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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-20 · Heft 1712 (20.11.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1712 (20.11.1923)
Date
1923-11-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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$ Nr. im Wien, Dienstag Wtener MorgeyzettN««. M. Rovem'bev 1923 Bette Ae Mimen der Papiernmü. Staatliche Inanspruchnahme 16 LrUlione« Mrk. - Banknotennmlanf SS LMonr« MN. Berlin, IL^November. Der Ausweis der Neichsbank vom 31. Oktober, der leider wieder infoge der Ucberlastung des Reichsbankbetriebes verspätet ftrtiggestellt tvnrde, zeigt ein weiteres Emporschnellen der Inanspruchnahme der Bank. Die gesamte Kapitalanlage stieg um 6,9 auf 7,7 Trillionen Mark. Bon der Zunahme entfielen 8,9 Trillionen Mark auf Reichsschatzanweisungen, deren Bestand sich auf 6,6 Trillionen Mark stellte. Das Wechselkonto erhöhte sich um 0,9 auf 1,1 Trillionen Mark, das Lombardkonto um 37,259 auf 41.787 Billionen Mark. Auf der Passivseite wuchs der Banknotenumlauf um 2 auf 2,8 Trillionen Mark; die fremden Gelder schwollen noch stärker au, nämlich um 8,5 auf 3,9 Trillionen Mark. Im Goldbestände der Bank trat keine Aenderung ein. Da die Darlehenkasson deS Reiches in Höhe von 85,254 Billionen Mark neu in Anspruch genommen wurden — Star* Wiener BSrse. Bll «rschSstrltile abdrSSilnd. Die neue Woche eröffuete in lustloser Halrung mit durchwegs schwächeren Kursen, wozu einerseits die ungünstigen Meldungen ans Deutschland, namentlich' der schlechte Eindruck der Rede 'twS französischen Ministerpräsidenten, andererseits der Bankbeamtenstveik wesentlich beigetragen haben. Die Firmen, bei welchen die Beamten in Streik stehen, zogen eS vor, dein Geschäft fernznbleiben, was die Geschäftslosigkeit verschärfte. Ter Geldstand war sehr flüssig. Größere Mengen konnten nicht einmal placiert werden, trotzdem sich der Zinsfuß auf einviertel Prozent pro Woche ermäßigt hatte. Es zeigt dies davon, daß die Spekulation noch nicht den Moment für gegeben erachtet, sich auf dem Effektenmarkt reger zu beteiligen, andererseits sehen sich aber auch die Esftktenbebsitzer nicht genötigt, zu den tiefen Kursen ihre in den Tressors liegenden Effekten dem Markte zur Verfügung zu stellen; dies bewirkt, daß!der Verkehr sich in geringem Umfange abspielte, ja zeitweise vollkornmen stockte. Wohl ließ sich im Verlaufe des Verkehrs eine gewisse Beurteilung in der Alpine feststellen, tvelche auch einzelne andere Papiere günstiger beeinflußte, was sich in erster Linie an den ungarischen Papieren zeigte, doch wurde dadurch der Gesamteindruck nicht wesentlich beeinflußt und die Kurse unterboten in der Majorität das Niveau des letzten Börsentages. Jin großen und ganzen waren die Kursveränderungen belanglos. Anglobank und Oesterreichische Kredit waren um 4000 K. höher, hingegen Lombardbank um 1500 K. und Unionbank um 5000 K. niedr iger. Staatsbahn bröckelten um 13.000 K. ab. Alpine.Montan tvaren um 8000 K., Koburg nm 7000 K., Fellen nur 11.000 K., Poldi nur 1000 5i, Rima tim 6000 K. billiger erhältlich, während sich Skoda um 