Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1712 (20.11.1923)
- Date
- 1923-11-20
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Steife - Wien. Dienstag tm Sskvej^rkÄ des Sportklubs Hakocch, 1 Be.;., Cafe Atlas- Los, biS längstens Sannstag den 24. d. (Auvtsstnndeii von 10 VS 18 Uhr,vormittags und von 4 bis 7 Uhr a'bciti>) unter MÄringung eines Personaldoknmeuts. (Entgelilich.) Die Internationale Gesellschaft für neue Musik veranstaltet un Jahre 1024 »wer internationale Musikfeste. Ein Äammormusikfest, das, wie in den vergangenen Jahren. im August in Salzburg stattfinden wird, und als Novum Orchesteraufführungen a>m 1.. 2. und 3. ftuul in P r a a. Diejenigen österreichffcheu oder in Oesterreich ständig domizrlirrenden Komponisten, die Auffühnrnaen bei clrucnt dieser Feste anst reden. wollen diesbezügliche Musikwerke (gedruckt oder Manuskript, Kopie zurückoeh alten, da keinerlei Haftung übernommen werden kann!) bis längstens 6. Dezember d. I. unter genauer Angabe von Namen und Zlldresse an die Internationale Gesellschaft für neue Musik (per Adresse Salzburger Festspielgenicinde), Men, 1. Bez., In der Burg, «insenden. Aus de« Aeateru. Bürgt heater. Morgen Mittwoch, halb 7 Uhr abends. „Die Rauber". Akademietheater. Morgen Mittwoch, halb ß Uhr abends, das Schauspiel „Hochzeitstage" von Paul Gerabdy. BolkZoper^ .Heute Dienstag „Boheme". In der Jüdischen Bühne. 2 Bez, Taborstraß- 12. gelangt heute Dienstag Schalem Mejchems „Stempeniu" Ar Aufführung. ' _ tzerichtssaal. Das zerttSmmerte Denkmalmodell. Der Gewerbeschuler Otto Aushaus er hatte in dem Tireit wegen des Tenkmalsentwurses für die Auslandshilfe seiner abfälligen Kritik seinerzeit dadurch Ausdruck gegeben, daß er das im Mn.stlerhau.se ausgestellte Modell Prof. Lichtblaus zertrümmerte. Wegen dieser Tal war er vor einigen Wochen von LandeKaerichtsrat Sieber freigesprochen worden. Gegen dieses Urteil hatte der Staatsanwalt Dr. Tuppy berufen und gestern wurde über diese Bevnfung unter Vorsitz des Hofrates Habietinek verhandelt. Ter Berufungssenat hat der Berufung stattaegeben und den Angeklagten der Uebertretung der versuchten Sachbeschädigung schuldig erkannt. Er verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 206.000 Kronen, im Nichtembriwgungsfall zu zwölf Stunden Arrest, jedoch nur bedingt, indem die Straffolgen vorläufig anfgeschoben werden. In seiner Begründung sagt« der Borfitzende, es sei ke'' Zweifel, daß das ausgestellte Kunstwerk sowohl einen materiellen als auch ideellen Wert hatte und daß auch der immaterielle Wert durch das Gesetz geschützt werde Ms mildernd nahm der Gerichtshof Aufregung Wer die Verletzung seines künstlerischen Empfindens an. Das mißhandelte Kindermädchen. Ein seinerzeit viel besprochener Fall der Mißhandlung klnes Kindermädchens durch ihre Dienstgeberin bildete gestern beim Strafbezirksgerrcht 1 den Gegenstand einer Vorhandlung, in welcher die Iuweliersgattin Rosa Schwarz wegen Ueberrretung der leichten Körperverletzung angeklagt war. Am 2. Juli dieses Jahres, abends, erschienen im Geschäft des am Stephansplatz etablierten Juweliers Konrad Schwarz zwei Frauen und teilten der im Geschäfte anwesenden Gattin des Juweliers mit, daß ihr Kindermädchen Das elf Monade alte Söhnchen der Frau Schwarz am Nachmittag im StaDtpark geschlagen habe. Während die Frauen dies der Schwarz mitteilten, kam das Kindermädchen, die 18jährige Aloisia Kubiczek, mit dem Kinde, welches sich im Kinderwagen befand, in das Geschäft. Vor der Schwelle des Geschäftslokales stürzte das Kindermädchen, von einem Herzkrampf befallen, plötzlich bewußtlos zusammen. Der