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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-23 · Heft 1715 (23.11.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1715 (23.11.1923)
Date
1923-11-23
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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-antrr, Mmng Mene« MpLtzenzettrmg. 23. November 1923 Seil« 7 Revision der argentinischen Handelsverträge. Die argenklnWe N-Gievnua hat 'bcMossen. sämtliche Ha;vdÄL!vcrträge Argentiniens einer Revision;\u unl>eziehen. Dic.se Maßnaihm-e stcht mit den Bchrsbunaen zur Einschränkung der Invporte zum Zlvecke der Verbesserung der Handelsbilanz im Zns-aimmenhang. Mehlexport aus Rumänien. Berichten aus Bukoveft zufolge wnriden aus Anordnung des Handelsministeriums die Mchlllbeständr im Lan>e ausgenommen und aus Grund der eingügangenen Berichte wurde fosigestelll, daß 6893 überschüssige Waggons Mehl vorhanden sind. W;e verlante!. wird der Ministermt beschließen, daß dieses Däninm dem Export jjuig-csiilhrt werde. ■ Die schwarze Börse im Nnbrgebiet. Ans dem Nuhraebiet schreibt man der „Frcmksnr'er Zeitung": Die Kurie der scbwar« szen Börse des bestkteu Gebietes sind heute einflußreich für di« Bewertung der Marl, da die Höchstpreispolink der ReichSdanl mit '?ft)zU oder empr-cyeutiaer Zuteilung zur Wirkungsloficck-eit verurteilt und der MarlpaNdel an den, Auslandsbörsen'so gut wie erstorben ist. Was ist nun eigentlich diese „schwarz« Börse"'? Di^ Reichweite der Berordnimaen der Reichsreimerung ist durch dl« Bosatzunflsgrenze beschränkt. Die EincheitSlnrSvi'rsch'.is; konnte nicht den vielen, hier angeuedelt-en ausländischen Danken oktrotzient werden. Sie handelten also anfangs untereinander im Frciverkchr weiter und sollten ..richtige" Kurse, also solch«, zu denen sich Amebot und Nachfrage äuSschichen ließen, fest. Di« deutschen Firmen, die Devisen oder Noten gebrauchten, waren nun bei der unzulänglichen Berliner Zuteilung pezwunaen, sich an diese Stellen zur Eittdcckun.'g zu wenden. SM'Mriständlick befriediaten si" ihren Bedarf lieber in Berlin, da ja die dorliaen Kurse Riesengeschenke darstellen, die niemand ciern? ausfckilagt. Wurde doch der Dollar zeitweise bei einem Berliner Kurse von 420 Milliarden hier unr ein Vielfaches notiert. Die deutschen Banken, die sich in Köln, Düsseldorf und an anderen Plätzen zu Anfang Lex neuen Einhcitskrirsverordnung vorn Freiverkehr aerng-chalten harten, mußten sich auch bald an ihm beteiligen, wollten sie nicht ihre Kundschaft ganz an die ausländische ^Konkurrenz verlieren. Neiden dem Freiverkehr der Banken, der sich B. in Köln telephonisch abwickelr,.fft außi'rdem allerorten der Straßenhandel in Noten getreten. Jeder Hai hiw Bedarf T.iir fremdes Geld, besonders für Gulden und Franken, fei es für Barbezcchluug -dm Regiebabn. für Kolpen- oder Karwsfelber.ug. für Tabak, Textilien nf-w. Alle größeren Einkä-us« benörigen jetzt hier Valuten. In Düsseldorf hörte ich, daß auch schon manche Aerzi« Bezahlung in fremden Not>m verlaufen. Der Straßenbandel spielt sich meist vor ausländischen Banken und in der Nähe des Babnlwfs ab. An ihm beteiligen sich eine große Anzahl dunkler Gestalten, die wahrscheinlich vor wenigen Jahren noch keine Abuuua von Valuta und Geldun/ö Briefkursen hatten, herufsutäßige Schieber, viele Arbesislcfe, Schisser ustv. Die Kursschwankungen sind hier die allerorößten. Sie sind in hohem Maße abhängig von der augenblicklich-rn Baraeldversovgniig der St^ot. Die höchsten Kurse der letzten Woche wurden nur von M-'.tnd zu Mund sortgetrao^n. Wirkliche Verkäufe ließen sich nicht feststellen. Man er.'