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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-23 · Heft 1715 (23.11.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1715 (23.11.1923)
Date
1923-11-23
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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. 0 y ' Dir«, Freilag Bühne und Kunst. Die Auktion der Mertina-DoMetten. Im Marmorsaale der Hofburg werden jetzt Doubletteu Itt Albertina versteigert. Der Marmorsaal in seinen edlen 'Farben und Massen ist gerade der richtige Rahnren für diese Auktion, die sich in durchaus nicht geschäftsmäßigen Formen abspielt. Tiefe Stille, die nur von der Stimme des Auktionators unterbrochen wirdder mit unheimlicher Geschwindigkeit die Millionenziffern nennt. Zweihundert Menschen, darunter sehr viele Damen, beteiligen sich eifrig, aber lautlos an dem Kampf, der um manche besonders schönt und seltene Stücke geführt wird. Der Kampf ist darum nicht! weniger zäh. Mit unheinllicher Geschwindigkeit wirbeln de Preise in die Höhe. Irgendwo in einer Ecke des VCaales hebt jemand rhythmisch den Finger oder einen Bleistift und jeder dieser Winke bedeutet hunderttausend Kronen. Zahlreiche bedeutende Kunsthändler aus England, Frankreich und der Schweiz, aus Deutschland und aus Holland sind zu dieser Auktion gekommen, denn diese Versteigerung bedeutet auf dem Kunstmarkte ein Ereignis. Am ersten Tage gelangten prachtvolle Stücke von Francesco Bartolozzi zum Verkauf und für manche von ihnen wurden Preise bis zu zwölf Millionen gezahlt. Merkwürdigerweise sind die Käufer der teuersten Blätter nicht Ausländer, sondern Wien er. Natürlich lassen sich die wirklichen Käufer durch ihre Agenten vertreten. Das Ergebnis des erstell Tages betrug 266 M i l l i o n e n. Gestern gelangten Stücke von Thomas Frcje, Gainsborvugh, Dalennne Green, John Loppner, Richard Hauston, Angelika K a u f f m a n n, Sir Joshua Reynolds zur Versteigerung, also Meisterwerke der Schab- und Siechkunst. Das Blatt „Die Kinder des Malers Wright" von Valentine Green) erzielte einen Preis von 13 Millionen. John Hoppners Porträt des Lord Henry Fitzgerald wurde für 15 Millionen zugeschlagen. Eine ganze Anzavl von Blättern Reynolds brachten Preise von über 10 Millionen ein. Das Ergebnis des ersten Tages ist zirka 450 Millionen. Die Aukj tion wurde gesterir zu Ende geführt. Tschaikowsky-Matinee. Im Rahmen des Meister-Zyklus Mternationaler KammernriOk, findet am Sonntag den '25. fi>., vormittags, im Saale der Urania eine Tschaikowskh- Matinee statt. woselbst das Streichquartett in D-Dur und das Klaviertrio in A-Moll vom Streichquartett Silviug im Vereine mit Therese Neumann (Klavier) zur Vorführung geilangt. KonzertÄbeiü» Halevh. Der jüdische Sänger I. H a l e v y, welcher in Warschau preisgekrönt wurde, gibt morgen Samstag um 7 Uhr -abends im großen Saale des Jn- ' genieur- und Architektenvereines. 1. Bez., Eschenbachgasse 9, ein Konzert. Eine Liebermann-Anekdote. Anläßlich des 60. Geburtstages des zu früh dahingefchivdenen deutschen Lyrikers Richard Dehmel mag an eine Anekdote erinnert sein, die Alfred Lichtwark in seinen Briefen erzählt und die den Vorzug hat. auf Wahrheit zu beruhen: „Als Dehmel von Lieb ermann gemalt wurde, hatte er nach der ersten Sitzung noch allerlei Wünsche. Liebermann hörte sie an. lächelte und rief vergnügt: „Hören Sie mal. Sie können nicht von einem Bildnis verlangen, daß es auch Papa und Mama sagen kann." Jean Gilbert ist aus Sorrent, wo er die Kompositionfeiner neuesten