Wogen mit dem Kinde kam ins Rollen, kippte um, ohne daß Das Kind hevausfiel. Frau Schwarz, die der Ansicht war, daß das Kindermädchen einen Bosheitsakt verüben wollte, trat aus dem Geschäfte heraus und vergriff sich an dem Kindermädchen .n einer Weise, die zu einer großen Menschenansammlung führte und das Einschreiten eines größeren Wacheaufgebotes zur Folge hatte. Frau Schwarz soll, nach der Angabe zahlreicher Passanten, das bewußtlos aus dem Boden liegende Kindermädchen nicht nur mit Schlägen m den Rücken und ins Gesicht traktiert haben, sondern auch mit den Füßen auf ihr herumgetreten sein. Infolge der Mißhandlungen soll das Kindermädchen mehrere äußerliche Verletzungen erlitten haben und 14 Tage berussunfähig gewesen sein. In dor gestrigen Verhandlung erklärte Frau ^Schwarz, sie habe geglaubt, daß das Kindermädchen absichtlich den Wagen umwerfen wollte, sei in große Aufregung geraten und habe dem Kindermädchen, ohne zu ahnen, daß dieses plötzlich einen Anfall erlitten habe, in ihrer Wut mit der Hand einige Schläge gegen . den Rücken versetzt. Fußtritte habe sie dem Kindermädchen nicht versetzt. Der ganze Vorfall sei auf ein bedauerliches Mißverständnis' zurückzuführen. Die als Zeugin vernommene Aloisia Kubiczek gab an, daß sie dem Kinde im Stadtpark, da es fortwährend schrie und unartig war, nur einen leichten Klaps gegeben habe. Sie sei vor dem Geschäft bewußtlos zusammengestürzt und wisse daher von den Vorfällen nichts. Später habe sie starke Schmerzen im Rücken verspürt und sei 14 Tage berussunfähig gewesen. Als Ersatz für, Heilungskosten und Verdienstentgang sowie >rn Schmerzensgeld verlangt das Kindermädchen im ganzen einen Betrag von 40(1000 K. Mehrere Zeugen des Vorfalles gaben an, daß sie gesehen hätten, wie Frau Schwarz das Mädchen außer mit Schlägen mit Fußtritten traktiert hatte.! Der Verteidiger beantragte zur vollständigen Aufhellung des Sraffälles die Vorladung der beiden Frauen, die vorher der , Frau Schwarz von der Mißhandlung ihres Kindes durch das Kindermädchen Mitteilung gemacht hatten und die bei der Szene im Geschäft anwesend waren. Der Richter gab vielem Antrag Holet und v ertagte die Verhandlung Wiener Morgenzeitung. «eftempelte Krane ---- 0.0081'', Getrtfotes. Auszahlung Wien --- 0.0081'/, kentimes. In Zürich notiert? die österreichische Krone . . die österr. gestemvelte Krone die tschechische Krone . Holland. Rew-sstork London. Pari- . Mailand Sofia Budavest Warschau 19./11. ' 17./11. . 0.0081»/, 0.0081 . 0.0081'/, 0.0081 16.70 16.65 >e 813.50 214.50 , 579.— 578.- , 24.75 24.89 80.- 30.80 24.85 24.25 8.57 6.50 3- 3.- 4.65 4.90 0.03 0.08 Sie italienische Schiffahrt. Neuorganisation italienischer Linien. (Von unserem Korrespondenten.) Triest. 27. Oktober. Seit der im Frühjahr in Rom stattgefundenen Konerenz, in der beschlossen wurde, die Triester Flotte dem küstenländischen Plan zu erhalten und von der ursprünglich geplanten Zusammenlegung der adriatischen Dienste mit!>en tyrrhenischen abzuseben, hat sich so manches ereignet. Nichts Unerfreuliches. Verschiedene in der letzten Zeit getroffene Abmachungen der italienischen Reedereien untereinander haben zu einer Verdichtung des italienischen Schiffslinrennetzes, ungefähr auf den Stand des letzten Vorkriegsjahves, geführt. Seither sind einige neue maritime Vereinbarunyen erzielt worden. So wurde jetzt auf Grund >es zwischen den italienischen Reedereien gepflogenen Einvernehmens der Jndiendienst ab italienischen Häfen verbessert. Der Lloyd T r i e st i n o, der kürzlich die Aktienmehrheit der Genueser Reederei Marrttima Jtaliana erwarb, hat im Einvernehmen