33.000 K. und Wvagner um 10.600 K. erhöhten. Karpathen büßten 6000 K. und Semperit ebenfalls 6000 K. ein. Im Schranken herrschte fast vollständige .Geschäftslosigkeit. Bon den Petroleumwerten waren Fanto um 140.000 Kronen, Galicia um 100.000 K., Schodnica um 14.000 K. und WiewFloridsdorfer um 15.000 K. niedriger. Bon chemischen Werten verloren Dynamit-Nobel 300.000 K., Juugbunzlcmer 100.000 K., Teerag 16.000 K., Willsdorftr 13 000 K. Hingegen waren tschechische Solo um 9000 K. höher. Von Elsenwerten waren Bechert-Schrauven um 40.000 K., Eghdyer um 60.000 K., Finze um 16.000 K., Kabel um 7000 K., Dilmar um 50.000 K., Rothau-Neudek um 5000 K., Schrauben Brevellior um 10.000 K. niedriger. Bezugs rechte: Ungarische Kreditbank 86.600 bis 90.000 K., Niederöstcrreichischc Eskomptcbank 15.000 K., Danubius Geld, Optisches Glas 250 K., Si-erszaer Montau 80.000 ft, Osers und Bauer 400 K., Lumen 6500 K., Landeis 1500 K., ungarische Gummi 100.000 K. Auf dem An läge mar kt war die Stimmung lustlos bei vorherrschender Geschäftsstille. Von Exoten notierten: Eos 8000 bis 3400, Erdöl 38 500 bis 40.000, Jriag 305.000 bis 310.000, Mrazmca 155.000 bis 162.000, Schubert u Co. 15.000, Tepege 85.000 bis 89.000, Universale 50.000 bis 52.000, Wiener Waffen 20.000. Sott Den Warenmärkten.! Ballmwollnarnc. Zu der Berrchtswoche Katen keine besonderen Veränderunzen ein. Es notieren: Nr. 5/10 Bengalkops per Jänner-Februar -.76 Dollar. Nr. 16 Ha Surat -.86. Nr. 20 -.92, Nr. 16/34 halb Amerika —.99, Nr. 16/30 rein Amerika 1.09, Nr. 86/42 mittel Amerika 1.22, Nr. 42 mittel Amerika 1.24 Dollar per Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung. Baumwollzwirne. Auch in diesen Gattungen blieb die Stimmung behauptet. Es uotieren r Nr. 10/12 Bengal zwei- und dreifach per Jänner- Februar -.82 Dollar, Nr. 16/2 Ha Surat - .94, Nr. 20/2 1.02. Nr. 20/2 Amerika 1.19, Nr. 30/2 1.29, Nr. 40/2 prima 1.43 Dollar per Kilogramm ab Fabrik, exklusive Packung (trocken mittel, naßscharf, 1 Kabel Cents Aufschlag pe/ Kilogramm). Rohe Baumwollgewebe. 80 Zentimeter 15/14 20/20 Dezember-Jamter —.81 Schweizer Franken, 80 Zentimeter 15/15 20/20 —.82, 87 Zentimeter 19/19 30/30 -.84, 80 Zentimeter 19/17 36/42 -.56, 87 Zentimeter 19/21 36/42 —.66 Schweizer Franken per Meter ab Fabrik, exklusive Packung, die letzten drei Posten transit Wien. Kall. Vom Jänner bis Juli d. I. wurden im Deutschen Reiche insgesamt rund 3,5 Millionen Tonnen Kalksteine gebrochen. Davon verblieben rund 1 Million Tonnen als Nohsteine zum Versand. Die übrigen 2,5 Millionen Totmen wurde» in den Kalkwerken verarbeitet und hieraus 1.4 Millionen Tonnen gebrannter Kalk hergestellt, darunter Weißkalk in Stücken 989.000, sonstiger Stückkalk 210.360, gemahlener gebrau' w Kalk 229.400 Tonnen. Außerdem wurden noch erzeugt: Sttuerdolomit 42.500 Touuen, Kalttnergel 252.300 Tonnen, gemahlener Rohkalk 44.100 Tonnen. ES ist dies gegenüber betit gleichen Zeitraum deS Voriahres ein Rückgang, was iit der Hauptsache darauf zurückzuführen ist, daß die in be.ftbfr* Gebiete liegenden Werke vHiLae lehenßbestaud am 31. Oktober 114.874 Billionen Mark —, so floß der Reichsbank