten Schwämmesuchern, einem versprengten jungen Pärchen, das ,chie Eltern" verloren hatte und jammernd jeden Vorübergehenden nach ihnen fragte, und sehr vielen Automobilen. Aus dem.Wald kroch der Nebel hervor und legte sich dicht und dichter auf Hügel und Wiesen. Der bergabführende Weg stieg. Als wir den Kilometerstein zehn erreicht hatten, war es so dunkel, daß wir die Tafel bei dem Richtweg nicht mehr lesen konnten. Aber zwei gefällige Schwämmesucher erteilten und bereitwilligst und gänzlich ungefragt Auskunft. Sie gingen schon seit 15 Jahren da „umanand" und kennten sich ans wie in ihrem „Sack". Der „Schneidet gehe zur Rohrerhütte und sei „sehr ein kammoter Weg". Daß der Schneider schnurgerade ging, will ich nicht bezweifeln — wir taten es nicht. Wir rannten einmal in einen Baum hinein, purzelten ein^ anderes Mal in einen Graben, glitten auf den nassen Steinen aus und revidierten unsere Vorstellungen vom Begriff „kommode". Es war so finster, daß ich das Gesicht meines Mannes, der mich unterfaßt hatte, nicht unterscheiden konnte und nur hie und da ein bekanntes Ohrläppchen oder eine Nasenspitze aus dem Dunkel auftauchen sah. Daß uns kein Strolch überfiel, ist nur auf die Gutmütigkeit oder Zerstreutheit dieser freundlichen Mitmenschen zurückzuführen — die Gelegenheit war unleugbar günstig. Zu Hause sahen wir übrigens aus der Karte, daß dieser Richtweg nur kleinere Kehren abschnitt und nicht viel Zeit ersparte. Bis zur Station Neuwaldegg brauchten wir zweieinhalb Stunden und das war nicht weiter erstaunlich, denn es waren fast zehn Kilometer, der letzte Teil in vollständiger Finsternis zurückgelegt. Wanderer, kommst du in den Wienerwald, frage niemanden nach einem Weg. Denn keiner, ach nicht ein einziger bringt die Seelengröße aus, zu sagen: ,^Jch weiß es nicht." Deutsche Landwirte. Bekannllich gehören die deutschen Landwirte, welche sich zu den nationalen Patentpatrioten zählen, neben der deutschen Schwerindustrie in die Reihe jener deutschen Volkskreise, welche ihr nationalistisches Draufgängertum nicht im mindesten daran hindert, mit der Not der deutschen Mafien in schamlosester Weise zu wuchern. Der Kampf gegen die sogenannte Berliner „J'undenregierung" gibt diesen Herrschaften den willkommensten Anlaß, die in ihren Speichern ruhenden Lebensmittel zurückzuhalten, und zum Zeichen ihres Eintretens für Ludendorff und die Hohenzollern, ihres Kampfes gegen den Marxismus und ihrer Bereitschaft, andere gegen Frankreich losschlagen zu lassen, die Mafien in den Städten dem Hunger preiszugeben. Es ist dies eine Form des Patriotismus, die sich bezahlt macht, denn die Preise gehen pünktlich in die Höhe, und was ein echter deutscher Mann vom „Reichsbund der deutschen Landwirte" ist, der gibt bekanntlich seinen Roggen keineswegs gegen Paviermark ab. Um nun den Vorwürfen entgegenzuwirken, daß er die Preise der Landesprodukte in die Höhe treibe, hat der Kreislandbund Ruppin, eine Sektion des Reichsbundes der deutschen Landwirte, den Beschluß gefaßt, A n w e i s u n g e n aus die Lieferung von e i n e m Pfund Roggen in Umlauf zu setzen. Aber auch bei diesem Akt landwirtschaftlicher Nächstenliebe konnten die Herren Landwirte nicht umhin, ihrer humanen Gesinnung Ausdruck zu verleihen. Der Anweisungsschein trägt nämlich den folgenden aufgeldruckten Vermerk, der für künftige Kulm'Historiker scstg'halten zu werom verdient: ..Dieser Schein 'sr ungültig, wenn er in bic Hand von Juden gelangt. Deutschland den Deutschen." Die Sevarierungrtendmzen der Srthodoxle. Offener Brief an den Vorstand der Wiener Israelitische« Kultusgemeinde. In der am 12. d. stattgefundenen