mit dieser zweiwöchentlichrn Fahrten nach Bombay eimgerichiet, und zwar alle zwei Wochen eine Abfahrt ab Triest, beziehungsweise ab Genua. Zu diesem Zwecke wurden der Marrttima Jtaliana zwei große Lloydschiffe zur Verfügung gestellt. Daß durch das Zusammenarbeiten beider Reedereien und die gvgenseit'aze organisatorische Aushilfe die Dienste beider wesentlich gefordert wurden, steht außer Zweifel. Wie auch nicht zu übersehen ist, daß Triest,-das sich durch die Reederei Adria an dem Fmammer Verkehr beteiligt, einen Anteil am Genueser Verkehr gewinnt und, wie man in eingeweihten Kreisen weiß, sich durch die Mavittima Jtaliana indirekt auch an der neuen Reederei Jtolia (gebildet durch die Gesellschaft Sitmar, Sicilia und Marittima Jtatalina) beteiligt, welche di« subventionierten Linien nach den italienischen Kolonien und nach Sizilien und Sardinien besorgt. . Schritt für Schritt wird die Hegemonie des Triester Seeplatzes, im Levante- und Ueberseedienst gefestigt Den Adrialmien der Sitmar, deren bisheriger Endhafen Venedig war, wurde ein Ende gesetzt, und der Lloyd Triestino vereinigt jetzt sämtliche von der Adria ausgehenden Lovantelinien in seiner-Hand. Dafür wurde, wie verlautet.ber Societa Beneziana für die nunmehr zweiwöchentlrche Kalkuttakrnie der Vorrang gelassen, unter der Voraussetzung, daß ihve Schiffe auch Triest direkt anlaufen. ' Nicht so erfolgreich waren bis jetzt die Bemühungen, den Werften volle Beschäftigung zu schaffen, wenn auch hier eine Besserung der Lage der Schiffslbauanstalten 'festzustellen fft. Die zwischen der Navigazione Libera Tviestina und der italienischen Regierung erfolgte Einigung ermöglichte der genannten Gesellschaft, zwei große Dampfer in Bestellung zu geben, mit der Aussicht, noch ein drittes Schiff zu bestellen. - Seitens der Kriegsmarine, die eine Reihe von Kriegsschiffbauten ausgeschrieben hat, werden gleichfalls^ Bestellungen an die Triester Werften erwartet, da deren Offerten günstiger waren als jene allitalienischer Werften.- Auch weitere andere Bauten stehen in Aussicht. Cs ist anzunehmen, daß mit dem laufenden Jahre die krisenhafte Periode der Wersten zum Abschlüsse gelangen und daß schon anfangs 1924 normale Berdienstmöglichkeiten eintreten werden. Die Werste in Mvnfalcone, von welcher angenommen wird, daß sie durch die baldige Renovierung der Flotte der Reederei Cosulich beschäftigt werden wird, hat inzwischen auch den Waggon- und Lokomotivenbau übernommen und eine Abteilung für elektrisches Material sowie 'eine. Schiffsdemolierungswerkstätte eingerichtet.' Die Kriegsschädenangelegenheit der Monsalconeser Werste kam in der letzten Zeit zur Regelung, so daß nunmehr an die Ausarbeitung eines Aktionsplanes geschritten werden kann. Die Werften von S. Marco und S. Rocco haben sich durch Vereinheitlichung der, technischen Leitung einen glatteren Betrieb gesichert. Die Tatkraft der Triester Werften wird durch die Tatfache bestätigt, daß, so lange die Seeschiffe nicht gebaut werden konnten, die Werste in Mvnfalcone den Bau von Schiffen für den Lago Maggiore übernahm. Nach der neunten Zusammenstellung besteht folgendes von der Adria ausgehende Liniennetz: Eine wöchentliche Eillinie nach Alexandrien; eine wöchentliche Linie nach Aegypten, Griechenland und Syrien; eine wöchentliche Eillinie über Venedig nach Konstantinopel und dem Schwarzen Meer bis zur Donau; eine wöchentliche Eillinie nach Dalmatien und Albanien (Lloyd Triestino). Außerdem noch alle zwei Wockeu 4üm Linie nach Alenuidvven—Svvien—Kon- / 20. November 19Ö3 Nr. 171Ä stautinopel, die bei der Rückfahrt Triest anläust, sowie eÄl Linie Venedig—Tviest—Sniyrna—Rhodi. Da Smyrna fei den Fahrplan der Aegäus-Linie über Schwarze Meerhäfen ausgenommen wurde, fft neuestens dir Fahrtdauer Trfest—. Smyrna auf zwei Wochen herabgesetzt. Für den Passagier»! und Postverkehr wird die Errichtung einer Hhdroplanlmi^!