.ählte sich in Köln, -daß Automobile aus dem unbcset't^n Gebier, angefüllt mir Papiergeld, durch die Straßen gefahren seien und zu jedem Preise fram-des Geld erworben 'hatten. Die Engländer, Franzosen und Belgier halten dem Straßu-Handel wohlwollm>de Nichtbeachtung geschenkt In den lebtz-n Tagen aber veranstaltete deutsche Kri-mino-.lpolr.zei, teiltzveise rni-t. UmeM'rtznng von Befagungswu.p'per', Ra-zrien und befchlagncchnni: Nrtenbe^räge Do.ii allerdings nicht lehr eiheblichem Umfang. Nichtsdestoweniger blüht der Stroßeichandel weiter Die hohen Kurse ließen sich durch solche Radien nicht vechindern. da ja der Geldwechsel in -beit zahllosen Wechselstuben und auch bei größeren Banken. außerdem in jedem Cafe und Hotel geübt wird. Von Stad« zu Stadt — und auch Mischen einw'nen Stadtteilen — bestehen oft große Kursunterschiede. Das Fehlen des Telephons und aemigender Verkehrs-miitel verhindert jede Arbitrage. Die 'höchster Kurse scheinen in, Mainz und Trier gezahlt zu werden. Köln liegt meist erheblich niedriger. Demen.sprcch ^'d stellen si-ch auch die Preisniveaus dieser Gebiete ganz verschieden ein. Das Preisniveau des enalisch besetzten Gebietes, in dem ein einigermaßen geordneter und besonders gegen Ue-berfälle gesicherter Handel möglich ist. besmdet sich sveit unter dem des französisch und 'belairch besetzten Gebietes, irr dem die Raubzüge der Separatisten, die Plünderungen der Ar-beltslosen, die Beschlagnahmungen der Bek-, Judenplab Nr. 6 Tetephon 65-4-36 Telephon 65«4-56 Kulanteste Durchführung aller bankgeschäftlichen Trans- J aktionen sowie Verwaltung von Geldern im Kontokorrent- I Verkehr zu dem jeweils geltenden Reportzinsfuss. 9? satzung zur Eink-alkulierung hoher Risikoqnvten führen. Bon diesen Zuständen kann sich der Durchsckuittseuropäer schwer ein Bild machen. Mexikanische oder chinesische Zustände geben einen gewissen Anhalt. Die Markbessernna der letzten Tage hat vielen Valutenkäufern einen schweren Schlag versetzt und Unsicherheit in ihre Reihen getragen. Daher auch lvenigrr Nachfrage und stabilere Kurse. Mm« Börse. Nach anfänglicher Schwache erholt. oni Eröffmmgsstadium war die Tendenz der gestrigen Börse schwächer als. am Vortage. Zumal da die Kontermine kleinere Borstöße vovuahm. Im Verlause des Verkehrs machte sich jedoch ein merklicher Umschtoung bemerkbar, tvelcher von den Alpinen Aktien seinen Ausgang nahm und weitere Gebiete der Kulisse ergriff. Alpine, welche «am Tage vorher zum Kurse von 584.000 K. schlossen und zu Beginn deS gestrigen Verkehrs sich weiter bis auf 578.000 K. gesenkt hatten, stiegen im Verlaufe des vorerwähnten Umstandes bis 609.000 K. und verließen den Markt zum Kurse von 601.000 K. An der Nachbörfe stiegen dieselben bei lebhaften Umsätzen sogar bis 612.000 Kronen. Auf Grund der allgemeinen Besserung , der Situation schritt ein Teil der Kontermine zu Deckungskäufen, in der Befürchtung, daß bei der heutigen Prolongation sich Stück-ernangel einstellen würde und im Empfinden, daß die. Krise ihren. Tiefpunkt erreicht habe. Stimulierend wirkte der Umstand, daß aus den Kommentaren zum Voranschlag der Fortschritt der- Sanierung 'klar zum Ausdrucke kommt. Gerüchte über die schärfere Auffaffung des Börsenhandels, wie sie eine Erhöhung der Börsenumsatzsteuer bedeuten würde, wurden dementiert. In der Kulisse erholten sich gegenüber dem