Operette „Da 8 Weib i n P u r p u r" (Buch von Leopold Jacobson und Rudolf Oesterreicher) vollendet hat, zur persönlichen Leitung der Proben in Wien eingetroffen. Die Erstaufführung der Operette findet am 21. Dezember im Neuen Wiener Stadttheater statt. Moskauer Kunstspiele. In den völlig umgebauten Räumen des „Pan" in der Riem-ergasse werden die Moskauer Kunst spiele ihre Vorstellungen eröffnen. Es liegt uns eine künstlerisch ausgestattete Programmschmst vor, welche bemerkenswerte, außerordentlich gefällige Reproduktionen von Entwürfen zu Figurinen, Dekorationen und Kostümen für die bevorstehenden Ausführungen enthält. Es ist die charakteristische farbenfrohe, bodenständige Kunst der Russen, die sich in zahlreichen dieser Reproduktionen widevspregelt. Die Moskauer 'Kunstspiele werden jn ihrem ständigen Wiener Theater ihre eigenartige Kleinkunst pflegen und ans Wiener Boden eine Annäherung der russischen Kunst an die albendländische hev'beimführen suchen. Wie man uns mitteilt, soll eine Anzahl der Programmnummern in deutscher Sprache aufgeführt werden. Rach den Eindrücken, welche Abende des .Mauen Vogel" und des Ensembles „Der goldene Hahn" vermittelten, und nach der uns vorliegenden Programmschrift haj man alle Ursache, dem neuen Unternehmen sympathisch gegenüber zu stehen. Kleinkunst von Niveau — nicht zu verwechseln mit den Animierungskünsten, die aus mancher sogenannten /Kleinkunstbühne" geübt wird — ist eine Ablenkung des Publikums von der widerlichen Wiener Operettenindustrie, wohl geeignet, den verderben Geschmack der Vergnügungssüchttgen zu läutern und sie zur Kunst zu erziehen. Aus de» Theatern. Burgih enter. Morgen, 7 Uhr: „FaakobS Trau nt". Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr: „Der g n t e K ö n i g". V o l k s o p e r. Heute: „Hoff nl a « u 8 E r z ä hl u n g e n". Morgen, 2 Uhr nachmittags, Schülervorstellungi „Fideli o" (fein Kartenverkauf). Abends halb 7 Uhr r „L o h e n g r i n". Im Deutschen Volkstheater findet heute im Rahmen der Festvorstellung zur Feier des 75. Geburtstages Dr. Rudolf T h r o l t s die Beglückwünschung des Jubilars durch Direktor Bernau, den Bürgermeister Seitz, das Präsidium des Deutschen VolkstheatervereineS, den Deutschösterreichischen Bübnenyeteiit, die Gesellschaft dramatischer Autoren, die Schriftsteller- Genossenschaft, das Burgtheater, die Kollegenschast u. a. zwischen dem zweiten und dritte Akt auf offener Szene statt. — Morgen gelangt mtt Alexander Moisst als Baron Thaddäus Rittners Don Juan-Spiel „U n t e r w e g 8" neu inszeniert zur Aufführung. Im Carl-Theater gastiert heute das Deutsche Volkstheaterensemble mit Alexander Moissi irr den Einaktern „Paracelsus" und „E r i st au a l l e m f ch u l d". Ab Montag den 26. d. gastieren Mizzi Z w e r e n z und Paul O h l m ü l in der Nedbalschen Operette „P o lenblut". ■r,r: Wiener Morgerrzeituns, " LZ. November 1923 Nr. 171L Bolkswitt Gestempelte Krone 0.0081 SenUmes. Auszahlung Me« ---- 0.06807. Centimes. Jn Zürich notierte 32./11. 21./11. die österreichische Krone 0.0080'/. 0.0081V, die österr. gestempelte Krone . V. « 0.0081 0.0081V, die tschechische Krone ....... 16.72l/a 16.70 die Mark ...... pro Milliarde Holland... 918.75 217.- Reto-?)ork 572.75 576.- Sonbott ••*•••»•••••• 25.16 24.97 Paris .. 31.80 30.80 Mailand . . . . ... ..... 25.10 24.75 S9^fjt(tb > ••••••■••«•• 6.52«/, 6.40 Bukarest.M. 2.90 2.80 Sofia ........ 