>urch dir S. I. S. A. (Soeieta Jtaliana Servis Aerei); erwartet. Zweimal in der Woche wird dann die Strecke! Triest (Portorose) — Ancona — Brindisi—Corfu —Athen—! Rhodi—Alexandrien imd zurück (2481 Kilometer) in, 11 Stunden 25Minuten bewältigt werden. Nach Indien und den ä u ß e r st e n O st e n wird vom Lloyd eine zweir wöchentliche Linie bis Bombay, beziehungsweise Shanghai unterhalten. Kobe, Jokohamq und Mojr werden durch die Llohd-Ostasiendampfer nunmehr das ganze lauftnde Jahr direkt berührt. Nach Tripolis fährt Tripeovich. welche Linie Fiume, die dalmatinischen Haft«, Sizilien. Malta, und Tunis berührt. Nach diesem Plan fft mithin die Dichte der Schiffsverbindungen fast Vorkrvegsmäßig. Clearlngkarse der Osterrefehfschen Natlonalbank vom 16. November 1628. - Devisen (Schecks und Aus- Kurs vom i» Nor. Zahlungen) fUtT °*,d w,,# 0e,d Ware Amsterdam f. 1 holl, dulden . 4 26m.- 283'W,- 26375.- 28475— Aeram 1 tu». Kronen .... 6 793— 797.- 7<r*.— 802.- Belwrad I Dinar ...... 6 79«.- 797.- 79<t.- 802.- Rerlln’ I deutache Pelchamark . R 13.— 14.— 17.25 18.25 Brllaaet 1 helrlsrhe Franca . . 4'f, 3144. 3155. - 3244. 325«.- Nudaoral 1 „ncarlache Kronen , fi 3.85 3.75 i.68 3.78 6«1care»t 1 l.el . .. 8 35«.- 358.- 369.— 371.— Chrlrtlnnla 1 norwetr. Kronen . 5 in03n.- 10'70. 10 80.- 10120— Kooenhnsen 1 dBnlsclie Kronor . *j 12089.— 12120.— 12^80.- 12170— London 1 Pfnnd Sterllne . . . 3 3i.rwv»,- 2075^.-3.6700.- 30T70C— Madrid 1 Pesetas. 5'/. 893".- «•>70.- 9a80,- 9120— Mailand , Lire.. 8 2914.- 2098.- 2084.- 2906— New York 1 Dollar. 4 70975.- 71185.- 70075.- 71185— Paris 1 Francs ....... 5 357?.— 3643.— 3782— 3798— Pran 1 tscliecho-slow. Kronen , 5 2040.- 2050.— 2040.— 2k 50— ^ofla 1 Lewa .. 7«/, 558.- 572.- *88— 592— Stockholm i sdiwedlscheKronor . 4 V, 18329.— 18330.- 18370.- 1*430— Warschait** 1 polnische Mark. . 5 270.- 010,— 29n— 330. f) Zürich 1 schweizerische Francs . Noten 3 12240.— 12290.- 12325— 12375— Amerikan. Noten v. 5 Dollar autw. 70500.- 70960— 70560— 70960— , , kleinere . . . Beimache Noten IM Francs . . 70160.- 70850— 70460— 70860— 3100.- 3130— 3200— 3230— Bulgarische Noten zu 1900 Leva . 546.- 554— 566— 574— , . kleinere. . . 526.- 33«.- 546— 554— Dflnfsche Noten 100 Kroner , . 11940. - 12020— 11940— 12020— Deutsche Noten*.. 12.— 13.- 16.50 17.50 „ , - kleinere* . . . 11.50 12.50 15— 16— Engl. Noten von 5 Llvrest. aufw. 290700.- 301300,- 404900.- 306500— , kleinere . .. . . Französische Noten 100 Francs . 299500.- 301100.- 304700.- 306390— 3585.- 3515— 3735— 3765— Holländische Noten 100 Dulden . 26000.— 262V»— 26175— 26775— Italienische Noten v. 100 Lire aufvr. 2950.- 2970— 2950— 2970— . . kleinere . . . 2900.— 2950— 2070— 2950— Jagost. Noten ungest. zu 1000 Dinar 787.- 793— T39— 795— , » kleinere . , 777.- 7*3.— 779— 785— Norwegische Noten 100 Kroner . 99"0.- 9980— 9960— 10040— Polnische Noten **.. . . . » , „ ' . . kleinere** . , . Rumänische Noten zulOOOit.500Lct 280.— 320— 290— 330— 260.— 300.— 270.- 310— 350.— 3 4— 363— 387— , kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel 330.- 334.- 343— 347— —.— — ■ » » * 100 » ... kleinere . ,, Schwedische Noten 100 Kronor . 18110.- 182M- 181«».- 18260— Schweizerische Noten 100 Francs. 121 5.- 12205— 12210.— 12290— Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho*8low. Not. v.1000 aufw, 8810.- 9000— 8060.