Delegiertenverfammlung von 30 orthodoxen jüdischen Vereinen wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, folgenden offenen Brief an den Vorstand der Israelitischen Kultusgcmeinde zu richten: Vor einiger Zeit hat die Schiffschul (A d a s I i s ro el) ein Memorandum an das Präsidium der Kuttusgemeindv emgebracht, in dem sie weitestgehende Privilegien für ihren Verein verlangt. Die Herren von der Schiffschul haben ihren Forderungen den Stempel der Orthodoxie aufgedrückt und sind in ihrer Vermessenheit so weit gegangen, sich als Vertreter der Wiener Orthodoxie zu deklarieren. Trotz ihrer zu wiederholten Malen unternommenen Vorstöße gegen d-ie Gemeiüde lassen sie sich in ihrer Trennungspolitik nicht einschüchtern. Das ihnen zustehende Recht der Eigenschlachtung scheint die -Herren übermütig gemacht Wiener Morgenzektung. MÖBELHAUS ANTON SCHLESINGER Obersiedelt indeitl. Bezirk,Wa'lnerstr. 3 (Tel.l4-21/IV) nächst Kohl mar kt. , z»t Wohnungseinrichtungen / Innendekorationen Reichassortiertes Lager/Billigste Einführungspreise haben; denn es muß als Ueberhebung bezeichnet werden^ wenn eine im Verhältnis zur orthodoxen Bevölkerung Wiens unscheinbare Sondergruppe, wie eS die Schiffschul ist, einen eigenen Friedhof, eigenes Rabbinat, Befreiung von Gemeindesteuern, oder mit anderen Worten eine selbständige Gemeinde verlangt. Dabei haben die Herren den Mut, imi selben Atemzuge ihre Solidarität mit der Gemeinde zu beteuern, eine contradictio» die an sich den Wert der Schiffschulversicherungen qualifiziert. Wir haben schon einmal in einer von 27 orthodoxen Vereinen beschlossenen Resolution gegen die Separierungstendenzen der Schissschul Stellung genommen. Der Umstand aber, daß ihre Triodectretung mit den Herren Vorstandsmitgliedern in unmittelbarem Kontakt steht und eine Beeinflussung unter dem Vorwände der Orthodoxie, welcher Begriff nicht jedermann geläufig ist, nicht ausgeschlossen erscheint, veranlaßt uns, den wahren Sachverhalt über die Wiener Orthodoxie und die Bestrebungen der Schiffschnl eingehend'zu erörtern. Die orthodoxe Bevölkerung Wiens umfaßt viele tausend Personen, so daß die Schiffschnl mit ihren einigen hundert Anhängern eine verschwindende Minorität dieser großen Gruppe bildet. Sie haben zwar versucht, einige Vereine für sich zu gewinnen, was ihnen aber vollständig mißlungen ist. Denn von den in ihren Berichten angeführten Vereinen waren nur einzelne herausgegriffene Personen, die ihrer persönlichen und nicht des Vereines Auffassung Ausdruck verliefen. Der Effekt dieser Bemäntelung war ein Protest dieser Vereine. Jedenfalls ist es lächerlich, wenn sich die Herren als Vertreter der Orthodoxie ausgeben; daran ändert auch nichts die merkwürdigerweise erst in letzter Stunde erfolgte Konstituierung der ungarischen Orthodoxen. Sie würden eher die Bereichnunq Sonderjuden verdienen. Ganz.abgesehen davon, daß sie. zur Vertretung orthodoxer Interessen nicht berufen sind, verlangen sie Privilegien, die mit den Grundprinzipien der Orthodoxie im krassen Widerspruch stehen. Ihr Programm, das in der „Jüdischen Brasse" vom 10. d. veröffentlicht ist, kulminiert' irr :dem1 Verlangen nach Autonomie; das ist der Zweck ihrer Forderungen. Unsere heilige Schrift hingegen verdammt jede Trennung. Die Schifffchul fördert demnach nicht orthodoxe Interessen, sondern untergräbt sie eher. Die Schiffschub vertritt offenkundig Schiffschnlinteressen und will nach ungarischem Muster, wo ein Dörflein von 100 Judenfamilien zwei bis drei Gemeinden hat. eine Vielheit von Gemeinden auch in Wien heraufbeschwören. Eine Mehrte'lunq der Gemeinde führt zu einer Svaltung unter deg Judenschaft, wie