Vortage mrg. Kredit um 55.000 Länderbank um 2000 K. Die meisten anderen Bankwerte der Kulisse blrebrn unverändert. Von den Industricwerten besierten sich Krupp um 9000 K-, Poldi um 15 000 K., Rima und Waagner um je 5000 Ä-, Siemens um 9000 K., Saigo um 12.000 K., Trifailer Kohl« um 25.000 K. Jtn Schranken waren wohl aus einzelnen Gebieten noch weitere Abbröckelungen zu verzeichnen. Doch trat auch.hier ein Umschwung in Uebcreinstimtnnng mit der Kulisse ein,'der sich jedoch erst an der Nachbövse stärker fühlbar machte, was allerdings in vielen Schlüssen noch nicht zum Ausdrück kam. Von. den Petroleum-Werten waren Apollo um 55.000 K-, Naphtha um 50.000 K., Schodnica um 10-000 K. billiger. Hingegen hatten sich Fanto um 50.000 erholt. Von den Transportwerten profitierten Donau-Dampfschiffahrt 40.000 K., Navigazione 58.000' K., während Nordbahn 59.000 K. abgaben. Pilsener Brau senkten sich um 220.000 K., Gösser Brau um 25.000 K. Von den chemischen Werten stiegen Dynamit Nobel um 600.000 K., hingegen verloren Iungbunzlcm-er 200.000 K., Schoidenmndel 100.000 K. Bezugs rechte: Sierszaer Montan Geld, Lumen 5500 K. Auf dem Anlagenmarkte ließ sich eine kleine Besserung einzelner Renten fcstftellen. Von den Exoten notierten: Eos 3000 bis 3100 K., Erdöl 37.500 bis 39.000 Iriag 273.000 bis 280.000 St., Holzverband 24.000 big 25.000 St', Niraznica 166.000 bi- 160.000 K., Schubert u. Co. 14.500 bis 15.200 K., Universale 46.000 bi§ 49.000 K.. Wiener Waffen 19.000 bis 20.000 Kronen. Dir Warenmärkte: (Eigenbericht der „Wiener ONorgenzeiinng".) Baumwollgarne. Die Tendenz war im allgemeinen lest, und die Kmke dc»- sestlyten sich bis zu 3 Punkte, mir die erste Post ist um 1 Nunkt schwächer. E8 notieren r Nr. 5/10 Bengalkops pro Jänner-Februar -.75 Dollar. Nr. 16 .1 Snrat -.83 Dollar, Nr. 20 -.93 Dollar, Nr. 16/24 Halb Amerika 1.01 Dollar, Nr. 16/30 Rein Amerika 1.11 Dollar, Nr. 36,42 Mittel Amerika 1.25 Dollar, Nr. 42 Mittel Amerika 1.27 Dollar ab Fabrik erklnsive Packung. Baumwollzwirne. Auch in diesen Gattungen ist die erste Post um i Punkt, während die übrigen um 2 Punkte höher notieren, und zwar: Nr. 10/12 Bengal zwei- und dreifach vro Jänner-Februar —.81 Dollar. Nr. 16/2 lla Snrat -.96 Dollar, Nr. 20/2 1.03 Dollar, Nr. 20/2 Amerika 1.21 Dollar, Nr. 30/2 1.31 Dollar, Nr. 40/2 Prima 1.45 Dollar pro Kilogrmnm ab Fabrik exklusive Packung (ttocken, mittel, naßscharf 1 Kabel-Cents Aufschlag pro Kilogramm)!. Rohe BamnwollgeweLe. Die Preise zogen um je 1 Punkt an. Es notieren: vO Senn* meter 15/14 20/20 pro Dezember-Jänner —.82 Schweizer Franken. 15/15 20/20 —.68 Schweizer Franken, 87 Zentimeter 19/19 30/30 —.85 Schweizer Franken, 80 Zentimeter 19/17 36/43 -.57 Schweizer Franken, 37 Zentimeter 29/21 36/42 —.67 Schweizer Franken, die letzten drei Posten transit Wien, sonst pro Meter ab Fabrik exklusive Packung. Eisen. Der brit-i/scke Mevmarkt ist stst. Die Hono-^Äronfti!! pri> Oktober ist befriedigend und zeigt eine stete Besserung im Export- «und Importhandel. Eine größere Anzahl inländischer Werke ist 'im Markt für Abschlüsse über erste Hälfte 1924 und sind es besonders die Stahlwerke, die rbren Bedarf auf Monate hinaus z-u decken versuchen, da das Ende des KesselsckMiedea-vsstan-des täglich erwartet,wird. Die Hochof-mwerke halten fest auf ihren Preisen. Austräge für Export kamen etwas FÄhlreicher sin. Kaffee. I>n der 1-au.fenlden Berichiswoche blieben die Preise 'Mf unveränder-lem Es notieren: Se-uws Bri-'nes 41000K., Santos super'or 38 500 K., Rio 7 Föhnston 33.560 K.. Sul de Mims 36.000 K. ab Wien. Der Weltmarkt liegt fcsi^und die geforderten Preise bewegen sich «kinige Schilling über Forderungen aus zweiter Hand. In Deutschland konnte sich, trotchem die Nachfrage des Inlandes zur Ausfüllung der Laaer wieder einsetzte, wogen des Zghlungstnittelwirrwarrs kein Geschäft kn vevzol-ltsm Kaffee entwickeln. Ep't w'"«n Zmpor'baudel wisder^die. MvaNckkoi-t der Devi-ser!