4.75 4.75 Budapest 0.03 0.0302 Frankreichs Fuflatlaussorgen. Schwache Frankentendenz bei gebesserter Handelsbilanz. — Die Inflation der Schatzscheine. — Das entwertete Porteseuille des französischen Sparers. Die letzten Ausweise der französischen Handelsbilanz zeigen, daß die Aktivität erreicht ist, während vor dem Kriege meist die Ausfuhr um 7 dis 8 Prozont unter der Einfuhr zurückgeblieben war. Bescheidene Rückzahlungen des Vorschusses der Bank von Frankreich an die Regierung sind ebenfalls zu konstatieren, desgleichen auch eine Reduktion des Notenumlaufes um etwa eine Milliarde von feinem Höchststand. Dennoch bleibt die Tendenz des französischen Franken auf den großen Devisenmärkten eher schwach, und sie würde gewiß ohne die unausgesetzten Anstrengungen der Pariser Regierung, ihn zu stützen, noch schwächer sein. Das scheint eine widerspruchsvolle Erscheinung, die schm öfters glossiert wurde, und der Zweck der folgenden Ausführungen besteht 'darin, einige Erklärungen für diese Erscheinung zu geben. Zuerst mutz bemerkt werden, datz es irrig ist, das Fortschreiten einer Inflation in Frankreich mit dem Hinweis auf den gleichbleibenden Notenumlauf zu leugnen. Die Notenpresse ist bloß eine, allerdings die gefährlichste Form der Inflation. Es gibt auch andere, und eine solche liegt in Frankreich vor: eine Ueberspannung des Kredits und zwar im Weg kurzfristiger Anleihen, zumeist der bons de tresor. Tatsächlich übernehmen die ein- bis dreijährigen Schatzscheine die Funktion des Geldes, von Vom sie sich hauptsächlich nur dadurch unterscheiden, datz der Staat sie mit 6 bis 7 Prozent verzinsen mutz. Sie können an jedem Tag ohne Verlust liquidiert werden, sind fast bis zur Kurshöhe belehnbar, und da sie zmn Ausgleich des außerordentliche» Budgets sozusagen als Vorschuß an Deutschland auf Reparationskonto ausgegeben werden, so hängt die Bonität Frankreichs von der Zahlungsfähigkeit seines Hauptschuldners ab. Je niedriger diese emgefchätzt wird, desto zweifelhafter wird das Schicksal des Franken, besonders wenn man nicht überzeugt ist, datz die Pfänder soviel abwerfen, um über die Kosten der Okkupation und Verwaltung auch noch den Zinsendienst der Schulden zu decken. t Die Inflation durch kurzfristige Schatzfcheine ist, wie die „Nationalzeitlmg", der diese. Ausführungen entnommen sind, schreibt, die langsamere und, solange das Publikum bereit ist, seine Ersparnisie 'dem Staat; immer wieder zur Verfügung zu stellen, wird das Tempo der Geldentwertung verzögert. Doch am Ende müssen die Zeichner der Schatzscheine bemerken, datz sie andauernd viel mehr am Kapital verlieren, als sie an Zinsen erhallen. Denn der Franken von 1923 hat weniger Kaufkraft als jener von 1922 und dieser ist seinerzeit geringwertiger als etwa der Franken von 1920. Tatsächlich bemerkt der Franzose infolge der schrittweisen Geldentwertung und seiner konservativen und patriotischen Gewohnheit, am liebsten zur Rente zu greisen, dies weniger als -der Ausländer, der seinen Verlust (in Gold gerechnet) an Schatzscheinen sofort konstatieren könnte. So hat Frankreich auch gar nicht versucht, einen Auslandskredit in tat letzten Kahren zu erhalte«. Da es für die Rückzahlung seiner Kriegsschulden bisher noch kein Arrangement treffen konOe, wäre auch ein jeder Versuch eines neuen Anlechens aus den Welt- Plätzen aussichtslos. Ferner hat Frankreich für Reparationen allem an Zinsen etwa vier Milliarden Papierfranken zu entrichten. An Zinsen für seine Schuld ins Ausland zum jetzigen Frankenkurs mindestens 5,5 Milliarden. Es hat e.inen großen Teil seines Militärbudgets und seiner Verwaltungsausgaben