- 9040— 2o!7.- 2033— 2017.— 2T.33— . . kleinere , 2012. - 2028— 2012— 2028— Ungar, Noten (neue Em.) zu lOOOKr, 2.05 2.25 2.03 2.2t' . , zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere. r.- 8.20 2— 2.20 9 . Kleinere . . . c%— a.w 4.— * Für 1 Milliarde Mark. ** kür 10.000 poln. Mark. Die tschechische Eisenindustrie. In der letzten Zeit ist de^ EffeneAport stark zurückcieigangen und ßiuwitne Eiseniwevke treffen bereits Maßnolhmen zur Eiwchvän'ku'nia der PvoLqustiou. Der Ausfall fft insbesondere auf die Ausfuhr nach Dvittschtand zurückyvdülhcen, die nach und wach ganz zum Erlüegen kommt. Der Effenexport nach Deu'ti'ch>'.icmd war jedoch bis zum Ende d's dritten Q'uvvmls noch weitaus überwiegend und dieiser Ansßall läßt sich nicht wettneachen. Dcvstesen steigi die Nachfrage vn Stiabl. nämlich in Oiuälütätsmoteriiall. Die einschläg!>qen Werke, namentlich die PMihütte. sind reichlich mit Aufträgen vevsorat und in l-etziter Zeit hat sich auch der Auftvaysbelstand in Staih'lguß und War^n daraus gehoben. Dadurch sind unter anderen auch die Skoda-Werk.' unh die Karbitzer Hüttenwerke wieder umfangreicher befchölftigt. Krise der ungarischen Holzindustrie. Aus Budapest wird gonrsldet: Dem gOeigerten Pvofperie-ren der großen ungarischen HM'NternchmiuMen goaeM'ber fft die traurige Lage des ungarischen Ho>l>'jhandels selstzEellen. Der t erwartete große Auiffchiwuna auf de>m BM'hollgmurlk^fft nicht eingetreten, was mit dem vorläufigen Einftellen der «m Zuge befiMichen Danten und mit dem in der Brauche ßWbaren großen G ldme-ngel im Zusammerlbang stcht. Die im Fvülbiahre bei Aiufnähme der Bautätigkeit Mti,a werdende Materialien sind nicht' m entsprechenden Qulantiiäiten vorhanden, was ein An schwellen der Preffe mr F-olige hüben wird. Der Brenniho!^- Handel leidet un^er der ungünstigen amt'ichen Pwisicsksetzuug und den Devisenschwierigksiten. Belkanntlich verm-aq die nnaar> ländische Produktion nur 16 Prozent des heimffchen Bedarfes zu decken. Die deutschen Großbanken iin Auslande. Aus Berlin wird gemeldet: Um den Schwierigkeiten, die her unmit'elbare Verkehr mit dem Auslände bringt, namentlich insoweit der Devisenmarkt dabei in Veracht kommt, aus dem Wege zu gehen, ist von seiten verschiedener Großbanken beabsichtigt, im Auslande eigene Niederlassungen zu errichten oder stärkere Beteiligungen an bereits vorhandenen gut stmdier'en Banken einzugehen. Mit der Schwerz und.verschiedenen nordischen Staaten sind die Verhandlungen noch in der Schwebe, während mit Holland bereits verschiedene Kontrakte . abgeschloffen worden sind. Zunächst wird der Barmer Bankverein Hinsbevg. Fischer u: Co. in Barmen in Amsterdam eine eigene Filiale in. Anlehnung an die dortige van der Heydt Kerstens-B>cmk eröffnen und zugleich eine stärkere Beteiligung bei der Kommevz- und Effekten.bank in Amsterdam eingehen. Die Kommerz- und Privatbank in Hamburg-Berlin hat sich stärker an dem Amsterdamer Bankhaus« Kaufmann beteiligt, während die Darmstädter und Nationävbank-Geinetnschaft den Wog einer besonderen Filiale in Amsterdam zu beschreiten gedenkt.' Der Barmer Bankverein wird mit seiner holländffchen Niederlassung. beziehungsweise Beteiligung, gleichzeitig die Interessen der mit ihm in einer Interessengemeinschaft verbundenen Allgemeinen Deutschen Kreditanstalt in Leipzig und der Bayrischen Hypotheken- und Weckffelbank wahvnehmen. Usber die Form, in welcher das Uebergveisen des deutschen Bankwesens ans die Schweiz sich vollzichen wird, kann noch nichtgeisagt werden, es wird dabei in -erster Linie die Beteiligung cm m* übenden jchweiserilchen Bemkmftituten versucht werden.