öcscha-ffung geseben ist, kann mit einen Belebung des Geschäftes gerechnet werden. ffliefonMte in 8t. Marx. (Eigenbericht der „Diener Morgenzeitung") . Ri ndermar? t. Der Auftrieb auf dem gestrigen Rindermarkte belief sich auf 94 Stück inländisches, 34 Stück ungarisches, — Stück tschecho-slowakisches, 614 Stück jugosiawischeS, 113 Stück rumänisches und — Stück dänisches, zusammen 855 Stück Schlachtvieh, worunter sich 323 Stück Mast- und 532 Stück Beinlvieb befanden. Der Gattung nach waren 348 Ochsen, 50 Stiere. 353 Kül,e und 4 Büffel. Bei stockendem Absätze konnten die Montagpreile nur schwer erzielt werden. S ch w e i n e markt. Anfgetrieden wurden 1060 Schweine, darunter 208 Fleisch- und 852 Fetisch weine. Bei schwerfälligem Verkehre sind die Preise im Vergleiche zu Dienstag um 1000 bis 1500 K. pro Kilogramm gefallen. Es notierten: Fetischwein» Copyrieh* 1924. Woctibrurt verboten. J, liKdyschnikolT-Vorlaj, Berlin. (16. Foiliehnng.j Stile! Moses. Roman von Schalom Asch. Die „Familie", Bruder Bcrl und seine Frau, kamen auch, um den Onkel zu empfangen. Melniks Schwägerin hatte sich wie zu einem Theaterbesuch mit allen übcr-- tragenen! Festtags-kieidern ihrer Kinder geputzt. Die modernen jugendlichen Kleider sahen auf ihr merkwürdig ioin-isch aus. Der Hut niit den großen Federn und das traurige Muttergssichtl Das kurz geschnittene Kleid und die Schuhe mit den hohen vertretenen Absätzen, in d'enen Genendel wie ans Stelzen ging, hatten so viel von Theat-erkostüm an sich, daß man Mitleid bekommen mußte, wenn man die Frau an-sah. Alle hatten von dem großen Glückö-sall gehört und alle wollten sich an dieser Sonne des Glücks wärmen. . . Schon jetzt wurden Aaron und seine Frau Rosa umschmeichelt. Und Ros«, ja soaar Aaron, waren gar nicht zufrieden, daß die „Familie" ihnen jetzt einen Besuch abstattete; denn sie waren der Ansicht, der Onkel gehöre schon jetzt nur ihnen. Ihr Owkcl lvar es — und da kommt die „Familie" um ein wenig von dem Honig zu lecken, der nur ihnen gehört. Der Onkel ließ lange aus sich warten. Ms ob er ihnen das Glück nicht vergönnte, ließ er e§ sauer werden . . . Im Warten verschmierten die Kinder ihre Kleider und die Nachbarinnen wurden müd'e, sich die Augen nach dem Onkel auszuschauen . . . Man fragte einander: Wo bleibt er? In den Augen der „Familie" glommen schon die Flämmchen des Triumphes auf und die Schwägerin raunte bereit? mit unterdrücktem Lachen ihrem Manu ins Ohr: „Als ob er wirklich nichts Besseres zu tun hätte, als nur herzukommeul" Aber zum Aerger aller Feinde kam der Onkel doch. Auf einnial war er zusammen mit Sam in der Küche. Dort blieb er stehen und wollte nicht weitergehen; wie um allen nicht das Vergnügen zu machen, daß er den „Parlor" anl'chaute, setzte er sich auf den ersten besten Stuhl in der Küche, ohne Nock und Hut abzukgrn. und blicktr. den Stock in der Hand, in der Küche alle Landsleute und die „Familie" an, welche furchtsam vor ihrn standen; dann sagte er halb zu sich selbst: „Es' ist allright hier, meine Landsleitte wohnen recht