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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-25 · Heft 1717 (25.11.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1717 (25.11.1923)
Date
1923-11-25
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Selk 3 Men. Tvnntng Haben, es Ware den di« pjftträatutt$ des Geheimnisses durch sin öffentliches Internste, lnsbefoipde« durch Interessen der offtEcheu GesunichertspflöHe oder -kr Rechtspflege oder durch ein berechtigtes Prtvatlritercsft nach Art mrv Inhalt gerechtfertigt. Di« gesetzlichen Vorschriften über die Pflicht zur Anzeige und zur Zeugenaussage vor den Behörden bleibt ir»berührt. U«b«r den Berufszwang ordnet das Gafttz an: Bon Dertragsvechaltnissen und amtlichen Anstellungen (Armenarzt» Kassenarzt, Fabrttsarzt uHw.) abgesehen, kann kein Arzt, ausgenommen den Fall der drin« gentz notwendigen ärztlichen Hilf«, zur Uebernahme eines Kranken in seine Behandlung Verhalten weiden. Sie Resrlnnq d« Hebammnttvesen». Di« Regrerrrng hat dem Ratlvnalrat den Entwurf >neik Hebammenordnung vochelegt, der «in« Er- Weiterung PflichtenkreistS. ein« materielle BesikrstellilnH und andereueits eine fachliche Fortbildung der Hebammen geMholeiflsn soll. Die Vorlage räumt den Ländern durch die Einführung einer besonderen NiederlassungS» dewilligung bei Zuweisung eiwes DierrftspveNgels die Möglichkeit ein. die Niederlassung von »Hebammen mit dem Bedarf in Einklang zu wilden und hiedurch den Hebammen eine auskömmliche Existenz zu gewähvlei-strn. Di« Rieder» lasiungsbowilligung kann übrigens wegen pflichtwidrigen Verhcvltens ftevie rvegen Erreichung einer Altersgrenze oder wogen fchon vovhor eingetretener Gebrechlichkeit zurückgo nomn^n lvert^n. Der Pflichtenkreis tex Hebammen wird in der Vorlage derart umschrieben, daß .er auch die Ucbeewachung der Säuglinge und die Mitwirkung bei der Mutterschafts- und Säuglingsfürsorgr umftß-t. zu Berufspfl'chren d:r Hebammen wird insbesondere auch die Verschwiegenheitspflicht sowie die Pflicht zur Gewährung der Fachhilse erklärt. Für die Fortbildung der Hebammen in ihrem Berufe wird in der Vorlage dadurch Vorsorge getroffen» daß den Hebammen in noch zu bestimmenden Fristen der Besuch von Wiederholungskursen zur Pflicht ' gemacht wird. Hebammen, die in ihrem Berufe ausMende Unwissenheit an den Tag legen, sind von der Sanitätsbehörde zum Besuche dieses Kurses schon vor Ablauf der Frist zu verhalten. Zur Jntcresienverire-hung der Hebammen werden zufolge der Vorlage Hebammengremien in jedem Lande beruft», denen auch die Ausgabe zukrmmt, den Beordere Gutachten zu erstatten sowie für ihre Mitglieder und deren Angehörige Wohlfahrtseinrichturrgeri zu schafft«. Bor dem Streif der MetvLarbeiter. Die Lage in der Metall- und Elektroindustrie hat sich <-rocr derartig verschärft, daß kaum mehr auf eine friedliche Lösung des Konflikts zu rechnen ist. Die. für morgen angefthten Verhandlungen mit den M-elallarbeitrvri und d m