ein entsprechender Betrag an Darlehenskassenscheinen zu. Die Bestände der Bank an solchen Scheinen erreichten damit die Summe von 114.874 Billionen Mark. i Dieser Ausweis dürste einer der letzten sein, da bekanntlich die deutsche Regierung seit Mitte November zur Rentenmarkwährung neben der Popiermarkwährung übergegangen ist. - Die hohen Ziffern erklären rS auch, iveSlvegen das Verhältnis zwischen Rentenmark und Papiermark mit 600 3M- Itottcit festgesetzt wurde, eine Maßnahme, welche bekanntlich eine neuerliche Devisenhausft in Bersin hervorgerufen hat. Diese Menge dürfte auch als KalkulativnSbasiS angesehen worden sein, welche die Regierung mit dreihundert Millionen Rrnteymark einzulösen gedenkt. der zunehmenden Verkrhrsschwierigketten nicht in der La? waren, ihre Betriebe mit den notwendigen Rohstoffen zu versorgen. Neben den Einwirkungen der Ruürbesetznng war aus die Abnahme von Kalk auch von Einfluß die von der Reichsbank durchgeführte Marksiützungsaktion, die in den Verbraucherkreisen die Hoffnung auf einen Preisabbau erweckte und damit vielfach von größeren Bestellungen abhielt. Gegenüber dem Vorjahr sind im Absatz von Kalk bei den einzelnen Derbrauchergrnppen neben der allgemeinen Minderung auch Veränderungen hinsichtlich der bezogenen Konsorten eingetreten. Vor allem ist die Landwirtschaft vielfach dazu übergegangen, wegen des geringeren Preises Kalkmergel am Stelle von gebranntem Kalk ztl beziehen und den Bezug von Kalkstickstoff in starkem Maße einzusthränkeu. Leinsaat. Wie aus Mannheim gemeldet wird, zeigten die Oellmüller ziemliches Interesse für nahe Saat und solche für prompte Verschiffung, La Plata-Saat für spätere Termine hingegen wurde lebhaft von der Spekulation geüandel. Indische Saat hatte eine Steigerung von 7/6 bis 17/6. La Plata verbesserte sich um 15 für alte Ware und um 5 für neue Saat. Infolge der spärlichen Angebote sowohl von Indien wie von Argentinien sind die Oelmühlen gezwungen, recht bohr Presse für verfügbare Posten Saat anzulegen. In einzelnen Fällen mußten sogar die Mühlen dazu übergehen, Baumwollsaat zu schlagen, wenn sie nicht Kurzarbeit einfiihren wollten. In Indien sind Wetter und die Ernteaussichten gut. Argentinien meldet aus einigen Provinzen Regenwetter. Die Tendenz war fest, ebenso in Duluth und in Mirmeapolis. ,Eis«n. In der belgischen Eisenindustrie steht die Frage der Ruhrvorräte im Mittelpunkte des Jn'eresieS. jedoch hatten die Werke die Presse noch aufrecht angesichts der festen Tendenz am Kohlonntarkte. Stabeisen stellt sich zurzeit auf -700 Franken. Halbzeug wnd zur Ausfuhr, insbesondere ftir England, gesucht^ Am Ble'chmarktk sind Angebote ' aus Deutschland zu verzeichnen, die sich etwas unter den belgischen Preisen bewegen. ES werben verlangt für 5 Millimeter und mehr 750 bis 760 Franken fob, 4 Millimeter . 