schön." Er war mit sich selbst zufrieden, daß er seinen Landsleuten bic. Möglichkeit bot, ordentlich zu leben, anständig zu wohnen und sich anständig zu kleiden. Diese Zufriedenheit machte «ihn besser. Er sagte sich, daß er eigentlich ein guter Mensch sei und das gab ihm seinen Humor wieder. Er begainn z>u lächeln, erhob sich und trat in den „Parlor". Ter gefiel ihm noch bester; er stlh die schönen Stühle und den schonen Tisch, auf dem Obst und Bäckerei serviert waren, griff nach der Obstschale, und alles war hoch erfreut, daß der Onkel sich bediente. Aber der Onkel nahm kein Obst, sondern betrachtete die gläserne Obstschale und sagte halb zu sich: Kristallglas, allright." Dann ließ er sich die Kinder '.eigen. Aaron itelftesie ihm vor. Er betrachtete sie. „Und wo ist Mascha?" Aber Mascha tvar rürgends zu finden. Sie hatte sich irgendwo versteckt. Vater, Mutter, die gan^e „Familie" liefen sie suchen. Keiner wußte, wo sie war. Endlich wurde sie bei einer Nachbarin gefunden. Der Vater schleppte sie be,i der Hand und Onkel Berl schrie ihr iwdj: „Dummes. Mädel, geh' hinein! Was machst du hier? der Onkel' ist doch da . . " „Mascha, du bringst mich ins Unglück, so wahr ich lebe, du bringst mich ins Unglück", sagte der Vater flehend. Mascha, trug ihr neues Kleid, eine neue Schürze, ihre langen, schwarzen Zöpfe waren zurückgeworfen. - ihre Wangen glühten, sie grub ihre kleinen, weißetr Zähne , in die, jungen Lippen und brummte: ,H down won't to the hcame!" Der Onkel betrachtete sie lange und sprach ' dann lächelnd; . „Thi is the Girl, welches mich „Biest" genannt hat?" „Ein dumines Mädel, sie. weiß ja nicht, was sie redet", suchte. Onkel Perl Mascha ru entkÄuldmen-" „Nothing. Y like ith. So, dafür, daß du mich „Biest" genannt hast, habe ich -dir Schokolade mitgebracht. Sam!" Sam reichte stumm den: Onkel eine Schokoladenschachtel. Ter Onkel gab sie Mascha. „So, das hast du für das „Birst". Mascha wollte das Geschenk nicht annehmen. „Nimm es doch, nimm es doch, tvas fällt dir em^' drängten alle. Mascha nabm die Schokolade. „Oeffne das Batet, du wirst etwas darin finden."' ,^)efs-ne das Palet Mascha, öffne es", ries der ganze Chor. , Mit zitternden Händen öffnete Mascha das Schokolade- Paket. Aus -der Schachtel fielen einige Zehndollarstücke und ein Paar Schmucksachen. „Das Geld ist für Mama, der Schmuck für dich, alles, weil du mich „Biest" genannt hast", sagte der Onkel lächelnd. Mascha hob -ihre großen, schwarzen. Augen; s-o kindisch sie noch waren, so voll Saft waren sie schon. Sie ließ sie auf Onkel Moses ru.ben, eine Koketterie lag in denr Blick, tvelche die künftige Frau verriet, Koketterie, die in den Schleier kindischer Scham gehüllt lvar. . . Onkel Moses gefiel dieser Blick, er lächelte in sich hinein. „Danke doch dem On-kcl! Küss' ihm die Hand!" rief der ganze Chor. Mascha wurde verlegen. Sie wollte tun. was alle sie hießen. Doch -der Onkel ließ sich nicht die -Hand küssen. Er nabm ihren Kopf in seine Hände und gab ihr einen 5iuß aufs Haar. Alles war glücklich, in vielen Augen glänz-en Tränen und Vater und Mutter waren im siebenten Himmel. „Ich kann auch, ich kann auch!" Mitten in die Feierlichkeit stürmte Cilli herein, halb nackt und ungelvascheu. Sie hatte die Szene durch den Spalt der Küchentür mitangesehen und die Eifersucht trieb sie ins Zimmer. „Gct; im Himmel!" die Mutter erhaschte sie und wollte sie verstecken. LFortfetzuns kolsU» D5.+++2^+:^^

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