aufs Okkupationskonto und außerordentliche Budget übertragen, eine Finesse der Buchung, die natürlich an der Tatsache des Defizits nichts zu ändern vermag. - Schließlich ist der größte Teil des französischen Ausländsguthabens, das 40 Milliarden Goldfranken übersteigt, notleidend. Das Portefeuille der französischen Sparer, enthielt zu einem Drittel russische, daneben türkische, ungarische, österreichische und belgische Werte, deren Ertrag gleich Null ist. So fehlt ein bedeutender Posten, der früher ausgleichend wirkte. Dazu kommt für Frankreich die Notwendigkeit, aus politischen Gründen weiter als Kreditgeber zu fungieren, vor allem au Polen, Belgien usw. Das bedeutet, da Frankreich selbst auf Kredite und Goldguflüffe aus dem Ausland nicht rechnen dark« eine weitere Schwächung jemer ZahlunoSbilauz. Aus dem Zusammenwirken aller dieser Erscheimmt gen erklärt es sich, wenn Frankreich trotz andauernder Konjunktur im Land, stabiler Notenemission und aktiver! Handelsbilanz dennoch in seinen Finanzen viel bedrohte« ist, als es bei oberflächlichem Urteil scheint. Verminderung des österreichische» Roten« Umlaufes. Der Ausweis der Nationalb mir. — Stärkere Btt- Minderung des Barschatzes. Nach dem gestern veröffentlichten Ausweis der österreichischen Nationalbauk über den Stand vom 15. November hat der Notenumlauf um 74 Milliarden Kronen abgenommen. Er beträgt nunmehr 6335 Milliarden Kronen. Gleichzeitig 'hat aber auch der Barschatz eine Minderung um 29 Milliarden Kronen erfahren und beläuft sich auf 3461 Milliarden Kronen. Die Verminderung des Barschatzes scheint damit zusammenizuhängen, daß ein Teil der vom Völkerbund bei der Nationalbank hinterlegten Völkepbundkredite nunmehr flüssig gemacht wurde, und ito die österreichische Nationalbank den Depisenvorrat für vorläufig hinreichend hält, scheint sie diese Devisen dem Verkehre überlassen zu haben. Interessant ist die Tatsache, daß auch das Wechstlportesenille eine Minderung um 3,5 Milliarden Kronen erfahren hat. Es beträgt nunmehr 1120 Milliarden Kronen. Die Zeit der stärkeren Geldklemme, welche sich besonders zu Novemberbeginn fühlbar machte, scheint nunmehr vorbei zu sein. Dem dürste auch die Verminderung des Banknoten Umlaufes zuzuschreiben sein. Glearingknrse der Österreichischen Nationalbank vom 22. November 1928. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam!. 1 holl. Gulden; Agram 1 jux. Kronen .... Belerad I Dinar ...... Berlin* 1 deutsche Reichsmark , Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei. Chrlstianla 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling » . Madrid 1 Pesetas ...... Mailand I Lire ....... New York 1 Dollar. Paris 1 Francs. Prag I tschecho-slow. Kronen , Sofia 1 Lewa ....... Stockholm I schwedlscheKronor . Warschau»* 1 polnische Mark. . Zürich 1 schweizerische Francs , Zinslos Geld Kurs vom 21. Nov. Ware Geld Ware 4 27050.- 6 8o3— 6 8f>3— 8 9.5a 4'k, 3444— 6 3.63 6 349— 8 10180— 5 12380— 3 309500— 3«/* 9230— 6 3104.— 4 70935— 5 3907— 5 2057— 7‘A 585— 4*J, 18170.- 210.— 27150.— 26650.— 807.- 794— 807.- 794— 10.50 9.50 3456.- 3254— 3.78 3.67 351— 349— 10220— 10180.— 12420.— 12130.— 310500.-3C6700— 9270— 9080— 3116.- 3069— 71185— 70935— 3923— 3817— 2067— 2057— 58g— 590— 16530— 18470— 250— 230— 12425— 12325— 26750— 798— 798— 10^0 3266— 3.7T 35t— 10220— 12170— 307700— 9120— 3081— 71185— 3831— 2067— 594— 18530— 270— 12376— Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aufw, 70560— 70960— 70560— 70960— „ kleinere . . . 