776 bis 785 Franken fob. 9 Millimeter 600 bis 810 Franken fob und 2 Millimeter 875 biS 900 Franken fob. Etwas Nachfrage bestand nach Schrot zu unveränderten Preisen. Chemikalien. Im Chemikaliengeschäft lagen in der Berichtswoche keine besonderen Anregungen vor. Der Geschäftsgang war befriedigend, in den meisten Artikeln stand dem Angebot gute Nachfrage gegenüber. In einzelnen Produkten hat-sich das Exportgeschäft wkeder ziemlich belebt. Enrsluß auf die Preiskalkulation verschiedener Artikel hat der Rückgang des englischen Pfundes ausgeübt, so daß hier bei den Notierungen in österreichischen Kronen mit kleinen Preissenkungen zu rechnen sem wird. Die Paraffillpreise haben nunmehr, wie vorauszusehen, chren Höhepunkt'erreicht und der in Polen ausgebrochene Streck, der den Abtransport unterwegs befindlicher Ware verhinderte, hat nur wenig Einfluß auf den Markt genommen. Im allgemeinen war, die Nachfrage für Paraffin sehr gut. doch dürfte das Geschäft in diesem Artikel nunmehr schwächer werden. Die anderen Wachse hielten sich ziemlich unverändert, mit Ausnahme von Montanwachs, das sich den Fabriksnotierungen langsam: anzupassen sucht. In Terpentinölen ist das Geschäft in Anbetracht der Nichtsaison als befriedigend zu bezeichnen und auch der Transit- Verkehr in diesem Artikel hat zu größeren Amsätzen geführt. Dre Preise liegen derzeit ziemlich unverändert. In Schellack und Harzen, zeigte sich keine besondere Bewegung. Minium Bleiberger erhöhte der: Preisstand um 50 K. auf 18500 K. ab Wien. Re WmemnSrkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgel^eiilmg".) Ort« und Fette. (Die Situation ist mrveräntdevt. in den Preisen ist eine meMche Veräud'vung wicht gu bwraichnen. Die Prasse stellen sich wie folgt: KokoM pn>nra wrnß 17.200 K., KoikosU FettsMlre 98-M 15.200 K., holl. Leinöl 17.300 K.. RüM dopv. raff. 13.700 K.. Glatt: sap. 97M 17.600 K., MMr-taliq weiß Prima 15.200 K>. Knachrriftti raffinier: 97-98 Prozent 13.850 K.. fmrMi'scheS Ri^inuM erste Prchung 20.800 K., SefamE erste PrcE-ung 19.000 fl, Wiusspeiftö-l 16.500 K., KÄioHpessefetlt in Fäffemn 18.600 K. In Deutschland ist die MaMildM fest. Die Zufuhren stocken mangels tvenHeistäutdiger Zch,!ungÄnrit4v'l. Auch-hat die ProdiEtion erheblich abgenvurmeu. Die Nachfrage Reifet dringend. Die auttliche Preis-ftstsetzlung Imu für Pvim-agualnä-t 1,40 Goldmvrk. In Margarine geben übe Fabriken gar keine oder-so geringe Mengen -frei, daß von einem Handel übeuh«ipt nicht gesprochen werfden kam:. Störte. Die TervdetH in Stärke und StÜnkepropMen ist durch die schwache Ktavtotflftlvrwte in d r Tschecho-Glowal«: Wussterend und dreß erfährt noch eine Besssirkung dadurch, daß aus^ Ungarn - .wMfoe der. DMenWoieriMäen nur von Zeit „n^cti mvbcd:'utHnde Aterrgen irniportden werdet: können. ■ i Es notier.n: Hoch>pr>ium KaotchfolftärkemeA 6800 K-, ebenso hochpr-ima TÄll-auMrs Mrzenstävke 8M) K.. hoch' tzl'Mu MaiKbrockenjstätfe 7Z00 K-, hychprdma Dextrin 9300 K-, AowtD-8iWp -MV0 K, prima Traubenzucker wriß'83oa 41- Wiener Warenbörse. . (Eigenbericht der „Wiener M-ovgettzeitung".) Zum öffentlichen Verkauf gelangten laut Art. 843 des H.s G.