Jndustriellenverband finden nicht statt, da die Unternehmer nveritorische Verhandlungen von der Einstellung drS B^amtrw'tre'rLs abhängig Machen. So ist ftst keine Hoffnung. daß der Ausbruch des großen LohnkampftS verhindert iverden kann. Zur Verschärfung der Situation trug auch der Ausbruch des JndustrieangestelltenstreikS viel brr, der auf di« Stimmung der beiden Verhandlungspartner zweifellos ungünstig einwirkte. Auch durch die in einzelnen Betrieben vorgenommenen ArbeitcrauSsPerrungen wurde die ohnehin gereizte Stimmung noch verschlimmert. %m gestrigen Tage wurden mit Ausnahme bei der Firma Siemens-Schuckert keine wetteren Arbeite raussperrungen vorgenommen. In den Betrieben wird dorläusig noch gearbeitet, drch gestaltet sich d>e Weiterführung der Arbeit ohne ft.« Beamten bereits sehr schwierig. Bei den gestrigen Lohnauszahlungen ergaben sich infolge des Fehlens der Beamten große Kalamitäten. Einzelne Betriebe der Elektroirchustrie haben den streikenden Angestellten die Kündigung geschickt. Zwischen den Unternehmern und den Metallarbeitern j haben die Verhandlungen zu keinem Ergebnis geführt. Der Industriellenverbanft hat sich bereit erMrt, mit den Vertretern der GrwerkschaftKko-mmifsion über die Frage, wie weitere Stillegungen von Betrieben verhütet Werden können. Besprechungen zu Pflegen. Der Beamtenstveik droht aus andere lebenswichtige Industrien, besonders auf die Milch- und Kunstfettindustrie, überzngreifen. Ob es zu weiteren Verhandlungen zwischen den beiden Gruppen kommen wird, hängt davon ab. welche Stellung die Arbeitgeber am Montag zu den Förderungen ein nehmen werden. Gilt «tatet StfmlftanlMl. Kein Heizmaterial wegen Kompeteuzstreitigkeiten. Die BundeSlehranstolt für Maschinenbau und Eltzktto- Sechnik im 10. Bezirk hat ihren Derkstättenbetrieb und de« Unterricht in einzelnen Jahrgängen am A. November eingestellt und eS wird dve Schließung der gckamtrn Anstalt voraussichtlich noch tm Lauf« der kommenden Wach« rtsofgrn müssen. Die Ursache dieser merkwürdigen Maßnahme bildet die Einstellung du Kohlenlieferungen durch dir Gemeinde Wien» die zur Beistelluyg der Beheizung für die Anstalt ni gleicher Weise wie auch für eine Reihe anderer Schulgebäude vertraglich verpflichtet ist. Die Gemeinde begründet Hr Borgehen mit dsm Hinwege auf ihre finanzielle Lage und auf einen bereits vor längerer Zeit im Nationalrate einge-- ibrachwn Autraa. der die Enthebung der Gemeinden von fach¬ Mkener SA. November 1983 §kr. Ü71V lichen Leistungen für Gedänhe» in denen staatliche Behörden und Anstalten untergebracht sind. bdDrckt. Die. BpndeSrrgienmg stellt sich.ihrersÄtS auf den Standpunkt, hgß die vertragsmäßitzen VerpflichttlNgeN der Getnein» den infolange aufrecht bestehen, als nicht im gegenseitigen Einvernehmen eine Neuregelung der Beitragsleistungen erfolgt ist. Die gewerbliche UnterrichtSverwalümg ist bemüht, diesem ün» haltbareu Zustand ein Ende zu bereiten. Sie netten Srzirtsvorfteher. Zn der vergangenen Woche wurden die 2 t Wiener Bezirks- Vertretungen konstttulert. In der Inneren Stadt wurden mm Beztrk-vorstekttr Josef W!