in Ungarn, wo zum Beispiel e-'n Eheverbot zwischen Konservativen und Neolivaen besteht. Es ist klar, daß die Verwirklichung des Schiffschulprogramms . für die Wiener Gemeinde und Judenschaft von großer Ge-' fahr wäre, da dadurch das Ansehen unserer Gemeinde, die se't ihrem Bestände die gesamte Wiener Judenschast umfaßt, erschüttert werden würde. Die Gemeinde würde zu einer Teilgemeinde herabsinken. Ueberdies kennt man die Bestrebungen der Schiffschul nicht von heute und gestern. Die Schiffschul hat seit ihrem Bestände eine separatistische, false orthodoxe Tätigkeit entfaltet. Die Gemeindevertretung hat aber bisher ihr Ansinnen in der richtigen Erwägung, daß die Förderung der Schisfschulinteressen ein« Schwächung der Muttergemeinde bedeutet, zurückgewiesen. Löblicher Vorstand! Wir sprechen im Namen der überwiegenden Mehrheitder thoratreuen Juden Wiens. Wir protestieren zum zweiten Male gegen die Trennungsbestrebungen der Schiffschul und verwerten ihr Vorgehen als Verletzung der orthodoxen Grundsätze. Wir warnen davor, sich durch die Erklärungen der Schiffschul blenden zu lassen. Die kleinste Konzession schon bestärkt sie in ihren autonomistischen Anwandlungen. Das Bestehen einer zweiten, dritten und vierten Gemeinde wäre für die Wiener Judenschaft ein Verhängnis, das unter allen Umständen verhütet werden muß. Wir wollen für die Einheit unserer Gemeinde kämpfen, insolange der Vorstand dafür einsteht. Die Gemeinde ist mächtig genug, eventuelle Vervollständigungen irgend einer Institution im eigenen Wirkungskreise dnrchzuführen. Ackdutb Israel Beth Israel (Polnische Schuy Machsike Hadath Emes Welckolaum LiwijaS Ehen Sude Schabboth Kehal Chassidim Schiniwer Klaus Sanfer Klaus HackmoßeS Kalo Ohel Rochel Kleingewerbetreibende Ohel Jakob Wifchnitzer Klaus EfraS Israel Benej Hagaule Beth Jzchok GemilaS Cbesed Außeh Chesed Mazmiach Jeschuoh Achwe WerejeS Mtgdasch Mad Chesed schel EmeS Schomer Israel, Hl Ose Tow, Ul Ausche Das Wozedek, XX Schaumrei Hadath, XX Kosler Verein, IX GemilaS Chesed. XVII D'nai B'rith. XX. 26. November 1923 ' Gelte 7 Ae ZoBttttg der allgemeinen Verbandes Nr gngendfllrforge. Dieser Tage fand in Wien ein Jugendfürforgetag statt, der sich mit allen Gebieten dieses für unsere Zett so wichtigen Problems befaßte. Eine große Anzahl von Persönlichkeiten, die der Frage der Jugendfürsorge »urhe stehen, Lehrer, Aerzte und Richter aus allen Ländern, waren erscheuen, um an der Beratung teilzunehmen. Bei allen herrschte der ehrliche Wille, nutzbringende Arbeit zu leisten. An Stelle des erkrankten Vorsitzenden, des ehemaligen Ministers Dr. Franz Klein, begrüßte Professor Tandler die Versammlung und gab seiner Freude über den Massenandrang zu dieser Tagung Ausdruck. Nach ihm sprach Bundesprüfident Harnisch, der betonte, baß die Not der Jugend nicht so groß sein müßte, wenn die Eltern sich ihrer Verpflichtung bewußt wären, für ihre Kinder zu sorgen. Nachdem die Geschäftsordnung von Gemeinderätin Bock den Versammelten bekanntgegeben wurde, ergriff Univerfitätsdozentin Dr. Charlotte Bühlen das Wort zu der Frage „Psychologie der sozialen Entwicklung des Jugendlichen". Am zweiten Tage des Kongresses sprach Magistratsrat Dr. Wilhelm über das Fürsorgewerk der Gemeinde Wien. Die Ausführungen des bekannten Kinderarztes Pro-, fcffor Zappert waren eine einzige Anklage und wandelten sich nur dort in rückhaltsloses Lob, wo sie Gebiet der Erholungsfürsorge streiften, wie es vom „Wiener Jugendhilfswerk" betrieben wird. Die Rückständigkeit des Heimatsrechtes (Seiß-Jnqnart, Professor Bacher) wurde auf der Tagung oft gegeißelt. Fast nichts geschieht für chronisch