70450— 70860— 70460— 70860— Belgische Noten 160 Franca . , 3400— 3480— 3210— 3240— Bulgarische Noten zu 1000 Leva . 563— 571— 568— 576— . . 100 ■ » » kleinere. . » 543— 55!— 548— 556— Dänische Noten 100 Kroner . . 12170. - 12250— 11990— 12070— Deutsche Noten*. .. 9— 10— 9— 10— » » » 100 ... , „ kleinere* . . . 8.- v.— 8— 9— Engl. Noten von 5 Llvrest, aufw. 307700— 309300— 304900— 306500— » , kleinere. 307500— 309100— 304700— 306300— Französische Noten 100 Francs . 3860— 3890— 3770— 3800— Holländische Noten 100 Gulden . 26850— 27050— 26450— 26659— Italienische Noten v. 100 Lire autw. 3070— 3090— 3035— 3055— „ » kleinere . . . 3050— 3h70— 3015— 3035— Jngosl.Noten ungest.zu 1000 Dinar 799— 805— 787— 793— »WM» 100 M , , , kleinere . . 789— 795— 777— 783— Norwegische Noten 100 Kroner 10050— U>130— 10050— 10130— Polnische Noten **.. . 210— 250— 230— 273— , » kleinere** . . . 200— 240— 210— 250— Rumänische Noten zu1000u.500LeI 343— 347— 344— 348— » . kleinere . . . 323— 327— 324— 328— Ruas. Noten (Roman.) zu 500 Rubel —»— —— —— —— BBS» 100 . ... kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . 18260.— 18360— 18260— 18360— Schweizerische Noten 100 Francs. 12260— 12340— 12210— 12290— Spanische Noten 100 Pesetas . . 9110— 9190— 8960— 9040— Tschecho-slow. Not. v.1000 autw. 2034— 2050— 2034— 2050— , „ kleinere . 2029— 2045— 2029— 2045— Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. 2.15 2.38 2.10 2.30 m a zu 10.000 Kr, ... . . kleinere. 2.10 2.30 2.05 t.25 v v HICIItClO « «••«v MüV «tu# * Für 1 Milliarde Mark, ** für 10.600 poln. Mark. Scheidet StinncS ans der Mpinen aus? Me Prager ,Dohe»ta" hat die Meldung gebracht, datz bei der letzten Vervxcktungsratsitzung der Alpinen in Berlin der Beschluß gefaßt wurde, Stinnes aus der Mpinen ausscheiden Zu lassen 'und das ihm gchövige Mienpaket vom Konzern der Niederösterreichischen Escoanpt egesellschaft übernehmen zu lassen. Bei der Gelegenheit soll auch an Stelle Stinnes' Herr CastMoni ftitnn Präsidenten der Alpine ernannt werden. In Wiener Fincm^kreisen wird diese Nachricht ausdrücklich dementiert und erNart, daß diese Meldung volllonMen unzutvüffend sei. ES wäre interessant, die Motive zu erfahren, welche zur Cntskehung dieser Gerüchte geführt haben. Frankreich bekümmert sich um seine ausländischen Petrolemnkonzeffionen. Aus London wird gemeldet: Die ständische Regiewng beabsichtigt, wie ,Financial Times" melden, eine Nationalpetvoloum - Union zu gründen, welche sämtliche Petroleumkonzessionen Frankreichs im Auslande umfassen soll. Das Kapital dieser Union sM eine halbe Mlliarde betragen. An derselben sollen neben der Bauqne ve Paris et de Pays Bas, die Banque d'Union Parisienne, der Credit Mobilier und die großen stanzösischen Petroleumgesellschasten teilnchmen. Msagebühr siir österreichische Pässe nach Mexiko. Die mexikanische RegieruM hat die Bisageibühr für Derrcichische Passe von 10 Dollar auif 1 Dollar Kr eine eimn-EU Einreise hevabgesetzt. Die Taxe für ein Jahvesvisum beträgt künftig 2 Dollar, die Gebühr für ein DurchveijfevDum 20 Cents. Deutsche ElektrizitätSsirmen in dar Tschecho-Slowakei. Wie aus Prag telagralphiert wird, ist die A. E. G. Union in BeÄ'in mit den gwßen Werken der Dschecho-Slowalkeii, besonders den Skoda- und Rinfljhoiffer-Werkken, zwecks DeÄnahm« an der Produktion in der DschechoSlowaEoi in Fühlung ge», treten. Die A. E. G. bealbsichtigt dies hauytlsächllich deshaG, weil sie bei der Einsuhv ibrer «ns DeutisMaud 31t gwtz« Zölle «ahleu mutz.

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