« n i n g t r Christlichsoz.). zum Stellvertreter Otto Urbach sSoMdem^t in der LeopoldMt Max Berdtczower (Svzialdem.) und Ignaz Ludikowsth Mristlichllz.) r auf der Landstraße Adolf L a h « » r (SoMldem.) und Friedrich Sv er l lEbristlichsoz.); auf der Wieden Maximilian C h a r w a t ' Tbristllchloz.l und Alfontz Herrlei« (Svzialdem.); in Margareten Leopold Kister (Sozialdem.) und Karl Pokornh 'Christlichsog.); in Mariahlkf Feanz Schwarz (Christlich^.) and Alexander Langer (Sozialdem.); auf dem Neubau Heinrich O h r f a « d l (Cbristlichsoz.) stud Dr. Emil Maurer Eozialdem.); in der Josefstapt Johauu Bergauer (Christlichsoz.^ und Franz Brück« ner (Lozlaldem.^; auf dem Alsergrund Josef Schob er (Gozialdem.) und HcmS Stöger sChristltchsoz.); in Favoriten August S i g l (Svzialdem.) und Johann Seist lChristlichsoz.) i tu Simmeriu« Eduard P a «t «c 11 (Sozialdtm.^ und Karl S a l e s y sChrisUkchsoz.); ln Meidling Alois Z a « a s ch t a (Sozialem.) und Karl Kroneck (Christiichsoz.); tn Hietzing Frmz Schimon (Sozialem.) und Rudolf Hoff (Christlichsog.); in RvdolfSheim Karl Frey lSozkaidem.) und Anton Mayer lChristttchs-z.l; kn sisünshauS Johann G r a s s i n g e r (Sogialdem.) und Florian Stadler (Chrlstlichsoz.); in Ottakring Joban» Pollitzer lSozialdem.) und Georg Hofer (Chrlstlichsoz.); in Hernals Anton H a i b l (Sogialdem.) und Johann T w ü r v ch (Chtistlichloz.^; in Währing August K l e° v e l l (Sozialdem.) und Wenzel D w o r a k (Christlichsüz.>; in DSbking Josef SeleSkow itsch Svzialdem.) und Franz Pr8ll (Cbristlichsoz.); in der Brigittenau Johann Janet s ch e k lSozialdem.) nnd Franz Wimmer (Christlichsoz?; in FkoridSdorf FranzBretfchnetder (Sozialdrm.) »ub Emil Scholz (Chrlstlichsoz.). Bon den 21 Lezirksvorstehern sind 16 Sozialdemokraten and S C h r i st l i ch s o z i a l r, die kn den Bezirken Innere Stadt, Wieden, Mariahilf, Neubau uud Josrfstadt gtwähll winde«. M SÄenMi tamürNe. filr N«»4. Gestern sind endlich a-uch die Fleischpdcfle im.Kleinh.tu>del etwas zarückgegangen. In der Großmarkthakle stellte sich Ri»chflerifth, Kalbfleisch und Schweinefleisch um- 1V00 bi- 2000 K. pro Kilogramm billig«. Obwohl die Nachfrage zinnlich lebhaft war, konnten die Vorräte nicht «bverkauft werden. Die Fleisch- Vorräte übersteigen in der Großmarkchalle derart dar Angebot» daß bi« gestern emgelangten zehn Waggons wegen Platzma-nyel nur teilmeift ü-uSgÄaden wnBen konnten. Es ist daher anzunehmen» daß bi« Fleischpreift noch weiter zurückgehen. Obwoihl in den letzten Tagen im GroMndel auch für Ftzttischw in« e>ine weitgchrnde Verbilligung eingetreiten ist, bliebe« Speck, Filz und Fett int Preis« vollkommen mwerändert. Amerikan-fches Schweinefett hat sich sogar noch etwas verteuert. Auf den Grüttwaremnarkten ist keine wesentttche Aenderung der Preis« eingetreten. Karfiol muß;« unter