-B. 1b Tons Phosphorbronze zu 750 Pfund und Lagermetall .zu 16.000 K. pro Kilogramm. Zum öffentlichen Verkauf gelangen heute am 20. d. um halb 1 Uhr 1425 Kisten Kondensmilch und am 23. d. uw halb 1 Ahr 200- Stück RindShäute. Wiener SchuhbSrse. (Eigenberickft der „Wiener Morgenzeidung".) Bei mäßigem Besuch au der gestrigen Schuhbörle käme* nur geringe Mengen zum Verkauf. In der Tendenz waren merkliche Verändenmqen nicht zt: beobachten. ESnotieren: Herrenftiefel Makay BoxcE, und Chevreau schwarz 190.000 K., Rindsbor 180.000 K., Naturleder und schwarzes Knbleder 170.000 K., Brcmnleder 195.000 K., Goobvear Welt und bmdralnnenaenabt Borealf 230.000 K., RinbSbox schwarz 215.n0O K.. Braunleder 285.000 K., Svortstiefel mit Lederfutter 290.000 K. Dame n st i e f e l Makay Boxcalf 180.000 K.. Nindsbox schwarz 170.000 K., Braunleder 200.000 K., Goodyear Welt Borealf 240.000 K., Braunleder 300.000 K., Sportstiefel mit Lederfutter schwarz 260.000 K., Damenhalbschube Makay Box und Chevreau schwarz 3 BiS 2 Spangen 210.000 K., Kttabenschuhe Makay Mndrbox schwarz 170.000 K., Braunleder 180 000 K., Goodpear Welt Boxcals und Chevreau schwarz 200.000 K.. RindSbax schwarz 190.000, Kinderschuhe Makav Boxcalf 88.000 K., Goodyear Welt Boxealf 110.000 K., Mäbchenschuhe Makay Boxkalf und Ehevreau schwarz 104.000 K., Goodyear Welt Boxcals 130.000 K. Biehmörkte in S1. Marx. R i n d e r n: a r k t. Der Auftrieb auf dem gestrigen Rinder» markte belief sich auf' 1346 Stück inländisches, 490 Stück ungarisches. 5 Stück sschecho-slowakisches, 1195. Stück sugoslawsscheS, 628 . Stück rumänisches und 20 Stück dänisches, zusmnmen 3684 Stück Schlachtvieh, worunter sich 2527 Stück Mast- und 1187 Stück Beinlvieb beiMdeu. Ter Oiatiung nach waren 2104 Ochsen, 521 Stiere, 1054 Kübe und 5 Büffel. Trotz unwesentlich verminderter Zufttbr war die Tendenz eine vorwiegend flaue, wob darauf zuriickzufübren ist, daß die Großmarkthalle angesichts der Rekorbzufuhren während der letzten Tage derart mit Vorräten versorgt ist. das; ein Teil der Transporte nicht mebr ausgeladen werden konnte. Dochprima Ware blieb zwar im Presse ziemlich unverändert, allein gute Qualitäten erlitten einen neuetHdjett Preisrückgang bis zu 1000 K., Mittelsorten bis zu 1500 K. und mindere Kategoriet: stellenweise bis zu 2000 K. pro Kilogramm. Es notierten: Ochsen prima 18.500 bis 15.500 K., extrem bis 20.000 K., sekimda 11.000 bis 12.500 K.. tertia 9500 -iS 10.800 K., Stiere 9.500 bis 14.000 ll 5.500) St, Kübe 9000 bis 13.000 (14.500) K. und Beinlvieh 6000 bis 9.500 K. pro Kilopttnit Lebendgewicht. B o r st e n v i e h m a r k t. Laut Ausladmaen und Anmeldungen bürste sich der Auftrieb auf zirka 5000 bis 5500 Schweine belaufen. BaumwoMarkt. New-Porsi, 17. November. Banmwollzustlbren in den atlank. und C'olfbafen 34.000, im Innern 26.000. Ausfuhr nach Großbritannien —. nach dem Kontinent 8000. Lokälmarkt wiii-Hin-r 34.70 (letzt. Kurs 34.80). Tendenz: Uuregelmäßio. — Terntine: November 34.21, Dezember 34.58. Jänner 33.77, ^-ebnwr März 34.-. Avril-.-. Mai 34.08. Juni Juli 33.65, August 30.—, September 29.