Kranke. Auch für syphilitische Kinder wird in keiner Weife gesorgt. Was die schulpflichtigen Kinder anlangt, so stehen sie zwar unter der Obhut des Schularztes, aber der Schularzt hat gar keine Möglichkeit, ein kränklich gefundenes Kind an irgendeinen Fürsorgearzt oder an eine öffentliche oder private Fürsorgestelle zu überweisen. An eine Erwiderung Professor Tandlers schlos; sich der Bericht Dr. Breunlichs, des Leiters des Wiener Jugendhilfswerkes, über die „Organisation der Erholungsfürsorge". Er gab zunächst einen Ueberblick über die Tätigkeit des „Wijug" und sagte: Aufgabe des „Wijug" werde es sein, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um allmählich den in der Stadt zurückbleibenden Rest erholungsbedürftiger Kinder in seine Fürsorge einzubeziehen und dazu zu gelangen, daß jedes schulpflichtige Kind mindestenseinige Wochen der Ferien in einem Landheime verbringen könne. Nach ihm sprach Professor Hamburger aus Graz über „Tuberkulosebekämpfung", worauf Professor Spitzt? das Wort zu der Frage „Organisation der Krüppelfürsorge'! ergriff. In der Schlußs itzung der Tagung bildeten den Hauptgegenstand der Beratung Fragen der G e s u n d h e i t sfürsorge. Nach eingehender Debatte wurde di« Tagung gestern geschlossen. _ Me nette Aerzteoedtimtn. Der Entwurf vor dem Nationalrat. Gegen 4>i« im Jahre 1921 eingebrachte Regierm vorlage betreffend die Regelung der Standesverhältnisse der Aerzte (Aerzteordnung). die nicht zur Annahme gelangte, wurden verschiedene Bedenken erhoben. Deshalb sah sich die Bundesregierung zur Umarbeitirrig des Entwurfes veranlaßt und unterbreitet nunmehr dem Nationalrat einen Gesetzentwurf, der den seit der Einbringung der alten Vorlage vorgebvachten Anregungen und Bedenken nach Möglichkeit Rechnung tragen soll. Der neue. Enttvurf benützt den alten Unterbau der früheren Vorlage, enthält aber folgende Neuerungen: Gelegentlich de.r vom Unterausschuß des sozialpolitischen Ausschusses über das Gesetz a-bgeha-ltenen Enquete wurde die Forderung nach Einführung eines Praktischen V o r b « r e i t u n g s -d i e n st e s, der nach Erlangung d?s Doktordiploms abzulegen wäre, erhoben.. Wenn auch die Anschauungen über die Durchführbarkeit einer solchen Ginrichtung geteilt sind, hielt es die Bundesregierung für an- , gezeigt, sich durch das Gesetz die Ermächtigung geben zu lassen, durch Verordnung den Praktischen Vorbereitungsdien'st einzuführen, sobald die erforderlichen Einrichtungen für die Ablegung dieses Vorbereitungsdienstes geschaffen sein werden. . Die alte Vorlage hatte für die Wahl der Mitglieder und Ersatzmänner der Aerztekammer an dem Prinzip festgehalten, daß die Funktionäre mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen zu wählen sind. Diese Vorschrift entsprach dem ausdrücklichen Wunsche der ärztlichen Organisationen, welche darin eine Garantie für eine sachliche Tätigkeit der Kammer erblickten und der Besorgnis Ausdruck gaben, daß bei Einführung Verhältniswahlrechtes die Aeyztekammer zum Schauplatz politischer Parteikämpfe werde. Die sehr bestrittvm Bestimmung der alten Vorlage über das ärztliche Berufsgeheimnis, das daun aufgehoben sein soll, wenn ein höheres Interesse cntgegenstcht, hat im neuen Entwurf eine Aenverung erfahren,' die die Fälle, in denen ein Arzt dem ärztlichen Berufsgeheimnis nicht unterliegt, präziser faßt als früher. Der neue Entwurf sagt darüber: Jeder Arzt ist zur Wahrung der ihm in seiner Berufseigenschaft anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse der Personen verpflichtet, di« seine Berufstätigkeit in Anspruch genommen

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