dem Drucke der irallenischen Zufuhren etwas billig« abgegeben worden. Di« Zufuhren an Ei-.rn haben sich wesentlich gebessnt, da auS Bulgarien wtft Ungarn größere Sendungen eingetroflen find. Mttellvngrn aus dem Publikum. . linsor ümaribunised-» System Aäovond. l aden VowvrffUNg «Jos HauihiiU«« bedeutet Wir liefern für jede Hausfrau Geld-und Zeitersparnis alle liebensmittel Z Nsu«d»!t'>n«sr>rtib»l ru 8ngro»> preisert bel kos enlo^r ZtifetalluDg ins Haus Spcaiiiihatii für Hau-bedart WoOnenbelieferung nach , Rm-riltanisedent System) 8 ü icr WaH6r, Wien, z Heilrlr, k?Gulinz.'g»vsv - 6 .'. T«')*>phon 78 8 1 li3je‘galirDal:ele n?cli Deutschland zollfrei —- ffftäe Wahl . TelepbönWcb* mg penOgt PrcitH»!© und V© tret^rbesnch sofort auf Vorlancen sm Kultus* u Justiz-Tal are ü. Barette «rha’t«D Sie vorrttti? «ior naeli Mae« bai der bekannten Spetlalfltma RUDOLF GOLDSFEIM. SSÄU*"*TS flrotee« Lager feiert Steife nie Itnini eilitngim m4U44a WIINy II« f ABORSTRASSfi 54 Ooar. ISS* 278. Knast nktlon von G. J, Wawra tfian, ytr. x.«,shr;yr; »t. aaa»» u Versteigerung ptner Rufifei-atiehu. Hahdzeichnungssamm lut. g aus dom Nachlasse eine# alten Wiener Sammlor» und ans Privat beeilt «lllvbrli in rs. DM Bositrifaj du rß Sm«h«k 1823 ab « Uhr AueitellRUff heute^onntap,den Sb.bis inkl.Dienstngden 8?. Nbv rnbbr im Saale der Kunsthandlung C. ). Wawia, § Hl., Lölhriojrefstra se 14, vno 9—5 Uhr. Kupferstiche.WadioTuneen, Holtschnitte von H. Aldefft^vpr, Ardell, Barbart, BarUdosti, Beauvarlet, H. 8. Bham, Relja be, L. M. B >nnet* D»potv, Bemarteau. A. Dürer, Huel, N. Lavreintie, A. Leirrand, Pariaeau Rem‘randt. J. StaitH, R. Their, W. Wa^d. Handteichfi ncpn U' d Aquarelle von R. F, und J. Alt, A. Rraüh, E. Eybl, A. Grottger. Ten Kate, H Ksuffrannn, J. Rosaak, L. Munscb, E Peter. A Pettenkofen. E. Ri ler etc. Per eleuante Kerr *'*2»">* s \ Hj deckt seinen Bedarf an 283 fl 1 AMZÜGEN RAQIANS.WINtERROCKEM I ■ i»n h?«trcnonimierten Schtieideratelier B I Z. KATZ»VI. NariahMfarttr. 96 I » litilgste Prthel Cr ^rünSet J!905. Fslatta Raiiarbeltl m ^as»a,WU«t»»W«WaitW>»W»a»ai»W>a»>«>NW>sas>lWWifnWs>i>m,>m« irt ÄihillitaM!5l Vil. OU3*|!»•» Y Jjeppichhttus SUobelhaus tj^cz/ekein, Uetefon,63-5-30Jene 'Wien,!, ßauemmcrkii2'/4 Keine Filialen!N wen! JiaJimslagM Ina 6&a&ds.gaöffruat, GRETE GOLDSCHMIEDT ERICH LANDE VERLOBTE Wien, im November 1923. Möbelfabrik J. Spira Peine -» Vitt. 111.. MMlWwt l~J WoinrnngsehirtchtunRen. (Ecke Karl Schvveighohirgaase TEPPICHHAUS DRACH & Co.| Mar?6SsäiP«iPs!}. aß-a 1® iN 8 Stets größtes Laser iu Teppichen, Vorhanden, Tischdecken, I Bettvorlegern sowie echte Knüpf- und Smyrna-Teppiche I B8r*«n-Kommli5SlonicseschHn und Wechselstube MBQID * < Wien, I, HolMnstanrcngasse 11 VII.KAI S E RSTRAS S E -111 * 113-115 ’ü-ÄmtiT' VII.KAI S E RSTRAS S E 111 * 113-115 HODELL-OKKAIIOR VOElNEtiME KLEUtER I KOSTÜME / MÄN'IEL I PELZE 5» PROZEKT EÄMAESSIGXE PRBXSB 8823

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