-, Oktober 28 Berliner Börse. Berlin, 19. November. An der Börse beschränke sich das Geschäft anfangs nur ruf die Tätigkeit der amtlichen Kursmakler. Die freien Makler enlhieltei; sich eine Zeitlang als Opiposition gegen einige als zu drückend empfussoene Vorschriften bei der Eu-richtung der Börstnsteuer vom Geschäft. Sie beteiliigten sich erst später daran, als bekannt wurde,^ daß ihnen einige Zugeständnisse gemacht Wördes ftitb. Das Geschäft nahm keinen großen Umfang an. da eine gewisse Zurückhaltung wegen der ungeklärtetr inner- und außenpolitischen Lage v»rherrschenid war. Die Kurse zeigten aber gegenüber dem Freitag zum Teil Ivesentliche Erhöhungen, da am Geldmarkt eins beträchtliche Erleichterung eingrtreten ist. Die Devisenkurse wurden mit geringen Abweichungen und ungefähr gleichen Zuteilungen fast unverändert gogen Samstag festgesetzt. (Alles in Milliarden von Mark.) Dollarschatzanweisungen —. S ch l u ü k n r s e: Türkische Lose 40.000, Oesterr. Staatsbabn 69.000, Norbd. Llovd 14.500, Der. Elbesckiffahrt 6250, Berliner Handelsaelellschast 53.000, Kommerz. Privatbank 5750, Tannst. Bank 8400, Deutsche Bank 12.000, Diskonto- Kommandit 23.000, Dresdner Bank 7500, dtationalbank fiir Deutschland —.—, Oesterr. Kredit 950, Oesterr. Länderbank —, Reichsbank 15.000, Wiener Bankverein 730, Wr. Unionbank 1000, Allg. blektrizitäts-GeseMckaft 14.400, Bochum« Gußstahl 72.000, Daimler Motoren 3200, Deutsch-Luxemburger 70.000, Deutsche Maschinen 7250, Dynamit Nobel 13.750, Felten u. Guilleaume 56.000, Gelsenkirchener Berg. 69.000, Tb. Goldschmidt 23.000, Harvener Bergbau 80.000, Hirsch Kupier 57.000, Höchst. Farben 26.000, Hohenlohe-Werke 31.000, Laurabütte 34.000. Manuesmannröhren 53.000, . Mänft Berabau 53.900, Sckuckert u. Co. 37.750, Siemens » HalSke 44.000, Telephon Berliner 9000. Prager Börse. Prag, 19. November. Die Erösstnmg der heutigen Börse war, wie nach dem Verlauf des samstägigen Privatverkehrs^or-' wartet werden konnte, fest. Tie Mehrzahl der Industriceffekten lag bei steigenden Kursen behauptet. Vernachlässigt waren dapeoen Chemische-, Textil- und Elektrizitätswerk, schwächer Kaffeeersatzaktien. Gegen Schluß wieset: auch Arbitraoepapiere eine fallende Tendenz auf. Ir: der Kulisse ging die Mehrzahl der anfängliche:: Gewinne wieder verloren. Transportwerte —ben im Kurse nach. Heitnische Banken verkehrten ungleichmäßig. Wiener lagen schwächer. Auf dem Anlagemarlt wäret: bei Fortsetzung der Realisation»:: Äursrückaänge zu verzeichnen. Staatspapierc lagen bei erhöhtem Angebot gut behauptet. Exote:: waren zu Beginn rege gefragt, hock) gingen im weucren Verlauft die erzielten Kursgewinne wieder verloren. Schluß abgeschwächt. ' Schlußkurse: Türk. Esseubahn-Auleikie 400 Frauket: —Löbm. Uuionbank 448.—, Böhm. Eskomvtebank 448.—, Böbm. Juduflrialbank 482.—, ZivnosteuSka Banka 437.50^ Anglobank 165.—, Oesteir. .Kredit 136.—, Wiener Uuioubauk 142.—, Wiener Bankverein 84,--, Busintiebrader Eisenbalnt Litt A 595.—, Litt B —, Ferdinauds-Nordbabu 9650.-, Prag-Diixer 210Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1230.--. Nesiomitzer Zuckerindusirie 1745.—. Bereinigte Elektrizität LLieu 176.—, Brosche 1615.—, 5iol:»er Sviritus 1425.—, Kömgshofer Zement 1425.—, Breitsetd-Danek 565.—, Riuybosser 845.—, Sinnneriuger 158.—, issvDosteletzer Texiss 350.—, Alpine Montau 304.—, Poldihüite 467.—, Prager Eisen 1062.—, Oesterr. Berz «. Hütte» 2835.—. Skoda 594 —, Jnwald V4ö«—.

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